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Romane

Die nicht sterben

3,1(102)
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Über das Buch

Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2021, ausgezeichnet mit dem Schweizer Literaturpreis 2022!
»Ihre Prosa ist wie mit dicken Pinselstrichen gemalt, draufgängerisch, genüsslich, üppig und humorvoll.« Anne-Catherine Simon, Die Presse


B. ist eine kleine Stadt in den Bergen, an der Grenze zu Transsilvanien. Eine junge, in Paris ausgebildete Künstlerin verbringt hier ihre Sommerferien in der Villa ihrer Großtante. Sie liebt die Natur, die bukolische Landschaft und das einfache Leben der Einheimischen. Was sie lange Zeit nicht wahrhaben will, sind die sozialen Abgründe, die Perspektivlosigkeit und die Verzweiflung ihrer Freunde. Das Unheil aber kommt mit dem Fund einer Leiche – übel zugerichtet vom Fürsten der Finsternis.

Schaurig, tiefgründig, archaisch: Ein atemberaubend atmosphärischer Roman über Rache und Extremismus und die Sehnsucht nach der starken Hand, nach einem gestrengen, grausamen Richter – wie Dracula.

Editionen (2)

ISBN9783328108535
VerlagPenguin
Erscheinungsdatum10.08.22
Seitenzahl272

Rezensionen & Bewertungen

102 Bewertungen

19 Rezensionen

3,1

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  • missyliest
    missyliest

    312 Follower

    4,0

    Leseprojekt 2026: 26x Europa - Land 14: Rumänien Gerade zu Beginn eines Romans ist für mich oft der Stil besonders wichtig. Hier habe ich das erste Kapitel gelesen und alles greift so gut ineinander, dass ich nur dachte: YAY, weiterlesen! Dana Grigorcea gelingt es im gesamten Roman, eine merkwürdig-unheimliche Atmosphäre zu erschaffen, die die Handlung für mich überzeitlich und die historischen Ebenen miteinander verwoben wirken lässt. Da ist ein Wechsel von Vlad, dem Pfähler, zu Ceausescu ein harmonischer Übergang. Wenn da plötzlich "All that she wants" von Ace of Base erschallt, wird man verwundert wieder ins 20. Jahrhundert zurückgerissen. Meiner Meinung nach ist dies auch das Hauptanliegen von Grigorcea: sie will keine Geschichte im eigentlichen Sinn erzählen, sondern Stimmung und Atmosphäre erschaffen. Dies gelingt ihr sehr gut! Oftmals beschreibt sie Szenen so, dass alte Schwarz-weiß-Klassiker wie "Nosferatu" vor meinem inneren Auge auftauchen. Besonders hat mir gefallen, wie sie uns Lesende zwischendurch vorführt. Obwohl sie so viele rumänische Klischees verwendet, dass das Ganze teilweise satirisch wirkt, war ich bei einer Geschichte über Vlad, den Pfähler, dann doch absolut gebannt - und ZACK reißt Grigorcea mich dadurch heraus, dass im Roman eine gebannt zuhörende amerikanische Touristin ihre Sonnenmilchflasche laut aufspringen lässt. Ertappt! 😉 Allerdings gab es im Roman auch immer wieder Passagen, in denen mich Grigorcea verloren hat. Insgesamt war dieser Roman für mich aber mal wieder ein ganz anderes Leseerlebnis. Es ist nicht verwunderlich, dass er für den deutschen Buchpreis nominiert war! [Im Rahmen meines Europaprojekts 2026 habe ich bisher Texte aus folgenden Ländern gelesen; in alphabetischer Reihenfolge: Albanien, Belgien, Bosnien, Deutschland, Großbritannien, Italien, Island, Irland, Österreich, Russland, Schweden, Schweiz, Spanien. ]

    26. Mai 2026

  • 12drue
    12drue

    111 Follower

    4,0

    Eine junge (namenlose) Malerin kehrt nach ihrem Studium in ihr rumänisches Heimatdorf B. zurück. Als eine gepfählte Leiche ausgerechnet in Vlad Draculas Grab entdeckt wird, vermischt sich nachkommunistische Gegenwart mit Historie. Ist Vlad der Pfähler wirklich zurückgekehrt? Dana Grigorcea gelingt es, einen modernen, politischen Dracula-Roman zu schreiben. Der Wunsch nach einem starken Führer ist leider täglich in den Nachrichten zu finden. "Die nicht sterben" vermischt dabei Genres, springt wild zwischen Horror, Fantasy, Politsatire, Künstlerroman und Familienchronik hin und her. Manchmal wirkt der Text weniger wie ein Roman als Stream of Con­scious­ness. Wenn man sich darauf einlassen kann, bekommt man aber ein faszinierendes, durchaus ungewöhnliches, Leseerlebnis.

    20. Juni 2026

  • ellemir
    ellemir

    12 Follower

    4,0

    Dieser Roman ist wirklich ungewöhnlich. Er vermischt die Situation in Rumänien nach dem Kommunismus mit dem klassischen Schauerroman, dessen Schreibstil hier recht gelungen adaptiert wird. Die Probleme des heutigen Rumäniens werden aus der Sicht einer Außenseiterin geschildert, die als Kind ihre Ferien dort in einer gemieteten Villa die Ferien mit ihrer Großtante verbracht hat. Dabei wurde die aktuelle politische Lage ausgeblendet und die Zeit vor dem Kommunismus zelebriert. Inzwischen hat die Tante die Villa zurückgekauft und aus der Nichte ist eine junge Kunststudentin geworden. Inzwischen herrscht hier eine ziemliche Verunsicherung - die orthodoxe Kirche hat noch großen Einfluss, aber auch Aberglaube und Folklore beeinflussen das Verhalten der Menschen. Die Politiker wirken eher korrupt und auf ihren eigenen Wohlstand bedacht - kein Wunder, dass die Sehnsucht nach einem starken Mann im Volk vorherrscht. Und als "Lösung" für diese Sehnsucht wird Dracula präsentiert, dessen Grab in der alten Familiengruft entdeckt worden ist. Die Idee fand ich wirklich stark, der äußerst ungewöhnliche Genremix hat mir auch gefallen, allerdings wirkte es an einigen Stellen eher konstruiert und gewollt. Im Großen und Ganzen war ich aber sehr zufrieden mit dem Buch.

    13. Okt. 2021

3 von 19 Rezensionen

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Seitenbasierte Kommentare

Seite 6323%
xx_kaffeesatz_xx
xx_kaffeesatz_xx16. Mai 2025

Bin aktuell bei Kapitel 5 und kann diesem Buch nichts abgewinnen. Es wird daher wohl eine SuB Leiche werden. Mir gefällt weder der Schreibstil, noch ist der Inhalt aktuell spannend und das Buch hat nur ca 260 Seiten 😒

Autorin / Autor

Über Dana Grigorcea

Dana Grigorcea wurde 1979 in Bukarest geboren, sie ist Germanistin und Nederlandistin und lebt seit vielen Jahren mit ihrer Familie in Zürich. Die Werke der rumänisch-schweizerischen Schriftstellerin wurden in mehrere Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem 3sat-Preis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb. Ihr Roman »Die nicht sterben« wurde 2021 für den Deutschen Buchpreis nominiert und 2022 mit dem Schweizer Literaturpreis ausgezeichnet. Dana Grigorcea ist Trägerin des rumänischen Kulturverdienstordens im Rang einer Ritterin, 2026 ist sie Kuratorin des Münchner Literaturfests, das unter dem Motto »Freiheit« steht.

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