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Romane

Der Zopf meiner Großmutter

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Über das Buch

Ein Roman über eine Frau, die versucht, in einer Gesellschaft Fuß zu fassen, die ihr entgleitet. Über einen Mann, der alles kontrollieren kann außer seine Gefühle. Über einen Jungen, der durch den Wahnsinn der Erwachsenen navigiert und zwischen den Welten vermittelt. Und darüber, wie Patchwork gelingen kann, selbst wenn die Protagonisten von so einem seltsamen Wort noch nie gehört haben...

»Ich kann mich genau an den Moment erinnern, als mein Großvater sich verliebte. Es war klar, dass die Großmutter nichts davon mitkriegen sollte. Sie hatte schon bei geringeren Anlässen gedroht, ihn umzubringen, zum Beispiel, wenn er beim Abendessen das Brot zerkrümelte.«

Kaum jemand kann so böse, so witzig und rasant von eigenwilligen und doch so liebenswerten Charakteren erzählen wie Alina Bronsky: Max’ Großmutter soll früher einmal eine gefeierte Tänzerin gewesen sein. Jahrzehnte später hat sie im Flüchtlingswohnheim ein hart-herzliches Terrorregime errichtet. Wenn sie nicht gerade gegen das deutsche Schulsystem, die deutschen Süßigkeiten oder ihre Mitmenschen und deren Religionen wettert, beschützt sie ihren einzigen Enkel vor dem schädlichen Einfluss der neuen Welt. So bekommt sie erst als Letzte mit, dass ihr Mann sich verliebt hat. Was für andere Familien das Ende wäre, ist für Max und seine Großeltern jedoch erst der Anfang.

Editionen (6)

ISBN9783462051452
VerlagKiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum09.05.19
Seitenzahl224

Rezensionen & Bewertungen

199 Bewertungen

31 Rezensionen

3,5

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  • bookmum71
    bookmum71

    232 Follower

    4,0

    Max wächst ohne Eltern, betreut durch eine überfürsorgliche Großmutter Margo und seinem stillen Großvater Tschingis in einem Flüchtlingsheim in Deutschland auf. Margo ist so besorgt über die schwache Konstitution ihres Enkels, dass sie ihn auch in Deutschland zu Ärzten schleift, die bei ihm jedoch nichts diagnostizieren können. Sogar in die Schule begleitet sie ihn, damit er in diesem verrotten Schulsystem ja nicht untergeht. Max ist jedoch nicht der Dummkopf fpr den sie ihn hält und wie so typisch für Flüchtlingskinder ist er schneller der neuen Sprache mächtig als seine Großmutter. Sein Großvater verstummt immer mehr und verliebt sich in eine andere Frau. Erst nach dem Tod des Großvaters gelingt es Max sich aus der ungesunden Beziehung zu seiner Großmutter zu lösen.

    Es ist ein Buch über das Ankommen in einer neuen Gesellschaft, Mobbing und Rassismus. Aber auch ein Buch über falsch verstandene Fürsorge und eine verzwickte Dreiecksbeziehung. Erzählt wird aus der Perspektive von Max. Bis zum Ende des Buches wird ein Geheimnis daraus gemacht, woran Maxs Mitter gestorben ist, bis dahin erfährt man nur, dass sich die Großeltern daran die Schuld geben.

    13. Apr. 2026

  • 12drue
    12drue

    111 Follower

    4,0

    Der 7-jährige Maxim kommt mit seinen Großeltern aus Russland nach Deutschland. Die Großmutter versucht, dort Fuß zu fassen, ist aber eine zutiefst hassenswerte Person, beschimpft alle anderen Menschen, redet ihren Enkel Krankheiten ein und hält sich für den Nabel der Welt. Da der Roman aus der Ich-Perspektive Maxims geschrieben ist, nimmt die Leser*in die Tyrannei der Großmutter gefiltert wahr, da Maxim ihr glaubt und sich selbst als minderwertig wahrnimmt. Erst nach und mach erkennt er den Wahnsinn seiner Oma und beginnt sich zu emanzipieren. Damit ist "Der Zopf meiner Großmutter" ein besonderer Coming-of-Age-Roman, der zwischen Tragik und Groteske schwankt, teils hart ist, aber immer wieder auch bösesten Humor bietet.

    20. Dez. 2025

  • melurian
    melurian

    264 Follower

    4,0

    In Deutschland angekommen, in einem Flüchtlingsheim lebend, versucht die Großmutter auf ihre tyrannische Art und Weise die Familie zusammenzuhalten und zu beschützen. Das ganze hat zum Teil absurde Züge, die einem das Schmunzeln ins Gesicht treiben und gleichzeitig schmerzt das Herz vor Traurigkeit. Für mich ist es eine besondere Geschichte. Sophie Rois unterstreicht mit ihrer Stimme ganz eindrückliche die Eigenarten der Großmutter. Sehr schön gelesen.

    9. Dez. 2025

3 von 31 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Alina Bronsky

Alina Bronsky, geboren 1978, lebt in Berlin. Ihr Debütroman »Scherbenpark« wurde zum Bestseller und fürs Kino verfilmt. »Baba Dunjas letzte Liebe« wurde für den Deutschen Buchpreis 2015 nominiert und ein großer Publikumserfolg. 2019 und 2021 erschienen ihre Bestseller »Der Zopf meiner Großmutter« und »Barbara stirbt nicht«, 2024 folgte ihr Roman »Pi mal Daumen«, der als Lieblingsbuch der Unabhängigen ausgezeichnet wurde.

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