Essen

Essen

Hardcover
4.2100

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Beschreibung

Wenn Bestsellerautorin Alina Bronsky über Essen schreibt, geht es ans Eingemachte: Um Liebe, Hass, Verführung und Erpressung. Nur wenige Dinge sind so privat und so öffentlich, so zelebriert oder verheimlicht, so omnipräsent und zugleich verdrängt wie die Speisen, die wir zu uns nehmen. Jeder könnte ein Buch über Essen schreiben, das genauso einzigartig wäre wie sein Fingerabdruck, behauptet Alina Bronsky, und schreibt nun ihres: Eine höchst subjektive Erzählung über ihre persönliche Beziehung zu Porridge, Schokolade, Butterbrot, Borschtsch oder der Vogelmilchtorte. Denn für sie sind diese Speisen nicht einfach nur Nahrung, sondern ein Mittel der Fürsorge, Emanzipation, emotionalen Erpressung, das mal nach Heimat schmeckt, mal nach Liebe, Hemmungslosigkeit oder Askese. Ein bittersüßes kulinarisches Lesevergnügen: manchmal komisch und manchmal melancholisch.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Biografien
Sub-Genre
Memoiren
Format
Hardcover
Seitenzahl
112
Preis
20.60 €

Autorenbeschreibung

Alina Bronsky, geboren 1978, lebt in Berlin. Ihr Debütroman "Scherbenpark" wurde zum Bestseller und fürs Kino verfilmt. "Baba Dunjas letzte Liebe" wurde für den Deutschen Buchpreis 2015 nominiert. 2019 und 2021 erschienen "Der Zopf meiner Großmutter" und "Barbara stirbt nicht". 2024 folgte der Roman "Pi mal Daumen", der monatelang auf der Spiegel-Bestsellerliste stand und als Lieblingsbuch der unabhängigen Buchhandlungen 2024 ausgezeichnet wurde.

Beiträge

17
Alle
4.5

Kulinarische Reise durch das Leben von Alina Bronsky

Ein kleiner Buchsnack für zwischendurch, der mich jetzt kurz vor Weihnachten gut unterhalten hat. Es ist aber zuwider Jahreszeit geeignet, denn Essen hat ja immer Saison. Alina Bronsky beschreibt Situationen in ihrem Leben, die sie mit Essen verbindet. Es geht z. B. um ihre Kindheit in der 4. größten Stadt der Sowjetunion, ihre neue Heimat in Hessen, die Geburt ihrer Kinder und ihre Abneigung gegenüber dem Plätzchen backen und Eiswürfeln. Sie schildert, wie ihre Herkunft Auswirkungen auf ihr Essverhalten hat und die Art der Zubereitung hat. Am Ende der kurzen Kapitel z. B. zum Thema Frikadellen, Stullen, Kaffee und Johannisbeeren gibt es inspirierende Rezepte, die im unnachahmlichen Schreibstil von Alina Bronsky aufgeschrieben sind. Und auch sonst gibt es immer mal wieder Stellen zum Schmunzeln und losprusten. Viel Spaß dabei☺️

5

Alina Bronsky erzählt vom Essen und ihrer Liebe dazu in 15 kurzen Kapiteln inklusive kurzen Rezepten. Macht Hunger und unterhält sehr gut.

5

Kurzweiliges kulinarisches Lesevergnügen

Ich habe dieses Büchlein sehr gern gelesen und freue mich darüber, dass ich dabei Alina Bronsky auch als Person etwas näher kennenlernen konnte. Mit zehn Gerichten, die auch rezeptartig am Ende eines Kapitels beschrieben werden, gibt die Autorin Einblicke in Speisen, die ihren Lebensweg begleitet haben. Sehr kurzweilig und macht auf jeden Fall Hunger! Ich hätte beim Lesen sogar nicht gegen ein Schälchen Haferbrei gehabt.

5

Alina Bronsky kann einfach über alles sehr eunnehmend schreiben.

5

Toll

Als Hörbuch gehört, von der Autorin gelesen! Sehr authentisch, interessant und witzig. Hat definitiv Appetit gemacht!

3.5

Jede und jeder kennt sie, die Erinnerungen, die mit bestimmten Mahlzeiten und Lebensmitteln verbunden sind. Ein bestimmter Duft, ein wohliges Gefühl im Bauch oder einfach eine geliebter Person, die etwas für Dich zubereitet hat. Genau auf diesem Gefühl basiert Alina Bronskys Text "Essen", das für mich ei weiteres Buch aus der Reihe 'Das Leben lesen' im Hanser Verlag. In 12 Kapiteln erzählt die Autorin sehr unterhaltsam und persönlich über Mahlteiten, Begegnungen und .Erinnerungen und beendet jede Episode mit einem passenden Rezept. Von wärmendem Porridge über eine mit Zucker rebellierende alte Dame bis hin zur liebevoll zubereiteten simplen Stulle erzählt die Autorin über ihre Betiehung zum Essen und Kochen und lässt uns in die Töpfe schauen.

5

Literarisch-kulinarisch

In diesem kleinen aber feinen Büchlein, erzählt Alina Bronsky ganz offen und ehrlich über einige wichtige Ereignisse aus ihrem Leben, die sie mit mehr oder weniger kulinarischen Gerichten verbindet. So erfährt man unter anderem, warum sie keine eisgekühlten Getränke mag und ihr erster Adventskalender eine Riesenenttäuschung war, was sie mit dem typisch deutschem Abendbrot verbindet und warum sie mittlerweile eine Expertin im backen von Früchtebrot ist. Das ganze kommt sehr kurzweilig und unterhaltsam daher, fast schon im Stil einer Kolumnen-Sammlung. Und als kleines Schmankerl zum Schluss eines jeden Kapitels gibt es auch immer ein Rezept zum Selbernachmachen. Ich habe mich selbst oft in der einen oder anderen Erzählung wiedererkannt und musste oft schmunzeln. Es macht einfach nur Spaß, Alinas Texte zu lesen. Perfekt zum Selberlesen oder zum Verschenken. Nicht nur für kulinarisch Interessierte geeignet 😉

5

Sternebewertung fiktiv

Welche Gerichte tragen deine Erinnerungen und welche Gefühle sind für immer mit einem Geschmack verbunden? Alina Bronsky ist bekannt für ihren trockenen, ironischen Humor und Geschichten, die mitten aus dem Leben kommen. Mit „Essen“ legt sie nun ein sehr persönliches Buch vor. Auf etwas über 100 Seiten erzählt sie von kulinarischen Erlebnissen und den Lebensmomenten, die untrennbar damit verbunden sind. Wir lernen neue Gerichte kennen, aber auch die passenden Lebenssituationen, die Bronsky ihnen zuordnet. Geschichten aus ihrer Kindheit, ihrer Familie, ihrem Alltag. Immer wieder entsteht dabei ein starker Wiedererkennungseffekt. Denn wer kennt es nicht, der Geschmack eines bestimmten Essens weckt sofort Erinnerungen an Kindheit, Liebe, Geborgenheit oder an ein ganz besonderes Erlebnis. Erst vor ein paar Tagen war ich nach 10 Jahren wieder in der Türkei. Verbunden mit Besuch des Grabes meiner Mutter und Oma und all den Dingen, wie Gerichte und andere Köstlichkeiten die meine Kindheit geprägt haben. Alina Bronskys Stärke liegt darin, dass sie auch in dieser kurzen Form nahbar, humorvoll und authentisch bleibt. Sie macht deutlich, dass Essen mehr ist als Nahrungsaufnahme, es ist Erinnerung, Gefühl, Verbindung. Beim Lesen schwingt nicht nur Neugier auf die kulinarischen Details mit, sondern auch das Bedürfnis, eigene Erinnerungen hervorzuholen. „Essen“ ist kein klassischer Roman, sondern eine Sammlung persönlicher, kulinarischer Erinnerungen. Ein schmales Buch, das Wärme und Humor vereint, die Autorin noch greifbarer macht und mich zugleich an meine eigenen prägenden Momente erinnert. Ein charmantes Werk, das Lust aufs Erzählen und aufs Schmecken macht. Das war eine sehr schöne Lektüre, die ich bereits vor meiner Reise gelesen habe, mich aber währenddessen oft daran erinnert habe.

3.5

Am Anfang hat es mir gut gefallen und ich fand das Hörbuch sehr angenehm zu hören. Im Endeffekt war es mir etwas zu autobiografisch.

5

Mit Bronsky-Witz rund ums Leben: ein Highlight!

**** Mein Eindruck ****
Eine wirklich geniale Idee, die mit Bronskys Witz zur besten Unterhaltung wird, zum Nachdenken anregt und eigene Erinnerungen hervorbringt, die das Herz zum Lächeln bringen. Trotzdem hat das Buch auch einen gewissen Ernst und erzählt von einer Einwanderungsgeschichte, die Unterschiede hervorhebt und zugleich ein Miteinander durch die Gemeinsamkeit „Essen“ vermittelt. Das Kapitel mit Frau Müller war mir besonders sympathisch und löste auch Wehmut in mir aus. Insgesamt habe ich immer wieder herzlich gelacht. Trockener Humor ist doch immer noch der beste Humor – Bronsky ist für mich hierbei eine absolute Meisterin. Beim Lesen dachte ich immer wieder: „Oh nein, das geht ja gar nicht!“ vor Mitgefühl und „Ja genau, das kenne ich!“ aufgrund von Selbsterkenntnis. Aber insgesamt geht es in Essen vor allem um die Gedanken, die einen umgeben, und um das Leben, das uns prägt – und ja, das Essen ist hierbei ein elementarer Teil davon. So war ich Teil des Buches und musste immer wieder denken: Was für eine Idee – einfach genial! **** Empfehlung? ****
Das Buch ist autobiografisch geprägt und macht besonders Freude, wenn man bereits andere Werke der Autorin kennt. Dennoch steht es auch für sich allein und wird viele Leser*innen begeistern, die sich gerne mit Humor und dem Leben beschäftigen.

4

Ein Buch der anderen Art

Eine nette Lektüre der etwas anderen Art. Ja, es geht ums essen und Rezepte gibt es auch. Aber ich konnte auch viel über den Menschen Alina Brronsky erfahren. Sehr gut zu lesen.

2

Essen von Alina Bronsky Ich bin mit ganz anderen Erwartungen an „Essen“ herangegangen und genau das ist wohl der Grund, warum mich das Buch letztlich enttäuscht hat. Der Titel und die Beschreibung haben in mir die Hoffnung geweckt, dass es stärker um kulturelle Unterschiede, um familiäre Dynamiken oder um gesellschaftliche Vorurteile gehen würde. Stattdessen steht das Thema Kochen und die detaillierte Beschreibung von Rezepten deutlich im Vordergrund und das war einfach nicht das, was ich mir erhofft hatte. Dabei hat Alina Bronsky zweifellos einen starken, präzisen Stil. Manche Szenen und Beobachtungen fand ich hervorragend – messerscharf formuliert, mit einem feinen Gespür für Zwischenmenschliches. Doch die Erzählweise verliert für mich an Spannung, sobald sich zu viel um das Kochen selbst dreht. Die Rezepte bremsen den Lesefluss und nehmen dem Buch jene emotionale Tiefe, die ich mir gewünscht hätte. Inhaltlich bleibt das Thema „Essen“ damit zu sehr an der Oberfläche. Ich hätte mir mehr Reflexion gewünscht – über Identität, Herkunft, Machtverhältnisse, oder auch über das, was gemeinsames Essen in einer Familie eigentlich bedeutet. So bleibt das Buch für mich handwerklich gut, aber inhaltlich hinter seinen Möglichkeiten zurück. ★★☆☆☆ (2 von 5 Sternen)

4

10 Bücher über die 10 wichtigsten Themen des Lebens. Essen war wunderbar. Jedes der zwölf Kapitel handelt von einer Speise, die für Alina Bronsky besonders ist. Ob mit einer Erinnerung oder Annehmlichkeit verknüpft, jedes Kapitel endet mit dem Rezept dazu. Man beginnt in seinen eigenen Essens-Erinnerungen zu schwelgen und bekommt Lust, das eine oder andere endlich wieder mal zuzubereiten. Wie auch Wohnen von Doris Dörrie, gefiel mir dieses Buch der Reihe sehr gut.

4.5

Ein grossartiger Roman über Essen. Essen bedeutet so viel mehr als die Aufnahme von Nahrung. Essen verbindet, es erschafft Geschichten, Erinnerungen, Wärme und verbindet

4

Zum Verschlingen

Ich hab's an einem Stück durchgelesen und hatte viel Freude dabei. Kurzweilig - Humorvoll - Sympathisch. Perfekt für einen grauen Sonntagnachmittag.

4

Ich bin großer Fan von Alina Bronskys direktem Schreibstil und trockenem Humor!! Der Essay liest sich schnell runter. Meine Erwartungen an das Buch waren jedoch ein wenig andere und insgesamt war es mir etwas zu autobiografisch.

3

Wenn Bestsellerautorin Alina Bronsky über Essen schreibt, geht es nicht um Rezepte, sondern um Erinnerungen, Gefühle und Identität. Die deutsche Schriftstellerin mit russischen Wurzeln, bekannt durch Romane wie Scherbenpark oder Baba Dunjas letzte Liebe, ist für ihren pointierten Stil und ihre scharf gezeichneten Figuren berühmt. In ihrem Essayband „Essen“ widmet sie sich nun einem Thema, das so universell wie persönlich ist. Worum geht’s genau? Bronsky nimmt die Leser:innen mit auf eine kulinarische Reise durch ihr Leben: von Porridge und Borschtsch über Schokolade bis hin zum Butterbrot. Essen wird dabei zu einem Spiegel kultureller Prägung und familiärer Traditionen. Es geht um Fürsorge und Erwartung, um Askese und Hingabe, um Heimat und Entfremdung. „Jeder Mensch könnte ein Buch über Essen schreiben, das genauso einzigartig wäre wie sein Fingerabdruck“ (S.16), schreibt Bronsky & genau das versucht sie hier: ein subjektives, fragmentarisches Erinnerungsbuch über ihre Beziehung zu Speisen, die mehr sind als bloße Nahrung. Meine Meinung Ich habe mich sehr auf diesen Essay gefreut, nicht zuletzt weil ich die Hanser-Reihe „Leben“ sehr schätze. Die Bände "Lieben" und "Altern" haben mich nachhaltig beeindruckt, und auch von Alina Bronsky kenne ich bereits den Roman "Pi mal Daumen" (den ich gern gelesen hab). Der persönliche Zugang, die kurzen Kapitel und der gewohnt humorvolle, pointierte Sprachstil haben mir durchaus gefallen. Schon die einleitende Beobachtung „Essen ist ein Thema, zu dem so ziemlich jeder etwas zu sagen hat. Nur wenige Dinge sind so privat und so öffentlich“ (S.12) verdeutlicht, dass Bronsky das Alltägliche mit literarischem Blick betrachtet. Was für mich jedoch zu kurz kam, war die gesellschaftliche Dimension des Themas. Zwar wird deutlich, dass Essgewohnheiten kulturell geprägt sind („Mit etwas mehr Abstand lässt sich sagen, dass ich hier zum ersten Mal eine Zugehörigkeit zu einem kulinarischen Kulturraum wahrnahm“, S.19), doch darüber hinaus bleiben gesellschaftskritische Fragen weitgehend ausgespart. Klassismus, soziale Ungleichheit oder aktuelle Ernährungsdebatten hätte ich mir stärker und expliziter gewünscht. So bleibt am Ende vor allem hängen, dass Essen Identität stiftet. Ein wichtiger Gedanke, aber bei 112 Seiten dann doch etwas wenig. Stattdessen überwiegt eine persönliche, oft auch humorvolle Auseinandersetzung mit Kindheitserinnerungen, Migrationserfahrungen und familiären Ritualen. Das hat seinen Reiz, etwa wenn Bronsky ironisch anmerkt: „Home is where your porridge is“ (S.19). Gleichzeitig fehlt mir persönlich die Tiefe, die ich an den anderen Essays der Reihe so mochte. So ist "Essen" zwar unterhaltsam, aber kein Buch, das mir lange in Erinnerung bleibt. Fazit Essen ist ein leichtfüßiger, sehr persönlicher Essay, der vor allem Leser:innen gefallen wird, die Bronskys Tonfall mögen und Lust auf literarische Miniaturen rund ums Kulinarische haben. Wer hingegen eine analytische Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Dimensionen von Ernährung erwartet, wird hier eher enttäuscht. Herzlichen Dank an NetGalley.de und den Hanser Verlag für das Rezensionsexemplar.

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