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Romane

Schwebende Lasten

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Über das Buch

"Der beste Roman des Jahres!" Volker Weidermann

Hanna Krause war Blumenbinderin, bevor das Leben sie zur Kranführerin machte. Sie hat zwei Revolutionen, zwei Diktaturen, einen Aufstand, zwei Weltkriege und zwei Niederlagen, zwei Demokratien, den Kaiser und andere Führer, gute und schlechte Zeiten erlebt. Ein Roman über das Ende des Industriezeitalters und seiner Heldinnen im Osten Deutschlands - und über eine gewöhnliche Frau in diesem unfassbaren 20. Jahrhundert.

"In diesem Roman ... wird einfach nur sensibel und oft sogar heiter erzählt, warum unsere Mütter und Großmütter so wurden, wie sie waren, und das tröstet." Elke Heidenreich, Kölner Stadt-Anzeiger

"Die deutsche Literatur könnte mehr solcher Gestalten vertragen wie Hanna, die Kranfahrerin aus Magdeburg." Carsten Tesch, mdr KULTUR

"Was Gröschners Roman aus der Masse von Romanen, die Frauenschicksale erzählen, heraushebt, ist seine Tiefenschärfe." Marc Reichwein, Welt

Editionen (3)

ISBN9783406846083
VerlagC.H.Beck
Erscheinungsdatum20.08.26
Seitenzahl283

Rezensionen & Bewertungen

359 Bewertungen

77 Rezensionen

4,3

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  • theagri
    theagri

    776 Follower

    5,0

    Eine grandiose Ouvertüre am Anfang des Buches. Da musste man gleich weiterlesen! Nüchtern erzählt nimmt man Teil an Hannas Leben, das noch in der Kaiserzeit beginnt und nach der Wende endet. Was sie alles erlebt hat, wird eindrücklich und berichtsmäßig erzählt. Mal humorvoll, oft traurig und erschütternd. Man liebt und leidet mit ihr. "Hanna Krause blieb bis zu ihrem Tod eine, die das Leben nimmt, wie es kommt." Die eine oder andere Begebenheit erinnerte mich an die Erzählungen meiner Großmutter und an selbst erlebtes. Auch die Beschreibung von Magdeburg im Wandel vor, während und nach dem Krieg war anschaulich geschildert, ebenso Stimmung der Menschen, deren Ergebenheit und Duldung, waren sehr gut dargestellt. Besonders gelungen fand ich die Beschreibungen von Blumen und Tierwelt am Anfang der Kapitel, die immer das Thema bzw die Stimmung unterstrichen. Tief ergriffen hat mich die schonungslose Schilderung der Bombardierung Magdeburgs. Der Schreibstil passte zur erzählten Lebensgeschichte. Knapp, schnörkellos, nüchtern, zweckmäßig. Und trotzdem gelang es xxxx damit Gefühle, Empfindungen, Bedürfnisse, Hoffnung, Duldung und Resignation auszudrücken. Ein bewegendes Werk und sehr guter Roman. Leseempfehlung - außergewönlich gut!

    24. Aug. 2025

  • bea777
    bea777

    481 Follower

    4,5

    Tiefe Bewunderung für Blumenbinderin und Kranführerin Hanna Krause und unendliche Dankbarkeit, dass ich als 60 Jahre später Geborene ein völlig anderes Leben führen kann.

    Annett Gröschner beschreibt auf ca. 280 Seiten das Leben von Hanna Krause, geboren und aufgewachsen im frühen 20. Jahrhundert in Magdeburg. Zunächst war sie im Blumengeschäft der halben Schwester tätig, zeichnete sich aus durch eine große Kreativität und Geschick beim Binden von Blumensträußen und Flechten von Kränzen. Etwas später lernte sie ihren Mann Karl kennen, der nichts zu bieten hatte, aber ihr eine neue Mutter Sibylle schenkte. Hannas Mutter starb viel zu früh. Mit Karl bekam sie sechs Kinder, nicht alle überlebten die harten 1940er Jahre. Mit Gründung der Republik wurde Hanna Kranführerin und behauptete sich in einer Männerdomäne. Die Lesenden begleiten Hanna noch bis in die Nachwendejahre, erleben ihr älter werden und den Zerfall - ähnlich dem der zahlreichen Blumensträuße, die zum Ende ihre Wohnung dominieren. Das Buch, der Schreibstil und die sympathische Hanna haben mich von Beginn an begeistert. Annett Gröschner schreibt sachlich und nüchtern, so wie Hanna eben war. Jedes Kapitel wird durch die Beschreibung einer Blume eingeleitet, die zusammen ein beeindruckendes Blumenarrangement ergeben. Ein tolles Buch über eine beeindruckende Frau, die ihre eigenen Bedürfnisse für andere immer hinten an gestellt hat. Leseempfehlung!!!

    28. Jan. 2026

  • benjischwenki
    benjischwenki

    904 Follower

    5,0

    Ein beeindruckendes Buch, das ich in 2 Tagen verschlungen habe. Es hat in mir viele Erinnerungen an die Erzählungen meiner Oma ausgelöst sowie Kindheitserinnerungen an mein Leben in Plattenbauten, damals sehr begehrt, bis hin zu den Emotionen beim Mauerfall und den ersten Schritt in den " Westen ". Sehr beeindruckend, wie treffend die Autorin diesen langen Zeitraum auf so wenigen Seiten so aussagekräftig dargestellt hat. Ich habe so vieles wiedererkannt ! Wunderbar fand ich auch die Idee mit der Vorstellung der Blumen des Gemäldes zu Beginn der einzelnen Kapitel. Was haben diese Frauen damals geleistet und nie aufgegeben !!! Würden wir das heute noch schaffen? Eine unbedingte Leseempfehlung !!!

    17. Jan. 2026

3 von 77 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 72%
bea777
bea77724. Jan. 2026

Was ist das bitte schon für eine erste Seite. Ich bin abgeholt🤩

Seite 259%

1 Kommentar verdeckt

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1 Kommentar verdeckt

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Autorin / Autor

Über Annett Gröschner

Annett Gröschner, geboren 1964 in Magdeburg, lebt seit 1983 als Schriftstellerin in Berlin. Sie wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Großen Kunstpreis Berlin (Fontanepreis), dem Klopstock-Preis und dem Mainzer Stadtschreiber Literaturpreis von ZDF, 3sat und der Landeshauptstadt Mainz.

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