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Romane

Schwebende Lasten

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Über das Buch

"Ein grandioser Roman, von schlichter Schönheit und zutiefst ergreifend." Julia Schoch

Nicht weniger als ein ganzes Leben erzählt Annett Gröschner mit der Geschichte der Blumenbinderin und Kranfahrerin Hanna Krause mit einer Wucht und Poesie, wie sie nur dort entstehen können, wo die Literatur wirklichkeitssatt ist.

Hanna Krause war Blumenbinderin, bevor das Leben sie zur Kranführerin machte. Sie hat zwei Revolutionen, zwei Diktaturen, einen Aufstand, zwei Weltkriege und zwei Niederlagen, zwei Demokratien, den Kaiser und andere Führer, gute und schlechte Zeiten erlebt, hat sechs Kinder geboren und zwei davon nicht begraben können, was ihr naheging bis zum Lebensende. Hatte später, nachdem ihr Blumenladen längst Geschichte war, von einem Kran in der Halle eines Schwermaschinenbaubetriebes in Magdeburg einen guten Überblick auf die Beziehungen der Menschen zehn Meter unter ihr und starb rechtzeitig, bevor sie die Welt nicht mehr verstand. Hanna Krause blieb bis zu ihrem Tod eine, die das Leben nimmt, wie es kommt. Ihr einziges Credo: anständig bleiben. Annett Gröschners Roman erzählt die Geschichte eines Jahrhunderts in einem einzigen Leben und gibt, mit Hanna, denen ein Gesicht, die zu oft unsichtbar bleiben. Ein Roman über das Ende des Industriezeitalters und seiner Heldinnen im Osten Deutschlands und über eine gewöhnliche Frau in diesem unfassbaren 20. Jahrhundert.

Von der Autorin des SPIEGELBestsellers "Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat" Vielfach ausgezeichnete Autorin Mainzer Stadtschreiberin 2025: Literaturpreis von ZDF, 3sat und der Landeshauptstadt Mainz Eine der wichtigsten Stimmen ihrer Generation

Editionen (3)

ISBN9783406829734
VerlagC.H.Beck
Erscheinungsdatum20.03.25
Seitenzahl282

Merkmale

4 Bewertungen

VielschichtigNachdenklichEntwickelndHerzerwärmendTraurigGlaubwürdig

Rezensionen & Bewertungen

359 Bewertungen

77 Rezensionen

4,3

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  • theagri
    theagri

    779 Follower

    5,0

    Eine grandiose Ouvertüre am Anfang des Buches. Da musste man gleich weiterlesen! Nüchtern erzählt nimmt man Teil an Hannas Leben, das noch in der Kaiserzeit beginnt und nach der Wende endet. Was sie alles erlebt hat, wird eindrücklich und berichtsmäßig erzählt. Mal humorvoll, oft traurig und erschütternd. Man liebt und leidet mit ihr. "Hanna Krause blieb bis zu ihrem Tod eine, die das Leben nimmt, wie es kommt." Die eine oder andere Begebenheit erinnerte mich an die Erzählungen meiner Großmutter und an selbst erlebtes. Auch die Beschreibung von Magdeburg im Wandel vor, während und nach dem Krieg war anschaulich geschildert, ebenso Stimmung der Menschen, deren Ergebenheit und Duldung, waren sehr gut dargestellt. Besonders gelungen fand ich die Beschreibungen von Blumen und Tierwelt am Anfang der Kapitel, die immer das Thema bzw die Stimmung unterstrichen. Tief ergriffen hat mich die schonungslose Schilderung der Bombardierung Magdeburgs. Der Schreibstil passte zur erzählten Lebensgeschichte. Knapp, schnörkellos, nüchtern, zweckmäßig. Und trotzdem gelang es xxxx damit Gefühle, Empfindungen, Bedürfnisse, Hoffnung, Duldung und Resignation auszudrücken. Ein bewegendes Werk und sehr guter Roman. Leseempfehlung - außergewönlich gut!

    24. Aug. 2025

  • bea777
    bea777

    483 Follower

    4,5

    Tiefe Bewunderung für Blumenbinderin und Kranführerin Hanna Krause und unendliche Dankbarkeit, dass ich als 60 Jahre später Geborene ein völlig anderes Leben führen kann.

    Annett Gröschner beschreibt auf ca. 280 Seiten das Leben von Hanna Krause, geboren und aufgewachsen im frühen 20. Jahrhundert in Magdeburg. Zunächst war sie im Blumengeschäft der halben Schwester tätig, zeichnete sich aus durch eine große Kreativität und Geschick beim Binden von Blumensträußen und Flechten von Kränzen. Etwas später lernte sie ihren Mann Karl kennen, der nichts zu bieten hatte, aber ihr eine neue Mutter Sibylle schenkte. Hannas Mutter starb viel zu früh. Mit Karl bekam sie sechs Kinder, nicht alle überlebten die harten 1940er Jahre. Mit Gründung der Republik wurde Hanna Kranführerin und behauptete sich in einer Männerdomäne. Die Lesenden begleiten Hanna noch bis in die Nachwendejahre, erleben ihr älter werden und den Zerfall - ähnlich dem der zahlreichen Blumensträuße, die zum Ende ihre Wohnung dominieren. Das Buch, der Schreibstil und die sympathische Hanna haben mich von Beginn an begeistert. Annett Gröschner schreibt sachlich und nüchtern, so wie Hanna eben war. Jedes Kapitel wird durch die Beschreibung einer Blume eingeleitet, die zusammen ein beeindruckendes Blumenarrangement ergeben. Ein tolles Buch über eine beeindruckende Frau, die ihre eigenen Bedürfnisse für andere immer hinten an gestellt hat. Leseempfehlung!!!

    28. Jan. 2026

  • benjischwenki
    benjischwenki

    905 Follower

    5,0

    Ein beeindruckendes Buch, das ich in 2 Tagen verschlungen habe. Es hat in mir viele Erinnerungen an die Erzählungen meiner Oma ausgelöst sowie Kindheitserinnerungen an mein Leben in Plattenbauten, damals sehr begehrt, bis hin zu den Emotionen beim Mauerfall und den ersten Schritt in den " Westen ". Sehr beeindruckend, wie treffend die Autorin diesen langen Zeitraum auf so wenigen Seiten so aussagekräftig dargestellt hat. Ich habe so vieles wiedererkannt ! Wunderbar fand ich auch die Idee mit der Vorstellung der Blumen des Gemäldes zu Beginn der einzelnen Kapitel. Was haben diese Frauen damals geleistet und nie aufgegeben !!! Würden wir das heute noch schaffen? Eine unbedingte Leseempfehlung !!!

    17. Jan. 2026

3 von 77 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 72%
bea777
bea77724. Jan. 2026

Was ist das bitte schon für eine erste Seite. Ich bin abgeholt🤩

Seite 259%

1 Kommentar verdeckt

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1 Kommentar verdeckt

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Autorin / Autor

Über Annett Gröschner

Annett Gröschner, geboren 1964 in Magdeburg, lebt seit 1983 als Schriftstellerin in Berlin. Bekannt wurde sie vor allem mit ihren Romanen "Moskauer Eis" (2000) und "Walpurgistag" (2011). Zuletzt erschien bei Hanser ihr gemeinsam mit Peggy Mädler und Wenke Seemann verfasster Bestseller "Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat" (2024). Annett Gröschner wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Großen Kunstpreis Berlin (Fontanepreis), dem Klopstock-Preis und dem Mainzer Stadtschreiber Literaturpreis von ZDF, 3sat und der Landeshauptstadt Mainz. Für ihren Roman Schwebende Lasten erhielt sie den Evangelischen Buchpreis und den Preis der LiteratTour Nord und war für den Deutschen Buchpreis nominiert.

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