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Romane

Flusslinien

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Über das Buch

Mit Wärme, sprachlicher Kraft und feinem Witz erzählt Katharina Hagena von drei Menschen, drei Schicksalen – und zwölf Frühsommertagen an der Elbe, die alles verändern. »Flusslinien« ist ein so bewegender wie vielschichtiger Generationenroman über das Leben mit den Wunden, die uns zeichnen, und die Frage, wie man lernt loszulassen, zu vertrauen und weiterzuatmen.

Margrit Raven ist hundertzwei und wartet auf den Tod. Früher war sie Stimmbildnerin, jetzt lebt sie in einer Seniorenresidenz an der Elbe. Jeden Tag lässt sie sich von dem jungen Fahrer Arthur in den Römischen Garten bringen. Dort, mit Blick auf den Fluss, erinnert sie sich: an ihre Kindheit, den Krieg, ihre Liebhaber und an das, was sie über die einstige Gärtnerin dieses Parks weiß, Else, die große Liebe ihrer Mutter.

Die Erinnerungen halten Margrit am Leben – und die Besuche ihrer zornigen Enkelin. Luzie hat sich kurz vor dem Abitur von der Schule abgemeldet und übernachtet nun allein in einer Hütte an der Elbe. Während sie Margrit, deren Mitbewohner und sich selbst im Keller der Seniorenresidenz tätowiert, versucht sie, Stich für Stich, ihre Kraft und ihr Leben zurückzugewinnen.

Und dann ist da noch Arthur . Wenn er gerade niemanden zur Dialyse fährt, sucht er mit einer Metallsonde den Strand ab, erfindet Sprachen, kämpft für gefährdete Arten und ringt mit einer Schuld.

Um nicht vom Strom der eigenen Erinnerungen fortgerissen zu werden, müssen sich die drei auf sich selbst besinnen. Und aufeinander einlassen.

Editionen (5)

ISBN9783462007299
VerlagKiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum13.03.25
Seitenzahl400

Merkmale

4 Bewertungen

AnschaulichPoetischUngewöhnlichVielschichtigSympathischMittel

Rezensionen & Bewertungen

327 Bewertungen

71 Rezensionen

4,0

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  • fruggielicious
    fruggielicious

    2525 Follower

    3,5

    Gemischte Gefühle / definitiv fehlende TW ❣️❣️

    Das war ein Buch, das mir zunächst und über auch über die Hälfte gut gefallen hat. Leider konnte die Spannung und der rote Faden nicht bis zum Schluss aufrecht erhalten werden. Darum geht es in „Flusslinien“: Margrit ist 102 Jahre alt und wartet auf den Tod. Ihre Enkelin Luzie hat überraschend kurz vor dem Abi die Schule geschmissen und lebt jetzt im Wald. Arthur fährt Margrit regelmäßig in die Klinik und hat ansonsten eher verrückte Hobbys wie z.B. Sprachen erfinden… Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, es war das erste Buch der Autorin für mich und ich war sehr positiv angetan. Es gibt leisen Humor, vor allem Margrits POV ist zunächst sehr schön zu lesen. Wie sie mit dem Älterwerden umgeht, ihre Sorgen und Ängste, wir alle haben damit zu tun, ob wir das wahrhaben möchten oder nicht. Luzies Geschichte ist ebenfalls stark, ich muss mal wieder anmerken, dass eine TW fehlt. Die zeitgenössischen Romane wollen da nicht drauf hören, aber es kann nun mal retraumatisierend wirken, wenn man völlig unerwartet mit bestimmten Themen konfrontiert wird (die nirgends angekündigt sind). Am wenigsten konnte ich mit Arthurs Rolle in der Geschichte anfangen, er blieb bis zum Schluss fremd. Seine Kapitel waren immer etwas schwächer für mich. Was aber hauptsächlich dazu beigetragen hat, dass ich mental irgendwann leicht ausgestiegen bin, sind die ausschweifenden Kapitel über Margrits Vergangenheit. Es ist sehr wichtig, sich mit dem 2. Weltkrieg zu beschäftigen, das wird auch aus dem Klappentext deutlich, dass das vorkommt. Für mich waren es dann aber zu viele Personen, die zu schnell und zu oberflächlich vorgestellt wurden. Ich hätte mich lieber auf den Erzählstrang bzgl. Margrits Mutter Johanna konzentriert, deren große Liebe eine Frau war. Diese Geschichte fand ich sehr schön. „Flusslinien“ hat gemischte Gefühle bei mir hinterlassen, es ist kein Buch für zwischendurch. Macht Euch gern ein eigenes Bild! 3,5/5⭐️⭐️⭐️

    Gemischte Gefühle / definitiv fehlende TW ❣️❣️

    12. Juni 2025

  • tante_tanja
    tante_tanja

    542 Follower

    2,0

    Natürlich muss ein Roman, nur weil ein "Spiegel Bestseller" auf dem Cover prangt, nicht unbedingt ein persönlicher Leseerfolg werden. Warum jedoch diese Lektüre so wenig Vergnügen bereitete, liegt vielleicht auch in der Entscheidung der Schriftstellerin Katherina Hagena begründet, die historische Inspiration zu dieser Geschichte nicht in den Mittelpunkt zu rücken. Denn wie man in der Nachbemerkung zum Roman erfährt, hatte sich die Autorin im Vorfeld mit der Gestalterin des Römischen Gartens von Hamburg, Elsa Hoffa, beschäftigt, die jedoch keine eigene Erzählstimme in der Geschichte erhält und nur eine Randfigur bleibt. "Nie schwimmt man zweimal im selben Fluss ...". Was Pocahontas im gleichnamigen Disney Film so fröhlich singend von sich gibt, ist eine Binsenweisheit, die man auch auf diesen Roman anwenden könnte. Denn die Protagonisten dieser Geschichte scheinen sich fortlaufend weiter vom Lesenden zu entfernen. Dabei richtet sich der Fokus sehr zielgerichtet auf genau drei Hauptfiguren: die Dame Margrit (alt, sogar sehr alt), deren Enkelin Luzie (jung) und der Fahrer des Pflegeheims, Arthur (ebenfalls jung). Obwohl die Protagonisten räumlich nah beisammen sind und durch verwandschaftliche oder andere zwischenmenschliche Bande auf natürliche Weise verbunden sein müssten, scheint jeder irgendwie in seiner eigenen Blase zu leben und sich fast ausschließlich mit seinen eigenen Themen zu beschäftigen. Obwohl es interessante Ansätze zur jeweiligen Figurenzeichnung gibt, wirken alle Personen der Geschichte seltsam flach und unauthentisch. Dies liegt vielleicht daran, dass der Autorin die Bearbeitung der aufgeworfenen Themen wichtiger erscheint, wie die dreidimensionale Darstellung der menschlichen Akteure. Aber auch bei der Zusammenstellung ihrer Themen schießt die Autorin über das Ziel hinaus. Die Art wie sie aktuelle gesellschaftliche Themen einbindet, wirkt zu gewollt und manchmal fast peinlich polemisch wie z.B. die politische Situation in Belarus (die auch überhaupt nichts mit der eigentlichen Handlung zu tun hat). Obwohl die Autorin um eine authentische Sprache ihrer Protagonisten bemüht ist, glücken ihr weder die Sprachbilder noch die Dialoge zwischen den Generationen. Aber der Abschuss war vielleicht der Begriff Maulwürfin - welcher über 80jährige würde diese Bezeichnung wählen, selbst wenn er bewusst eine Maulwurfsfrau im Sinn haben sollte? FAZIT Da eine mir bekannte alte Dame in der vergangenen Woche tatsächlich ihren 102. Geburtstag begehen durfte, hielt ich diesen Roman mit einer gleichaltrigen Protagonistin für die ideale Lektüre. Leider konnte mich diese alte Dame, die in ihrem hohen Alter noch den Römischen Garten besucht, wenig überzeugen. Und auch insgesamt war mir die Geschichte zu oberflächlich erzählt. Je weiter die Handlung, die ebenfalls recht dünn ist, voran Schritt, desto mehr fühlte ich mich vom Gelesenen distanziert. So schade. Vor allem, da ich schon von einigen Rezensenten, deren Meinung ich sehr schätze, positive Beiträge zum Roman gelesen hatte. Zu gerne hätte ich mich diesen begeisterten Stimmen angeschlossen. Falls ihr den Roman bereits gelesen habt: was hat euch persönlich überzeugt? Oder im anderen Fall: warum war die Lektüre auch für euch eine Enttäuschung?

    7. Apr. 2026

  • salufi
    salufi

    219 Follower

    4,5

    In Flusslinien begleiten wir über 12 Tage drei Generationen: : Die 102-jährige Margrit, ihre Enkelin Luzie und den Fahrer Arthur. Während Margrit auf ihr langes Leben zurückblickt, verweben sich ihre Erinnerungen mit der Gegenwart der anderen. Ich liebe Katharina Hagenas Schreibstil.. immer sehr feinfühlig und atmosphärisch ♥️ „Denn wenn sie zusammen waren, war es immer schön. Menschen, die einen richtig zum Lachen bringen, das sagt sogar Margrit, sind selten, und wenn man einen gefunden hat, muss man ihn mit beiden Händen festhalten.“ „Du weißt aber, dass das nicht gerecht ist, oder? Du erzählst kaum was, willst aber, dass man dir nachts Licht gibt und morgens Geschichten.“ „Alle Menschen haben irgendwas, mit dem sie klarkommen müssen.“ – „Wahrscheinlich.“

    18. Apr. 2026

3 von 71 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

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sabbilitschi
sabbilitschi1 Tage vor

Also ich finde es bis jetzt super angenehm zu lesen und es " catcht" mich auf jeden Fall :)

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Autorin / Autor

Über Katharina Hagena

Katharina Hagena, geboren in Karlsruhe, lebt als freie Schriftstellerin in Hamburg. Ihre Bücher wurden in mehr als zwei Dutzend Sprachen übersetzt. »Flusslinien« ist ihr vierter Roman.

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