Wildhonig
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Description
Olivia McAfee hätte nie gedacht, je wieder in ihre verschlafenen Heimatstadt in New Hampshire zurückzukehren, in das Haus ihrer Kindheit. Doch als ihr Mann, ein brillanter Chirurg, seine dunkle Seite offenbarte, war die Flucht dorthin für sie und ihren Sohn Asher die einzige Wahl. Sie fassen schnell Fuß, Olivia übernimmt den Imkereibetrieb ihres Vaters, und Asher verliebt sich in Lily, die wie er neu an der Schule ist. Lily erwidert seine Liebe, allerdings trägt sie ein Geheimnis mit sich herum, und sie ist sich nicht sicher, ob sie Ash wirklich alles anvertrauen kann.
Doch dann geschieht das Unvorstellbare: Lily ist tot, und Asher wird von der Polizei verhört. Olivia ist von der Unschuld ihres Sohnes überzeugt. Aber in Ash schlummern auch Anteile seines Vaters. Als sich der Verdacht gegen ihn verhärtet, merkt sie, dass er etwas verbirgt ...
»Wildhonig« ist ein fesselnder Spannungsroman, eine unvergessliche Liebesgeschichte und eine bewegende Erkundung der Geheimnisse, die wir bewahren, und der Risiken, die wir eingehen, um wir selbst zu werden.
Book Information
Author Description
Jodi Picoult, geboren 1966 in New York, studierte in Princeton und Harvard. Seit 1992 schrieb sie neunzwanzig Romane, von denen viele auf Platz 1 der New-York-Times-Bestsellerliste standen. Die Autorin versteht es meisterhaft, über ernste Themen unterhaltend zu schreiben. Sie wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, etwa mit dem renommierten New England Book Award. Jodi Picoult lebt mit ihrem Mann in Hanover, New Hampshire.
Characteristics
2 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Ein Spannungsroman im bestem Schreibstil von Jodi Picould zu einem Thema, das ich so nicht erwartet hatte und das mich sehr nachdenklich gemacht hat. Hier wird eine richtig gut erzählte Familiengeschichte mit aktuellen, gesellschaftlichen Themen gekonnt verwoben. Olivia hat ihren gewalttätigen Mann verlassen und lebt nun seit vielen Jahren mit ihrem 18jährigen Sohn als Imkerin in ihrem alten Heimatort. Als ihr Sohn in Schwierigkeiten gerät, muss auch sie sich ihrer Vergangenheit stellen. Aber es kommen auch Geheimnisse aus dem Leben ihres Sohnes ans Licht, so dass sich die Frage stellt, wie weit geht die Liebe einer Mutter. Jodi Picould erzählt hier unter anderem über ein Thema, das mich sehr überrascht hat. Damit hatte ich nicht gerechnet. Aber das ist ja das Gute am Lesen, dass man in Welten und Problematiken unserer Welt hineingezogen und zum Nachdenken gebracht wird. Die Autorin hat umfangreich zum Thema der Transpersonen recherchiert und gibt viele Informationen weiter. Ein Thema das nicht unbedingt das meine ist, dessen moralischen und gesellschaftlichen Auswirkungen gut erzählt sind und animieren, darüber nachzudenken. Ich mochte die Vertiefungen der Geschehnisse mit den Beispielen aus der Welt der Bienen. Faszinierend wie Bienen leben und damit eine gute Metapher zum Leben der menschlichen Gesellschaft bieten. Die Charaktere waren sehr gut beschrieben, Handlungen glaubhaft erzählt, Gefühle tiefgehend geschildert. Die Spannung wird die ganze Zeit gehalten und es gibt Wendungen, die überraschen und erstaunen. Auch wenn das Ende dann ähnlich kommt, wie man ahnen kann, ist der Weg dahin sehr fesselnd erzählt.
Ein tolles Buch zum abtauchen und nachdenken! Interessant und bewegend.
Eine High school Schülerin stirbt, ihr fester Freund Asher findet sie und gilt von da als Hauptverdächtiger in einem Mordfall. Die Geschichte wird von Olivia der Mutter des Angeklagten und der Ermordeten selbst erzählt. Dementsprechend folgt man der Gerichtsverhandlung in der Gegenwart, bekommt aber auch immer wieder Flashbacks in die Vergangenheit, die nach und nach die verschiedenen Nuancen der Beziehung zwischen Asher und Lily aufdecken. Es geht um Vertrauen, Zutrauen und die Frage, ob die gewaltbelastete Beziehung von Ashers Vater zu Oliva auf die nächste Generation abfärbt, selbst wenn Asher das nicht will. Ist man genetisch verdammt, oder kann Asher hoffen sich eigenständig zu entwickeln?
Asher ein Jugendlicher verliebt sich in Lily, die neu in die Kleinstadt gezogen ist. Als er Lily tot an der Treppe findet wird er als ihr Mörder verdächtigt. Aus der Sicht der einzelnen Protagonisten verfolgt man den Prozess bis zur Urteilsverkündung. Typisch für Jodi-Picould-Romane tauchen immer neue Aspekte auf die einen hin-und-her werfen in der Beurteilung ob Asher nun schuldig ist oder nicht. Das Thema häusliche Gewalt und Transmenschen sind zentrale Themen in diesem Buch. Ich habe hier sehr viel erfahren über das Thema Gender, was meine Sicht deutlich erweitert hat. Sehr schön fand ich auch die philosophischen Parallelen aus der Bienenzucht die Ashers Mutter, die Imkerin ist, zu den Themen findet. Ein spannender und sehr informativer Pageturner,
-Empathie - Perspektivwechsel - Ergreifend - Relevant - Überraschend-
-Wildhonig- ist mein erstes Buch von Jodi Picoult. Besonders sei hier die, einige Schriftgrößen kleiner abgedruckte, Co-Autorin Jennifer Finney Boylan hervorgehoben, welcher ebenso viel Aufmerksamkeit gebührt. Die schriftliche Darstellung zweier Perspektiven (Lily & Olivia) hat mich gänzlich überzeugt. Wie dem Nachwort zu entnehmen ist, übernahm hier jeweils eine Autorin die Sichtweise eine der beiden weiblichen Haupt-Charaktere. Beschreibt Olivia die Geschehnisse vorwärts, so erfahren die Leser:innen Lilys Schilderungen Richtung Vergangenheit bewegend. Eine interessante Leseerfahrung. Es ist ein wichtiges Buch, es hat mich dazu angehalten und aufgefordert mich eingehender mit beschriebenen Inhalten (Vermeidung von Spoilern) auseinanderzusetzen, zumindest den Versuch zu wagen mich einzufühlen und mich weitaus besser zu informieren. Streckenweise habe ich die Ausführungen als langatmig empfunden, mit einigen Wiederholungen. Der Schluss kommt für mich daher viel zu schnell und die damit verknüpfte Wende erhält nicht ausreichend Zeit und Platz, zumal sie für mich bereits abzusehen war. Ein Absatz im Nachwort ist bei mir besonders verblieben: "Was wünsche ich mir, dass Sie als LeserInnen von diesem Roman mitnehmen? Absolut nichts. Ich möchte Ihnen etwas geben - eine Chance, einen Gedanken, oder auch nichts. Wie das Geschlecht ist auch Differenz willkürlich. Wir sind alle mit Fehlern behaftet, komplizierte Träumer mit Narben; wir haben mehr Gemeinsamkeiten als Trennendes. Manchmal wird die Welt bereits dadurch zu einem besseren Ort, indem man den Menschen Raum gibt, die bereits in ihr leben." -Jodi Picoult-

Die Kraft weiblicher Perspektiven
Wildhonig ist ein vielschichtiger und komplexer Roman über Schuld und Unschuld, Liebe, Erwachen und die eigene Identität. Das Besondere: Nur die Frauen kommen zu Wort. Ihre Erzählungen, Fragmente und Erinnerungen verweben sich zu einem dichten Gewebe, das weit mehr ist als die Summe einzelner Lebensgeschichten. Sie sprechen über das, was oft verschwiegen bleibt: die Nähe zwischen Mutter und Kind, das Unausgesprochene in Beziehungen, die Erfahrung von Gewalt und das Ringen um Selbstbestimmung. Die zentrale Frage des Buches: Wie gut kennt man eigentlich das eigene Kind? Olivia richtet diese Frage nicht nur an ihren Sohn, dem vorgeworfen wird seine Freundin Lily umgebracht zu haben, sondern besonders an sich selbst. Zwischen Fürsorge und Fremdheit entstehen Spannungen, die keine endgültigen Antworten zulassen, aber ein tiefes Nachdenken darüber, wie Beziehungen in Familien gelebt und erinnert werden. Doch nicht nur die Mutter Olivia erzählt diese Geschichte, sonder auch das Opfer, die 17 jährige Lily. Durch sie wird einfühlsam beleuchtet, was es bedeutet eine Frau zu sein, sich wie eine Frau zu fühlen. So wird das Buch zu einer Erkundung der Vielfalt weiblicher Erfahrungen. Geschlecht erscheint hier nicht als etwas Starres, sondern als ein ganze Reihe von Empfindungen und Brüchen, die jede Figur auf ihre eigene Weise durchlebt. Das Motiv der Bienen und Natur, die sich wie goldene Fäden durch die Erzählung ziehen, mochte ich mit am meisten. Das Wissen um die Gemeinschaft der Bienen, ihre Ordnung, ihre Wandlungsfähigkeit, wird zu einer Lebensmetapher, die Orientierung und Trost spendet. In den Bildern der Natur findet der Roman eine sanfte Gegenwelt zum Schmerz, eine Sprache für Hoffnung und Weitergehen. Ein poetisches, kraftvolles Buch voller Liebe, Solidarität und Mitgefühl das sich nicht einfach schließen lässt, sondern nachklingt – wie der Geschmack von Honig.
Wildhonig erzählt die Geschichte von Olivia McAfee, die nach einer gewalttätigen Ehe in ihre Heimatstadt in New Hampshire zurückkehrt und dort den Imkereibetrieb ihres Vaters weiterführt. Ihr Sohn Asher findet sich schnell ein und verliebt sich in die neue Mitschülerin Lily – ein stilles, sensibles Mädchen, das ebenfalls versucht, mit einer schwierigen Vergangenheit klarzukommen. Als Lily unter tragischen Umständen stirbt und Asher in den Fokus der Ermittlungen gerät, gerät Olivias mühsam aufgebautes neues Leben ins Wanken. Während eines lange andauernden Gerichtsverfahrens wird Schicht um Schicht offengelegt, welche Geheimnisse in beiden Familien verborgen liegen und wie wenig selbst eine Mutter über ihr eigenes Kind wirklich wissen kann. Der Roman verbindet emotionale Familiengeschichte mit gesellschaftlich relevanten Themen, wie beispielsweise Identitätfragen und Herausforderungen einer Trans Person. Die Abschnitte über die Bienen und die Imkerei schaffen zusätzlich eine atmosphärische Ebene, die Olivias Lebensumfeld und ihre innere Welt widerspiegelt. Erzählerisch überzeugt Wildhonig durch seine vielschichtigen Figuren und die genaue Beobachtung menschlicher Beziehungen. Gleichzeitig fällt auf, dass sich bestimmte Motive und Gedanken wiederholen und dadurch das Tempo gelegentlich abfällt, besonders im juristischen Mittelteil. Der Roman bleibt aber trotz dieser Längen durchaus spannend, weil er moralische Fragen aufwirft, die nicht einfach zu beantworten sind. Insgesamt ist Wildhonig ein berührender, klug aufgebauter Roman über Mutterschaft, Schuld, Identität und die Suche nach Wahrheit. Die Mischung aus Familien- und Gerichtsdrama sowie der liebevoll eingearbeitete Bezug zur Natur geben dem Buch eine besondere Intensität, die lange nachwirkt.
Ich habe schon einige Bücher von Jodi Picoult gelesen und mag die Bücher der Autorin sehr. Hier hat sie zusammen mit einer anderen Autorin geschrieben. Der Roman ist vielschichtig und geht unter die Haut. Es werden viele Themen angesprochen und man fiebert mit den Protagonisten mit. Die Rückblicke und Sicht unterschiedlicher Personen auf mehreren Zeitebenen machen das Buch interessant. Es ist kurzweilig und gut zu lesen. Die Sprache zuweilen poetisch. Erst beim lesen, wurde mir klar, das es ein Buch ist, dass das Thema Transpersonen klar in den Mittelpunkt stellt. Hier ist Aufklärung natürlich wichtig, aber für mich persönlich ist das Interesse an der Thematik eher begrenzt. Es war mir ein bisschen zu viel. Dennoch bewundere ich Jodie Picoult als eine Autorin, die solch gesellschaftliche Themen anpackt.
Ein berührender Roman, der viel zum Nachdenken anregt.
Nach der Scheidung kehrt Olivia McAfee mit ihrem Sohn in ihre Heimatstadt in New Hampshire zurück. Dort übernimmt sie den Imkereibetrieb ihres Vaters, während ihr Sohn Asher sich in Lily verliebt, die ein Geheimnis verbirgt. Doch als Lily plötzlich stirbt und Asher verdächtigt wird, gerät Olivias Vertrauen ins Wanken, denn auch in ihrem Sohn scheint eine dunkle Seite zu schlummern. Das Buch hat mich mit seiner ehrlichen und gefühlvollen Erzählweise sehr berührt. Besonders beeindruckt hat mich der feinfühlige Umgang mit dem Thema Transgender, der sensibel und authentisch in die Geschichte eingewoben ist. Die Autorinnen bringen die Dynamik zwischen den Figuren wunderbar zum Ausdruck und zeigen die Komplexität familiärer Beziehungen. Der flüssige Schreibstil sorgt dafür, dass man mit den Charakteren mitfühlt und mitfiebert. Mein Fazit: Eine bewegende Geschichte über Familie, Vertrauen und den Umgang mit dunklen Geheimnissen. Für alle, die emotionale und spannende Romane lieben, eine klare Leseempfehlung. 5 Sterne.

Ein Roman, der sich fast als Thriller entpuppt und sehr schwere Themen beinhaltet - nur Lesen, wenn man Mental stabil ist
Wildhonig von Judi Picoult in Co-Autorenschaft mit Jennifer Finney Boylan ist ein unfassbar einfühlsamer Roman über die Geschichte eines Transmädchens. Wie kann man das Buch und seinen Inhalt beschreiben, ohne zu Spoilern? Schwierig. Es geht um die Geschichte zweier Frauen. Olivia, die Mutter von Asher und Lily, die Freundin von Asher. Olivia ist alleinerziehend und von Beruf Imkerin (man lernt super viel über das Imkern und Bienen). Lily ist mit ihrer alleinerziehenden Mutter vor kurzen erst nach Adams gezogen, um ihren Schulabschluss zu machen. Sie ist nicht nur Fechterin, sondern auch eine begabte Cellistin. Das Buch steigt ein mit Olivia und Lily im Jetzt. Fortsetzen tut es sich, in dem die Geschichte von Olivia chronologisch fortlaufend erzählt wird. Hingegen wandern wir mit Lily immer weiter in die Vergangenheit. Ich fand, dass diese Erzählperspektive dem Buch einen besonderen Reiz gibt. Alles in allem…Ich habe weder mit so viel Aufklärung über Transpersonen, noch so einem Thriller mit wahnsinnig tollen Plot-Twist erwartet. Für mich ein Buch, was zum Lieblingsbuch werden wird. Ich bin Sarah sehr dankbar dafür, dass sie mir endlich den Anstoß gegeben hat dieses wunderbare Buch vom SuB zu befreien. ‼️⚠️Trigger-Warnung, ggfs. Spoiler Mord, Transfeindlichkeit, Suizid, häusliche Gewalt
Der Alltag und dann noch die Bienen
Olivia McAfee lebt zusammen mit ihrem Teenager Sohn Asher. Vor einigen Jahren hat sie die Bienenstöcke ihres Vaters übernommen. Nach der Trennung von ihrem Ex-Mann leben sie auch wieder in ihrem Elternhaus. Asher ist gerade das erste Mal verliebt. Es gibt einige Hürden. Bis Lily plötzlich stirbt. Ist Asher schuldig? Es werden viele Alltags Themen angesprochen. Und oftmals auch mit den Bienen asoziert.
Wow! Was für ein fesselndes, horizonterweiterndes Buch!
Olivia McAfee flieht mit ihrem 6-jährigen Sohn Asher von Boston in ihre Heimatstadt in New Hampshire, nachdem die Gewalt durch ihren Ehemann schlimmste Formen angenommen hat. Dort übernimmt sie den Imkereibetrieb ihres Vaters und bestreitet damit ihren Lebensunterhalt. Inzwischen ist Asher erwachsen und verliebt sich in Lily, neu an seiner Schule. Auch Lily liebt Asher, doch sie hat ein Geheimnis, das sie schon einmal zu vertrauensvoll jem. anvertraut hat. Nun ist Lily tot und Asher wird des Mordes verdächtigt. Dieser Roman ist unglaublich spannend und zugleich hochaktuell und zeitgemäß. Kein leichter Schmöker, sondern eine packende, schlaue Story, die uns von einem Gerichtsdrama, viel laiengerecht verpacktem Imkerwissen bis hin zu elementaren Fragen zu Identität, Gender, Schuld, Vertrauen und Mut viel zu bieten hat! Toll recherchiert, gelungene Co-Autorinnenschaft - absolute Leseempfehlung! Einziges Ärgernis: Die schlechte Titelübersetzung, die völlig sinnfrei ist. Eine adäquate Übersetzung von Mad Honey wäre z.B. Tollhonig gewesen, für ebendiesen giftigen Honig.
„Wildhonig“ lässt mich nachdenklich zurück, denn es beschäftigt sich mit einem Thema, über das ich bisher wenig gelesen habe. Ich möchte nicht spoilern, damit ihr genauso überrascht werdet, wie ich. Die Umstände des Todes eines jungen Mädchens und die Gerichtsverhandlung stehen im Mittelpunkt. Wie es dazu kam, wie sich die handelnden Personen entwickelt haben und überhaupt zusammenfanden, wird in vielen Rückblicken erzählt. Achtung: es geht auch um häusliche Gewalt! Etwas zu ausführlich ging es für meinen Geschmack um die Bienenzucht, aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache. Ich lege Euch dieses Buch ans Herz, es hat mich hin- und hergerissen und ich merkte, wie schnell man selbst verurteilt.
Nachdem ich mich an die vielen Rückblenden gewöhnt hatte, hat mir der Schreibstil sehr gut gefallen. Auch die Charaktere mochte ich, da jeder von ihnen seine eigene Geschichte hatte. Mir hat gut gefallen, dass man jedoch nicht von Anfang an alles über die Charaktere wusste, sondern es etwas gedauert hat, bis man ihre Geheimnisse und Hintergründe verstanden hat. Ich finde, dass die Autorinnen die Message der Geschichte sehr schön rübergebracht haben und alles sehr viel Tiefe hatte. Ich mochte auch die Mischung aus der Liebesgeschichte und dem Prozess. Das hat es spannend gemacht. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen.
„Mad Honey“ hebt sich von all den Romanen ab, die ich bisher gelesen habe – und ich bin ein großer Fan, besonders von Krimis. Dieses Buch hat mir zu so vielen Themen unglaublich viel beigebracht. Das liegt hauptsächlich an Lily, einer der Hauptfiguren, die mit beeindruckenden Fakten und Zitaten zu einer Vielzahl von Themen aufwartet. Die Kapitel wechseln zwischen ihrer Perspektive und der von Olivia, der bienenhaltenden Mutter von Lilys Freund Asher. Olivia ist eine wahre Expertin, wenn es um Bienen und Honig geht – nicht nur in Bezug auf die Haltung, sondern auch in Sachen Geschichte. Beide Figuren vermitteln unglaublich viel Wissen. Ich bin mir bewusst, dass die bisherigen Beschreibungen von „Mad Honey“ dem Buch nicht gerecht werden, denn es ist wirklich fesselnd. Es gibt eine entscheidende Wendung im Gerichtssaal, die den Kern der Geschichte bildet und die man nicht spoilern möchte. Ein Thema, mit dem ich vorher wenig vertraut war, wird auf eine Weise behandelt, die mich richtig ins Nachdenken gebracht hat. „Mad Honey“ ist ein spannendes Gerichtsdrama mit unerwarteten Wendungen und Schocks, die den Leser nicht loslassen. Das Buch geht tief in Themen wie das Leben, Beziehungen, Liebe, Vertrauen, Angst und Mut. Es beleuchtet den feinen Unterschied zwischen dem, was privat ist, und dem, was ein Geheimnis darstellt, und spricht heikle Themen wie häusliche Gewalt und Hassverbrechen an. Ich kann „Mad Honey“ aus vielen Gründen wärmstens empfehlen. Es ist eine Liebesgeschichte, ein Thriller, ein Gerichtsverfahren, ein Rezeptbuch und ein Buch, das Sexualität in einer Weise erforscht, die zum Nachdenken anregt.

Asher und Lily hätten ein so schönes Paar sein können. Beide besuchen die letzte Klasse der Highschool. Er ist Kapitän der Eishockey-Schulmannschaft, sie begnadete Cellistin und mit einem genialen Gedächtnis ausgestattet. Aber jeder von ihnen kämpft mit seinen Dämonen. Der von Asher wird bald aufgedeckt: Sein Vater hat über Jahre seine Mutter verprügelt und tyrannisiert, und er plagt sich mit der Angst, so zu werden wie er. Lilys Geheimnis wird erst nach ihrem Tod - etwa zur Hälfte des Buchs in die Handlung eingebaut. Dramatische Ereignisse, die ich hier nicht vorwegnehmen will, münden dann in ein Gerichtsverfahren... Die Autorinnen machen es dem Leser nicht wirklich leicht. Die wechselnden Perspektiven werden in den Kapitelüberschriften namentlich gekennzeichnet und auch zeitlich eingeordnet - scheinbar, denn in die einzelnen Kapitel werden Rückblenden eingebaut, die nicht ohne weiteres erkennbar sind. Deshalb wusste ich oft nicht, auf welcher Zeitebene ich gerade lese. Der Titel verspricht es, aber das eingebaute Lehrbuch über Bienen hat mich von der ansonsten spannenden Handlung abgelenkt und nicht wirklich gefesselt - musste das sein? Auch habe ich bis zum Ende des Buchs vergeblich nach einem Bezug Titel des Buchs zur Hauptgeschichte gesucht.
Absolut lesenswert
Seit einigen Jahren hab ich kein Buch mehr von Jodi Picoult gelesen aber jetzt war es mal wieder soweit. Im Mittelpunkt des Geschehens steht, wie häufig in ihren Romanen, das Gerichtsverfahren. Es wird aus 2 Perspektiven und auf unterschiedlichen Zeitebenen erzählt. Spannend finde ich hier, dass es beim Verfahren weniger darum geht die Wahrheit ans Licht zu bringen, sondern mehr darum die Geschworenen zu überzeugen. Es gibt sehr viele Rückblicke, in denen dann langsam aufgeklärt wird was wirklich passiert ist aber auch noch weiter zurück in die Vergangenheit. Es geht um sehr moderne Themen. Was bedeutet es ein Mann/eine Frau zu sein? Ist es nur das X/Y Chromosom, dass ein Geschlecht ausmacht? Wie gut kennen wir unser Kind wirklich und wieviel Schuld tragen wir selber? Das Thema häusliche Gewalt spielt auch eine große Rolle. Ein spannender, interessanter, emotionaler Roman, der mich mit so einigen Fragen zurücklässt (aber nicht zum Roman). Jodi Picoult kann es einfach und versteht es den Leser ans Buch zu fesseln. Das gibt ne ganz klare Empfehlung von mir.
Berührend und tiefgründig
Der Roman „Wildhonig“ wurde von den Autorinnen Jodi Picoult und Jennifer Finney Boylan geschrieben und nachdem ich den Klappentext gelesen hatte war ich schon sehr neugierig auf die Geschichte. Die Autorinnen haben einen flüssigen und lockeren Schreibstil, außerdem wird vieles sehr ausführlich und anschaulich beschrieben. Die Geschichte wird aus Perspektive verschiedener Charaktere erzählt, so bekommt man einen guten Einblick in die Geschehnisse rund um Olivia, Asher und Lily. Ich möchte gar nicht zu viel über die Handlung verraten, denn es gibt wirklich sehr viele unvorhersehbare Wendungen die ich nicht erwartet habe. Das Buch ist sehr spannend und man fiebert richtig mit, außerdem hätte ich sehr oft Mitleid mit allen Protagonisten. Ich habe das Buch innerhalb zwei Tage in der Sonne gelesen, da ich es gar nicht mehr aus den Händen legen konnte. Ich wollte immer wissen wie es weitergeht und was wirklich passiert ist. Ich kann euch „Wildhonig“ sehr empfehlen, es ist kein locker leichter Roman, sondern eine tiefgründige und emotionale Geschichte die mich sehr berührt hat. Ich hatte eine wirklich schöne und spannend Lesezeit und werde in Zukunft sicher noch weitere Bücher der talentierten Autorinnen lesen.
Wildhonig Jodi Picoult - Jennifer Finney Boylan Manchmal wird die Welt bereits dadurch zu einem besseren Ort, indem man den Menschen Raum gibt, die bereits in ihr Leben. (Jodi Picoult im Nachwort) Kann ein Buch, geschrieben von zwei Autorinnen, sich so aus einem Guss anfühlen? Es kann. Nicht nur, dass den beiden Autorinnen hier eine absolut herzzerreißende, berührende und zugleich aufrüttelnde Story aus den Federn (oder Tasten) geflossen ist, sie geben auch ihr bestes um mit Vorurteilen und Schubladen jeder nur möglichen Art aufzuräumen. Was als zarte Liebesgeschichte beginnt, endet in einem Gerichtsdrama. Und auf dem Weg führen die beiden uns mit den Stimmen Lillys und Olivias absolut souverän über mehrere für die meisten Leser unbekanntes Terrain - glücklicherweise möchte man an dieser Stelle sagen denn wir werden mit Triggern unterschiedlichster Art konfrontiert. Häusliche Gewalt, Diskriminierung, Patriarchat, Ausgrenzung, Suizid sind nur die größten unter ihnen. Dieser Roman ging mir absolut zu Herzen und wird noch eine Weile in mir nachklingen. Liebe geht raus an alle nur irgendwie Betroffenen ❤️ Fazit: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Ein Buch, das man in diesem Jahr unbedingt gelesen haben sollte!
"Manchmal denke ich an all die seltsamen und wunderbaren Dinge dieser Welt - die lilafarbene Kartoffel, die Venusfliegenfalle, das Schnabeltier... Wenn es unter dem Himmel Raum für alle diese Wunderdinge gibt, könnte da nicht auch Raum für mich sein?“ Lilys Gedanken sind die ganz normalen Überlegungen einer 17jährigen. Wer kämpft in diesem Alter nicht manchmal mit dem Gefühl, ein Igel in einer Welt von Hasen zu sein? Doch Lily trägt ein Geheimnis mit sich herum - sie hat berechtigte Gründe, immer wieder an sich selbst zu zweifeln. Und doch ist da Asher, ihr Freund, der sie abgöttisch liebt. Doch eines Tages ist Lily tot. Und Asher war derjenige, der sie fand. Nur fand? Oder ist die Geschichte doch ganz anders, als sie den Anschein hat? Schnell wird Asher unterstellt, er habe mit Lilys Tod zu tun. Er wird vor Gericht gestellt. Und nicht einmal seine Mutter weiß noch, ob sie ihrem eigenen Sohn glauben soll, denn er ist nun mal auch der Sohn ihres Ex-Mannes. Und der hat ihr regelmäßig Gewalt angetan... Dieser Roman hat mich richtig mitfiebern lassen. Einerseits mit Asher, der so überfordert mit der Situation ist, dass er einem einfach nur leid tut - und obwohl man nicht weiß, ob man ihm glauben kann, will man ihm so gern glauben, dass alles so passiert ist, wie er es darstellt. Andererseits habe ich mit Lily gefühlt, wenn in eingeschobenen Kapiteln ihre Geschichte erzählt wird, und an vielen Stellen auch gelitten. Denn im Laufe des Mordprozesses offenbart sich Lilys Geheimnis (ich verrate es jetzt, da es auf Amazon in der Buchbeschreibung nachzulesen ist und damit kein Spoiler): Lily ist ein Transgender-Mädchen. Und ihr Kampf gegen Vorurteile, gegen Alltagshass, gegen ihre Umwelt und manchmal gegen sich selbst ist so gut beschrieben, wie es nur von jemandem kommen kann, der das selbst erlebt hat - Co-Autorin Professor Jennifer Finney Boylan. Da sie selbst eine Trans-Frau ist, kann sie Lilys Wahrnehmungen so gut beschreiben, dass man unwillkürlich in ihren Bann gezogen wird. Für mich als cis-Frau war es faszinierend, die Welt quasi mit Lilys Brille zu sehen. Es war aber auch sehr ernüchternd, denn natürlich gibt es noch mehr als genug Vorurteile und Widerstände, gegen die Trans-Personen ankämpfen müssen. Doch nicht nur Lily hat eine Geschichte - auch Ashers Mutter Olivia kämpft immer noch mit ihrer Vergangenheit. Olivia war Opfer häuslicher Gewalt in ihrer Ehe und hat nur durch ihren Sohn den Absprung aus der Beziehung geschafft. Auch ihre Wahrnehmung wird nie eindimensional geschildert, sondern immer sehr vielschichtig - wie Gefühle nun mal sind. Mit diesem Roman ist den beiden Autorinnen deshalb nicht einfach nur ein spannendes Buch gelungen, sondern sie öffnen Augen und Herzen für die Belange von Transgender-Menschen, die viel zu oft von der Gesellschaft ausgestoßen werden. Außerdem stoßen sie erneut die Debatte um Gewalt in Beziehungen an - ohne erhobenen Zeigefinger. Es ist ein vielschichtiges Plädoyer für Menschlichkeit, Gerechtigkeit und Toleranz und deshalb ein Buch, das man in diesem Jahr unbedingt gelesen haben sollte!

Nah an den großen Themen unserer Zeit
Asher wird mit seiner schwerverletzten großen Liebe Lily im Arm aufgefunden wird - sie stirbt. War es ein Unfall, war es Mord? Für die Polizei ist der Fall glasklar: Asher wird verhaftet und des Mordes angeklagt. Es folgt ein aufwühlender Prozess, erzählt auch aus der Perspektive von Ashers Mutter Olivia, unterbrochen von vielen Rückblenden von Asher und auch Lily. Die Verteidigung übernimmt sein Onkel Jordan McAfee, den wir schon aus „Bis ans Ende aller Tage“ und „Neunzehn Minuten“ kennen. Auch wenn es ein gemeinsamer Roman von Jennifer Finney Boylan und Jodi Picoult ist, finden sich doch die klassischen Elemente eines Picoult-Romans: Inhaltlich werden große, aktuelle Themen vertieft aufgearbeitet (ich sage nun nicht welche - Spoiler), vielschichtige Protagonist:innen mit persönlicher Geschichte, ein Gerichtsprozess steht im Zentrum, es gibt verschiedene Nuancen und Perspektiven, daraus resultieren Plottwists und ein sehr schöner Spannungsbogen. Picoult präsentiert uns wie gewohnt mehrere mögliche Auflösungen und löst diese auch schlussendlich auf; ich habe aber ehrlich gesagt mit einer anderen Variante mehr sympathisiert. Für mich daher insgesamt ein ganz typischer Picoult-Roman, der meine Erwartungen voll erfüllt, aber nicht übertroffen hat. Ein Roman, der ganz nah an den großen Themen unserer Zeit ist.
Ein Roman der gleichzeitig unterhält und die Augen öffnet
„Wildhonig“ von Jodi Picoult und Jennifer Finney Boylan ist nicht nur ein sehr spannender Roman, er öffnet vor allem die Augen und erweitert den Horizont zum Thema „Frausein“. Doch zunächst zum Inhalt: „Olivia McAfee hätte nie gedacht, je wieder in ihre verschlafenen Heimatstadt in New Hampshire zurückzukehren, in das Haus ihrer Kindheit. Doch als ihr Mann, ein brillanter Chirurg, seine dunkle Seite offenbarte, war die Flucht dorthin für sie und ihren Sohn Asher die einzige Wahl. Sie fassen schnell Fuß, Olivia übernimmt den Imkereibetrieb ihres Vaters, und Asher verliebt sich in Lily, die wie er neu an der Schule ist. Lily erwidert seine Liebe, allerdings trägt sie ein Geheimnis mit sich herum, und sie ist sich nicht sicher, ob sie Ash wirklich alles anvertrauen kann. Doch dann geschieht das Unvorstellbare: Lily ist tot, und Asher wird von der Polizei verhört. Olivia ist von der Unschuld ihres Sohnes überzeugt. Aber in Ash schlummern auch Anteile seines Vaters. Als sich der Verdacht gegen ihn verhärtet, merkt sie, dass er etwas verbirgt …“ Wie man es von Jodi Picoult gewohnt ist (ich habe noch keine anderen Werke von Finney Boylan gelesen), wurden auch in „Wildhonig“ wichtige und tiefgründige Themen in eine spannende Handlung verpackt, die mich auf jeden Fall zum Nachdenken angeregt hat. o werden in dem Roman unter anderem Themen wie häusliche Gewalt, Gaslighting, Transsein und Transphobie oder Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen im Allgemeinen behandelt. Für mich persönlich kann ich sagen, dass mich der Roman nicht nur gut unterhalten hat, da ich konstant beim Gerichtsprozess ‚mitgerätselt‘ und mit Olivia und Asher mitgefiebert habe, sondern er mich auch in vielerlei Hinsicht bereichert hat. Beim Lesen habe ich nicht nur mein eigenes „Frausein“ beleuchtet und reflektiert, was es eigentlich bedeutet, in einer patriarchalischen Gesellschaft „Frau“ zu sein, sondern ich habe auch ein tieferes Verständnis für das „Frausein“ derer bekommen, die nicht als solche geboren wurden. Deshalb bin ich der Meinung, dass der Roman gerade in Bezug auf Vorurteile gegenüber Transgendern Klarheit schaffen und mögliche „Berührungsängste“ abbauen kann. Ich bin sehr froh, dieses Buch gelesen zu haben und die gewonnenen Eindrücke werden noch lange in mir nachhallen. Einzig die Bienenbezüge im Roman waren mir etwas zu viel, da sie mir nicht immer klar waren und teilweise etwas „uninteressant“ wurden, weshalb ich die entsprechenden Passagen immer mal wieder übersprungen habe. Hier wäre meiner Meinung nach weniger mehr gewesen.

Buchclub - Buch Monat Juli
Ein Buch zudem ich niemals gegriffen hätte, aber was mich doch sehr positiv überrascht hat. Es werden so wichtige Themen angesprochen und es gibt auch einige Überraschungen. Der Prozess war unglaublich spannend & ich bin richtig abgetaucht. Die Bieneninfos haben mich irgendwann sehr genervt, aber alles in allem ein sehr gelungenes Buch!
Vollkommen anders als erwartet – aber vollkommen gut!
Wie unglaublich lange habe ich mich davor gedrückt, dieses Buch zu lesen (warum eigentlich?) – und dann hat es mich direkt in seinen Bann gezogen. Ich persönlich liebe Courtroom Dramen und die Geschichte rund um Asher, seine Mutter Olivia und seine Freundin Lily war so schlau konstruiert (ein Erzählstrang vorwärts, einer rückwärts), dass es bis zum Schluss unglaublich spannend war. Wie sehr kennt man sein eigenes Kind? Das war eine der zentralen Fragen in diesem Buch und damit hat es mich sehr an „Defending Jacob“ erinnert. Unglaublich, dass 2 Frauen dieses Buch geschrieben habe. Hätte ich das nicht gewusst, ich hätte es ganz ehrlich nicht gemerkt.

Wer eine dramatische und emotionale Geschichte sucht, die zudem noch spannend ist und in der es einige Plottwists gibt, dem lege ich „Wildhonig“ sehr ans Herz.
Ich weiß nicht, seit wie vielen Jahren ich die Bücher von Jodi Picoult bereits lese aber was ich weiß ist, dass jedes einzelne mich immer zu begeistern kann. So auch das neuste Werk von ihr. Es war super emotional und das von Beginn an. Diese Geschichte beinhaltet unglaublich wichtige Themen. Es war spannend - so so spannend, ich habe richtig mitgerätselt und wollte unbedingt wissen, was wirklich passiert ist denn ich kenne Jodis Bücher und wusste, dass da auf jeden Fall das letzte Wort noch nicht gesprochen war und eine unerwartete Wendung kommen wird.. und die kam.. und schlug ein 😳 hach.. ich liebe ihre Bücher. „Wildhonig“ spielt wieder in einem Gerichtssaal und diesmal war es dran die Geschworenen von Ashers Unschuld zu überzeugen. Ich fand es super interessant, wie die gesamte Geschichte rum um den Prozess aufgebaut wurde. Es wird aus mehreren Perspektiven erzählt und diese werden nochmal in ein davor und danach geteilt. Die verschiedenen Sichtweisen haben mir einen sehr guten Einblick verschafft und mir die Charaktere sehr nah gebracht. Olivias Kapitel waren überzogen von einem roten Faden der sich mit dem Thema rund um Bienen befasst. Es gab viele interessante Fakten und viele Metaphern - allerdings muss ich sagen, dass mir das zwischendurch ein wenig viel war, weil sich fast jedes ihrer Kapitel um Bienen, Honig oder Imkerei drehte. Leider gibt es keine Sichtweise von Asher, was ich mir gewünscht hätte. Allerdings finde ich, dass er durch die Sichtweisen wohl von seiner Mutter als auch von den seiner Freundin eine Stimme bekommt - was mir gut gefallen hat. Lillys Sichtweisen haben mich oft sehr sehr emotional gestimmt. Ihr Geschichte erwischte mich unerwartet. Ich habe nicht mit so einer Wendung gerechnet und sog. jedes einzelne Kapitel förmlich auf. Apropos.. die Länge der Kapitel zog sich wirklich teilweise ins Unermessliche. Auch wenn innerhalb eines Kapitels mehrere Handlungen stattfinden und es nicht so langatmig ist, waren mir die Kapitel einfach zu lang aber das ist mein persönlicher Geschmack. Was mir ein kleines Schmunzeln entlockte war, dass es ein Wiedersehen mit Jordan dem Anwalt gab der bereits in einem anderen Buch von Jodi Picoult erschien und es dann wurde auch noch das Buch bzw. Die Geschichte kurz erwähnt - habe das sehr geliebt weil ich damals auch diese Geschichte verschlungen habe. „Wildhonig“ macht mir auf jeden Fall Lust wieder das eine oder andere Buch von Picoult zu rereaden.
Spannender Roman am Puls der Zeit
Die zwei Autorinnen haben hier echt ein sehr kluges Buch geschrieben! Es werden hier einige Themen aufgearbeitet, Gewalt in der Ehe, „andersgeschlechtlich“ in Zeiten von LBGTQ+, junge Liebe unter Teenagern und letztendlich geht es um den vermuteten Mord an Lily, der Freundin von Asher. In verschiedenen Zeitebenen aus der Sicht der zwei betroffenen Familien großteils während der Gerichtsverhandlung erzählt. Sehr spannend , konnte das Buch nur sehr schwer aus der Hand legen!
Ein Buch mit intensiven Themen, in dem ein Gerichtsprozess die zentrale Rolle spielt.
(Triggerwarnung ganz unten, enthält Spoiler) Oh, wie hat mich dieses Buch gefesselt! Es wird aus zwei Perspektiven berichtet, Olivia ist die Protagonistin. Sie ist Imkerin und vor Jahren mit ihrem Sohn Asher vor ihrem gewalttätigen Ehemann geflohen. Die andere Perspektive ist von Lily, sie wird tödlich verletzt gefunden und ihr Freund Asher ist der Hauptverdächtige. Die Autorin hat einen sachlichen Schreibstil, der immer wieder zwischen Gegenwart und Vergangenheit springt und ab und zu fließen Fakten über Bienen mit ein. Ich habe mich schnell an diese Art zu Erzählen gewöhnt und war total gefesselt. Aber Kapitel mit über 50 Seiten sind nichts für jeden und manchmal hätte ich mir noch mehr Emotionen, mehr Tiefe in den Zeilen und nicht dazwischen gewünscht. Manchmal empfand ich die Bienenfakten als störend, aber ich habe die Theorie, dass sie extra so eingebaut wurden, um zu verdeutlichen, dass sich Olivia damit von der schlimmen Situation und ihren Emotionen ablenken möchte. Die Handlung ist komplex, auf der einen Seite Olivia als Mutter, die versucht die Unschuld ihres Sohnes zu beweisen und auf der anderen Seite die vergangenen Monate in Lilys Kapiteln, die viele Geheimnisse aufdecken. Es geht um Liebe, Vertrauen, Identität. Und es ist wirklich spannend, trotz der Abschweifungen. Ich musste mich so sehr beherrschen, nicht einfach das Ende zu lesen und hatte zwischendurch viele Theorien. Große Empfehlung! Mittlerweile habe ich mir einige 1-Sterne-Rezensionen auf goodreads angeschaut und ich muss sagen: für engstirnige Menschen ist das Buch nicht gemacht. Es behandelt sehr aktuelle Themen, ist dabei aber nicht belehrend oder übermäßig politisch korrekt, sondern viel mehr offen, neugierig und schamlos - bei manchen drückt das wohl den Finger in die Wunde. Kritik an Covergestaltung und Titel: Dort, wo auf dem Originalcover der rote Titel „Mad Honey“ steht, ist bei der Übersetzung der Name einer der beiden Autorinnen in den Fokus gerückt. Was soll das? „Wildhonig“ steht unscheinbar darunter - und wieso eigentlich „Wildhonig“? Das hat nichts mit dem giftigen „Mad Honey“ zu tun - auf deutsch wird dieser zwar u.a. „Türkischer Wildhonig“ genannt, aber nur „Wildhonig“ hat nicht dieselbe Bedeutung. Außerdem gibt’s im Buch einige Zeichensetzungsfehler und die falsche Jahreszahl in Lilys erstem Kapitel hat mich auch irritiert. TRIGGERWARNUNG ACHTUNG SPOILER!: häusliche Gewalt, Suizidversuch, Transphobie
Nicht das beste Buch von Jodi Picoult
Ich habe das Buch in wenigen Tagen gelesen, muss aber sagen, dass ich es zeitweise langatmig fand. Das Thema und die unterschiedlichen Perspektiven fand ich prinzipiell gut, aber die Wechsel kamen oft an Stellen, an denen man gerne gewusst hätte, wie es weiter geht. So wurde zumindest für mich der Lesefluss oftmals unterbrochen. Ich möchte nicht spoilern, doch auch mit dem Ende war ich nicht ganz glücklich.
Inhalt Olivia McAfee hätte nie gedacht, je wieder in ihre verschlafenen Heimatstadt in New Hampshire zurückzukehren, in das Haus ihrer Kindheit. Doch als ihr Mann, ein brillanter Chirurg, seine dunkle Seite offenbarte, war die Flucht dorthin für sie und ihren Sohn Asher die einzige Wahl. Sie fassen schnell Fuß, Olivia übernimmt den Imkereibetrieb ihres Vaters, und Asher verliebt sich in Lily, die wie er neu an der Schule ist. Lily erwidert seine Liebe, allerdings trägt sie ein Geheimnis mit sich herum, und sie ist sich nicht sicher, ob sie Ash wirklich alles anvertrauen kann. Doch dann geschieht das Unvorstellbare: Lily ist tot, und Asher wird von der Polizei verhört. Olivia ist von der Unschuld ihres Sohnes überzeugt. Aber in Ash schlummern auch Anteile seines Vaters. Als sich der Verdacht gegen ihn verhärtet, merkt sie, dass er etwas verbirgt ... Meinung Dieser Roman von Jodi Piccoult konnte mich gut unterhalten, wird aber eher kein Highlight. Wichtig ist wohl, dass hier zwei Autorinnen am Werk waren, was den Lesefluss aber überhaupt nicht stört. Die Aufteilund in Gegenwart und Vergangenheit, beziehungsweise in die zwei Handlungsstränge über die Hauptprotagonistinnen hat mir auch sehr zugesagt. Allgemein waren die angesprochenen Themen sehr tiefgründig und ich musste einige Male tief durchatmen. Gespickt ist das Ganze dann auch noch mit tollen Informationen über Bienen, Blüten etc. Das frischt das Werk noch einmal mit auf. Leider gab es mir persönlich aber viel zu viele Passagen in denen gefühlt nichts passiert ist. Dadurch wurde das Lesen zwischendurch immer wieder recht anstrengend. Insgesamt ist es aber ein gelungener Roman für laue Sommerabende!

Erst etwas verwirrend dann sehr lesenswert
Wildhonig hat mich tief bewegt. Von der ersten Seite an war die Geschichte spannend und fesselnd – nicht im Sinne eines klassischen Krimis, sondern weil sie so schonungslos ehrlich und gleichzeitig feinfühlig erzählt ist. Besonders eindrucksvoll fand ich, wie die Perspektiven von Transgender-Personen dargestellt wurden: authentisch, verletzlich und stark zugleich. Es hat mir neue Einblicke gegeben in Lebensrealitäten, die oft übersehen oder nur oberflächlich behandelt werden.
Sehr stark und augenöffnend!
Lily ist neu in der Stadt. Sie und Asher verlieben sich, bis Lily plötzlich tot ist und Asher, der seine Unschuld beteuert, des Mordes angeklagt wird. Wir begleiten Asher, seine Mutter und seinen Onkel, der sein Anwalt ist, beim Prozess auf der Suche nach der Wahrheit - und erleben Lilys Perspektive in Rückblicken und erfahren so peu a peu mehr darüber, wer sie wirklich war. Absolut spannend, überraschende Plot-Twists und ein herausragendes Buch über Identität und Liebe, Offenheit und Mut!
Die sensible Aufarbeitung mehrerer schwieriger Themen wurde in eine dramatische Geschichte mit leichtem Krimi-Faktor eingebettet.
In dem Buch werden einige Inhalte thematisiert, die (gesellschaftlich und politisch) mehr Beachtung brauchen. Dass mehrere Themen (transgenerationale Traumata, Gewalt und LGBTQIA+) und die feinfühlige Schreibweise schaffen eine unglaubliche Nähe zu den Figuren. Und obwohl es absolut lebensnah ist, fand ich als Leserin das Vorliegen mehrerer schwerer Themen zeitweise anstrengend, weil ich mir für jedes Thema mehr Raum gewünscht habe. Einige Stellen haben sich gezogen und/ oder spannende Stellen wurden durch Rückblicke unterbrochen. Grundsätzlich finde ich diese Rückblicke zwar interessant und wertvoll, allerdings brach dadurch manchmal die Spannung ab. Grundsätzlich empfehle ich das Buch auf jeden Fall weiter!
Wundervoller Roman, in dem jede:r ein bisschen Identifikation finden kann - es geht um Geheimnisse, Veränderungen im Leben, Scham und aktuelle Themen unserer Gesellschaft. Toll inszeniert!
Wundervoller Roman, der sich ab einem gewissen Punkt kaum noch weglegen lässt. Jodie & Jennifer spinnen ein wundervolles Netz (oder eine Wabe?) aus Lebensgeschichten, Rollen(bildern) und Entscheidungen. Ein Roman, der tief geht und am Ende jede:n Leser:in mit einigen Fragen zurücklässt: was sind deine Geheimnisse?
Sehr spannendes Buch um den Tod einer Transfrau
Wow, wo soll ich beginnen. Sehr spannender Roman, mit unvorhersehbarer Plottwists. Hab mich mittendrin gefreut, dass es um eine Transfrau geht. Ich weiß auch nicht, normalerweise such ich explizit nach queeren Büchern und hier hab ichs nicht mal gewusst. Liebe es, dass sich viele Kapitel über Lillys Leben und Erfahrungen drehen und man wirklich das reale Leben von Transmenschen mitbekommt. Und von Olivia muss ich denk ich nicht anfangen, starke Frau, unabhängig und immer für ihren Sohn da. Die Nebenstory mit allen Fakten über Bienen und Honig fand ich auch sehr interessant. Ich wusste gar nicht, dass es so viel darüber zu sagen gibt. Wie in einem Krimi fand ich natürlich die ganze Gerichtssaal-Situation sehr spannend und hab mich sehr gefreut, dass Asher nicht schuldig ist. Ich hab wirklich von der Hälfte, von da an wusste man, dass sie Trans ist, weg gehofft, dass er sie nicht getötet hat, nur weil sie so ist wie sie ist. Hasse es, dass viele Menschen ähnliches durchmachen müssen. All in all, gutes Buch, weiterzuempfehlen und freue mich auf weitere Jodi Picoult Bücher, auch wenn die Idee von der 2. Autorin war.
Toller, tiefgründiger Mystery-Roman
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es wird zwischen der Sicht von Lily, der verstorbenen jungen Frau, und Olivia, der Mutter des Angeklagten gewechselt. Dabei werden viele relevante Themen behandelt wie Gewalt in Beziehungen/Familie und Erfahrungen von Transfrauen. Ich war dann doch überrascht, dass es am Ende eine Auflösung gab, fand die Art und Weise aber sehr unrealistisch gelöst und schnell abgefertigt. Die Exkurse zu Bienen fand ich stets sehr passend, aber teilweise etwas langatmig zu lesen (war in englischer Sprache eben auch mit vielen Fachbegriffen), das habe ich manchmal überflogen.
Characteristics
2 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Olivia McAfee hätte nie gedacht, je wieder in ihre verschlafenen Heimatstadt in New Hampshire zurückzukehren, in das Haus ihrer Kindheit. Doch als ihr Mann, ein brillanter Chirurg, seine dunkle Seite offenbarte, war die Flucht dorthin für sie und ihren Sohn Asher die einzige Wahl. Sie fassen schnell Fuß, Olivia übernimmt den Imkereibetrieb ihres Vaters, und Asher verliebt sich in Lily, die wie er neu an der Schule ist. Lily erwidert seine Liebe, allerdings trägt sie ein Geheimnis mit sich herum, und sie ist sich nicht sicher, ob sie Ash wirklich alles anvertrauen kann.
Doch dann geschieht das Unvorstellbare: Lily ist tot, und Asher wird von der Polizei verhört. Olivia ist von der Unschuld ihres Sohnes überzeugt. Aber in Ash schlummern auch Anteile seines Vaters. Als sich der Verdacht gegen ihn verhärtet, merkt sie, dass er etwas verbirgt ...
»Wildhonig« ist ein fesselnder Spannungsroman, eine unvergessliche Liebesgeschichte und eine bewegende Erkundung der Geheimnisse, die wir bewahren, und der Risiken, die wir eingehen, um wir selbst zu werden.
Book Information
Author Description
Jodi Picoult, geboren 1966 in New York, studierte in Princeton und Harvard. Seit 1992 schrieb sie neunzwanzig Romane, von denen viele auf Platz 1 der New-York-Times-Bestsellerliste standen. Die Autorin versteht es meisterhaft, über ernste Themen unterhaltend zu schreiben. Sie wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, etwa mit dem renommierten New England Book Award. Jodi Picoult lebt mit ihrem Mann in Hanover, New Hampshire.
Posts
Ein Spannungsroman im bestem Schreibstil von Jodi Picould zu einem Thema, das ich so nicht erwartet hatte und das mich sehr nachdenklich gemacht hat. Hier wird eine richtig gut erzählte Familiengeschichte mit aktuellen, gesellschaftlichen Themen gekonnt verwoben. Olivia hat ihren gewalttätigen Mann verlassen und lebt nun seit vielen Jahren mit ihrem 18jährigen Sohn als Imkerin in ihrem alten Heimatort. Als ihr Sohn in Schwierigkeiten gerät, muss auch sie sich ihrer Vergangenheit stellen. Aber es kommen auch Geheimnisse aus dem Leben ihres Sohnes ans Licht, so dass sich die Frage stellt, wie weit geht die Liebe einer Mutter. Jodi Picould erzählt hier unter anderem über ein Thema, das mich sehr überrascht hat. Damit hatte ich nicht gerechnet. Aber das ist ja das Gute am Lesen, dass man in Welten und Problematiken unserer Welt hineingezogen und zum Nachdenken gebracht wird. Die Autorin hat umfangreich zum Thema der Transpersonen recherchiert und gibt viele Informationen weiter. Ein Thema das nicht unbedingt das meine ist, dessen moralischen und gesellschaftlichen Auswirkungen gut erzählt sind und animieren, darüber nachzudenken. Ich mochte die Vertiefungen der Geschehnisse mit den Beispielen aus der Welt der Bienen. Faszinierend wie Bienen leben und damit eine gute Metapher zum Leben der menschlichen Gesellschaft bieten. Die Charaktere waren sehr gut beschrieben, Handlungen glaubhaft erzählt, Gefühle tiefgehend geschildert. Die Spannung wird die ganze Zeit gehalten und es gibt Wendungen, die überraschen und erstaunen. Auch wenn das Ende dann ähnlich kommt, wie man ahnen kann, ist der Weg dahin sehr fesselnd erzählt.
Ein tolles Buch zum abtauchen und nachdenken! Interessant und bewegend.
Eine High school Schülerin stirbt, ihr fester Freund Asher findet sie und gilt von da als Hauptverdächtiger in einem Mordfall. Die Geschichte wird von Olivia der Mutter des Angeklagten und der Ermordeten selbst erzählt. Dementsprechend folgt man der Gerichtsverhandlung in der Gegenwart, bekommt aber auch immer wieder Flashbacks in die Vergangenheit, die nach und nach die verschiedenen Nuancen der Beziehung zwischen Asher und Lily aufdecken. Es geht um Vertrauen, Zutrauen und die Frage, ob die gewaltbelastete Beziehung von Ashers Vater zu Oliva auf die nächste Generation abfärbt, selbst wenn Asher das nicht will. Ist man genetisch verdammt, oder kann Asher hoffen sich eigenständig zu entwickeln?
Asher ein Jugendlicher verliebt sich in Lily, die neu in die Kleinstadt gezogen ist. Als er Lily tot an der Treppe findet wird er als ihr Mörder verdächtigt. Aus der Sicht der einzelnen Protagonisten verfolgt man den Prozess bis zur Urteilsverkündung. Typisch für Jodi-Picould-Romane tauchen immer neue Aspekte auf die einen hin-und-her werfen in der Beurteilung ob Asher nun schuldig ist oder nicht. Das Thema häusliche Gewalt und Transmenschen sind zentrale Themen in diesem Buch. Ich habe hier sehr viel erfahren über das Thema Gender, was meine Sicht deutlich erweitert hat. Sehr schön fand ich auch die philosophischen Parallelen aus der Bienenzucht die Ashers Mutter, die Imkerin ist, zu den Themen findet. Ein spannender und sehr informativer Pageturner,
-Empathie - Perspektivwechsel - Ergreifend - Relevant - Überraschend-
-Wildhonig- ist mein erstes Buch von Jodi Picoult. Besonders sei hier die, einige Schriftgrößen kleiner abgedruckte, Co-Autorin Jennifer Finney Boylan hervorgehoben, welcher ebenso viel Aufmerksamkeit gebührt. Die schriftliche Darstellung zweier Perspektiven (Lily & Olivia) hat mich gänzlich überzeugt. Wie dem Nachwort zu entnehmen ist, übernahm hier jeweils eine Autorin die Sichtweise eine der beiden weiblichen Haupt-Charaktere. Beschreibt Olivia die Geschehnisse vorwärts, so erfahren die Leser:innen Lilys Schilderungen Richtung Vergangenheit bewegend. Eine interessante Leseerfahrung. Es ist ein wichtiges Buch, es hat mich dazu angehalten und aufgefordert mich eingehender mit beschriebenen Inhalten (Vermeidung von Spoilern) auseinanderzusetzen, zumindest den Versuch zu wagen mich einzufühlen und mich weitaus besser zu informieren. Streckenweise habe ich die Ausführungen als langatmig empfunden, mit einigen Wiederholungen. Der Schluss kommt für mich daher viel zu schnell und die damit verknüpfte Wende erhält nicht ausreichend Zeit und Platz, zumal sie für mich bereits abzusehen war. Ein Absatz im Nachwort ist bei mir besonders verblieben: "Was wünsche ich mir, dass Sie als LeserInnen von diesem Roman mitnehmen? Absolut nichts. Ich möchte Ihnen etwas geben - eine Chance, einen Gedanken, oder auch nichts. Wie das Geschlecht ist auch Differenz willkürlich. Wir sind alle mit Fehlern behaftet, komplizierte Träumer mit Narben; wir haben mehr Gemeinsamkeiten als Trennendes. Manchmal wird die Welt bereits dadurch zu einem besseren Ort, indem man den Menschen Raum gibt, die bereits in ihr leben." -Jodi Picoult-

Die Kraft weiblicher Perspektiven
Wildhonig ist ein vielschichtiger und komplexer Roman über Schuld und Unschuld, Liebe, Erwachen und die eigene Identität. Das Besondere: Nur die Frauen kommen zu Wort. Ihre Erzählungen, Fragmente und Erinnerungen verweben sich zu einem dichten Gewebe, das weit mehr ist als die Summe einzelner Lebensgeschichten. Sie sprechen über das, was oft verschwiegen bleibt: die Nähe zwischen Mutter und Kind, das Unausgesprochene in Beziehungen, die Erfahrung von Gewalt und das Ringen um Selbstbestimmung. Die zentrale Frage des Buches: Wie gut kennt man eigentlich das eigene Kind? Olivia richtet diese Frage nicht nur an ihren Sohn, dem vorgeworfen wird seine Freundin Lily umgebracht zu haben, sondern besonders an sich selbst. Zwischen Fürsorge und Fremdheit entstehen Spannungen, die keine endgültigen Antworten zulassen, aber ein tiefes Nachdenken darüber, wie Beziehungen in Familien gelebt und erinnert werden. Doch nicht nur die Mutter Olivia erzählt diese Geschichte, sonder auch das Opfer, die 17 jährige Lily. Durch sie wird einfühlsam beleuchtet, was es bedeutet eine Frau zu sein, sich wie eine Frau zu fühlen. So wird das Buch zu einer Erkundung der Vielfalt weiblicher Erfahrungen. Geschlecht erscheint hier nicht als etwas Starres, sondern als ein ganze Reihe von Empfindungen und Brüchen, die jede Figur auf ihre eigene Weise durchlebt. Das Motiv der Bienen und Natur, die sich wie goldene Fäden durch die Erzählung ziehen, mochte ich mit am meisten. Das Wissen um die Gemeinschaft der Bienen, ihre Ordnung, ihre Wandlungsfähigkeit, wird zu einer Lebensmetapher, die Orientierung und Trost spendet. In den Bildern der Natur findet der Roman eine sanfte Gegenwelt zum Schmerz, eine Sprache für Hoffnung und Weitergehen. Ein poetisches, kraftvolles Buch voller Liebe, Solidarität und Mitgefühl das sich nicht einfach schließen lässt, sondern nachklingt – wie der Geschmack von Honig.
Wildhonig erzählt die Geschichte von Olivia McAfee, die nach einer gewalttätigen Ehe in ihre Heimatstadt in New Hampshire zurückkehrt und dort den Imkereibetrieb ihres Vaters weiterführt. Ihr Sohn Asher findet sich schnell ein und verliebt sich in die neue Mitschülerin Lily – ein stilles, sensibles Mädchen, das ebenfalls versucht, mit einer schwierigen Vergangenheit klarzukommen. Als Lily unter tragischen Umständen stirbt und Asher in den Fokus der Ermittlungen gerät, gerät Olivias mühsam aufgebautes neues Leben ins Wanken. Während eines lange andauernden Gerichtsverfahrens wird Schicht um Schicht offengelegt, welche Geheimnisse in beiden Familien verborgen liegen und wie wenig selbst eine Mutter über ihr eigenes Kind wirklich wissen kann. Der Roman verbindet emotionale Familiengeschichte mit gesellschaftlich relevanten Themen, wie beispielsweise Identitätfragen und Herausforderungen einer Trans Person. Die Abschnitte über die Bienen und die Imkerei schaffen zusätzlich eine atmosphärische Ebene, die Olivias Lebensumfeld und ihre innere Welt widerspiegelt. Erzählerisch überzeugt Wildhonig durch seine vielschichtigen Figuren und die genaue Beobachtung menschlicher Beziehungen. Gleichzeitig fällt auf, dass sich bestimmte Motive und Gedanken wiederholen und dadurch das Tempo gelegentlich abfällt, besonders im juristischen Mittelteil. Der Roman bleibt aber trotz dieser Längen durchaus spannend, weil er moralische Fragen aufwirft, die nicht einfach zu beantworten sind. Insgesamt ist Wildhonig ein berührender, klug aufgebauter Roman über Mutterschaft, Schuld, Identität und die Suche nach Wahrheit. Die Mischung aus Familien- und Gerichtsdrama sowie der liebevoll eingearbeitete Bezug zur Natur geben dem Buch eine besondere Intensität, die lange nachwirkt.
Ich habe schon einige Bücher von Jodi Picoult gelesen und mag die Bücher der Autorin sehr. Hier hat sie zusammen mit einer anderen Autorin geschrieben. Der Roman ist vielschichtig und geht unter die Haut. Es werden viele Themen angesprochen und man fiebert mit den Protagonisten mit. Die Rückblicke und Sicht unterschiedlicher Personen auf mehreren Zeitebenen machen das Buch interessant. Es ist kurzweilig und gut zu lesen. Die Sprache zuweilen poetisch. Erst beim lesen, wurde mir klar, das es ein Buch ist, dass das Thema Transpersonen klar in den Mittelpunkt stellt. Hier ist Aufklärung natürlich wichtig, aber für mich persönlich ist das Interesse an der Thematik eher begrenzt. Es war mir ein bisschen zu viel. Dennoch bewundere ich Jodie Picoult als eine Autorin, die solch gesellschaftliche Themen anpackt.
Ein berührender Roman, der viel zum Nachdenken anregt.
Nach der Scheidung kehrt Olivia McAfee mit ihrem Sohn in ihre Heimatstadt in New Hampshire zurück. Dort übernimmt sie den Imkereibetrieb ihres Vaters, während ihr Sohn Asher sich in Lily verliebt, die ein Geheimnis verbirgt. Doch als Lily plötzlich stirbt und Asher verdächtigt wird, gerät Olivias Vertrauen ins Wanken, denn auch in ihrem Sohn scheint eine dunkle Seite zu schlummern. Das Buch hat mich mit seiner ehrlichen und gefühlvollen Erzählweise sehr berührt. Besonders beeindruckt hat mich der feinfühlige Umgang mit dem Thema Transgender, der sensibel und authentisch in die Geschichte eingewoben ist. Die Autorinnen bringen die Dynamik zwischen den Figuren wunderbar zum Ausdruck und zeigen die Komplexität familiärer Beziehungen. Der flüssige Schreibstil sorgt dafür, dass man mit den Charakteren mitfühlt und mitfiebert. Mein Fazit: Eine bewegende Geschichte über Familie, Vertrauen und den Umgang mit dunklen Geheimnissen. Für alle, die emotionale und spannende Romane lieben, eine klare Leseempfehlung. 5 Sterne.

Ein Roman, der sich fast als Thriller entpuppt und sehr schwere Themen beinhaltet - nur Lesen, wenn man Mental stabil ist
Wildhonig von Judi Picoult in Co-Autorenschaft mit Jennifer Finney Boylan ist ein unfassbar einfühlsamer Roman über die Geschichte eines Transmädchens. Wie kann man das Buch und seinen Inhalt beschreiben, ohne zu Spoilern? Schwierig. Es geht um die Geschichte zweier Frauen. Olivia, die Mutter von Asher und Lily, die Freundin von Asher. Olivia ist alleinerziehend und von Beruf Imkerin (man lernt super viel über das Imkern und Bienen). Lily ist mit ihrer alleinerziehenden Mutter vor kurzen erst nach Adams gezogen, um ihren Schulabschluss zu machen. Sie ist nicht nur Fechterin, sondern auch eine begabte Cellistin. Das Buch steigt ein mit Olivia und Lily im Jetzt. Fortsetzen tut es sich, in dem die Geschichte von Olivia chronologisch fortlaufend erzählt wird. Hingegen wandern wir mit Lily immer weiter in die Vergangenheit. Ich fand, dass diese Erzählperspektive dem Buch einen besonderen Reiz gibt. Alles in allem…Ich habe weder mit so viel Aufklärung über Transpersonen, noch so einem Thriller mit wahnsinnig tollen Plot-Twist erwartet. Für mich ein Buch, was zum Lieblingsbuch werden wird. Ich bin Sarah sehr dankbar dafür, dass sie mir endlich den Anstoß gegeben hat dieses wunderbare Buch vom SuB zu befreien. ‼️⚠️Trigger-Warnung, ggfs. Spoiler Mord, Transfeindlichkeit, Suizid, häusliche Gewalt
Der Alltag und dann noch die Bienen
Olivia McAfee lebt zusammen mit ihrem Teenager Sohn Asher. Vor einigen Jahren hat sie die Bienenstöcke ihres Vaters übernommen. Nach der Trennung von ihrem Ex-Mann leben sie auch wieder in ihrem Elternhaus. Asher ist gerade das erste Mal verliebt. Es gibt einige Hürden. Bis Lily plötzlich stirbt. Ist Asher schuldig? Es werden viele Alltags Themen angesprochen. Und oftmals auch mit den Bienen asoziert.
Wow! Was für ein fesselndes, horizonterweiterndes Buch!
Olivia McAfee flieht mit ihrem 6-jährigen Sohn Asher von Boston in ihre Heimatstadt in New Hampshire, nachdem die Gewalt durch ihren Ehemann schlimmste Formen angenommen hat. Dort übernimmt sie den Imkereibetrieb ihres Vaters und bestreitet damit ihren Lebensunterhalt. Inzwischen ist Asher erwachsen und verliebt sich in Lily, neu an seiner Schule. Auch Lily liebt Asher, doch sie hat ein Geheimnis, das sie schon einmal zu vertrauensvoll jem. anvertraut hat. Nun ist Lily tot und Asher wird des Mordes verdächtigt. Dieser Roman ist unglaublich spannend und zugleich hochaktuell und zeitgemäß. Kein leichter Schmöker, sondern eine packende, schlaue Story, die uns von einem Gerichtsdrama, viel laiengerecht verpacktem Imkerwissen bis hin zu elementaren Fragen zu Identität, Gender, Schuld, Vertrauen und Mut viel zu bieten hat! Toll recherchiert, gelungene Co-Autorinnenschaft - absolute Leseempfehlung! Einziges Ärgernis: Die schlechte Titelübersetzung, die völlig sinnfrei ist. Eine adäquate Übersetzung von Mad Honey wäre z.B. Tollhonig gewesen, für ebendiesen giftigen Honig.
„Wildhonig“ lässt mich nachdenklich zurück, denn es beschäftigt sich mit einem Thema, über das ich bisher wenig gelesen habe. Ich möchte nicht spoilern, damit ihr genauso überrascht werdet, wie ich. Die Umstände des Todes eines jungen Mädchens und die Gerichtsverhandlung stehen im Mittelpunkt. Wie es dazu kam, wie sich die handelnden Personen entwickelt haben und überhaupt zusammenfanden, wird in vielen Rückblicken erzählt. Achtung: es geht auch um häusliche Gewalt! Etwas zu ausführlich ging es für meinen Geschmack um die Bienenzucht, aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache. Ich lege Euch dieses Buch ans Herz, es hat mich hin- und hergerissen und ich merkte, wie schnell man selbst verurteilt.
Nachdem ich mich an die vielen Rückblenden gewöhnt hatte, hat mir der Schreibstil sehr gut gefallen. Auch die Charaktere mochte ich, da jeder von ihnen seine eigene Geschichte hatte. Mir hat gut gefallen, dass man jedoch nicht von Anfang an alles über die Charaktere wusste, sondern es etwas gedauert hat, bis man ihre Geheimnisse und Hintergründe verstanden hat. Ich finde, dass die Autorinnen die Message der Geschichte sehr schön rübergebracht haben und alles sehr viel Tiefe hatte. Ich mochte auch die Mischung aus der Liebesgeschichte und dem Prozess. Das hat es spannend gemacht. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen.
„Mad Honey“ hebt sich von all den Romanen ab, die ich bisher gelesen habe – und ich bin ein großer Fan, besonders von Krimis. Dieses Buch hat mir zu so vielen Themen unglaublich viel beigebracht. Das liegt hauptsächlich an Lily, einer der Hauptfiguren, die mit beeindruckenden Fakten und Zitaten zu einer Vielzahl von Themen aufwartet. Die Kapitel wechseln zwischen ihrer Perspektive und der von Olivia, der bienenhaltenden Mutter von Lilys Freund Asher. Olivia ist eine wahre Expertin, wenn es um Bienen und Honig geht – nicht nur in Bezug auf die Haltung, sondern auch in Sachen Geschichte. Beide Figuren vermitteln unglaublich viel Wissen. Ich bin mir bewusst, dass die bisherigen Beschreibungen von „Mad Honey“ dem Buch nicht gerecht werden, denn es ist wirklich fesselnd. Es gibt eine entscheidende Wendung im Gerichtssaal, die den Kern der Geschichte bildet und die man nicht spoilern möchte. Ein Thema, mit dem ich vorher wenig vertraut war, wird auf eine Weise behandelt, die mich richtig ins Nachdenken gebracht hat. „Mad Honey“ ist ein spannendes Gerichtsdrama mit unerwarteten Wendungen und Schocks, die den Leser nicht loslassen. Das Buch geht tief in Themen wie das Leben, Beziehungen, Liebe, Vertrauen, Angst und Mut. Es beleuchtet den feinen Unterschied zwischen dem, was privat ist, und dem, was ein Geheimnis darstellt, und spricht heikle Themen wie häusliche Gewalt und Hassverbrechen an. Ich kann „Mad Honey“ aus vielen Gründen wärmstens empfehlen. Es ist eine Liebesgeschichte, ein Thriller, ein Gerichtsverfahren, ein Rezeptbuch und ein Buch, das Sexualität in einer Weise erforscht, die zum Nachdenken anregt.

Asher und Lily hätten ein so schönes Paar sein können. Beide besuchen die letzte Klasse der Highschool. Er ist Kapitän der Eishockey-Schulmannschaft, sie begnadete Cellistin und mit einem genialen Gedächtnis ausgestattet. Aber jeder von ihnen kämpft mit seinen Dämonen. Der von Asher wird bald aufgedeckt: Sein Vater hat über Jahre seine Mutter verprügelt und tyrannisiert, und er plagt sich mit der Angst, so zu werden wie er. Lilys Geheimnis wird erst nach ihrem Tod - etwa zur Hälfte des Buchs in die Handlung eingebaut. Dramatische Ereignisse, die ich hier nicht vorwegnehmen will, münden dann in ein Gerichtsverfahren... Die Autorinnen machen es dem Leser nicht wirklich leicht. Die wechselnden Perspektiven werden in den Kapitelüberschriften namentlich gekennzeichnet und auch zeitlich eingeordnet - scheinbar, denn in die einzelnen Kapitel werden Rückblenden eingebaut, die nicht ohne weiteres erkennbar sind. Deshalb wusste ich oft nicht, auf welcher Zeitebene ich gerade lese. Der Titel verspricht es, aber das eingebaute Lehrbuch über Bienen hat mich von der ansonsten spannenden Handlung abgelenkt und nicht wirklich gefesselt - musste das sein? Auch habe ich bis zum Ende des Buchs vergeblich nach einem Bezug Titel des Buchs zur Hauptgeschichte gesucht.
Absolut lesenswert
Seit einigen Jahren hab ich kein Buch mehr von Jodi Picoult gelesen aber jetzt war es mal wieder soweit. Im Mittelpunkt des Geschehens steht, wie häufig in ihren Romanen, das Gerichtsverfahren. Es wird aus 2 Perspektiven und auf unterschiedlichen Zeitebenen erzählt. Spannend finde ich hier, dass es beim Verfahren weniger darum geht die Wahrheit ans Licht zu bringen, sondern mehr darum die Geschworenen zu überzeugen. Es gibt sehr viele Rückblicke, in denen dann langsam aufgeklärt wird was wirklich passiert ist aber auch noch weiter zurück in die Vergangenheit. Es geht um sehr moderne Themen. Was bedeutet es ein Mann/eine Frau zu sein? Ist es nur das X/Y Chromosom, dass ein Geschlecht ausmacht? Wie gut kennen wir unser Kind wirklich und wieviel Schuld tragen wir selber? Das Thema häusliche Gewalt spielt auch eine große Rolle. Ein spannender, interessanter, emotionaler Roman, der mich mit so einigen Fragen zurücklässt (aber nicht zum Roman). Jodi Picoult kann es einfach und versteht es den Leser ans Buch zu fesseln. Das gibt ne ganz klare Empfehlung von mir.
Berührend und tiefgründig
Der Roman „Wildhonig“ wurde von den Autorinnen Jodi Picoult und Jennifer Finney Boylan geschrieben und nachdem ich den Klappentext gelesen hatte war ich schon sehr neugierig auf die Geschichte. Die Autorinnen haben einen flüssigen und lockeren Schreibstil, außerdem wird vieles sehr ausführlich und anschaulich beschrieben. Die Geschichte wird aus Perspektive verschiedener Charaktere erzählt, so bekommt man einen guten Einblick in die Geschehnisse rund um Olivia, Asher und Lily. Ich möchte gar nicht zu viel über die Handlung verraten, denn es gibt wirklich sehr viele unvorhersehbare Wendungen die ich nicht erwartet habe. Das Buch ist sehr spannend und man fiebert richtig mit, außerdem hätte ich sehr oft Mitleid mit allen Protagonisten. Ich habe das Buch innerhalb zwei Tage in der Sonne gelesen, da ich es gar nicht mehr aus den Händen legen konnte. Ich wollte immer wissen wie es weitergeht und was wirklich passiert ist. Ich kann euch „Wildhonig“ sehr empfehlen, es ist kein locker leichter Roman, sondern eine tiefgründige und emotionale Geschichte die mich sehr berührt hat. Ich hatte eine wirklich schöne und spannend Lesezeit und werde in Zukunft sicher noch weitere Bücher der talentierten Autorinnen lesen.
Wildhonig Jodi Picoult - Jennifer Finney Boylan Manchmal wird die Welt bereits dadurch zu einem besseren Ort, indem man den Menschen Raum gibt, die bereits in ihr Leben. (Jodi Picoult im Nachwort) Kann ein Buch, geschrieben von zwei Autorinnen, sich so aus einem Guss anfühlen? Es kann. Nicht nur, dass den beiden Autorinnen hier eine absolut herzzerreißende, berührende und zugleich aufrüttelnde Story aus den Federn (oder Tasten) geflossen ist, sie geben auch ihr bestes um mit Vorurteilen und Schubladen jeder nur möglichen Art aufzuräumen. Was als zarte Liebesgeschichte beginnt, endet in einem Gerichtsdrama. Und auf dem Weg führen die beiden uns mit den Stimmen Lillys und Olivias absolut souverän über mehrere für die meisten Leser unbekanntes Terrain - glücklicherweise möchte man an dieser Stelle sagen denn wir werden mit Triggern unterschiedlichster Art konfrontiert. Häusliche Gewalt, Diskriminierung, Patriarchat, Ausgrenzung, Suizid sind nur die größten unter ihnen. Dieser Roman ging mir absolut zu Herzen und wird noch eine Weile in mir nachklingen. Liebe geht raus an alle nur irgendwie Betroffenen ❤️ Fazit: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Ein Buch, das man in diesem Jahr unbedingt gelesen haben sollte!
"Manchmal denke ich an all die seltsamen und wunderbaren Dinge dieser Welt - die lilafarbene Kartoffel, die Venusfliegenfalle, das Schnabeltier... Wenn es unter dem Himmel Raum für alle diese Wunderdinge gibt, könnte da nicht auch Raum für mich sein?“ Lilys Gedanken sind die ganz normalen Überlegungen einer 17jährigen. Wer kämpft in diesem Alter nicht manchmal mit dem Gefühl, ein Igel in einer Welt von Hasen zu sein? Doch Lily trägt ein Geheimnis mit sich herum - sie hat berechtigte Gründe, immer wieder an sich selbst zu zweifeln. Und doch ist da Asher, ihr Freund, der sie abgöttisch liebt. Doch eines Tages ist Lily tot. Und Asher war derjenige, der sie fand. Nur fand? Oder ist die Geschichte doch ganz anders, als sie den Anschein hat? Schnell wird Asher unterstellt, er habe mit Lilys Tod zu tun. Er wird vor Gericht gestellt. Und nicht einmal seine Mutter weiß noch, ob sie ihrem eigenen Sohn glauben soll, denn er ist nun mal auch der Sohn ihres Ex-Mannes. Und der hat ihr regelmäßig Gewalt angetan... Dieser Roman hat mich richtig mitfiebern lassen. Einerseits mit Asher, der so überfordert mit der Situation ist, dass er einem einfach nur leid tut - und obwohl man nicht weiß, ob man ihm glauben kann, will man ihm so gern glauben, dass alles so passiert ist, wie er es darstellt. Andererseits habe ich mit Lily gefühlt, wenn in eingeschobenen Kapiteln ihre Geschichte erzählt wird, und an vielen Stellen auch gelitten. Denn im Laufe des Mordprozesses offenbart sich Lilys Geheimnis (ich verrate es jetzt, da es auf Amazon in der Buchbeschreibung nachzulesen ist und damit kein Spoiler): Lily ist ein Transgender-Mädchen. Und ihr Kampf gegen Vorurteile, gegen Alltagshass, gegen ihre Umwelt und manchmal gegen sich selbst ist so gut beschrieben, wie es nur von jemandem kommen kann, der das selbst erlebt hat - Co-Autorin Professor Jennifer Finney Boylan. Da sie selbst eine Trans-Frau ist, kann sie Lilys Wahrnehmungen so gut beschreiben, dass man unwillkürlich in ihren Bann gezogen wird. Für mich als cis-Frau war es faszinierend, die Welt quasi mit Lilys Brille zu sehen. Es war aber auch sehr ernüchternd, denn natürlich gibt es noch mehr als genug Vorurteile und Widerstände, gegen die Trans-Personen ankämpfen müssen. Doch nicht nur Lily hat eine Geschichte - auch Ashers Mutter Olivia kämpft immer noch mit ihrer Vergangenheit. Olivia war Opfer häuslicher Gewalt in ihrer Ehe und hat nur durch ihren Sohn den Absprung aus der Beziehung geschafft. Auch ihre Wahrnehmung wird nie eindimensional geschildert, sondern immer sehr vielschichtig - wie Gefühle nun mal sind. Mit diesem Roman ist den beiden Autorinnen deshalb nicht einfach nur ein spannendes Buch gelungen, sondern sie öffnen Augen und Herzen für die Belange von Transgender-Menschen, die viel zu oft von der Gesellschaft ausgestoßen werden. Außerdem stoßen sie erneut die Debatte um Gewalt in Beziehungen an - ohne erhobenen Zeigefinger. Es ist ein vielschichtiges Plädoyer für Menschlichkeit, Gerechtigkeit und Toleranz und deshalb ein Buch, das man in diesem Jahr unbedingt gelesen haben sollte!

Nah an den großen Themen unserer Zeit
Asher wird mit seiner schwerverletzten großen Liebe Lily im Arm aufgefunden wird - sie stirbt. War es ein Unfall, war es Mord? Für die Polizei ist der Fall glasklar: Asher wird verhaftet und des Mordes angeklagt. Es folgt ein aufwühlender Prozess, erzählt auch aus der Perspektive von Ashers Mutter Olivia, unterbrochen von vielen Rückblenden von Asher und auch Lily. Die Verteidigung übernimmt sein Onkel Jordan McAfee, den wir schon aus „Bis ans Ende aller Tage“ und „Neunzehn Minuten“ kennen. Auch wenn es ein gemeinsamer Roman von Jennifer Finney Boylan und Jodi Picoult ist, finden sich doch die klassischen Elemente eines Picoult-Romans: Inhaltlich werden große, aktuelle Themen vertieft aufgearbeitet (ich sage nun nicht welche - Spoiler), vielschichtige Protagonist:innen mit persönlicher Geschichte, ein Gerichtsprozess steht im Zentrum, es gibt verschiedene Nuancen und Perspektiven, daraus resultieren Plottwists und ein sehr schöner Spannungsbogen. Picoult präsentiert uns wie gewohnt mehrere mögliche Auflösungen und löst diese auch schlussendlich auf; ich habe aber ehrlich gesagt mit einer anderen Variante mehr sympathisiert. Für mich daher insgesamt ein ganz typischer Picoult-Roman, der meine Erwartungen voll erfüllt, aber nicht übertroffen hat. Ein Roman, der ganz nah an den großen Themen unserer Zeit ist.
Ein Roman der gleichzeitig unterhält und die Augen öffnet
„Wildhonig“ von Jodi Picoult und Jennifer Finney Boylan ist nicht nur ein sehr spannender Roman, er öffnet vor allem die Augen und erweitert den Horizont zum Thema „Frausein“. Doch zunächst zum Inhalt: „Olivia McAfee hätte nie gedacht, je wieder in ihre verschlafenen Heimatstadt in New Hampshire zurückzukehren, in das Haus ihrer Kindheit. Doch als ihr Mann, ein brillanter Chirurg, seine dunkle Seite offenbarte, war die Flucht dorthin für sie und ihren Sohn Asher die einzige Wahl. Sie fassen schnell Fuß, Olivia übernimmt den Imkereibetrieb ihres Vaters, und Asher verliebt sich in Lily, die wie er neu an der Schule ist. Lily erwidert seine Liebe, allerdings trägt sie ein Geheimnis mit sich herum, und sie ist sich nicht sicher, ob sie Ash wirklich alles anvertrauen kann. Doch dann geschieht das Unvorstellbare: Lily ist tot, und Asher wird von der Polizei verhört. Olivia ist von der Unschuld ihres Sohnes überzeugt. Aber in Ash schlummern auch Anteile seines Vaters. Als sich der Verdacht gegen ihn verhärtet, merkt sie, dass er etwas verbirgt …“ Wie man es von Jodi Picoult gewohnt ist (ich habe noch keine anderen Werke von Finney Boylan gelesen), wurden auch in „Wildhonig“ wichtige und tiefgründige Themen in eine spannende Handlung verpackt, die mich auf jeden Fall zum Nachdenken angeregt hat. o werden in dem Roman unter anderem Themen wie häusliche Gewalt, Gaslighting, Transsein und Transphobie oder Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen im Allgemeinen behandelt. Für mich persönlich kann ich sagen, dass mich der Roman nicht nur gut unterhalten hat, da ich konstant beim Gerichtsprozess ‚mitgerätselt‘ und mit Olivia und Asher mitgefiebert habe, sondern er mich auch in vielerlei Hinsicht bereichert hat. Beim Lesen habe ich nicht nur mein eigenes „Frausein“ beleuchtet und reflektiert, was es eigentlich bedeutet, in einer patriarchalischen Gesellschaft „Frau“ zu sein, sondern ich habe auch ein tieferes Verständnis für das „Frausein“ derer bekommen, die nicht als solche geboren wurden. Deshalb bin ich der Meinung, dass der Roman gerade in Bezug auf Vorurteile gegenüber Transgendern Klarheit schaffen und mögliche „Berührungsängste“ abbauen kann. Ich bin sehr froh, dieses Buch gelesen zu haben und die gewonnenen Eindrücke werden noch lange in mir nachhallen. Einzig die Bienenbezüge im Roman waren mir etwas zu viel, da sie mir nicht immer klar waren und teilweise etwas „uninteressant“ wurden, weshalb ich die entsprechenden Passagen immer mal wieder übersprungen habe. Hier wäre meiner Meinung nach weniger mehr gewesen.

Buchclub - Buch Monat Juli
Ein Buch zudem ich niemals gegriffen hätte, aber was mich doch sehr positiv überrascht hat. Es werden so wichtige Themen angesprochen und es gibt auch einige Überraschungen. Der Prozess war unglaublich spannend & ich bin richtig abgetaucht. Die Bieneninfos haben mich irgendwann sehr genervt, aber alles in allem ein sehr gelungenes Buch!
Vollkommen anders als erwartet – aber vollkommen gut!
Wie unglaublich lange habe ich mich davor gedrückt, dieses Buch zu lesen (warum eigentlich?) – und dann hat es mich direkt in seinen Bann gezogen. Ich persönlich liebe Courtroom Dramen und die Geschichte rund um Asher, seine Mutter Olivia und seine Freundin Lily war so schlau konstruiert (ein Erzählstrang vorwärts, einer rückwärts), dass es bis zum Schluss unglaublich spannend war. Wie sehr kennt man sein eigenes Kind? Das war eine der zentralen Fragen in diesem Buch und damit hat es mich sehr an „Defending Jacob“ erinnert. Unglaublich, dass 2 Frauen dieses Buch geschrieben habe. Hätte ich das nicht gewusst, ich hätte es ganz ehrlich nicht gemerkt.

Wer eine dramatische und emotionale Geschichte sucht, die zudem noch spannend ist und in der es einige Plottwists gibt, dem lege ich „Wildhonig“ sehr ans Herz.
Ich weiß nicht, seit wie vielen Jahren ich die Bücher von Jodi Picoult bereits lese aber was ich weiß ist, dass jedes einzelne mich immer zu begeistern kann. So auch das neuste Werk von ihr. Es war super emotional und das von Beginn an. Diese Geschichte beinhaltet unglaublich wichtige Themen. Es war spannend - so so spannend, ich habe richtig mitgerätselt und wollte unbedingt wissen, was wirklich passiert ist denn ich kenne Jodis Bücher und wusste, dass da auf jeden Fall das letzte Wort noch nicht gesprochen war und eine unerwartete Wendung kommen wird.. und die kam.. und schlug ein 😳 hach.. ich liebe ihre Bücher. „Wildhonig“ spielt wieder in einem Gerichtssaal und diesmal war es dran die Geschworenen von Ashers Unschuld zu überzeugen. Ich fand es super interessant, wie die gesamte Geschichte rum um den Prozess aufgebaut wurde. Es wird aus mehreren Perspektiven erzählt und diese werden nochmal in ein davor und danach geteilt. Die verschiedenen Sichtweisen haben mir einen sehr guten Einblick verschafft und mir die Charaktere sehr nah gebracht. Olivias Kapitel waren überzogen von einem roten Faden der sich mit dem Thema rund um Bienen befasst. Es gab viele interessante Fakten und viele Metaphern - allerdings muss ich sagen, dass mir das zwischendurch ein wenig viel war, weil sich fast jedes ihrer Kapitel um Bienen, Honig oder Imkerei drehte. Leider gibt es keine Sichtweise von Asher, was ich mir gewünscht hätte. Allerdings finde ich, dass er durch die Sichtweisen wohl von seiner Mutter als auch von den seiner Freundin eine Stimme bekommt - was mir gut gefallen hat. Lillys Sichtweisen haben mich oft sehr sehr emotional gestimmt. Ihr Geschichte erwischte mich unerwartet. Ich habe nicht mit so einer Wendung gerechnet und sog. jedes einzelne Kapitel förmlich auf. Apropos.. die Länge der Kapitel zog sich wirklich teilweise ins Unermessliche. Auch wenn innerhalb eines Kapitels mehrere Handlungen stattfinden und es nicht so langatmig ist, waren mir die Kapitel einfach zu lang aber das ist mein persönlicher Geschmack. Was mir ein kleines Schmunzeln entlockte war, dass es ein Wiedersehen mit Jordan dem Anwalt gab der bereits in einem anderen Buch von Jodi Picoult erschien und es dann wurde auch noch das Buch bzw. Die Geschichte kurz erwähnt - habe das sehr geliebt weil ich damals auch diese Geschichte verschlungen habe. „Wildhonig“ macht mir auf jeden Fall Lust wieder das eine oder andere Buch von Picoult zu rereaden.
Spannender Roman am Puls der Zeit
Die zwei Autorinnen haben hier echt ein sehr kluges Buch geschrieben! Es werden hier einige Themen aufgearbeitet, Gewalt in der Ehe, „andersgeschlechtlich“ in Zeiten von LBGTQ+, junge Liebe unter Teenagern und letztendlich geht es um den vermuteten Mord an Lily, der Freundin von Asher. In verschiedenen Zeitebenen aus der Sicht der zwei betroffenen Familien großteils während der Gerichtsverhandlung erzählt. Sehr spannend , konnte das Buch nur sehr schwer aus der Hand legen!
Ein Buch mit intensiven Themen, in dem ein Gerichtsprozess die zentrale Rolle spielt.
(Triggerwarnung ganz unten, enthält Spoiler) Oh, wie hat mich dieses Buch gefesselt! Es wird aus zwei Perspektiven berichtet, Olivia ist die Protagonistin. Sie ist Imkerin und vor Jahren mit ihrem Sohn Asher vor ihrem gewalttätigen Ehemann geflohen. Die andere Perspektive ist von Lily, sie wird tödlich verletzt gefunden und ihr Freund Asher ist der Hauptverdächtige. Die Autorin hat einen sachlichen Schreibstil, der immer wieder zwischen Gegenwart und Vergangenheit springt und ab und zu fließen Fakten über Bienen mit ein. Ich habe mich schnell an diese Art zu Erzählen gewöhnt und war total gefesselt. Aber Kapitel mit über 50 Seiten sind nichts für jeden und manchmal hätte ich mir noch mehr Emotionen, mehr Tiefe in den Zeilen und nicht dazwischen gewünscht. Manchmal empfand ich die Bienenfakten als störend, aber ich habe die Theorie, dass sie extra so eingebaut wurden, um zu verdeutlichen, dass sich Olivia damit von der schlimmen Situation und ihren Emotionen ablenken möchte. Die Handlung ist komplex, auf der einen Seite Olivia als Mutter, die versucht die Unschuld ihres Sohnes zu beweisen und auf der anderen Seite die vergangenen Monate in Lilys Kapiteln, die viele Geheimnisse aufdecken. Es geht um Liebe, Vertrauen, Identität. Und es ist wirklich spannend, trotz der Abschweifungen. Ich musste mich so sehr beherrschen, nicht einfach das Ende zu lesen und hatte zwischendurch viele Theorien. Große Empfehlung! Mittlerweile habe ich mir einige 1-Sterne-Rezensionen auf goodreads angeschaut und ich muss sagen: für engstirnige Menschen ist das Buch nicht gemacht. Es behandelt sehr aktuelle Themen, ist dabei aber nicht belehrend oder übermäßig politisch korrekt, sondern viel mehr offen, neugierig und schamlos - bei manchen drückt das wohl den Finger in die Wunde. Kritik an Covergestaltung und Titel: Dort, wo auf dem Originalcover der rote Titel „Mad Honey“ steht, ist bei der Übersetzung der Name einer der beiden Autorinnen in den Fokus gerückt. Was soll das? „Wildhonig“ steht unscheinbar darunter - und wieso eigentlich „Wildhonig“? Das hat nichts mit dem giftigen „Mad Honey“ zu tun - auf deutsch wird dieser zwar u.a. „Türkischer Wildhonig“ genannt, aber nur „Wildhonig“ hat nicht dieselbe Bedeutung. Außerdem gibt’s im Buch einige Zeichensetzungsfehler und die falsche Jahreszahl in Lilys erstem Kapitel hat mich auch irritiert. TRIGGERWARNUNG ACHTUNG SPOILER!: häusliche Gewalt, Suizidversuch, Transphobie
Nicht das beste Buch von Jodi Picoult
Ich habe das Buch in wenigen Tagen gelesen, muss aber sagen, dass ich es zeitweise langatmig fand. Das Thema und die unterschiedlichen Perspektiven fand ich prinzipiell gut, aber die Wechsel kamen oft an Stellen, an denen man gerne gewusst hätte, wie es weiter geht. So wurde zumindest für mich der Lesefluss oftmals unterbrochen. Ich möchte nicht spoilern, doch auch mit dem Ende war ich nicht ganz glücklich.
Inhalt Olivia McAfee hätte nie gedacht, je wieder in ihre verschlafenen Heimatstadt in New Hampshire zurückzukehren, in das Haus ihrer Kindheit. Doch als ihr Mann, ein brillanter Chirurg, seine dunkle Seite offenbarte, war die Flucht dorthin für sie und ihren Sohn Asher die einzige Wahl. Sie fassen schnell Fuß, Olivia übernimmt den Imkereibetrieb ihres Vaters, und Asher verliebt sich in Lily, die wie er neu an der Schule ist. Lily erwidert seine Liebe, allerdings trägt sie ein Geheimnis mit sich herum, und sie ist sich nicht sicher, ob sie Ash wirklich alles anvertrauen kann. Doch dann geschieht das Unvorstellbare: Lily ist tot, und Asher wird von der Polizei verhört. Olivia ist von der Unschuld ihres Sohnes überzeugt. Aber in Ash schlummern auch Anteile seines Vaters. Als sich der Verdacht gegen ihn verhärtet, merkt sie, dass er etwas verbirgt ... Meinung Dieser Roman von Jodi Piccoult konnte mich gut unterhalten, wird aber eher kein Highlight. Wichtig ist wohl, dass hier zwei Autorinnen am Werk waren, was den Lesefluss aber überhaupt nicht stört. Die Aufteilund in Gegenwart und Vergangenheit, beziehungsweise in die zwei Handlungsstränge über die Hauptprotagonistinnen hat mir auch sehr zugesagt. Allgemein waren die angesprochenen Themen sehr tiefgründig und ich musste einige Male tief durchatmen. Gespickt ist das Ganze dann auch noch mit tollen Informationen über Bienen, Blüten etc. Das frischt das Werk noch einmal mit auf. Leider gab es mir persönlich aber viel zu viele Passagen in denen gefühlt nichts passiert ist. Dadurch wurde das Lesen zwischendurch immer wieder recht anstrengend. Insgesamt ist es aber ein gelungener Roman für laue Sommerabende!

Erst etwas verwirrend dann sehr lesenswert
Wildhonig hat mich tief bewegt. Von der ersten Seite an war die Geschichte spannend und fesselnd – nicht im Sinne eines klassischen Krimis, sondern weil sie so schonungslos ehrlich und gleichzeitig feinfühlig erzählt ist. Besonders eindrucksvoll fand ich, wie die Perspektiven von Transgender-Personen dargestellt wurden: authentisch, verletzlich und stark zugleich. Es hat mir neue Einblicke gegeben in Lebensrealitäten, die oft übersehen oder nur oberflächlich behandelt werden.
Sehr stark und augenöffnend!
Lily ist neu in der Stadt. Sie und Asher verlieben sich, bis Lily plötzlich tot ist und Asher, der seine Unschuld beteuert, des Mordes angeklagt wird. Wir begleiten Asher, seine Mutter und seinen Onkel, der sein Anwalt ist, beim Prozess auf der Suche nach der Wahrheit - und erleben Lilys Perspektive in Rückblicken und erfahren so peu a peu mehr darüber, wer sie wirklich war. Absolut spannend, überraschende Plot-Twists und ein herausragendes Buch über Identität und Liebe, Offenheit und Mut!
Die sensible Aufarbeitung mehrerer schwieriger Themen wurde in eine dramatische Geschichte mit leichtem Krimi-Faktor eingebettet.
In dem Buch werden einige Inhalte thematisiert, die (gesellschaftlich und politisch) mehr Beachtung brauchen. Dass mehrere Themen (transgenerationale Traumata, Gewalt und LGBTQIA+) und die feinfühlige Schreibweise schaffen eine unglaubliche Nähe zu den Figuren. Und obwohl es absolut lebensnah ist, fand ich als Leserin das Vorliegen mehrerer schwerer Themen zeitweise anstrengend, weil ich mir für jedes Thema mehr Raum gewünscht habe. Einige Stellen haben sich gezogen und/ oder spannende Stellen wurden durch Rückblicke unterbrochen. Grundsätzlich finde ich diese Rückblicke zwar interessant und wertvoll, allerdings brach dadurch manchmal die Spannung ab. Grundsätzlich empfehle ich das Buch auf jeden Fall weiter!
Wundervoller Roman, in dem jede:r ein bisschen Identifikation finden kann - es geht um Geheimnisse, Veränderungen im Leben, Scham und aktuelle Themen unserer Gesellschaft. Toll inszeniert!
Wundervoller Roman, der sich ab einem gewissen Punkt kaum noch weglegen lässt. Jodie & Jennifer spinnen ein wundervolles Netz (oder eine Wabe?) aus Lebensgeschichten, Rollen(bildern) und Entscheidungen. Ein Roman, der tief geht und am Ende jede:n Leser:in mit einigen Fragen zurücklässt: was sind deine Geheimnisse?
Sehr spannendes Buch um den Tod einer Transfrau
Wow, wo soll ich beginnen. Sehr spannender Roman, mit unvorhersehbarer Plottwists. Hab mich mittendrin gefreut, dass es um eine Transfrau geht. Ich weiß auch nicht, normalerweise such ich explizit nach queeren Büchern und hier hab ichs nicht mal gewusst. Liebe es, dass sich viele Kapitel über Lillys Leben und Erfahrungen drehen und man wirklich das reale Leben von Transmenschen mitbekommt. Und von Olivia muss ich denk ich nicht anfangen, starke Frau, unabhängig und immer für ihren Sohn da. Die Nebenstory mit allen Fakten über Bienen und Honig fand ich auch sehr interessant. Ich wusste gar nicht, dass es so viel darüber zu sagen gibt. Wie in einem Krimi fand ich natürlich die ganze Gerichtssaal-Situation sehr spannend und hab mich sehr gefreut, dass Asher nicht schuldig ist. Ich hab wirklich von der Hälfte, von da an wusste man, dass sie Trans ist, weg gehofft, dass er sie nicht getötet hat, nur weil sie so ist wie sie ist. Hasse es, dass viele Menschen ähnliches durchmachen müssen. All in all, gutes Buch, weiterzuempfehlen und freue mich auf weitere Jodi Picoult Bücher, auch wenn die Idee von der 2. Autorin war.
Toller, tiefgründiger Mystery-Roman
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es wird zwischen der Sicht von Lily, der verstorbenen jungen Frau, und Olivia, der Mutter des Angeklagten gewechselt. Dabei werden viele relevante Themen behandelt wie Gewalt in Beziehungen/Familie und Erfahrungen von Transfrauen. Ich war dann doch überrascht, dass es am Ende eine Auflösung gab, fand die Art und Weise aber sehr unrealistisch gelöst und schnell abgefertigt. Die Exkurse zu Bienen fand ich stets sehr passend, aber teilweise etwas langatmig zu lesen (war in englischer Sprache eben auch mit vielen Fachbegriffen), das habe ich manchmal überflogen.





















































