Kalte Wasser

Kalte Wasser

Softcover
3.535
KindesentführungVerrücktThriller BuchKrimi

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Description

Hinter dem Vorhang wartet jemand …

Lauren ist gerade Mutter von Zwillingen geworden, als der Alptraum beginnt. Eine Frau steht nachts an ihrem Krankenhausbett und schlägt ihr einen grausamen Deal vor: Eines von ihren Kindern gegen eines von Laurens. Lauren kann sich retten und die Polizei rufen. Dort wird der Vorfall zuerst nicht ernst genommen. Nur die junge Polizistin Harper glaubt ihr. Und dann nimmt Lauren eine verstörende Veränderung wahr: Etwas stimmt mit ihren Kindern ganz und gar nicht. Wird sie langsam verrückt, oder weiß sie etwas, das sonst niemand weiß?

»S pannend, traumatisch, nervenaufreibend « Fuldaer Zeitung

Book Information

Main Genre
Crime
Sub Genre
Noir Fiction
Format
Softcover
Pages
400
Price
15.50 €

Author Description

Melanie Golding hat in Bath Kreatives Schreiben studiert. Im Jahr 2017 gewann sie einen Preis für ihre Kurzgeschichte beim Mid Somerset Festival sowie den Evelyn-Sanford-Preis. Sie lebt in Bath und schreibt bereits an ihrem nächsten Roman.

Posts

9
All
4

Nun.... Nachdem ich erst mal wirklich überlegen musste wie viele Sterne ich diesem Buch geben soll (ich bin mir immer noch nicht sicher), fällt es mir auch echt schwer eine Bewertung zu schreiben. Ich bin einerseits nicht davon losgekommen, andererseits dachte ich mir immer wieder "was zum Teufel ist das". 😀 Die Story ist wirklich fesselnd & gut geschrieben, einfach zu lesen. Einzig diesen unsympathischen Ehemann hätte ich persönlich ja schon längst zum Teufel gejagt... Das Ende war dann noch verwirrender als alles andere. Lange Rede kurzer Sinn, ich bin (und das kommt nicht oft vor) sprachlos 😀

Nun....
Nachdem ich erst mal wirklich überlegen musste wie viele Sterne ich diesem Buch geben soll (ich bin mir immer noch nicht sicher), fällt es mir auch echt schwer eine Bewertung zu schreiben.
Ich bin einerseits nicht davon losgekommen, andererseits dachte ich mir immer wieder "was zum Teufel ist das". 😀
Die Story ist wirklich fesselnd & gut geschrieben, einfach zu lesen.
Einzig diesen unsympathischen Ehemann hätte ich persönlich ja schon längst zum Teufel gejagt...
Das Ende war dann noch verwirrender als alles andere. 
Lange Rede kurzer Sinn, ich bin (und das kommt nicht oft vor) sprachlos 😀
4

Lauren bekommt Zwillinge. Während ihres Krankenhausaufenthaltes taucht im Zimmer nachts plötzlich eine unheimliche Frau auf, die einen Korb dabei hat. Darin befinden sich ebenfalls Zwillinge - und die Frau möchte tauschen. Lauren schließt sich erschrocken im Bad ein und ruft die Polizei, doch es kann kein Eindringen festgestellt, niemand gefasst werden. Zuhause begegnet ihr die unheimliche Frau wieder und wieder. Lauren traut sich vor Angst mit ihren Kindern nicht mehr aus dem Haus. Mann und Ärzte schieben alles auf die Psyche, den Schlafmangel. Als Lauren ihren Mut zusammen nimmt und mit den Kindern spazieren geht, schläft sie bei einer Pause ein. Als sie aufwacht, ist der Kinderwagen verschwunden, wird aber schnell wieder gefunden. Allerdings sind die Babys nicht mehr Laurens. Niemand glaubt ihr - bis auf Polizistin Harper, der irgendwas an dem Fall ganz seltsam vorkommt... Kalte Wasser ist eine gute Mischung: Wir haben den unheimlichen, geheimnisvollen Teil, bei dem ich mich durchaus gegruselt habe (das passiert bei mir aber schnell, ich bin ein Angsthase), die etwas zu engagierte Polizistin, die auf Frauen steht und alles rund um Schwangerschaft, Geburt, Gewalt, Depressionen, Rollenverteilung. Vom Paranormalen abgesehen, gab es die bedrückendsten Szenen für mich in der ersten Hälfte des Buches. Wir erleben Laurens Entbindung gleich zu Beginn hautnah mit. Es ist eine Zangengeburt und Lauren leidet Höllenqualen. Auch als alles überstanden scheint, geht es ihr nicht besser. Das Krankenhauspersonal ist empathielos und ruppig. Sie bekommt innere Blutungen, die mit einem schmerzhaften und übergriffigen Eingriff gestillt werden müssen und bei denen Laurens Grenzen nicht respektiert werden. Ich habe in letzter Zeit viel über Gewalt unter der Geburt gelesen und auch darüber, wie sehr unser glorifiziertes Mutterbild Frauen schaden kann und z.B. dafür sorgt, dass sich viele keine Hilfe suchen, die sie bräuchten, aus Angst, als Rabenmutter dazustehen. Die Autorin stellt das Leid und die Angst meiner Meinung nach sehr gut dar. Lauren leidet also mehr oder weniger stumm, weint viel, hat Angst, keine gute Mutter zu sein. Man merkt, wie alleine sie mit allem dasteht. Früher hieß es, man brauche ein Dorf, um ein Kind großzuziehen, heute soll das eine Person (meist die Mutter) allein schaffen, während Väter schon Helden sind, wenn sie sich das frisch gebadete und gewickelte Kind für 20 Minuten auf die Brust legen lassen. Alles wird nochmal schlimmer, als Lauren entlassen wird. Ein paar Tage gibt sich ihr Mann noch ein wenig Mühe, aber bereits nach den ersten schlaflosen Nächten zieht er ins Gästezimmer, weil er "es nicht mehr aushält" und ohne Schlaf "zu nichts zu gebrauchen ist". Es sind nur zwei Wochen Vaterschaftsurlaub und nicht mal während dieser Zeit schafft er es, sich gleichwertig um die Kinder zu kümmern. Er gibt Lauren immer wieder zu verstehen, dass all das ihre Aufgabe und sowieso gar keine richtige Arbeit ist. Als er wieder seiner Erwerbstätigkeit nachgeht, kommt er spät nach hause, weil er noch "durch die Bars" muss, "Kontakte knüpfen". Und natürlich hat er auch noch ein paar andere Geheimnisse... Ganz ehrlich, der Ehemann war für mich einfach ein riesen Schwein, aber ich kam nicht umhin daran zu denken, dass die Autorin hier ziemlich gut die (oder besser: eine) Realität abgebildet hat. Natürlich sind nicht alle Männer so, dennoch passieren bestimmte Dinge wohl doch immer noch zu oft. Es gibt ja auch diverse Studien dazu, dass Mütter nach der Geburt ihren Schlaf einbüßen und Väter eher nicht, oder dass Mütter bei Wiedereinstieg in den Job 61% ihres Gehaltes verlieren und Väter nichts. Zwischen den Zeilen wird in Kalte Wasser auch die Expertise angesprochen: von Lauren wird erwartet, dass sie sofort alles weiß und kann, dabei hat sie keine Ahnung, ist auf ähnlichem Wissensstand, wie ihr Mann, denn es sind auch ihre ersten Kinder. Das Stillen fällt ihr schwer, sie hat Schmerzen und es strengt sie an. Sie liest Bücher, um mehr über Babys und Erziehung zu erfahren, während ihr Mann seine "Papalektüre" nicht einmal durchblättert. Für mich hat die Autorin hier jedenfalls einen fantastischen Job gemacht. Das alles kommt so wunderbar schleichend, der Ehemann wird nicht als absolutes Monster portraitiert. Ich hatte richtige Beklemmungen und schlimmstes Mitleid mit Lauren. Die Teile, die nicht aus Laurens Sicht geschrieben sind, haben den Narrativ der Polizistin Harper. Sie arbeitet nicht ganz so oft nach Vorschrift und insgesamt mochte ich sie sehr. Allerdings habe ich bei ihr auch ein paar kleine Kritikpunkte: Mir war es etwas zu weit hergeholt, dass sie sich so für Laurens Fall interessiert, obwohl er nur einer von vielen Abgeschlossenen unter den Akten ist. Wenn sie noch diejenige gewesen wäre, die ins Krankenhaus gerufen wurde... aber sie sieht den Fall einfach auf dem PC und ist sofort Feuer und Flamme. Begründet wird das zum einen mit ihrer Vergangenheit, die mir dafür nicht ausreicht und zum anderen mit ihrer unschlagbaren Intuition - die, wie ich finde, dafür an anderen Stellen manchmal ziemlich zu wünschen übrig lässt. Harper steht auf die Journalistin Amy. Ich wusste die meiste Zeit nicht, was ich von dieser Person halten soll und ich fand Harper ihr gegenüber wahnsinnig unvorsichtig... mit dem, was zu Amy am Ende rauskommt, war ich aber sehr zufrieden. Kalte Wasser hatte auf mich jedenfalls eine ziemliche Sogwirkung und ich mochte die unheimliche Stimmung, die verschiedenen Gefühle, die es bei mir ausgelöst hat und die Fragen, die ich mir teilweise immer noch ein bisschen stelle. Eine spannende Schauergeschichte, die sich zu lesen lohnt.

3.5

Gutes Buch mit schlechtem Ende

Es hat einige Seiten gedauert bis es so richtig los Ging. Dann war es aber sehr spannend! Es wird sehr mit Sympathien und Antipathien gegenüber der handelten Personen gespielt, welche sich auch durch das ganze Buch ziehen. Die Story ist an sich leicht zu verstehen, aber ich bin noch so richtig sicher wie es jetzt wirklich war ….Das Ende fand ich leider nicht so gut. „Alles war gut“ (hihi kleines Hommage) aber auch irgendwie überhaupt nicht. Und das Ende bekräftigt nur nochmal Patrick ist ein Arschgesicht. Ich bin eindeutig Team Jo, Lauren und Amy.

4

„Kalte Wasser“ von Melanie Golding beginnt mit der Geburt von Zwillingen. Für die Mutter Lauren ist dies kein leichtes Unterfangen, welches nach stundenlangen Wehen in einer Zangengeburt endet. Diese wird ebenso wie die nachfolgenden Komplikationen so anschaulich und blutig beschrieben, dass einem schon die ersten Seiten wie ein Horrorfilm erscheinen. Allgemein vermittelt die komplette Handlung des Buches eine extrem düstere und unheimliche Atmosphäre. Jedes Kapitel beginnt mit einem Auszug aus einem Märchen oder einer Sage zum Thema Wechselbälger. Diese Geschichten sind so schonungslos brutal, dass ich mich frage, wer seinem Kind diese Art von Märchen vorliest. Für „Kalte Wasser“ sind sie der perfekte Übergang zur Handlung, denn nur wenige Stunden nach der Geburt bekommt Lauren Besuch von einer Landstreicherin, die ihre Babys mit ihren tauschen möchte. Allerdings hat niemand außer Lauren die Frau gesehen und die Sicherheitsvorkehrungen auf der Wöchnerinnenstation sind so hoch, dass ein Eindringen nahezu unmöglich ist. Niemand glaubt ihr und die Ärzte begründen das Erlebnis mit den Nachwirkungen von Medikamenten. Einzig die Polizistin Jo Harper hat Zweifel, ob hinter diese Geschichte nicht doch mehr stecken könnte. Aus dem Krankenhaus entlassen wird Lauren von Wochenbettdepressionen und Angststörungen geplagt, so dass sie sich nicht mehr traut, das Haus zu verlassen, sondern sich nur noch in ihrem dreifach verriegelten Schlafzimmer verkriecht. Die Ehe zu ihrem eher lieblosen Mann Patrick leidet zunehmend unter dieser Situation. Als Lauren sich endlich überwindet, einen Spaziergang zu unternehmen, wird ihre größte Angst Realität – die Zwillinge werden entführt. Die Handlung von „Kalte Wasser“ ist im Grunde genau das, was eigentlich bereits im Klappentext steht. Die Geschichte lebt nicht von Komplexität sonder von Düsterheit und der ständigen Frage, womit wir es hier zu tun haben. Sind all diese Vorgänge nur die Ausgeburt einer psychisch labilen Frau oder ist hier tatsächlich eine übersinnliche Macht am Werk? Melanie Golding füttert beide Theorien gleichmäßig und überlässt es dem Leser, was er glauben möchte. Ich mochte das Konzept dieses Thrillers sehr gerne, da es mal etwas Anderes war. Ich bin nicht der größte Fan von Mystery Krimis aber hier hat mir gut gefallen, dass es genauso viele Gründe gibt, die für eine logische Erklärung sprechen als dagegen. Für mich war „Kalte Wasser“ durchweg sehr spannend und fesselnd zu lesen und die detaillierte Beschreibung der Umgebung, sei es die psychiatrische Einrichtung, in die Lauren eingeliefert wird oder der einsame Wald und das geflutete Dorf, verstärkten den Grusel, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Ein sehr gelungenes Debüt!

2

Die Umsetzung konnte mich nicht überzeugen. Hätte Potenzial gehabt. *** Mein Kind gegen dein Kind. Ein Tausch der Lauren, die gerade Zwillinge bekommen hat, mitten in der Nacht von einer Fremden vorgeschlagen wird. Lauren kann der Frau entkommen und bittet die Polizei um Hilfe. Doch dort wird der Vorfall nur belächelt. *** Wenn man schwanger ist und dieses Klappentext liest ködert das nochmal ein bisschen mehr. Wir grauenhaft ist die Vorstellung sein Kind einzutauschen? Und noch schlimmer, wenn einem niemand glaubt. Bei diesem Buch tue ich mich sehr schwer mit einer Rezension. Irgendwie konnte es mich am Ende nicht einfangen. *** Was gut war an dem Buch war für mich eigentlich nur der Schreibstil. Denn der ist simpel und unterhaltsam. Genau so wie ich mir einen guten Krimi/Thriller vorstelle. Man liest recht schnell durch die Seiten was ich immer als sehr angenehm empfinde. *** Wo war jetzt aber mein Problem mit dem Buch? Eigentlich war es die Geschichte. Ist ist nun Übernatürlich oder nicht. Hier fehlt für mich komplett die Aufklärung. Es ist ok wenn ein Krimi mit übernatürlichen Elementen arbeitet oder sie ausräumt. Aber ich wüsste schon gerne woran ich bin. Das fehlte mir bei dem Buch ein wenig. *** Mein zweites Problem waren die zwei Protagonistinnen. Beide für mich leider nicht glaubhaft. Sie haben mich leider beide wirklich genervt - das, gepaart mit der Geschichte die Potenzial gehabt hätte, aber dieses nicht ausschöpft, war eher mühsam. Wirklich schade, denn der Klappentext hörte sich sehr gut an. Für mich eher ein Fehlgriff.

1

DNF nach ca. 170 Seiten Lauren, die gerade Mutter von Zwillingen geworden ist hat bereits in der ersten Nacht im KH ein alptraumhafte Begegnung mit einer Frau, die ihre Kinder gegen zwei andere austauschen will. Dieses Erlebnis verfolgt sie danach, obwohl ihr niemand richtig Glauben zu schenken scheint. Vor jedem Kapitel kommt ein kurzer Auszug aus einer Sage/Märchen zum Thema Feen/Wechselkinder, und die Folge der Kapitel ist nach einem kurzem Einschub zum Finale hin chronologisch nach der Geburt. Das Buch fängt interessant an, doch ebbt schnell ab und die Thematik hat mich leider nicht gepackt. Der absolut unsympatische, empathielose Ehemann war dann die Krönung und hat u.a. dazu geführt, dass ich das Buch nicht zu Ende lesen wollte.

4

„Kalte Wasser“ ist der Debütroman von Melanie Golding, die in Bath Kreatives Schreiben studierte und ihre Fähigkeiten in ihrem Erstlingswerk seh rgut zur Geltung bringt. Den Einstieg in die Geschichte fand ich zunächst ein wenig langatmig und im Nachhinein mit all den Details zur Geburt der Zwillinge auch ein wenig überflüssig, doch hat man diese Szene hinter sich gebracht, nimmt die Erzählung deutlich an Fahrt auf. Es ist schwierig, etwas über das Geschehen zu schreiben, ohne zu viel zu verraten, aber – was man vielleicht vorher wissen sollte – es gibt ein phantastisches Element, das diesen Roman eher bei „Magischer Realismus“ als bei „Psychothriller“ ansiedelt. Mir hat genau das ausgesprochen gut gefallen, aber ich bin auch ohne jegliche Erwartung an dieses Buch herangegangen und war deshalb sehr überrascht, wie gut der Autorin dieser Spagat gelungen ist. Auch die Hauptcharaktere waren sehr recht gut ausgearbeitet, insbesondere Lauren, doch auch Harper ist eine Figur mit Tiefe. Lediglich Laurens Mann blieb für mich ein wenig widersprüchlich. Sah es anfangs so aus, als wolle er seine Frau mit den Kinderns am liebsten allein lassen, so kümmerte er sich später jedoch aufopferungsvoll um seine Familie. Diesen Wandel konnte ich nicht ganz nachvollziehen, war aber für mich eher nebensächlich. „Kalte Wasser“ ist ein gelungenes Debüt, das Lust auf mehr von dieser Autorin macht.

3

Lauren und Patrick sind frisch gebackene Eltern von Zwillingen geworden. Lauren hat sich kurz nach der Geburt noch nicht in ihrer neuen Rolle eingefunden, als pltzlich mitten in der Nacht eine Frau an ihrem Krankenhausbett steht. Sie mchte eines von Laurens Kindern gegen eines von ihren tauschen. Lauren schlgt Alarm, doch weder das Sicherheitspersonal des Krankenhauses noch die Polizei finden Spuren der seltsamen Frau. Im Gegenteil  man denkt, dass Lauren sich alles nur eingebildet hat. Lediglich der Ermittlerin Harper kommt der Fall komisch vor und sie beginnt gegen die Anweisung ihres Chefs zu ermitteln Titel und Cover haben mich im ersten Moment an einen Thriller glauben lassen, jedoch ist Kalte Wasser ein Roman, oder vielmehr ein Spannungsroman mit einem leicht mystischen Touch. Die Autorin spielt recht geschickt mit einer Mischung aus Spannung, Drama, psychologischen Spielchen und das ganze gefut auf alten Mythen. Die Mischung ist wirklich gut gelungen, da man so nie ganz wusste in welche Richtung man sich bewegt. bernatrlich  oder spielt tatschlich nur jemand seine Spielchen mit der Hauptprotagonistin? Im Buch lesen wir die Geschichte im Wechsel aus Laurens und Harpers Sicht. Laurens Gefhlswelt wurde sehr eindrcklich beschrieben. Ein paar Rckblenden auf die Schwangerschaft, die Geburt und wie sich dadurch auch ihre Beziehung zu ihrem Ehemann ndert. Auch Laurens Probleme mit der Eingewhnung in die Mutterschaft fand ich gut dargestellt. Unsere Polizistin Harper hingegen wurde hinsichtlich ihrer Polizeiarbeit zwar gut beschrieben, ihr persnliches Leben blieb jedoch etwas auf der Strecke, obwohl es da sehr viel mehr Potenzial gegeben htte. Das Buch spielt auf jeden Fall mit den Gefhlen des Lesers, denn ich wusste im Laufe der Story nie, ob Lauren nun tatschlich all diese Dinge erlebt hat oder sie doch nur Hirngespinste waren. Einerseits wurde alles sehr real beschrieben, aber andererseits war es unmglich, sofern man sich nicht auf etwas bernatrliches einlassen wollte. Das Ende des Buches war etwas  offen. Wer also von einem Buch erwartet am Ende alle Fragen zu beantworten, der knnte hier etwas unzufrieden sein. Ich habe es jedenfalls so verstanden, dass es durchaus nicht nur eine Deutungsmglichkeit gibt. Oder ich habe einfach das ganze Buch nicht verstanden. Ihr seht also  ich bin etwas hin- und hergerissen. Einerseits mochte ich die Atmosphre und Spannung des Buches, aber andererseits bin ich am Ende einfach ein wenig ratlos.

3

Tolles Thema, die Umsetzung ist ok Worum geht es? Der Roman von Melanie Golding handelt von einer jungen Frau namens Lauren, die zu Beginn des Romans ihre Zwillinge zur Welt bringt. Nach den ganzen Strapazen der Geburt fühlt sich Lauren nicht nur müde und ausgelaugt, sondern zudem der neuen Situation völlig ausgeliefert und überfordert. Dann erscheint ihr nachts im Zimmer des Krankenhauses eine in schmutzige Lumpen gekleidete, seltsame Frau, die ihr einen Handel vorschlägt. Sie möchte Laurens Zwillinge gegen ihre eigenen tauschen. Lauren ist völlig entsetzt von diesem Vorschlag, und kann sich nur noch mit Mühe gegen den Übergriff der seltsamen Frau wehren. Sie schafft es ihre Neugeborenen zu retten. Doch scheint ihr nach diesem Vorfall keiner so richtig zu glauben, denn bis auf Lauren hat die unheimliche Frau niemand gesehen. Nachdem immer mehr seltsame und unheimliche Vorfälle passieren, ist Lauren völlig überzeugt, dass ihre Kinder vertauscht worden sind. Und nun fragt sich nicht nur Lauren, sondern auch Sergeant Harper, was real ist und was nur die Einbildung einer psychisch labilen Frau. Meine Meinung zum Buch: Die Thematik des Mystischen und die Sage um die Wechselbälger hat mich bei diesem Roman direkt angesprochen. Der frühere Glaube, dass der Teufel, unheimliche Wesen und Ähnliches das eigene Kind gegen ein äußeres identisches, aber völlig fremdes Kind eintauschen würden, ist stark mit der Wochenbettpsychose verknüpft. Auch in „Kalte Wasser“ ist die ganze Zeit nicht klar, ob Lauren tatsächlich etwas Übernatürliches erlebt hat, oder eher unter einer psychischen Störung leidet. Und mit dieser Ungewissheit spielt dieser Thriller. Der Schreibstil und die unheimliche und düstere Stimmung des Romans passen hervorragend zur Thematik. Golding schreibt flüssig, klar und ihr Formulierungen sind so bildhaft, dass die schaurigen Szenen sehr lebendig wirken. Allerdings gibt es einige blutige und ziemlich eklige Passagen, die nichts für schwache Nerven sind. Auch die Spannung durchzieht den Roman durchweg, gerade zum Ende des Thrillers steigt das Spannungsbarometer noch mal in die Höhe. Das Ende war jedoch absehbar und konnte leider nicht mehr völlig überzeugen. Als störend empfinde ich zudem einige teilweise sehr unlogische und absurde Szenen, die für mich nicht nachvollziehbar waren. Einige Szenen wiederum hätte ich gerne aus der Perspektive einer anderen Figur gesehen. Besondere Momente wurden manchmal übersprungen, die man gern miterlebt hätte und nun der Fantasie des Lesers überlassen worden sind. Mit den Figuren konnte ich auch nicht richtig warm werden. Lauren ist und bleibt ein Mysterium und für mich nicht richtig greifbar. Die restlichen Figuren sind oftmals unsympathisch, lediglich Sergeant Harper kann durch ihre Art einige Sympathie-Pluspunkte für sich gewinnen. Jedoch hat mich die angedeutete Lovestory, in der sie verwickelt war, etwas genervt. Fazit: Das Thema hat mich gereizt und wurde hervorragend im Thriller eingebaut, die Umsetzung konnte jedoch nicht völlig überzeugen. Für alle, die gern unheimliche Thriller lesen und auch mit dem Wechselbalg-Thema etwas anfangen können, kann ich „Kalte Wasser“ jedoch empfehlen.

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