Vergiss mich

Vergiss mich

Hardback
4.5169

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Description

»Wann hat jemals ein Romancier derart offen und wahrhaftig über die Liebe eines Mannes zu seiner Mutter geschrieben? Das ergreifendste Buch dieses Jahres, wenn nicht gar seit sehr langer Zeit!« Björn Hayer, Cicero

Es ist Sommer. Alex Schulman kommt ins Landhaus seiner Mutter, um sie davon abzuhalten, sich zu Tode zu trinken. Und sie zu überzeugen, sich in eine Entzugsklinik einzuweisen. Und er fragt sich: Was genau ist passiert, wie ist aus der schillernden, liebevollen Mutter dieses geisterhafte Wrack geworden? In Erinnerungen erzählt Alex Schulman vom Auseinanderbrechen der Beziehung zwischen Mutter und Sohn und vom verzweifelten Versuch des erwachsenen Kindes, ihr die Hand zu reichen, als die Kluft zwischen ihnen am größten ist.

Eine ergreifende Erzählung von der Liebe eines Kindes zu seiner Mutter, über Co-Abhängigkeit, Sehnsucht und das Bedürfnis nach Versöhnung.

Die autobiographische Vorlage zum SPIEGEL-Bestseller ›Die Überlebenden‹.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
256
Price
23.70 €

Author Description

Alex Schulman, geboren 1976, ist einer der populärsten schwedischen Schriftsteller. Sein Roman ›Die Überlebenden‹, 2021 bei dtv erschienen, wurde in 30 Sprachen übersetzt. Mit ›Verbrenn all meine Briefe‹, bei dtv 2022, gelang ihm in Schweden 2018 der Durchbruch als literarischer Autor.

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31
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5

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

"Vergiss mich" von Alex Schulman ist ein außergewöhnlich berührendes Buch, in dem sich der Autor mit großer Sensibilität mit der Alkoholabhängigkeit seiner Mutter auseinandersetzt. Die autobiografische Erzählung beeindruckt durch schonungslose Ehrlichkeit und einen wunderschönen, sanften Schreibstil. Trotz der Schwere des Themas und des dargestellten (unmöglichen) Benehmens der Mutter spürt man in jeder Zeile das große Herz des Autors für seine Mutter, man leidet und hofft mit ihm. "Vergiss mich" ist ein aufwühlendes, lesenswertes Buch, das ich allen empfehle, die sich von einer authentischen, emotionalen Familiengeschichte mitreißen lassen möchten. Definitiv mein Jahreshighlight für 2025!

5

Schmerzhaft-intime Erinnerungen an die Zerstörungskraft von Alkohol und dem Verschwinden vor dem Sterben - schonungslos-ergreifend!

5

Dieser Roman erschien in Schweden bereits 2016 und wurde nun ins Deutsche übersetzt. Es ist die autobiografische Geschichte von Alex Schulman. Seine Mutter ist abhängig vom Alkohol und das prägt ganz seine Kindheit und ihn unterbewusst auch im Erwachsenenalter. Als er erwachsen ist, will er seine Mutter dazu bringen den Alkohol aufzugeben. Nach über dreißig Jahren Abhängigkeit, ist das nicht ganz so leicht. Das Buch hat einen traurigen, melancholischen Ton. Alex lernt schon sehr früh seine Mutter nicht zu stören, kennt genau die Zwischentöne von ihr und weiß wie er mit ihr umgehen muss, um Ärger aus dem Weg zu gehen. Das behält er sich bei aber einfach ist es nicht. Die Mutter stößt ihn weg, macht ihm Vorwürfe, doch er ist immer da für sie. Die Mutter war nicht immer so. Früher war sie liebevoll und fürsorglich aber allmählich verschwindet diese Mutter immer mehr. Übrig bleibt die Frau, die im Schlafzimmer liegt und nicht gestört werden soll, mit ihrer unberechenbaren Wut und den unkontrollierten Ausbrüchen. Wie gewohnt von Schulman, ist auch das ein sehr ergreifendes Buch, noch dazu offenbart er sich hier selbst. Zu den melancholischen Tönen kamen dann auch noch versöhnliche dazu. Schulman klagt nicht an, sondern sucht nach Gründen. Kraftvoll, eindringlich, unfassbar traurig. Genau meins, deswegen auch eine ganz klare Leseempfehlung.

5

Mit „Vergiss mich“ hat Alex Schulman erneut ein zutiefst bewegendes, autobiografisches Werk geschrieben, das – auf Schwedisch bereits 2016 veröffentlicht – nun auch auf Deutsch erschienen ist. In seinem Roman widmet er sich einmal mehr dem Thema der transgenerationalen Traumata und zeigt, wie sich familiäre Verletzungen über Generationen hinweg fortschreiben. Schulman stellt dabei eindrucksvoll dar, wie Vergangenheit niemals komplett vergangen ist – schon gar nicht im Kern der eigenen Familie. Im Zentrum des Buches steht die Beziehung zu seiner Mutter, Lisette Schulman – eine Verbindung, die von Alkoholismus, emotionaler Kälte, Ignoranz und Wut geprägt ist. Schulman begibt sich auf eine schmerzhafte Reise in seine Kindheit und Jugend, in der das Schweigen lauter war als alles andere. Eindrücklich schildert er außerdem, wie sehr er selbst (bis ins Erwachsenenalter) von den Stimmungen seiner Mutter abhängig war; und wie sehr er sich gleichzeitig für diese verantwortlich gefühlt hat. „Was meine Mutter angeht, kann ich fünfzehn Schritte vorausschauen. Ich weiß, dass sie wütend werden wird, noch bevor sie es selbst weiß.“ (S. 18) Was mich an diesem Buch (mal wieder) besonders beeindruckt hat, ist Schulmans Fähigkeit, seine eigene Geschichte mit sprachlicher Sensibilität und emotionaler Tiefe zu erzählen. Man wird unweigerlich in ein Netz aus Schuld, Schweigen, Verlorenheit gezogen – und spürt trotz allem irgendwo Liebe. Es ist ein Buch, das unter die Haut geht, das aufwühlt, verstört, und letztlich irgendwie auch tröstet. Auch wenn man sich - ebenso wie Schulman selbst - fragt: „Wie kann [er] nach alldem noch ihr Sohn sein und sie [seine] Mutter?“ (S. 128). „Vergiss mich“ ist ein absolut empfehlenswertes Buch: hoch emotional, berührend und intensiv. Wer sich auf diese intensive Reise einlässt, taucht tief in die Familiengeschichte Schulmans, aber ebenso generell in die Thematik der (Alkohol-)Abhängigkeit und der Co-Abhängigkeit zwischen Eltern und Kindern ein.

5

Liebe eines Kindes zu seiner Mutter, Co-Abhängigkeit, Sehnsucht, Bedürfnis nach Versöhnung »Herzzerreißend, klarsichtig und kraftvoll.« AFTONBLADET Mein Leseeindruck: Alex Schulman fährt mit seinem Bruder zum Landhaus, um seine Mutter abzuholen, welche sich vor Ort mit dem anderen Bruder zerstritten hat. Jahrelang geht das nun so, die einst glanzvolle Mutter, erfolgreich im Beruf, Mutter von drei smarten Söhnen hat sich phasenweise nicht im Griff und verfällt dem Alkohol. Die Kinder stets ihren Launen ausgesetzt, eine Familie, die dennoch zusammenhält und festhält, aushält. Der Ehemann, der ursprünglich der anstrengendere war, begründet aus einem stressigen Job, stirbt irgendwann und auch ihr Job wird ihr gekündigt. Die Mutter gibt sich auf. Als die Kluft am Größten ist, versucht Alex dennoch die Mutter zu retten, sich zu versöhnen, auszusprechen, weil ihn alles, seine Kindheit, seine Wunden immer wieder einholen. Schaffen sie es? Ein ganz authentisches, autobiographisches Buch zu einer alkoholkranken Mutter, deren Wunden sich im eigenen Elternhaus begründen, nichts ungewöhnliches, aber dennoch so kraftvoll, gut und nahbar von Alex Schulman erzählt. Ich bin ein neuer Fan und sein sprachliches Können wurde ihm definitiv von seiner Mutter vererbt. Cover und Titel finde ich ansprechend und passend. Fazit: Eine unfassbar ergreifende Geschichte von der Liebe eines Kindes zu seiner Mutter. Absolute Leseempfehlung. Ein Highlight für mich dieses Jahr! Eure Claudia —>speichere dir das Buch am Besten für deinen nächsten Lesemonat!

4.5

"Die Überlebenden" habe ich erst kürzlich gelesen und "Vergiss mich" nun aus der Bibliothek ausgeliehen, ohne mich vorher mit dem Inhalt genauer zu beschäftigen. Und dann war ich erstmal irritiert: so etwas ähnliches hatte ich von ihm doch gerade erst gelesen. Und es ist so: "Vergiss mich" wurde in Schweden vor den anderen Büchern schon 2016 veröffentlicht (deutsch übersetzt erst dieses Jahr) und es ist autobiographisch, eine Suche nach dem Verhältnis zwischen ihm und seiner Mutter, geschrieben bald nach ihrem Buch. Die nachfolgenden Bücher sind autofiktional und so finden sich ähnliche Gefühle und Beschreibungen überall wieder. Alex Schulman beobachtet sehr fein und kann Emotionen in extrem schönen Worten beschreiben. Sehr eindrücklich ist, wie sich die Unvorhersehbarkeit in den Reaktionen seiner Mutter auf ihn und auf ihr Verhältnis ausgewirkt haben. Das zu lesen war auch für mich als Mutter lehrreich.

5

VERGISS MICH Alex Schulman „Ich wurde zwischen Mamas und Papas Launen eingequetscht und lernte, dass es am besten war, zu schweigen. Ich bin still und vielleicht auch traurig, seit ich dreizehn war." (S. 122) In Alex Schulmans neuestem autobiografischem Buch steht seine Mutter Lisette Schulman im Zentrum. In eindringlichen Rückblicken erzählt der Autor von ihrer Entwicklung – von einer einst liebevollen Mutter hin zu einer vom Alkohol gezeichneten Frau. Jung ist sie, als Lisette den deutlich älteren Mann – Schulmans Vater – heiratet. Gemeinsam bekommen sie drei Söhne. Doch mit den Jahren verändert sich etwas: Lisette beginnt zu trinken. Dieses Problem wird jedoch in der Familie nie offen benannt. Stattdessen hört man im Hause Schulman immer wieder denselben Satz: „Mutter fühlt sich heute nicht, sie ist krank.“ Ihre Ausbrüche, ihre Launen, ihr verletzendes Schweigen – all das wird kommentarlos hingenommen. Die Kinder werden zu feinfühligen Seismografen der mütterlichen Stimmung, bemüht, zu besänftigen, zu retten, zu verstehen. Doch meist vergeblich. Trotz fehlender Nähe, Zärtlichkeit oder Zuspruch geben die Kinder die Hoffnung auf die Liebe ihrer Mutter nie auf. Auch Jahrzehnte später hat sich kaum etwas verändert. Lisette trinkt mehr denn je, begegnet ihrem Sohn und seinen Töchtern mit Kälte und Missachtung. Und doch buhlt der erwachsene Alex weiter – um Aufmerksamkeit, um eine Verbindung, um ein Stück Anerkennung. Dieses Buch ist keine leichte Lektüre. Es ist schmerzhaft, ehrlich und tieftraurig. Ein Porträt einer Frau, die – geprägt von ihrem Vater, dem Schriftsteller Sven Stolpe – offenbar nie gelernt hat, was Liebe und Empathie bedeuten. Ich empfinde großen Respekt für Alex Schulmans Frau, die diese zerstörerische Mutter-Sohn-Dynamik über lange Zeit miterlebt hat. „Vergiss mich“ ist kein Wohlfühlbuch. Aber Schulmans lebendiger, eindringlicher Schreibstil hat mich durch die Seiten getragen. Fazit: Ein aufwühlendes, lesenswertes Buch, das ich wärmstens weiterempfehle. 5/5 Sterne

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5

Großartig!

Alex Schulman schreibt autobiographisch über seine Kindheit, in der die Alkoholkrankheit seiner Mutter beginnt und die Folgen, die bis ins Erwachsenenleben Jahrzehnte später fortdauern. Das Thema wurde verschwiegen, war tabu für den Vater und seine zwei Brüder und machte ihn selbst still und vielleicht auch traurig, seit er 13 war. Ein unfassbar ehrliches Buch über Abhängigkeit und Co-Abhängigkeiten, seelische Verletzungen, Sprachlosigkeit, Verlust von Gefühlen, tiefgreifende Beziehungstraumata und den verzweifelten Versuch, sich einander wieder anzunähern, vielleicht zu versöhnen, aufzuarbeiten, sich selbst und die Familienbeziehungen offenzulegen und der Versuch zu verstehen. Dabei ist das Buch keineswegs nur herzzerreißend, sondern auch hoffnungsvoll und ermutigend für uns alle, Verdrängungmechanismen zu durchbrechen und aufzuarbeiten, um sich zu befreien. Fesselnd und zutiefst menschlich, berührt dieses Buch sehr und hallt noch lange nach Lektüreende nach. Inhaltlich und sprachlich eine unbedingte Leseempfehlung .

5

Ich hatte es nicht anders erwartet: Auch dieses Buch von Alex Schulman hat mir sehr gut gefallen. Er erzählt darin von der Beziehung zu seiner geliebten Mutter, die über 30 Jahre lang schwer alkoholkrank war. Den Versuch, sie zu einem Entzug zu bewegen. Dem Zerwürfnis darüber. Und schließlich der zaghaften Wiederannäherung danach. Sehr bewegend und wundervoll geschrieben.

5

Autobiographische Leidensgeschichte Wer das Pech hat, einen Alkoholiker in der Familie zu haben, wird sich in diesem Bericht wiederfinden. Wer einen Menschen näherkommen will, dessen Eltern Alkoholiker sind, wird sie oder ihn nach der Lektüre besser verstehen. Die Unberechenbarkeit und Peinlichkeit von Alkoholikern ist für Angehörige eine übergroße Last. Die Mutter des Autors war süchtig und machte ihren drei Kindern das Leben zur Hölle. Grund: Sie selbst wurde in ihrer Kindheit stark traumatisiert. Trinker und Nichttrinker lest dieses Buch. Und danach vom gleichen Autor die beiden Bücher Die Überlebenden Verbrenn all meine Briefe

Alkoholiker dieser Welt werdet trocken. Stürmt die Schnapsfabriken, brennt die Brauereien nieder, vertreibt die Winzer. Schenkt in euren Masskrügen auf den Oktoberfesten nichts anderes mehr aus als Saft, Limo oder Wasser. Denkt an die Kinder!

5

Schmerzhaft und tief berührend!

"Wir reisen in die einzige Zeit unseres Lebens, in der wir ganz waren, denn dort fühlen wir uns geborgen. Das ist die helle Erklärung. Die dunkle lautet, dass wir zu dem Schmerz zurückkehren, den wir verdrängt haben. Dass wir uns zwingen, ihm nocheinmal zu begegnen, um endlich heilen zu können." Und genau das tut Alex Schulmann in diesem autobiographischen Text - dem Schmerz nocheinmal begegnen. Es ist kein Roman, sondern das Aufarbeiten seiner Lebensqualität. Unglaublich ehrlich, schmerzhaft und tief berührend erzählt er davon, wie die Alkoholsucht seiner Mutter seit dem Kindheit sein Leben beeinflusst und geformt hat. Immer auf der Suche nach Erklärungen und dem tiefen Wunsch nach Liebe und Aussöhnung. Immer zwischen Liebe und Ablehnung, Hoffnung und Angst, liebevollen Gesten und schmerzhaftem Schweigen. "Alles, was wir zusammen erlebt hatten, wir erwähnten es mit keinem Wort" Das hat mich zutiefst berührt. Ich habe mitgeweint und mitgelitten. Und wollte oft den kleinen Alex fest in die Arme nehmen. Sprachlich so wundervoll erzählt und durch Fabian Busch einfach perfekt gelesen. Ganz große Empfehlung!

5

Autobiographie -Das Leben mit einer alkoholabhängigen Mutter

Alex Schulmann gehört schon länger zu meinen absoluten Lieblingsautoren. Auch in diesem autobiographischen Roman wird ein Stück seiner Familiengeschichte aufgearbeitet. Diesmal steht das Leben seiner Mutter im Vordergrund, bzw. ihre Alkoholsucht und das schwierige Miteinander in der Familie. Alex Schulmann versucht rückblickend die Ursache bzw. den Ausgangspunkt zu analysieren, an dem aus seiner liebevollen Mutter "die Frau im Schlafzimmer" wurde. Wie das Tabuthema über mehrere Jahrzehnte wie ein Damoklesschwert über den drei Brüdern hängt und deren Leben zumeist negativ beeinflusst. Auch diese Geschichte hat mich wieder zutiefst bewegt. Zu lesen, wie die Kinder sich nach und nach Rituale und Verhaltensmuster aneignen müssen, um möglichst den Frieden in der Familie aufrecht zu erhalten und um das "große Geheimnis" um die Sucht der Mutter vor der Außenwelt zu verbergen, hat mich sehr mitgenommen. Trotz der schweren Thematik, war dieser Roman aber wieder ein absolutes Lesehighlight!

5

Schulmann kriegt mich einfach immer wieder. Auch wenn „Endstation Malma“ mein bisheriger Favorit ist, steht „Vergiss mich“ den bisher auf Deutsch erschienenen Veröffentlichungen in nichts nach. Ein wirklich besonderer und begnadeter Schriftsteller.

4

“Vergiss mich” von Alex Schulman (ins Deutsche übersetzt von Hanna Granz) ist ein autobiografisches Werk über die durch Alkoholismus geprägte Beziehung des Autors zu seiner Mutter. Schulman geht hier auf das schwierige Verhältnis der beiden zueinander ein und ergründet dabei sowohl die Ursachen als auch die Auswirkung auf sich selbst. Das Buch ist sehr anrührend geschrieben und bringt Nichtbetroffenen näher was es heißt, das Kind einer alkoholabhängigen Person zu sein, wie es sich auf die gesamte Kindheit und eigene Persönlichkeitsentwicklung auswirkt. In dieser detaillierten Vielschichtigkeit bin ich mit diesem Thema bislang nicht in Berührung gekommen und finde die Schilderung der Dynamiken der Familienmitglieder untereinander emotional packend, aber auch unglaublich traurig. Insbesondere die Schilderungen der vielen Erlebnisse in seiner Kindheit, in der Schulman emotionale Zurückweisung erfahren hat, sind sehr bewegend. Auch wenn man ihn als Autor/öffentliche Person bislang nicht kannte, ist dies ein augenöffnendes und lesenswertes Werk. *Das Buch wurde mir kostenfrei von netgalley zur Verfügung gestellt.

5

Darum geht es: In Alex Schulmans autobiografisch geprägtem Roman steht das schwierige Verhältnis zwischen Mutter und Sohn im Zentrum. Der Erzähler blickt zurück auf eine Kindheit voller emotionaler Unsicherheit und dem Schweigen über die Alkoholerkrankung der Mutter In einem von Sprachlosigkeit geprägten Familienklima lernen die Kinder, auf jede Regung der Mutter zu achten, immer in der Hoffnung, ihre Liebe zu gewinnen. Jahre später kehrt der Sohn als Erwachsener ins Sommerhaus der Mutter zurück, um sie vom Trinken abzuhalten und zu einem Entzug zu bewegen. Diese Begegnung wird zur schmerzhaften Rückschau. Wie wurde aus der einst lebensfrohen Frau ein Schatten ihrer selbst? Mein Leseeindruck: Alex Schulman legt mit diesem Buch ein Werk vor, das man nicht einfach liest, sondern es wird erlebt, durchlitten und nachempfunden. Selten gelingt es Autorinnen, familiären Schmerz so ungeschönt und gleichzeitig so literarisch stark greifbar zu machen. Der Autor schreibt mit einer Ehrlichkeit, die fast weh tut. Seine Sprache ist klar, zurückhaltend und gerade dadurch so wirkungsvoll. Jeder Satz trägt die Schwere der Erinnerung, und doch klingt nichts pathetisch. Was dieses Buch so besonders macht, ist seine emotionale Wucht. Es geht nicht um lautes Drama, sondern um das leise Zerbrechen zwischen den Zeilen. Eine Mutter, die sich über Jahre hinweg verliert, in sich selbst, im Alkohol, und ein Sohn, der nie aufhört, sich nach ihrer Liebe zu sehnen. Die Schilderung dieser Beziehung trifft ins Mark. Trotz aller Schwere hat das Buch auch helle Momente. Es ist der Blick des Erwachsenen, der versucht zu verstehen, der dem Schmerz Worte gibt und dem Schweigen der Vergangenheit endlich eine Stimme. Genau darin liegt etwas Tröstliches Vergiss mich hat mich gefesselt, berührt und überwältigt. Wer sich auf diese Geschichte einlässt, wird nicht unberührt bleiben. Es ist ein tieftrauriges, gleichzeitig aber auch sehr menschliches Buch. Und vielleicht gerade deshalb: WUNDERSCHÖN! Fazit: 5/5 ⭐️ Ein schmerz ich ehrliches, berührendes Buch über familiäre Wunden.

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5

Intensiv, erschütternd, unvorstellbar

Wie eindringlich diese Krankheit der Mutter und die vorhandene Co-Abhängigkeit der Familie (vor allem der Kinder) beschrieben wird. Alkoholismus ist so zerstörerisch, da vor allem die drei Jungs in dieser Geschichte das ambivalente Verhalten (je nach Grad des Alkoholpegels bzw. der Katerstimmung)) am eigenen Leib spüren. Mal macht die Mutter scherze, verteilt Süßigkeiten oder bereitet etwas für den Fernsehabend vor, an anderen Tagen reagiert die aggressiv und abweisend. Nie sind sich die Kinder sicher, wie die Mutter auf gleich erscheinende Situationen reagiert. Erschütternd fand ich die Passage, wo der Vater den Sohn "übers Knie legt", diese Art von Gewalt war dem Axel Sch. (AUTOBIOGRAPHIE) klarer, als der Terror der Mutter durch den Alkohol. Alkohol ist und bleibt eine Droge!

5

Es hat mich zerstört und gleichzeitig auch wieder ein wenig zusammengeflickt... Alex Schulmann wird langsam zu einem meiner Lieblingsautoren...

5

Wieder großartig ! Über die lebenslange unerfüllte Sehnsucht nach bedingsloser Mutterliebe in einem vom Alkohol geprägten Umfeld.

In dieser Autobiographie schildert Schulman schonungslos seine von der (über 30 Jahre währenden) Alkoholsucht seiner Mutter geprägte Kindheit und dessen Auswirkungen bis ins Erwachsenenalter. Es ist der erschütternde Kampf, sich der Mutter anzunähern - der liebevollen Mutter aus den frühen Kindheitstagen - trotz aller seelischen Grausamkeiten, der explosionsartigen Wutanfälle, dem Hass und der Missachtung, der Unberechenbarkeit und Erniedrigung, die Schulman im Laufe seines Lebens durch seine suchtkranke Mutter erfahren hat. Man kommt nicht umhin, die Mutter zu verurteilen, die ihre Kinder zu Komplizen ihrer Sucht macht, deren ganzes Leben überschattet ist von der Unzuverlässigkeit und Kälte der Mutter. Schulman swicht zwischen dem damaligen aktuellen Geschehen ( man versucht die Mutter im Alter von 61 Jahren von einer Therapie zu überzeugen) und Retrospektiven aus seiner Kindheit, die oft nur schwer zu ertragen sind. Zum Ende begreift man aufgrund der Schilderung der eigenen lieblosen, rohen Kindheit Lisette Schulmans die dramatischen Zusammenhänge + Familienumstände, die sie vllt. zu dem verlorenen Menschen gemacht haben, der sie war. Beeindruckt hat mich zu Beginn des Buches die Widmung Schulmans an seine beiden Brüder, in der er betont, dass das Geschriebene seine persönliche Sicht ist und nicht mit der der Brüder übereinstimmen muss . Das Buch hört dort auf, wo der Roman "Die Überlebenden" (ein ebenfalls absolut lesenswertes Buch) beginnt : nach der Beerdigung der Mutter, als sich die Brüder im Sommerhaus der Familie treffen. Mein 3. Buch des Autors - bislang haben mir alle sehr! gefallen 👌. Große Leseempfehlung.

Wieder großartig ! 

Über die lebenslange unerfüllte Sehnsucht nach bedingsloser  Mutterliebe in einem  vom Alkohol geprägten Umfeld.
5

Tief beeindruckt!

Wie der Autor seine eigenen Gefühle und seine eigene Ohnmacht angesichts der Alkoholsucht seiner Mutter und seine eigene Co-Abhängigkeit beschreibt geht unter die Haut! Die Liebe eines Kindes zu seinen Eltern ist so tief und kann so viele Katastrophen produzieren- und ist gleichzeitig prägend für vieles im Leben… trotz allem ist das Ende versöhnend, wenn auch traurig.

5

Ein berührendes Buch über die Beziehung von Alex Schulmann zu seiner alkoholkranken Mutter. Die Sucht der Mutter hat die Kindheit von Alex und seinen beiden Brüdern nachhaltig geprägt und zeigt bis ins Erwachsenenalter große Auswirkungen. Das Aufwachsen in einer dysfunktionalen Familie, welches von Co-Abhängigkeit und dem Tabu des Alkoholkonsums der Mutter massiv beeinflusst wurde, wird schonungslos beschrieben. Die Verzweiflung, der Mutter nicht mitteilen zu können, wie sehr der Autor darunter gelitten hat und wie stark er durch ihr Verhalten verletzt wurde, ist greifbar. Ich denke, dieses Buch ist Teil eines Heilungsprozesses des Autors. Allerdings kann der Konflikt durch den dann doch unerwarteten Tod der Mutter nicht aufgelöst werden, aber ich glaube, er hat auf diese Art und Weise des Umgangs damit einen Weg gefunden, eine Form des Friedens mit seiner Lebensgeschichte zu erreichen.

4.5

Tiefsinnig & wichtig! Erschütternde Story über eine alkoholkranke Mutter & die Suche nach Versöhnung. Packend.

In diesem autobiografischen Roman versucht Lex Schulman, seine alkoholkranke Mutter zu verstehen. Er nimmt den Leser mit auf eine Reise in seine Kindheit, die von der Unberechenbarkeit der Mutter geprägt war, und beschreibt den Versuch im Hier und Jetzt, sie zu einem Entzug zu bewegen. Es ist die Geschichte einer schmerzhaften Loslösung und der gleichzeitigen tiefen Sehnsucht nach mütterlicher Liebe. Meine Erfahrung: Dieses Buch ist absolut tiefsinnig. Schulman findet Worte für Gefühle, die oft schwer greifbar sind: die Scham, die ständige Wachsamkeit eines Kindes und die Last der Verantwortung, die man als Sohn für seine Eltern übernimmt. Es ist kein leichtes Thema, aber ein extrem wichtiges. Die Ehrlichkeit, mit der er die Abgründe seiner Familie beleuchtet, hat mich tief bewegt. Für mich ein absolutes Jahreshighlight, das noch lange nachhallt. Fazit: Eine hochemotionale Lektüre, die wehtut, aber gleichzeitig heilsam sein kann. Ein Muss für jeden, der tiefgründige Familienporträts schätzt.

5

Ein Buch für Betroffene und Interessierte. Absolut lesenswert 🖤

„Vergiß mich“ ist ein versöhnlicher autobiografischer Roman, über ein Leben mit einer alkoholkranken Mutter. Lisette Schulman trank über 30 Jahre und veränderte dadurch sich und das familiäre Umfeld. #alexschulman schildert mit präzisem Blick tägliche Situationen, die ihn als Kind verwirrten, verletzten und machtlos zuschauen ließen. Nachdem seine Mutter eine erfolgreiche Therapie durchlief, fanden beide wieder zueinander. Aber das Thema „Alkohol“ stand immer, wie ein riesiger Elefant im Raum. Nicht auf nachtragende Weise. Aber Lisette Schulman war nie bereit mit ihrem Sohn über das „Warum“ zu sprechen. „Vergiß mich“ hat mich sehr berührt. Die Veränderung der Mutter - Sohn - Beziehung und auch die Beobachtungsgabe und daraus resultierenden Überlebensstrategien von Kindern in Suchtfamilien, wird in #vergissmich treffend beschrieben und die über dem Alltag oszillierende Gefahr greifbar.

5

Eine Kindheit auf Eierschalen, die drei Jungen viel zu früh drängt, Verantwortung zu übernehmen und sich um die eigene Mutter zu kümmern.

Alex weiß genau, auf welche Anzeichen er achten muss, wann er aus dem Weg gehen sollte und wie er sich verhalten darf, um das manipulative und zugleich unberechenbare Verhalten seiner Mutter zu überleben. Alkohol zerstört Menschenleben. Und zwar nicht nur das derer, die ihn trinken. In ‚Vergiss mich‘ macht Alex Schulman die Bedeutung dessen spürbar. Erzählerisch hervorragend findet er eine Balance zwischen Parallelen und Gegensätzen, zwischen Kindheit und Erwachsensein, zwischen Liebe und Angst, zwischen sich und seiner Mutter. Den ganzen Dezember über hat mich Alex Schulmans Schicksal begleitet und lässt mich bis heute nicht los. Manche Zeilen treffen so persönlich und tief, dass sie eigenen Schmerz und Erinnerungen an die Oberfläche holen. Und trotz allem hält sich Alex an den wenigen guten Erinnerungen fest, die sich in der Fülle aller anderen fast fremd anfühlen. Als gehörten sie zu einem anderen Menschen. Wo Schweigen lauter ist als ein Schrei, ist die Welt nicht im Gleichgewicht. Dieses Buch ist ein Versuch, eine aus dem Gleichgewicht geratene Welt zu ordnen. Ein Versuch, endlich wieder durchzuatmen. Und frei zu sein. 📖 Übersetzt aus dem Schwedischen von Hanna Granz

Eine Kindheit auf Eierschalen, die drei Jungen viel zu früh drängt, Verantwortung zu übernehmen und sich um die eigene Mutter zu kümmern.
4.5

Ein sehr berührendes und erschütterndes Buch (biografisch) über die Auswirkungen einer Alkoholabhängigkeit der Mutter auf ihre Kindheit. Eine ausführliche Rezension ist auf meinem Instagramaccount seelich_buchliebe zu finden.

4

Ein autobiographischer Roman der zum Nachdenken anregt und einen Innehalten lässt 🥹

Ein autobiographischer Roman der zum Nachdenken anregt und einen Innehalten lässt 🥹
4

Bedrückendes Buch

5

» Es gab so viel Schweres an ihr, aber sobald es um Kunst oder um das Wort ging, schwebte sie leicht, ganz leicht über uns anderen. «

Alex Schulman schreibt in „Vergiss mich“ über das Leben mit seiner alkoholkranken Mutter. Er beschreibt die Gefühle, die er durchlebt hat, über Verhaltensmuster die sich heraus gebildet haben und wie die Familie mit diesem schwierigen Schicksal umgegangen ist. Der Roman hat mich sehr bewegt. Die Sprache ist klar und eindringlich, gleichzeitig unaufgeregt und sehr ehrlich. Ein stilles Buch, das nachdenklich macht und noch lange im Kopf bleibt.

» Es gab so viel Schweres an ihr, aber sobald es um Kunst oder um das Wort ging, schwebte sie leicht, ganz leicht über uns anderen. «
5

Berührendes Buch

Mich hat das Buch sehr berührt. Ich empfinde es als absolut lesenswert.

4

Ein sehr verletzlicher Einblick in eine Familie, der einem sehr nahe geht.

4.5

Sehr intensiv, sehr berührend

4

Mal ein ganz anderes Buch. Die Folgen von unbearbeiteten Problemen aus der Vergangenheit sind über mindestens drei Generationen zu spüren. Die Geschichte Spiel im südlichen Schweden in Stockholm und auf dem Land.

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