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Subtile Spannung, aber langatmig. Potential wurde nicht komplett ausgeschöpft. Inhalt: Jodi Bishop ist erfolgreiche Maklerin und lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Toronto. Da ihre Mutter an Parkinson erkrankt ist, beschließt sie eine Haushälterin für ihre alternden Eltern einzustellen. Die erfahrene, warmherzige Elyse scheint genau die richtige Wahl zu sein. Schnell schließen sie alle in ihr Herz, bis Jodi nach und nach beunruhigende Veränderungen in ihrem Elterhaus wahrnimmt...und sich zu fragen beginnt, wem sie da die Tür zum Leben ihrer Eltern geöffnet hat? Die Charaktere waren, bis auf minimale Ausnahmen, allesamt unsympathisch und grenzwertig in ihrem Verhalten. Was für eine schreckliche Familie, mit der sich Jodi rumplagen muss! Ein unzufriedener Ehemann, der sie nicht unterstützt und sich zu wichtig nimmt; ihre egoistische Schwester Tracy, die unverantwortlich in den Tag lebt; ihr sturer Vater Victor, der herablassend und kalt ist und ihre erkrankte Mutter, die sie nicht wahrzunehmen scheint. Was für eine skurrile Mischung! Einzig ihre Kinder verhalten sich "normal". Zuerst habe ich Jodi bemitleidet, aber irgendwann ging mir ihr resignierendes, hinnehmendes Verhalten auf die Nerven. Am allerschlimmsten fand ich den Vater, dem hätte ich schon längst meine Meinung gesagt und das Weite gesucht. Und dann Elyse...von ihr wusste man ja schon, das sie ein falsches Spiel zu spielen scheint...aber wie weit Manipulation gehen kann ist immer wieder erstaunlich. Insgesamt kam mir das Buch ziemlich lang vor und hätte auch gekürzt funktioniert. Oft drehte es sich immer um dasselbe. Nach 2/3 der Geschichte kam dann für mich eine unerwartete Wendung und ließ die Spannung kurzzeitig ansteigen. Das war dann aber leider das einzig Überraschende an dem Buch. Vieles war vorhersehbar. Mir fehlten die spektakulären Wendungen, Nervenkitzel und Charaktertiefe. Aufregung habe ich nur bei den Personen gespürt, sämtliches Verhalten war mir zuwider. Der Schreibstil war gewohnt flüssig und ansprechend. Geschrieben aus der Ich-Perspektive hatten die Kapitel eine gute Länge. Auch dank der vielen Dialoge/Gespräche ließ sich das Buch schnell lesen. Fazit: Wer einen subtilen, unaufgeregten Spannungsroman für zwischendurch sucht, ist hier gut bedient. Letztendlich hatte ich eine schöne Lesezeit für den Moment. 3,5/5⭐️
Jan 14, 2026
Subtile Spannung, aber langatmig. Potential wurde nicht komplett ausgeschöpft. Inhalt: Jodi Bishop ist erfolgreiche Maklerin und lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Toronto. Da ihre Mutter an Parkinson erkrankt ist, beschließt sie eine Haushälterin für ihre alternden Eltern einzustellen. Die erfahrene, warmherzige Elyse scheint genau die richtige Wahl zu sein. Schnell schließen sie alle in ihr Herz, bis Jodi nach und nach beunruhigende Veränderungen in ihrem Elterhaus wahrnimmt...und sich zu fragen beginnt, wem sie da die Tür zum Leben ihrer Eltern geöffnet hat? Die Charaktere waren, bis auf minimale Ausnahmen, allesamt unsympathisch und grenzwertig in ihrem Verhalten. Was für eine schreckliche Familie, mit der sich Jodi rumplagen muss! Ein unzufriedener Ehemann, der sie nicht unterstützt und sich zu wichtig nimmt; ihre egoistische Schwester Tracy, die unverantwortlich in den Tag lebt; ihr sturer Vater Victor, der herablassend und kalt ist und ihre erkrankte Mutter, die sie nicht wahrzunehmen scheint. Was für eine skurrile Mischung! Einzig ihre Kinder verhalten sich "normal". Zuerst habe ich Jodi bemitleidet, aber irgendwann ging mir ihr resignierendes, hinnehmendes Verhalten auf die Nerven. Am allerschlimmsten fand ich den Vater, dem hätte ich schon längst meine Meinung gesagt und das Weite gesucht. Und dann Elyse...von ihr wusste man ja schon, das sie ein falsches Spiel zu spielen scheint...aber wie weit Manipulation gehen kann ist immer wieder erstaunlich. Insgesamt kam mir das Buch ziemlich lang vor und hätte auch gekürzt funktioniert. Oft drehte es sich immer um dasselbe. Nach 2/3 der Geschichte kam dann für mich eine unerwartete Wendung und ließ die Spannung kurzzeitig ansteigen. Das war dann aber leider das einzig Überraschende an dem Buch. Vieles war vorhersehbar. Mir fehlten die spektakulären Wendungen, Nervenkitzel und Charaktertiefe. Aufregung habe ich nur bei den Personen gespürt, sämtliches Verhalten war mir zuwider. Der Schreibstil war gewohnt flüssig und ansprechend. Geschrieben aus der Ich-Perspektive hatten die Kapitel eine gute Länge. Auch dank der vielen Dialoge/Gespräche ließ sich das Buch schnell lesen. Fazit: Wer einen subtilen, unaufgeregten Spannungsroman für zwischendurch sucht, ist hier gut bedient. Letztendlich hatte ich eine schöne Lesezeit für den Moment. 3,5/5⭐️
Jan 14, 2026







