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Sommerhaus, später

3.5(108)
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About the book

»Wenn die jeweils jüngste Generation von sich schreibt, dann braucht sie dazu nicht notwendig eine ganz und gar "neue", "nie dagewesene" Sprache. Judith Hermanns Geschichten sind so wunderbar gelassen erzählt, als habe es den Sturmlauf der Moderne gegen das Erzählen nie gegeben. Und dennoch ist nichts darin bloß so, wie es immer schon war. Still zittern die letzten hiesigen Umbrüche in den Geschichten; und was darin an Alltäglichem geschieht, kann schon einem Vierzigjährigen als unbekannt und unerhört erscheinen.« Burkhard Spinnen »Wir haben eine neue Autorin bekommen, eine hervorragende Autorin. Ihr Erfolg wird groß sein.« Marcel Reich-Ranicki »Der Sound einer neuen Generation.« Hellmuth Karasek

Editions (11)

ISBN9783596147700
PublisherFISCHER Taschenbuch
Publication Date05/01/00
Pages192

Reviews & Ratings

108 ratings

14 reviews

3.5

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  • lese_locke
    lese_locke

    86 Followers

    4.0

    Wunderbar poetisch „Die Dunkelheit kommt früh, weil es Herbst wird. Unter den Pflaumenbäumen im hinteren Teil des Gartens ist das Licht schon grau; die Oder wird jetzt rosa und hellblau sein.“ „Liegenbleiben. Einfach Liegenbleiben, im Erschöpfungszustand, in der Schaukel zwischen Wachen und Träumen.“

    Apr 21, 2026

  • 3.5

    Schullektüre

    Das Buch umfasst 9 Kurzgeschichten, die gar nicht oder nur lose zusammenhängen. Nicht alle Kurzgeschichten haben didaktisches Potenzial und sind für den Einsatz in der Schule geeignet. Sonja, Rote Korallen und Sommerhaus, später sind meiner Meinung nach in Klasse 8.-10. einsetzbar, aber es gibt bestimmt bessere Alternativen😅

    Sep 13, 2025

  • karagounis
    karagounis

    68 Followers

    3.5

    Sommerhaus, später - „Später“, sagt man, und meint damit oft: nicht jetzt, vielleicht nie

    Dieser Erzählband lebt von leisen Momenten und vom Weglassen. In neun Kurzgeschichten wird ein Milieu gezeigt, in dem Menschen einander nahekommen könnten, es aber nicht tun. Gespräche bleiben unvollständig, Beziehungen unverbindlich, Entscheidungen werden vertagt. Handlung im klassischen Sinn gibt es kaum – stattdessen dominiert eine dichte, melancholische Atmosphäre. Die Sprache ist reduziert, kühl und sehr präzise. Gerade diese Nüchternheit verstärkt die Wirkung der Texte. Vieles bleibt unausgesprochen, sodass ich zwischen den Zeilen lesen musste. Wiederkehrende Motive wie Stillstand, Beobachten statt Handeln und das Verpassen von Möglichkeiten verbinden die einzelnen Geschichten zu einem stimmigen Gesamtbild. Gleichzeitig fordert das Buch Geduld. Wer Spannung, klare Entwicklungen oder emotionale Nähe sucht, könnte sich distanziert fühlen. Die Figuren bleiben bewusst schwer greifbar, die Leere wird nicht aufgelöst, sondern ausgestellt. Das ist konsequent, aber nicht immer leicht zugänglich. Insgesamt ein literarisch starkes, ruhiges Buch, das eher nachhallt als mitreißt – und genau dadurch wirkt. Von mir 7 von 10 P.

    Sommerhaus, später - „Später“, sagt man, und meint damit oft: nicht jetzt, vielleicht nie

    Feb 1, 2026

3 of 14 reviews

Author

About Judith Hermann

Judith Hermann wurde 1970 in Berlin geboren. Ihrem Debüt »Sommerhaus, später« (1998) wurde eine außerordentliche Resonanz zuteil. 2003 folgte der Erzählungsband »Nichts als Gespenster«. Einzelne dieser Geschichten wurden 2007 für das Kino verfilmt. 2009 erschien »Alice«, fünf Erzählungen, die international gefeiert wurden. 2014 veröffentlichte Judith Hermann ihren ersten Roman, »Aller Liebe Anfang«. 2016 folgten die Erzählungen »Lettipark«, die mit dem dänischen Blixen-Preis für Kurzgeschichten ausgezeichnet wurden. Für ihr Werk wurde Judith Hermann mit zahlreichen Preisen geehrt, darunter dem Kleist-Preis und dem Friedrich-Hölderlin-Preis. 2021 erschien der Roman »Daheim«, der für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert wurde, und für den Judith Hermann mit dem Bremer Literaturpreis 2022 ausgezeichnet wurde. 2023 erschien »Wir hätten uns alles gesagt«, basierend auf den Frankfurter Poetikvorlesungen, die Judith Hermann im Frühjahr 2022 hielt. Dafür erhielt sie den Wilhelm Raabe-Literaturpreis. Zuletzt erschien 2026 »Ich möchte zurückgehen in der Zeit«. Die Autorin lebt und schreibt in Berlin. Literaturpreise:Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2023Preis der LiteraTour Nord 2022Bremer Literaturpreis 2022Rheingau Literatur Preis 2021Blixenprisen 2018 für »Lettipark«Erich-Fried-Preis 2014Friedrich-Hölderlin-Preis 2009Kleist-Preis 2001Hugo-Ball-Förderpreis 1999Förderpreis zum Bremer Literaturpreis 1999

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