Blick ins Buch

Romane

Sommerhaus, später

3,5(108)
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Über das Buch

2023 feiern wir 25 Jahre »Sommerhaus, später« Dieses Buch hat Generationen von Leser*innen geprägt Im September 1998 erschien in der Collection S. Fischer ein Buch, das die literarische Landschaft verändert hat: »Sommerhaus, später«. Erzählungen wie »Rote Korallen« und »Hunter-Thompson-Musik« haben eine ganze Generation von Leser*innen geprägt und über Jahre begleitet. Marcel Reich-Ranicki erkannte, dass wir eine neue hervorragende Autorin bekommen haben, und sagte ihr großen Erfolg voraus; Hellmuth Karasek sprach von dem »Sound einer neuen Generation«. Das »Fräuleinwunder« war geboren. Von solchen Zuschreibungen hat sich das Buch emanzipiert, es ist zu einer Ikone geworden. Die Geschichten aus »Sommerhaus, später« sind Schullektüre und wurden verfilmt. Die Erzählungen haben Leser*innen in der ganzen Welt begeistert. Die Dichte und Intensität der Stimmungen treffen auch heute noch unser Lebensgefühl.

Editionen (11)

ISBN9783104034027
VerlagFISCHER E-Books
Erscheinungsdatum21.08.14
Seitenzahl192

Rezensionen & Bewertungen

108 Bewertungen

14 Rezensionen

3,5

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  • lese_locke
    lese_locke

    86 Follower

    4,0

    Wunderbar poetisch „Die Dunkelheit kommt früh, weil es Herbst wird. Unter den Pflaumenbäumen im hinteren Teil des Gartens ist das Licht schon grau; die Oder wird jetzt rosa und hellblau sein.“ „Liegenbleiben. Einfach Liegenbleiben, im Erschöpfungszustand, in der Schaukel zwischen Wachen und Träumen.“

    21. Apr. 2026

  • 3,5

    Schullektüre

    Das Buch umfasst 9 Kurzgeschichten, die gar nicht oder nur lose zusammenhängen. Nicht alle Kurzgeschichten haben didaktisches Potenzial und sind für den Einsatz in der Schule geeignet. Sonja, Rote Korallen und Sommerhaus, später sind meiner Meinung nach in Klasse 8.-10. einsetzbar, aber es gibt bestimmt bessere Alternativen😅

    13. Sept. 2025

  • karagounis
    karagounis

    68 Follower

    3,5

    Sommerhaus, später - „Später“, sagt man, und meint damit oft: nicht jetzt, vielleicht nie

    Dieser Erzählband lebt von leisen Momenten und vom Weglassen. In neun Kurzgeschichten wird ein Milieu gezeigt, in dem Menschen einander nahekommen könnten, es aber nicht tun. Gespräche bleiben unvollständig, Beziehungen unverbindlich, Entscheidungen werden vertagt. Handlung im klassischen Sinn gibt es kaum – stattdessen dominiert eine dichte, melancholische Atmosphäre. Die Sprache ist reduziert, kühl und sehr präzise. Gerade diese Nüchternheit verstärkt die Wirkung der Texte. Vieles bleibt unausgesprochen, sodass ich zwischen den Zeilen lesen musste. Wiederkehrende Motive wie Stillstand, Beobachten statt Handeln und das Verpassen von Möglichkeiten verbinden die einzelnen Geschichten zu einem stimmigen Gesamtbild. Gleichzeitig fordert das Buch Geduld. Wer Spannung, klare Entwicklungen oder emotionale Nähe sucht, könnte sich distanziert fühlen. Die Figuren bleiben bewusst schwer greifbar, die Leere wird nicht aufgelöst, sondern ausgestellt. Das ist konsequent, aber nicht immer leicht zugänglich. Insgesamt ein literarisch starkes, ruhiges Buch, das eher nachhallt als mitreißt – und genau dadurch wirkt. Von mir 7 von 10 P.

    Sommerhaus, später - „Später“, sagt man, und meint damit oft: nicht jetzt, vielleicht nie

    1. Feb. 2026

3 von 14 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Judith Hermann

Judith Hermann wurde 1970 in Berlin geboren. Ihrem Debüt »Sommerhaus, später« (1998) wurde eine außerordentliche Resonanz zuteil. 2003 folgte der Erzählungsband »Nichts als Gespenster«. Einzelne dieser Geschichten wurden 2007 für das Kino verfilmt. 2009 erschien »Alice«, fünf Erzählungen, die international gefeiert wurden. 2014 veröffentlichte Judith Hermann ihren ersten Roman, »Aller Liebe Anfang«. 2016 folgten die Erzählungen »Lettipark«, die mit dem dänischen Blixen-Preis für Kurzgeschichten ausgezeichnet wurden. Für ihr Werk wurde Judith Hermann mit zahlreichen Preisen geehrt, darunter dem Kleist-Preis und dem Friedrich-Hölderlin-Preis. 2021 erschien der Roman »Daheim«, der für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert wurde, und für den Judith Hermann mit dem Bremer Literaturpreis 2022 ausgezeichnet wurde. 2023 erschien »Wir hätten uns alles gesagt«, basierend auf den Frankfurter Poetikvorlesungen, die Judith Hermann im Frühjahr 2022 hielt. Dafür erhielt sie den Wilhelm Raabe-Literaturpreis. Zuletzt erschien 2026 »Ich möchte zurückgehen in der Zeit«. Die Autorin lebt und schreibt in Berlin. Literaturpreise: Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2023 Preis der LiteraTour Nord 2022 Bremer Literaturpreis 2022 Rheingau Literatur Preis 2021 Blixenprisen 2018 für »Lettipark« Erich-Fried-Preis 2014 Friedrich-Hölderlin-Preis 2009 Kleist-Preis 2001 Hugo-Ball-Förderpreis 1999 Förderpreis zum Bremer Literaturpreis 1999

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