Blick ins Buch

Romane

Serge

3,0(80)
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Über das Buch

Was bedeutet Familie? Was heißt jüdisch sein? Wie umgehen mit Alter, Krankheit, Tod? Yasmina Rezas neuer Roman kreist um große Fragen.

Die Geschwister Popper: Serge, verkrachtes Genie und homme à femmes, Jean, der Vermittler und Ich-Erzähler, und Nana, die verwöhnte Jüngste mit dem unpassenden spanischen Mann. Eine jüdische Familie. Nach dem Tod der Mutter entfremdet man sich immer mehr. Zu ihren Lebzeiten hat keiner die alte Frau nach der Shoah und ihren ungarischen Vorfahren gefragt. Jetzt schlägt Serges Tochter Joséphine einen Besuch in Auschwitz vor. Virtuos hält Reza das Gleichgewicht zwischen Komik und Tragik, wenn bei der touristischen Besichtigung die Temperamente aufeinanderprallen. Hinter den messerscharfen Dialogen ist es gerade die existenzielle Hilflosigkeit dieser Menschen, die berührt.

Bissig, zärtlich und herzzerreißend komisch interpretiert von Sprecher Peter Jordan.

Editionen (5)

ISBN9783957132703
VerlagHörbuch Hamburg
Erscheinungsdatum27.01.22

Rezensionen & Bewertungen

80 Bewertungen

9 Rezensionen

3,0

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  • steffix
    steffix

    7 Follower

    1,0

    Mich hat das Buch leider nicht abgeholt. Ich hab mich mit dem Schreibstil schwer getan, wurde mit den Charakteren nicht warm & der Humor war auch nicht meiner. Schade, aber ich fand das Buch langweilig.

    11. Aug. 2023

  • Serge ist ein Roman über Familie und Erinnerung. Die drei Geschwister Jean, Serge und Nana könnten unterschiedlicher kaum sein. Dennoch begeben sie sich, nach dem Tod ihrer Mutter, auf eine gemeinsame Reise nach Polen. In Auschwitz wurden die Vorfahren ihrer ungarischen Mutter ermordet. Die drei jüdischen Franzosen machen sich also auf die Suche ihrer eigenen Vergangenheit bzw. Identität. In der Gedenkstätte Auschwitz erleben sie, wie aus diesem Ort eine Attraktion für Touristen geworden ist. Und müssen sich selbst die Frage stellen, wie man denn überhaupt angemessen gedenken kann. Die Autorin schafft es wunderbar, die unterschiedlichen Charaktere darzustellen. Man verfolgt sehr gerne ihre Dialoge. Oft ist es komisch, oft auch tragisch. Es gibt Spannungen und Meinungsverschiedenheiten. Dies war mein erstes Buch von Yasmina Reza. Ich fand den Schreibstil sehr ansprechend. Am Anfang hatte ich aber meine Probleme damit, wer nun wer ist und wer mit wem verwandt ist. Das liegt daran, dass alles aus der Sicht von Jean geschrieben ist. Der Besuch von Auschwitz und der Gedenkstätte, aus der Sicht von Jean, hat mir am besten Gefallen. Und den Schluss fand ich auch sehr geschickt. Insgesamt fand ich das Buch sehr amüsant, tragisch und melancholisch. Keine leichte Lektüre, aber durchaus empfehlenswert.

    30. März 2022

  • schmusescholle
    schmusescholle

    71 Follower

    1,0

    Nicht reingekommen

    Ich bin leider so wenig in dieses Buch reingekommen, dass ich es nicht beendet habe. Die Geschichte hat mich nicht gepackt und leider konnte ich von denen im Klappentext beschriebenen Fragen keine beantwortet wissen nach der Hälfte des Buches. Schade

    8. Aug. 2025

3 von 9 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Yasmina Reza

Yasmina Reza, 1957 geboren, ist Schriftstellerin, Regisseurin und Schauspielerin. Insbesondere durch ihre Stücke »Kunst«, »Drei Mal Leben« und »Der Gott des Gemetzels« wurde sie zur meistgespielten zeitgenössischen Theaterautorin. 2011 kam Roman Polanskis Verfilmung von Rezas Stück »Der Gott des Gemetzels« in die Kinos. Für ihr Werk wurde sie zuletzt mit dem Jonathan-Swift-Preis 2020 und dem Premio Malaparte 2021 ausgezeichnet.

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