Romeo und Julia auf dem Dorfe
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Description
Ein Urkonflikt: Zwei Liebende, die nicht voneinander lassen können, aber auch nicht zusammenkommen dürfen. Für Sali und Vrenchen, Kinder der sich erbittert bekämpfenden Bauern Manz und Marti, gibt es nur einen verzweifelten Ausweg, den gemeinsamen Tod. Kellers Novelle aus dem Jahr 1855 erzählt zugleich, wie aus harmlosen Anfängen blinder und unauslöschlicher Hass zwischen den Familien erwächst, der schließlich alle in den Untergang treibt. Dies vor allem unterscheidet sie von der berühmten Vorlage, Shakespeares Drama »Romeo und Julia«.
Book Information
Author Description
Gottfried Keller (19.7.1819 Zürich – 15.7.1890 Zürich) absolvierte eine Lehre als Vedutenmaler, studierte an der Münchner Kunstakademie, später Philosophie in Heidelberg. 1855 kehrte er in die Schweiz zurück und lebte zunächst ohne Einkommen bei seiner Mutter und seiner Schwester Regula, bis er 1861 Erster Stadtschreiber des Kantons Zürich wurde und ab 1876 als freier Schriftsteller lebte. Kellers Werke werden dem bürgerlichen Realismus zugeordnet, sein autobiographisch geprägter Roman »Der grüne Heinrich« führt die Tradition des Bildungsromans in skeptischer Weise weiter, sein bekanntester Novellen-Zyklus »Die Leute von Seldwyla« verbindet im »Keller-Ton« (den Ausdruck prägte Theodor Fontane) Realismus mit humorvoller Satire.
Characteristics
2 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Romeo und Julia gibt es überall…
Es war ein bisschen „schwer“ zu lesen, ich hatte das Gefühl dass es nie ein Ende geben würde. Jedoch ist die Geschichte sehr schön und tragisch. Rome und Julia gibt es überall, egal zu welcher Zeit und an welchem Ort. Vielleicht sollten wir alle etwas daraus lernen, denn Liebe sollte wichtiger sein als Hass.
Heute möchte ich euch die Novelle „Romeo und Julia auf dem Dorfe“ von Gottfried Keller vorstellen, das in den Jahren 1855/1856 erschienen ist. Es zählt zu den bekanntesten Erzählungen aus dem Zyklus „Die Leute von Seldwyla“ und gilt als Meisterwerk des Poetischen Realismus. Die Novelle erzählt die tragische Liebesgeschichte zweier Jugendfreunde, Sali und Vrenchen, deren Familien durch einen erbitterten Streit um ein Stück Land zu Feinden werden. Trotz der Feindschaft und aller gesellschaftlichen Widerstände halten die beiden an ihrer Liebe fest – bis ihnen am Ende nur noch der gemeinsame Freitod bleibt. Kellers Schreibstil ist realistisch, zugleich aber auch poetisch und atmosphärisch dicht. Er schildert das dörfliche Leben mit nüchterner Beobachtungsgabe, ohne auf emotionale Tiefe und sprachliche Schönheit zu verzichten. Besonders eindrucksvoll ist seine Bildsprache, die durch Metaphern, Naturbeschreibungen und symbolische Motive – wie etwa das Unkrautfeld als Sinnbild für Schuld und Verhängnis – geprägt ist. Die Natur erscheint oft fast lebendig und spiegelt die seelische Verfassung der Figuren wider. Typisch für den Poetischen Realismus verbindet Keller gesellschaftliche Kritik mit einer tragischen, aber feinfühligen Erzählweise. Gerade als jemand, der selbst vom Land stammt, hat mich die Darstellung der Enge und sozialen Ungerechtigkeit im ländlichen Raum besonders bewegt. Die Erzählung zeigt eindringlich, wie Besitzgier, Engstirnigkeit und starre gesellschaftliche Normen menschliches Glück zerstören können. Was mir jedoch gefehlt hat, war die Nähe zu den Figuren – durch die eher beschreibende als dialogische Erzählweise wirkten sie auf mich etwas distanziert. Insgesamt ist „Romeo und Julia auf dem Dorfe“ eine tiefgründige, melancholische Geschichte mit zeitloser Botschaft und gesellschaftlicher Relevanz. Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen. ✨️

Naja
Der Realitätsbezug und die Message ist ganz nett. Außerdem ist die Geschcihte mit den Vätern ganz interressant, aber die Liebesgeschichte ist unrealistisch und für so eine innige Liebe ließt es sich viel zu schnell. Die Charaktere sind ziehmlich einfach gehalten und viele emotionen baut man zu ihnen auch nicht auf.
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2 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
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Ein Urkonflikt: Zwei Liebende, die nicht voneinander lassen können, aber auch nicht zusammenkommen dürfen. Für Sali und Vrenchen, Kinder der sich erbittert bekämpfenden Bauern Manz und Marti, gibt es nur einen verzweifelten Ausweg, den gemeinsamen Tod. Kellers Novelle aus dem Jahr 1855 erzählt zugleich, wie aus harmlosen Anfängen blinder und unauslöschlicher Hass zwischen den Familien erwächst, der schließlich alle in den Untergang treibt. Dies vor allem unterscheidet sie von der berühmten Vorlage, Shakespeares Drama »Romeo und Julia«.
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Gottfried Keller (19.7.1819 Zürich – 15.7.1890 Zürich) absolvierte eine Lehre als Vedutenmaler, studierte an der Münchner Kunstakademie, später Philosophie in Heidelberg. 1855 kehrte er in die Schweiz zurück und lebte zunächst ohne Einkommen bei seiner Mutter und seiner Schwester Regula, bis er 1861 Erster Stadtschreiber des Kantons Zürich wurde und ab 1876 als freier Schriftsteller lebte. Kellers Werke werden dem bürgerlichen Realismus zugeordnet, sein autobiographisch geprägter Roman »Der grüne Heinrich« führt die Tradition des Bildungsromans in skeptischer Weise weiter, sein bekanntester Novellen-Zyklus »Die Leute von Seldwyla« verbindet im »Keller-Ton« (den Ausdruck prägte Theodor Fontane) Realismus mit humorvoller Satire.
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Romeo und Julia gibt es überall…
Es war ein bisschen „schwer“ zu lesen, ich hatte das Gefühl dass es nie ein Ende geben würde. Jedoch ist die Geschichte sehr schön und tragisch. Rome und Julia gibt es überall, egal zu welcher Zeit und an welchem Ort. Vielleicht sollten wir alle etwas daraus lernen, denn Liebe sollte wichtiger sein als Hass.
Heute möchte ich euch die Novelle „Romeo und Julia auf dem Dorfe“ von Gottfried Keller vorstellen, das in den Jahren 1855/1856 erschienen ist. Es zählt zu den bekanntesten Erzählungen aus dem Zyklus „Die Leute von Seldwyla“ und gilt als Meisterwerk des Poetischen Realismus. Die Novelle erzählt die tragische Liebesgeschichte zweier Jugendfreunde, Sali und Vrenchen, deren Familien durch einen erbitterten Streit um ein Stück Land zu Feinden werden. Trotz der Feindschaft und aller gesellschaftlichen Widerstände halten die beiden an ihrer Liebe fest – bis ihnen am Ende nur noch der gemeinsame Freitod bleibt. Kellers Schreibstil ist realistisch, zugleich aber auch poetisch und atmosphärisch dicht. Er schildert das dörfliche Leben mit nüchterner Beobachtungsgabe, ohne auf emotionale Tiefe und sprachliche Schönheit zu verzichten. Besonders eindrucksvoll ist seine Bildsprache, die durch Metaphern, Naturbeschreibungen und symbolische Motive – wie etwa das Unkrautfeld als Sinnbild für Schuld und Verhängnis – geprägt ist. Die Natur erscheint oft fast lebendig und spiegelt die seelische Verfassung der Figuren wider. Typisch für den Poetischen Realismus verbindet Keller gesellschaftliche Kritik mit einer tragischen, aber feinfühligen Erzählweise. Gerade als jemand, der selbst vom Land stammt, hat mich die Darstellung der Enge und sozialen Ungerechtigkeit im ländlichen Raum besonders bewegt. Die Erzählung zeigt eindringlich, wie Besitzgier, Engstirnigkeit und starre gesellschaftliche Normen menschliches Glück zerstören können. Was mir jedoch gefehlt hat, war die Nähe zu den Figuren – durch die eher beschreibende als dialogische Erzählweise wirkten sie auf mich etwas distanziert. Insgesamt ist „Romeo und Julia auf dem Dorfe“ eine tiefgründige, melancholische Geschichte mit zeitloser Botschaft und gesellschaftlicher Relevanz. Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen. ✨️

Naja
Der Realitätsbezug und die Message ist ganz nett. Außerdem ist die Geschcihte mit den Vätern ganz interressant, aber die Liebesgeschichte ist unrealistisch und für so eine innige Liebe ließt es sich viel zu schnell. Die Charaktere sind ziehmlich einfach gehalten und viele emotionen baut man zu ihnen auch nicht auf.









