Der Schmied seines Glückes

Der Schmied seines Glückes

Softcover
4.25
RealismusNovelleProsaKlassische Belletristik

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Description

Kellers Novelle »Der Schmied seines Glückes« aus dem zweiten Teil des Zyklus »Die Leute von Seldwyla« erprobt an der Figur des braven John Kabys den Wahrheitsgehalt dieser bürgerlichen Lebensmaxime: Jeder ist für sein persönliches Glück selbst verantwortlich. Auch John Kabys macht sich dies zum Leitsatz – er will mit allen Mitteln etwas aus sich machen. Wie er aber mit gewaltigen Hammerschlägen schließlich sein Unglück schmiedet, um am Ende doch noch Zufriedenheit zu erlangen, davon erzählt Keller auf satirische Weise.
Die Neuedition in behutsamer Modernisierung beruht auf der Ausgabe letzter Hand der »Leute von Seldwyla« von 1874 und enthält ein Nachwort von Alexander Honold.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Classics
Format
Softcover
Pages
80
Price
6.00 €

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Nach der Leserunde zu Gottfried Kellers „Kleider machen Leute“ war meine Neugierde auf Seldwyla geweckt. Der Hexenmeister hat mir vor vielen, vielen Jahren mehrere Geschichten davon geschenkt und in jedes Büchlein eine süsse Widmung eingetragen - eine Schande also, dass ich die Texte noch nicht gelesen habe. Das möchte ich nun schnellstmöglich nachholen und habe deshalb nach dem nächsten Buch Kellers gegriffen, welches „Der Schmied seines Glückes“ war. Ein Werk, auch nicht länger als obig genanntes, da es eigentlich auch in den Seldwyla-Zyklus gehört. Auf den ersten Blick ähneln sich beide Geschichten sehr und ich fühlte mich fast schon in die Leserunde zurückversetzt. Doch bald merkt man, dass dies eben nur auf den ersten Blick so scheint. Sie ähneln sich, ohne aber zu nahe zu sein. Man könnte sagen, die Werke seien Cousins. Doch hat „Der Schmied seines Glücks“ eine andere Aussage als der erste Titel und funktioniert durch eine ganz andere Dynamik. Kellers Erzählstil ist indes derselbe, leicht schmunzelnde Grossvater, der uns erzählt, was XXX so alles anstellt. Manchmal schüttelt er ein wenig den Kopf, lässt den Jungen aber gewähren - immerhin ist es seine Geschichte, da will der Erzähler nicht zu viel darin herumpfuschen. Ich gehe soweit zu sagen, dass jemand, der bereits mit „Kleider machen Leute“ Mühe hatte, sich den Schmied sparen kann. Wer aber seinen Spass mit den Kleidern hatte, auch „Der Schmied seines Glückes“ entdecken sollte. Unterdessen bin ich ganz versessen auf Kellers Geschichten, da ich seine Art und Weise unterdessen sehr lieb gewonnen habe. Als nächstes werde ich mir wohl „Spiegel das Kätzchen“ vornehmen und hoffe, damit ebenso vergnügliche Lesestunden zu verbringen wie mit seinen beiden Vorgängern!

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