Nüchtern
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Description
Book Information
Author Description
Daniel Schreiber, geboren 1977, ist Schriftsteller. Mit seinen Texten hat er eine neue Form des literarischen Essays geprägt. Seine Bücher – "Nüchtern" (2014), "Zuhause" (2017), "Allein" (2021) und "Die Zeit der Verluste" (2023) – wurden vom Feuilleton begeistert aufgenommen und standen teils monatelang auf der SPIEGEL-Bestseller und Sachbuch-Bestenliste. Er lebt in Berlin.
Posts
Ein Schlag auf die Leber
Daniel Schreiber erzählt in seinem Essay „Trocken“ so nüchtern und schonungslos von seiner Alkoholkrankheit, dass sich mir beim Lesen regelrechter der Atem gestockt hat. Diese absolute Ehrlichkeit mit sich selbst und der Welt beeindruckt mich und lässt mich meinen Alkoholkonsum ziemlich kritisch hinterfragen. Es war ein Buch, bei dem ich mir so viele Gedanken gemacht habe, wie selten beim Lesen. Ich konnte eine Nacht kaum einschlafen weil sich mein Gedankenkarussel so schnell gedreht hat. Alkohol gehört in Deutschland dazu, wie das Amen in der Kirche. Ob man jetzt Essen geht, ins Stadion oder feiern. Überall wird man schief angeschaut, wenn sagt, man trinkt nichts. Es ist zu sehr in unserer Gesellschaft verankert. Trotzdem schauen wir abfällig auf die, die davon krank werden, was jedoch leider viel mehr Menschen betrifft, als man glaubt. Auch ich hätte von mir gesagt, dass ich keinen kritischen Alkoholkonsum habe. Doch beim Lesen dieses Buches habe ich so manches alkoholgetränkte Verhalten anders reflektiert. Es hat mich auch sensibilisiert, für die Menschen, die an Alkoholsucht leiden, was eine Krankheit wie Krebs oder Aids ist, jedoch wesentlich stärker stigmatisiert wird. Das ist auf jeden Fall ein Buch, über das ich noch lange nachdenken werde und von dem ich viel mitnehme.
Ich mag Daniel Schreiber als Autor und als Mensch sehr gerne. Mein erstes Buch von ihm war 'Allein', in dem er über das Alleinsein (als Single während der Corona -Pandemie) sinniert. Jetzt habe ich sein über 10 Jahre altes Buch 'Nüchtern' gelesen, in das der Autor viele persönliche und ehrliche Erfahrungen einbaut und zudem Alkohol und Alkoholismus von allen Seiten beleuchtet. Alkohol ist ein Nervengift, das jedes Jahr zahllose Todesopfer fordert, und dennoch selten als solches benannt wird, vielmehr Teil des Alltags der meisten Deutschen ist. Das Buch hat keinen Tag an Aktualität verloren.
"Mir fällt es immer noch schwer, dieses alkoholkranke Unglück in die Geschichte meines Lebens zu integrieren, diese Lebensphase in das Reservoir meiner ureigenen Geschichte aufzunehmen." Daniel Schreiber hat mit 'Nüchtern' ein schmerzhaft ehrliches Buch über das Trinken und Nicht-Trinken von Alkohol geschrieben. Er betrachtet das Thema sowohl aus gesellschaftlicher als auch aus persönlicher Perspektive, mitunter auch aus medizinischer. Mit sehr viel Selbstreflexion schildert Schreiber, wie er zum "funktionierenden Alkoholiker" wurde, von außen nicht als solcher erkennbar. Und überhaupt, dass die meisten alkoholabhängigen Menschen gar nicht dem entsprechen, wie man sie sich vermutlich vorstellt. Denn Alkohol ist so integriert in unserer Gesellschaft, wird in privaten, beruflichen, kulturellen und medialen Kontexten andauernd massiv verharmlost. Jemand, der "nur" in gesellschaftlichem Rahmen trinkt, dafür aber jedes Mal, wird vermutlich nicht als Trinker*in angesehen - obwohl damit bereits eine Abhängigkeit einhergehen kann. Schreiber schreibt nicht nur über das große Ganze, den gesellschaftlichen Betrug in Bezug auf die größte "Volksdroge". Er skizziert auch die privaten Momente voller Schuld und Scham, die man erlebt, wenn man zu viel getrunken hat. Momente, die sicherlich auch viele Menschen kennen, die (noch) nicht suchtgefährdet sind. Darüber hinaus ist es auch ein Buch über Selbstakzeptanz und über die Suche nach dem eigenen Glück, und auch dazu fand ich Schreibers Gedanken sehr eingängig und wholesome. Ich bin sehr beeindruckt von der Ehrlichkeit, mit der Schreiber dieses Thema öffnet und sich selbst dabei so verletzbar macht. Ebenso von der tiefen Reflexion und der Beobachtungsgabe, mit der er soziale Situationen analysiert. 'Nüchtern' hat etwas in mir ausgelöst, und ich kann es von Herzen empfehlen - unabhängig davon, wie die eigene Beziehung zu Alkohol aussieht, da wir alle Menschen kennen, die wissentlich oder unwissentlich ein problematisches Trinkverhalten haben/hatten. Abhängigkeit ist von so vielen Vorurteilen begleitet, Schreiber hilft dabei, diese zu verstehen und sich ihnen zu widersetzen. CN: Sucht, Su1zid, Depr3ssionen, I-Wort, Krebs, T0d, Trauer

Mehr persönliche Einblicke als erwartet
Ich habe Daniel Schreiber in der deutschen sobriet-Community als Vorreiter wahrgenommen. Viele der Bücher und Quellen, die ich bisher zum Thema Nüchternheit gelesen habe weisen immer wieder auf Daniel Schreiber. Aber ich muss sagen, dass man merkt, dass das Buch schon 10 Jahre alt ist. Ich bin dankbar und habe großen Respekt vor dem Werk. Die öffentliche Auseinandersetzung mit einem damals noch größeren Tabu-Thema erfordert viel Mut. Trotzdem war ich insofern vom Buch enttäuscht, dass ich mir mehr Struktur gewünscht hätte. Es wirkt weniger wie ein Aufklärungsbuch, mehr wie ein Werk der eigenen Reflexion seiner Krankheit. Vielleicht hatte ich auch nur falsche Erwartungen. Aber davon abgesehen finde ich, dass man in der 10. Auflage (2023) diskriminierende Sprache auf jeden Fall hätte bemerken müssen (z.B das „I“-Wort für „Native Americans“). Auch finde ich, dass die AA überhaupt nicht kritisch betrachtet wurden. Auch wenn sie Daniel Schreiber persönlich geholfen haben, gibt es genug Kritikpunkte, die meiner Meinung nach mindestens erwähnt hätten werden müssen. Nichtsdestotrotz handelt es sich hier um ein wichtiges Buch mit einem wichtigen Thema. Trotzdem sollte man darüberhinaus weitere Inhalte zum Thema Abstinenz lesen um einen noch differenzierteren Blick zu bekommen.
Daniel Schreibers Essay Nüchtern – da möchte man fast ausrufen: „In your face, du kleiner alkoholvernichtender Typ!“ Doch so direkt und trotzig diese Worte auch klingen mögen, sie erfassen nur einen Bruchteil dessen, was dieses Buch tatsächlich vermittelt. Denn es ist weit mehr als eine Abrechnung mit dem Alkohol. Schreibers Werk ist zutiefst feinfühlig, oft berührend intim, und genau diese persönlichen Einblicke machen es so nahbar. Es lädt dazu ein, sich selbst wiederzuerkennen – ohne Scham für die eigenen Fehltritte oder Schwächen. Mit einer klaren, zugleich warmen Sprache zeigt Schreiber, wie die Erfahrung des Verzichts nicht nur herausfordernd, sondern auch befreiend und verbindend sein kann. Besonders, wenn es um die menschliche Psyche geht, spürt man: Es sind die Gemeinsamkeiten, die uns tragen. Das Gefühl, nicht allein mit den eigenen Kämpfen zu sein, macht Mut und schenkt Trost. Dafür möchte man Daniel Schreiber danken – für seine Ehrlichkeit, seine Offenheit und für all die Gedanken, die dieses Buch anstoßen wird. Möge es der Auftakt zu noch viel mehr sein!
Dieses Buch fand ich nicht leicht. Ich hab den Zugang nicht gefunden und das Buch zwischendurch für mehrere Monate (vielleicht sogar Jahre) weggelegt. Es erklärt vieles, aber es beunruhigt auch wenn man danach Menschen aus dem eigenen Umfeld betrachtet... Es ist am Ende eine Krankheit die nur mit der richtigen Hilfe besiegt werden kann. Ich würde dieses Buch gerne mehreren Menschen schenken, aber das wäre wohl sehr anmaßend.
Dieses feinsinnige Buch hat mich sehr nachdenklich gestimmt. Es führte mir vor Augen, dass Alkoholismus nichts mit fehlender Willensstärke zu tun hat, sondern eine ernst zu nehmende Krankheit ist. Sich diese selbst einzugestehen, und zu ihr zu stehen, ist nach wie vor extrem mit Scham und Angst behaftet. Aber es lohnt sich, dagegen anzugehen. Man wird mit so viel echtem Leben belohnt. All dies und noch viel mehr führt der Autor dem Leser bildhaft, ehrlich und gänzlich ohne belehrenden Ton vor Augen. Es brachte mich dazu, auch meine Trinkgewohnheiten kritisch zu prüfen und auf mögliche Suchtanzeichen zu achten. Wahrlich berührend!
Ich mag den Blickwinkel, den der Autor auf das Thema wirft. Mit vielem gehe ich absolut mit. Bis auf einige Aussagen, welche ich persönlich als etwas zu pauschalisiert empfinde, bin ich ganz seiner Meinung oder habe meinen Horizont diesbezüglich erweitert. Er spricht sowohl aus eigener Erfahrung als auch von Erfahrungen aus seinem Umfeld und untermauert vieles mit verschiedenen Studien. Seine Art und Weise zu schreiben, empfand ich als sehr angenehm. Eine Buchempfehlung nicht nur für Menschen, die selbst Betroffen sind oder jemand Betroffenen in ihrem Bekanntenkreis haben. Denn wir alle sollten uns eingehender mit dem Thema beschäftigen und uns im Umgang dessen sensibilisieren und Alkoholismus enttabuisieren.
„Nüchtern“ ist ein mutiges und wichtiges Buch. Für mich persönlich auch ein sehr bedeutendes Buch, da ich mich teilweise wiederfinde, wie auch in anderen Büchern von Daniel Schreiber. Der Umgang mit Alkohol in unserer Gesellschaft ist ein unfassbar schwieriges Thema. Daniel Schreiber stellt sich diesem Thema, gesellschaftlich und vor allem auch persönlich. Gleichzeitig nimmt er mir persönlich die Scheu (und vermutlich auch die Angst) und zeigt die Notwendigkeit auf, mich selbst in meinem Umgang mit Alkohol zu reflektieren.
Sehr eindrucksvolles Buch
Daniel Schreiber erzählt von der einen großen, gescheiterten Liebe seines Lebens. Dem Trinken … denn nie liegen Glück und Leid näher beieinander. Alkohol löst in uns Hochgefühle aus, sorgt für ein paar Momente Ruhe im Kopf und viel zu oft für ein bitterböses Erwachen. Ich denke, dass sich jeder Mensch, der nicht nüchtern lebt, sich in einer … aber wahrscheinlich eher in mehreren Passagen des Essays wieder erkennen wird. Der Konsum von Alkohol ist in unserer Gesellschaft tief verankert. Das Glas Rotwein zum Essen, das Feierabendbier, oder das Glas Sekt (ach komm schon … nur zum Anstoßen) gehört zum guten Ton. Doch das Alkohol biochemische Reaktionen auslöst, die schwerwiegende Auswirkungen auf das Belohnungs- und Lustzentrum in unserem Gehirn haben können und uns krank machen kann, davor verschließen viele die Augen. Alkoholabusus und Abhängigkeit wird - vor allem in Deutschland - so lange verdrängt und schön geredet, bis es oft schon zu spät ist. Daniel Schreiber schreibt schonungslos ehrlich über die Auswirkungen und den Umgang mit Alkohol in unserer Gesellschaft und über seinen eigenen Weg zu einem nüchternen Leben. Ich hatte lange Zeit großen Respekt - vielleicht auch etwas Angst - vor diesem Buch, weil ich selbst zwar nie abhängig im wörtlichen Sinn war, aber doch über lange Zeit ein problematisches Trinkverhalten hatte. Das hier zu schreiben kostet viel Überwindung, weil es doch mit Scham verbunden ist. Aber was uns dieses Buch - und auch Gespräche mit Therapeuten lehren - Alkoholismus ist eine Krankheit und niemand erkrankt aus freien Stücken daran. Ich finde, jeder, der regelmäßig Alkohol konsumiert, sich schon mal gefragt hat, ob sein Trinkverhalten besorgniserregend ist … oder jeder, der sich fragt, ob jemand in seinem näheren Umfeld ggf. ein problematisches Trinkverhalten an den Tag legt, sollte dieses Buch lesen, sich Wissen aneignen und versuchen zu verstehen, was Alkohol mit unserem Körper und unserem Verstand anstellt. Denn Alkohol ist vieles … aber sicher nicht ungefährlich.
Daniel Schreiber liefert hier mal wieder eine glasklare Sektion der Gesellschaft und deren Umfang mit Alkohol, mit Sucht, mit Abhängigkeit. Ohne umschweife schilert er seine ganze personliche Sucht, seine Krankheit und seinen Weg in ein gesundes Leben. Und auch wenn man nicht morgens um zehn schon zwei Wodkaflaschen intus hat, empfehle ich dieses Buch zu lesen, von dem man auch lernen kann, eigene Momente der Klarheit zu nutzen und sein Leben zu ändern, wenn es denn sein muss.
Ein starkes, mutiges, wichtiges Buch. Daniel Schreiber scheut sich nicht davor, ehrlich hinzusehen und beschreibt seinen eigenen Weg mit Alkohol sowie unseren gesellschaftlichen Umgang damit. Ich habe im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeiten so viele Menschen getroffen, deren Leben vom Alkohol negativ gezeichnet war - sei es aufgrund eigener Abhängigkeit oder wegen dem starken Konsum ihnen nahestehender Personen. Daniel Schreiber ist ein guter Beobachter und legt hier den Finger in die gesellschaftliche Wunde des Wegsehens und Verleugnens. Ich möchte unbedingt noch andere Werke des Autors lesen.
„Zu trinken, um den Lärm im Kopf zu beruhigen, um die Schuldgefühle, Unsicherheiten und zurückgehaltenen Vorwürfe handhabbar zu machen, die übertriebenen Erwartungen an sich selbst oder das Gefühl der Bedeutungslosigkeit zu bewältigen, ist eine ganz und gar unsinnige Strategie.“ S.128
Tolles Buch über das nüchtern werden und vorallem das nüchtern bleiben.
Nüchtern betrachtet: Ein ehrlicher Einblick in die Alkoholanhängigkeit
Ihr solltet das Buch lesen wenn ihr: • euch für die Gefühle einer alkoholabhängigen Person interessiert • einen sehr ehrlichen Blick auf die Droge Alkohol und auch generell auf Abhängigkeit werfen wollt Was mir gut (+) und was mir nicht gut (-) gefallen hat: + der Autor gewährt tiefe Einblicke in seine Alkoholabhängigkeit und macht sich sehr verletzlich, dadurch dass er auch sehr unangenehme Erfahrungen schildert + ich habe einen Blick auf Alkohol bekommen, für den ich sehr dankbar bin; es ist eine schlimme Droge und viel mehr Menschen als man weiß, haben wahrscheinlich ein Alkoholproblem + Daniel Schreiber schildert auch neurobiologische Zusammenhänge der Abhängigkeit, was ich sehr interessant fand + der Schreibstil des Autors ist sehr klar und konnte mich an manchen Stellen auch so bewegen, dass ich mir Passagen markiert habe - nicht alle Kapitel waren für mich gleichermaßen interessant, sodass ich das Buch (besonders im letzten Drittel) öfter wieder zur Seite gelegt habe "Wer regelmäßig zu viel Alkohol trinkt, versucht irgendwann vor allem den Giften in seinem Körper zu entfliehen. Ohne sich dessen bewusst zu sein, trinkt man, um mit den Folgen des eigenen Trinkens umzugehen, um sich normal zu fühlen." (S. 25)
Ein sehr gutes Buch über Alkoholprobleme und wie schwierig es ist in unserer Gesellschaft mit so etwas akzeptiert zu werden. Ich denke viele Leute werden sich hier wiederfinden, andere werden durch einen anderen Blick vielleicht mehr Verständnis für ihr Umfeld haben. Für jeden, in dessen Leben Alkohol eine wichtige Rolle spielt, ein empfehlenswertes Buch
Ich liebe alles an diesem Buch. Sich mit Daniel Schreiber im Bett einzukuscheln, fühlt sich immer wie eine warme Umarmung an. Außerdem habe ich das Gefühl, dass der Alkoholismus hier sehr gut für Abhängigkeiten aller Art steht. Wie schleichend und unbewusst er in unserer Gesellschaft und in unser Privatleben tritt. Dass Alkoholismus eine Krankheit ist, die es gilt ernst zu nehmen und das es Heilung gibt. Danke für dieses tolle Buch!
Authentisch, fesselnd, informativ und bewegend. Ein sehr persönliches, reflektiertes und aufklärendes Buch über Alkoholismus, den Stellenwert von Alkohol in unserer Gesellschaft, über Sucht und Abhängigkeit im Allgemeinen und die Frage, was Glück eigentlich ausmacht. Ein Buch ohne Arroganz und erhobenen Zeigefinger, das in seiner schonungslosen Ehrlichkeit berührt, konfrontiert, aufklärt, wachrüttelt und dazu führt, dass man seine eigenen Abhängigkeiten (die nicht zwangsweise den Alkohol betreffen müssen) und die eigene (Erwartungs-)Haltung sich selbst und seinem Leben gegenüber kritisch hinterfragt. Ein Buch, das mich trotz der ernsten Thematik und obwohl Alkohol nie „meine Baustelle“ war, sehr bereichert, meinen Blickwinkel auf das Leben verändert und mich dadurch sehr glücklich gemacht hat.
“Nüchtern“ ist nicht nur eine persönliche Geschichte, sondern auch eine Betrachtung der Rolle, die Alkohol in unserer Gesellschaft spielt. Für mich gehörte Alkohol jahrelang zum Leben dazu, mittlerweile bin ich froh, dass dem nicht mehr so ist und Daniel Schreiber gibt einem das Selbstbewusstsein, auch weiter nicht in die sozialen Konventionen des Trinkens passen zu müssen.
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Author Description
Daniel Schreiber, geboren 1977, ist Schriftsteller. Mit seinen Texten hat er eine neue Form des literarischen Essays geprägt. Seine Bücher – "Nüchtern" (2014), "Zuhause" (2017), "Allein" (2021) und "Die Zeit der Verluste" (2023) – wurden vom Feuilleton begeistert aufgenommen und standen teils monatelang auf der SPIEGEL-Bestseller und Sachbuch-Bestenliste. Er lebt in Berlin.
Posts
Ein Schlag auf die Leber
Daniel Schreiber erzählt in seinem Essay „Trocken“ so nüchtern und schonungslos von seiner Alkoholkrankheit, dass sich mir beim Lesen regelrechter der Atem gestockt hat. Diese absolute Ehrlichkeit mit sich selbst und der Welt beeindruckt mich und lässt mich meinen Alkoholkonsum ziemlich kritisch hinterfragen. Es war ein Buch, bei dem ich mir so viele Gedanken gemacht habe, wie selten beim Lesen. Ich konnte eine Nacht kaum einschlafen weil sich mein Gedankenkarussel so schnell gedreht hat. Alkohol gehört in Deutschland dazu, wie das Amen in der Kirche. Ob man jetzt Essen geht, ins Stadion oder feiern. Überall wird man schief angeschaut, wenn sagt, man trinkt nichts. Es ist zu sehr in unserer Gesellschaft verankert. Trotzdem schauen wir abfällig auf die, die davon krank werden, was jedoch leider viel mehr Menschen betrifft, als man glaubt. Auch ich hätte von mir gesagt, dass ich keinen kritischen Alkoholkonsum habe. Doch beim Lesen dieses Buches habe ich so manches alkoholgetränkte Verhalten anders reflektiert. Es hat mich auch sensibilisiert, für die Menschen, die an Alkoholsucht leiden, was eine Krankheit wie Krebs oder Aids ist, jedoch wesentlich stärker stigmatisiert wird. Das ist auf jeden Fall ein Buch, über das ich noch lange nachdenken werde und von dem ich viel mitnehme.
Ich mag Daniel Schreiber als Autor und als Mensch sehr gerne. Mein erstes Buch von ihm war 'Allein', in dem er über das Alleinsein (als Single während der Corona -Pandemie) sinniert. Jetzt habe ich sein über 10 Jahre altes Buch 'Nüchtern' gelesen, in das der Autor viele persönliche und ehrliche Erfahrungen einbaut und zudem Alkohol und Alkoholismus von allen Seiten beleuchtet. Alkohol ist ein Nervengift, das jedes Jahr zahllose Todesopfer fordert, und dennoch selten als solches benannt wird, vielmehr Teil des Alltags der meisten Deutschen ist. Das Buch hat keinen Tag an Aktualität verloren.
"Mir fällt es immer noch schwer, dieses alkoholkranke Unglück in die Geschichte meines Lebens zu integrieren, diese Lebensphase in das Reservoir meiner ureigenen Geschichte aufzunehmen." Daniel Schreiber hat mit 'Nüchtern' ein schmerzhaft ehrliches Buch über das Trinken und Nicht-Trinken von Alkohol geschrieben. Er betrachtet das Thema sowohl aus gesellschaftlicher als auch aus persönlicher Perspektive, mitunter auch aus medizinischer. Mit sehr viel Selbstreflexion schildert Schreiber, wie er zum "funktionierenden Alkoholiker" wurde, von außen nicht als solcher erkennbar. Und überhaupt, dass die meisten alkoholabhängigen Menschen gar nicht dem entsprechen, wie man sie sich vermutlich vorstellt. Denn Alkohol ist so integriert in unserer Gesellschaft, wird in privaten, beruflichen, kulturellen und medialen Kontexten andauernd massiv verharmlost. Jemand, der "nur" in gesellschaftlichem Rahmen trinkt, dafür aber jedes Mal, wird vermutlich nicht als Trinker*in angesehen - obwohl damit bereits eine Abhängigkeit einhergehen kann. Schreiber schreibt nicht nur über das große Ganze, den gesellschaftlichen Betrug in Bezug auf die größte "Volksdroge". Er skizziert auch die privaten Momente voller Schuld und Scham, die man erlebt, wenn man zu viel getrunken hat. Momente, die sicherlich auch viele Menschen kennen, die (noch) nicht suchtgefährdet sind. Darüber hinaus ist es auch ein Buch über Selbstakzeptanz und über die Suche nach dem eigenen Glück, und auch dazu fand ich Schreibers Gedanken sehr eingängig und wholesome. Ich bin sehr beeindruckt von der Ehrlichkeit, mit der Schreiber dieses Thema öffnet und sich selbst dabei so verletzbar macht. Ebenso von der tiefen Reflexion und der Beobachtungsgabe, mit der er soziale Situationen analysiert. 'Nüchtern' hat etwas in mir ausgelöst, und ich kann es von Herzen empfehlen - unabhängig davon, wie die eigene Beziehung zu Alkohol aussieht, da wir alle Menschen kennen, die wissentlich oder unwissentlich ein problematisches Trinkverhalten haben/hatten. Abhängigkeit ist von so vielen Vorurteilen begleitet, Schreiber hilft dabei, diese zu verstehen und sich ihnen zu widersetzen. CN: Sucht, Su1zid, Depr3ssionen, I-Wort, Krebs, T0d, Trauer

Mehr persönliche Einblicke als erwartet
Ich habe Daniel Schreiber in der deutschen sobriet-Community als Vorreiter wahrgenommen. Viele der Bücher und Quellen, die ich bisher zum Thema Nüchternheit gelesen habe weisen immer wieder auf Daniel Schreiber. Aber ich muss sagen, dass man merkt, dass das Buch schon 10 Jahre alt ist. Ich bin dankbar und habe großen Respekt vor dem Werk. Die öffentliche Auseinandersetzung mit einem damals noch größeren Tabu-Thema erfordert viel Mut. Trotzdem war ich insofern vom Buch enttäuscht, dass ich mir mehr Struktur gewünscht hätte. Es wirkt weniger wie ein Aufklärungsbuch, mehr wie ein Werk der eigenen Reflexion seiner Krankheit. Vielleicht hatte ich auch nur falsche Erwartungen. Aber davon abgesehen finde ich, dass man in der 10. Auflage (2023) diskriminierende Sprache auf jeden Fall hätte bemerken müssen (z.B das „I“-Wort für „Native Americans“). Auch finde ich, dass die AA überhaupt nicht kritisch betrachtet wurden. Auch wenn sie Daniel Schreiber persönlich geholfen haben, gibt es genug Kritikpunkte, die meiner Meinung nach mindestens erwähnt hätten werden müssen. Nichtsdestotrotz handelt es sich hier um ein wichtiges Buch mit einem wichtigen Thema. Trotzdem sollte man darüberhinaus weitere Inhalte zum Thema Abstinenz lesen um einen noch differenzierteren Blick zu bekommen.
Daniel Schreibers Essay Nüchtern – da möchte man fast ausrufen: „In your face, du kleiner alkoholvernichtender Typ!“ Doch so direkt und trotzig diese Worte auch klingen mögen, sie erfassen nur einen Bruchteil dessen, was dieses Buch tatsächlich vermittelt. Denn es ist weit mehr als eine Abrechnung mit dem Alkohol. Schreibers Werk ist zutiefst feinfühlig, oft berührend intim, und genau diese persönlichen Einblicke machen es so nahbar. Es lädt dazu ein, sich selbst wiederzuerkennen – ohne Scham für die eigenen Fehltritte oder Schwächen. Mit einer klaren, zugleich warmen Sprache zeigt Schreiber, wie die Erfahrung des Verzichts nicht nur herausfordernd, sondern auch befreiend und verbindend sein kann. Besonders, wenn es um die menschliche Psyche geht, spürt man: Es sind die Gemeinsamkeiten, die uns tragen. Das Gefühl, nicht allein mit den eigenen Kämpfen zu sein, macht Mut und schenkt Trost. Dafür möchte man Daniel Schreiber danken – für seine Ehrlichkeit, seine Offenheit und für all die Gedanken, die dieses Buch anstoßen wird. Möge es der Auftakt zu noch viel mehr sein!
Dieses Buch fand ich nicht leicht. Ich hab den Zugang nicht gefunden und das Buch zwischendurch für mehrere Monate (vielleicht sogar Jahre) weggelegt. Es erklärt vieles, aber es beunruhigt auch wenn man danach Menschen aus dem eigenen Umfeld betrachtet... Es ist am Ende eine Krankheit die nur mit der richtigen Hilfe besiegt werden kann. Ich würde dieses Buch gerne mehreren Menschen schenken, aber das wäre wohl sehr anmaßend.
Dieses feinsinnige Buch hat mich sehr nachdenklich gestimmt. Es führte mir vor Augen, dass Alkoholismus nichts mit fehlender Willensstärke zu tun hat, sondern eine ernst zu nehmende Krankheit ist. Sich diese selbst einzugestehen, und zu ihr zu stehen, ist nach wie vor extrem mit Scham und Angst behaftet. Aber es lohnt sich, dagegen anzugehen. Man wird mit so viel echtem Leben belohnt. All dies und noch viel mehr führt der Autor dem Leser bildhaft, ehrlich und gänzlich ohne belehrenden Ton vor Augen. Es brachte mich dazu, auch meine Trinkgewohnheiten kritisch zu prüfen und auf mögliche Suchtanzeichen zu achten. Wahrlich berührend!
Ich mag den Blickwinkel, den der Autor auf das Thema wirft. Mit vielem gehe ich absolut mit. Bis auf einige Aussagen, welche ich persönlich als etwas zu pauschalisiert empfinde, bin ich ganz seiner Meinung oder habe meinen Horizont diesbezüglich erweitert. Er spricht sowohl aus eigener Erfahrung als auch von Erfahrungen aus seinem Umfeld und untermauert vieles mit verschiedenen Studien. Seine Art und Weise zu schreiben, empfand ich als sehr angenehm. Eine Buchempfehlung nicht nur für Menschen, die selbst Betroffen sind oder jemand Betroffenen in ihrem Bekanntenkreis haben. Denn wir alle sollten uns eingehender mit dem Thema beschäftigen und uns im Umgang dessen sensibilisieren und Alkoholismus enttabuisieren.
„Nüchtern“ ist ein mutiges und wichtiges Buch. Für mich persönlich auch ein sehr bedeutendes Buch, da ich mich teilweise wiederfinde, wie auch in anderen Büchern von Daniel Schreiber. Der Umgang mit Alkohol in unserer Gesellschaft ist ein unfassbar schwieriges Thema. Daniel Schreiber stellt sich diesem Thema, gesellschaftlich und vor allem auch persönlich. Gleichzeitig nimmt er mir persönlich die Scheu (und vermutlich auch die Angst) und zeigt die Notwendigkeit auf, mich selbst in meinem Umgang mit Alkohol zu reflektieren.
Sehr eindrucksvolles Buch
Daniel Schreiber erzählt von der einen großen, gescheiterten Liebe seines Lebens. Dem Trinken … denn nie liegen Glück und Leid näher beieinander. Alkohol löst in uns Hochgefühle aus, sorgt für ein paar Momente Ruhe im Kopf und viel zu oft für ein bitterböses Erwachen. Ich denke, dass sich jeder Mensch, der nicht nüchtern lebt, sich in einer … aber wahrscheinlich eher in mehreren Passagen des Essays wieder erkennen wird. Der Konsum von Alkohol ist in unserer Gesellschaft tief verankert. Das Glas Rotwein zum Essen, das Feierabendbier, oder das Glas Sekt (ach komm schon … nur zum Anstoßen) gehört zum guten Ton. Doch das Alkohol biochemische Reaktionen auslöst, die schwerwiegende Auswirkungen auf das Belohnungs- und Lustzentrum in unserem Gehirn haben können und uns krank machen kann, davor verschließen viele die Augen. Alkoholabusus und Abhängigkeit wird - vor allem in Deutschland - so lange verdrängt und schön geredet, bis es oft schon zu spät ist. Daniel Schreiber schreibt schonungslos ehrlich über die Auswirkungen und den Umgang mit Alkohol in unserer Gesellschaft und über seinen eigenen Weg zu einem nüchternen Leben. Ich hatte lange Zeit großen Respekt - vielleicht auch etwas Angst - vor diesem Buch, weil ich selbst zwar nie abhängig im wörtlichen Sinn war, aber doch über lange Zeit ein problematisches Trinkverhalten hatte. Das hier zu schreiben kostet viel Überwindung, weil es doch mit Scham verbunden ist. Aber was uns dieses Buch - und auch Gespräche mit Therapeuten lehren - Alkoholismus ist eine Krankheit und niemand erkrankt aus freien Stücken daran. Ich finde, jeder, der regelmäßig Alkohol konsumiert, sich schon mal gefragt hat, ob sein Trinkverhalten besorgniserregend ist … oder jeder, der sich fragt, ob jemand in seinem näheren Umfeld ggf. ein problematisches Trinkverhalten an den Tag legt, sollte dieses Buch lesen, sich Wissen aneignen und versuchen zu verstehen, was Alkohol mit unserem Körper und unserem Verstand anstellt. Denn Alkohol ist vieles … aber sicher nicht ungefährlich.
Daniel Schreiber liefert hier mal wieder eine glasklare Sektion der Gesellschaft und deren Umfang mit Alkohol, mit Sucht, mit Abhängigkeit. Ohne umschweife schilert er seine ganze personliche Sucht, seine Krankheit und seinen Weg in ein gesundes Leben. Und auch wenn man nicht morgens um zehn schon zwei Wodkaflaschen intus hat, empfehle ich dieses Buch zu lesen, von dem man auch lernen kann, eigene Momente der Klarheit zu nutzen und sein Leben zu ändern, wenn es denn sein muss.
Ein starkes, mutiges, wichtiges Buch. Daniel Schreiber scheut sich nicht davor, ehrlich hinzusehen und beschreibt seinen eigenen Weg mit Alkohol sowie unseren gesellschaftlichen Umgang damit. Ich habe im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeiten so viele Menschen getroffen, deren Leben vom Alkohol negativ gezeichnet war - sei es aufgrund eigener Abhängigkeit oder wegen dem starken Konsum ihnen nahestehender Personen. Daniel Schreiber ist ein guter Beobachter und legt hier den Finger in die gesellschaftliche Wunde des Wegsehens und Verleugnens. Ich möchte unbedingt noch andere Werke des Autors lesen.
„Zu trinken, um den Lärm im Kopf zu beruhigen, um die Schuldgefühle, Unsicherheiten und zurückgehaltenen Vorwürfe handhabbar zu machen, die übertriebenen Erwartungen an sich selbst oder das Gefühl der Bedeutungslosigkeit zu bewältigen, ist eine ganz und gar unsinnige Strategie.“ S.128
Tolles Buch über das nüchtern werden und vorallem das nüchtern bleiben.
Nüchtern betrachtet: Ein ehrlicher Einblick in die Alkoholanhängigkeit
Ihr solltet das Buch lesen wenn ihr: • euch für die Gefühle einer alkoholabhängigen Person interessiert • einen sehr ehrlichen Blick auf die Droge Alkohol und auch generell auf Abhängigkeit werfen wollt Was mir gut (+) und was mir nicht gut (-) gefallen hat: + der Autor gewährt tiefe Einblicke in seine Alkoholabhängigkeit und macht sich sehr verletzlich, dadurch dass er auch sehr unangenehme Erfahrungen schildert + ich habe einen Blick auf Alkohol bekommen, für den ich sehr dankbar bin; es ist eine schlimme Droge und viel mehr Menschen als man weiß, haben wahrscheinlich ein Alkoholproblem + Daniel Schreiber schildert auch neurobiologische Zusammenhänge der Abhängigkeit, was ich sehr interessant fand + der Schreibstil des Autors ist sehr klar und konnte mich an manchen Stellen auch so bewegen, dass ich mir Passagen markiert habe - nicht alle Kapitel waren für mich gleichermaßen interessant, sodass ich das Buch (besonders im letzten Drittel) öfter wieder zur Seite gelegt habe "Wer regelmäßig zu viel Alkohol trinkt, versucht irgendwann vor allem den Giften in seinem Körper zu entfliehen. Ohne sich dessen bewusst zu sein, trinkt man, um mit den Folgen des eigenen Trinkens umzugehen, um sich normal zu fühlen." (S. 25)
Ein sehr gutes Buch über Alkoholprobleme und wie schwierig es ist in unserer Gesellschaft mit so etwas akzeptiert zu werden. Ich denke viele Leute werden sich hier wiederfinden, andere werden durch einen anderen Blick vielleicht mehr Verständnis für ihr Umfeld haben. Für jeden, in dessen Leben Alkohol eine wichtige Rolle spielt, ein empfehlenswertes Buch
Ich liebe alles an diesem Buch. Sich mit Daniel Schreiber im Bett einzukuscheln, fühlt sich immer wie eine warme Umarmung an. Außerdem habe ich das Gefühl, dass der Alkoholismus hier sehr gut für Abhängigkeiten aller Art steht. Wie schleichend und unbewusst er in unserer Gesellschaft und in unser Privatleben tritt. Dass Alkoholismus eine Krankheit ist, die es gilt ernst zu nehmen und das es Heilung gibt. Danke für dieses tolle Buch!
Authentisch, fesselnd, informativ und bewegend. Ein sehr persönliches, reflektiertes und aufklärendes Buch über Alkoholismus, den Stellenwert von Alkohol in unserer Gesellschaft, über Sucht und Abhängigkeit im Allgemeinen und die Frage, was Glück eigentlich ausmacht. Ein Buch ohne Arroganz und erhobenen Zeigefinger, das in seiner schonungslosen Ehrlichkeit berührt, konfrontiert, aufklärt, wachrüttelt und dazu führt, dass man seine eigenen Abhängigkeiten (die nicht zwangsweise den Alkohol betreffen müssen) und die eigene (Erwartungs-)Haltung sich selbst und seinem Leben gegenüber kritisch hinterfragt. Ein Buch, das mich trotz der ernsten Thematik und obwohl Alkohol nie „meine Baustelle“ war, sehr bereichert, meinen Blickwinkel auf das Leben verändert und mich dadurch sehr glücklich gemacht hat.
“Nüchtern“ ist nicht nur eine persönliche Geschichte, sondern auch eine Betrachtung der Rolle, die Alkohol in unserer Gesellschaft spielt. Für mich gehörte Alkohol jahrelang zum Leben dazu, mittlerweile bin ich froh, dass dem nicht mehr so ist und Daniel Schreiber gibt einem das Selbstbewusstsein, auch weiter nicht in die sozialen Konventionen des Trinkens passen zu müssen.




























