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Ein Schlag auf die Leber
Daniel Schreiber erzählt in seinem Essay „Trocken“ so nüchtern und schonungslos von seiner Alkoholkrankheit, dass sich mir beim Lesen regelrechter der Atem gestockt hat. Diese absolute Ehrlichkeit mit sich selbst und der Welt beeindruckt mich und lässt mich meinen Alkoholkonsum ziemlich kritisch hinterfragen. Es war ein Buch, bei dem ich mir so viele Gedanken gemacht habe, wie selten beim Lesen. Ich konnte eine Nacht kaum einschlafen weil sich mein Gedankenkarussel so schnell gedreht hat. Alkohol gehört in Deutschland dazu, wie das Amen in der Kirche. Ob man jetzt Essen geht, ins Stadion oder feiern. Überall wird man schief angeschaut, wenn sagt, man trinkt nichts. Es ist zu sehr in unserer Gesellschaft verankert. Trotzdem schauen wir abfällig auf die, die davon krank werden, was jedoch leider viel mehr Menschen betrifft, als man glaubt. Auch ich hätte von mir gesagt, dass ich keinen kritischen Alkoholkonsum habe. Doch beim Lesen dieses Buches habe ich so manches alkoholgetränkte Verhalten anders reflektiert. Es hat mich auch sensibilisiert, für die Menschen, die an Alkoholsucht leiden, was eine Krankheit wie Krebs oder Aids ist, jedoch wesentlich stärker stigmatisiert wird. Das ist auf jeden Fall ein Buch, über das ich noch lange nachdenken werde und von dem ich viel mitnehme.
Mar 20, 2025
Ein Schlag auf die Leber
Daniel Schreiber erzählt in seinem Essay „Trocken“ so nüchtern und schonungslos von seiner Alkoholkrankheit, dass sich mir beim Lesen regelrechter der Atem gestockt hat. Diese absolute Ehrlichkeit mit sich selbst und der Welt beeindruckt mich und lässt mich meinen Alkoholkonsum ziemlich kritisch hinterfragen. Es war ein Buch, bei dem ich mir so viele Gedanken gemacht habe, wie selten beim Lesen. Ich konnte eine Nacht kaum einschlafen weil sich mein Gedankenkarussel so schnell gedreht hat. Alkohol gehört in Deutschland dazu, wie das Amen in der Kirche. Ob man jetzt Essen geht, ins Stadion oder feiern. Überall wird man schief angeschaut, wenn sagt, man trinkt nichts. Es ist zu sehr in unserer Gesellschaft verankert. Trotzdem schauen wir abfällig auf die, die davon krank werden, was jedoch leider viel mehr Menschen betrifft, als man glaubt. Auch ich hätte von mir gesagt, dass ich keinen kritischen Alkoholkonsum habe. Doch beim Lesen dieses Buches habe ich so manches alkoholgetränkte Verhalten anders reflektiert. Es hat mich auch sensibilisiert, für die Menschen, die an Alkoholsucht leiden, was eine Krankheit wie Krebs oder Aids ist, jedoch wesentlich stärker stigmatisiert wird. Das ist auf jeden Fall ein Buch, über das ich noch lange nachdenken werde und von dem ich viel mitnehme.
Mar 20, 2025






