Zuhause
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Description
Book Information
Author Description
Daniel Schreiber, geboren 1977, ist Schriftsteller. Mit seinen Texten hat er eine neue Form des literarischen Essays geprägt. Seine Bücher – "Nüchtern" (2014), "Zuhause" (2017), "Allein" (2021) und "Die Zeit der Verluste" (2023) – wurden vom Feuilleton begeistert aufgenommen und standen teils monatelang auf der SPIEGEL-Bestseller und Sachbuch-Bestenliste. Er lebt in Berlin.
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Was ist Heimat? Wo fühlen wir uns zuhause? Ein kluger, leiser, berührender Essay
Mit ‚Zuhause‘ habe ich nun das vierte Buch von Daniel Schreiber gelesen – nach Allein, Liebe, Ein Aufruf und Zeit der Verluste. Stilistisch überrascht mich dieser Essay nicht: Schreiber bleibt seiner Mischung aus persönlicher Erfahrung, gesellschaftlicher Analyse und philosophischer Einordnung treu. Und doch gelingt es ihm wieder, viele kleine Gedankenschätze zu formulieren, die einen zum Weiterdenken anregen. Ich habe das Hörbuch gehört, das er wieder selbst gesprochen hat. Ich mag seine warme, leicht melancholische Stimme sehr gern. Ausgangspunkt des Buches ist Schreibers Biografie: das Aufwachsen als schwuler Junge in einem mecklenburgischen Dorf, geprägt von Ausgrenzung und dem Gefühl, nirgends wirklich hinzupassen. Dazu kommt die Familiengeschichte von Flucht und Entwurzelung, die sein Nachdenken über Heimat und Zugehörigkeit bis heute prägt. Diese autobiografischen Linien verwebt er mit Reflexionen über ein modernes Lebensgefühl, in dem „Zuhause“ kein fester Ort mehr ist, sondern eine fragile, manchmal schmerzhafte Suche. Schreiber schreibt wie immer ruhig, melancholisch und sehr reflektiert. Nichts ist spektakulär, aber vieles ist berührend. Der Essay lädt ein, über die eigenen Orte, Verluste und Sehnsüchte nachzudenken – und darüber, was es heute bedeutet, irgendwo anzukommen.

Schöne Gedanken was für einem das Gefühl oder der Ort „Zuhause“ ausmacht.
Es war das zweites Essay von Daniel Schreiber nach Nüchtern gelesen habe. Auch wenn es an den Titeln deutlich wird, dass es sich um komplett unterschiedliche Themen handelt, hatte ich doch irgendwie Erwartungen, dass mich die Gedanken und Erkenntnisse genauso aus Zuhause mitnehmen wie Nüchtern. Doch diesmal war es für mich schwer in das Essay rein zu finden und auch dran zu bleiben. Vielleicht auch deswegen, dass für mich ziemlich klar ist, was für mich Heimat und Gefühl nach Zuhause ausmacht, was ich damit verbinde und das ich nicht wirklich danach suchen muss. Dennoch waren schönes, nette und neue Gedanken dabei, die das eigene Leben, die eigene Interpretation von zuhause vielleicht überdenken zu lassen, neu zu interpretieren. Aber auch einen Blick dafür zu bekommen, dass es für andere vielleicht nicht so klar und deutlich ist was Zuhause ausmacht oder nicht wissen wie und/oder wo sie es finden, also noch auf der Suche sind.

Ich mag Daniel Schreiber, aber…
Der Autor hat eine tolle Sprache, bringt die Emotionen so real rüber und nähert sich auf besondere Weise dem gewählten Thema - soweit, so wunderbar. Jetzt hab ich allerdings das dritte Buch von ihm gelesen und hab im Grunde genommen das Gefühl, drei mal das gleiche Buch gelesen zu haben. Obwohl ich vieles von dem, was er sagt, sehr fühle („Nüchtern“ absolutes Highlight für mich!), ist es immer: die Depressionen, der Alkoholismus, das Leben in New York und London, gespickt mit intellektuellen Anekdoten. Macht er das trotzdem gut? Auf jeden Fall. Ich fürchte, wir steuern da auf eine kleine Hassliebe zu!
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Daniel Schreiber, geboren 1977, ist Schriftsteller. Mit seinen Texten hat er eine neue Form des literarischen Essays geprägt. Seine Bücher – "Nüchtern" (2014), "Zuhause" (2017), "Allein" (2021) und "Die Zeit der Verluste" (2023) – wurden vom Feuilleton begeistert aufgenommen und standen teils monatelang auf der SPIEGEL-Bestseller und Sachbuch-Bestenliste. Er lebt in Berlin.
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Was ist Heimat? Wo fühlen wir uns zuhause? Ein kluger, leiser, berührender Essay
Mit ‚Zuhause‘ habe ich nun das vierte Buch von Daniel Schreiber gelesen – nach Allein, Liebe, Ein Aufruf und Zeit der Verluste. Stilistisch überrascht mich dieser Essay nicht: Schreiber bleibt seiner Mischung aus persönlicher Erfahrung, gesellschaftlicher Analyse und philosophischer Einordnung treu. Und doch gelingt es ihm wieder, viele kleine Gedankenschätze zu formulieren, die einen zum Weiterdenken anregen. Ich habe das Hörbuch gehört, das er wieder selbst gesprochen hat. Ich mag seine warme, leicht melancholische Stimme sehr gern. Ausgangspunkt des Buches ist Schreibers Biografie: das Aufwachsen als schwuler Junge in einem mecklenburgischen Dorf, geprägt von Ausgrenzung und dem Gefühl, nirgends wirklich hinzupassen. Dazu kommt die Familiengeschichte von Flucht und Entwurzelung, die sein Nachdenken über Heimat und Zugehörigkeit bis heute prägt. Diese autobiografischen Linien verwebt er mit Reflexionen über ein modernes Lebensgefühl, in dem „Zuhause“ kein fester Ort mehr ist, sondern eine fragile, manchmal schmerzhafte Suche. Schreiber schreibt wie immer ruhig, melancholisch und sehr reflektiert. Nichts ist spektakulär, aber vieles ist berührend. Der Essay lädt ein, über die eigenen Orte, Verluste und Sehnsüchte nachzudenken – und darüber, was es heute bedeutet, irgendwo anzukommen.

Schöne Gedanken was für einem das Gefühl oder der Ort „Zuhause“ ausmacht.
Es war das zweites Essay von Daniel Schreiber nach Nüchtern gelesen habe. Auch wenn es an den Titeln deutlich wird, dass es sich um komplett unterschiedliche Themen handelt, hatte ich doch irgendwie Erwartungen, dass mich die Gedanken und Erkenntnisse genauso aus Zuhause mitnehmen wie Nüchtern. Doch diesmal war es für mich schwer in das Essay rein zu finden und auch dran zu bleiben. Vielleicht auch deswegen, dass für mich ziemlich klar ist, was für mich Heimat und Gefühl nach Zuhause ausmacht, was ich damit verbinde und das ich nicht wirklich danach suchen muss. Dennoch waren schönes, nette und neue Gedanken dabei, die das eigene Leben, die eigene Interpretation von zuhause vielleicht überdenken zu lassen, neu zu interpretieren. Aber auch einen Blick dafür zu bekommen, dass es für andere vielleicht nicht so klar und deutlich ist was Zuhause ausmacht oder nicht wissen wie und/oder wo sie es finden, also noch auf der Suche sind.

Ich mag Daniel Schreiber, aber…
Der Autor hat eine tolle Sprache, bringt die Emotionen so real rüber und nähert sich auf besondere Weise dem gewählten Thema - soweit, so wunderbar. Jetzt hab ich allerdings das dritte Buch von ihm gelesen und hab im Grunde genommen das Gefühl, drei mal das gleiche Buch gelesen zu haben. Obwohl ich vieles von dem, was er sagt, sehr fühle („Nüchtern“ absolutes Highlight für mich!), ist es immer: die Depressionen, der Alkoholismus, das Leben in New York und London, gespickt mit intellektuellen Anekdoten. Macht er das trotzdem gut? Auf jeden Fall. Ich fürchte, wir steuern da auf eine kleine Hassliebe zu!












