Mann mit der Ledertasche
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Description
»Das gesamte Personal der Post muss in seiner völligen Hingabe an das Interesse der Öffentlichkeit immer standhaft und rechtschaffen bleiben. Vom Personal der Post wird erwartet, dass es nach den höchsten sittlichen Grundsätzen handelt, die Gesetze der Vereinigten Staaten achtet und sich im Übrigen an die Vorschriften und Richtlinien der Postverwaltung hält.«
Der Briefträger Henry Chinaski alias Charles Bukowski bleibt unsittlich: Er legt sich mit seinem Vorgesetzten an, säuft, wettet und versucht erfolglos, eine dauerhafte sexuelle Beziehung aufzubauen. Schließlich quittiert er den Dienst, um einen Roman zu schreiben.
Book Information
Author Description
Charles Bukowski wurde als Heinrich Karl Bukowski 1920 in Andernach geboren. Sein Vater war ein in Deutschland stationierter GI. Kurz vor Bukowskis drittem Geburtstag zog die Familie in die USA. Nach der Highschool belegte Bukowski Literatur-, Journalistik- und Kunstkurse am Los Angeles City College. Erst Anfang der 70er-Jahre kam der Erfolg als Schriftsteller. Charles Bukowski war mehrmals verheiratet und hat eine Tochter. Am 9. März 1994 starb er nach schwerer Krankheit.
Posts
Erschreckend Rau
Der Mann mit der Ledertasche, ist das erste Buch welches ich von Bukowski gelesen habe. Ich war erschrocken über den Rauen und ungeschönten Schreibstil, aber genau das hat mich abgeholt. Ähnlich wie in der "Minusmann", hat mich diese brutale Art in den Bann gezogen. Subjektiv gesagt, hat mir das Buch sehr viel Spaß gemacht und war ein Startschuss weiter in diese Welt der Literatur einzutauchen.
Charles Bukowskis Roman „Der Mann mit der Ledertasche“ ist eine literarische Abrechnung mit der Monotonie des Arbeitslebens, dem Scheitern und den verzweifelten Versuchen, dem Dasein doch noch einen Funken Vergnügen abzutrotzen. Geschrieben in den 1970er-Jahren, hat das Buch auch mehr als fünfzig Jahre später nichts von seiner Relevanz verloren. Die existenziellen Probleme der Menschen – entfremdete Arbeit, Depression, Alkohol und das Gefühl, in einem sinnlosen System gefangen zu sein – sind zeitlos. Die Geschichte folgt Henry Chinaski, Bukowskis literarischem Alter Ego, der sich als Briefträger und später als Postbeamter durchschlägt. Doch Arbeit bedeutet für ihn nicht Selbstverwirklichung, sondern Qual. Die Routine ist erdrückend, die Vorgesetzten sadistisch, die einzige Perspektive: Rechnungen zahlen, sich durch den Tag schleppen und hoffen, dass der Suff und der Sex wenigstens ein bisschen Erleichterung bringen. Bukowski beschreibt diesen Kreislauf mit seiner unverwechselbaren Mischung aus Lakonie, Wut und schwarzem Humor – ein Stil, der ebenso roh wie poetisch ist. Wie Bukowski selbst auf dem Buchumschlag sagt: „Ich fotografiere einfach die Scheiße um mich herum, das ist meine Kunst…“ – und genau das macht den Roman so wirkungsvoll. Er ist nicht geschönt, nicht moralisch oder konstruktiv, sondern eine schonungslose Momentaufnahme des trostlosen Alltags eines Mannes, der sich weigert, sich zu fügen. Im Kern zeigt Bukowski, dass sich das Leben der arbeitenden Klasse in den letzten fünfzig Jahren kaum verändert hat. Heute gibt es das Internet als Fluchtmöglichkeit, aber die grundlegenden Strukturen sind dieselben geblieben: Die meisten schuften für Menschen, die sie nicht ausstehen können, in Jobs, die sie hassen, während der Alkohol für viele noch immer eine der wenigen legalen Möglichkeiten ist, dem Wahnsinn des Alltags zu entkommen. Bukowskis Der Mann mit der Ledertasche ist keine klassische Gesellschaftskritik, sondern ein literarischer Mittelfinger an das System. Witzig, derb und bitter – ein Buch für alle, die das Leben manchmal genauso absurd finden wie Henry Chinaski.
2,5 Sterne Dass Bukowskis Bücher als sexistisch gelten, war mir schon vorher klar und kann ich hiermit auch bestätigen. Das hat mich aber gar nicht groß gestört, da ich diesen derben Stil anfangs mal ganz abwechslungsreich fand, auch wenn der Humor nicht wirklich mein Ding war und ich an ganz wenigen Stellen höchstens mal geschmunzelt habe . Allerdings fand ich den Humor und das Buch auch nicht dämlich, da gibt es weitaus niveauloseres auf dem Markt. Mich hat es schlichtweg gelangweilt, da sich die gesamte Handlung ständig wiederholt. Verkatert aufstehen, sich lustlos zur Arbeit schleppen, ein paar allein stehende Frauen vögeln, zu Hause die Freundin vögeln, saufen, schlafen und immer mal wieder vögeln. Sprachlich konnte mir hier nichts geboten werden, ebenso wenig wie eine Charakterentwicklung, was Bukowski aber vermutlich auch nicht im Sinn hatte. Was er denn jetzt aber bezwecken wollte ist mir auch schleierhaft. Die spießbürgerliche Arbeiterschaft provozieren? Den langweiligen Beamten einen Spiegel vorhalten? Hat Anfang der 70er vielleicht funktioniert, heute ist das Buch jedoch nicht mehr sonderlich schockierend. Letztendlich ist es auch egal was der Autor erzielen wollte, mich hat er nicht erreicht. Vielleicht probiere ich es irgendwann mal mit dem Liebesleben Der Hyäne, aber wohl nicht in naher Zukunft.
Sexistischer Zyniker verkackt sich alles
Das Buch handelt eigentlich nur von dem schrecklich langweiligen Job als Postbote, wobei Chinaski (Bukowski) dauernd nur ans trinken denkt und an weibliche Körperteile. Ausschließlich Körperteile. Er reduziert Frauen das ganze Buch lang auf ihr Äußeres und sexualisiert sie dabei permanent. Weil er so ein zynisches Stück Elend ist, bricht er im Laufe des Buchs jede Beziehung und jeden Job ab, mit Ausnahme des Saufens. Alle paar Seiten gibt es mal eine gesellschaftskritische Textpassage. Dabei ist alles super oberflächlich und verläuft nach dem Motto „Alles ist voll egal, ich hasse meinen Job eh, das einzige tolle im Leben ist saufen und bumsen“. Das damit auf eine realistische & morbide Art die Absurdität des entfremdeten Arbeitslebens gezeigt wird, stimmt zwar, bietet aber aus der Perspektive Chinaskis keinen wirklichen Mehrwert. Statt einem revolutionären Gedanken oder einer Art Selbstverwirklichung ausserhalb des Berufslebens, erlebt Chinaski keinerlei Persöhnlichkeitsentwicklung und bleibt einfach ein pessimistisches Arschloch. Den einzigen Wert den ich in diesem Buch finden kann ist, dass man nicht so verbittert enden möchte wie das Alter Ego von Bukowski und das kapitalistische Stiefellecker Vollidioten sind. Aber vielleicht ist das ja auch schon was.
Keine Ahnung, was ich davon halten soll
Vielleicht verstehe ich das Buch nicht... Keine Ahnung. Ich kann nur sagen, dass ich die Hauptfigur so gehasst habe und es nur zu Ende gelesen habe um zu erfahren, ob er auf schmerzhafter weiße stirbt. Die Hauptfigur ist ein narzisstischer Alkoholiker, der sein ganzes Leben und alle Personen hasst. Kann absolut nicht nachvollziehen, wie Man so etwas freiwillig lesen möchte.... Aber ich habe es ja auch getan. Naja. Menschen machen bekannter Weiße Fehler.
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»Das gesamte Personal der Post muss in seiner völligen Hingabe an das Interesse der Öffentlichkeit immer standhaft und rechtschaffen bleiben. Vom Personal der Post wird erwartet, dass es nach den höchsten sittlichen Grundsätzen handelt, die Gesetze der Vereinigten Staaten achtet und sich im Übrigen an die Vorschriften und Richtlinien der Postverwaltung hält.«
Der Briefträger Henry Chinaski alias Charles Bukowski bleibt unsittlich: Er legt sich mit seinem Vorgesetzten an, säuft, wettet und versucht erfolglos, eine dauerhafte sexuelle Beziehung aufzubauen. Schließlich quittiert er den Dienst, um einen Roman zu schreiben.
Book Information
Author Description
Charles Bukowski wurde als Heinrich Karl Bukowski 1920 in Andernach geboren. Sein Vater war ein in Deutschland stationierter GI. Kurz vor Bukowskis drittem Geburtstag zog die Familie in die USA. Nach der Highschool belegte Bukowski Literatur-, Journalistik- und Kunstkurse am Los Angeles City College. Erst Anfang der 70er-Jahre kam der Erfolg als Schriftsteller. Charles Bukowski war mehrmals verheiratet und hat eine Tochter. Am 9. März 1994 starb er nach schwerer Krankheit.
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Erschreckend Rau
Der Mann mit der Ledertasche, ist das erste Buch welches ich von Bukowski gelesen habe. Ich war erschrocken über den Rauen und ungeschönten Schreibstil, aber genau das hat mich abgeholt. Ähnlich wie in der "Minusmann", hat mich diese brutale Art in den Bann gezogen. Subjektiv gesagt, hat mir das Buch sehr viel Spaß gemacht und war ein Startschuss weiter in diese Welt der Literatur einzutauchen.
Charles Bukowskis Roman „Der Mann mit der Ledertasche“ ist eine literarische Abrechnung mit der Monotonie des Arbeitslebens, dem Scheitern und den verzweifelten Versuchen, dem Dasein doch noch einen Funken Vergnügen abzutrotzen. Geschrieben in den 1970er-Jahren, hat das Buch auch mehr als fünfzig Jahre später nichts von seiner Relevanz verloren. Die existenziellen Probleme der Menschen – entfremdete Arbeit, Depression, Alkohol und das Gefühl, in einem sinnlosen System gefangen zu sein – sind zeitlos. Die Geschichte folgt Henry Chinaski, Bukowskis literarischem Alter Ego, der sich als Briefträger und später als Postbeamter durchschlägt. Doch Arbeit bedeutet für ihn nicht Selbstverwirklichung, sondern Qual. Die Routine ist erdrückend, die Vorgesetzten sadistisch, die einzige Perspektive: Rechnungen zahlen, sich durch den Tag schleppen und hoffen, dass der Suff und der Sex wenigstens ein bisschen Erleichterung bringen. Bukowski beschreibt diesen Kreislauf mit seiner unverwechselbaren Mischung aus Lakonie, Wut und schwarzem Humor – ein Stil, der ebenso roh wie poetisch ist. Wie Bukowski selbst auf dem Buchumschlag sagt: „Ich fotografiere einfach die Scheiße um mich herum, das ist meine Kunst…“ – und genau das macht den Roman so wirkungsvoll. Er ist nicht geschönt, nicht moralisch oder konstruktiv, sondern eine schonungslose Momentaufnahme des trostlosen Alltags eines Mannes, der sich weigert, sich zu fügen. Im Kern zeigt Bukowski, dass sich das Leben der arbeitenden Klasse in den letzten fünfzig Jahren kaum verändert hat. Heute gibt es das Internet als Fluchtmöglichkeit, aber die grundlegenden Strukturen sind dieselben geblieben: Die meisten schuften für Menschen, die sie nicht ausstehen können, in Jobs, die sie hassen, während der Alkohol für viele noch immer eine der wenigen legalen Möglichkeiten ist, dem Wahnsinn des Alltags zu entkommen. Bukowskis Der Mann mit der Ledertasche ist keine klassische Gesellschaftskritik, sondern ein literarischer Mittelfinger an das System. Witzig, derb und bitter – ein Buch für alle, die das Leben manchmal genauso absurd finden wie Henry Chinaski.
2,5 Sterne Dass Bukowskis Bücher als sexistisch gelten, war mir schon vorher klar und kann ich hiermit auch bestätigen. Das hat mich aber gar nicht groß gestört, da ich diesen derben Stil anfangs mal ganz abwechslungsreich fand, auch wenn der Humor nicht wirklich mein Ding war und ich an ganz wenigen Stellen höchstens mal geschmunzelt habe . Allerdings fand ich den Humor und das Buch auch nicht dämlich, da gibt es weitaus niveauloseres auf dem Markt. Mich hat es schlichtweg gelangweilt, da sich die gesamte Handlung ständig wiederholt. Verkatert aufstehen, sich lustlos zur Arbeit schleppen, ein paar allein stehende Frauen vögeln, zu Hause die Freundin vögeln, saufen, schlafen und immer mal wieder vögeln. Sprachlich konnte mir hier nichts geboten werden, ebenso wenig wie eine Charakterentwicklung, was Bukowski aber vermutlich auch nicht im Sinn hatte. Was er denn jetzt aber bezwecken wollte ist mir auch schleierhaft. Die spießbürgerliche Arbeiterschaft provozieren? Den langweiligen Beamten einen Spiegel vorhalten? Hat Anfang der 70er vielleicht funktioniert, heute ist das Buch jedoch nicht mehr sonderlich schockierend. Letztendlich ist es auch egal was der Autor erzielen wollte, mich hat er nicht erreicht. Vielleicht probiere ich es irgendwann mal mit dem Liebesleben Der Hyäne, aber wohl nicht in naher Zukunft.
Sexistischer Zyniker verkackt sich alles
Das Buch handelt eigentlich nur von dem schrecklich langweiligen Job als Postbote, wobei Chinaski (Bukowski) dauernd nur ans trinken denkt und an weibliche Körperteile. Ausschließlich Körperteile. Er reduziert Frauen das ganze Buch lang auf ihr Äußeres und sexualisiert sie dabei permanent. Weil er so ein zynisches Stück Elend ist, bricht er im Laufe des Buchs jede Beziehung und jeden Job ab, mit Ausnahme des Saufens. Alle paar Seiten gibt es mal eine gesellschaftskritische Textpassage. Dabei ist alles super oberflächlich und verläuft nach dem Motto „Alles ist voll egal, ich hasse meinen Job eh, das einzige tolle im Leben ist saufen und bumsen“. Das damit auf eine realistische & morbide Art die Absurdität des entfremdeten Arbeitslebens gezeigt wird, stimmt zwar, bietet aber aus der Perspektive Chinaskis keinen wirklichen Mehrwert. Statt einem revolutionären Gedanken oder einer Art Selbstverwirklichung ausserhalb des Berufslebens, erlebt Chinaski keinerlei Persöhnlichkeitsentwicklung und bleibt einfach ein pessimistisches Arschloch. Den einzigen Wert den ich in diesem Buch finden kann ist, dass man nicht so verbittert enden möchte wie das Alter Ego von Bukowski und das kapitalistische Stiefellecker Vollidioten sind. Aber vielleicht ist das ja auch schon was.
Keine Ahnung, was ich davon halten soll
Vielleicht verstehe ich das Buch nicht... Keine Ahnung. Ich kann nur sagen, dass ich die Hauptfigur so gehasst habe und es nur zu Ende gelesen habe um zu erfahren, ob er auf schmerzhafter weiße stirbt. Die Hauptfigur ist ein narzisstischer Alkoholiker, der sein ganzes Leben und alle Personen hasst. Kann absolut nicht nachvollziehen, wie Man so etwas freiwillig lesen möchte.... Aber ich habe es ja auch getan. Naja. Menschen machen bekannter Weiße Fehler.











