Die letzte Reise der Meerjungfrau

Die letzte Reise der Meerjungfrau

Hardback
3.223
WunderHistorischer RomanKuriositätenSeejungfrau

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Description

"Wenn die feine Gesellschaft davon bezaubert ist und London davon bezaubert ist, wird es auch die ganze Welt sein. Es steht bereits fest: Die Meerjungfrau ist eine Sensation."

Ein Wunder, raunen die einen. Betrug, rufen die anderen. Für den Kaufmann Jonah Hancock zählt nur eines: Die Meerjungfrau, die sein Kapitän aus Übersee mitgebracht hat, versetzt ganz London in Staunen. Wie ein Lauffeuer verbreitet sich die Kunde in den Kaffeehäusern, Salons und Bordellen der Stadt. Jonah steigt in die obersten Kreise der Gesellschaft auf und verkauft seine Meerjungfrau schließlich für eine schwindelerregende Summe. Nur die Gunst der Edelkurtisane Angelica Neal bleibt unerschwinglich für ihn, denn als Beweis seiner Liebe fordert Angelica eine eigene Meerjungfrau. Jonah setzt alles daran, ihr diesen Wunsch zu erfüllen. Doch Wunder haben einen hohen Preis.

Ein preisgekröntes Romandebüt über Menschen, Meerjungfrauen und das ewige Streben nach mehr. Imogen Hermes Gowar erweckt das London des 18. Jahrhunderts zum Leben - schillernd, faszinierend und facettenreich.

"Ein großartiger Roman über Leidenschaft und Besessenheit, Träume und Realität. Die Geschichte ist zugleich spannend, rührend, lustig, traurig und herzerwärmend. Sie wird Sie zum Lachen und zum Weinen bringen. Vor allem jedoch wird Sie das Ensemble an unglaublich bezaubernden Charakteren durch die Seiten hasten lassen, bis Sie ans absolut überzeugende Ende gelangen. 'Die letzte Reise der Meerjungfrau' ist überragend." The Times

"Treten Sie näher, treten Sie näher! Es gibt ein wahres Wunder zu bestaunen: eine Meerjungfrau, die aus Worten gezaubert wurde. Die Autorin dieses Debüts hat mich eingewickelt mit der Würze ihrer Worte und ihren schriftstellerischen Kunstgriffen und mich für einen Moment vergessen lassen, dass Meerjungfrauen gar nicht existieren." The Guardian

"Dieses umwerfende Romandebüt zieht einen von der ersten Seite an mitten hinein in ein Abenteuer voller prächtiger Details, das im umtriebigen und opulenten London des 18. Jahrhunderts spielt. Ein wunderbar anschaulicher Roman, dessen brillant gezeichnete Charaktere von ungestümen und gefährlichen Wünschen angetrieben werden." Sunday Express

"Imogen Hermes Gowar ist auf dem besten Weg zur Starautorin." Sunday Times

"Dies ist ohne Zweifel der Beginn einer großen Karriere für diese junge Autorin." Vogue

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
560
Price
20.60 €

Posts

9
All
0.5

Konnte mich leider gar nicht überzeugen :-(

Ich hatte das Buch schon länger auf dem SuB liegen gehabt und wollte es mit einer Bekannten im Buddyread lesen. Auch weil mich das Setting mit London und 19. Jahrhundert eigentlich sonst immer gut packt. Aber ich bin nicht mal richtig ins Buch rein gekommen, auch weil der Schreibstil mich gar nicht gecatched hat, was echt schade ist. Deshalb leider, leider *Leseabbruch!*

1

Null Gefühle, keine Spannung, abgebrochen!

Trotz der negativen Bewertungen, gab ich dem Buch eine Chance. Nur leider hat es mich enttäuscht. Nach Buch Eins war Schluss für mich. Ich hatte so ein Gefühl, dass die Story nie zum Ende kommt, da sie immer weitere Kreise zieht. Gefühle kommen null rüber, kein Tiefgang, keine Spannung. Schade um das hübsche Buch, das so gut aufgemacht ist. Hübsche Verpackung - enttäuschender Inhalt. Die Kritik der Buchkritiker kann ich null nachvollziehen, dass die Autorin das Gespür für Details und Emotionen hat. Leider nicht. Keine Empfehlung meinerseits, da abgebrochen.

4

Die Meerjungfrau ist nicht was man erwartet und die Story auch nicht. Aber die Charaktere, das Setting, das Mystische gemischt mit dem Historischen haben richtig viel Spaß gemacht. Daumen hoch.

2.5

Kurzweilig und langatmig

An sich ist es ein ganz gutes, unterhaltsames Buch, wenn man auf historische Romane in London steht, in denen nicht so viel passiert. Es ist mit 555 Seiten nur leider viel länger, als es für diese Geschichte nötig gewesen wäre, und zog sich damit wie Kaugummi. Die Charaktere und den Plot mochte ich ganz gerne, auch wenn die Geschichte eine andere Richtung eingeschlagen hat, als ich erwartet habe. Nachhaltig Eindruck hinterlassen hat es aber nicht, was das Buch somit leider gleichzeitig langatmig und kurzweilig macht. Eine wirklich ungünstige Kombination.

4

Ich danke der Lesejury des Bastei Lübbe Verlags für die Teilnahme an der Leserunde zu diesem Buch. Das Debüt der englischen Autorin Imogen Hermes Gowar entführt in das opulente und genußfreudige 18. Jahrhundert. Mr Hancock ist ein Mann, der sehr auf seine Pflichten als Kaufmann bedacht ist und seit dem frühen Tod seiner Frau und seines Erstgeborenen bei der Geburt in einer traurigen Einsamkeit verharrt. Erst ein Kuriosum, das ihm einer seiner Kapitäne an Stelle der bestellten Waren aus Übersee mitbringt, reißt ihn in eine gänzlich andere Welt, die durch die Edelhure Angelica Neal verkörpert wird. Dieser zunächst recht oberflächlich erscheinenden Frau verfällt er auf eine ihn verzehrende Weise, so dass er ihr alles verspricht. Der Roman ist äußerst ungewöhnlich. Er ist sicher nicht geeignet für Liebhaber der Arielle oder von Teenie-Serien wie "Plötzlich Meerjungfrau". Allein die sehr realistischen Schilderungen des Lebens der "Gesellschafterinnen", die durch eine "Kupplerin" auf ihr Gewerbe vorbereitet werden, ist sicher erst für ältere Jugendliche (ab 16 Jahren) geeignet. Nachdem der Anfang des Buches sich sehr ruhig und still den Hauptpersonen nähert, wird später die Spannung ständig hochgehalten durch ungeahnte Wendungen und Personen, die sich überhaupt nicht so verhalten, wie man es aus den bisherigen Schilderungen von ihnen erwartet hätte. Die Autorin schildert das Leben im 18. Jahrhundert äußerst detailreich, so dass Liebhaber von historischen Romanen sicher auf ihre Kosten kommen, obwohl keine historische Persönlichkeit oder ein herausragendes Ereignis eine Rolle spielt. Die Sprache des Buches hat mir sehr gut gefallen, da sie einen direkt in die geschilderte Welt führt und man Personen und Orte im Kopfkino sieht und auch die Gefühle der Personen gut miterleben kann. Und die Emotionen ziehen sich von Euophorie über blinde Verliebtheit bis zu Depression. Das einzige, was mich etwas verwirrt hat, und ich kann es jetzt auch noch nicht richtig zuordnen, sind die kursiv gedruckten Einschübe. Es sind nicht genau zuzuordnende Gedanken, Schreie, Sehnsüchte, die von der Autorin mitten in das Geschehen gesetzt werden. Das Buch war eine neue, sehr interessante Leseerfahrung. Es ist ein historischer Roman mit fantastisch anmutenden Anklängen, der die Entwicklung der Hauptpersonen innerhalb eines recht kurzen Zeitraums genau unter die Lupe nimmt. Bildgewaltig und detailreich, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen - ein mutiges Debüt!

4

„Wir leben in einer großen Welt, aber sehen nur einen kleinen Teil davon.“ Zum Cover: Die zwei Muscheln im Vordergrund verraten so halbwegs schon, worum es geht, um eine Meerjungfrau. Dass sie hier einmal komplett anders ist als in den Märchen, die man kennt, sei nur mal so gesagt. Allerdings kommt dieses Cover so über dem Bildschirm gar nicht so herüber, wie es von Angesicht passiert. Denn die goldgelben Blumenakzente funkeln und spiegeln das Licht wider, das sich in ihnen bricht, was wunderschön anzusehen ist. Da hat man doch von außen ein recht schönes Schätzchen geschaffen. Zum Inhalt: „Man bekommt etwas am leichtesten, wenn man so tut als hätte man es schon.“ – Ein Wunder, raunen die einen. Betrug, rufen die anderen. Für den Kaufmann Jonah Hancock zählt nur eines: Die Meerjungfrau, die sein Kapitän aus Übersee mitgebracht hat, versetzt ganz London in Staunen. Wie ein Lauffeuer verbreitet sich die Kunde in den Kaffeehäusern, Salons und Bordellen der Stadt London. Jonah steigt in die obersten Kreise der Gesellschaft auf und verkauft seine Meerjungfrau schließlich für eine schwindelerregende Summe. Nur die Gunst der Edelkurtisane Angelica Neal bleibt unerschwinglich für ihn, denn als Beweis seiner Liebe fordert Angelica eine eigene Meerjungfrau. Jonah setzt alles daran, ihr diesen Wunsch zu erfüllen. Doch Wunder haben einen hohen Preis. Wird er ihn bezahlen können? Meine Meinung: Das Debüt von Imogen Hermes Gowars ist ja fast eingeschlagen wie eine Bombe, wenn auch eine seichte. Dieses Buch hat definitiv etwas Besonderes an sich, auch wenn ich zwar erst etwas anderes erwartet habe, hat es mich doch positiv überraschen können. Der Charme des 18. Jahrhunderts ist auf jeden Fall bei mir angekommen, auch wenn die Bildsprache eher direkt und fast schon tölpelhaft unverschämt, aber andererseits war das auch recht reizsam. Es war dagegen eben etwas komplett anderes, was ich normalerweise lese und es hat mir doch irgendwie auch gefallen, obwohl mir die Charaktere, außer einige wenige, nicht wirklich nahgingen und sie eher oberflächlich blieben, ich mochte die Geschichte und die Entfaltung dieser. Auch das Setting im frühen London gefällt mir immer sehr gut, da kann für mich kaum etwas schiefgehen. Die Meerjungfrau hatte ich, wie es viele bestimmt ebenfalls haben, vollkommen anders erwartet. Sie hatte ihre ganz eigene Sprache und ihr Aussehen entspricht nicht dem, das wir aus dem sehr bekannten Märchen kennen, dennoch war gerade das das, was neugierig gemacht hat und zum Weiterlesen hat animieren können. Der ansehnliche Schreibstil, der sich doch einigermaßen flüssig lesen ließ, hat sicherlich da auch sein Bestes dazu getan. Ich für meinen Teil habe jetzt gar nicht mehr so eine große Scheu vor historischen Büchern, denn dieses hier hat mir bewiesen, dass sie auch sehr lehrreich oder einfach unterhaltsam sein können, und das der Schreibstil nicht schwer und gehoben sein muss, sondern auch locker sein kann und den Wissendurst anregt. Es ist nicht so, dass ich dieses Buch nun in den Himmel lobe, doch als ein Debüt, finde ich, hat die Autorin ihre Geschichte sehr gut gelöst, und ich mag das Ende ziemlich gerne sogar. Trotz der Schwierigkeiten, die die Figuren über das Buch begleiten, handeln sie am Ende so vernünftig, dass sie durchaus eine Entwicklung durchgemacht haben, die es sich gelohnt hat, zu verfolgen. Fazit: Schlichtweg hat mir somit „Die Reise der Meerjungfrau – oder wie Jonah Hancock über Nacht zum reichen Mann wurde“ von Imogen Hermes Gowars gut gefallen. Es hat neugierig gemacht und war dabei unterhaltsam, wenn ich jedoch so nicht sagen würde, dass es mein allerliebstes Lieblingsbuch werden wird – Das ist und wird es, denke ich, nicht. Doch dafür, dass es eigentlich mein erstes, „richtiges“ Buch im Genre der Historie gewesen ist, war es doch gar nicht mal so schlecht. Missen tue ich es auf jeden Fall nicht, und deshalb bekommt es von mir sehr gute 4 Sterne.

3

Eine ganz andere Geschichte als ich erwartet hatte. Tolle Charaktere, bei denen man ein breites Spektrum an Emotionen hatte - von Abscheu über Mitleid bis Freude, war alles dabei. Zusätzlich gewürzt war die Geschichte, mit einem, für mich, insgesamt absolut überraschenden Handlungsverlauf. So überraschend, dass mir die Beurteilung, ob es nun für mich ein gutes Buch war und wenn ja, wie gut es war, gar nicht zufriedenstellend beantworten kann. Vom Bauchgefühl her: 3.5-4 ⭐

4

Ich liebe Retellings oder Geschichten, die bekannte Elemente verwenden. Die Meerjungfrau ist eine oft beliebte Figur, die immer wieder neu fasziniert und ich war gespannt, wie Imogen Hermes Gowar sie einsetzen würde. Die Meerjungfrau begegnet uns bzw. Mr. Hancock bereits zu Beginn der Handlung, doch sie unterscheidet sich stark von der süßen Version, die allgemein geläufig ist. Dieses Wesen, das ungewollt in den Besitz des Protagonisten kommt, wird als ein toter, seltsamer Affe bezeichnet. Ein wenig Recherche ergab, dass 1842 der Zirkuspionier P.T. Barnum tatsächlich behauptete, eine echte Meerjungfrau sein Eigentum zu nennen. Die „Feejee Mermaid“ war eine Mischung aus Affe und Fisch und Barnum setzte sie gewinnbringend in seiner Ausstellung ein, bis sie angeblich einem Feuer zum Opfer fiel. Auch Mr. Hancock, der wegen dieses Fangs finanzielle Verluste einfahren musste, will seine Meerjungfrau gewinnbringend einsetzen und stellt sie deswegen gegen Eintritt aus. Im Zuge dieser Ausstellung trifft er auf eine ihm bis dato völlig fremde Welt – die der Prostituierten. Es ist natürlich nicht schwer, den Bogen von der Symbolik der Meerjungfrau zur Prostitution zu ziehen, stehen diese Fabelfiguren doch für sinnliche Weiblichkeit, Verführung, begehrt von vielen Männern, jedoch niemals zähmbar. Mr. Hancock verfällt Angelicas Reizen recht schnell, möchte sie als neue Frau an seiner Seite wissen, die seine Stellung in den Kreisen, in denen er sich bewegt, festigt. Zwar ziert sich die Kurtisane anfangs noch, aber da ihr ein Gönner fehlt, trifft sie die Entscheidung, ihn als nächsten Gönner zu akzeptieren. Er muss sie allerdings heiraten, denn auch sie sieht sich gezwungen, ihre Stellung innerhalb der Gesellschaft zu sichern. Im Prinzip vergleicht die Autorin die Ehe mit dem Verkauf des Körpers einer Frau. Sie wird, zumindest in der Epoche, in der die Story angesiedelt ist, Eigentum eines Mannes, der im Gegenzug andere Vorzüge ohne Konkurrenz genießen darf. Mit dieser Einordnung wird eine sehr einfaches Weltbild gezeichnet: Männer haben das Geld, Frauen bekommen es durch Heirat, Prostitution oder sie verarmen, was ich nicht sehr überzeugend fand. Im dritten Teil des Buchs schließlich, versucht Angelica, die gestrandete Meerjungfrau, die symbolisch eine tatsächlich nun lebend gefangene Nixe von der Autorin zur Seite gestellt bekommt, eine gute Ehefrau darzustellen und sich in der neuen Umgebung, in die Hancock sie verpflanz hat, einzufinden. Hier funktionierte für mich gar nichts mehr. Die ersten beiden Teile der Story werden komplett fallengelassen, so dass man fast das Gefühl hat, ein anderes Buch zu lesen. Die Unterschiede sind zur Atmosphäre von vorher so groß, dass sie den Lesespaß trübten. Irgendwann entsinnt sich die Autorin wieder aller Nebenschauplätze und versucht, sie am Ende irgendwie aufzulösen, aber zu dem Zeitpunkt hatte ich bereits das Interesse an ihnen verloren. Ich muss gestehen, dass mich einzig und allein der Schreibstil, die Liebe zum Detail, die außergewöhnliche Atmosphäre, die erzeugt wird, begeisterte. Die Figuren selbst sind eher Antihelden, entwickeln sich kaum und am Ende bleibt ein Gefühl von Leere zurück. So stark die Geschichte auch begonnen hat, es fehlte ihr an tiefe und an einem überzeugenden Schluss. Leserinnen, die nur gut unterhalten werden wollen, werden an „The Mermaid and Mrs. Hancock“ sicher großen Gefallen finden. Männliche Leser dürften sich unterrepräsentiert fühlen. Mir hat das Buch alles in allem viele schöne Lesestunden beschert, aber leider bleibt ein kleiner Wermutstropfen zurück, weil es an Tiefe mangelt.

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