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Das Buch ist keine komplette Empfehlung. Für jene, die sich mit den Anfängen Kafkas befassen möchten, sicherlich einen Blick wert.
Franz Kafka - ,,Betrachtung" Mit 18 Steinzeichnungen von Hermann Naumann Erstmals erschienen: Ende 1912 Vorliegende Ausgabe: 1989 Verlag: Reclam Hier liegen uns 18 kurze Prosatexte von Franz Kafka vor. Es ist seine erste Veröffentlichung in Buchform gewesen. Einige Texte sind bereits vorher in Zeitschriften erschienen. In sehr kurzen Episoden beschreibt Kafka Situation aus dem Alltag aus Sicht eines stillen Beobachters. Episoden aus der Kindheit, sowie einfache Beobachtungen aus dem Alltag finden hier ihren Platz. Oft spielt das Thema der Einsamkeit eine Rolle, welches in späteren Romanen noch ausführlicher zum Tragen kommen wird. Bereits in diesen kurzen Texten wird deutlich, wie gut Kafka mit der Sprache umgehen kann. Manchmal sehr klar, manchmal verschachtelt, erzeugt er deutliche und klare Bilder vor den Augen der Leser/innen. Inhaltlich bietet dieses erste Werk allerdings nicht sehr viel. Einige Erzählungen, welche nur eine halbe Seite füllen, sind schnell wieder vergessen. Gut gefallen hat mir die letzte Geschichte: ,,Unglücklichsein". Eine typische surreale Geschichte, die nur in einem kleinen Zimmer spielt, wo man nicht weiß, was genau gerade wirklich passiert. Hier zeigen sich Ansätze, was wir von späteren Büchern des Autors erwarten können. Das Buch ist keine komplette Empfehlung. Für jene, die sich mit den Anfängen Kafkas befassen möchten, sicherlich einen Blick wert. Aufgewertet werden die Erzählungen von abgebildeten Steinzeichnungen von Hermann Naumann, der für jede der 18 Geschichten eine passende Interpretation gefunden hat.

Oct 25, 2025
Das Buch ist keine komplette Empfehlung. Für jene, die sich mit den Anfängen Kafkas befassen möchten, sicherlich einen Blick wert.
Franz Kafka - ,,Betrachtung" Mit 18 Steinzeichnungen von Hermann Naumann Erstmals erschienen: Ende 1912 Vorliegende Ausgabe: 1989 Verlag: Reclam Hier liegen uns 18 kurze Prosatexte von Franz Kafka vor. Es ist seine erste Veröffentlichung in Buchform gewesen. Einige Texte sind bereits vorher in Zeitschriften erschienen. In sehr kurzen Episoden beschreibt Kafka Situation aus dem Alltag aus Sicht eines stillen Beobachters. Episoden aus der Kindheit, sowie einfache Beobachtungen aus dem Alltag finden hier ihren Platz. Oft spielt das Thema der Einsamkeit eine Rolle, welches in späteren Romanen noch ausführlicher zum Tragen kommen wird. Bereits in diesen kurzen Texten wird deutlich, wie gut Kafka mit der Sprache umgehen kann. Manchmal sehr klar, manchmal verschachtelt, erzeugt er deutliche und klare Bilder vor den Augen der Leser/innen. Inhaltlich bietet dieses erste Werk allerdings nicht sehr viel. Einige Erzählungen, welche nur eine halbe Seite füllen, sind schnell wieder vergessen. Gut gefallen hat mir die letzte Geschichte: ,,Unglücklichsein". Eine typische surreale Geschichte, die nur in einem kleinen Zimmer spielt, wo man nicht weiß, was genau gerade wirklich passiert. Hier zeigen sich Ansätze, was wir von späteren Büchern des Autors erwarten können. Das Buch ist keine komplette Empfehlung. Für jene, die sich mit den Anfängen Kafkas befassen möchten, sicherlich einen Blick wert. Aufgewertet werden die Erzählungen von abgebildeten Steinzeichnungen von Hermann Naumann, der für jede der 18 Geschichten eine passende Interpretation gefunden hat.
Oct 25, 2025








