Das Scherbenhaus

Das Scherbenhaus

Softcover
3.337
GefahrUnfallMordCrime Cologne Award

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Description

Seit Monaten schon wird Carla Brendel von einem Stalker verfolgt, der ihr Fotos mit bedrohlichen Motiven schickt: menschliche Haut. Ein Messer. Wunden. Erleichtert ergreift sie die Chance, in ein hochmodernes Wohnhaus nach Berlin zu ziehen. In ihrem perfekt abgesicherten Smart Home und der engen Hausgemeinschaft fühlt sie sich endlich in Sicherheit. Doch dann gibt es immer mehr alarmierende Vorfälle, und Carla ahnt mit Schrecken, dass der Feind gar nicht von außen kommt. Er ist schon längst bei ihr ...

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
N/A
Format
Softcover
Pages
336
Price
9.36 €

Author Description

Susanne Kliem wurde am Niederrhein geboren und lebt heute mit ihrer Familie in Berlin. Sie ist gelernte Buchhändlerin und arbeitete u. a. als Pressereferentin für Fernsehserien von ARD und ZDF sowie für das größte deutsche Theaterfestival »Theater der Welt«. Seit 2009 hat sie bereits zahlreiche Krimis veröffentlicht, zuletzt »Lügenmeer« (2019).

Posts

9
All
2

Es fehlt die Spannung

Das ist das erste Buch, was ich abbrechen musste. Ich habe bis zur Seite 238 (76%) gelesen: "Das Scherbenhaus" von Susanne Kliem Um was geht's: Seit Monaten schon wird Carla Brendel von einem Stalker verfolgt, der ihr Fotos mit bedrohlichen Motiven schickt: menschliche Haut. Ein Messer. Wunden. Erleichtert ergreift sie die Chance, in ein hochmodernes Wohnhaus nach Berlin zu ziehen. In ihrem perfekt abgesicherten Smart Home und der engen Hausgemeinschaft fühlt sie sich endlich in Sicherheit. Doch dann gibt es immer mehr alarmierende Vorfälle, und Carla ahnt mit Schrecken, dass der Feind gar nicht von außen kommt. Er ist schon längst bei ihr ... Meinung: Das Cover ist doch mal mega oder? Ich kam allerdings sehr schwer ins Buch hinein. Ich habe die Protagonisten immer nicht zuordnen können. So wirklich Spannung kam auch in dem Buch nicht auf. Die Story an sich war schon von der Idee her gut. Ich wollte mich nicht weiter quälen und habe das Buch abgebrochen. Irgendwie war ich frustriert, da das alles vorhersehbar war. Schade eigentlich, denn das Cover und der Klappentext war mega.

Es fehlt die Spannung
3

Kein Vergleich zu "Lügenmeer"

Der Klappentext klang so gut, und da mir "Lügenmeer" wirklich gut gefallen hat, hab ich mich auf dieses Buch gefreut. Aber puh, was soll man sagen....letztendlich ist es "nur" Durchschnitt. Wer der Bösewicht ist, hat man nach 60 Seiten raus. Das an sich ist nicht allzu schlimm, aber dieses ewige Hin und Her bis zum Ende...ist schon ein wenig anstrengend. Wer im Haus von wem warum abhängig ist, ist schon etwas unglaubwürdig. Carlas Verhalten auch. Für einen Sonntagnachmittag auf dem Sofa aber ganz nett.

2

Das Buch war ganz okay. Die „Liebesgeschichte“ war irgendwie Merkwürdig. Generell war der Plot auch einfach lahm und vorhersehbar.

2

Inhalt Seit Monaten wird Carla Brendel von einem Stalker terrorisiert. Sie bekommt grauenvolle Fotos zugeschickt, die menschliche Haut, Wunden und Messer zeigen. Als ihre Halbschwester Ellen aus Berlin anruft und Carla um Hilfe bittet zögert sie nicht lange und flüchtet aus ihrer idyllischen Heimatstadt in das anonyme Berlin. Ellens Wohnkomplex Safe Haven wirkt auf Carla wie ein schützender Kokon, doch dann verschwindet Ellen spurlos. Wenige Tage später wird ihre Leiche gefunden. Soll das alles ein Unfall gewesen sein oder wissen die Hausbewohner viel mehr als sie zugeben? Carla beschließt zu bleiben, um die Wahrheit herauszufinden und dabei wird ihr schnell klar, dass man im Safe Haven nicht zu viele Fragen stellen sollte… Ein Haus voller Geheimnisse, die man ruhen lassen sollte, wenn man selbst nicht in Gefahr kommen will. Als mich die Mail von carl’s books erreichte, welches mir dieses Buch angeboten hat, war ich zunächst etwas skeptisch und habe zur Leseprobe gegriffen. Ich lese sehr selten diese Ausschnitte, weil ich mich meistens unvoreingenommen auf ein Buch einlassen möchte. Doch bei „Das Scherbenhaus“ war ich mir nicht sicher, ob es mir gefallen wird oder nicht. Als ich die Leseprobe aber beendet hatte, wollte ich unbedingt wissen wie es weiter geht. Daher habe ich ein Rezensionsexemplar angefragt und dieses auch zugeschickt bekommen. Herzlichen Dank dafür! Das Ausgangsszenario des Psychothrillers hat mir sehr gut gefallen. Eine Köchin, die ihr Leben eigentlich ganz gut im Griff hat. Carla hat zwar keinen Mann, dafür aber ein hübsches Häusschen und einen tollen Job. Ihr Schwager ist ihr Chef, ihre beste Freundin immer in der Nähe und sie könnte glücklich sein, wäre da nicht dieser Stalker mit seinen grauenvollen Fotos. Es kommt Carla also ganz recht, dass ihre Halbschwester sie anruft und sie darum bittet nach Berlin zu kommen. Hier sind für mich auch schon die ersten Probleme aufgetreten. Wieso ruft ihre Halbschwester Ellen an? Die beiden haben nie so wirklich etwas miteinander zu tun gehabt, sich eigentlich auch nicht gut verstanden. Ab und zu haben sie voneinander gehört aber mehr sporadisch, schließlich hat der gemeinsame Vater Ellen und ihre Mutter verlassen, um eine neue Familie zu gründen. Dass sich Ellen deshalb aus heiterem Himmel dazu entschließt ausgerechnet Carla anzurufen stieß bei mir bereits auf Stirnrunzeln. Weniger erstaunt bin ich darüber gewesen, dass Carla das Angebot angenommen hat. Die Angst vor dem Stalker ist zu übermächtig und aus diesem Grund kommt ihr eine Reihse in das anonyme Berlin gerade recht. Wie sollte er sie dort finden? Doch in Berlin wartet eine neue Katastrophe auf sie. Kaum ist Carla angekommen verschwindet Ellen und wird wenig später tot aufgefunden. An einen Unfall glaubt Carla jedoch nicht und so beginnt sie Fragen zu stellen. Jetzt ist es Zeit über das „Safe Haven“ zu sprechen. Der riesige und vor allem moderne Wohnkomplex, den Ellen entworfen und gebaut hat. Alles lässt sich via App per Handy, Laptop oder Tablet steuern. Das Haus scheint selbstständig zu denken, denn es kann unter anderem die Temperatur perfekt einstellen. Mir persönlich war dieses moderne Haus von Anfang an suspekt. Wenn man einzig und allein einen Zugangscode für eine Wohnung braucht, um dort alles einstellen zu können was man will, dann wirkt das für mich nicht gerade sicher. Gleichzeitig sind mir die Bewohner, egal wer, sofort unsympathisch gewesen. Ein älterer Herr, der immer freundlich, zuvorkommend und höflich ist aber anscheinend seine Finger in jedem Problemchen mit drin stecken hat. Ein junges Mädchen, das eindeutig psychische Probleme hat. Deren Eltern, die sich gegenseitig kaum mehr ansehen können und ein Mann in Carlas Alter, der unter starken Stimmungsschwankungen zu leiden hat. Da ist sogar Carla noch sympathisch erschienen, obwohl ich auch mit ihr nicht wirklich zurecht gekommen bin. Sie macht sich über alles mögliche Gedanken, führt aber ihre Überlegungen nie zu Ende. Sie tut so, als wäre sie misstrauisch und vorsichtig, doch durch ihre Handlungen ist davon nichts zu spüren. Carla begiebt sich freiwillig in Situationen, die sie in Gefahr bringen könnten. Vertraut sich völlig fremden Menschen an, obwohl sie zuvor gewarnt worden ist, vorsichtig zu sein. Manchmal hatte ich regelrecht das Gefühl, dass sie eine sehr große selbstzerstörerische Ader hat. Wie kann man einem Mann beinahe blind vertrauen, von dem man vermutet, dass er etwas mit dem Tod der eigenen Halbschwester zu tun hat? Das kann und will mir einfach nicht in den Kopf gehen. Aus diesen Gründen ist mir der Zugang zu Carla auch sehr schwer gefallen. Von den anderen Charakteren erfährt man nur das, was die Protagonistin erfährt, dennoch habe ich mir selbst natürlich auch die ein oder anderen Gedanken gemacht und habe recht schnell für mich entschieden, wem ich vertrauen würde. Carla hingegen scheint überhaupt nicht bewusst zu werden, wer ein falsches Spiel treibt. Doch nicht nur Carla und die anderen Charaktere haben mir Schwierigkeiten bereitet, sondern auch die Handlungsabläufe an sich. Dass Carla aus Angst vor dem Stalker die Einladung von Ellen annimmt ist völlig in Ordnung gewesen, aber alles, was in Berlin geschieht, hat mir nicht so wirklich gut gefallen. Viele Ereignisse wirkten aufgesetzt und nicht gut durchdacht. Was spielt die neue Liebesbeziehung von Carlas Schwager für eine Rolle? Wieso macht sie sich vorrangig darüber Gedanken, dass er seine verstorbene Frau vergessen könnte, anstatt sich klar zu werden, dass es im Safe Haven alles andere als sicher ist? Dann hat sie Sex mit einem Kerl, den sie kaum kennt und bei dem sie sich nicht einmal sicher ist, ob sie ihm vertrauen kann. Überhaupt diese Liebesgeschichte, die sich entwickelt, war für mich völlig fehl am Platz. Und letztlich gibt es viele kleinere Nebenhandlungen, die gar nicht richtig thematisiert werden. Ich habe nicht einen Moment dieses Psychothriller Feeling gehabt. Das Buch hat mich überhaupt nicht in Spannung versetzt. Ich habe recht schnell herausgefunden was gespielt wird, auch wenn ich die Beweggründe nicht gekannt habe, wusste ich doch, wer dahinter steckt. Die Auflösung war in meinen Augen dann doch ein bisschen too much und hat zwar das Element des psychisch kranken Menschen erfüllt, was dahinter dann aber so richtig Thriller sein soll, ist mir noch nicht ganz klar. Das Ende hätte dann richtig gut werden können, ein Schluss a la Gone Girl, was mir super gefallen hätte. Dann wird jedoch zum Schluss das Ruder noch einmal herumgerissen und in meinen Augen hat das Ende überhaupt nicht zum Buch gepasst. Die Situation schien verfahren und dann wird alles doch noch einmal ganz anders. Es hätte ein geniales Ende werden können, das durch ein erzwungenes Happy End zerstört wird. Fazit Die Ausgangssituation hat mir etwas ganz anderes versprochen, als ich letztlich bekommen habe. Anstatt nach der Wahrheit um den Tod ihrer Halbschwester zu suchen, hat Carla lieber Sex mit einem Mann, von dem sie eigentlich nichts weiß. Obwohl sie in ihrem idyllischen Zuhause kaum nach draußen geht, weil sie viel zu viel Angst hat, ist Carla in Berlin unaufmerksam und vertrauensseelig. All das, macht Carla nicht gerade zu einer Sympathieträgerin. Gleichzeitig ist die Handlung in meinen Augen nicht geradlinig genug. Der Fokus wird auf viele Nebensächlichkeiten gelegt und die Auflösung an sich war viel zu naheliegend. Das Ende schließlich hätte unglaublich viel Potential gehabt, welches einfach nicht genutzt wurde. Daher bin ich leider sehr enttäuscht von dieser Geschichte. Herzlichen Dank an carl’s books für das Rezensionsexemplar!

3

Die Geschichte packte mich von Anfang an! Innerhalb von ganz kurzer Zeit hatte ich 1/3 des Buches aufgesogen. Susanne Kliem gelang es eine spannende und zugleich beklemmende Atmosphäre zu schaffen. Carla, die ihr Leben sehr gut im Griff hatte und bisherige Tiefs überwinden konnte, fand sich nun in einer Situation, aus der sie keinen Ausweg wusste. Die Bedrohung war greifbar, der Stalker war echt und Carla hatte Angst. Und dann meldete sich ihre Halbschwester Ellen und bat sie zu sich. Sie brauchte ihre Hilfe. Das schien eine gute Gelegenheit für Carla ihrem Umfeld zu entfliehen, in der Großstadt Berlin Anonymität zu gewinnen und etwas aufatmen zu können. Doch es blieb ihr keine Zeit dazu. Kaum, dass Ellen ihr eindrücklich vermittelte, sollte ihr etwas zustoßen, soll Carla nicht glauben, es sei ein Unfall, ist Ellen verschwunden und wird tot aufgefunden. Carla erbt das "Safe Haven", das kluge Haus, das über modernste Technik und Apps gesteuert wird und den maximalen Luxus für seine Bewohner bereithält. Die eingeschworene Gemeinschaft der Mieter fühlt sich für Leser als auch für Carla recht schnell sonderbar an. Da bis auf den jungen Julian keine weiteren Figuren eingeführt werden, scheint klar zu sein, aus welchem Dunstkreis der Mörder kommen muss, falls Ellens Tod kein Unfall war. Und was hat das Ganze mit Carlas Stalker zu tun? Geschickt führt die Autorin den Leser immer wieder in die Irre. Ist man sicher zu wissen wer ein falsches Spiel spielt, kommen einem Zweifel. Dieses Hin und Her macht auch Carla mürbe und sie fühlt sich nicht mehr in der Lage Gut und Böse auseinanderzuhalten. Die Situation spitzt sich zu und hält eine Spannung vor, fast bis zur allerletzten Seite. Selbst im Epilog war ich mir unsicher, ob sich im letzten Absatz nicht doch noch etwas Unerwartetes auftut. Trotz meiner Begeisterung für das Buch und den Spannungsaufbau (ich habe das Buch in zwei Tagen ausgelesen!) bin ich mit der Auflösung nicht ganz zufrieden. Ich hatte etwas Spektakuläres erwartet, ein dunkleres Geheimnis, einen tieferen Abgrund der Psyche oder so ähnlich. Leider waren die "Verstrickungen", die die Basis bildeten etwas zu gewollt, zu sehr konstruiert. Die Motivation, die das ganze Konstrukt auslöst, empfand ich der Spannung gegenüber nicht gerecht, nicht stark genug. Das WARUM ist für mein Empfinden nicht deutlich genug ausgearbeitet. (Mehr kann ich leider nicht darauf eingehen, da alles Weitere gespoilert wäre.) Fazit: Ein Psychothriller, der durch einen exzellenten Spannungsbogen auf hohem Niveau mit dazu passendem sprachlichen Stil Potential zum Super-Thriller hatte, jedoch leider im Kern der Auflösung Defizite aufweist. Wer zu düstere und zu abgrundtiefe Psychothriller scheut, dem wird dieses Buch hingegen sehr gut gefallen!

4

Erst vor Kurzen hatte ich das Buch „Lügenmeer“ von Susanne Kliem gelesen, welches mir wirklich gut gefallen hat. Und vor zwei Jahren habe ich das Buch „Trügerische Nähe“ gelesen, welches ich auch super fand. Nun wurde ihr 2017 erschienenes Buch „Das Scherbenhaus“ im Penguin Verlag nochmals neu aufgelegt. Und es trat auch bei mir auf den Radar, also musste ich dies noch lesen. Denn ich war gespannt, wie auch ihr früheres Werk bei mir ankommen konnte. Carla Brendel lebt zufrieden in ihrem kleinen Häuschen in Stade. Aber der Schein trügt, sie traut sich seit Monaten kaum auf die Strasse, da sie von einem Stalker belästigt wird. Keiner kann ihr helfen. Und die Angst verlässt sie zu keiner Zeit. Ziemlich bedrückendes Szenario, was die Autorin hier beschreibt – da hofft man selbst, nie Opfer eines solchen Stalkers zu werden, denn es ist ein Spiesrutenlauf, den Carla jeden Tag hinter sich bringt. Da kommt ein Hilferuf ihrer Halbschwester Ellen aus Berlin. Diese immer taffe Frau klang ängstlich und total am Boden zerstört, deshalb macht Carla sich auch schnellstmöglich auf den Weg zu ihr. In Berlin angekommen verbleibt den beiden kaum Zeit miteinander. Ellen kann Carla noch sagen, dass sie irgendetwas schlimmes aufgedeckt hat, das sie um ihr Leben fürchtet, und falls ihr was passieren sollte, sollte Carla niemals von einem Unfall ausgehen. Was sie aufgedeckt hat, das kann sie Carla nicht mehr sagen, denn urplötzlich verschwindet Ellen und wird zwei tage später tot aufgefunden. Die Polizei ist sich schnell im Klaren, Ellen war betrunken und ist ins eiskalte Wasser gestürzt – ein Unfall, die Akte wird geschlossen. Und als Carla auch noch Erbin von Ellens Haus in Berlin wird, zieht sie da einfach ein, in der Hoffnung ihrem Stalker zu entkommen und Ellens Tod aufzuklären. Schnell lernt Carla auch die restlichen Hausbewohner kennen. Und bei fast jeden hat sie den Verdacht, dass sie ihr etwas verschweigen. Sie sind eine verschworene Gemeinschaft, und obwohl Carla herzlich aufgenommen wird, hat man den Verdacht, dass sie sie eigentlich gar nicht haben wollen. Beeindruckt hat mich am meisten, wie manipulativ Menschen sind, wie schnell man jemanden hinters Licht führen kann. Von der Geschichte selbst möchte ich sonst gar nichts weiter preis geben, aber die Auflösung von allem hat mir sehr gut gefallen. Nun habe ich allerdings trotzdem ein paar Punkte, die ich gar nicht gut fand. Erst einmal haben mir die Protagonisten nicht gefallen. Es gibt nur recht wenige, die hier im Buch teilhaben, aber von denen mochte ich kaum jemanden wirklich. Carla war meines Erachtens viel zu naiv. Nach ihrer Erfahrung in Stade, war sie für mich viel zu offen allen anderen gegenüber, sie hat so viel preis gegeben, macht man das wirklich, wenn man so eine Stalker – Erfahrung hinter sich hat? Kann ich mir nicht vorstellen. Dann ihre Beziehung zu einem Bewohner im Haus. Auch diese fand ich grenzwertig, warum erschliesst sich beim lesen des Buches, auch da möchte ich nichts vorweg nehmen. Ich denke, da wäre man auch auf einem anderen Wege der Wahrheit nahe gekommen. Am Ende war ich jedoch aufgrund der Auflösung und des Geschichte doch versöhnt, obwohl mir manchmal die Spannung fehlte. Das kann die Autorin besser!

4

"Das Scherbenhaus" ist seit langem mal wieder ein Thriller, der mich richtig packen konnte und den ich geradezu verschlungen habe. Es war mein erstes Buch von Autorin Susanne Kliem, aber es wird sicher nicht mein letztes gewesen sein. Besonders angesprochen hat mich bei diesem Psychothriller die Spannung, die von vorne bis hinten präsent war; mal ganz eindeutig im Mittelpunkt, aber sehr oft auch unterbewusst und unterschwellig. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, was es mit diesem Scherbenhaus, dem "Safe Haven", auf sich hat, wer Caralas Schwester umgebracht hat und das vertuschen will. Und wieso jeder, der in diesem Haus wohnt, auf seine ganz eigene Art verdächtig wirkt und Geheimnisse zu haben scheint. Des Weiteren hat die Geschichte bei mir auch ein oder zwei sehr intensive Gänsehaut-Momente geschaffen, die mir wirklich nahe gingen. Damit meine ich zum Beispiel, wie sich Carla vor dem Mörder im Keller versteckt oder der Streit zwischen Milan, Christian und Carla in deren Schlafzimmer. Die Szenen waren wirklich heftig und haben den Thriller in einem noch besseren, spannenderen und unheimlicheren Licht erscheinen lassen. Bemerkenswert fand ich ebenfalls, dass der Plot von vorne bis hinten logisch, durchdacht und gleichermaßen packend war. Mir persönlich sind keine inhaltlichen Patzer, keine unlogischen Szenen oder ein zu komplexer, verwirrender Plot aufgefallen. Natürlich muss man wachsam sein und den Ereignissen genau folgen, um eine Chance zu haben, den Mörder zu erraten. Denn es werden viele falsche Fährten gelegt und oft ist es so, dass nichts so ist, wie es scheint – manchmal aber eben schon. Auch die Charaktere mochte ich alle sehr gerne. Nicht nur, weil sie real und gut ausgearbeitet waren, sondern auch, weil jeder einzelne Charakter eine Rolle spielt und nur wenige als Füllstoff dienen. Natürlich sind manche Figuren vordergründiger als andere, allerdings kamen mir während des Lesens alle gleich wichtig vor. Schließlich betrachtet man ja auch jeden als potenziellen Mörder ;) Einziges Manko an der Geschichte war für mich, dass ich relativ schnell erraten hatte, wer Ellens Mörder/-in ist. Es war nicht wirklich offensichtlich, allerdings hatte ich mich schon recht schnell festgelegt und am Ende hatte ich dann auch Recht behalten. Das Mordmotiv allerdings und wie die ganze Geschichte zusammenhängt, auch mit Carlas Stalker, dem "Safe Haven" und den Mitbewohnern hat mich sehr überrascht und hat mich auch sehr zufrieden stellen können. Gefallen hat mir ebenfalls der Schreibstil der Autorin, die es nicht nur geschafft hat, ihren Figuren Leben einzuhauchen, sondern auch durch detaillierte Beschreibungen und Ausführungen eine bewunderswerte Spannung aufzubauen. Das ist mir bei einem Psychothriller auch sehr wichtig. Fazit Neben einem tollen Cover und einem überzeugenden Schreibstil schafft die Autorin mit "Das Scherbenhaus" eine spannungsgeladene Geschichte, die mehr als gelungen ist. Wer einen komplexen Psychothriller mit unterschwelliger Spannung mag – so wie ich – ist bei Susanne Kliem mit ihrem neuen Buch genau richtig.

3

Gute Unterhaltung ohne große Gänsehaut

„Das Scherbenhaus“ war für mich ein solider Thriller für zwischendurch – leicht zu lesen, schnell durch und perfekt, wenn man einfach mal durch die Seiten fliegen möchte. Der Schreibstil ist angenehm und sorgt dafür, dass man zügig vorankommt. Die Geschichte selbst war für mich allerdings recht vorhersehbar und an manchen Stellen ein bisschen an den Haaren herbeigezogen. Ich hatte mir außerdem mehr Nervenkitzel erhofft: Es fehlte mir etwas an psychologischer Tiefe und auch an wirklich düsteren oder blutrünstigen Momenten, die mich hätten mitfiebern lassen. Für alle, die einen komplexen, extrem spannenden Thriller suchen, ist das Buch vielleicht nicht die erste Wahl – aber wer etwas Leichtes für zwischendurch möchte, das sich schnell weglesen lässt, könnte hier genau richtig sein.

Gute Unterhaltung ohne große Gänsehaut
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Hier geht's zur Rezension: https://www.schokokamel.de/books-das-scherbenhaus-susanne-kliem/

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