Der Bau

Der Bau

Ebook
3.817

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Description

Mit dem Werkbeitrag aus Kindlers Literatur Lexikon. Mit dem Autorenporträt aus dem Metzler Lexikon Weltliteratur. Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK. Warum diese paranoide Angst vor Eindringlingen und Angreifern? Alles ist doch perfekt gesichert, für alles ist gesorgt. Aber was bedeutet dieses zischende Geräusch? Kommt es von einem anderen Wesen, oder wird es von der eigenen Angst produziert? Dieses Fragment aus dem Spätwerk, das Einblicke in Kafkas »traumhaftes inneres Erleben« eröffnet, wirkt fremd und vertraut zugleich.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Short Stories
Format
Ebook
Pages
39
Price
0.99 €

Author Description

Franz Kafka wurde am 3. Juli 1883 als Sohn jüdischer Eltern in Prag geboren. Nach einem Jurastudium, das er 1906 mit der Promotion abschloss, trat Kafka 1908 in die »Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt« ein, deren Beamter er bis zu seiner frühzeitigen Pensionierung im Jahr 1922 blieb. Im Spätsommer 1917 erlitt Franz Kafka einen Blutsturz; es war der Ausbruch der Tuberkulose, an deren Folgen er am 3. Juni 1924, noch nicht 41 Jahre alt, starb.

Posts

6
All
4

Freilich, manche List ist so fein, daß sie sich selbst umbringt, (...)

(...) gerade die Vorischt verlangt, wie leider so oft, das Risiko des Lebens. (...) hier ist der Eingang zu meinem Haus, sagte ich damals ironisch zu den unsichtbaren Feinden und sah sie schon sämtlich in dem Eingangslabyrinth ersticken - (...) Was kümmert mich die Gefahr jetzt, da ich bei euch bin. Ihr gehört zu mir, ich zu euch, verbunden sind wir, was kann uns geschehen, Mag sich oben auch das Volk schon drängen und die Schnauze bereit sein, (...) (...) aber die Welt ist mannigfaltig und an schlimmen Überraschungen fehlt es niemals.

5

Tolle Beschreibung eines Feststeckens in seinem Bau

5

Viele Andeutungen im Text kann ich zuordnen, manches hinterfragt man am besten nicht, sondern "genießt" die Lektüre einfach. 😎

3.5

Der Bau - Gefangen im eigenen Sicherheitsdenken

„Der Bau“ ist keine klassische Geschichte mit Handlung, Figurenentwicklung oder Spannung. Stattdessen beschreibt Franz Kafka fast ausschließlich die Gedanken eines Wesens, das in einem unterirdischen Bau lebt und ständig über seine Sicherheit nachdenkt. Äußere Ereignisse spielen kaum eine Rolle – alles passiert im Kopf. Das zentrale Thema ist Angst. Der Erzähler will sich schützen, alles kontrollieren und jede mögliche Gefahr ausschließen. Doch je mehr er plant und nachdenkt, desto unsicherer wird er. Dieses ständige Grübeln wirkt beklemmend und nachvollziehbar, kann aber auch ermüden, weil sich viele Gedanken wiederholen. Sprachlich ist der Text genau und durchdacht, aber nicht leicht zu lesen. Lange Sätze und gedankliche Schleifen verlangen Konzentration. Das offene, unvollendete Ende verstärkt das Gefühl der Unsicherheit, lässt manche Leser jedoch ratlos zurück. Wer eine spannende oder unterhaltsame Geschichte sucht, wird mit „Der Bau“ wenig anfangen können. Wer sich jedoch für psychologische Texte interessiert und bereit ist, sich auf eine düstere Stimmung einzulassen, findet eine eindringliche Darstellung von innerer Unruhe und Isolation. Fazit: Anspruchsvoll, düster und gedanklich stark, aber schwer zugänglich. Von mir 7 von 10 P.

Der Bau - Gefangen im eigenen Sicherheitsdenken
4

Eine unvollendete Kurzgeschichte, welche Paranoia, Perfektionismus sowie Isolation sehr gut darstellen.

Der nüchterne Schreibstil und viele lange Sätze mit immer neuen Hinzufügungen haben dafür gesorgt, dass man die Zerstreuung des Protagonisten-welcher wohl ein Maulwurf o.ä. zu sein scheint- stark wahrnimmt und man die chaotischen Gedankengänge von diesem realistisch mitverfolgen kann. Wohl auch deswegen fällt einem das Lesen nicht leicht, doch dieses Erlebnis lässt es im Nachhinein bloß noch beeindruckender erscheinen.

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