Kafka - Das Schloss

Kafka - Das Schloss

Hardback
3.6141

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Description

Ein Buch müsse die Axt sein »für das gefrorene Meer in uns«, forderte Franz Kafka einmal – nur wenige Werke der Weltliteratur kommen diesem Motto so nahe wie der letzte der drei großen Romane des Prager Dichters: Eines Nachts gelangt der Landvermesser K. in ein Dorf, dessen Geschicke von einer geheimnisvollen Macht, dem Schloss, gelenkt werden. Er ersucht dort um eine Anstellung, die ihm jedoch verwehrt wird. Der Grund für diese Ablehnung bleibt ebenso im Dunkeln wie die Natur des ominösen Schlosses und K. beginnt einen aussichtslos scheinenden Kampf um seine Anerkennung.

Kafkas umfangreichster Roman jetzt als Schmuckausgabe! 100. Todestag Kafkas am 03. Juni 2024 Zum Jubiläum in besonders bibliophiler Ausstattung Schmuckausgabe: Gebunden in Surbalin Linea, mit Kupferprägung »Gen Z ist in Franz Kafka verknallt – und macht den Autor zum Tiktok-Star« Stern 2023 »Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns.« Franz Kafka

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Classics
Format
Hardback
Pages
416
Price
9.00 €

Author Description

Franz Kafka wurde am 3. Juli 1883 als Sohn eines jüdischen Kaufmanns in Prag geboren. Von 1901 bis 1906 studierte er zunächst kurze Zeit Germanistik, dann Jura und promovierte zum Dr. jur. Nach einer einjährigen »Rechtspraxis« ging er 1907 zu den »Assicurazioni Generali« und ein Jahr später als Jurist zur »Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt«, wo er bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1922 blieb. Ende 1917 erlitt Franz Kafka einen Blutsturz, es war der Beginn einer Tuberkulose, an der er am 3. Juni 1924 starb.

Posts

16
All
4.5

Allem voran ist das eine Geschichte über Machtlosigkeit, wie man Alles tun kann, Alles versuchen kann, aber trotzdem dazu verdammt ist Andere über sich entscheiden zu lassen und unter deren Macht zu stehen. Der Prozess dem man dabei unterliegt ist dabei undurchsichtig und scheint an Stellen fast arbiträt und doch nimmt mich jede Entscheidung und jede Wendung mit. Jedes Bestreben und jede Wendung im Gespräch kann ganz unverhoffte Konsequenzen haben und das ist es was Das Schloß für mich so spannend macht. Die Charaktere sind dabei ganz eigen und es ist wirklich unglaublich interessant zu lesen wie jedem ein so reichhaltiges Innenleben bestimmt ist. Jeder Charakter hat ganz eigene Vorstellungen, ganz eigene Beweggründe, und scheint ein Charakter noch so sehr ein Nebencharakter zu sein, unterscheidet er sich in den meisten Fällen doch trotzdem grundlegend von allen Anderen. Was mir auch besonders gefallen hat, ist dass der Protagonist als Fremder in diese Welt und in dieses Dorf kommt und damit zusammen mit den Lesenden seine komischen Eigenheiten und Gesetze kennenlernt. Ich glaub das macht das Ganze auch erst so interessant, man kann als Außenstehender beobachten und gleichzeitig ist man mit dem Protagonisten K. seinen Gesetzlichkeiten unterworfen. Dann ist da der Schreibstil: Obwohl mir das sonst kaum auffällt ist es hier doch sehr herausstechend. Die Sprache ist sehr hochgestochen und vor allem manche Dialoge sind so lang, wie ich sie selten in einem anderen Buch je gelesen habe. Ein Charakter kann manchmal über mehrere Seiten hinweg reden bis ein anderer wieder zu Wort kommt und auch wenn ich mich zuerst daran gewöhnen musste, ist mir das zum Ende hin gar nicht mehr besonders aufgefallen. (*Spoiler ab hier!!*) Was mich am meisten mitgenommen hat war bis zum Ende die Geschichte der Familie des Barnabas, in der die älteste Tochter die Avancen eines hochgestellten Beamten ablehnt und die gesamte Familie dafür in den sozialen Abgrund fällt und vom gesamten Dorf verstoßen wird. Es ist das eine Mal, dass jemand sich gegen diese Fremdbestimmung wehrt, hier geht es sogar um die sexuelle Selbstbestimmung, und daraufhin bis ins Gänzliche abgestraft wird.

5

Nicht spannend und bricht mittendrin einfach ab, trotzdem ist der Roman faszinierend. Leseempfehlung

4

Super Buch, leider nicht beendet worden. Dennoch ein Sinnbild der Kunst die hinter Kafkas Büchern steckt, die Kunst so absurde unnatürliche Situation so natürlich und echt rüberzubringen . Gewiss Empfehlenswert !

3.5

Wie immer ein einziger Wtf Moment. Ich glaube beim Schloss ist das Unheimliche/Merkwürdige, das dieses Kafka typische Gefühl des Unbehagens verursacht, die Unangemessenheit der Reaktionen auf Ereignisse und die Tatsache, dass diese Unangemessenheit von keiner Figur wirklich in Frage gestellt wird. Innerhalb der Geschichte herrscht eine Logik, die für die Lesenden komplett absurd erscheint, weil sie der Realität so sehr gleicht und gleichzeitig an kleinen Ecken so sehr abweicht, dass man das unangenehme Gefühl von Falschheit bekommt. Aber es ist eine Falschheit aus der es kein Entkommen gibt, da die Logik, der sie entspringt, innerhalb der Geschichte abgeschlossen ist. Was es ausserdem so unheimlich macht, ist die Undurchschaubarkeit der Regeln, Gesetze und Rangordnungen. Man bekommt das Gefühl, einem System ausgeliefert zu sein, das eigentlich zu durchschauen sein müsste, das man aber nicht durchschauen kann. Und auch wenn sie die Regeln selbst alle nicht genau kennen, benehmen sich die Figuren so, als müsste man sie kennen und reagieren eben komplett unangemessen (meist übertrieben negativ) auf Aktionen, die eigentlich eine kleine Nichtigkeit darstellen. (Vgl. K. Der nach dem Besuch bei Bürgel und Erlanger im Gang steht und der Aktenverteilung zusieht (also quasi nichts tut) und die Wirtin ihm danach einen gefühlt 10 seitigen Monolog hält, wie er den Arbeitsablauf der Diener, den Schlaf, das Ansehen und Wohlbefinden der Sekretäre und die Würde des Gasthofes komplett zerstört hätte. Reaktion also völlig übertrieben, K. wiederum reagiert auf diese absurde Übertriebung komplett untertrieben und genau solche Situationen machen für mich das Unbehagliche dieses Romans aus) Begleiterscheinung des Schreibstils um diese Wirkung zu erzeugen, sind aber eben lange, verwirrende, um sich selbst kreisende Dialoge, die manchmal etwas schwierig zu lesen waren. Auf der Story ebene passiert nämlich eigentlich nicht sonderlich viel, vor allem gegen Ende. Trotzdem wieder mal ein Leseerlebnis - anhand der unzähligen Interpretationen für was diese Leerstelle des Schlosses jetzt eigentlich steht, kann man schon erkennen, dass Kafka es irgendwie schafft, Sprache so zu verwenden, dass es unzählige Möglichkeiten gibt, mehr darin zu lesen, als eigentlich da steht (und das macht man auch ganz automatisch)

4

Kafka überrascht mich im Kafka-Jahr

Aus meiner Schulzeit habe ich Kafka eher dunkel und düster in Erinnerung. Doch dieses Buch habe ich im Erwachsenenalter völlig anders Gelesen mit sehr vielen Stellen der Satiere. Es war ein gelungenes Wiederlesen.

5

Oh Herr Landvermesser

Ich liebe diese Anreihung scheinbarem Wirrwarrs und hätte noch 400 Seiten mehr lesen können.

5

Ein typisches Buch von Franz Kafka. Man wird dauerhaft über die genauen Hintergründe und Abläufe im Dunkeln gelassen und trotzdem macht es viel Spaß dieses Buch zu lesen. Hat mir noch besser gefallen als „Der Prozess“.

4

Der schier endlose Kampf gegen das allmächtige Schloss hat mich mindestens so entkräftet und ermüdet wie K. Trotzdem fand ich das Buch auch faszinierend, der Einblick in Kafkas Gedankenwelt kann abschreckend wirken, mich persönlich zieht hat es in seinen Bann gezogen, sodass ich mich besonders in der ersten Hälfte schnell in Kafkas surrealer Traumwelt verloren habe. Gegen das letzte Drittel, war der aussichtslose Kampf gegen das Schloss immer spürbarer, wobei es auch ein Kunststück ist, den Leser diesen kräftezehrenden nicht enden wollenden Prozess so spüren zu lassen als ob man K. selbst wäre. Dieses Buch (wie wahrscheinlich die meisten Bücher Kafkas) muss man mehr fühlen als verstehen. ch persönlich habe einige selbsterlebte Situationen mit manch kafkaesker Bürokratie in diesem Buch wiedergefunden. Kafka ist und bleibt speziell, bei diesem Buch würde ich behaupten wenn man bereits am Anfang keinen Zugang dazu findet, wird es im Verlauf der Handlung nicht besser. Mit Kafka generell läuft es für mich anders, Die Verwandlung fand ich schon gut, aber nach dem zweiten Buch sagt mir der kafkaeske Stil schon viel mehr zu.

4

Das Schloss ist für mich ein Roman, der nicht von der Handlung, sondern von der Atmosphäre lebt. Diese ist durchweg beklemmend, phobisch und düster. Der Landvermesser K. taucht in einem Dorf auf, das von einem Schloss beherrscht wird. Dabei ist es kein aristokratischer Herrscher, der die Angst bei den Dorfbewohnern hervorruft, sondern das Schloss als Institution, als undurchdringlicher Verwaltungsapparat. Es gelingt K. nicht, zum Schloss vorzudringen. Die Dorfbewohner stehen ihm feindlich gegenüber, und K. ist auch kein Sympathieträger, der Vertrauen erwecken kann. Das Buch hat kein Ende. Es hört mittendrin als Fragment auf und so bleiben die vielen Fragen ungelöst. Ist K. wirklich ein Landvermesser? Hat er seinen Beruf nur vorgetäuscht und das Schloss spielt letztlich nur das Spiel mit, bedankt sich sogar in einer völlig abstrusen Szene für die geleisteten Landvermessungsarbeiten, die K. gar nicht durchgeführt hat. Das Schloss schickt ihm sogar zwei Gehilfen, die in ihrer Absurdität an Estragon und Wladimir erinnern. K. will es nicht wahrhaben, dass es keinen Zugang zum Schloss gibt. Er will diese devote Ehrfurcht der Dorfbewohner nicht übernehmen. Die Regeln, die in diesem Mikrokosmos Dorf-Schloss gelten, bleiben das ganze Buch über unklar und rätselhaft. Letztlich muss sich K. damit abfinden, dass er einer Übermacht gegenübersteht, gegen die er nicht ankommt. K. betrachtet die Auseinandersetzung von Beginn an als einen Kampf mit der Schlossbehörde. Er ist ein Don Quixote, der gegen die Windmühlen anrennt. Es macht nicht immer Freude, dieses Buch zu lesen. Sprachlich ist es ein Genuss, aber die schier endlosen Gedankenströme des Protagonisten und Monologe der Dorfbewohner steigerten meine Aggressivität. Man möchte die Figuren schütteln und zur Besinnung bringen. Was K. mit dem Roman aussagen wollte, ist unklar. Die aufgeworfenen Fragen im Buch muss jeder Leser selbst für sich beantworten. Man sollte beim Lesen mehr auf das eigene Empfinden als auf die Interpretationsmöglichkeiten achten. Was bewirkt es in einem, wenn man gegenüber einer Institution so hilflos ist wie K. gegenüber dem Schloss? Fühlt man sich da nicht selbst daran erinnert, in welchen Situation man auch keine Anerkennung der eigenen Personen, der eigenen Wünsche und Bedürfnisse erfahren hat. Literatur kann schon weh tun, insbesondere bei Kafka.

4

Das Schloss ist für mich ein Roman, der nicht von der Handlung, sondern von der Atmosphäre lebt. Diese ist durchweg beklemmend, phobisch und düster. Der Landvermesser K. taucht in einem Dorf auf, das von einem Schloss beherrscht wird. Dabei ist es kein aristokratischer Herrscher, der die Angst bei den Dorfbewohnern hervorruft, sondern das Schloss als Institution, als undurchdringlicher Verwaltungsapparat. Es gelingt K. nicht, zum Schloss vorzudringen. Die Dorfbewohner stehen ihm feindlich gegenüber, und K. ist auch kein Sympathieträger, der Vertrauen erwecken kann. Das Buch hat kein Ende. Es hört mittendrin als Fragment auf und so bleiben die vielen Fragen ungelöst. Ist K. wirklich ein Landvermesser? Hat er seinen Beruf nur vorgetäuscht und das Schloss spielt letztlich nur das Spiel mit, bedankt sich sogar in einer völlig abstrusen Szene für die geleisteten Landvermessungsarbeiten, die K. gar nicht durchgeführt hat. Das Schloss schickt ihm sogar zwei Gehilfen, die in ihrer Absurdität an Estragon und Wladimir erinnern. K. will es nicht wahrhaben, dass es keinen Zugang zum Schloss gibt. Er will diese devote Ehrfurcht der Dorfbewohner nicht übernehmen. Die Regeln, die in diesem Mikrokosmos Dorf-Schloss gelten, bleiben das ganze Buch über unklar und rätselhaft. Letztlich muss sich K. damit abfinden, dass er einer Übermacht gegenübersteht, gegen die er nicht ankommt. K. betrachtet die Auseinandersetzung von Beginn an als einen Kampf mit der Schlossbehörde. Er ist ein Don Quixote, der gegen die Windmühlen anrennt. Es macht nicht immer Freude, dieses Buch zu lesen. Sprachlich ist es ein Genuss, aber die schier endlosen Gedankenströme des Protagonisten und Monologe der Dorfbewohner steigerten meine Aggressivität. Man möchte die Figuren schütteln und zur Besinnung bringen. Was K. mit dem Roman aussagen wollte, ist unklar. Die aufgeworfenen Fragen im Buch muss jeder Leser selbst für sich beantworten. Man sollte beim Lesen mehr auf das eigene Empfinden als auf die Interpretationsmöglichkeiten achten. Was bewirkt es in einem, wenn man gegenüber einer Institution so hilflos ist wie K. gegenüber dem Schloss? Fühlt man sich da nicht selbst daran erinnert, in welchen Situation man auch keine Anerkennung der eigenen Personen, der eigenen Wünsche und Bedürfnisse erfahren hat. Literatur kann schon weh tun, insbesondere bei Kafka.

3

Stark in den Schilderungen von Willkür, Macht, Ohnmacht, dem Fremden, seiner Integration und einigen weiteren Themen. Gegen Ende aber hatte ich den Eindruck, dass es sich doch etwas zieht: Es passiert zwar weiterhin einiges, aber so wirklich interessant ist es nicht mehr, irgendwie wirkt alles zu durchgekaut,der Stimmung war ich irgendwann überdrüssig.

2.5

Interessante Lektüre, aber viel, viel, viiieeeell zu langgezogen

Der unvollendete Roman beinhaltet eigentlich alle, für Kafka typischen Elemente, welche schließlich auch das Wort 'kafkaesk' begründeten: Ein auswegsloser Kampf, gegen eine unbekannte, unbestimmte Macht, welche in ziel- und auswegslosen Verstrickungen mündet und den Protagonisten immer tiefer in ein Labyrinth hineintreibt. Um die Hauptfigur herum agieren alle Figuren ungewöhnlich, atypisch und teilweise absurd-grotesk, was stets eine unbehaglich und gleichzeitig urkomische Stimmung beim Lesen hervorruft. Leider schafft es Kafka nach einem interessanten Anfang nicht mehr die Dichte und Atmosphäre der ersten Kapitel aufrechtzuerhalten und verliert sich in immer längeren Monologen, welche ich mit zunehmender Ungeduld und Anstrengung durchlesen musste. Möglicherweise war genau dies Kafkas' Intention, aber Spaß gemacht hat es mir ab der zweiten Hälfte leider gar keine mehr.

3

Einer der nicht abgeschlossenen Romane Kafkas und soweit ich mich erinnere bisher das umfangreichste Werk, das ich von ihm gelesen habe. Meiner Meinung nach überzeugt Kafka jedoch eindeutig in der Kürze. Dieser längere Text scheint eher so, als hätte Kafka selbst nicht so recht gewusst, wohin er damit wollte. Wäre "Das Schloss" als Kurzgeschichte konzipiert gewesen, hätte es zumindest bei mir einen stärkeren Eindruck hinterlassen. Anfangs war ich nämlich, wie so oft bei Kafka, begeistert, fasziniert und ein wenig angewidert. Das gehört bei ihm einfach dazu. Aber je länger sich die Handlung hinzieht, desto verwässerter wurden meine Gefühle für den Roman. "Das Schloss" ist ein gelungener Einblick in die Absurdität des Beamtenwesens, in das ewige Hin und Her und Abläufe, die hinten und vorne keinen Sinn ergeben. Somit eigentlich auch ein sehr passendes Buch für die aktuelle Lage der Schweiz während der Corona-Krise... Obwohl ich den Roman gegen Ende hin als zu zäh und als zu sehr in die Länge gezogen empfand, bin ich doch froh, "Das Schloss" auch endlich gelesen zu haben. Das war eine Leselücke, die mich lange gestört hat. Immerhin gehört Kafka zu meinen liebsten Autoren.

2

imagine having a nightmare… BUT it‘s unedited and 12 hours long :O

5

Absolute Empfehlung. K. betritt ein Dorf, das vom Schloss aus kontrolliert wird wie er schon am Abend seiner Ankunft erfährt. Die Dorfbewohner sind ihm gegenüber feindlich gesinnt und wirken fast so als würden sie sich vor seiner Anwesenheit fürchten. Er hat keine Arbeit als Landvermesser im Dorf, obwohl er behauptet als solcher angestellt zu sein. Er wird geduldet, hat aber keine Genehmigung und Sicherheit im Dorf zu bleiben. So beginnen langsam seine verzweifelten Versuche sich dem Schloss und seinen Machthabern zu nähern. Das Buch verbreitet eine fast beklemmende, einengende Stimmung. Man fühlt sich ergriffen, fürchtet für K. Fast alles, Handlungsstränge und Charaktere, wirken wie unter einem Nebelschleier verborgen. Ihr Verhalten - und auch K.s - ist oft nicht deutbar, bis auf das Höchste mysteriös und geheimnisvoll. Das Buch trägt die typischen kafkesken Züge. Leider ist es nur ein Fragment geblieben, weshalb es kaum eine Deutung zu lässt. Trotzdem ist es spannend, fast beängstigend K.s Schicksal mitzuverfolgen. Ein Schicksal, von dem man nicht weiß, ob es erlogen und gerechtfertigt oder doch willkürlich und ungerecht ist. Während des Lesens bleibt unklar, ob K. oder die Dorfbewohner lügen. Fühlbar bleibt trotzdem die kalte Anwesenheit des Schlosses. Es steht für Macht, Willkür und Überbürokratisierung von Behörden und wirkt so beängstigend real. Ein Roman, der sicherlich die Weltliteratur verändert hätte, wäre Kafka nicht an seiner Krankheit verstorben.

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