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„Das Schwert des Sommers“ von Rick Riordan ist der Auftakt der „Magnus Chase“-Trilogie. Es ist das Äquivalent zu „Percy Jackson“ doch statt griechischer Mythologie geht es hier um die nordischen Götter. Tatsächlich war „Das Schwert des Sommers“ das erste Buch, das ich jemals von Rick Riordan gelesen habe. Dieses Mal ist die „Magnus Chase“-Reihe nach vielen Monaten mein glorreicher Abschluss des Riordanverse – zumindest bis die nächsten Bücher veröffentlicht werden. Jedenfalls habe ich nun eine ganz andere Perspektive als vor 8 Jahren und das macht sich bemerkbar. Zunächst einmal bedeutet es, dass ich nicht meine Rezension von damals verwenden kann – zumindest nicht komplett. Angefangen damit, dass ich keine Ahnung hatte, wer Annabeth Chase sein soll, während ich dieses Mal natürlich ganz aus dem Häuschen war, das bereits im ersten Kapitel ein Bezug zu den Griechen hergestellt wird. Ebenso damals unmöglich zu erkennen, dafür jetzt nicht mehr zu übersehen: Magnus Chase ist ziemlich buchstäblich Percy Jackson 2.0. Seine ganze Art, das Durchbrechen der „vierten Wand“, sein Sarkasmus, seine Unwissenheit…gerade in den ersten Kapiteln liest sich Magnus leider wie ein Recycling-Percy. Und ich verstehe nicht so ganz, wieso. Zu der Zeit hatte Rick gerade „Die Helden des Olymp“ fertig und schrieb parallel zu „Magnus Chase“ „Die Abenteuer des Apollo“. Zwar spielt Percy in beiden Reihen mit, hat dort aber gar keine eigene Ich-Perspektive. Der Autor hatte also bereits Übung darin (unabhängig von seinen ganz anderen Büchern), anderen Halbgöttern eine Stimme zu geben. Dies muss also eine bewusste Entscheidung gewesen sein, oder? ODER? Da ich diese Frage nicht beantworten kann, muss ich wohl zu den schönen Dingen weiterziehen, die sich in den vergangenen 8 Jahren für mich nicht geändert haben: „Das Schwert des Sommers“ macht einfach jede Menge Spaß. Es hat ein rasantes Erzähltempo, ordentlich Action und den für Rick typischen Humor. Alles geht Schlag auf Schlag: wir lernen Magnus kennen, schon stirbt er. Er erwacht in Walhalla, erlebt dort einen „normalen Alltag“ im Nachleben, dann bricht auch schon das Chaos aus und er begibt sich auf eine ungenehmigte Mission. Der Rest verläuft in dem Format, das wir kennen und lieben. Was in dieser Reihe hervorsticht, ist die Diversität und Inklusion. Denn an seiner Seite stehen ihm der Zwerg Blitzen, der taubstumme Albe Hearthstone und die Walküre Samirah. Sie alle erfüllen nicht die Erwartungen ihres Umfelds, sind dafür aber Meister auf ihren eigenen, speziellen Gebieten. Gerade Samirah übte eine stete Faszination auf mich aus, denn als Muslimin ist sie in der aktuellen Zeit nicht nur eine „gewagte“ Besetzung, sondern liefert eine große Reibungsfläche. Religion generell ist hier ein spannendes Thema mit Magnus, der sich auch weiterhin als Atheist bezeichnet, und Samirah, die an ihrem Glauben festhält. So viel Ernsthaftigkeit hätte ich dieser Geschichte gar nicht zugetraut! Zugegeben, die Edda bietet dafür auch die perfekte Bühne – immerhin ist Loki nicht nur Vater, sondern auch Mutter vieler Kinder…um nur ein Beispiel zu nennen. Wer mehr über die nordische Mythologie erfahren und dabei ganz viel Spaß haben will, ist hier also genau richtig. Abzug für die Percy-Kopie gibt es leider trotzdem: 3,5/5 Sterne.
Aug 24, 2025
„Das Schwert des Sommers“ von Rick Riordan ist der Auftakt der „Magnus Chase“-Trilogie. Es ist das Äquivalent zu „Percy Jackson“ doch statt griechischer Mythologie geht es hier um die nordischen Götter. Tatsächlich war „Das Schwert des Sommers“ das erste Buch, das ich jemals von Rick Riordan gelesen habe. Dieses Mal ist die „Magnus Chase“-Reihe nach vielen Monaten mein glorreicher Abschluss des Riordanverse – zumindest bis die nächsten Bücher veröffentlicht werden. Jedenfalls habe ich nun eine ganz andere Perspektive als vor 8 Jahren und das macht sich bemerkbar. Zunächst einmal bedeutet es, dass ich nicht meine Rezension von damals verwenden kann – zumindest nicht komplett. Angefangen damit, dass ich keine Ahnung hatte, wer Annabeth Chase sein soll, während ich dieses Mal natürlich ganz aus dem Häuschen war, das bereits im ersten Kapitel ein Bezug zu den Griechen hergestellt wird. Ebenso damals unmöglich zu erkennen, dafür jetzt nicht mehr zu übersehen: Magnus Chase ist ziemlich buchstäblich Percy Jackson 2.0. Seine ganze Art, das Durchbrechen der „vierten Wand“, sein Sarkasmus, seine Unwissenheit…gerade in den ersten Kapiteln liest sich Magnus leider wie ein Recycling-Percy. Und ich verstehe nicht so ganz, wieso. Zu der Zeit hatte Rick gerade „Die Helden des Olymp“ fertig und schrieb parallel zu „Magnus Chase“ „Die Abenteuer des Apollo“. Zwar spielt Percy in beiden Reihen mit, hat dort aber gar keine eigene Ich-Perspektive. Der Autor hatte also bereits Übung darin (unabhängig von seinen ganz anderen Büchern), anderen Halbgöttern eine Stimme zu geben. Dies muss also eine bewusste Entscheidung gewesen sein, oder? ODER? Da ich diese Frage nicht beantworten kann, muss ich wohl zu den schönen Dingen weiterziehen, die sich in den vergangenen 8 Jahren für mich nicht geändert haben: „Das Schwert des Sommers“ macht einfach jede Menge Spaß. Es hat ein rasantes Erzähltempo, ordentlich Action und den für Rick typischen Humor. Alles geht Schlag auf Schlag: wir lernen Magnus kennen, schon stirbt er. Er erwacht in Walhalla, erlebt dort einen „normalen Alltag“ im Nachleben, dann bricht auch schon das Chaos aus und er begibt sich auf eine ungenehmigte Mission. Der Rest verläuft in dem Format, das wir kennen und lieben. Was in dieser Reihe hervorsticht, ist die Diversität und Inklusion. Denn an seiner Seite stehen ihm der Zwerg Blitzen, der taubstumme Albe Hearthstone und die Walküre Samirah. Sie alle erfüllen nicht die Erwartungen ihres Umfelds, sind dafür aber Meister auf ihren eigenen, speziellen Gebieten. Gerade Samirah übte eine stete Faszination auf mich aus, denn als Muslimin ist sie in der aktuellen Zeit nicht nur eine „gewagte“ Besetzung, sondern liefert eine große Reibungsfläche. Religion generell ist hier ein spannendes Thema mit Magnus, der sich auch weiterhin als Atheist bezeichnet, und Samirah, die an ihrem Glauben festhält. So viel Ernsthaftigkeit hätte ich dieser Geschichte gar nicht zugetraut! Zugegeben, die Edda bietet dafür auch die perfekte Bühne – immerhin ist Loki nicht nur Vater, sondern auch Mutter vieler Kinder…um nur ein Beispiel zu nennen. Wer mehr über die nordische Mythologie erfahren und dabei ganz viel Spaß haben will, ist hier also genau richtig. Abzug für die Percy-Kopie gibt es leider trotzdem: 3,5/5 Sterne.
Aug 24, 2025







