Kabale und Liebe
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Book Information
Author Description
Friedrich Schiller (1759-1805) wurde in Marbach geboren und wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Ab 1776 studierte er auf Befehl des Herzogs Karl Eugen an der Militärakademie Karlsschule in Stuttgart Medizin und arbeitete anschließend als Regimentsarzt. 1782 war Schiller trotz eines Verbots des Herzogs bei der umjubelten Uraufführung der «Räuber» in Mannheim zugegen; er wurde mit Arrest und Schreibverbot bestraft. Er floh über Mannheim, Leipzig und Dresden nach Weimar. 1789 wurde er zum außerordentlichen Professor der Geschichte und Philosophie in Jena berufen. Er litt unter ständigen Geldsorgen, die auch seine Gesundheit angriffen. 1799 siedelte er erneut nach Weimar um, wo er im Alter von nur 45 Jahren starb.
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Könnte auch Ständekritik und Slutshaming heißen
Ich mag ja meinen Schiller normalerweise - Die Räuber und Wilhelm Tell habe ich verschlungen und geliebt. Aber dieses Stück hat mich doch mit jeder Szene zunehmend genervt. Erst das Gute: Der Untertitel lautet „ein bürgerliches Trauerspiel“. Der Fürst, um dessen Hof und dessen Machtgefälle sich diese Tragödie abspielt, bleibt bis zum Ende unsichtbar. Das die wahre Tragik vielleicht nicht dort zu finden ist, wo Charaktere am tiefsten Fallen (=Könige und Adel), sondern dort, wo die Leute seit jeher unter diesem Stand leiden, war ja beinahe Revolutionär zu Schiller‘s Zeiten. Siehe auch Sokrates‘ Theben-Tragödien, eigentliche sämtliche Stücke von Shakespeare… da sind die tragischen, leuchtenden Helden *immer* aus der Oberschicht. Da könnten wir heute was drauß lernen. Womit ich vor allem sagen will: Ich will nicht jeden Müll hören müssen, den Musk, Zuckerberg und Konsorten verzapfen. Diese mediale Reichweite und die Themenschwerpunkte wären an anderer Stelle deutlich sinnvoller. Bitte& Danke. (Ja, ich kann auch in 300 Jahre alten Theaterstücken Kapitalismuskritik entdecken. Ja, Klassiker sind halt nicht umsonst zeitlos.) Jetzt zu dem , was mich gestört hat. Friedrich. Bro. Your toxic masculinity is showing. Anzahl weiblicher Charaktere mit Sprechrolle: 4 Anzahl weiblicher Chataktere, die als Hure etc. bezeichnet werden: 3 Das sind stabile 75%. „Ja, aber Yerin, das war damals so…“ Nö. Einfach nö. Es gibt in der Gegenwart schon genug Sexismus, da muss ich sie in der Kultur, in unserem gemeinsamen, erwürdigen Kanon nicht stillschweigend hinnehmen. Minus ein Stern für die übelste Version von Madonna/Hure Komplex (Frau entweder heilig oder der Teufel, und bei jedem noch so kleinen Fehler bist du deswegen abgrundtief BÖSE) den ich jemals gesehen habe - wobei es eher Ophelia/Hure Komplex heißen sollte. Weil unsere perfekte Heldin bekommt ja auch kein Happy End. Ne ne, die bitch muss schon sterben, um da bisschen Seriösität und Tiefgang zu schaffen. Friendly reminder, dass Frauen, wenn sie auf ein Podest/ einen Altar gestellt und als perfekt und makellos angebetet werden, dass genauso sexistisch ist, wie sie als weniger wertig als Männer zu betrachten. What else? Ich mag klassische Gedichte und Theaterstücke. Vielleicht hat mir das Reimschema gefehlt, aber die Sprache hat mir auf jeden Fall nicht sonderlich getaugt. Sämtliche Charaktere hier haben Stimmungsschwankungen - das kennen wir von anderen Stücken jener Zeit. Ich weiß, das Schiller kein Sturm und Drang Fan war, und ich hab mich über weite Strecken gefragt, ob ich das als Parodie auf die pathetischen, manchmal übersensiblen Gestalten lesen soll, die uns in S&D Werken begegnen. Keine Ahnung, ich glaub eigentlich nicht, aber i’m sorry, das war halt schon eher lächerlich als tragisch. Friedrich, das kannste auch besser. Ich geh jetzt mal googeln, was der Gute uns damit sagen wollte, und ob andere das genauso sehen. Ob ich die Werke von ihm noch lese, die mir noch fehlen (hauptsächlich Maria Stuart) weiß ich ehrlich gesagt nicht, weil noch mehr weibliche Charaktere aus Schiller‘s Feder brauch ich vorerst nicht.
Supi
Eins der ersten Dramen, was mich wirklich berührt hat. Ich hatte zum ersten mal außer halb der Schule zu einem Drama gegriffen und es hat mich gecatched- was ich von Schiller nicht erwartet hatte. Es gibt viel Interpretationsfreiraum aber im gesamten ist die Kritik die das Werk in den Vordergrund stellt gut durchschaubar. Die Geschichte ist emotional und tragisch aber so geschrieben, dass man berührt wird.
Kabale und Liebe - ein bürgerliches Trauerspiel
„Dies bisschen Leben - dürft ich es hinhauchen in ein leises, schmeichelndes Lüftchen, sein Gesicht abzukühlen! Dies Blümchen Jugend - wär es ein Veilchen, und er träte drauf, und es dürfte bescheiden unter ihm sterben! Wenn die Mücke in ihren Strahlen sich sonnt - kann sie das strafen, die stolze majestätische Sonne?“ Ein Drama, dass sich kritisch mit der Ständegesellschaft des 18. Jahrhunderts auseinandersetzt. Luise Miller, die bürgerliche Tochter eines einfachen Stadtmusikanten, und Ferdinand von Walter, der adelige Sohn des Präsidenten, verlieben sich ineinander. Als ihre geheimgehaltene Beziehung ans Licht kommt stellen sich beide Väter zwischen die jugendliche Leidenschaft des liebenden Paares. Eine Intrige entsteht, entfacht durch den hinterlistigen Staatssekretär Wurm, der selbst ein Auge auf Luise geworfen hat und Ferdinand als seinen Rivalen ansieht. Einversucht, Herzschmerz und Todesangst führen zu einem tragischen Ende dieses Dramas. Ich musste dieses Drama als Lektüre für den Deutschunterricht lesen. Trotz anfänglicher Herausforderung durch die altertümliche Sprache, hat mir die Geschichte ganz gut gefallen. Leider haben mich die Unterbrechungen, zur inhaltlichen Zusammenfassung der Szenen, hin und wieder etwas aus dem Lesefluss gebracht. Insgesamt kann man dieses Trauerspiel von Schiller durchaus mal gelesen haben ohne enttäuscht zu werden.

Tatsächlich nicht so schlimm
Ich musste es im Deutschunterricht lesen und natürlich analysieren. Das hat mir jedoch teilweise auch Spaß gemacht und sobald man sich etwas mehr mit der Sprache beschäftigt ist es ziemlich interessant, wie anders manche Dinge ausgedrückt werden. Ich habe mich morgens vor dem Unterricht immer mit einer Freundin darüber ausgetauscht was für Plottwists vorkamen und wie spannend das Buch eigentlich sogar ist
Schuhlektüre
Es war okay zu verstehen dafür, dass es in älterem Deutsch verfasst worden ist. Ich verstehe nicht ganz, warum wir das Buch in der Schule lesen mussten. Es ist sehr sexistisch wie zu erwarten war. Es hat mich sehr aggressiv gemacht, das Buch zu lesen. Vor allem die letzten 20 Seiten, weil das hauptsächlich Männer mit fragilen Egos sind, die dumme Entscheidung getroffen haben. Ich würde viel lieber Bücher in der Schule lesen, die wichtige Dinge beibringen, zum Beispiel das Tagebuch der Anne Frank oder so vielleicht auch mal was aus diesem Jahrhundert zur Abwechslung.
GZSZ im 18. Jahrhundert
“Kabale und Liebe” von Friedrich Schiller ist ein Drama in 5 Akten, das die tragische Liebesgeschichte zwischen Ferdinand, dem Sohn des Präsidenten, und Luise, der Tochter eines Musikers, erzählt. Die unerfüllbare Liebe zwischen den beiden Ständen bildet den Kern der Tragödie. Schiller, einer der bekanntesten deutschen Dramatiker, verfasste “Kabale und Liebe” im Rahmen der Epoche des Sturm und Drangs, einer literarischen Bewegung, die sich gegen die Vernunftbetontheit der Aufklärung richtete und die Intuition, Leidenschaft und die ungebändigte Natur des Menschen betonte. Also quasi die Rebellen der damaligen Zeit. Und das merkt man. Die Figuren sind zerrissen zwischen ihren eigenen Gefühlen und den gesellschaftlichen Normen, was zu einem tragischen Verlauf führt. Ich habe einige Male gedacht: „Uh, GZSZ im 18. Jahrhundert“ 😉 Die Relevanz von “Kabale und Liebe” für den modernen Leser liegt vermutlich in seiner zeitlosen Auseinandersetzung mit den Konflikten zwischen Liebe und Macht, individueller Freiheit und gesellschaftlichen Erwartungen. Unterdrückung, Intrigen und der Kampf um persönliche Freiheit sind universell und auch heute noch von Bedeutung - man muss ja nur mal einen Blick in aktuelle Serien und Telenovelas werfen. Okay, vielleicht hat der gute Friedrich auch ein wenig bei Romeo und Julia geklaut. Sprachlich war ich positiv überrascht; oder sagen wir: Ich habe es mir schlimmer vorgestellt 😂 als Teenager konnte ich mit Schiller (vermutlich wie die meisten Teenies) nichts anfangen, doch als mittlerweile „reifere“ Leserin, war ich von diesem Klassiker wirklich positiv überrascht. In einer Welt, die ständig im Wandel ist und in der Fragen nach Liebe, Macht und persönlicher Freiheit weiterhin zentrale Bedeutung haben, behält “Kabale und Liebe” seinen Platz als ein Werk, das zeitlose menschliche Tragödien erforscht. Ich finde, man sollte sich einfach mal darauf einlassen und schauen, was man für mich selbst daraus mitnehmen kann :) ⭐️⭐️⭐️⭐️
„Ich fürchte nichts – nichts – als die Grenzen deiner Liebe.“ Nicht mein liebstes Werk des Sturm und Drang, auch wegen erschwerter Lesbarkeit. Lady Milford fand ich ganz interessant, dafür war Ferdinand ziemlich naiv. Das Ende war einerseits bewegend, aber andererseits konnte ich die Entwicklung nicht nachvollziehen. Hier und da schöne Zitate und wichtige politische Kritik.
etwas anstrengend
Luise Miller, eine Bürgerliche, ist für Ferdinand von Walter, dem Sohn des Präsidenten, keine angemessene Partie. Die beiden sind jedoch verliebt ineinander und Ferdinand ist fest entschlossen, Luise dennoch zu ehelichen. Als sein Vater davon erfährt, ersinnt dieser einen Plan, um das Paar auseinander zu bringen. Doch dieser führt nicht zum erwünschten Ergebnis, sondern zu einem tragischen Ende... Ich habe "Kabale & Liebe" mal in der Schule auszugsweise gelesen, da hat es mir ganz gut gefallen, deshalb wollte ich das Buch nun noch einmal ganz lesen. Allerdings muss ich sagen, die Sprache ist schon recht anstrengend zu lesen und die Geschichte nicht sooo spannend. Alter der Protagonisten: 16/etwas älter Spice Level: - Naivitätslevel: 🧠🧠 Vorhersehbarkeitslevel: 👓👓👓 Liebesanteil: ♥️♥️ Blutlevel: 🩸
MILLER. (springt auf) Bist du da mein Kind? Bist du? - Aber warum denn so einsam und ohne Licht? LOUISE. Ich bin darum doch nicht einsam. Wenns so recht schwarz wird um mich herum, hab ich meine besten Besuche.
Das Stück ist fesselnd, leidenschaftlich und düster. Es macht Spaß es zu lesen und man kann sich gut die Szenen vorstellen. ⭐️⭐️⭐️⭐️
Re-Read: das letzte mal vor mindestens 20 Jahren in der Schule gelesen. Die Sprache war damals schon „altbacken“ da ja auch im 18. Jahrhundert geschrieben. Dadurch ist es teilweise schwerer zu lesen, als wenn man „alltägliche“ Texte liest. Die Handlung fand ich damals, wie heute, gut. Anspruchsvoll aber tatsächlich kann man das ab und an mal machen, keinen Mainstream zu lesen. Bringt die grauen Zellen in Schwung. 😊
Kabale und Liebe ist ein Klassiker der deutschen Literatur und behandelt eine tragische Liebesgeschichte zwischen Luise Miller und Ferdinand von Walter.
Die Themen Liebe, Macht und gesellschaftliche Zwänge sind auch heute noch relevant und werden eindrucksvoll dargestellt. Ich fand die Charaktere interessant, vor allem Luise, die stark und gleichzeitig verletzlich wirkt. Die Konflikte zwischen persönlichem Glück und gesellschaftlichen Erwartungen sind spannend, aber der Stil des Stücks - die altertümliche Sprache und die langen Dialoge - machte das Lesen für mich manchmal etwas schwerfällig. Die Handlung ist durchdacht und voller Intrigen, aber sie entwickelt sich eher langsam. Humor oder Lockerheit gibt es kaum, daher wirkt das Stück manchmal sehr ernst und gedrängt. Trotzdem merkt man, wie tief Schiller die Figuren und ihre Emotionen ausgearbeitet hat. Ein Klassiker mit starken Themen und klarer Botschaft, der mich jedoch nicht vollständig fesseln konnte. Für Theater- und Literaturinteressierte absolut sehenswert, für leichten Lesespaß eher anspruchsvoll. 1/10 Schöningh

Eines der bedeutendsten deutschen Theaterstücke 
Dieses bürgerliche Trauerspiel in fünf Akten wurde 1784 in Frankfurt uraufgeführt. Ferdinand und Luise haben sich in einander verliebt. Ferdinand, standesmäßig weiter oben, bekommt Probleme mit seinem Vater. Und auch Luises Vater ist gegen die Beziehung. Die beiden begegnen nun Intrigen, die sie auseinander bringen sollen. Das ganze endet tragisch. Dieses Büchlein gehört zu meiner Klassikerchallenge. Ich bin natürlich nicht gewohnt, Theaterstücke und dann auch noch in dieser Sprache zu lesen. Doch nach anfänglichen Orientierungsschwierigkeiten fiel es mir erstaunlich leicht. Und was soll ich sagen, es wurde immer mehr zu einem Page Turner! 🤓 Ich habe mich vorher nicht mit den Inhalten beschäftigt, um mir die Spannung nicht vorweg zu nehmen. Ich wusste nur, dass es nicht gut endet. Dass diese Liebe nicht sein darf, wurde sehr schnell klar. Doch wie Intrigen miteinander verwoben wurden, war komplexer, als ich dachte. Friedrich Schiller hat hier ein Meisterwerk schaffen, was heutzutage immer noch zu den bedeutendsten Theaterstücken Deutschlands zählt.
Die ach so armen Bürgerlichen.
Schillers Kabale und Liebe würde ein Zyniker als einen Shakespeare Abklatsch beiseite fegen und damit im Wesentlichen das tun, was diese Rezension in etwas ausführlicherer Form unternehmen wird. Der Haken bei Autoren wie Schiller ist ein allgemeiner Irrglaube, dass sie etwa deswegen etwas Gutes geschrieben haben müssten, weil sie eben zu den Klassikern gehören oder wahlweise das krasse Gegenteil aus demselben Grund, beides sind selbstverständlich irrige Annahmen. Schiller versucht in Kabale und Liebe die Geschichte eines jungen Paares zu erzählen, dessen Liebschaft tragisch endet und ohnehin von Anfang an unter keinem guten Stern stand. Schiller schuf damit auch zu seiner Zeit keineswegs etwas Neues. Und vor allem richtet sich Schiller an das gut- betuchte Volk. Ein junger Herrscher oder wenigstens zukünftiger Herrscher ist handlungstragend. Schiller schafft es jedoch nicht, anders als Shakespeare mit bloßer Wortgewalt dem Leser die Welt von den Füßen auf den Kopf zu stellen, noch durch Goethes- Reim- Genie aufzutrumpfen. Kabale und Liebe erzählt eine relativ durchsichtige Geschichte, mit sprachlich wohl, heutzutage, ungewöhnlichen Mitteln, aber doch nicht herausstechend gut oder fesselnd. Die interessanteste Figur bleibt in der Geschichte im Wesentlichen der Gehilfe des Antagonisten. Denn Charakter lassen all diese Figuren vermissen. Sie wirken plastisch, ja statisch und sehr austauschbar. Man könnte den Eindruck gewinnen jeder könnte jede Rolle einnehmen, ohne, dass dies für das Erzählgeschehen ernsthafte Folgen hätte. Wurm (der angesprochene Gehilfe) ist dabei die einzige Figur, die tatsächlich, zwar mit List, Tücke und Verrat, aber dennoch äußerst einprägsam agiert. Interessanterweise auch die einzige Figur, zu der Schillers steife Libretti zu passen scheinen. Teils wie die Texte eines Verwaltungsbeamten lesen sich die Einlassungen, den Dialogen ist mitunter nur unter höchster Konzentration zu folgen. Wäre es nicht derart ahistorisch würde man fragen, ob das hier nicht eher Brecht sei. Schillers Behandlung des Soldaten- Handels beschreibt zwar das Phänomen drückt sich aber davor auch nur die Andeutung einer Wertung hineinzulegen. Anders, als nach Schillers Tod das etwa Büchner tat, der aufgrund seiner Texte verfolgt wurde. Damit lässt sich Schillers Werk an der Stelle mit langweilig, steif, unoriginell und abwaschbar wohl gut zusammenfassen. Auch für Liebhaber der Klassiker nichts, dass man unbedingt braucht, um die Klassiker gern zu haben.
3,5 Sterne Die Figuren sind vollkommen überspitzt dargestellt, die Handlungen irrational und es gibt einiges an chauvinistischen Sprüchen. Warum hat es mir trotzdem gut gefallen? Ich konnte die gesamte Handlung einfach nicht ernst nehmen. Selbst die schlimmsten Chauvi-Sprüche haben mich nicht wütend gemacht, sondern zum Lachen gebracht. Bei Aussagen von Miller an seine Frau wie "Willst du dein Maul halten? Willst du das Violoncell am Hirnkasten wissen? (...) - Marsch du, in deine Küche! - (...)" hab ich schier am Boden gelegen vor Lachen. Das mag vielleicht nicht jedermanns Humor sein, in einem zeitgenössischen Roman hätten mich solche Sprüche evtl. sogar gestört. In diesem altmodischen, klassischen Stil hat es für mich jedoch hervorragend funktioniert. Wahrscheinlich werden mich viele Schiller-Fans dafür steinigen, dass ich sein Stück als komödiantisch empfinde und nicht ernst nehmen kann. Aber Literatur ist nun mal subjektiv. Fazit ist, als ernst zu nehmendes Trauerspiel betrachtet, hat mir "Kabale und Liebe" nicht gefallen, was aber auch daran liegen mag, dass Trauerspiele einfach nicht meins sind. Mir persönlich ist das Drama meist viel zu übertrieben und erzwungen. Als Komödie hat "Kabale und Liebe" für mich allerdings klasse funktioniert. Ich hatte schon lange keine so köstliche Unterhaltung mehr.
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Friedrich Schiller (1759-1805) wurde in Marbach geboren und wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Ab 1776 studierte er auf Befehl des Herzogs Karl Eugen an der Militärakademie Karlsschule in Stuttgart Medizin und arbeitete anschließend als Regimentsarzt. 1782 war Schiller trotz eines Verbots des Herzogs bei der umjubelten Uraufführung der «Räuber» in Mannheim zugegen; er wurde mit Arrest und Schreibverbot bestraft. Er floh über Mannheim, Leipzig und Dresden nach Weimar. 1789 wurde er zum außerordentlichen Professor der Geschichte und Philosophie in Jena berufen. Er litt unter ständigen Geldsorgen, die auch seine Gesundheit angriffen. 1799 siedelte er erneut nach Weimar um, wo er im Alter von nur 45 Jahren starb.
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Könnte auch Ständekritik und Slutshaming heißen
Ich mag ja meinen Schiller normalerweise - Die Räuber und Wilhelm Tell habe ich verschlungen und geliebt. Aber dieses Stück hat mich doch mit jeder Szene zunehmend genervt. Erst das Gute: Der Untertitel lautet „ein bürgerliches Trauerspiel“. Der Fürst, um dessen Hof und dessen Machtgefälle sich diese Tragödie abspielt, bleibt bis zum Ende unsichtbar. Das die wahre Tragik vielleicht nicht dort zu finden ist, wo Charaktere am tiefsten Fallen (=Könige und Adel), sondern dort, wo die Leute seit jeher unter diesem Stand leiden, war ja beinahe Revolutionär zu Schiller‘s Zeiten. Siehe auch Sokrates‘ Theben-Tragödien, eigentliche sämtliche Stücke von Shakespeare… da sind die tragischen, leuchtenden Helden *immer* aus der Oberschicht. Da könnten wir heute was drauß lernen. Womit ich vor allem sagen will: Ich will nicht jeden Müll hören müssen, den Musk, Zuckerberg und Konsorten verzapfen. Diese mediale Reichweite und die Themenschwerpunkte wären an anderer Stelle deutlich sinnvoller. Bitte& Danke. (Ja, ich kann auch in 300 Jahre alten Theaterstücken Kapitalismuskritik entdecken. Ja, Klassiker sind halt nicht umsonst zeitlos.) Jetzt zu dem , was mich gestört hat. Friedrich. Bro. Your toxic masculinity is showing. Anzahl weiblicher Charaktere mit Sprechrolle: 4 Anzahl weiblicher Chataktere, die als Hure etc. bezeichnet werden: 3 Das sind stabile 75%. „Ja, aber Yerin, das war damals so…“ Nö. Einfach nö. Es gibt in der Gegenwart schon genug Sexismus, da muss ich sie in der Kultur, in unserem gemeinsamen, erwürdigen Kanon nicht stillschweigend hinnehmen. Minus ein Stern für die übelste Version von Madonna/Hure Komplex (Frau entweder heilig oder der Teufel, und bei jedem noch so kleinen Fehler bist du deswegen abgrundtief BÖSE) den ich jemals gesehen habe - wobei es eher Ophelia/Hure Komplex heißen sollte. Weil unsere perfekte Heldin bekommt ja auch kein Happy End. Ne ne, die bitch muss schon sterben, um da bisschen Seriösität und Tiefgang zu schaffen. Friendly reminder, dass Frauen, wenn sie auf ein Podest/ einen Altar gestellt und als perfekt und makellos angebetet werden, dass genauso sexistisch ist, wie sie als weniger wertig als Männer zu betrachten. What else? Ich mag klassische Gedichte und Theaterstücke. Vielleicht hat mir das Reimschema gefehlt, aber die Sprache hat mir auf jeden Fall nicht sonderlich getaugt. Sämtliche Charaktere hier haben Stimmungsschwankungen - das kennen wir von anderen Stücken jener Zeit. Ich weiß, das Schiller kein Sturm und Drang Fan war, und ich hab mich über weite Strecken gefragt, ob ich das als Parodie auf die pathetischen, manchmal übersensiblen Gestalten lesen soll, die uns in S&D Werken begegnen. Keine Ahnung, ich glaub eigentlich nicht, aber i’m sorry, das war halt schon eher lächerlich als tragisch. Friedrich, das kannste auch besser. Ich geh jetzt mal googeln, was der Gute uns damit sagen wollte, und ob andere das genauso sehen. Ob ich die Werke von ihm noch lese, die mir noch fehlen (hauptsächlich Maria Stuart) weiß ich ehrlich gesagt nicht, weil noch mehr weibliche Charaktere aus Schiller‘s Feder brauch ich vorerst nicht.
Supi
Eins der ersten Dramen, was mich wirklich berührt hat. Ich hatte zum ersten mal außer halb der Schule zu einem Drama gegriffen und es hat mich gecatched- was ich von Schiller nicht erwartet hatte. Es gibt viel Interpretationsfreiraum aber im gesamten ist die Kritik die das Werk in den Vordergrund stellt gut durchschaubar. Die Geschichte ist emotional und tragisch aber so geschrieben, dass man berührt wird.
Kabale und Liebe - ein bürgerliches Trauerspiel
„Dies bisschen Leben - dürft ich es hinhauchen in ein leises, schmeichelndes Lüftchen, sein Gesicht abzukühlen! Dies Blümchen Jugend - wär es ein Veilchen, und er träte drauf, und es dürfte bescheiden unter ihm sterben! Wenn die Mücke in ihren Strahlen sich sonnt - kann sie das strafen, die stolze majestätische Sonne?“ Ein Drama, dass sich kritisch mit der Ständegesellschaft des 18. Jahrhunderts auseinandersetzt. Luise Miller, die bürgerliche Tochter eines einfachen Stadtmusikanten, und Ferdinand von Walter, der adelige Sohn des Präsidenten, verlieben sich ineinander. Als ihre geheimgehaltene Beziehung ans Licht kommt stellen sich beide Väter zwischen die jugendliche Leidenschaft des liebenden Paares. Eine Intrige entsteht, entfacht durch den hinterlistigen Staatssekretär Wurm, der selbst ein Auge auf Luise geworfen hat und Ferdinand als seinen Rivalen ansieht. Einversucht, Herzschmerz und Todesangst führen zu einem tragischen Ende dieses Dramas. Ich musste dieses Drama als Lektüre für den Deutschunterricht lesen. Trotz anfänglicher Herausforderung durch die altertümliche Sprache, hat mir die Geschichte ganz gut gefallen. Leider haben mich die Unterbrechungen, zur inhaltlichen Zusammenfassung der Szenen, hin und wieder etwas aus dem Lesefluss gebracht. Insgesamt kann man dieses Trauerspiel von Schiller durchaus mal gelesen haben ohne enttäuscht zu werden.

Tatsächlich nicht so schlimm
Ich musste es im Deutschunterricht lesen und natürlich analysieren. Das hat mir jedoch teilweise auch Spaß gemacht und sobald man sich etwas mehr mit der Sprache beschäftigt ist es ziemlich interessant, wie anders manche Dinge ausgedrückt werden. Ich habe mich morgens vor dem Unterricht immer mit einer Freundin darüber ausgetauscht was für Plottwists vorkamen und wie spannend das Buch eigentlich sogar ist
Schuhlektüre
Es war okay zu verstehen dafür, dass es in älterem Deutsch verfasst worden ist. Ich verstehe nicht ganz, warum wir das Buch in der Schule lesen mussten. Es ist sehr sexistisch wie zu erwarten war. Es hat mich sehr aggressiv gemacht, das Buch zu lesen. Vor allem die letzten 20 Seiten, weil das hauptsächlich Männer mit fragilen Egos sind, die dumme Entscheidung getroffen haben. Ich würde viel lieber Bücher in der Schule lesen, die wichtige Dinge beibringen, zum Beispiel das Tagebuch der Anne Frank oder so vielleicht auch mal was aus diesem Jahrhundert zur Abwechslung.
GZSZ im 18. Jahrhundert
“Kabale und Liebe” von Friedrich Schiller ist ein Drama in 5 Akten, das die tragische Liebesgeschichte zwischen Ferdinand, dem Sohn des Präsidenten, und Luise, der Tochter eines Musikers, erzählt. Die unerfüllbare Liebe zwischen den beiden Ständen bildet den Kern der Tragödie. Schiller, einer der bekanntesten deutschen Dramatiker, verfasste “Kabale und Liebe” im Rahmen der Epoche des Sturm und Drangs, einer literarischen Bewegung, die sich gegen die Vernunftbetontheit der Aufklärung richtete und die Intuition, Leidenschaft und die ungebändigte Natur des Menschen betonte. Also quasi die Rebellen der damaligen Zeit. Und das merkt man. Die Figuren sind zerrissen zwischen ihren eigenen Gefühlen und den gesellschaftlichen Normen, was zu einem tragischen Verlauf führt. Ich habe einige Male gedacht: „Uh, GZSZ im 18. Jahrhundert“ 😉 Die Relevanz von “Kabale und Liebe” für den modernen Leser liegt vermutlich in seiner zeitlosen Auseinandersetzung mit den Konflikten zwischen Liebe und Macht, individueller Freiheit und gesellschaftlichen Erwartungen. Unterdrückung, Intrigen und der Kampf um persönliche Freiheit sind universell und auch heute noch von Bedeutung - man muss ja nur mal einen Blick in aktuelle Serien und Telenovelas werfen. Okay, vielleicht hat der gute Friedrich auch ein wenig bei Romeo und Julia geklaut. Sprachlich war ich positiv überrascht; oder sagen wir: Ich habe es mir schlimmer vorgestellt 😂 als Teenager konnte ich mit Schiller (vermutlich wie die meisten Teenies) nichts anfangen, doch als mittlerweile „reifere“ Leserin, war ich von diesem Klassiker wirklich positiv überrascht. In einer Welt, die ständig im Wandel ist und in der Fragen nach Liebe, Macht und persönlicher Freiheit weiterhin zentrale Bedeutung haben, behält “Kabale und Liebe” seinen Platz als ein Werk, das zeitlose menschliche Tragödien erforscht. Ich finde, man sollte sich einfach mal darauf einlassen und schauen, was man für mich selbst daraus mitnehmen kann :) ⭐️⭐️⭐️⭐️
„Ich fürchte nichts – nichts – als die Grenzen deiner Liebe.“ Nicht mein liebstes Werk des Sturm und Drang, auch wegen erschwerter Lesbarkeit. Lady Milford fand ich ganz interessant, dafür war Ferdinand ziemlich naiv. Das Ende war einerseits bewegend, aber andererseits konnte ich die Entwicklung nicht nachvollziehen. Hier und da schöne Zitate und wichtige politische Kritik.
etwas anstrengend
Luise Miller, eine Bürgerliche, ist für Ferdinand von Walter, dem Sohn des Präsidenten, keine angemessene Partie. Die beiden sind jedoch verliebt ineinander und Ferdinand ist fest entschlossen, Luise dennoch zu ehelichen. Als sein Vater davon erfährt, ersinnt dieser einen Plan, um das Paar auseinander zu bringen. Doch dieser führt nicht zum erwünschten Ergebnis, sondern zu einem tragischen Ende... Ich habe "Kabale & Liebe" mal in der Schule auszugsweise gelesen, da hat es mir ganz gut gefallen, deshalb wollte ich das Buch nun noch einmal ganz lesen. Allerdings muss ich sagen, die Sprache ist schon recht anstrengend zu lesen und die Geschichte nicht sooo spannend. Alter der Protagonisten: 16/etwas älter Spice Level: - Naivitätslevel: 🧠🧠 Vorhersehbarkeitslevel: 👓👓👓 Liebesanteil: ♥️♥️ Blutlevel: 🩸
MILLER. (springt auf) Bist du da mein Kind? Bist du? - Aber warum denn so einsam und ohne Licht? LOUISE. Ich bin darum doch nicht einsam. Wenns so recht schwarz wird um mich herum, hab ich meine besten Besuche.
Das Stück ist fesselnd, leidenschaftlich und düster. Es macht Spaß es zu lesen und man kann sich gut die Szenen vorstellen. ⭐️⭐️⭐️⭐️
Re-Read: das letzte mal vor mindestens 20 Jahren in der Schule gelesen. Die Sprache war damals schon „altbacken“ da ja auch im 18. Jahrhundert geschrieben. Dadurch ist es teilweise schwerer zu lesen, als wenn man „alltägliche“ Texte liest. Die Handlung fand ich damals, wie heute, gut. Anspruchsvoll aber tatsächlich kann man das ab und an mal machen, keinen Mainstream zu lesen. Bringt die grauen Zellen in Schwung. 😊
Kabale und Liebe ist ein Klassiker der deutschen Literatur und behandelt eine tragische Liebesgeschichte zwischen Luise Miller und Ferdinand von Walter.
Die Themen Liebe, Macht und gesellschaftliche Zwänge sind auch heute noch relevant und werden eindrucksvoll dargestellt. Ich fand die Charaktere interessant, vor allem Luise, die stark und gleichzeitig verletzlich wirkt. Die Konflikte zwischen persönlichem Glück und gesellschaftlichen Erwartungen sind spannend, aber der Stil des Stücks - die altertümliche Sprache und die langen Dialoge - machte das Lesen für mich manchmal etwas schwerfällig. Die Handlung ist durchdacht und voller Intrigen, aber sie entwickelt sich eher langsam. Humor oder Lockerheit gibt es kaum, daher wirkt das Stück manchmal sehr ernst und gedrängt. Trotzdem merkt man, wie tief Schiller die Figuren und ihre Emotionen ausgearbeitet hat. Ein Klassiker mit starken Themen und klarer Botschaft, der mich jedoch nicht vollständig fesseln konnte. Für Theater- und Literaturinteressierte absolut sehenswert, für leichten Lesespaß eher anspruchsvoll. 1/10 Schöningh

Eines der bedeutendsten deutschen Theaterstücke 
Dieses bürgerliche Trauerspiel in fünf Akten wurde 1784 in Frankfurt uraufgeführt. Ferdinand und Luise haben sich in einander verliebt. Ferdinand, standesmäßig weiter oben, bekommt Probleme mit seinem Vater. Und auch Luises Vater ist gegen die Beziehung. Die beiden begegnen nun Intrigen, die sie auseinander bringen sollen. Das ganze endet tragisch. Dieses Büchlein gehört zu meiner Klassikerchallenge. Ich bin natürlich nicht gewohnt, Theaterstücke und dann auch noch in dieser Sprache zu lesen. Doch nach anfänglichen Orientierungsschwierigkeiten fiel es mir erstaunlich leicht. Und was soll ich sagen, es wurde immer mehr zu einem Page Turner! 🤓 Ich habe mich vorher nicht mit den Inhalten beschäftigt, um mir die Spannung nicht vorweg zu nehmen. Ich wusste nur, dass es nicht gut endet. Dass diese Liebe nicht sein darf, wurde sehr schnell klar. Doch wie Intrigen miteinander verwoben wurden, war komplexer, als ich dachte. Friedrich Schiller hat hier ein Meisterwerk schaffen, was heutzutage immer noch zu den bedeutendsten Theaterstücken Deutschlands zählt.
Die ach so armen Bürgerlichen.
Schillers Kabale und Liebe würde ein Zyniker als einen Shakespeare Abklatsch beiseite fegen und damit im Wesentlichen das tun, was diese Rezension in etwas ausführlicherer Form unternehmen wird. Der Haken bei Autoren wie Schiller ist ein allgemeiner Irrglaube, dass sie etwa deswegen etwas Gutes geschrieben haben müssten, weil sie eben zu den Klassikern gehören oder wahlweise das krasse Gegenteil aus demselben Grund, beides sind selbstverständlich irrige Annahmen. Schiller versucht in Kabale und Liebe die Geschichte eines jungen Paares zu erzählen, dessen Liebschaft tragisch endet und ohnehin von Anfang an unter keinem guten Stern stand. Schiller schuf damit auch zu seiner Zeit keineswegs etwas Neues. Und vor allem richtet sich Schiller an das gut- betuchte Volk. Ein junger Herrscher oder wenigstens zukünftiger Herrscher ist handlungstragend. Schiller schafft es jedoch nicht, anders als Shakespeare mit bloßer Wortgewalt dem Leser die Welt von den Füßen auf den Kopf zu stellen, noch durch Goethes- Reim- Genie aufzutrumpfen. Kabale und Liebe erzählt eine relativ durchsichtige Geschichte, mit sprachlich wohl, heutzutage, ungewöhnlichen Mitteln, aber doch nicht herausstechend gut oder fesselnd. Die interessanteste Figur bleibt in der Geschichte im Wesentlichen der Gehilfe des Antagonisten. Denn Charakter lassen all diese Figuren vermissen. Sie wirken plastisch, ja statisch und sehr austauschbar. Man könnte den Eindruck gewinnen jeder könnte jede Rolle einnehmen, ohne, dass dies für das Erzählgeschehen ernsthafte Folgen hätte. Wurm (der angesprochene Gehilfe) ist dabei die einzige Figur, die tatsächlich, zwar mit List, Tücke und Verrat, aber dennoch äußerst einprägsam agiert. Interessanterweise auch die einzige Figur, zu der Schillers steife Libretti zu passen scheinen. Teils wie die Texte eines Verwaltungsbeamten lesen sich die Einlassungen, den Dialogen ist mitunter nur unter höchster Konzentration zu folgen. Wäre es nicht derart ahistorisch würde man fragen, ob das hier nicht eher Brecht sei. Schillers Behandlung des Soldaten- Handels beschreibt zwar das Phänomen drückt sich aber davor auch nur die Andeutung einer Wertung hineinzulegen. Anders, als nach Schillers Tod das etwa Büchner tat, der aufgrund seiner Texte verfolgt wurde. Damit lässt sich Schillers Werk an der Stelle mit langweilig, steif, unoriginell und abwaschbar wohl gut zusammenfassen. Auch für Liebhaber der Klassiker nichts, dass man unbedingt braucht, um die Klassiker gern zu haben.
3,5 Sterne Die Figuren sind vollkommen überspitzt dargestellt, die Handlungen irrational und es gibt einiges an chauvinistischen Sprüchen. Warum hat es mir trotzdem gut gefallen? Ich konnte die gesamte Handlung einfach nicht ernst nehmen. Selbst die schlimmsten Chauvi-Sprüche haben mich nicht wütend gemacht, sondern zum Lachen gebracht. Bei Aussagen von Miller an seine Frau wie "Willst du dein Maul halten? Willst du das Violoncell am Hirnkasten wissen? (...) - Marsch du, in deine Küche! - (...)" hab ich schier am Boden gelegen vor Lachen. Das mag vielleicht nicht jedermanns Humor sein, in einem zeitgenössischen Roman hätten mich solche Sprüche evtl. sogar gestört. In diesem altmodischen, klassischen Stil hat es für mich jedoch hervorragend funktioniert. Wahrscheinlich werden mich viele Schiller-Fans dafür steinigen, dass ich sein Stück als komödiantisch empfinde und nicht ernst nehmen kann. Aber Literatur ist nun mal subjektiv. Fazit ist, als ernst zu nehmendes Trauerspiel betrachtet, hat mir "Kabale und Liebe" nicht gefallen, was aber auch daran liegen mag, dass Trauerspiele einfach nicht meins sind. Mir persönlich ist das Drama meist viel zu übertrieben und erzwungen. Als Komödie hat "Kabale und Liebe" für mich allerdings klasse funktioniert. Ich hatte schon lange keine so köstliche Unterhaltung mehr.























































