Hiobs Brüder
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Description
»Hatte Gott sich überlegt: Ich schlage dich mit einem Gebrechen, das dich zum Außenseiter macht, und dann schaue ich tatenlos zu, wie die Menschen Schindluder mit dir treiben, um zu sehen, wie fest dein Glaube ist? Waren sie alle, die von der Insel entkommen waren, Hiobs Brüder?«
Er weiß nicht, wer er ist, und so nennen sie ihn Losian. Mit einer Handvoll anderer Jungen und Männer lebt er eingesperrt in einer verfallenen Inselfestung vor der Küste Yorkshires. Als eine Laune der Natur ihnen den Weg in die Freiheit öffnet, wagen sie die Flucht zurück aufs Festland. Ein Abenteuer beginnt und eine Suche - und Losian muss fürchten, dass er den grauenvollen Krieg verschuldet hat, unter dem ganz England leidet ...
Book Information
Author Description
Rebecca Gablé studierte Literaturwissenschaft, Sprachgeschichte und Mediävistik in Düsseldorf, wo sie anschließend als Dozentin für mittelalterliche englische Literatur tätig war. Heute arbeitet sie als freie Autorin und lebt mit ihrem Mann am Niederrhein und nahe Valencia in Spanien. Ihre historischen Romane und ihr Buch zur Geschichte des englischen Mittelalters wurden allesamt Bestseller und in viele Sprachen übersetzt.
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⭐⭐⭐⭐ 4 Sterne: Ein bildgewaltiges Epos – historisch präzise, emotional, vielschichtig.
Mit „Hiobs Brüder“ entfaltet sich ein unglaublich dichtes und emotionales Bild des englischen Mittelalters zur Zeit des verheerenden Bürgerkriegs im 12. Jahrhundert. Rebecca Gablé zeigt hier eine ganz andere, verletzlichere Seite dieser Epoche, indem sie die Perspektive von den großen Königen wehlenkt und stattdessen die Schwächsten der Gesellschaft ins Rampenlicht rückt. Was diesen historischen Roman so besonders macht: • Die faszinierende Perspektive: Im Mittelpunkt steht eine Gruppe von Ausgestoßenen – psychisch Kranke, Behinderte und Traumatisierte. Diese ungewöhnliche Truppe, die aus einer Inselfestung entkommt, wächst einem durch ihren Zusammenhalt und ihre Menschlichkeit extrem schnell ans Herz und bildet einen wunderschönen Kontrast zu den Schrecken des Krieges. • Lebendige Geschichte: Man merkt der Erzählung die fundierte Recherche auf jeder Seite an. Die Epoche wird ungeschönt, aber voller Leben beschrieben. Die politischen Wirren des damaligen Thronstreits werden durch die Augen der flüchtenden Gruppe absolut greifbar und verständlich vermittelt. • Einnehmender Schreibstil: Gablés Stil ist sofort fesselnd. Sie schreibt sehr flüssig und bildhaft, sodass man trotz der enormen Dichte des Buches eine wohlige Atmosphäre aufbaut und richtig tief in die Zeit eintauchen kann. • Meisterhafte Figurenentwicklung: Die Entwicklung des stummen Simon und seiner Gefährten ist psychologisch feinfühlig ausgearbeitet. Die Schicksale kreuzen sich mit realen historischen Persönlichkeiten, was der gesamten Handlung eine beeindruckende Tiefe und Glaubwürdigkeit verleiht. Fazit: Ein rundum gelungener, großartiger historischer Roman, der durch seine tiefgründigen, unkonventionellen Charaktere und ein unverbrauchtes Thema besticht. Wer Geschichten mit viel Herz, Verstand und historischer Tiefe sucht, kommt an diesem Werk nicht vorbei.
Mit einem ungewöhnlichen Einstieg, bei dem ich zunächst nicht genau wusste, worauf Gable mich diesmal vorbereiten wollte, beginnt der zweite Teil der Helmsby-Saga. Das Buch ist, wie zu erwarten, großartig. Ich habe mir bewusst etwas mehr Zeit mit Hiobs Brüder gelassen, weil ich jede Seite genießen wollte: die Reise durch diese faszinierende Epoche des Mittelalters und das mitreißende Abenteuer dieser ungewöhnlich zusammengestellten Gemeinschaft. Wie immer verbindet Rebecca Gablé historische Genauigkeit, Mythen und eigene Erzählkunst zu einem stimmigen, fesselnden Ganzen. Ich freue mich schon sehr auf den dritten Teil und kann es kaum erwarten, weiterzulesen.

Rezension: Hiobs Brüder von Rebecca Gablé
Rebecca Gablé ist bekannt für ihre detailreichen, atmosphärischen historischen Romane, und auch Hiobs Brüder bildet da keine Ausnahme. Die Autorin entführt die Lesenden ins England des 12. Jahrhunderts, wo Armut, Krankheit und Aberglaube den Alltag bestimmen. Im Zentrum der Geschichte steht eine Gruppe von Menschen, die als „Narren“ in einem Kloster eingesperrt sind – Außenseiter, die wegen Krankheit, geistiger Beeinträchtigung oder einfach nur aus Unwissenheit als unheilbar gelten. Einer von ihnen ist der junge Adlige, der später unter dem Namen „Hiob“ bekannt wird. Als es den Männern gelingt, aus der Gefangenschaft zu fliehen, beginnt eine lange und gefahrvolle Reise voller Entbehrungen, Zusammenhalt, Verrat und Hoffnung. Gablé gelingt es meisterhaft, die Figuren lebendig und vielschichtig zu zeichnen. Besonders die Entwicklung von Hiob und das Miteinander der „Brüder“ verleihen dem Roman eine berührende Tiefe. Neben den persönlichen Schicksalen vermittelt die Autorin eindrucksvoll ein Bild vom mittelalterlichen England – geprägt von Machtkämpfen, religiösem Fanatismus und einer Gesellschaft, die mit Außenseitern erbarmungslos umgeht. Stärken Fesselnde historische Authentizität Sympathische und individuelle Figuren Ein spannender, emotionaler Handlungsbogen Mögliche Schwächen Manche Passagen wirken etwas ausführlich Der Einstieg erfordert Geduld, bis die Handlung richtig Fahrt aufnimmt Fazit: Hiobs Brüder ist ein packender, historischer Roman über Ausgrenzung und Menschlichkeit, über die Kraft von Freundschaft und Hoffnung in einer grausamen Welt. Wer Gablés Werke kennt, wird auch hier wieder bestens unterhalten – und wer neu in ihre Bücher einsteigt, findet mit diesem Band einen guten Zugang. ⭐⭐⭐⭐☆ (4/5 Sternen)

Wie jedes Buch von Rebecca Gablé zu empfehlen aber für mich persönlich eines der schwächeren von ihr.
England, Mitte des 12. Jahrhunderts. Der Roman spielt 2-3 Generationen nach dem ersten Teil. Kann aber unabhängig davon gelesen werden. Der Roman gibt gut die Zeit nach William dem Eroberer wieder, in der größtenteils Anarchie in England herrscht bis Henry II. die lang anhaltende Herrscherdynastie der Plantagenet gründet.
Ein wirklich außergewöhnlicher historischer Roman! Besonders die Konstellation der verschiedenen Hauptprotagonisten, die unterschiedlicher nicht sein könnten und sehr vielschichtig gezeichnet sind, macht ihn so besonders! Trotz seiner Länge und Detailverliebtheit zeichnet ihn ein stringenter, spannender Handlungsstrang mit einigen überraschenden Wendungen aus. Es ist mein erstes Buch dieser Autorin, aber sicher nicht das letzte!
Eine Gruppe außergewöhnlicher Personen in in einem Bürgerkrieg geschüttelten England !
England 1147: Eingesperrt in einer verfallenen Inselfestung, fristen sie ein unwürdiges Leben, weil sie nicht zu den Kindern Gottes gehören: Simon hat die Fallsucht, Edmund hält sich für einen Märtyrerkönig, Regy ist ein Mörder, Losian hat sein Gedächtnis verloren. Er führt die Gruppe an, als eine Sturmflut ihnen den Weg in die Freiheit öffnet. Zusammen wagen sie die Flucht aufs Festland. Ein Abenteuer beginnt und eine Suche - bis Losian einer Frau begegnet, die ihm nicht nur helfen könnte, seine Vergangenheit zu finden, sondern auch seine Zukunft ... Eine gelungene Fortsetzung von " Das zweite Königreich" endlich geht es weiter mit Helmsby und der Familiengeschichte. Nicht nur die Familiengeschichte von Helmsbys wird weiter gewebt auch beschreibt die Autorin gut, wie es im Mittelalter mit körperlichen & geistigen Einschränkungen war. Das man Leute, die nicht der gesellschaftlichen Norm entsprachen, einfach wegsperrte oder sogar tötete, weil man vor ihnen Angst hatte. Ich habe fast alle Romane von Rebecca Gablé gelesen. Nur irgendwie hatte ich dieses Buch vor mir hergeschoben, bis ich es jetzt gelesen habe. Und ich muss sagen, es war ein Fehler es nicht schon viel früher gelesen zu haben. Es ist anders als ihre anderen Romane, aber dafür echt gut. Absolute Empfehlung !!
Hiobs Brüder - Das Schicksal ist ein launischer Spielgeselle, doch die Bruderschaft ist unbesiegbar
Inmitten des blutigen Chaos des englischen Bürgerkriegs im 12. Jahrhundert entfaltet sich mit „Hiobs Brüder“ eine außergewöhnliche Odyssee. Die Geschichte beginnt in der düsteren Isolation einer Inselfestung, aus der eine Gruppe Entwurzelter die Flucht wagt: Menschen, die aufgrund von Gebrechen oder Krankheiten als ausgestoßen gelten. Angeführt vom charismatischen, aber gedächtnislosen Simon, müssen der blinde Oswald, der stumme Gigant und ihre Gefährten in einer Welt überleben, die sie längst abgeschrieben hat. Was diesen Roman so fesselnd macht, ist die bedingungslose Loyalität innerhalb dieser Schicksalsgemeinschaft. Während das Land um sie herum in Gewalt versinkt, wachsen die „Hiobsbrüder“ über sich hinaus und beweisen, dass ihre vermeintlichen Schwächen in Wahrheit ihre größte Stärke sind. Die Erzählung besticht durch eine dichte Atmosphäre und einen tiefen Humanismus, der den Leser direkt in das schlammige, gefährliche Mittelalter katapultiert. Trotz kleinerer Längen im Mittelteil bleibt das Werk ein emotionaler Kraftakt, der zeigt, dass wahre Nobilität nicht durch Geburt, sondern durch Zusammenhalt entsteht. Es ist eine packende Reise voller Schmerz und Hoffnung, die den Leser bis zum Schluss nicht mehr loslässt. Von mir 9 von 10 P.

Rebecca Gablé ist für mich die Königin der historischen Romane. Sehr guter Schreibstil. Sobald man anfängt zu lesen, ist man schon in einer anderen Welt angekommen. Besonders gefallen hat mir, dass diesmal aus der Gesellschaft ausgestoßene die Hauptrolle gespielt haben. Selbst Regy, der nun wirklich ein Fall für die Psychatrie ist, ist einem auf eine gewisse Art und Weise ans Herz gewachsen. Obwohl nachts oder nicht angekettet, würde ich ihm nicht begegnen wollen....
Durch die hohe Seitenanzahl schafft es das Buch, einem die Charaktere wirklich nah zu bringen. Mir lag richtig etwas an den verschiedenen, super spannenden Schicksalen. Trotzdem hätten für mich gewisse Passagen etwas schneller erzählt werden können. Die Vernetzung einiger Personen und das politische Geschehen finde ich in historischen Romanen oftmals kompliziert - so auch hier. Es fallen viele Namen und manchmal habe ich mich gefragt ob ich an einigen Stellen beim Lesen zu wenig aufgepasst habe (vermutlich ja), aber dennoch wurde ich nicht komplett abgehängt. Davon abgesehen sind die politischen Themen zwar wichtig für die Story, zentral empfand ich aber immer noch die Handlung rund um die Protagonisten. Mit diesem Buch wurde meine Liebe zu historischen Romanen wieder erweckt. Diese Sprache, das Setting, der Spagat zwischen Leidenschaft und Brutalität, der die Realität darstellt - dieses Genre hat viel zu bieten.
Hiobs Brüder von Rebecca Gablé überzeugt durch glaubwürdige Figuren und einen flüssigen, mitreißenden Schreibstil. Die Autorin zeigt erneut ihr großes Gespür für historische Details und menschliche Konflikte, ohne dabei an Spannung zu verlieren. Der Roman ist sehr gut lesbar. Ich lieb ihre Romane einfach!
Achtung: Im Vorfeld vielleicht meine Meinung zum ersten Band beachten. Denn sehr ähnlich verhält es sich leider auch hier. „Hiobs Brüder“ hat mich eher gelangweilt. Die Figuren blieben mir fremd, und der Plot entwickelte sich zäh. Ich hatte das Gefühl, das Buch hätte deutlich kürzer sein können. Ich bin besseres und auch stärkeres von Rebecca gewohnt. Den dritten Band werde ich wahrscheinlich nicht mehr lesen.
"Du bist eine Legende." "Ich glaube, der Nächste, der das zu mir sagt, riskiert eine blutige Nase" 4,5 Sterne Von Anfang an habe ich mich direkt in diese unglaublich bunte Charaktermischung verliebt. Vor allem Losian, Simon und die Zwillinge. Und auch der Schreibstil ist toll von Beginn bis Ende, Rebecca Gablé zeigt wieder ihr ganzes Können. Das Thema "behinderte Menschen im Mittelalter" war sehr faszinierend und ist toll aufgegriffen worden.
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»Hatte Gott sich überlegt: Ich schlage dich mit einem Gebrechen, das dich zum Außenseiter macht, und dann schaue ich tatenlos zu, wie die Menschen Schindluder mit dir treiben, um zu sehen, wie fest dein Glaube ist? Waren sie alle, die von der Insel entkommen waren, Hiobs Brüder?«
Er weiß nicht, wer er ist, und so nennen sie ihn Losian. Mit einer Handvoll anderer Jungen und Männer lebt er eingesperrt in einer verfallenen Inselfestung vor der Küste Yorkshires. Als eine Laune der Natur ihnen den Weg in die Freiheit öffnet, wagen sie die Flucht zurück aufs Festland. Ein Abenteuer beginnt und eine Suche - und Losian muss fürchten, dass er den grauenvollen Krieg verschuldet hat, unter dem ganz England leidet ...
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Author Description
Rebecca Gablé studierte Literaturwissenschaft, Sprachgeschichte und Mediävistik in Düsseldorf, wo sie anschließend als Dozentin für mittelalterliche englische Literatur tätig war. Heute arbeitet sie als freie Autorin und lebt mit ihrem Mann am Niederrhein und nahe Valencia in Spanien. Ihre historischen Romane und ihr Buch zur Geschichte des englischen Mittelalters wurden allesamt Bestseller und in viele Sprachen übersetzt.
Posts
⭐⭐⭐⭐ 4 Sterne: Ein bildgewaltiges Epos – historisch präzise, emotional, vielschichtig.
Mit „Hiobs Brüder“ entfaltet sich ein unglaublich dichtes und emotionales Bild des englischen Mittelalters zur Zeit des verheerenden Bürgerkriegs im 12. Jahrhundert. Rebecca Gablé zeigt hier eine ganz andere, verletzlichere Seite dieser Epoche, indem sie die Perspektive von den großen Königen wehlenkt und stattdessen die Schwächsten der Gesellschaft ins Rampenlicht rückt. Was diesen historischen Roman so besonders macht: • Die faszinierende Perspektive: Im Mittelpunkt steht eine Gruppe von Ausgestoßenen – psychisch Kranke, Behinderte und Traumatisierte. Diese ungewöhnliche Truppe, die aus einer Inselfestung entkommt, wächst einem durch ihren Zusammenhalt und ihre Menschlichkeit extrem schnell ans Herz und bildet einen wunderschönen Kontrast zu den Schrecken des Krieges. • Lebendige Geschichte: Man merkt der Erzählung die fundierte Recherche auf jeder Seite an. Die Epoche wird ungeschönt, aber voller Leben beschrieben. Die politischen Wirren des damaligen Thronstreits werden durch die Augen der flüchtenden Gruppe absolut greifbar und verständlich vermittelt. • Einnehmender Schreibstil: Gablés Stil ist sofort fesselnd. Sie schreibt sehr flüssig und bildhaft, sodass man trotz der enormen Dichte des Buches eine wohlige Atmosphäre aufbaut und richtig tief in die Zeit eintauchen kann. • Meisterhafte Figurenentwicklung: Die Entwicklung des stummen Simon und seiner Gefährten ist psychologisch feinfühlig ausgearbeitet. Die Schicksale kreuzen sich mit realen historischen Persönlichkeiten, was der gesamten Handlung eine beeindruckende Tiefe und Glaubwürdigkeit verleiht. Fazit: Ein rundum gelungener, großartiger historischer Roman, der durch seine tiefgründigen, unkonventionellen Charaktere und ein unverbrauchtes Thema besticht. Wer Geschichten mit viel Herz, Verstand und historischer Tiefe sucht, kommt an diesem Werk nicht vorbei.
Mit einem ungewöhnlichen Einstieg, bei dem ich zunächst nicht genau wusste, worauf Gable mich diesmal vorbereiten wollte, beginnt der zweite Teil der Helmsby-Saga. Das Buch ist, wie zu erwarten, großartig. Ich habe mir bewusst etwas mehr Zeit mit Hiobs Brüder gelassen, weil ich jede Seite genießen wollte: die Reise durch diese faszinierende Epoche des Mittelalters und das mitreißende Abenteuer dieser ungewöhnlich zusammengestellten Gemeinschaft. Wie immer verbindet Rebecca Gablé historische Genauigkeit, Mythen und eigene Erzählkunst zu einem stimmigen, fesselnden Ganzen. Ich freue mich schon sehr auf den dritten Teil und kann es kaum erwarten, weiterzulesen.

Rezension: Hiobs Brüder von Rebecca Gablé
Rebecca Gablé ist bekannt für ihre detailreichen, atmosphärischen historischen Romane, und auch Hiobs Brüder bildet da keine Ausnahme. Die Autorin entführt die Lesenden ins England des 12. Jahrhunderts, wo Armut, Krankheit und Aberglaube den Alltag bestimmen. Im Zentrum der Geschichte steht eine Gruppe von Menschen, die als „Narren“ in einem Kloster eingesperrt sind – Außenseiter, die wegen Krankheit, geistiger Beeinträchtigung oder einfach nur aus Unwissenheit als unheilbar gelten. Einer von ihnen ist der junge Adlige, der später unter dem Namen „Hiob“ bekannt wird. Als es den Männern gelingt, aus der Gefangenschaft zu fliehen, beginnt eine lange und gefahrvolle Reise voller Entbehrungen, Zusammenhalt, Verrat und Hoffnung. Gablé gelingt es meisterhaft, die Figuren lebendig und vielschichtig zu zeichnen. Besonders die Entwicklung von Hiob und das Miteinander der „Brüder“ verleihen dem Roman eine berührende Tiefe. Neben den persönlichen Schicksalen vermittelt die Autorin eindrucksvoll ein Bild vom mittelalterlichen England – geprägt von Machtkämpfen, religiösem Fanatismus und einer Gesellschaft, die mit Außenseitern erbarmungslos umgeht. Stärken Fesselnde historische Authentizität Sympathische und individuelle Figuren Ein spannender, emotionaler Handlungsbogen Mögliche Schwächen Manche Passagen wirken etwas ausführlich Der Einstieg erfordert Geduld, bis die Handlung richtig Fahrt aufnimmt Fazit: Hiobs Brüder ist ein packender, historischer Roman über Ausgrenzung und Menschlichkeit, über die Kraft von Freundschaft und Hoffnung in einer grausamen Welt. Wer Gablés Werke kennt, wird auch hier wieder bestens unterhalten – und wer neu in ihre Bücher einsteigt, findet mit diesem Band einen guten Zugang. ⭐⭐⭐⭐☆ (4/5 Sternen)

Wie jedes Buch von Rebecca Gablé zu empfehlen aber für mich persönlich eines der schwächeren von ihr.
England, Mitte des 12. Jahrhunderts. Der Roman spielt 2-3 Generationen nach dem ersten Teil. Kann aber unabhängig davon gelesen werden. Der Roman gibt gut die Zeit nach William dem Eroberer wieder, in der größtenteils Anarchie in England herrscht bis Henry II. die lang anhaltende Herrscherdynastie der Plantagenet gründet.
Ein wirklich außergewöhnlicher historischer Roman! Besonders die Konstellation der verschiedenen Hauptprotagonisten, die unterschiedlicher nicht sein könnten und sehr vielschichtig gezeichnet sind, macht ihn so besonders! Trotz seiner Länge und Detailverliebtheit zeichnet ihn ein stringenter, spannender Handlungsstrang mit einigen überraschenden Wendungen aus. Es ist mein erstes Buch dieser Autorin, aber sicher nicht das letzte!
Eine Gruppe außergewöhnlicher Personen in in einem Bürgerkrieg geschüttelten England !
England 1147: Eingesperrt in einer verfallenen Inselfestung, fristen sie ein unwürdiges Leben, weil sie nicht zu den Kindern Gottes gehören: Simon hat die Fallsucht, Edmund hält sich für einen Märtyrerkönig, Regy ist ein Mörder, Losian hat sein Gedächtnis verloren. Er führt die Gruppe an, als eine Sturmflut ihnen den Weg in die Freiheit öffnet. Zusammen wagen sie die Flucht aufs Festland. Ein Abenteuer beginnt und eine Suche - bis Losian einer Frau begegnet, die ihm nicht nur helfen könnte, seine Vergangenheit zu finden, sondern auch seine Zukunft ... Eine gelungene Fortsetzung von " Das zweite Königreich" endlich geht es weiter mit Helmsby und der Familiengeschichte. Nicht nur die Familiengeschichte von Helmsbys wird weiter gewebt auch beschreibt die Autorin gut, wie es im Mittelalter mit körperlichen & geistigen Einschränkungen war. Das man Leute, die nicht der gesellschaftlichen Norm entsprachen, einfach wegsperrte oder sogar tötete, weil man vor ihnen Angst hatte. Ich habe fast alle Romane von Rebecca Gablé gelesen. Nur irgendwie hatte ich dieses Buch vor mir hergeschoben, bis ich es jetzt gelesen habe. Und ich muss sagen, es war ein Fehler es nicht schon viel früher gelesen zu haben. Es ist anders als ihre anderen Romane, aber dafür echt gut. Absolute Empfehlung !!
Hiobs Brüder - Das Schicksal ist ein launischer Spielgeselle, doch die Bruderschaft ist unbesiegbar
Inmitten des blutigen Chaos des englischen Bürgerkriegs im 12. Jahrhundert entfaltet sich mit „Hiobs Brüder“ eine außergewöhnliche Odyssee. Die Geschichte beginnt in der düsteren Isolation einer Inselfestung, aus der eine Gruppe Entwurzelter die Flucht wagt: Menschen, die aufgrund von Gebrechen oder Krankheiten als ausgestoßen gelten. Angeführt vom charismatischen, aber gedächtnislosen Simon, müssen der blinde Oswald, der stumme Gigant und ihre Gefährten in einer Welt überleben, die sie längst abgeschrieben hat. Was diesen Roman so fesselnd macht, ist die bedingungslose Loyalität innerhalb dieser Schicksalsgemeinschaft. Während das Land um sie herum in Gewalt versinkt, wachsen die „Hiobsbrüder“ über sich hinaus und beweisen, dass ihre vermeintlichen Schwächen in Wahrheit ihre größte Stärke sind. Die Erzählung besticht durch eine dichte Atmosphäre und einen tiefen Humanismus, der den Leser direkt in das schlammige, gefährliche Mittelalter katapultiert. Trotz kleinerer Längen im Mittelteil bleibt das Werk ein emotionaler Kraftakt, der zeigt, dass wahre Nobilität nicht durch Geburt, sondern durch Zusammenhalt entsteht. Es ist eine packende Reise voller Schmerz und Hoffnung, die den Leser bis zum Schluss nicht mehr loslässt. Von mir 9 von 10 P.

Rebecca Gablé ist für mich die Königin der historischen Romane. Sehr guter Schreibstil. Sobald man anfängt zu lesen, ist man schon in einer anderen Welt angekommen. Besonders gefallen hat mir, dass diesmal aus der Gesellschaft ausgestoßene die Hauptrolle gespielt haben. Selbst Regy, der nun wirklich ein Fall für die Psychatrie ist, ist einem auf eine gewisse Art und Weise ans Herz gewachsen. Obwohl nachts oder nicht angekettet, würde ich ihm nicht begegnen wollen....
Durch die hohe Seitenanzahl schafft es das Buch, einem die Charaktere wirklich nah zu bringen. Mir lag richtig etwas an den verschiedenen, super spannenden Schicksalen. Trotzdem hätten für mich gewisse Passagen etwas schneller erzählt werden können. Die Vernetzung einiger Personen und das politische Geschehen finde ich in historischen Romanen oftmals kompliziert - so auch hier. Es fallen viele Namen und manchmal habe ich mich gefragt ob ich an einigen Stellen beim Lesen zu wenig aufgepasst habe (vermutlich ja), aber dennoch wurde ich nicht komplett abgehängt. Davon abgesehen sind die politischen Themen zwar wichtig für die Story, zentral empfand ich aber immer noch die Handlung rund um die Protagonisten. Mit diesem Buch wurde meine Liebe zu historischen Romanen wieder erweckt. Diese Sprache, das Setting, der Spagat zwischen Leidenschaft und Brutalität, der die Realität darstellt - dieses Genre hat viel zu bieten.
Hiobs Brüder von Rebecca Gablé überzeugt durch glaubwürdige Figuren und einen flüssigen, mitreißenden Schreibstil. Die Autorin zeigt erneut ihr großes Gespür für historische Details und menschliche Konflikte, ohne dabei an Spannung zu verlieren. Der Roman ist sehr gut lesbar. Ich lieb ihre Romane einfach!
Achtung: Im Vorfeld vielleicht meine Meinung zum ersten Band beachten. Denn sehr ähnlich verhält es sich leider auch hier. „Hiobs Brüder“ hat mich eher gelangweilt. Die Figuren blieben mir fremd, und der Plot entwickelte sich zäh. Ich hatte das Gefühl, das Buch hätte deutlich kürzer sein können. Ich bin besseres und auch stärkeres von Rebecca gewohnt. Den dritten Band werde ich wahrscheinlich nicht mehr lesen.
"Du bist eine Legende." "Ich glaube, der Nächste, der das zu mir sagt, riskiert eine blutige Nase" 4,5 Sterne Von Anfang an habe ich mich direkt in diese unglaublich bunte Charaktermischung verliebt. Vor allem Losian, Simon und die Zwillinge. Und auch der Schreibstil ist toll von Beginn bis Ende, Rebecca Gablé zeigt wieder ihr ganzes Können. Das Thema "behinderte Menschen im Mittelalter" war sehr faszinierend und ist toll aufgegriffen worden.






















