Gott, hilf dem Kind

Gott, hilf dem Kind

Hardback
3.571
RassismusKarriereGenerationenLiteraturnobelpreis

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Description

Keine andere Autorin hat über die Jahrzehnte hin den Rassenkonflikt in Amerika so konsequent und leidenschaftlich beschrieben wie die Literaturnobelpreisträgerin Toni Morrison. "Gott, hilf dem Kind" setzt den mit "Jazz" begonnenen Zyklus fort, in dem Morrison die Situation der Schwarzen in den USA beleuchtet. Ein weiterer großer Roman der im Kampf gegen Rassismus engagierten Autorin.
Lula Ann ist ein so tiefschwarzes Baby, dass ihre Mutter Sweetness bei der Geburt fast zu Tode erschrickt und der Vater die junge Familie auf der Stelle verlässt, weil er nicht glauben kann, dass dieses Kind von ihm ist. Sweetness erzieht Lula Ann zu Gehorsam und Unterwürfigkeit, nur nicht auffallen, aus Angst vor rassistischen Angriffen.
Doch die heranwachsende Tochter sträubt sich gegen die verordnete Angepasstheit. Sie ändert ihren Namen, in Bride, kleidet sich in provokant strahlendes Weiß, macht Karriere bei einer Kosmetikfirma, verliebt sich in einen geheimnisvollen Mann und befreit sich auf ihre Weise von der Vergangenheit.
Zwei starke Frauen, zwei verschiedene Lebensentwürfe, in dem Versuch, sich zu schützen und gleichzeitig zu behaupten. Ein Roman, der zur Weltliteratur gehört.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Miscellaneous
Format
Hardback
Pages
208
Price
20.60 €

Author Description

Toni Morrison wurde 1931 in Lorain, Ohio, geboren. Sie studierte an der renommierten Cornell University Anglistik und hatte an der Princeton University eine Professur für afroamerikanische Literatur inne. Zu ihren bedeutendsten Werken zählen «Sehr blaue Augen», «Solomons Lied», «Beloved», «Jazz» und ihr essayistisches Schaffen. Sie war Mitglied des National Council on the Arts und der American Academy of Arts and Letters und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem National Book Critics' Circle Award und dem American-Academy-and-Institute-of-Arts-and-Letters Award für Erzählliteratur. 1993 erhielt sie den Nobelpreis für Literatur, und 2012 zeichnete Barack Obama sie mit der Presidential Medal of Freedom aus. Toni Morrison starb am 5. August 2019.

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✨ Rezension: "Gott hilf dem Kind" von Toni Morrison ✨ Was für eine mitreissende Geschichte! Toni Morrison erzählt in "Gott hilf dem Kind" die Story von Bride, geboren als Lula Ann – ein Mädchen mit sehr dunkler Haut, das von seiner eigenen Mutter deswegen emotional auf Distanz gehalten wird. Besonders erschütternd ist die Kälte, mit der Sweetness ihre Tochter behandelt. Man spürt beim Lesen permanent, wie sehr Lula Ann sich nach Liebe, Anerkennung und Nähe sehnt und wie tief diese Zurückweisung sie prägt. Als Erwachsene scheint Bride zunächst stark und erfolgreich zu sein. Sie arbeitet in der Kosmetikbranche, macht ihre schwarze Haut zu ihrem Markenzeichen, trägt nur Weiß und wirkt selbstbewusst und begehrenswert. Doch unter dieser glänzenden Oberfläche liegen alte Verletzungen und Schuldgefühle verborgen. Ein Fehler aus ihrer Kindheit holt sie wieder ein und setzt eine Entwicklung in Gang, die sie emotional völlig aus der Bahn wirft. Auch die Beziehung zu Booker spielt dabei eine wichtige Rolle. Als er sich plötzlich von ihr trennt, versteht Bride die Welt nicht mehr und versucht verzweifelt herauszufinden, warum. Toni Morrison schreibt intensiv, klug und unglaublich eindringlich. Der Roman behandelt schwere Themen wie Rassismus, Kindesmissbrauch, emotionale Vernachlässigung und die lebenslangen Folgen von fehlender Liebe. Manche Szenen sind schwer auszuhalten und darauf sollte man vorbereitet sein. Für mich ist dieses Buch ein großer und wichtiger Roman. Emotional, schmerzhaft, wunderschön geschrieben und voller Tiefe. Ich konnte es kaum aus der Hand legen. Definitiv eines meiner bisherigen Jahreshighlights. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

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1

Gott, hilf mir!

Eines der schlechtesten Bücher die ich je gelesen habe. Ich dachte es würde sich mit Rassismus befassen und die Geschichte einer starken Frau darstellen, die sich trotz ihrer Erziehung im Leben durchsetzt. Abgesehen von 5-10 wirklich spannenden Seiten, ist die Handlung komplett unlogisch und abstrus. Die Protagonistin ist dermaßen Ich bezogen und narzistisch, dass es schwierig ist Sympathien zu entwickeln. Alle Charaktere sind gänzlich unsympathisch, oberflächlich und ohne jede Tiefe, sie bieten keinerlei Identifikationsmöglichkeiten. Die Beziehungen die sie zu diesen pflegt sind teilweise gewaltverherrlichend und schlichtweg ungesund. Die Geschichte ist unsinnig, teilweise unnötig vulgär (ohne jeden sexappeal eher eklig) und vorhersehbar.

3

Lest das nur wenn ihr starke Nerven habt! Werden aber viele wichtige Themen angesprochen. Trigger Warnung: viel child rape!!!! Rassismus und Gewalt

1

Ich wollte dieses Buch so sehr lieben! Mir hat das Buch vom Aussehen her so gefallen aber der Inhalt? Ich muss sagen ich hab die Hälfte gelesen und es nun abgebrochen. Sehr verwirrend geschrieben, die Sprache und die Grammatik lassen irgendwie zu wünschen übrig (oder es wurde schlecht übersetzt). Diese Rückblenden würden mich gar nicht stören, nur sind die aktuellen Kapitel jeweils sehr verworren und unüberschaubar. Leider nicht meins.

2

#Mysterybuch 4: https://youtu.be/oED7UibXhmY „Ich betete, dass sie mir eine Ohrfeige geben oder mich schlagen würde, nur damit ich ihre Berührung spüren konnte. Ich machte absichtlich kleine Fehler, aber sie fand Wege, mich zu bestrafen, ohne dabei die Haut zu berühren, die sie hasste…“ Weder kannte ich Literaturnobelpreisträgerin Toni Morrison, noch irgendeines ihrer Bücher und demnach auch nicht „Gott, hilf dem Kind“. Doch der Klappentext sprach mich irgendwie an. Ich wollte mehr über Lula Ann/Bride erfahren und ihren scheinbar starken Weg. Dieser wird allerdings nur erzählt und nicht gezeigt. Mir waren alle Szenen und vor allem auch Wechsel der Erzählperspektiven zu hektisch und zu abrupt. Oft fühlte es sich für mich an, als hätte jemand 5 Seiten herausgerissen, so sprunghaft war es teilweise. So war es hin und wieder schwer zu folgen und sich einen Reim aus all den Szenen zu machen. Die Geschichte wird schonungslos erzählt, wobei sexueller Missbrauch für mich viel dominanter vor kam als Rassismus. Eine Triggerwarnung gehört ganz klar auf diesen Roman! Und ja die Menschen können grausam sein und es passiert viel schlimmes auf dieser Welt, aber ich möchte einfach kein Buch lesen, bei dem nahezu jeder (Neben)charakter Opfer von sexueller Gewalt wird. Das mag es (leider) geben, aber bei mir führte es bei der vierten Person, die auch noch schlimme Übergriffe erleben musste zum Augenrollen und zum „…ach die/der jetzt natürlich auch noch…“ Auf ca. 200 sind mir die Geschichten oft viel zu kurz gekommen. Weniger (Neben)charaktere und dafür mehr Konzentration auf die Hauptpersonen hätte mir besser gefallen. Gleichzeitig war der Schreibstil mir zu metaphorisch. Wer gerne interpretiert und abstrakte Metaphern mag, über die man erst einmal lange nachdenken muss, der ist hier richtig. Mir gefällt so etwas einfach nicht und scheinbar sind Nobelpreisträger-Bücher zu „hochtrabend“. Dabei ist der Schreibstil teilweise recht schlicht und brutal nüchtern. Die Themen werden zu sehr überflogen und ich konnte zu keinem Charakter (außer etwas zu Queen) eine Bindung aufbauen auf den wenigen Seiten, aber vor allem aufgrund der Art wie die Autorin ihre Geschichte geschrieben hat.

2

In dieser Geschichte geht es um Sweetness die als hellhäutige Frau ein dunkles Kind bekommt und daraufhin von ihrem Mann verlassen wird. Sie versucht Lula Ann hart zu erziehen damit diese lernt sich durchzuschlagen. Man begleitet Lula Ann als Erwachsene und erlebt was die harte Erziehung mit ihr gemacht hat. Ich hatte von diesem Buch erwartet dass es das Thema Rassismus aufgreift und diesen hautnah beschriebt. Das bekommt man hier auch aber leider nur sehr wenig. Viel mehr geht es auch um Kindesmissbrauch und Verarbeitung eines Todesfalls. Insgesamt hat mir das Buch nicht das gegeben was ich davon erwartet hatte. Die Kindheit von Lula Ann die sich gegen ihre Mutter auflehnt und versucht sich bewusst nach vorne zu stellen wurde viel zu wenig beleuchtet. Außerdem hat mich gestört dass das Buch in sehr vielen Perspektiven erzählt wurde und auch zwischen der Ich-Perspektive und dem Erzähler gewechselt wurde obwohl es dafür meiner Meinung nach keinen Grund gab. Gefühlt hatte auch jeder Charakter ein großes Päckchen an Problemen mit sich herum zu tragen was mir vor allem am Ende etwas zu viel wurde. Ein Protagonist ganz ohne Probleme oder nur mit einem kleinen Problemchen (z.B. einem blöden Tag o.ä.) wäre toll gewesen. Somit darf das Buch jetzt wieder zurück zur Bücherei und macht hoffentlich jemand anderem eine Freude.

3

Der Klappentext hat Erwartungen in mir geweckt, die das Buch so leider gar nicht befriedigen konnte. Letztlich ging es um etwas ganz anderes, das zwar nicht schlecht war, aber eben nicht genau das, was ich mir vorgestellt habe. Ich mag zwar, wie Toni Morrison auf die einzelnen Themen in dem Buch eingeht, allerdings hätte sie sich deutlich mehr Zeit nehmen können, um sich noch genauer und tiefer damit auseinandersetzen zu können. 200 Seiten sind mir persönlich viel zu wenig für all das, was in dem Buch angesprochen wird. Meine ausführliche Rezension gibt es bald auf dem Blog: https://liveyourlifewithbooks.wordpress.com/

1

Chaos

Was bitte war das ? Ich habe etwas ganz anderes erwartet, habe ständig fluchend das Buch weggelegt und verstehe immernoch nicht so ganz was ich da eigentlich gelesen habe. Das Buch hat sich oftmals angefühlt wie ein Fiebertraum und ich könnte nichtmal zusammenfassen worum genau es dort geht, da so viele Geschichten thematisiert werden aber irgendwie keine komplett.

4.5

Eine nette Geschichte für zwischendurch

4

Interesting story told out of multiple perspectives. All characters have witnessed or have been exposed to different levels of child abuse. While the narrative often feels all over the place, I do think that in the end Morrison brought it together nicely.

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