Herbst
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Description
Book Information
Author Description
Ali Smith wurde 1962 in Inverness in Schottland geboren und lebt in Cambridge. Sie hat mehrere Romane und Erzählbände veröffentlicht und zahlreiche Preise erhalten. Sie ist Mitglied der Royal Society of Literature und wurde 2015 zum Commander of the Order of the British Empire ernannt. Ihr Roman »Beides sein« wurde 2014 ausgezeichnet mit dem Costa Novel Award, dem Saltire Society Literary Book of the Year Award, dem Goldsmiths Prize und 2015 mit dem Baileys Women’s Prize for Fiction. Mit »Herbst« kam die Autorin 2017 zum vierten Mal auf die Shortlist des Man Booker Prize sowie auf Platz 6 der SWR-Bestenliste, für »Sommer« erhielt sie den George Orwell Prize. 2022 wurde Ali Smith mit dem Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur ausgezeichnet. Zuletzt erschien bei Luchterhand der Roman »Gefährten«.
Posts
"Herbst" ist der erste Teil und leitet das Quartett der vier Jahreszeiten von Ali Smith ein. Es geht um Elisabeth und Daniel. Sie, mittlerweile 32 Jahre alt und Aushilfsdozentin. Er, war ein ehemaliger Schlagerkomponist, und ist mit seinen nun 101Jahren Bewohner eines Pflegeheims. Was die Beiden verbindet? Beide waren mal Nachbarn, als Elisabeth noch ein Kind war. Daniel war für sie nicht nur Vaterersatz, Vertrauter und Mentor. Er begleitete Elisabeth auf den Weg ins Erwachsenenleben und führte sie an die Kunst, an die Bücher und an das Hinterfragen heran. Ali Smith hat mich als Leser vom ersten Satz an begeistert. Auf den 263 Seiten geht es nicht nur um die Geschichte von Elisabteh und Daniel. Das Buch lädt den Leser ein vielmehr auf die Details, dem Hinterfragen und dem Vergänglichen und Gegenwärtigen zwischen den Zeilen zu achten. Die Gedankengänge sind nachvollziehbar und die Denkanstöße könnten nicht aktueller sein. Für mich ein wortgewandter und beeindruckender Auftakt eines Romans, den ich nur empfehlen kann.
Herbst ist das erste der Jahreszeitenbücher von Ali Smith. Für mich war es bereits das zweite dieser Reihe - Winter habe ich bereits 2018 gelesen. Erzählt wird von der ungewöhnlichen Freundschaft eines (mittlerweile) Hundertjährigen und einer jungen Frau. Der Mann war der Nachbar des (damals) jungen Mädchens und führte sie in die Welt der Kunst ein. Die Handlung wird umrahmt von Exkursen in die Kunstwelt, fiktiven Begegnungen mit realen Personen, Rückblenden. Zwischendurch gibt es noch ein paar Bemerkungen zum Brexit. Gerade von letzteren hätte ich mir jedoch mehr erwartet, da das Buch als großer zeitgeschichtlicher Roman beschrieben wurde. Sprachlich fand ich Herbst sehr gelungen, auch die Anspielungen auf Shakespeares Sturm und Dickens‘ Eine Geschichte zweier Städte waren gekonnt. Es hat mir aber irgendetwas an diesem Buch gefehlt. Nachdem ich Winter schon kannte, habe ich immer nach den versprochenen Querbezügen gesucht, konnte aber nur einen winzig kleinen entdecken. Dieses letztere Buch konnte mich auch deutlich mehr begeistern als Herbst. Ich bin dennoch gespannt auf die restlichen beiden Bände.
Sehr neugierig, war ich auf den ersten ernsthaften Brexit-Roman, laut der Financial Times. Aber bekommen habe ich so viel mehr. Mit verschiedenen Stilmitteln, von kurzen und prägnanten Sätzen, bis zu lyrischen Ausschweifungen, erzählt uns die Autorin über den Brexit, die Kunst, die Literatur, über starke und fast vergessene Frauen, über das Sterben und das Leben und wieder zurück, zum Zeitpunkt des Referendums und der Spaltung des Landes.
The perfect book for this season
I've had the seasonal quartet books for a while but really wanted to start in autumn with the right book. So I got comfy with my tea, my blanket and my scented candle and stepped inside this story. I have to say, I loved this book from start to finish. I loved learning about Pauline Boty. I loved the friendship between Elisabeth and Daniel. And I learned to love Elisabeth's mum too. I still remember the time of shock when the Brexit vote ended with the worst possible outcome. Even though this is only a small part of the book I could still feel the constant anxiety and ongoing conflict between people of both sides. A bit like we have it in our german society right now. But it's in no way a book that makes you feel bad. On the contrary, this book made me feel very much optimistic. Is this what the metaphor of autumn stands for? I still need to figure this out. Can't wait for winter to start the next part!
>>Sprache ist wie Mohnblumen. Sie nimmt etwas und wühlt die Erde drum herum auf, und schon kommen schlafende Wörter zum Vorschein und werden, leuchtend rot und frisch, überallhin verweht.<>Es geht darum, wie wir unsere Lebensumstände betrachten,... dass wir hinschauen und erkennen, wo wir stehen,...<< Mich hat dieser erste Band des Jahreszeitenquartett von Ali Smith sehr sehr begeistert und zählt klar zu meinen literarischen Highlights in diesem Jahr! Daher kann ich es jedem sehr ans Herz legen, der sich auf das Spezielle einlassen möchte.
I'm not really sure how to talk about this, if you'd ask me, what this book is about, I wouldn't quite know what to answer. Maybe it's about memories, it's like a collage of time and persons in time. And it's about two people who have a very lovely unique kind of connection. I loved Daniel (and how he alsways asks what elisabeth is reading) even if I would have liked to know more about him. But thats part of the intention I guess, the book feels just like life. Sometimes you dont know everything about a person, even tho you love them. It's about things coming to an end, like the things in autumn do, but not in a completely depressing way. Normally I dont like it, when there is not really a story, or things just happen and than never happen to be mentioned again, but there is something in Ali Smiths writing, that I just absolutely adore. While reading it, you can literally feel, how much fun she has, playing with words and language.
Den Schreibstil muss man mögen…
Ich konnte mit dem Buch nicht so viel anfangen. Der Schreibstil und ich sind nicht warm geworden. Ich konnte auch nicht wirklich mit der Geschichte viel anfangen. Immer wenn ich dachte: „oh jetzt wird es aber interessant“, war das Kapitel auch schon zu Ende und es kam zu einem Zeitsprung. Mir fehlten die Emotionen und Tiefgang…
Na ja.. geht besser
Keine Ahnung was mir dieses Buch sagen wollte. „Herbst“ von Ali Smith bekommt von mir 2,25 von 5 Sternen, weil die Szenen im Post Office witzig waren. Ansonsten – meh. Ich habe jetzt schon wieder vergessen, worum es eigentlich ging. Irgendwie um die Freundschaft zwischen einer jungen Frau und einem alten Mann. Es geht um Kunst, das Leben, den Tod, ein bisschen um Brexit, eine anstrengende Mutter, Träume vom Leben, Träume vom Tod. Hier und da ein bisschen Prosa, ein bisschen pseudo-intellektuelles Gequatsche, dazu eine nicht lineare Erzählweise. Not my cup of tea.
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Book Information
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Ali Smith wurde 1962 in Inverness in Schottland geboren und lebt in Cambridge. Sie hat mehrere Romane und Erzählbände veröffentlicht und zahlreiche Preise erhalten. Sie ist Mitglied der Royal Society of Literature und wurde 2015 zum Commander of the Order of the British Empire ernannt. Ihr Roman »Beides sein« wurde 2014 ausgezeichnet mit dem Costa Novel Award, dem Saltire Society Literary Book of the Year Award, dem Goldsmiths Prize und 2015 mit dem Baileys Women’s Prize for Fiction. Mit »Herbst« kam die Autorin 2017 zum vierten Mal auf die Shortlist des Man Booker Prize sowie auf Platz 6 der SWR-Bestenliste, für »Sommer« erhielt sie den George Orwell Prize. 2022 wurde Ali Smith mit dem Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur ausgezeichnet. Zuletzt erschien bei Luchterhand der Roman »Gefährten«.
Posts
"Herbst" ist der erste Teil und leitet das Quartett der vier Jahreszeiten von Ali Smith ein. Es geht um Elisabeth und Daniel. Sie, mittlerweile 32 Jahre alt und Aushilfsdozentin. Er, war ein ehemaliger Schlagerkomponist, und ist mit seinen nun 101Jahren Bewohner eines Pflegeheims. Was die Beiden verbindet? Beide waren mal Nachbarn, als Elisabeth noch ein Kind war. Daniel war für sie nicht nur Vaterersatz, Vertrauter und Mentor. Er begleitete Elisabeth auf den Weg ins Erwachsenenleben und führte sie an die Kunst, an die Bücher und an das Hinterfragen heran. Ali Smith hat mich als Leser vom ersten Satz an begeistert. Auf den 263 Seiten geht es nicht nur um die Geschichte von Elisabteh und Daniel. Das Buch lädt den Leser ein vielmehr auf die Details, dem Hinterfragen und dem Vergänglichen und Gegenwärtigen zwischen den Zeilen zu achten. Die Gedankengänge sind nachvollziehbar und die Denkanstöße könnten nicht aktueller sein. Für mich ein wortgewandter und beeindruckender Auftakt eines Romans, den ich nur empfehlen kann.
Herbst ist das erste der Jahreszeitenbücher von Ali Smith. Für mich war es bereits das zweite dieser Reihe - Winter habe ich bereits 2018 gelesen. Erzählt wird von der ungewöhnlichen Freundschaft eines (mittlerweile) Hundertjährigen und einer jungen Frau. Der Mann war der Nachbar des (damals) jungen Mädchens und führte sie in die Welt der Kunst ein. Die Handlung wird umrahmt von Exkursen in die Kunstwelt, fiktiven Begegnungen mit realen Personen, Rückblenden. Zwischendurch gibt es noch ein paar Bemerkungen zum Brexit. Gerade von letzteren hätte ich mir jedoch mehr erwartet, da das Buch als großer zeitgeschichtlicher Roman beschrieben wurde. Sprachlich fand ich Herbst sehr gelungen, auch die Anspielungen auf Shakespeares Sturm und Dickens‘ Eine Geschichte zweier Städte waren gekonnt. Es hat mir aber irgendetwas an diesem Buch gefehlt. Nachdem ich Winter schon kannte, habe ich immer nach den versprochenen Querbezügen gesucht, konnte aber nur einen winzig kleinen entdecken. Dieses letztere Buch konnte mich auch deutlich mehr begeistern als Herbst. Ich bin dennoch gespannt auf die restlichen beiden Bände.
Sehr neugierig, war ich auf den ersten ernsthaften Brexit-Roman, laut der Financial Times. Aber bekommen habe ich so viel mehr. Mit verschiedenen Stilmitteln, von kurzen und prägnanten Sätzen, bis zu lyrischen Ausschweifungen, erzählt uns die Autorin über den Brexit, die Kunst, die Literatur, über starke und fast vergessene Frauen, über das Sterben und das Leben und wieder zurück, zum Zeitpunkt des Referendums und der Spaltung des Landes.
The perfect book for this season
I've had the seasonal quartet books for a while but really wanted to start in autumn with the right book. So I got comfy with my tea, my blanket and my scented candle and stepped inside this story. I have to say, I loved this book from start to finish. I loved learning about Pauline Boty. I loved the friendship between Elisabeth and Daniel. And I learned to love Elisabeth's mum too. I still remember the time of shock when the Brexit vote ended with the worst possible outcome. Even though this is only a small part of the book I could still feel the constant anxiety and ongoing conflict between people of both sides. A bit like we have it in our german society right now. But it's in no way a book that makes you feel bad. On the contrary, this book made me feel very much optimistic. Is this what the metaphor of autumn stands for? I still need to figure this out. Can't wait for winter to start the next part!
>>Sprache ist wie Mohnblumen. Sie nimmt etwas und wühlt die Erde drum herum auf, und schon kommen schlafende Wörter zum Vorschein und werden, leuchtend rot und frisch, überallhin verweht.<>Es geht darum, wie wir unsere Lebensumstände betrachten,... dass wir hinschauen und erkennen, wo wir stehen,...<< Mich hat dieser erste Band des Jahreszeitenquartett von Ali Smith sehr sehr begeistert und zählt klar zu meinen literarischen Highlights in diesem Jahr! Daher kann ich es jedem sehr ans Herz legen, der sich auf das Spezielle einlassen möchte.
I'm not really sure how to talk about this, if you'd ask me, what this book is about, I wouldn't quite know what to answer. Maybe it's about memories, it's like a collage of time and persons in time. And it's about two people who have a very lovely unique kind of connection. I loved Daniel (and how he alsways asks what elisabeth is reading) even if I would have liked to know more about him. But thats part of the intention I guess, the book feels just like life. Sometimes you dont know everything about a person, even tho you love them. It's about things coming to an end, like the things in autumn do, but not in a completely depressing way. Normally I dont like it, when there is not really a story, or things just happen and than never happen to be mentioned again, but there is something in Ali Smiths writing, that I just absolutely adore. While reading it, you can literally feel, how much fun she has, playing with words and language.
Den Schreibstil muss man mögen…
Ich konnte mit dem Buch nicht so viel anfangen. Der Schreibstil und ich sind nicht warm geworden. Ich konnte auch nicht wirklich mit der Geschichte viel anfangen. Immer wenn ich dachte: „oh jetzt wird es aber interessant“, war das Kapitel auch schon zu Ende und es kam zu einem Zeitsprung. Mir fehlten die Emotionen und Tiefgang…
Na ja.. geht besser
Keine Ahnung was mir dieses Buch sagen wollte. „Herbst“ von Ali Smith bekommt von mir 2,25 von 5 Sternen, weil die Szenen im Post Office witzig waren. Ansonsten – meh. Ich habe jetzt schon wieder vergessen, worum es eigentlich ging. Irgendwie um die Freundschaft zwischen einer jungen Frau und einem alten Mann. Es geht um Kunst, das Leben, den Tod, ein bisschen um Brexit, eine anstrengende Mutter, Träume vom Leben, Träume vom Tod. Hier und da ein bisschen Prosa, ein bisschen pseudo-intellektuelles Gequatsche, dazu eine nicht lineare Erzählweise. Not my cup of tea.




















