Fünf Tage im Licht
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Description
Die aufgeladene Stimmung eines heißen Sommers, eine geheime Affäre und ein Porträt mit explosiver Wirkung.
Ein intelligenter Sommerroman für Leserinnen von «Der Papierpalast»
Die Malerin Sophie verbringt den Sommer mit drei Freundinnen auf der griechischen Insel Sifnos. Eine von ihnen wird bald heiraten, es ist das letzte Mal, dass sie als unverheiratete Frauen zusammen sind, in fünf Tagen kommen ihre jeweiligen Partner nach.
Sophie genießt die trägen Tage in der Sommerhitze – und die Auszeit von ihrem Freund Greg, der sie mit seinem Kinderwunsch unter Druck setzt. Jeden Morgen geht sie zum Schwimmen runter ans Meer und begegnet dort dem Griechen Ky. Beide fühlen sich auf Anhieb zueinander hingezogen. Eine intensive Affäre beginnt, in der Sophie sich immer mehr verliert.
Unterdessen arbeitet Sophie an einem Aktporträt ihrer Freundin Alessia, doch zwischen den beiden Frauen entstehen Unstimmigkeiten, die sich von Tag zu Tag intensivieren. Sowohl das Gemälde als auch die Affäre stellen alles infrage, was Sophie zu wissen glaubt …
Ein hochaktueller Roman über Kunst, weibliches Begehren und die Zerreißproben im Leben junger Frauen.
Book Information
Author Description
Rhiannon Lucy Cosslett ist Autorin und Journalistin. Sie ist in Wales aufgewachsen und lebt heute im Norden Londons.
Posts
3,75⭐️ war wieder recht gemischt für mich
✨Rezensionsexemplar✨ Das war mein erstes Buch der Autorin und heute stelle ich es Euch vor. ✨Zitat „Es ist schwer, gleichzeitig zu weinen und zu schwimmen, und die leere Bucht war im Licht der Morgendämmerung so entwaffnend schön, dass der Traum schnell vergessen war.“ ✨Inhalt Die Malerin Sophie ist mit ihren Freundinnen auf Sifnos, um einen Junggesellinnenabschied zu feiern. In 5 Tagen sollen die Partner der Frauen nachkommen… aber Sophie beginnt eine Affäre mit dem Griechen Ky und auch zwischen den Frauen ist die Stimmung nicht entspannt… ✨Meinung Ich hatte mich auf Anhieb in das sommerliche Cover verliebt und habe vom Klappentext her eine etwas weniger „schwere“ Geschichte erwartet. Ja, eine Affäre findet statt, das ist grundsätzlich nicht unbedingt meins, aber in diesem Buch geht es um sehr viel mehr, so dass ich das schon fast aussen vor lassen kann und natürlich trotzdem offen in das Geschehen abgetaucht bin. Es geht um ganz unterschiedliche Frauen, jede mit ihrem eigenen Leben und jede ist auch recht stark davon überzeugt, dass sie es richtig macht. Größter Streitpunkt wie immer: einige wollen Kinder und können ggf. keine bekommen und andere wollen keine, müssen sich rechtfertigen und haben Partner, die versuchen, ihre Meinung zu ändern. Die Frauengruppe ist wirklich nicht harmonisch unterwegs. Es war interessant zu lesen, aber ich musste mich regelmäßig daran erinnern, dass es nur ein Buch ist und ich mich einfach entspannen kann (war nicht möglich, es ging doch sehr toxisch zu). Was ich richtig schön fand, war die Einbindung der weiblichen Kunstgeschichte. Die Autorin hat es sehr schön mit der Gegenwart verknüpft. In diesem Buch erwarten Euch wirklich viele Themen wie etwa Ungleichheit, Mutterschaft, Kinderwunsch, Behinderung, Beziehungen, Freundschaften und das alles vor der Kulisse von Sifnos, Griechenland. Was passiert mit Sophie und ihrem Freund im Anschluss? Davon müsst Ihr Euch überraschen lassen. ✨Fazit Es war etwas anders, als ich ursprünglich erwartet habe, aber deshalb nicht schlechter. Wer gern über female empowerment liest, wird hier gut aufgehoben sein. Für mich waren einige Themen richtig toll umgesetzt und andere Situationen etwas weniger meins, so dass ich mich für eine gute und realistische Bewertung zwischen 3,5 und 4⭐️ entschieden habe. Macht Euch gern ein eigenes Bild! 3,75/5⭐️⭐️⭐️⭐️

EINFACH WOW !!!
Dieses Buch ist die perfekte Sommer/Strandlektüre - aber mit Tiefgang und einer Priese Kunst ☀️ Wir begleiten Sophia auf ihren Mädels-Urlaub nach Griechenland. Dort beginnt sie eine Affäre mit einem Einheimischen. Gleichzeitig wird ihre Beziehung, ihre Freundschaften und ihr beruflicher Werdegang immer wieder kritisch beleuchtet, ohne dass es anstrengend oder bedrückend wäre. Ganz im Gegenteil: ihre Gedankengänge sind einfach, erhellend und amüsant. Ich hab es einfach sehr genossen das Buch zu lesen und über die angesprochenen Themen nachzudenken! Dann noch das tolle Extra: Zwischen jedem Kapitel wird ein Kunstwerk einer weiblichen Künstlerin (nicht fiktiv) beleuchtet, die sich selbst nackt selbstporträtiert hat. Man bekommt so nochmal einen ganz anderen Blickwinkel auf die Protagonistin des Buches aber natürlich auch auf die verschiedenen Künstlerinnen, deren Lebensweg und ihre Kunst. Ich hab vorher immer einmal das Kunstwerk gegoogelt und habe es dann umso mehr genossen, etwas darüber zu erfahren. Einfach ganz toll 🥰

Mir fehlte es leider an Tiefe und Bezug zur Protagonistin
In diesem Roman werden künstlerisches Schaffen, der weibliche Körper im künstlerischen Licht, Freundschaften (auch toxische), Selbstbestimmung und Körperwahrnehmung großgeschrieben. Sehr interessante Themen! 😍👏 Das Thema (einseitiger) Kinderwunsch in einer Beziehung/Ehe war hier allgegenwärtig… sowie eine feurige Affäre 🤭❤️🔥 ~ Zunächst hatte ich Schwierigkeiten, mich in diesen Roman hineinzufinden. Die Protagonistin Sophie war für mich unnahbar 🫣 Ich verstand zwar ihre Gedanken und Sorgen, allerdings kam bei mir kein ausreichendes Mitgefühl auf 🫢 Zudem wünschte ich mir mehr Interaktion zwischen den Freundinnen. Ich empfand das Miteinander sehr oberflächlich 🤔 Mir hat hier tatsächlich Tiefe in dem Roman gefehlt. ~ Der bildhafte Schreibstil ließ sich angenehm und leicht lesen. Die Hitze auf der Insel Sifnos konnte ich regelrecht spüren, ebenso wie die Abkühlung im Meer mit Sopfie 😊📖💛🌊🍹🍋 ~ Der „Abspann“, in dem erzählt wird, wie es mit Sophie nach diesen Tagen weiterging, hat mich dann aber berühren können 🥹📖❤️👏 obwohl ich bis dahin leider keinen intensiven Bezug zu ihr fand, was mir wirklich sehr leid tat, denn die Themen im Buch sind echt gut. ~ Schade, dass mich dieser Roman nicht richtig abholen konnte. Aber es gibt natürlich auch begeisterte Leser:innen dieses Buches 🥰📖
Ein Urlaub voller weiblicher Kunstgeschichte
In diesem Roman geht es um Sophie, die sich mit vier Freundinnen auf einem kleinen Junggesellinnenabschied auf einer griechischen Insel befindet. Sophie beschäftigt sich in dieser Zeit viel mit ihrem Leben, der Zukunft ihrer Beziehung und der ihrer Kunst. Dabei wirbelt der Grieche Ky ihre bisherigen Vorstellungen ordentlich durcheinander. Ich habe den Roman innerhalb von zwei Tagen inhaliert. Die Geschichte übte schnell einen Sog auf mich aus, dem ich mich nur schwer entziehen konnte. Es werden viele feministische Themen angesprochen, wie der Blick auf den weiblichen Körper, Kinderwunsch und Frauen in der Kunst. Die Themen sind sehr spannend ausgearbeitet. Trotzdem war mir die Geschichte in der Mitte des Romans zu weiß und privilegiert. Ich habe den Eindruck, dass das auch der Autorin aufgefallen ist. So hat die Protagonistin beispielsweise eine Schwester mit körperlicher Behinderung, die selbst und deren Körper dann mehr in den Vordergrund rücken. Außerdem folgt auf jedes Kapitel die Beschreibung eines Selbstporträts einer Künstlerin sowie einige Informationen zu dieser. Das schafft nicht nur Raum für weibliche Kunst, sondern auch für weibliche PoC-Künstlerinnen. So entkommt der Roman nicht vollständig einem weiß privilegierten Feminismus, aber er ermöglicht es mir als Leserin, dies zumindest zu reflektieren. Wenn du dich - wie ich - eher wenig mit Kunst auskennst, empfehle ich beim Lesen die Bilder zu googlen. Fast alle beschriebenen Porträts sind dort zu finden, und es ist viel leichter, den Beschreibungen mit dem Bild vor Augen zu folgen, was das Leseerlebnis deutlich verbessert. Optimal wäre, der Roman würde nochmal aus Schmuckausgabe mit allen Bildern veröffentlicht. Letztendlich sind es die Ereignisse im letzten Drittel des Romans, die einen wahren Höhepunkt darstellen. Es folgt Twist auf Twist und retrospektiv gewinnen die ersten beiden Drittel damit noch einmal an Tiefe. Ich muss auch sagen, dass die Dymaniken unter den Personen einfach genial sind und die Köperlichkeit in diesem Roman besonders ist. So nehme ich wirklich viel mit aus diesem Roman und kann ihn absolut empfehlen.
Künstlerinnen und Mutterschaft
Ich habe diesen Roman von Frau Cosslett sehr gern gelesen. Es waren insbesondere die Rückblenden von Sophie Evans im Gespräch mit großen Künstlerinnen, die mir große Freude bereitet haben. Ich habe jede einzelne der Damen gegoogelt und Bilder und Fotografien auf Pinterest gesucht. Es lohnt sich. In diesem Roman steckt tatsächlich eine ganze Menge! Die eingeflochtene Affäre mit dem griechischen Archäologen Ky, die Gewissensbisse gegenüber ihrem noch Freund Greg und schließlich die Zwickmühle in der sie sich befindet, bringen die junge Sophie in einem heißem Sommer auf der winzigen Insel Kythnos fast um den Verstand. So einiges wird in diesem Stück angesprochen und bearbeitet. Das elitäre Gehabe der reichen Freundinnen tritt umso härter hervor, je offener und verletzlicher Sophie sich gibt. Auch der männliche Blick ist hierbei nicht wegzudenken. Der Jungesellinnenabschied ist eine reine Farce. Das fragile Konstrukt bricht dann natürlich komplett zusammen, als die Lebensgefährten der Damen auf der Insel eintreffen. Ich dachte hin und wieder, was gelangweilte, reiche Menschen imstande sind, sich gegenseitig anzutun... Schlimm! Besonders schön fand ich Sophies Beobachtungen von Körpern, die Erklärungen ihrer künstlerischen Art und Weise ihr reiner Blick, der sich selbstverständlich durch das erlebte auch erheblich verändert! Diese Einblicke münden absolut fulminant in eine Art Sinnsuche in Schwanger- und Mutterschaft. Die Gedanken, Träume, Ängste, der Druck und die daraus resultierende Abneigungen werden roh und ungefiltert beschrieben. Wie die Autorin dann noch die griechische Mythologie einfließen lässt, hat sich einfach stimmig angefühlt. Ich hatte das Kapitel Care Arbeit und im Speziellen die Pflege eines behinderten Familienmitgliedes hier gar nicht erwartet, war aber umso positiver überrascht, wie glasklar und gekonnt Frau Cosslett auch diese Thematik in ihr Werk einflechtet. Das Cover lässt einen leicht spritzigen Sommerroman vermuten. Aber Achtung, das wird dem Inhalt nicht ganz gerecht!

Empfehlenswerter Sommerroman
Ich fand die Geschichte und den Aufbau diesen Romans sehr gelungen. Sexualität, Freundschaft, gesellschaftlich auferlegte Normen und die große Frage „Was will ich eigentlich vom Leben“ die unweigerlich in den Dreißigern thematisiert werden im Leben einer Frau bewusst oder unbewusst wurde hier auf den Punkt gebracht. Absolut empfehlenswerter Roman, ich finde allerdings den englischen Originaltitel „Female, Nude“ passender als die deutsche Version.
Künstlerisch und inhaltlich wertvoll!
„Fünf Tage im Licht“. Fünf Tage, in denen die Freundinnen Sophie, Helena, Iris und Alessia ein letztes Mal unter sich sein werden, bevor Helena heirat und die Männer auf die griech. Insel Sifnos zum „Junggesellinnenabschied“ nachreisen werden. Fünf Tage, ausgelassene Stimmung, ambivalente Freundschaft und eine Affäre, die nicht nur Alles eskalieren lässt, sondern auch das Leben von Malerin Sophie nachhaltig verändern wird. Wobei sich das zentrale Thema von Autorin Rhiannon Lucy Cosslett auf Feminismus und die Frage nach Mutterschaft ausrichtet, das sie eindrucksvoll mit Kunst verbindet und aufarbeitet. Als kunstbegeisterter Mensch hat mich die Herangehensweise der Autorin an dieses Thema absolut fasziniert und sofort eingefangen. Zu Beginn eines jeden Kapitels widmet sich Sophie einem weiblichen Aktbild, aus den unterschiedlichsten Epochen, auf dem sich eine Künstlerin selbst abbildet und tritt mit ihnen gedanklich in Interaktion, indem sie über deren Schaffen, Leben, weibliche Rolle und Mutterschaft philosophiert und sich mit ihnen in Bezug setzt. Ich habe mir sowohl die Künstlerinnen, als auch die besprochenen Werke herausgeschrieben und sie zeitgleich mit Sophie betrachtet. Da ich das Hörbuch gehört habe, lies sich das wunderbar umsetzen und hat sich angefühlt wie spannender „Kunstunterricht“, der mich auf bereichernde Künstlerinnen aufmerksam gemacht hat, durch den lockeren Schreibstil jedoch nicht belehrend herüber kam, sondern eher zu weiteren Nachforschungen motiviert hat. Insgesamt hat mir der Schreibstil, mit seinen bildhaften Beschreibungen wahnsinnig gut gefallen. Ich konnte die Sonne Griechenlands und das türkisklare Wasser geradezu auf der Haut spüren, die Meze schmecken und die in der Lust liegende Anspannung flirren hören. Die unterschiedlichen Charaktere sind so authentisch dargestellt, dass es leicht fällt sich in sie hinein zu fühlen und ihnen zu folgen. Davon abgesehen, hat Sprecherin Henriette Schreurs ihre Sache mal wieder wahnsinnig gut gemacht - es war einfach ein Genuss ihren Worten und natürlich auch der Story bei herrlichem Sonnenschein zu folgen! Fazit: Aufgrund der vielfachen Auseinandersetzung mit diversen Künstlerinnen, Kunst & Co. sollte man dieser schon zugetan oder zumindest offen und neugierig sein. Mich persönlich haben Thema und Umsetzung absolut abgeholt und „Fünf Tage im Licht“ zu einem nachhaltigen Jahreshighlight gemacht!
Nachdenkliche und zugleich aufregende Sommerlektüre
„Fünf Tage im Licht“ von Rhiannon Lucy Cosslett ist weit mehr als eine sommerliche Urlaubsgeschichte. Im Mittelpunkt steht Sophie, eine innerlich zerrissene Malerin, die während eines Junggesellinnenabschieds auf einer griechischen Insel zwischen Beziehungskrise, Kinderwunsch ihres Partners und Selbstsuche ins Wanken gerät und eine Affäre mit dem Griechen Ky eingeht. Dabei beobachten wir als Lesende sowohl das Geschehen innerhalb der JGA-Gruppe, das durchaus toxische Dynamiken offenbart, als auch Sophies Treffen mit ihrem neuen Liebhaber. Die Handlung spitzt sich zu, als die Partner der vier Frauen im Ferienhaus dazustoßen. Dabei erfahren wir immer mehr darüber, was Sophie wirklich umtreibt und was sie tief in sich eigentlich längst ahnt. Besonders spannend fand ich die zwischen den Kapiteln eingeschobenen, von der eigentlichen Handlung losgelösten Gespräche mit Künstlerinnen. Diese Passagen eröffnen eine zusätzliche feministische Perspektive auf Kunst, Körperbilder, Mutterschaft und gesellschaftliche Erwartungen an Frauen. Der Roman stellt viele wichtige Fragen. Zu Klasse, Herkunft, Partnerschaft und dazu, wie unterschiedlich Frauen zu Mutterschaft und Kinderwunsch stehen. Nicht jede Figur bekommt dabei die Tiefe, die möglich gewesen wäre, und manche mythologischen Exkurse bremsen den Lesefluss etwas aus. Auch Sophie bleibt ambivalent, was die Identifikation nicht immer leicht macht. Ebenso hatte die Handlung für mich einige lose Enden und wirkte zuweilen fragmentarisch. Trotzdem entwickelt es einen Reiz: Der Roman erlaubt Widersprüche und liefert keine einfachen Antworten. Dazu kommen atmosphärische Griechenland-Vibes, intensive spicy Szenen und ein Ende, das mich wirklich überrascht hat. Für mich eine nachdenkliche und zugleich aufregende Sommerlektüre mit Ecken und Kanten.

Kunst, Körper, Kinderkriegen
"Ich glaube nicht, dass eine Frau sich verliert, wenn sie Kinder bekommt; es ist eher so, dass es niemanden gibt, der die Aufgabe übernehmen will, sie zu retten, wenn sie anfängt unterzugehen." (S. 258) Als absolute Kunst-Liebhaberin, hat mich der Roman wirklich sehr begeistert. Viele weibliche Künstlerinnen aus verschiedenen Epochen werden hier mit ihren Werken genannt und in ihren Einstellungen mit dem Leben der Protagonistin Sophie (selbst Künstlerin) in Beziehung gesetzt. Im Roman setzt sich die Hauptfigur viel mit dem gesellschaftlichen / männlich-geprägten Blick auf weibliche Körper auseinander und wie dadurch auch Frauen selbst beginnen, ihren eigenen Körper sowie auch den anderer Frauen zu bewerten und mit kritischen Blick zu betrachten. "Die Abwertung war ein Seelentröster, eine Methode der psychologischen Selbstbeschwichtigung, die ich schon früh im Leben entwickelt hatte, um die Schönheit, das Talent oder die Errungenschaften anderer Frauen für mich erträglich zu machen." (S.24) Sophie befindet sich in einer Beziehung in der ihr immer weiter ihr Ich-Sein und ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse aberkannt oder nicht ernst genommen werden, da sich ihr Partner Greg Kinder wünscht. Obwohl er weiß, dass Sophie keine Kinder möchte, setzt er sie diesbezüglich massiv unter Druck und kontrolliert, dass sie (durch z.B. Verbot von rauchen und Alkoholkonsum) ihren Körper möglich gesund hält. Sie selbst distanziert sich emotional dadurch immer weiter von ihm und beginnt im Jungesellinnen-Urlaub einer Freundin auf Griechenland eine Affäre mit einem Kerl namens Ky. Ich schätze an dem Buch extrem die kritischen Auseinandersetzung mit dem Prozess des Alters und dem damit auch einhergehenden Verlust von freundschaftlichen Beziehungen. Dass man beobachtet, wie Freundinnen in ungesunden Beziehungen in ihr Verderben laufen und man nur unbeteiligt daneben stehen kann. Dieses Gefühl, eine Freundin / eine Schwester durch die Finger gleiten zu sehen und zu beobachten, wie sie nach und nach ihre eigenen Werte für die Beziehung zu einem Mann und für die Erfüllung der traditionellen Rolle vergisst, kenne ich nur zu gut. Ich habe mich demnach sehr in den Gedankengängen von Sophie wiedergefunden. "Manche Beziehungen sind allen außer den Leuten, die sie führen, ein Rätsel." Das Ende des Buches hat mich dann aber ehrlicherweise etwas enttäuscht. Ich möchte nicht zu viel vorweg nehmen, aber eine ganz bestimmte Entwicklung am Ende des Buches, hätte es für mich absolut nicht im Kontext der Gesamtprämisse des Buches gebraucht. Das hat leider einen leicht faden Beigeschmack hinterlassen, obwohl ich das Buch ansonsten wirklich sehr gelungen finde.
Wenn der Sommer plötzlich alles aufreißt
Sommer, Sonne, Sifnos und dann knallt da einfach mal das ganze Innenleben einer Frau auf den Tisch. Fünf Tage im Licht klingt erst nach Urlaub, Meer, Wein und ein bisschen Herzklopfen, aber dieses Buch hat deutlich mehr unter der Haut als Sonnencreme. Sophie reist mit ihren Freundinnen auf eine griechische Insel, kurz bevor das Leben wieder nach Beziehungen, Erwartungen und Erwachsenenpflichten riecht. Und während alle irgendwie versuchen, diese letzten freien Tage zu genießen, hängt bei Sophie schon dieser Druck in der Luft. Greg will Kinder, Sophie will Luft, Kunst, Körper, Freiheit und vielleicht auch einfach mal niemandem erklären müssen, warum sie nicht in die hübsch sortierte Lebensschublade passt. Dann kommt Ky. Natürlich kommt Ky. Und ja, man ahnt sofort, dass das keine kleine harmlose Sommerflamme wird, sondern eher so ein Streichholz im trockenen Olivenhain. Die Affäre ist sinnlich, aufgeladen und manchmal auch herrlich unvernünftig. Beim Lesen denkt man mehr als einmal: Sophie, Mädchen, atme kurz durch. Macht sie natürlich nicht. Wäre ja auch zu einfach. Besonders stark fand ich aber die Kunstebene. Das Porträt von Alessia bringt eine ganz eigene Spannung rein, weil da nicht nur gemalt wird, sondern gesehen, bewertet, gespiegelt und verletzt. Freundschaft wirkt hier nicht wie ein kuscheliges Sicherheitsnetz, sondern wie etwas Lebendiges, Schönes, manchmal Eifersüchtiges und ziemlich Zerbrechliches. Fünf Tage im Licht ist kein leichter Poolrand Roman, obwohl das Setting danach aussieht. Es ist sinnlich, klug, manchmal unbequem und voller flirrender Hitze. Kein perfektes Buch, aber eins, das hängen bleibt wie Salz auf der Haut.

ARTSY & SPICY & CRITICAL
»FÜNF TAGE IM LICHT« 🍋 (engl. ›FEMALE NUDE‹ , übersetzt von Sabine Längsfeld) von der Autorin & Journalistin Rhiannon Lucy Cosslett ist ein sehr artsy & spicy Roman über Identität, weibliche Lust und Mutterschaft. 💛 »Ich weiß nicht, wie aus uns zwei Menschen werden konnten, die einander so wenig verstehen. Die so wenig Mitgefühl für einander empfinden.« (158) Der Roman erzählt den Urlaub der vier englischen Girls (Sophia, Alessia, Helena & Iris) auf einer griechischen Insel aus Sicht der Protagonistin Sophia, die Künstlerin ist und in diesem Urlaub anfängt ein Aktbild von ihrer Freundin Alessia zu malen und sich auf eine dramatische Affäre mit dem Griechen Ky einlässt. Zwischen den einzelnen chronologischen Erzählungen des 10-tägigen Urlaubs, blickt die ältere Sophia als Künstlerin auf Aktbilder anderer Künstlerinnen und erklärt diese nicht nur, sondern setzt diese auch in einen Kontext. So macht dieser Roman aufmerksam auf weibliche Kunst, kritisiert den Male Gaze, das Patriarchat und Klassismus, hinterfragt Mutterschaft und, was es aus einem Menschen macht. »Jemand wird sich unserer erinnern, sage ich, sogar noch in einer anderen Zeit.« (136) Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Das Ende war für mich - vergleichsweise zum Romaninhalt - zu schnell und oberflächlich erzählt und nicht ganz überzeugend in Bezug auf die Auseinandersetzung von Mutterschaft x Identität als Künstlerin. Versteht mich nicht falsch: Das Drama, das sich konstant anbahnt, meine ich nicht, vielmehr, was alles nicht in einem Schlagaustausch geklärt wird und wen es trifft. Dennoch hat mich das Setting, die verschiedenen Themen und die Verbindung von Kunst in der Literatur begeistert. Leseempfehlung für alle, die Lust auf einen vielschichtigen Roman haben 🩵 Last but not least zwei Punkte zum Buch: ☝🏼 Der deutsche Titel ist smart, aber der englische Titel ›FEMALE NUDE‹ einfach so pointiert 🤌🏼 ✌🏼 Ich hätte Abbildungen der besprochenen Kunstwerke sehr sinnvoll gefunden, so habe ich sie selbst recherchiert, um die Erklärungen besser verstehen zu können.

Sophie ist auf einer griechischen Insel mit ein paar Freudinnen, um einen Junggesellinnenabschied zu feiern. Doch statt ausgelassen zu feiern, nimmt sich Sophie Zeit, um ihre langjährige Beziehung zu Greg und die Liebe zur Kunst unter die Lupe zu nehmen. Greg ist nämlich, im Gegensatz zu Sophie, bereit um ein Kind zu bekommen. Sophie hat Kunst studiert, jobbt aber zurzeit in einem Museum. Irgendwas fehlt noch, um richtig durchzustarten. Abwechselnd werden kapitelweise spannende Geschichten bekannter Malerinnen und ihrer Rolle in der Kunst und Mutterschaft eingebunden, was Sophies Ängste perfekt widerspiegelt. Was sich allerdings anfangs als ein feministischer Appel anfühlt, flacht aber zunehmend ab. Alles in allem ist es ein funkensprühender Sommerroman, denn es knistert nicht nur zwischen Sophie und dem schönen Griechen Ky, sondern auch zwischen den Freundinnen.
Ein Porträt entsteht
Fünf Tage im Licht gehört zu den Romanen, deren eigentliche Bedeutung sich erst nach und nach entfaltet. Bis weit über die Hälfte hinaus war mir nicht klar, worauf die Gedanken und Handlungen der Protagonistin hinauslaufen und welche Erkenntnisse sie letztlich daraus ziehen wird. Genau das hat meine Neugier geweckt – gleichzeitig hat mich das Buch dadurch stellenweise aber auch etwas verloren. Der Roman gliedert sich in ein Vorher und Nachher. Zunächst begleiten wir eine Gruppe von Frauen auf einem Junggesellinnenabschied auf einer griechischen Insel. Eine der Freundinnen stammt aus wohlhabenden Verhältnissen und besitzt dort eine Unterkunft, während die Protagonistin deutlich weniger privilegiert ist. In der zweiten Hälfte stoßen ihre Männer dazu. Diese Zweiteilung hat für mich sehr gut gezeigt, wie unterschiedlich die Frauen ohne und mit ihren Partnern auftreten und wie verschieden die Paarungen sind. Dabei bleibt der Fokus stets auf dem Bild der Frau. Zu Beginn jedes Kapitels werden berühmte, historisch relevante (Selbst-)Porträts aus der Ich-Perspektive betrachtet und eingeordnet. Welche Bedeutung dahintersteckt, muss man sich selbst erschließen. Ich ertappte mich allerdings dabei, diese Passagen manchmal eher zu überfliegen, weil mein eigenes Interesse an Kunst nicht tief genug ging, um alles vollständig greifen zu können. Kunst zieht sich jedoch nicht nur durch die Kapitelanfänge, sondern über das Buch hinweg entsteht ein eigenes Porträt, gezeichnet durch die Protagonistin und ich war am Ende positiv überrascht, wie sich dieses mit der Geschichte entwickelt hat. Die Enthüllung bot für mich den Aha-Moment des Buches. Zwischendurch empfand ich immer wieder Wut. Wut darüber, wie Männer Zukunftsbilder entwerfen, ohne darüber nachzudenken, was sie dafür zerstören oder nehmen. Gleichzeitig wirkte die Protagonistin in dieser Hinsicht stellenweise abhängiger, als sie eigentlich erscheinen sollte. Insgesamt ein atmosphärischer Roman mit traumhaftem Setting und einer Bedeutung, die sich erst langsam offenbart.
Kunst trifft Griechischen Sommer
Sophie, Helena, Iris und Alessia brechen zunächst alleine auf, um Helena‘s Junggesellinenabschied auf einer kleinen Griechischen Insel - im Haus von Alessias Vater - zu feiern. Die jeweiligen Partner kommen nach 5 Tagen nach. Relativ zu Beginn wird klar, dass Sophie etwas für den in der griechischen Taverne als Kellner arbeitenden Ky übrig hat. Schnell wird Sophie zur Protagonistin - auch mit ihrem speziellen Blick auf Kunst; sie selbst ist Künstlerin. Diese 5 Tage im Licht, bis die Männer nachreisen, auch Sophie‘s Freund Greg, genießt Sophie sehr - immer mit Zweifeln an ihrem Lebensentwurf gepaart. Das Buch wirft generell viele Fragen von Frauen und Mutterschaft auf - Sophie beleuchtet das in Einwürfen zu Künstlerinnen, spezifischen Gemälden und deren Verhältnis zur Mutterschaft und ihren Kindern. Das Buch ist gut geschrieben, definitiv kein easy Summerread und mir, durch die künstlerischen Einschübe, zu speziell. Leider habe ich insbesondere zu Beginn wenig Lust gehabt, das Buch weiter zu lesen. Mit der Anreise der Männer, kam etwas mehr Drive auf und das Buch ist sicher lesenswert, wenn man sich mit dem Thema Mutterschaft und der Entscheidung dafür/ dagegen befassen möchte - mir war es too much.
Mh also es fällt mir echt schwer das Buch in irgendeiner Hinsicht zu bewerten 😅 es geht um vier Freundinnen, die einen jga auf einer griechischen Insel feiern. Die Hauptperson beginnt eine Affäre mit einem Griechen. Es ist ein wenig wirr. Nach jedem Kapitel berichtet die Protagonistin über ein Selbstportrait von einer anderen Künstlerin und was das in ihr bewegt hat. Auch zwischendurch ist alles sehr wirr.
Sommer mit Tiefgang
„Fünf Tage im Licht“ ist für mich ein eher leiser, aber sehr eindringlicher Roman. Besonders die sommerliche Atmosphäre fand ich richtig gelungen – diese Mischung aus Hitze, Leichtigkeit und unterschwelliger Spannung. Gleichzeitig geht es um ziemlich große Themen wie Kinderwunsch, Erwartungen und Selbstbestimmung, die sehr ehrlich und unaufgeregt dargestellt werden. Sophie wirkte auf mich sehr authentisch, vor allem in ihrer Zerrissenheit zwischen dem, was sie will, und dem, was von ihr erwartet wird. Die Affäre ist dabei weniger eine klassische Liebesgeschichte, sondern eher ein Auslöser für ihre innere Entwicklung. Auch die kurzen kunstbezogenen Abschnitte haben mir gut gefallen, weil sie dem Ganzen noch mehr Tiefe geben. Insgesamt ein ruhiges Buch, das mich nachdenklich zurückgelassen hat.
Mutterschaft, Weiblichkeit, griechischer Wein
Puh, also nach dem Buch brauche ich selbst erst mal Urlaub auf einer griechischen Insel. Was als seichter Mädelstrip beginnt (und damit auch recht belanglos), entwickelt mit der Zeit doch einiges an Tiefe und nimmt eine unerwartete Wendung. Im Mittelpunkt stehen dabei Kunst, aber auch Weiblichkeit und vor allem das Thema Mutterschaft und gesellschaftliche Erwartungen. Die Kapitel wechseln zwischen den Tagen im Urlaub auf Sifnos und der Betrachtung von Gemälden, in denen ebenfalls das Muttersein im Mittelpunkt steht. Auch wenn ich mir bei den Protagonisten zum Teil mehr Tiefgang gewünscht hätte, das Buch wirkt nach!

Das Cover und der Titel sind sommerlich und gefallen mir gut. Auch der Klapptext lässt auf einen leichten sommerlichen Roman hoffen. Den Schreibstil habe ich als nicht ganz so leicht empfunden. Die Art und Weise wie Zeitsprünge, Blicke in die Zukunft und Vergangenheit eingesetzt wurden, war für mich nicht immer gleich nachvollziehbar, weshalb auch einige Passagen zweimal lesen musste. Thematisch ist das Buch für mich auch nicht unter "leichter Sommerroman" einzuordnen. Die Themen, die behandelt werden, von Kinderwunsch über insgesamt das körperliche Bild der Frau, sind nicht immer leicht. Der Bezug zur Kunst ist stark vorhanden und auch in die Mythologie wird im Laufe der Geschichte immer mal eingetaucht. Beides nicht ganz meine Themen, aber durchaus nicht uninteressant. Die Handlung, in die alles gebettet ist, hat mir ganz gut gefallen. Die vier Freundinnen und ihre großen und kleinen Themen, die in der Woche hochgekommen sind, sind sehr authentisch. Definitiv ist das nicht die typische rosarote Sommerromanze und daher auch mal etwas abwechslungsreich. Für mich ist es schwierig dieses Buch zu bewerten. Ich finde es zum einen durch die Handlung sehr gelungen, zum anderen war es für mich nicht leicht zu lesen und einige Kapitel und Ausschweifungen hätte ich nicht benötigt.
Sommerliche Selbstfindung
Selbstfindung durch Kunst und Sex? Möglich in dem Roman von Rhiannon Lucy Cosslett. Protagonistin Sophie, eine junge Malerin, verbringt den Sommer mit drei Freudinnen auf einer griechischen Insel. Eine von ihnen wird bald heiraten. Sophie genießt die Sommerhitze und die Auszeit von ihrem Freund Greg, der sie mit seinem Kinderwunsch unter Druck setzt. Jeden Morgen geht sie zum Schwimmen runter ans Meer und begegnet dort dem Griechen Ky. Eine Affäre beginnt, in der Sophie sich immer mehr verliert. Unterdessen arbeitet sie an einem Aktportrait ihrer Freundin Alessia, doch die Spannungen zwischen den beiden Frauen intensivieren sich von Tag zu Tag. Sowohl Gemälde auch die Affäre stellen alles infrage, was Sophie zu wissen glaubt. Die Autorin macht in ihrem Roman große Themen, wie die Selbstfindung einer Frau Anfang 30, Kunstgeschichte weiblicher revolutionären Künstlerinnen, britischen Klassenkampf und die essentielle Kinderwunschfrage in einer Beziehung auf. Behandelt werden die Themen anhand einer feurigen Affäre und der durchaus komplizierten Hass-Liebe zu ihren Freundinnen. Für meinen Geschmack wurden die durchaus tiefgreifenden ernsten Themen unter diesem Gesichtspunkt zu seicht eingebettet. Der Roman verliert sich in den großen Themen im Schreibstil und der eigentlich seichten Storyline. Als Sommerlektüre ist das Buch empfehlenswert, wer große literarische und künstlerische Tiefgang sucht, wird hier sicherlich zu kurz kommen.
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Die aufgeladene Stimmung eines heißen Sommers, eine geheime Affäre und ein Porträt mit explosiver Wirkung.
Ein intelligenter Sommerroman für Leserinnen von «Der Papierpalast»
Die Malerin Sophie verbringt den Sommer mit drei Freundinnen auf der griechischen Insel Sifnos. Eine von ihnen wird bald heiraten, es ist das letzte Mal, dass sie als unverheiratete Frauen zusammen sind, in fünf Tagen kommen ihre jeweiligen Partner nach.
Sophie genießt die trägen Tage in der Sommerhitze – und die Auszeit von ihrem Freund Greg, der sie mit seinem Kinderwunsch unter Druck setzt. Jeden Morgen geht sie zum Schwimmen runter ans Meer und begegnet dort dem Griechen Ky. Beide fühlen sich auf Anhieb zueinander hingezogen. Eine intensive Affäre beginnt, in der Sophie sich immer mehr verliert.
Unterdessen arbeitet Sophie an einem Aktporträt ihrer Freundin Alessia, doch zwischen den beiden Frauen entstehen Unstimmigkeiten, die sich von Tag zu Tag intensivieren. Sowohl das Gemälde als auch die Affäre stellen alles infrage, was Sophie zu wissen glaubt …
Ein hochaktueller Roman über Kunst, weibliches Begehren und die Zerreißproben im Leben junger Frauen.
Book Information
Author Description
Rhiannon Lucy Cosslett ist Autorin und Journalistin. Sie ist in Wales aufgewachsen und lebt heute im Norden Londons.
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3,75⭐️ war wieder recht gemischt für mich
✨Rezensionsexemplar✨ Das war mein erstes Buch der Autorin und heute stelle ich es Euch vor. ✨Zitat „Es ist schwer, gleichzeitig zu weinen und zu schwimmen, und die leere Bucht war im Licht der Morgendämmerung so entwaffnend schön, dass der Traum schnell vergessen war.“ ✨Inhalt Die Malerin Sophie ist mit ihren Freundinnen auf Sifnos, um einen Junggesellinnenabschied zu feiern. In 5 Tagen sollen die Partner der Frauen nachkommen… aber Sophie beginnt eine Affäre mit dem Griechen Ky und auch zwischen den Frauen ist die Stimmung nicht entspannt… ✨Meinung Ich hatte mich auf Anhieb in das sommerliche Cover verliebt und habe vom Klappentext her eine etwas weniger „schwere“ Geschichte erwartet. Ja, eine Affäre findet statt, das ist grundsätzlich nicht unbedingt meins, aber in diesem Buch geht es um sehr viel mehr, so dass ich das schon fast aussen vor lassen kann und natürlich trotzdem offen in das Geschehen abgetaucht bin. Es geht um ganz unterschiedliche Frauen, jede mit ihrem eigenen Leben und jede ist auch recht stark davon überzeugt, dass sie es richtig macht. Größter Streitpunkt wie immer: einige wollen Kinder und können ggf. keine bekommen und andere wollen keine, müssen sich rechtfertigen und haben Partner, die versuchen, ihre Meinung zu ändern. Die Frauengruppe ist wirklich nicht harmonisch unterwegs. Es war interessant zu lesen, aber ich musste mich regelmäßig daran erinnern, dass es nur ein Buch ist und ich mich einfach entspannen kann (war nicht möglich, es ging doch sehr toxisch zu). Was ich richtig schön fand, war die Einbindung der weiblichen Kunstgeschichte. Die Autorin hat es sehr schön mit der Gegenwart verknüpft. In diesem Buch erwarten Euch wirklich viele Themen wie etwa Ungleichheit, Mutterschaft, Kinderwunsch, Behinderung, Beziehungen, Freundschaften und das alles vor der Kulisse von Sifnos, Griechenland. Was passiert mit Sophie und ihrem Freund im Anschluss? Davon müsst Ihr Euch überraschen lassen. ✨Fazit Es war etwas anders, als ich ursprünglich erwartet habe, aber deshalb nicht schlechter. Wer gern über female empowerment liest, wird hier gut aufgehoben sein. Für mich waren einige Themen richtig toll umgesetzt und andere Situationen etwas weniger meins, so dass ich mich für eine gute und realistische Bewertung zwischen 3,5 und 4⭐️ entschieden habe. Macht Euch gern ein eigenes Bild! 3,75/5⭐️⭐️⭐️⭐️

EINFACH WOW !!!
Dieses Buch ist die perfekte Sommer/Strandlektüre - aber mit Tiefgang und einer Priese Kunst ☀️ Wir begleiten Sophia auf ihren Mädels-Urlaub nach Griechenland. Dort beginnt sie eine Affäre mit einem Einheimischen. Gleichzeitig wird ihre Beziehung, ihre Freundschaften und ihr beruflicher Werdegang immer wieder kritisch beleuchtet, ohne dass es anstrengend oder bedrückend wäre. Ganz im Gegenteil: ihre Gedankengänge sind einfach, erhellend und amüsant. Ich hab es einfach sehr genossen das Buch zu lesen und über die angesprochenen Themen nachzudenken! Dann noch das tolle Extra: Zwischen jedem Kapitel wird ein Kunstwerk einer weiblichen Künstlerin (nicht fiktiv) beleuchtet, die sich selbst nackt selbstporträtiert hat. Man bekommt so nochmal einen ganz anderen Blickwinkel auf die Protagonistin des Buches aber natürlich auch auf die verschiedenen Künstlerinnen, deren Lebensweg und ihre Kunst. Ich hab vorher immer einmal das Kunstwerk gegoogelt und habe es dann umso mehr genossen, etwas darüber zu erfahren. Einfach ganz toll 🥰

Mir fehlte es leider an Tiefe und Bezug zur Protagonistin
In diesem Roman werden künstlerisches Schaffen, der weibliche Körper im künstlerischen Licht, Freundschaften (auch toxische), Selbstbestimmung und Körperwahrnehmung großgeschrieben. Sehr interessante Themen! 😍👏 Das Thema (einseitiger) Kinderwunsch in einer Beziehung/Ehe war hier allgegenwärtig… sowie eine feurige Affäre 🤭❤️🔥 ~ Zunächst hatte ich Schwierigkeiten, mich in diesen Roman hineinzufinden. Die Protagonistin Sophie war für mich unnahbar 🫣 Ich verstand zwar ihre Gedanken und Sorgen, allerdings kam bei mir kein ausreichendes Mitgefühl auf 🫢 Zudem wünschte ich mir mehr Interaktion zwischen den Freundinnen. Ich empfand das Miteinander sehr oberflächlich 🤔 Mir hat hier tatsächlich Tiefe in dem Roman gefehlt. ~ Der bildhafte Schreibstil ließ sich angenehm und leicht lesen. Die Hitze auf der Insel Sifnos konnte ich regelrecht spüren, ebenso wie die Abkühlung im Meer mit Sopfie 😊📖💛🌊🍹🍋 ~ Der „Abspann“, in dem erzählt wird, wie es mit Sophie nach diesen Tagen weiterging, hat mich dann aber berühren können 🥹📖❤️👏 obwohl ich bis dahin leider keinen intensiven Bezug zu ihr fand, was mir wirklich sehr leid tat, denn die Themen im Buch sind echt gut. ~ Schade, dass mich dieser Roman nicht richtig abholen konnte. Aber es gibt natürlich auch begeisterte Leser:innen dieses Buches 🥰📖
Ein Urlaub voller weiblicher Kunstgeschichte
In diesem Roman geht es um Sophie, die sich mit vier Freundinnen auf einem kleinen Junggesellinnenabschied auf einer griechischen Insel befindet. Sophie beschäftigt sich in dieser Zeit viel mit ihrem Leben, der Zukunft ihrer Beziehung und der ihrer Kunst. Dabei wirbelt der Grieche Ky ihre bisherigen Vorstellungen ordentlich durcheinander. Ich habe den Roman innerhalb von zwei Tagen inhaliert. Die Geschichte übte schnell einen Sog auf mich aus, dem ich mich nur schwer entziehen konnte. Es werden viele feministische Themen angesprochen, wie der Blick auf den weiblichen Körper, Kinderwunsch und Frauen in der Kunst. Die Themen sind sehr spannend ausgearbeitet. Trotzdem war mir die Geschichte in der Mitte des Romans zu weiß und privilegiert. Ich habe den Eindruck, dass das auch der Autorin aufgefallen ist. So hat die Protagonistin beispielsweise eine Schwester mit körperlicher Behinderung, die selbst und deren Körper dann mehr in den Vordergrund rücken. Außerdem folgt auf jedes Kapitel die Beschreibung eines Selbstporträts einer Künstlerin sowie einige Informationen zu dieser. Das schafft nicht nur Raum für weibliche Kunst, sondern auch für weibliche PoC-Künstlerinnen. So entkommt der Roman nicht vollständig einem weiß privilegierten Feminismus, aber er ermöglicht es mir als Leserin, dies zumindest zu reflektieren. Wenn du dich - wie ich - eher wenig mit Kunst auskennst, empfehle ich beim Lesen die Bilder zu googlen. Fast alle beschriebenen Porträts sind dort zu finden, und es ist viel leichter, den Beschreibungen mit dem Bild vor Augen zu folgen, was das Leseerlebnis deutlich verbessert. Optimal wäre, der Roman würde nochmal aus Schmuckausgabe mit allen Bildern veröffentlicht. Letztendlich sind es die Ereignisse im letzten Drittel des Romans, die einen wahren Höhepunkt darstellen. Es folgt Twist auf Twist und retrospektiv gewinnen die ersten beiden Drittel damit noch einmal an Tiefe. Ich muss auch sagen, dass die Dymaniken unter den Personen einfach genial sind und die Köperlichkeit in diesem Roman besonders ist. So nehme ich wirklich viel mit aus diesem Roman und kann ihn absolut empfehlen.
Künstlerinnen und Mutterschaft
Ich habe diesen Roman von Frau Cosslett sehr gern gelesen. Es waren insbesondere die Rückblenden von Sophie Evans im Gespräch mit großen Künstlerinnen, die mir große Freude bereitet haben. Ich habe jede einzelne der Damen gegoogelt und Bilder und Fotografien auf Pinterest gesucht. Es lohnt sich. In diesem Roman steckt tatsächlich eine ganze Menge! Die eingeflochtene Affäre mit dem griechischen Archäologen Ky, die Gewissensbisse gegenüber ihrem noch Freund Greg und schließlich die Zwickmühle in der sie sich befindet, bringen die junge Sophie in einem heißem Sommer auf der winzigen Insel Kythnos fast um den Verstand. So einiges wird in diesem Stück angesprochen und bearbeitet. Das elitäre Gehabe der reichen Freundinnen tritt umso härter hervor, je offener und verletzlicher Sophie sich gibt. Auch der männliche Blick ist hierbei nicht wegzudenken. Der Jungesellinnenabschied ist eine reine Farce. Das fragile Konstrukt bricht dann natürlich komplett zusammen, als die Lebensgefährten der Damen auf der Insel eintreffen. Ich dachte hin und wieder, was gelangweilte, reiche Menschen imstande sind, sich gegenseitig anzutun... Schlimm! Besonders schön fand ich Sophies Beobachtungen von Körpern, die Erklärungen ihrer künstlerischen Art und Weise ihr reiner Blick, der sich selbstverständlich durch das erlebte auch erheblich verändert! Diese Einblicke münden absolut fulminant in eine Art Sinnsuche in Schwanger- und Mutterschaft. Die Gedanken, Träume, Ängste, der Druck und die daraus resultierende Abneigungen werden roh und ungefiltert beschrieben. Wie die Autorin dann noch die griechische Mythologie einfließen lässt, hat sich einfach stimmig angefühlt. Ich hatte das Kapitel Care Arbeit und im Speziellen die Pflege eines behinderten Familienmitgliedes hier gar nicht erwartet, war aber umso positiver überrascht, wie glasklar und gekonnt Frau Cosslett auch diese Thematik in ihr Werk einflechtet. Das Cover lässt einen leicht spritzigen Sommerroman vermuten. Aber Achtung, das wird dem Inhalt nicht ganz gerecht!

Empfehlenswerter Sommerroman
Ich fand die Geschichte und den Aufbau diesen Romans sehr gelungen. Sexualität, Freundschaft, gesellschaftlich auferlegte Normen und die große Frage „Was will ich eigentlich vom Leben“ die unweigerlich in den Dreißigern thematisiert werden im Leben einer Frau bewusst oder unbewusst wurde hier auf den Punkt gebracht. Absolut empfehlenswerter Roman, ich finde allerdings den englischen Originaltitel „Female, Nude“ passender als die deutsche Version.
Künstlerisch und inhaltlich wertvoll!
„Fünf Tage im Licht“. Fünf Tage, in denen die Freundinnen Sophie, Helena, Iris und Alessia ein letztes Mal unter sich sein werden, bevor Helena heirat und die Männer auf die griech. Insel Sifnos zum „Junggesellinnenabschied“ nachreisen werden. Fünf Tage, ausgelassene Stimmung, ambivalente Freundschaft und eine Affäre, die nicht nur Alles eskalieren lässt, sondern auch das Leben von Malerin Sophie nachhaltig verändern wird. Wobei sich das zentrale Thema von Autorin Rhiannon Lucy Cosslett auf Feminismus und die Frage nach Mutterschaft ausrichtet, das sie eindrucksvoll mit Kunst verbindet und aufarbeitet. Als kunstbegeisterter Mensch hat mich die Herangehensweise der Autorin an dieses Thema absolut fasziniert und sofort eingefangen. Zu Beginn eines jeden Kapitels widmet sich Sophie einem weiblichen Aktbild, aus den unterschiedlichsten Epochen, auf dem sich eine Künstlerin selbst abbildet und tritt mit ihnen gedanklich in Interaktion, indem sie über deren Schaffen, Leben, weibliche Rolle und Mutterschaft philosophiert und sich mit ihnen in Bezug setzt. Ich habe mir sowohl die Künstlerinnen, als auch die besprochenen Werke herausgeschrieben und sie zeitgleich mit Sophie betrachtet. Da ich das Hörbuch gehört habe, lies sich das wunderbar umsetzen und hat sich angefühlt wie spannender „Kunstunterricht“, der mich auf bereichernde Künstlerinnen aufmerksam gemacht hat, durch den lockeren Schreibstil jedoch nicht belehrend herüber kam, sondern eher zu weiteren Nachforschungen motiviert hat. Insgesamt hat mir der Schreibstil, mit seinen bildhaften Beschreibungen wahnsinnig gut gefallen. Ich konnte die Sonne Griechenlands und das türkisklare Wasser geradezu auf der Haut spüren, die Meze schmecken und die in der Lust liegende Anspannung flirren hören. Die unterschiedlichen Charaktere sind so authentisch dargestellt, dass es leicht fällt sich in sie hinein zu fühlen und ihnen zu folgen. Davon abgesehen, hat Sprecherin Henriette Schreurs ihre Sache mal wieder wahnsinnig gut gemacht - es war einfach ein Genuss ihren Worten und natürlich auch der Story bei herrlichem Sonnenschein zu folgen! Fazit: Aufgrund der vielfachen Auseinandersetzung mit diversen Künstlerinnen, Kunst & Co. sollte man dieser schon zugetan oder zumindest offen und neugierig sein. Mich persönlich haben Thema und Umsetzung absolut abgeholt und „Fünf Tage im Licht“ zu einem nachhaltigen Jahreshighlight gemacht!
Nachdenkliche und zugleich aufregende Sommerlektüre
„Fünf Tage im Licht“ von Rhiannon Lucy Cosslett ist weit mehr als eine sommerliche Urlaubsgeschichte. Im Mittelpunkt steht Sophie, eine innerlich zerrissene Malerin, die während eines Junggesellinnenabschieds auf einer griechischen Insel zwischen Beziehungskrise, Kinderwunsch ihres Partners und Selbstsuche ins Wanken gerät und eine Affäre mit dem Griechen Ky eingeht. Dabei beobachten wir als Lesende sowohl das Geschehen innerhalb der JGA-Gruppe, das durchaus toxische Dynamiken offenbart, als auch Sophies Treffen mit ihrem neuen Liebhaber. Die Handlung spitzt sich zu, als die Partner der vier Frauen im Ferienhaus dazustoßen. Dabei erfahren wir immer mehr darüber, was Sophie wirklich umtreibt und was sie tief in sich eigentlich längst ahnt. Besonders spannend fand ich die zwischen den Kapiteln eingeschobenen, von der eigentlichen Handlung losgelösten Gespräche mit Künstlerinnen. Diese Passagen eröffnen eine zusätzliche feministische Perspektive auf Kunst, Körperbilder, Mutterschaft und gesellschaftliche Erwartungen an Frauen. Der Roman stellt viele wichtige Fragen. Zu Klasse, Herkunft, Partnerschaft und dazu, wie unterschiedlich Frauen zu Mutterschaft und Kinderwunsch stehen. Nicht jede Figur bekommt dabei die Tiefe, die möglich gewesen wäre, und manche mythologischen Exkurse bremsen den Lesefluss etwas aus. Auch Sophie bleibt ambivalent, was die Identifikation nicht immer leicht macht. Ebenso hatte die Handlung für mich einige lose Enden und wirkte zuweilen fragmentarisch. Trotzdem entwickelt es einen Reiz: Der Roman erlaubt Widersprüche und liefert keine einfachen Antworten. Dazu kommen atmosphärische Griechenland-Vibes, intensive spicy Szenen und ein Ende, das mich wirklich überrascht hat. Für mich eine nachdenkliche und zugleich aufregende Sommerlektüre mit Ecken und Kanten.

Kunst, Körper, Kinderkriegen
"Ich glaube nicht, dass eine Frau sich verliert, wenn sie Kinder bekommt; es ist eher so, dass es niemanden gibt, der die Aufgabe übernehmen will, sie zu retten, wenn sie anfängt unterzugehen." (S. 258) Als absolute Kunst-Liebhaberin, hat mich der Roman wirklich sehr begeistert. Viele weibliche Künstlerinnen aus verschiedenen Epochen werden hier mit ihren Werken genannt und in ihren Einstellungen mit dem Leben der Protagonistin Sophie (selbst Künstlerin) in Beziehung gesetzt. Im Roman setzt sich die Hauptfigur viel mit dem gesellschaftlichen / männlich-geprägten Blick auf weibliche Körper auseinander und wie dadurch auch Frauen selbst beginnen, ihren eigenen Körper sowie auch den anderer Frauen zu bewerten und mit kritischen Blick zu betrachten. "Die Abwertung war ein Seelentröster, eine Methode der psychologischen Selbstbeschwichtigung, die ich schon früh im Leben entwickelt hatte, um die Schönheit, das Talent oder die Errungenschaften anderer Frauen für mich erträglich zu machen." (S.24) Sophie befindet sich in einer Beziehung in der ihr immer weiter ihr Ich-Sein und ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse aberkannt oder nicht ernst genommen werden, da sich ihr Partner Greg Kinder wünscht. Obwohl er weiß, dass Sophie keine Kinder möchte, setzt er sie diesbezüglich massiv unter Druck und kontrolliert, dass sie (durch z.B. Verbot von rauchen und Alkoholkonsum) ihren Körper möglich gesund hält. Sie selbst distanziert sich emotional dadurch immer weiter von ihm und beginnt im Jungesellinnen-Urlaub einer Freundin auf Griechenland eine Affäre mit einem Kerl namens Ky. Ich schätze an dem Buch extrem die kritischen Auseinandersetzung mit dem Prozess des Alters und dem damit auch einhergehenden Verlust von freundschaftlichen Beziehungen. Dass man beobachtet, wie Freundinnen in ungesunden Beziehungen in ihr Verderben laufen und man nur unbeteiligt daneben stehen kann. Dieses Gefühl, eine Freundin / eine Schwester durch die Finger gleiten zu sehen und zu beobachten, wie sie nach und nach ihre eigenen Werte für die Beziehung zu einem Mann und für die Erfüllung der traditionellen Rolle vergisst, kenne ich nur zu gut. Ich habe mich demnach sehr in den Gedankengängen von Sophie wiedergefunden. "Manche Beziehungen sind allen außer den Leuten, die sie führen, ein Rätsel." Das Ende des Buches hat mich dann aber ehrlicherweise etwas enttäuscht. Ich möchte nicht zu viel vorweg nehmen, aber eine ganz bestimmte Entwicklung am Ende des Buches, hätte es für mich absolut nicht im Kontext der Gesamtprämisse des Buches gebraucht. Das hat leider einen leicht faden Beigeschmack hinterlassen, obwohl ich das Buch ansonsten wirklich sehr gelungen finde.
Wenn der Sommer plötzlich alles aufreißt
Sommer, Sonne, Sifnos und dann knallt da einfach mal das ganze Innenleben einer Frau auf den Tisch. Fünf Tage im Licht klingt erst nach Urlaub, Meer, Wein und ein bisschen Herzklopfen, aber dieses Buch hat deutlich mehr unter der Haut als Sonnencreme. Sophie reist mit ihren Freundinnen auf eine griechische Insel, kurz bevor das Leben wieder nach Beziehungen, Erwartungen und Erwachsenenpflichten riecht. Und während alle irgendwie versuchen, diese letzten freien Tage zu genießen, hängt bei Sophie schon dieser Druck in der Luft. Greg will Kinder, Sophie will Luft, Kunst, Körper, Freiheit und vielleicht auch einfach mal niemandem erklären müssen, warum sie nicht in die hübsch sortierte Lebensschublade passt. Dann kommt Ky. Natürlich kommt Ky. Und ja, man ahnt sofort, dass das keine kleine harmlose Sommerflamme wird, sondern eher so ein Streichholz im trockenen Olivenhain. Die Affäre ist sinnlich, aufgeladen und manchmal auch herrlich unvernünftig. Beim Lesen denkt man mehr als einmal: Sophie, Mädchen, atme kurz durch. Macht sie natürlich nicht. Wäre ja auch zu einfach. Besonders stark fand ich aber die Kunstebene. Das Porträt von Alessia bringt eine ganz eigene Spannung rein, weil da nicht nur gemalt wird, sondern gesehen, bewertet, gespiegelt und verletzt. Freundschaft wirkt hier nicht wie ein kuscheliges Sicherheitsnetz, sondern wie etwas Lebendiges, Schönes, manchmal Eifersüchtiges und ziemlich Zerbrechliches. Fünf Tage im Licht ist kein leichter Poolrand Roman, obwohl das Setting danach aussieht. Es ist sinnlich, klug, manchmal unbequem und voller flirrender Hitze. Kein perfektes Buch, aber eins, das hängen bleibt wie Salz auf der Haut.

ARTSY & SPICY & CRITICAL
»FÜNF TAGE IM LICHT« 🍋 (engl. ›FEMALE NUDE‹ , übersetzt von Sabine Längsfeld) von der Autorin & Journalistin Rhiannon Lucy Cosslett ist ein sehr artsy & spicy Roman über Identität, weibliche Lust und Mutterschaft. 💛 »Ich weiß nicht, wie aus uns zwei Menschen werden konnten, die einander so wenig verstehen. Die so wenig Mitgefühl für einander empfinden.« (158) Der Roman erzählt den Urlaub der vier englischen Girls (Sophia, Alessia, Helena & Iris) auf einer griechischen Insel aus Sicht der Protagonistin Sophia, die Künstlerin ist und in diesem Urlaub anfängt ein Aktbild von ihrer Freundin Alessia zu malen und sich auf eine dramatische Affäre mit dem Griechen Ky einlässt. Zwischen den einzelnen chronologischen Erzählungen des 10-tägigen Urlaubs, blickt die ältere Sophia als Künstlerin auf Aktbilder anderer Künstlerinnen und erklärt diese nicht nur, sondern setzt diese auch in einen Kontext. So macht dieser Roman aufmerksam auf weibliche Kunst, kritisiert den Male Gaze, das Patriarchat und Klassismus, hinterfragt Mutterschaft und, was es aus einem Menschen macht. »Jemand wird sich unserer erinnern, sage ich, sogar noch in einer anderen Zeit.« (136) Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Das Ende war für mich - vergleichsweise zum Romaninhalt - zu schnell und oberflächlich erzählt und nicht ganz überzeugend in Bezug auf die Auseinandersetzung von Mutterschaft x Identität als Künstlerin. Versteht mich nicht falsch: Das Drama, das sich konstant anbahnt, meine ich nicht, vielmehr, was alles nicht in einem Schlagaustausch geklärt wird und wen es trifft. Dennoch hat mich das Setting, die verschiedenen Themen und die Verbindung von Kunst in der Literatur begeistert. Leseempfehlung für alle, die Lust auf einen vielschichtigen Roman haben 🩵 Last but not least zwei Punkte zum Buch: ☝🏼 Der deutsche Titel ist smart, aber der englische Titel ›FEMALE NUDE‹ einfach so pointiert 🤌🏼 ✌🏼 Ich hätte Abbildungen der besprochenen Kunstwerke sehr sinnvoll gefunden, so habe ich sie selbst recherchiert, um die Erklärungen besser verstehen zu können.

Sophie ist auf einer griechischen Insel mit ein paar Freudinnen, um einen Junggesellinnenabschied zu feiern. Doch statt ausgelassen zu feiern, nimmt sich Sophie Zeit, um ihre langjährige Beziehung zu Greg und die Liebe zur Kunst unter die Lupe zu nehmen. Greg ist nämlich, im Gegensatz zu Sophie, bereit um ein Kind zu bekommen. Sophie hat Kunst studiert, jobbt aber zurzeit in einem Museum. Irgendwas fehlt noch, um richtig durchzustarten. Abwechselnd werden kapitelweise spannende Geschichten bekannter Malerinnen und ihrer Rolle in der Kunst und Mutterschaft eingebunden, was Sophies Ängste perfekt widerspiegelt. Was sich allerdings anfangs als ein feministischer Appel anfühlt, flacht aber zunehmend ab. Alles in allem ist es ein funkensprühender Sommerroman, denn es knistert nicht nur zwischen Sophie und dem schönen Griechen Ky, sondern auch zwischen den Freundinnen.
Ein Porträt entsteht
Fünf Tage im Licht gehört zu den Romanen, deren eigentliche Bedeutung sich erst nach und nach entfaltet. Bis weit über die Hälfte hinaus war mir nicht klar, worauf die Gedanken und Handlungen der Protagonistin hinauslaufen und welche Erkenntnisse sie letztlich daraus ziehen wird. Genau das hat meine Neugier geweckt – gleichzeitig hat mich das Buch dadurch stellenweise aber auch etwas verloren. Der Roman gliedert sich in ein Vorher und Nachher. Zunächst begleiten wir eine Gruppe von Frauen auf einem Junggesellinnenabschied auf einer griechischen Insel. Eine der Freundinnen stammt aus wohlhabenden Verhältnissen und besitzt dort eine Unterkunft, während die Protagonistin deutlich weniger privilegiert ist. In der zweiten Hälfte stoßen ihre Männer dazu. Diese Zweiteilung hat für mich sehr gut gezeigt, wie unterschiedlich die Frauen ohne und mit ihren Partnern auftreten und wie verschieden die Paarungen sind. Dabei bleibt der Fokus stets auf dem Bild der Frau. Zu Beginn jedes Kapitels werden berühmte, historisch relevante (Selbst-)Porträts aus der Ich-Perspektive betrachtet und eingeordnet. Welche Bedeutung dahintersteckt, muss man sich selbst erschließen. Ich ertappte mich allerdings dabei, diese Passagen manchmal eher zu überfliegen, weil mein eigenes Interesse an Kunst nicht tief genug ging, um alles vollständig greifen zu können. Kunst zieht sich jedoch nicht nur durch die Kapitelanfänge, sondern über das Buch hinweg entsteht ein eigenes Porträt, gezeichnet durch die Protagonistin und ich war am Ende positiv überrascht, wie sich dieses mit der Geschichte entwickelt hat. Die Enthüllung bot für mich den Aha-Moment des Buches. Zwischendurch empfand ich immer wieder Wut. Wut darüber, wie Männer Zukunftsbilder entwerfen, ohne darüber nachzudenken, was sie dafür zerstören oder nehmen. Gleichzeitig wirkte die Protagonistin in dieser Hinsicht stellenweise abhängiger, als sie eigentlich erscheinen sollte. Insgesamt ein atmosphärischer Roman mit traumhaftem Setting und einer Bedeutung, die sich erst langsam offenbart.
Kunst trifft Griechischen Sommer
Sophie, Helena, Iris und Alessia brechen zunächst alleine auf, um Helena‘s Junggesellinenabschied auf einer kleinen Griechischen Insel - im Haus von Alessias Vater - zu feiern. Die jeweiligen Partner kommen nach 5 Tagen nach. Relativ zu Beginn wird klar, dass Sophie etwas für den in der griechischen Taverne als Kellner arbeitenden Ky übrig hat. Schnell wird Sophie zur Protagonistin - auch mit ihrem speziellen Blick auf Kunst; sie selbst ist Künstlerin. Diese 5 Tage im Licht, bis die Männer nachreisen, auch Sophie‘s Freund Greg, genießt Sophie sehr - immer mit Zweifeln an ihrem Lebensentwurf gepaart. Das Buch wirft generell viele Fragen von Frauen und Mutterschaft auf - Sophie beleuchtet das in Einwürfen zu Künstlerinnen, spezifischen Gemälden und deren Verhältnis zur Mutterschaft und ihren Kindern. Das Buch ist gut geschrieben, definitiv kein easy Summerread und mir, durch die künstlerischen Einschübe, zu speziell. Leider habe ich insbesondere zu Beginn wenig Lust gehabt, das Buch weiter zu lesen. Mit der Anreise der Männer, kam etwas mehr Drive auf und das Buch ist sicher lesenswert, wenn man sich mit dem Thema Mutterschaft und der Entscheidung dafür/ dagegen befassen möchte - mir war es too much.
Mh also es fällt mir echt schwer das Buch in irgendeiner Hinsicht zu bewerten 😅 es geht um vier Freundinnen, die einen jga auf einer griechischen Insel feiern. Die Hauptperson beginnt eine Affäre mit einem Griechen. Es ist ein wenig wirr. Nach jedem Kapitel berichtet die Protagonistin über ein Selbstportrait von einer anderen Künstlerin und was das in ihr bewegt hat. Auch zwischendurch ist alles sehr wirr.
Sommer mit Tiefgang
„Fünf Tage im Licht“ ist für mich ein eher leiser, aber sehr eindringlicher Roman. Besonders die sommerliche Atmosphäre fand ich richtig gelungen – diese Mischung aus Hitze, Leichtigkeit und unterschwelliger Spannung. Gleichzeitig geht es um ziemlich große Themen wie Kinderwunsch, Erwartungen und Selbstbestimmung, die sehr ehrlich und unaufgeregt dargestellt werden. Sophie wirkte auf mich sehr authentisch, vor allem in ihrer Zerrissenheit zwischen dem, was sie will, und dem, was von ihr erwartet wird. Die Affäre ist dabei weniger eine klassische Liebesgeschichte, sondern eher ein Auslöser für ihre innere Entwicklung. Auch die kurzen kunstbezogenen Abschnitte haben mir gut gefallen, weil sie dem Ganzen noch mehr Tiefe geben. Insgesamt ein ruhiges Buch, das mich nachdenklich zurückgelassen hat.
Mutterschaft, Weiblichkeit, griechischer Wein
Puh, also nach dem Buch brauche ich selbst erst mal Urlaub auf einer griechischen Insel. Was als seichter Mädelstrip beginnt (und damit auch recht belanglos), entwickelt mit der Zeit doch einiges an Tiefe und nimmt eine unerwartete Wendung. Im Mittelpunkt stehen dabei Kunst, aber auch Weiblichkeit und vor allem das Thema Mutterschaft und gesellschaftliche Erwartungen. Die Kapitel wechseln zwischen den Tagen im Urlaub auf Sifnos und der Betrachtung von Gemälden, in denen ebenfalls das Muttersein im Mittelpunkt steht. Auch wenn ich mir bei den Protagonisten zum Teil mehr Tiefgang gewünscht hätte, das Buch wirkt nach!

Das Cover und der Titel sind sommerlich und gefallen mir gut. Auch der Klapptext lässt auf einen leichten sommerlichen Roman hoffen. Den Schreibstil habe ich als nicht ganz so leicht empfunden. Die Art und Weise wie Zeitsprünge, Blicke in die Zukunft und Vergangenheit eingesetzt wurden, war für mich nicht immer gleich nachvollziehbar, weshalb auch einige Passagen zweimal lesen musste. Thematisch ist das Buch für mich auch nicht unter "leichter Sommerroman" einzuordnen. Die Themen, die behandelt werden, von Kinderwunsch über insgesamt das körperliche Bild der Frau, sind nicht immer leicht. Der Bezug zur Kunst ist stark vorhanden und auch in die Mythologie wird im Laufe der Geschichte immer mal eingetaucht. Beides nicht ganz meine Themen, aber durchaus nicht uninteressant. Die Handlung, in die alles gebettet ist, hat mir ganz gut gefallen. Die vier Freundinnen und ihre großen und kleinen Themen, die in der Woche hochgekommen sind, sind sehr authentisch. Definitiv ist das nicht die typische rosarote Sommerromanze und daher auch mal etwas abwechslungsreich. Für mich ist es schwierig dieses Buch zu bewerten. Ich finde es zum einen durch die Handlung sehr gelungen, zum anderen war es für mich nicht leicht zu lesen und einige Kapitel und Ausschweifungen hätte ich nicht benötigt.
Sommerliche Selbstfindung
Selbstfindung durch Kunst und Sex? Möglich in dem Roman von Rhiannon Lucy Cosslett. Protagonistin Sophie, eine junge Malerin, verbringt den Sommer mit drei Freudinnen auf einer griechischen Insel. Eine von ihnen wird bald heiraten. Sophie genießt die Sommerhitze und die Auszeit von ihrem Freund Greg, der sie mit seinem Kinderwunsch unter Druck setzt. Jeden Morgen geht sie zum Schwimmen runter ans Meer und begegnet dort dem Griechen Ky. Eine Affäre beginnt, in der Sophie sich immer mehr verliert. Unterdessen arbeitet sie an einem Aktportrait ihrer Freundin Alessia, doch die Spannungen zwischen den beiden Frauen intensivieren sich von Tag zu Tag. Sowohl Gemälde auch die Affäre stellen alles infrage, was Sophie zu wissen glaubt. Die Autorin macht in ihrem Roman große Themen, wie die Selbstfindung einer Frau Anfang 30, Kunstgeschichte weiblicher revolutionären Künstlerinnen, britischen Klassenkampf und die essentielle Kinderwunschfrage in einer Beziehung auf. Behandelt werden die Themen anhand einer feurigen Affäre und der durchaus komplizierten Hass-Liebe zu ihren Freundinnen. Für meinen Geschmack wurden die durchaus tiefgreifenden ernsten Themen unter diesem Gesichtspunkt zu seicht eingebettet. Der Roman verliert sich in den großen Themen im Schreibstil und der eigentlich seichten Storyline. Als Sommerlektüre ist das Buch empfehlenswert, wer große literarische und künstlerische Tiefgang sucht, wird hier sicherlich zu kurz kommen.

























