Pause
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Description
Der Tag als die Notärztin kam, war der Tag, an dem ich wieder zu meinen Eltern gezogen bin. Mit sechsunddreißig.
Manchmal zwingt einen das Leben zu einer Pause, ob man will oder nicht. Hanna will eigentlich nicht. Aber nach einem einschneidenden Erlebnis zieht sie Hals über Kopf von Berlin in ihre alte Heimat Lüneburg zurück – zu ihren Eltern, in ihr altes Kinderzimmer, das mittlerweile das Büro ihres Vaters ist, samt Drucker, elektrischen Rollos und 90-cm-Gästebett.
Doch wie soll das funktionieren?
Plötzlich wieder Familienalltag, von null auf hundert mit drei erwachsenen Menschen, die seit jeher Konflikte lieber unter den Teppich kehren, als sie zu klären. Hanna will so schnell wie möglich wieder zu sich nach Hause, nach Berlin, in die gemeinsame Wohnung mit ihrem Freund Paul. Doch das ist nicht so einfach möglich, denn die Gründe für Hannas Zusammenbruch liegen tief. Ein warmherziges, zart-witziges und ehrliches Buch über die Verarbeitung von Schicksalsschlägen und den langen Weg zur Selbstfindung. Zwischen alten und frischen Wunden muss Hanna lernen, Hilfe einzufordern und anzunehmen und ihre Familie mit anderen Augen zu sehen. Und sie entdeckt, dass einen die Liebe auch in den schwächsten Momenten findet … In ihrem Debütroman erzählt Lena Kupke gnadenlos ehrlich und mit viel Humor von den Momenten am Boden und von Liebe, die gerade dann kommt, wenn du am wenigsten damit rechnest. »Das Buch ist von Lena Kupke! Was wollen Sie denn noch mehr? « Till Reiners
Book Information
Author Description
Lena Kupke, geboren 1986, hat English Studies und Geschichte in Bonn studiert. Sie ist Autorin und Stand-up-Comedian. 2021 erschien ihr Stand-up Comedy Special im ZDF sowie ihr Sachbuch ›Wahrheit oder Pflicht‹. Sie ist häufig zu sehen bei Till Reiners´ ›Happy Hour‹ auf 3Sat und bei ›Falsch, aber anders lustig‹ in der ARD Mediathek. ›Pause‹ ist ihr Debütroman.
Characteristics
5 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Super Buch 🧡🫶🏻
„Ein Geräusch, das ich in Berlin noch nie gehört habe. Die Nachbarschaft meiner Eltern ist das Rasenmäherland. Irgendwo wird immer gemäht, es ist quasi der Soundtrack meiner Kindheit.“ ✨Inhalt Hanna erleidet eine Panikattacke bei der Arbeit, bekommt allerlei Diagnosen und kommt erst mal mit 36 Jahren bei ihren Eltern in Lüneburg unter. In Berlin lässt sie ihren Freund zurück. Ihre Eltern haben eigene Routinen und Abläufe. Und Hanna ist gefangen zwischen Wut und Trauer… ✨Meinung Ich mochte das Buch sofort. Bereits der Klappentext war mein Geschmack und als ich angefangen habe zu lesen, war direkt klar, dass das passt. Dabei ist die Geschichte mitnichten perfekt. Aber das Leben ist es auch nicht. Hannas Eltern, ihre Schwester und deren Partnerin waren für mich sehr greifbare Charaktere. Es mag an den nicht wenigen Wiederholungen liegen und daran, dass ihnen bestimmte Rollen innerhalb des Gefüges zugewiesen worden waren. So oder so konnte ich sie mir gut vorstellen. Die Geschichte war tragisch und komisch zugleich. Eine Triggerwarnung wäre nicht schlecht, gibt es in diesen Büchern aber nicht. Muss man auf sich zukommen lassen. Hanna zeigt uns einerseits echt viel von sich, andererseits wird das Wesentliche nicht zerredet, sondern findet hauptsächlich im Kontext statt. Evtl. ein Hinweis darauf, dass man nicht alle Details über die Traumas anderer wissen muss, um dennoch für sie da zu sein. ✨Fazit Ich habe Hanna gern begleitet und wünsche ihr alles Gute 🥹🫶🏻. Macht Euch gern ein eigenes Bild! 5/5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Rezensionsexemplar

Ein sehr ehrlicher Roman über Trauma, Überforderung, Familie und das Weitermachen - und das Weinen.
Jetzt sitze ich hier, hab gestern “Pause“ von Lena Kupke abgeschlossen, den Roman, der momentan in aller Munde ist, aber zunächst der Reihe nach: Lena Kupke erzählt in „Pause“ von Hanna bzw. eigentlich erzählt Hanna aus der Perspektive von Hanna. Hanna, eine 36jährige Frau bricht bei einer Präsentation zusammen und landet in einem Berliner Krankenhaus. Da sie dort nicht bleiben will entlässt sie sich selbst ind lässt sich schließlich von ihren Eltern abholen, die sie mit auf‘s Land nach Lüneburg nehmen. Hier beginnt sich nun langsam zu entschlüsseln, was mit Hanna wirklich los ist. Wir erfahren viel über das Verhältnis zu ihren Eltern, zu ihrer Schwester, zu ihrem Freund Paul und zum Leben auf dem Land und der dort „zurückgebliebenen“ Freunde und von anderen Bewohnern. Wir erfahren was es bedeutet mit Mitte 30 wieder zurückzukehren, zu den Eltern, auf‘s Land. „Pause“ erzählt von Trauma, Verlust und dem Druck, immer weiter funktionieren zu müssen. Der Roman zeigt sehr gut, wie Mental Load nicht nur aus Arbeit besteht, sondern aus Erwartungen, Beziehungen und unausgesprochenen Konflikten. Gleichzeitig geht es um Heimkehr: um das Zurückkommen an einen Ort, der gleichzeitig vertraut und fremd geworden ist. Besonders stark fand ich, wie Lena Kupke die Spannung zwischen Großstadtleben und Provinz beschreibt – und dieses Gefühl, dass manche Menschen weggegangen sind, während andere geblieben sind. Mich hat der Roman schnell erreicht. Hanna wirkt nie perfekt oder überzeichnet, sondern wie jemand, den man wirklich kennen könnte. Ja, manchmal nervt sie auch. Gerade deshalb funktionieren viele Szenen so gut. Ich mochte, dass sich die Geschichte langsam entfaltet und nicht sofort alles erklärt. Dadurch bekommen die Beziehungen und Konflikte mehr Gewicht. Der Roman ist traurig, manchmal unangenehm ehrlich und trotzdem sehr warm erzählt. Er hat mich all diese Emotionalen mitfühlen lassen. Das Aneinandervorbeireden, die Ticks und Gewohnheiten von Silvia und Wolfgang, der ungeschickte Umgang der Eltern mit Emotionen sind prima beschrieben. ABER: Teilweise hat mich der Roman verwirrt zurückgelassen. Auf Seite 58 ist es der 17.07.2023, an dem Hannas Papa laut Radio hört. Auf Seite 222 soll Hanna am 19.07.2024 zur Untersuchung beim Amtsarzt. Auf Seite 115 sagt Hanna zur ihrer Schwester, dass es das Jahr 2026 sei. Auf Seite 37 schaut Hannas Papa Olympia. Olympia waren vom 26.07.-11.08.2024. Auf Seite 73 wird aus dem Einkaufskörbchen bei dm ein Wagen. Auf Seite 173 nehmen Alexander und Hanna noch einen Schluck Wein, den sie woher haben? Ist das so gewollt? Kapiere ich es nicht? Bin ich zu dumm? Sind es Fehler, stimmt die Continuity nicht? Habe jetzt einen Tag darauf rumgedacht und komme zu keinem für mich befriedigen Ergebnis. Daher kann ich momentan noch keine Punkte vergeben. Das werde ich nachholen. #Pause #LenaKupke #Zusammenbruch #Heimkehr #Trauma #Generationen

Vielleicht muss manchmal alles kaputt gehen, damit man etwas Neues bauen kann. 🧱
Feinfühlig, warmherzig und mit viel leisem Humor erzählt „Pause“ von Hanna, die nach einem schweren Einschnitt in ihr Leben zurück zu ihren Eltern ziehen muss und sich plötzlich mit alten Konflikten, verdrängten Gefühlen und sich selbst auseinandersetzen muss. Zwischen Familienchaos, Schmerz und Neuanfang geht es um Verlust, Heilung und darum, Hilfe anzunehmen, wenn das eigene Leben aus dem Gleichgewicht geraten ist. 💭 Die Geschichte besticht nicht durch große Spektakel oder unerwartete Wendungen, sondern durch ihre Authentizität. Sie wirkt nie überladen oder gekünstelt. Stattdessen taucht sie ein in den Alltag, die Herausforderungen, die Konflikte und die vielen kleinen Momente zwischen Humor und Traurigkeit, die uns allen vertraut sind. 🪞 Die Figuren in „Pause“ sind unglaublich realistisch und wirken nicht wie typische Romanfiguren, sondern wie echte Menschen mit all ihren Ecken und Kanten. Die Geschichte entfaltet sich eher leise und nachhaltig und hinterlässt dabei einen bleibenden Eindruck. ✨ Obwohl man weiß, dass Hanna Traumatisches erlebt hat, bleibt ihre Geschichte vorerst im Verborgenen. Stattdessen enthüllt sich nach und nach der Grund für ihre Panikattacken, Wutanfälle und die innere Leere, die sie plagt. Ihre Konflikte mit sich selbst und ihrer eher verschlossenen, aber dennoch liebevollen Familie wirken authentisch und nachvollziehbar. Ich konnte ihre Gefühle die gesamte Geschichte über nachempfinden. Am Ende wünschte ich mir, mehr Zeit mit Hanna verbringen und ihren weiteren Weg begleiten zu können. 🧡 Eine klare Empfehlung für alle, die Geschichten mit ehrlichen, berührenden Einblicken ins echte Leben suchen! ☕️

Der Elefant im Raum
Fast unerträglich, wie in dieser Familie über Offensichtliches nicht gesprochen wird - genauso kenne ich es auch von zu Hause. Deswegen fand ich die Geschichte sehr authentisch, Hanna war mir sehr symphatisch, die Mutter war mir allerdings oft etwas zuviel. 😅 Mein Fazit: eines meiner Highlights dieses Jahr, ich hätte gern noch lange weitergehört und , mitgeärgert, mitgeschmunzelt UND ich möchte auch so einen Alexander.
Eine sehr bewegende und zugleich heilsame Geschichte. Manche vorkommende Personen haben mich wütend gemacht, andere haben Potenzial zur greenflag und andere stecken scheinbar einfach in ihrer Generation fest. Ich hab mich an vielen Stellen in der Protagonistin wiederfinden können. Ein tolles Debüt, das wirklich zu empfehlen ist.
Ein ehrliches, warmes und gleichzeitig schmerzhaft reales Buch über mentale Erschöpfung und Familie.
Pause hat mich beim Hören ziemlich schnell abgeholt. Nicht, weil die Geschichte unglaublich spektakulär wäre, sondern gerade weil sie sich so echt angefühlt hat. Dieses Buch steckt voller Alltag, Stress, unausgesprochener Konflikte, Überforderung und diesen kleinen Momenten zwischen Humor und Traurigkeit, in denen man sich plötzlich selbst wiedererkennt. Hanna zieht mit Mitte dreißig zurück zu ihren Eltern und genau dieses Zurückfallen in alte Muster, obwohl man eigentlich längst erwachsen ist, fand ich super realistisch geschrieben. In dieser Familie wird vieles eher runtergeschluckt als ausgesprochen und genau das hat sich total nah angefühlt. Ich konnte mich in diesem ständigen Funktionieren, der Erschöpfung und dem Gefühl, dass irgendwann einfach alles zu viel wird, oft selbst wiederfinden. Gleichzeitig ist das Buch aber nicht nur schwer. Es hat auch Humor, absurde Alltagssituationen und kleine cozy Momente. Diese Mischung mochte ich sehr. Auch das Hörbuch hat mir richtig gut gefallen. Lena Kupke spricht ihr eigenes Buch selbst und genau dadurch wirkte alles nochmal ehrlicher und nahbarer. Ein absolutes Highlight war es für mich zwar nicht, aber trotzdem ein wirklich gutes und sehr menschliches Buch. Vor allem das Ende fand ich stark und emotional nachvollziehbar.

Nicht mein Buch.
"Vielleicht entgleitet mir einfach gerade mein gesamtes Leben. Das Kartenhaus, was ich stets bemüht aufgebaut habe, bricht zusammen, und am Ende liege ich in einem Neunzig-Zentimeter-Bett im Büro meiner Eltern zwischen Drucker und Magnettafel. Mein Leben als Sechsunddreißigjährige habe ich mir anders vorgestellt." [S. 185] Kann die allgemeine Begeisterung leider nicht teilen. Vielleicht weil ich in einer anderen Lebensphase bin, oder weil ich mit der Eltern-Kind-Beziehung/Dynamik der Story, der Handlung und dem ständigen aneinander-vorbei-Gerede und heimlichen Geheule, als Freund offener Worte, nichts anfangen konnte. Ich war davon leider nur maximal genervt und zudem passte auch der Humor nicht zusammen mit meinem.
Schweres Thema, gute Umsetzung, es grüßt das wahre Leben !
Vom Klappentext angesprochen und der Lust mal etwas Neues zu lesen, griff ich hierzu und bekam das volle Leben zu spüren, mit all seinen Facetten und Emotionen. Der Schreibstil war gut, zeitgemäß. Man war direkt im geschehen drinnund hatte direkt das Gefühl, die Prota bestens verstehen zu können, denn wie Hannah auch, wusste man nicht was passiert war. Ich kam allerdings nur sehr schwer in das Buch hinein, obwohl ich Hannah mochte und die Kommunikation gerade mit den Eltern, sehr gut fand, es waren diese typischen Eltern-Kind-Gespräche die immer gleich sind (ganz egal wie alt man ist) und musste oft schmunzeln. Die Idee und die Handlung waren gut und auch in der Umsetzung wirklich toll, nur tat ich mich mit der Schwere dieses Buches oft sehr schwer. Es war eine Achterbahnfahrt durch das Leben, es zeigte, wie es laufen kann und das man sich nicht schämen muss, wenn es nicht perfekt im eigenen Leben läuft. Es gab Mut für Neuanfänge. Ich fand Hannah super authentisch und richtig gut geschrieben! Man konnte alles an ihr Greifen und nachempfinden! Ganz große Empfehlung für alle die grad mit sich struggeln, nicht weiter wissen oder einen Neustart im eigenen Leben anstreben!
“Pause” von Lena Kupke handelt von Hanna, die während einer Kundenpräsentation zusammenbricht und in eine Klinik eingeliefert wird. Mangels Alternativen zieht sie notgedrungen vorübergehend wieder bei ihren Eltern ein, wo die Konflikte zwischen der Mittdreißigerin und ihren Eltern alte Verhaltensmuster aufzeigen. Hanna muss sich ihrer neuen Lebensrealität und ihren gesundheitlichen Problemen stellen. Das Hörbuch hat die Autorin selbst eingesprochen und sie hat dies mit so viel Witz und Gefühl getan, dass es eine wahre Freude ist. Einerseits fand ich das Thema Erschöpfungsdepression/Panikattacken/mentale Gesundheit sehr spannend und extrem gut und nah erzählt, andererseits wird auch der Clash der Generationen super-realistisch erzählt, insbesondere das Zurückfallen in Verhaltensmuster, die man als Kind schon gegenüber den Eltern gezeigt hat. Die Darbietung dieser Stellen war wirklich unfassbar gelungen. Sehr gefreut hat mich auch, dass hier nicht die Liebe bzw. Beziehung(en) der Protagonistin im Vordergrund stand. Alles in allem ein Buch, dass emotional sehr viel aufwühlen kann, aber trotzdem sommerlich-leicht erzählt wird. *Das Hörbuch wurde mir kostenfrei vom Verlag zur Verfügung gestellt.
In einem Rutsch gelesen/gehört 🧡💭
Der Klappentext hat mich direkt abgeholt und auch das Buch selbst hat mich sehr gefesselt. Und das, weil es so nahbar, realistisch und warmherzig ist. Hanna landet nach einem Zusammenbruch im Krankenhaus und wird dort nicht von ihrem Freund abgeholt, sondern von ihren Eltern. Und ehe sie sich versieht, werden aus ein paar Tagen Erholung in ihrem Elternhaus doch einige Wochen. Aber ist das wirklich eine Pause für sie? Wir begleiten Hanna durch alle Hochs und Tiefs, die sie in ihrem neuen alten Umfeld durchlebt und dabei stellt sie sich auch dem eigentlich Ausgangspunkt ihrer Zusammenbrüche. Neben Hanna gibt es in diesem Buch auch einige andere tolle Charaktere. Und so wie die Autorin diese beschreibt, konnte ich mir alle so gut vorstellen. Und so eine Nachbarin wie Helen, wünscht sich wohl jeder?!🥺 „Pause“ ist unterhaltsam, komisch, tragisch und emotional. Eine bunte Mischung, die für die Protagonistin nicht immer nur schöne Momente hervorbringt. So wie es im echten Leben halt auch ist. Die Familiendynamik, Hannas Entwicklung und die zwischenmenschlichen Beziehungen haben mich sehr berührt. Und ich bin mir sicher, Einige können sich in Hannas Gedanken wiederfinden 💭 Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und kann es euch sehr, sehr empfehlen - Lena Kupke liest es selbst und das sooo gut! Da das Buch ein Highlight für mich war, durfte das Buch auch noch in physischer Form bei mir einziehen und ich bin mir ganz sicher, dass ich es nochmal lesen werde 🧡

Eine besondere Geschichte
„Pause“ ist eines dieser Bücher, das sich leise in dein Herz schleicht und dort bleibt. Lena Kupke erzählt die Geschichte von Hanna unglaublich ehrlich, emotional und gleichzeitig mit einer Wärme, die sich wie eine Umarmung anfühlt. Besonders berührt hat mich, wie realistisch die Themen Überforderung, Zusammenbruch, Familie und Selbstfindung dargestellt werden. Hanna ist keine perfekte Figur und genau das macht sie so nahbar. Zwischen schmerzhaften Momenten, alten Konflikten und kleinen Hoffnungsschimmern zeigt das Buch, dass es okay ist, nicht immer stark zu sein. Trotz der ernsten Themen bringt die Geschichte auch humorvolle und liebevolle Momente mit, die alles wunderbar ausbalancieren. Die familiären Dynamiken wirken echt, manchmal chaotisch, manchmal traurig, aber immer voller Gefühl. Für mich ein ruhiger, tiefgehender Roman über Neuanfänge, Heilung und darüber, dass man manchmal gezwungen wird, eine Pause einzulegen, um wieder zu sich selbst zu finden.
Ich bin begeistert
Wisst Ihr was? Ich liebe es, was Bücher mit uns Lesern machen. Wie sie uns aufrütteln und durchschütteln.Ein mal komplett auf den Kopf stellen und dann wieder zurück. So erging es mir mit diesem Buch. Ja, es hat mich angesprochen, aber dass ich es am Ende so sehr lieben, mich so verstanden gefühlt habe, das hätte ich nicht gedacht. Hanna (ohne H am Ende 😉 ) bricht auf einer Präsentation zusammen, kommt ins Krankenhaus und wird dort von ihren Eltern abgeholt. Doch es geht nicht zurück in Hannas Wahlheimat Berlin, sondern ins Elternhaus nach Lüneburg. Dort muss sie feststellen, dass ihr Leben vielleicht doch nicht so in Ordnung ist, wie sie es sich immer gedacht hat und dass sie die Vergangenheit einholt. Hanna ist klar: sie braucht eine Pause. Und nun sitzen wir da. In Hannas Elternhaus, gemeinsam mit ihren schrulligen Eltern, die einen komplett anderen und total eingespielten Tagesablauf haben, als Hanna. Sie wird zurück geworfen in ihre Teenager Jahre, die sie hier mit ihrer Schwerster Sara (auch ohne H 😉). Wir werden nicht nur Zeugen, sondern ein Teil der Familiendynamik. Lena Kupke kann so tolle, normale und doch einzigartige Charaktere erschaffen. Wahnsinn. Sie sind so nahbar, gerade Hanna, dass ich wirklich, wirklich oft weinen musste, einfach weil ich genau wusste, wie Hanna sich gerade fühlt. Ich habe mich in so vielem als Frau, aber auch als Tochter wiedergefunden. Und auch wenn es manchmal nicht so anmutet, sind wir hier zu Gast bei Menschen, die einfach versuchen ihr Bestes zu geben. Auf ihre ganz eigene und persönliche Art und Weise. Ob das immer so richtig ist, sei dahin gestellt, aber hey, wir sind alles nur Menschen. Wir werden hineingeworfen in die alltäglichsten Begebenheiten und völlig ungeniert erzählt uns Hanna was ihr gerade so durch den Kopf geht. Und das habe ich so geliebt. Hier wurde nicht beschönigt, oder für den Leser zurecht geschrieben. Hier erleben wir den Alltag einer 36 jährigen Frau, mit all den kleinen Momenten im Leben, über die ich so noch nicht gelesen habe. Und das macht die Protagonisten hier extrem greifbar. Sie haben die gleichen, kleinen, oder auch größeren Probleme und das ist okay. Wir sind alle nicht perfekt. Haben unsere Ecken und Kanten und das ist auch gut so. Hanna hat natürlich ein Päckchen zu tragen. Und ich stand einfach manchmal gemeinsam mit ihr so da und wusste nicht weiter. Habe mit ihr geweint, habe mit mir geweint, wollte Hanna ganz fest in den Arm nehmen, die einfach nur halten. Habe mich dann in den Arm genommen und mich gehalten. Schonungslos wird der Gesellschaft in diesem Buch auf der einen Seite der Spiegel vorgehalten, aber hier wird nicht verurteilt, oder geurteilt. Klischees werden bedient und das auf eine ganz wunderbare Weise. Und unsere Protagonistin nimmt sich hier nicht aus und auch nicht zu ernst. Zumindest in den meisten Sequenzen. Ich habe dieses Buch wirklich sehr genossen. Dies Mal nicht gelesen, sondern gehört. Aber ich kann Euch sagen: das Buch wurde von der Autorin höchst persönlich eingesprochen und Leute, besser hätte die Entscheidung nicht sein können. Lena Kupke haucht ihren Protagonisten so wunderbar Leben ein. Ich wollte gar nicht, dass das Hörbuch endet. Eine ganz große Empfehlung. Und natürlich wird das Buch für mein Regal auch noch einziehen.
Ein unglaublich berührender Roman, der mich zum Lachen und zum Weinen gebracht hat. So viel Gefühl, so viel Echtheit.
⏸️🧡 𝘋𝘶 𝘸𝘦𝘪𝘴𝘴𝘵 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵, 𝘸𝘪𝘦 𝘴𝘵𝘢𝘳𝘬 𝘥𝘶 𝘣𝘪𝘴𝘵, 𝘣𝘪𝘴 𝘥𝘶 𝘴𝘵𝘢𝘳𝘬 𝘴𝘦𝘪𝘯 𝘮𝘶𝘴𝘴𝘵! 💭 Schon die Leseprobe hat mich total begeistert, deshalb war meine Vorfreude riesig und 𝘗𝘢𝘶𝘴𝘦 hat das alles tatsächlich noch übertroffen. Für mich ein absolutes Highlight, mit dem ich so nicht gerechnet hätte. Im Mittelpunkt steht Hanna, die nach einer Panikattacke zurück zu ihren Eltern nach Lüneburg zieht. In dieser Zeit wird deutlich, wer wirklich für sie da ist und wer eben nicht. Besonders berührend fand ich, wie sehr sie versucht, niemandem zur Last zu fallen, obwohl sie selbst dringend Halt bräuchte. Ihre Eltern habe ich sehr ins Herz geschlossen. Anfangs wirkte der Vater wie der verlässlichere Part, während die Mutter eher überfordert scheint, doch schnell zeigt sich, wie viel Wärme, Humor und Eigenheit auch in ihr steckt. Gerade ihre kleinen Marotten machen sie unglaublich liebenswert. Auch die Nebenfiguren sind nahbar und authentisch gezeichnet. Jede Figur bringt ihre eigene Dynamik mit, was das Gesamtbild besonders lebendig macht. Thematisch geht es um Trauma, Schicksalsschläge, Familie und Selbstfürsorge. Lena Kupkes Schreibstil ist einfach großartig: einfühlsam, ehrlich und gleichzeitig immer wieder durchzogen von feinem Humor. Besonders die Dialoge haben mir gefallen. Durch die Sprache erkennt man sofort, wie das Gegenüber ist: lustig, nervig, etc. Die Figurenzeichnung ist hier wirklich eine Stärke. Und dann gibt es diese Momente, in denen Hanna die Worte fehlen und genau da hat mich das Buch emotional komplett erwischt. Ich hatte mehrfach feuchte Augen. 🥺🥹 Ein unglaublich berührender Roman, der mich zum Lachen und zum Weinen gebracht hat. So viel Gefühl, so viel Echtheit. Für mich ein echtes Highlight. Absolute Leseempfehlung! 🧡 ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ (10/10)

Der Tag, als die Notärztin kam, war der Tag, an dem ich wieder zu meinen Eltern gezogen bin. Mit sechsunddreißig.
Hannas Leben kommt von jetzt auf gleich zum Stillstand. Sie wacht im Krankenhaus auf und möchte eigentlich wieder so schnell wie möglich nach Hause nach Berlin – zu ihrem Freund und ihren Freunden. Aber niemand nimmt sich die Zeit, sie aus dem Krankenhaus abzuholen. Dann also ihre Eltern, die sich auch sofort auf den Weg machen und Hanna zu sich nach Hause nach Lüneburg nehmen. Was anfangs nur für eine Nacht gedacht war, wird dann doch länger. Mit 36 wieder zurück im Kinderzimmer ist für alle Beteiligten anstrengender als gedacht. Sie müssen sich wieder als Familie annähern. Da gibt es noch viel unausgesprochenes, aber Hanna ist sehr dankbar, dass sie sich zu Hause fallen lassen kann und sich dort geliebt fühlt. Nach und nach merkt sie, dass es Dinge gibt, die sie noch nicht verarbeitet hat und für die sie Hilfe benötigt. Sie kämpft mit Panikattacken, versucht herauszufinden, auf wen sie wirklich zählen kann und beginnt langsam mit der Neuordnung ihres Lebens. Lena Kupkes Stärke liegt in der Charakterzeichnung der verschiedenen Protagonisten und in den Dialogen. Das Zurückkehren ins Elternhaus mit den dadurch entstehenden Konflikten, ist sehr gut beobachtet. Die Familiendynamiken entfalten sich nachvollziehbar und auch Themen wie psychische Gesundheit, Freundschaften und Trauer werden glaubhaft beschrieben. Die Autorin zeigt auf, dass Liebe sich in unterschiedlichen Formen zeigen kann. „Pause“ von Lena Kupke ist ein sehr authentisches Buch. Ihre Schreibweise ist warmherzig, leicht und in den Dialogen total realistisch. Ich habe „Pause“ ziemlich schnell durchgehört, weil es mich sehr gut unterhalten hat. Das Buch enthält die richtige Mischung aus Humor, Tragik und Emotionalität.
So menschlich, nahbar und ehrlich, dass es stellenweise weh getan hat. Habe mich oft selbst darin gefunden.
Dieses Buch war für mich vor allem eins: unglaublich nahbar. Hanna wird nach einem Zusammenbruch plötzlich aus ihrem eigenen Leben gerissen und landet wieder dort, wo man als erwachsener Mensch vielleicht am wenigsten landen möchte: im alten Kinderzimmer. Bei den Eltern. In einer Familie, in der vieles eher unter den Teppich gekehrt als ausgesprochen wird. Und genau darin liegt die Stärke dieses Buches. Es erzählt nicht künstlich dramatisch, sondern auf eine sehr menschliche Art von Momenten, in denen das Leben einen zwingt, stehenzubleiben. Von alten Wunden, frischen Überforderungen, unausgesprochenen Konflikten und der Frage, wie man Hilfe annimmt, wenn man eigentlich lieber einfach funktionieren würde. Ich glaube, viele Menschen können sich in Hannas Gedankenwelt wiederfinden. Dieses „Uh, das kenne ich“ war beim Lesen oft da. Nicht laut, nicht übertrieben, sondern eher leise schmerzhaft. Auf eine ehrliche Art. Die Figuren fühlen sich dabei nicht wie perfekte Romanfiguren an, sondern wie Menschen. Mit Macken, Schutzmechanismen, Liebe, Unsicherheit und all dem, was Beziehungen eben ausmacht. Familie, Partnerschaft, Selbstfindung, Wachstum – alles wirkt alltäglich und trotzdem besonders. Ein warmes, kluges und fein humorvolles Buch über Pausen, die man sich nicht ausgesucht hat, aber vielleicht trotzdem gebraucht hat. Mich hat es sehr berührt.

Das Buch hat mich auf jeden Fall gut unterhalten. Aber, und das hat mich nicht mehr Sterne geben lassen, die Protagonisten kam mir eher wie eine Anfang 20-Jährige vor, auch das Verhalten der Familie habe ich zum Teil als befremdlich empfunden. Mir ist schon klar, dass jeder mit bestimmten Situationen anders umgeht oder auch generell anders tickt, aber ich konnte vieles nicht nachvollziehen. Aber nichtsdestotrotz habe ich das Hörbuch gerne gehört und konnte gut dabei abschalten.
Healing, aber messy💛
In Pause geht es um Hanna, die nach einem einschneidenden Erlebnis ziemlich plötzlich von Berlin zurück in ihre alte Heimat Lüneburg zieht. Zurück zu ihren Eltern. Zurück in ihr altes Kinderzimmer, das inzwischen allerdings das Büro ihres Vaters ist. Mit Drucker, elektrischen Rollos und einem 90-cm-Gästebett. Allein diese Ausgangssituation fand ich schon so tragikomisch und unangenehm real, dass ich direkt drin war. 🫶🏼 Hanna ist sechsunddreißig, aber plötzlich wieder mitten in diesem ganz speziellen Familiengefühl. Dieses „Ich bin erwachsen, aber bei meinen Eltern bin ich irgendwie sofort wieder mein jüngeres Ich“-Ding hat das Buch für mich richtig gut eingefangen. Dazu kommen alte Wunden, neue Verletzungen und eine Familie, die Konflikte eher wegschiebt, als sie wirklich auszusprechen. 🥺 Was ich an Pause besonders mochte: Es fühlt sich sehr echt an. Nicht künstlich dramatisch, nicht überladen, sondern eher leise, klug und emotional. Hannas Trauma wird nicht ausgeschlachtet oder für große Schockmomente benutzt. Stattdessen merkt man in kleinen Alltagssituationen, in ihren Gedanken und Reaktionen, wie sehr so ein Erlebnis den Alltag beeinflussen kann. Das fand ich sehr feinfühlig erzählt. 🤍 Die Charaktere hatten für mich alle ihre eigene kleine Vibe. Niemand war austauschbar, niemand wirkte nur wie eine Nebenfigur. Jede Person hatte Eigenheiten, Macken, unausgesprochene Themen und diese sehr echte Familienenergie. Beim Hören konnte ich mir dieses liebevolle, angespannte, chaotische Miteinander total gut vorstellen. ✨ Und ja, die Geschichte ist manchmal komisch, manchmal seltsam, manchmal viel. Aber genau das hat für mich gepasst. Leben ist eben nicht immer clean girl aesthetic, sondern manchmal emotional messy, unbequem, ein bisschen absurd und trotzdem voller kleiner Momente, in denen Hoffnung durchscheint. 🫧 Sehr schön fand ich auch Lena Kupkes Sprache. Ihre Wortwahl ist nahbar, weich und trotzdem klug. Der Kontrast zwischen Berlin und Lüneburg, zwischen altem Zuhause und neuem Selbst, zwischen Familienchaos und langsamem Heilen hat für mich gut funktioniert. 💌 Zum Hörbuch: Lena Kupke liest ihr eigenes Buch selbst — und für mich war das ein großer Pluspunkt. Ihre Stimme hatte viel Gefühl, ohne zu viel zu werden. Man hört, dass sie diese Geschichte kennt und fühlt. Die Pausen, Betonungen und kleinen Stimmungswechsel haben das Hörbuch sehr nah gemacht. Es hatte für mich ein bisschen diesen „eine Freundin erzählt dir nachts ihr Leben und du hörst einfach nur zu“-Vibe. 🎧🤍 Ich glaube, Pause passt besonders gut zu Menschen, die emotionale, ehrliche Geschichten mögen. Geschichten über Familie, Verletzlichkeit, Neuanfänge, innere Heilung und dieses bittersüße Gefühl, erwachsen zu sein und sich im alten Zuhause trotzdem kurz wieder klein zu fühlen. 📖✨
Aus dem Leben gegriffen ⛱️
„Pause“ erzählt keine spektakuläre Geschichte voller Drama oder überraschender Wendungen. Stattdessen begleitet man Hanna in einer Phase ihres Lebens, in der einfach alles zu viel geworden ist. Genau das hat das Buch für mich so nahbar gemacht, weil sich viele Gedanken, Unsicherheiten und Situationen einfach erschreckend bekannt angefühlt haben. Am meisten Spaß hatte ich tatsächlich mit der Dynamik innerhalb der Familie. Diese kleinen Kommentare, Missverständnisse und Gespräche am Küchentisch waren teilweise so treffend, dass ich mehrfach lachen musste. Man erkennt nicht nur sich selbst wieder, sondern plötzlich auch die eigenen Eltern. Das Buch schafft es dadurch, trotz ernster Themen eine richtig warme und humorvolle Stimmung zu behalten. Der Schreibstil liest sich angenehm locker weg und passt perfekt zu dieser alltäglichen, sehr menschlichen Geschichte. Mir persönlich hat am Ende trotzdem ein bisschen etwas gefehlt, das mich emotional komplett mitreißt oder noch länger im Kopf bleibt. Ich brauche beim Lesen oft einfach etwas mehr Spannung, Intensität oder dieses besondere Gefühl, wahrscheinlich weil ich eigentlich eher in Fantasy- und RomCom-Welten zuhause bin. Trotzdem mochte ich sehr, wie ehrlich und ungeschönt das Buch mit Überforderung, Erwartungen und Neuanfängen umgeht. Vor allem, weil Hanna eben keine Anfang-20-Protagonistin ist, sondern in einem Alter steckt, in dem viele das Gefühl haben, eigentlich schon längst alles im Griff haben zu müssen. 3,5 ⭐️
Ein Buch zum Thema Trauma und Umgang
Die Geschichte zieht einen in den Bann und gleichzeitig war ich ab und zu genervt von Hanna und ihrem Selbstmitleid. Anscheinend fällt es ihr sehr schwer über ihre Gefühle und Gedanken zu sprechen, sie bleibt an der Oberfläche. Wahrscheinlich wäre es gesünder für die Geschichte und auch die Figur, wenn der Fokus sich verschieben würde, weg vom „Ich“ ich fand das Buch schön, aber auch etwas langatmig und einige Stellen, wie die Postfiliale oder die Beisetzung hätte man kürzen können, vlt verdichten. Alles in allem aber ein gutes Buch zum Thema Trauma und Verarbeitung.
Es fällt mir nicht ganz so leicht eine Rezi zu schreiben. Nicht, weil ich dieses Buch nicht so überzeugend oder gar schlecht fand, sondern weil ich keine Ahnung habe wie ich meine Gefühle und Gedanken zu diesem Werk ausdrücken soll! Mich hat es berührt. Ich habe vieles nachempfinden können. Hier wird so viel einfach auf den Punkt gebracht und angesprochen. Gute und ehrliche Dialoge. Aber auch vieles was mich sehr bewegt hat. Gutes und vor allem ein aussagestarkes Buch!
Intensiv und emotional
Pause von Lena Kupke nimmt uns mit in Hannas Leben. Sie ist Mitte dreißig und scheint bei einer Präsentation eine Panikattacke zu erleiden und wird ins Krankenhaus eingeliefert. Da sie sich nicht weiter untersuchen lassen will, holen sie letztendlich ihre Eltern aus Berlin ab und sie verbringt die nächste Zeit bei ihnen in Lüneburg. Dabei bekommt man mit wie das Zurückkehren ins Elternhaus oft ablaufen kann: mit Strukturen und Abläufen, die gestört werden oder wie damals wieder ablaufen. Und nebenbei Familienmitglieder, die nicht wirklich über Gefühle und tiefgründiges reden, sondern alles oberflächlich belassen. Ich fand die Geschichte sehr berührend, man spürt mit der Protagonistin zusammen die Wut und Trauer und ich konnte mich total in sie hinein versetzen. Ich war aber auch genauso genervt von bestimmten Reaktionen, z.B. von ihrem Freund, der sie am Anfang der Handlung nicht Mal aus dem Krankenhaus holen wollte, oder auch von ihrer Mutter, die so strikt an ihren Routinen festgehalten hat und Hanna dabei wie ein Störfaktor in ihrem Alltag wirkte. Ich hatte da zwischendurch wirklich meine Schwierigkeiten Sympathie zu empfinden. Für mich war es ein wirklich intensives Buch, dass zum Nachdenken angeregt hat. Trotz der Kürze hatte man nicht das Gefühl, dass hier irgendwas ausgespart wurde, es war durchweg intensiv und emotional und auf den Punkt. Definitiv ein Buch, dass ich immer wieder lesen würde.
Hanna bricht zusammen und Landet mit 36 Jahren bei ihren Eltern in ihrem Kinder/jetzt Papas Büro.
Ich habe es als Hörbuch gehört es Autorenlesung Lena Kupke hat mir sehr gut als Sprecherin gefällt. Die Story ist ganz schön traurig 😔. Man trifft auf Hanna die nach eine emotionalen Zusammenbruch ins Krankenhaus kommt und von da holen sie ihre Eltern ins Haus. Ihre Eltern könnte ich so gut über Gefühle sprechen. Weil genau bräuchte sie jetzt...

Zwischen Beklemmung, Slapstick und Hoffnung
"Du weißt nicht, wie stark du bist, bis du stark sein musst." (Vorwort) Dieses Buch hat mich sehr berührt, ich habe es regelrecht durchgesuchtet. Mit Hanna konnte ich mich so gut identifizieren wie lange nicht mehr mit einer Protagonistin. Im Prinzip passiert vom äußeren Geschehen her nicht viel mehr als das, was im Klappentext schon angedeutet wird. Doch bei diesem Buch geht es auch nicht so sehr um eine spektakuläre Handlung, sondern vielmehr um das innere Erleben, das durch den unaufdringlichen, humorvollen und doch eindrücklichen Schreibstil der Autorin spürbar wird. Es ist ein leises Buch, das zum Fühlen und Nachdenken anregt. Ich habe gelacht, ich war wütend und es sind auch ein paar Tränen geflossen. Die Familiendynamik wurde grandios und fast Slapstick-mäßig beschrieben. Hanna wollte ich abwechselnd in den Arm nehmen und kräftig durchschütteln angesichts ihrer (mangelnden) Kommunikation. Sehr gelungen fand ich, dass ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte ganz leise und natürlich geschah und doch deutlich zu spüren war. Ihre traumatischen Erlebnisse werden nur angedeutet, den Rest können wir uns zusammenreimen. Trotzdem oder gerade deshalb fand ich es emotional sehr intensiv und hätte eine Content Note und Triggerwarnung mit einem Hinweis zu Beginn des Buches für sinnvoll gehalten. Einziger Kritikpunkt von mir: Die Dialoge mit den gleichaltrigen FreundInnen erschienen mir etwas zu aufgesetzt und gewollt cool mit den vielen englischen Begriffen. Das war sicherlich auch satirisch gemeint, aber ich fand es "too much" und es hat mich teilweise ein bisschen aus dem Lesefluss gerissen. Mein Fazit: Ich habe lange kein Buch mehr gelesen, das mich emotional so abgeholt und berührt hat. Ich kann dafür nur eine große Empfehlung aussprechen, besonders an diejenigen Personen, die selbst Schicksalsschläge erlebt haben und mit den Reaktionen ihres Umfelds zu kämpfen hatten.
Ein Roman der mit einer Leichtigkeit über die tragischen Momente eines Lebens erzählt
Lena Kupke hat so viel Witz und davon steckt auch jede Menge in ihrem Roman. Hanna ist Mitte dreißig und steckt in einer Krise. Nach einer schweren Panikattacke während eines Kundentermins zieht sie spontan von Berlin zurück zu ihren Eltern aufs Dorf. Und dort geht dann der Familienwahnsinn los. Diese typischen Momente des aneinander vorbeiredens, das Akzeptieren der schrulligsten Marotten ihrer Eltern und Schwester aber auch die Konfrontation mit allem, was Hanna in diese Situation gebracht hat. Ich hab geweint und gelacht und manchmal auch weinend gelacht und lachend geweint. Die Geschichte sprüht vor Charme und Witz und geht ans Herz. Es sind nur so 2-3 handlungsstränge irgendwie ins Leere gelaufen, die ich gern noch auserzählt bekommen hätte. Was ist da genau aus ihrem Job geworden? Paul ist jetzt Geschichte? Was wird aus Alexander?
Jahreshighlight!
"..drei erwachsene Menschen, die seit jeher Konflikte lieber unter den Teppich kehren, als sie zu klären.." Sobald ich diesen Teil der Inhaltsbeschreibung gelesen habe, war klar, dass ich "Pause" unbedingt lesen muss. Ich bin in einem ganz ähnlichen Haushalt groß geworden und weiß daher sehr genau, wie schmerzhaft und schwer es sein kann, diesen Kreislauf zu durchbrechen.. Abgesehen davon gibt es zwischen Hanna's Eltern und meinen aber noch viel mehr Parallelen und das war ebenso unterhalt-/ wie auch heilsam für mich. Ich habe gelacht, geweint und manchmal sogar beides gleichzeitig. Die Mischung aus Tragik und Humor, von der das Buch wunderbar getragen wird, hat für mich bestens funktioniert. Lena Kupke ist eine kluge, moderne, witzige, laute und ungemein mitfühlende Erzählerin, die mutig genug ist aufzuzeigen, dass man sein Leben auch mit Mitte 30 eben nicht immer "im Griff hat". Und das es völlig ok ist, auch mal nicht okay zu sein; auch wenn die Gesellschaft uns gerne etwas anderes weismachen möchte. Jeder Mensch kann aus dem Gleichgewicht geraten. Dank "Pause" habe ich meine ein Stück weit zuruckgefunden. Bücher sind einfach die beste Therapie, ich sag' es immer wieder!
Mustread für verregnete Frühlingstage ☔️📚☕️
Das Buch hat mir total gut gefallen. Vor allem das Ende fand ich total wholesome. Am Hörbuch hat mir besonders gut gefallen, dass die Autorin das Buch selbst eingelesen hat. Ihr Stimme ist super angenehm und sie verkörpert die verschiedenen Charaktere sehr stimmig 🌷🧡
Wenn ein Buch auf einmal zu nahe an der eigenen Realität ist
Ich konnte Hanna in diesem Buch so gut verstehen, irgdwie ist das Buch für alle, die gerade erwachsen werden und sich mit verschiedenen Herausforderungen auseinandersetzen müssen, obwohl man diese am liebsten einfach ignorieren möchte. Das Gefühl in die Heimat zu fahren, das Leben in der Familie in der man aufgewachsen ist und das was ich verändert hat oder auch nicht. Und mitten drinnen das Trauma, was Raum ein nehmen möchte. Es ist trotz der Themen super leicht und lässt ein sich einfsch wohlfühlen.
Realistisch, ernst und zugleich amüsant
Ich mochte sehr die Beschreibung der Dynamiken in der Familie, in die Hanna so einfach wieder gerät, und wie die scheinbar festgeschriebenen Muster und Rollen innerhalb der Familie aufgezeigt wurden. Auch gut gefallen haben mir die Szenen mit Alexander als Kontrast dazu. Schön fand ich, dass entgegen meiner Erwartung die eigentliche, weil selbstgestaltete Pause für die Protagonistin erst am Ende beginnt. Insgesamt für mich kein Highlight, aber ich habe es gerne gehört und mich trotz der Schwere gut unterhalten gefühlt - Pluspunkte für Lena Kupke als Sprecherin.
Mein erstes Jahreshighlight ✨
Ich konnte mich so unfassbar gut in Hanna wiederfinden. Wie wäre es wohl, wenn ich zurück in mein Elternhaus ziehen würde? Und wie gut und transparent die Gefühle von den jeweiligen Personen dargestellt werden hat mich auch sehr überzeugt. Ich hab’s so gern gelesen und bin ganz traurig, dass es nun zu Ende ist. Schlussendlich darf ich mich gern Hanna nähern und einfach auf Pause drücken. 🩷

Die Geschichte hatte mich schon direkt auf den ersten Seiten eingefangen. Hanna ist 36, lebt in Berlin, ist in einer Beziehung und landet nach einem Zusammenbruch während eines Meetings im Krankenhaus. Ihr Körper zwingt sie zu einer Pause, ob sie will oder nicht. Und erst da merkt sie, wer wirklich hinter ihr steht und für sie da ist. Denn auch wenn sie viele Freunde und Bekannte in Berlin hat, so denkt doch eigentlich jeder nur an sich. Also findet sie sich kurz darauf in ihrem alten Kinderzimmer bei ihren Eltern in Lüneburg wieder. Doch mit mitte Dreißig fühlt sich das total fremd an, obwohl sie hier ja auch mal zuhause war. Aber die Zeiten haben sich geändert, obwohl... manches wird sich wahrscheinlich auch nie ändern. (Ich sage nur: "Hast du gar keine Hausschuhe an? Auf den kalten Fliesen, Hanna?") Die Konversationen zwischen Mutter und Tochter, oder Vater und Tochter waren teilweise wirklich urkomisch. Und doch SO real! Ich habe sehr oft herzlich lachen müssen, weil ich mich da total drin wiedergefunden habe. Die Mischung aus Ernsthaftigkeit und Humor hat mir unglaublich gut gefallen. Wir begleiten Hanna dabei, sich selbst wieder zu finden. Vieles bleibt unausgesprochen, weil Zuhause alles totgeschwiegen wird. Denn damit lebt´s sich scheinbar besser. Aber Hanna versucht auszubrechen, aus dem Hamsterrad. Sie ist kein kleines Kind mehr, sondern eine erwachsene Frau, die sehr viel erschütternde Dinge erlebt hat, und davon immernoch heilen muss. Ich kann das Debüt der Autorin uneingeschränkt empfehlen, denn es war für mich wirklich wie eine feste Umarmung und ein Buch, dass genau meinen Nerv getroffen hat. Ich bin rundum zufrieden!! ⭐⭐⭐⭐⭐+ | 5 Sternen Fünf Sterne plus!

Ich hab’s geliebt! Ganz große Empfehlung ! 🧡
💭 M E I N U N G Schon beim Lesen des Klappentextes war ich hyped und als dann das erste Kapitel quasi genau an den Klappentext angeschlossen hat, war ich direkt im Sog und wollte einfach nur meine Ruhe um weiterzulesen. Das Buch wird aus der Ich-Perspektive erzählt, dadurch habe ich mich richtig gut in die Sorgen der Protagonistin und auch ihre Gedanken einfinden können. Aber auch die anderen Charaktere waren realistisch und greifbar dargestellt. Das Buch erzählt keine große oder abgefahrene Heldengeschichte, sondern nimmt uns mit in den Alltag der 36-jährigen Hanna, die sich ihr Leben ganz und gar nicht so vorgestellt hat, wie es jetzt ist - und genau das war für mich das besondere an dieser Geschichte: eine bodenständige und authentische Geschichte, die leise, aber zugleich humorvoll erzählt wird und sich genau so hätte ereignen können. Auch wenn vieles Unausgesprochen bleibt und Hanna viel mit sich selbst aus macht, habe ich mich total in ihr und ihrer Situation wiedergefunden und sie, aber auch ihre chaotische Familie, ins Herz geschlossen! 🫶 Ich wollte gar nicht, dass es endet 🥹 Pluspunkte gibts hier für die tolle Gestaltung des Covers - ich liebs (@gesine…) und für das Lesebändchen! Sonst bin ich ja jemand, der es gerne kritisiert, wenn es keine Triggerwarnung gibt, aber bei diesem Buch waren ein paar der potentiell triggernden Themen aus dem Klappentext zu erahnen. Außerdem war das Thema mit dem größten Trigger-Faktor in einem Maß angeschnitten, dass ich das Nichtvorhandensein der TW nicht problematisch finde! 💬 Z I T A T „Du weißt nicht, wie stark du bist, bis du stark sein musst“ 💭 ⭐️ F A Z I T Ein unglaublich berührender Familienroman, der mich einerseits zum Lachen, andererseits total nachdenklich gemacht hat. Das Buch hat mich wirklich von Anfang bis zum Ende überzeugt und darf sich bei meinen Highlights einreihen 🫶 Ich bin mir sicher, dass die Geschichte Hanna gerade bei Menschen in meinem Alter, ebenfalls Anklang finden wird!

Nahbar, ehrlich, berührend
Nach einem einschneidenden Erlebnis zieht die 36-jährige Hanna zurück zu ihren Eltern und muss sich nicht nur dem ungewohnten Familienalltag stellen, sondern auch den tief sitzenden Ursachen ihres Zusammenbruchs. Zwischen alten Konflikten und neuen Einsichten beginnt sie, Hilfe anzunehmen und ihre Beziehungen neu zu betrachten. Der Roman erzählt einfühlsam und mit feinem Humor von Selbstfindung, familiären Dynamiken und davon, wie Liebe oft gerade in den schwierigsten Momenten entsteht. Ich kenne Lena Kupke mittlerweile, seit über einem Jahr als Comedian und liebe ihren Humor, daher war ich sehr gespannt auf diesen Roman. Aber wer hier ein leichtes, lustiges Buch erwartet sollte definitiv nochmal den Klappentext lesen und seine Erwartungen anpassen. Mich hat dieses Buch wirklich überrascht. Und zwar nicht durch große Dramatik, sondern durch seine leise, ehrliche Art. Der Schreibstil ist auffallend nüchtern und gleichzeitig unglaublich nahbar, fast so, als würde einem eine gute Freundin ganz ruhig ihre Geschichte erzählen. Genau das macht „Pause“ so besonders: Es fühlt sich nie künstlich oder überladen an, sondern durchgehend authentisch. Besonders stark fand ich, wie realistisch und fein die Figuren gezeichnet sind. Die Charaktere wirken nicht wie typische Romanfiguren, sondern wie echte Menschen mit Ecken, Zweifeln und Entwicklung. Dadurch konnte ich mich sehr leicht in sie hineinversetzen und habe mich an vielen Stellen selbst wiedererkannt. Die Geschichte entfaltet ihre Wirkung eher leise, aber dafür nachhaltig. Es ist kein Buch, das man einfach „durchliest und vergisst“. Vielmehr bleibt ein Gefühl zurück, das einen noch eine Weile begleitet Eine klare Empfehlung für alle, die keine übertrieben dramatischen Geschichten suchen, sondern ehrliche, berührende Einblicke ins echte Leben.

Niemand spielt das Wechselspiel von Tragik und Komik so feinfühlig wie Lena Kupke
Ich denk mal das Buch hat uns gut gefallen, oder? Wer dieses Buch lesen möchte, sollte sich auf Tränen gefasst machen - Tränen des Mitgefühls und Lachtränen in ständigem Wechsel. Ich glaube, jede Frau zwischen 20 und 60 kann ich in diesem Buch irgendwo wiederfinden, und das fand ich einfach grandios. Das Hörbuch wird sehr schön von der Autorin selbst gelesen und ist sehr zu empfehlen!
Eine Pause ist kein Stillstand
Hanna zieht mit 36 wieder zu ihren Eltern nach Lüneburg, nachdem sie mehr oder weniger eine Panikattacke hatte und im Krankenhaus gelandet ist. Von ihrem Freund (der in der gemeinsamen Wohnung in Berlin lebt) kommt so gut wie gar nichts in dieser Situation. Nach und nach freundet sich Hanna damit an, vorübergehend wieder zu Hause zu wohnen – auch wenn ihre Eltern natürlich auf ihre Art anstrengend sind und sie sich permanent überfordert fühlt. Mit der Zeit merkt sie allerdings, dass ihr das familiäre Umfeld ziemlich gut tut und sieht mit etwas Abstand auch, was in ihrem eigenen Leben gerade schief läuft. Deswegen entscheidet sie sich letztlich dafür, auf den Pauseknopf zu drücken. Ich konnte Hannas Geschichte sooo gut nachvollziehen, nachdem ich Ende 2025 selbst in der Situation war, für ein paar Wochen wieder bei meinen Eltern zu wohnen. Mit über 40 auch keine Leichtigkeit, denn jeder hat seinen Alltag und seine Routinen. Hannas Mutter hat mich so oft an meine eigene erinnert, dass ich stellenweise laut lachen musste. Und trotzdem: wie dankbar kann man sein, dass es einen Ort namens “Zuhause” gibt, an den man immer wieder zurückkehren kann? Berührende, realitätsnahe Geschichte auf jeden Fall. Als Hörbuch von der Autorin selbst gelesen und das hat super gepasst.

Lebenskrise. Zurück zu den Eltern mit Mitte 30.
Lena Kupke kannte ich als Comedienne und sie war es auch, die ich die ganze Zeit als Protagonistin vor Augen hatte (auch wenn das hier ein fiktionales Werk ist). Trotzdem erkannte ich ihren Humor und ihre Art zu sprechen hier an vielen Stellen wieder. (Was gut ist!) (Inhaltsangabe lest ihr bitte in der Buchbeschreibung) Ein durch und durch gelungener Debütroman, der sicherlich bei vielen Leserinnen ein Wiedererkennen auslösen wird. Wie ist es, mit Mitte 30 wieder aus der Großstadt in einere kleinere Stadt zurückzukehren, bei den Eltern einzuziehen, gegen Wände zu sprechen, nicht zu wissen, wie es weitergeht, was man wirklich will im Leben, ist in "Pause" so authentisch beschrieben, dass ich mich ständig beim Nicken erwischt habe. Und beim Lachen! Und auch beim Tränchen verdrücken. Hanna hat Traumatisches erlebt, doch wir erfahren nie die ganze Geschichte. Nur stückchenweise und zwischen den Zeilen vermögen wir zu erahnen, warum sie unter Panikattaken, Wutanfällen und Antriebslosigkeit leidet. Das ist super schlau gemacht. Ihre Konflikte mit sich selbst und mit ihrer sehr verschlossenen, aber liebevollen Familie sind so gut beschrieben und man kann absolut mitfühlen. Ich hätte ihr gern noch beim Heilen zugesehen und erfahren, wie die ganzen Charaktere in ihrem Leben weiterhin eine Rolle spielen. Vielleicht denkst du ja an eine Fortsetzung, liebe Lena? 😉😄 Ich bin sehr gespannt, wie andere Lesende dieses Buch bewerten und bin mir sicher, es wird offene Türen einrennen! Richtig stark! Btw: ist Hannas Mutter meine Mutter? 😃 Diese ellenlangen Monologe- einfach unglaublich witzig! 4,5 von 5!
Mit „Pause“ hat Lena Kupke einen Roman geschrieben, der sich sehr nach echtem Leben anfühlt. Im Mittelpunkt steht die 36-jährige Hanna, die merkt, dass ihr Körper nicht mehr mitmacht und sie deshalb zurück in ihr altes Kinderzimmer bei ihren Eltern zieht. Gerade diese Ausgangssituation fand ich unglaublich authentisch, weil nicht nur Hanna überfordert ist, sondern auch ihre Eltern, die inzwischen längst ihren eigenen Alltag gefunden haben. Alle müssen sich erst wieder neu aufeinander einstellen. Genau daraus entstehen viele Reibereien, unausgesprochene Konflikte und dieses ständige Gefühl, dass es unter der Oberfläche brodelt. Besonders gelungen fand ich die Familiendynamik. Die Kommunikation ist oft schwierig, vieles wird verschwiegen oder nur angedeutet. Auch in Hannas Beziehung zu Paul merkt man schnell, wie wenig offen eigentlich gesprochen wird. Gleichzeitig haben alle Figuren ihre Ecken und Kanten, zum Beispiel die Eltern mit ihren Eigenheiten, Schwester Sara mit ihren schrulligen Macken und Hanna selbst, die sich oft nicht gesehen oder gehört fühlt. Dadurch wirken die Figuren nie glatt oder konstruiert, sondern sehr echt. Trotz der ernsten Themen gibt es viele humorvolle Szenen, bei denen ich lachen musste. Mein Highlight war definitiv die Szene, in der Hanna halbnackt versucht, eine Straßenlaterne auszutreten und ihr Date ein paar Tage später von einer „verrückten Frau“ erzählt, die genau das getan habe, ohne zu merken, dass es Hanna war. Solche Momente lockern die Geschichte wunderbar auf. Besonders ins Herz geschlossen habe ich die Nachbarin Helen. Sie ist eigentlich die erste Person, die sich wirklich Zeit für Hannas Gedanken und Gefühle nimmt und ihr zuhört, ohne sie kleinzureden. Sehr berührt in diesem Zusammenhang hat mich auch dieses Zitat: „Ich habe doch sowieso schon immer das Gefühl, dass meine Gefühle und Gedanken eine Zumutung sind, dass ich andere schonen muss, und jetzt mit meiner Geschichte erst recht.“ (S. 254) An manchen Stellen bleibt die Autorin recht vage. Vor allem bei Themen wie Hannas Fehlgeburt oder der Frage, was letztendlich dazu geführt hat, dass sie im Krankenhaus landet, hätte ich mir etwas mehr Hintergrundinformationen gewünscht. Vieles wird nur angedeutet. Andererseits kann ich mir vorstellen, dass genau das eine bewusste Entscheidung war, weil es eben auch im echten Leben oft keine klaren Antworten gibt. Insgesamt ist „Pause“ ein authentischer, emotionaler und gleichzeitig humorvoller Roman über Überforderung, Familie und das Gefühl, endlich gesehen werden zu wollen.
Leise, ehrlich, berührend: Eine Geschichte über Heilung
„Der Tag, als die Notärztin kam, war der Tag, an dem ich wieder zu meinen Eltern gezogen bin. Mit sechsunddreißig.“ – schon dieser Einstieg hat mich sofort gepackt. Der Roman Pause erzählt einfühlsam und gleichzeitig schonungslos ehrlich von Hanna, die nach einem Zusammenbruch zurück in ihr Elternhaus nach Lüneburg zieht. Zurück ins alte Kinderzimmer, zurück in alte Muster – und mitten hinein in eine Familie, die Probleme lieber verschweigt, als sie auszusprechen. Der Schreibstil ist leise, warmherzig und mit feinem Humor durchzogen. Besonders beeindruckt hat mich, wie authentisch und nahbar die Figuren gezeichnet sind. Ich konnte mich unglaublich gut in Hannas Gedankenwelt hineinfühlen – ihre Verzweiflung, ihr Gefühl des Alleingelassen-Seins und dieses ständige Sich-selbst-Zurücknehmen sind sehr greifbar. Der genaue Grund für Hannas Zusammenbruch wird nie vollständig ausgesprochen. Doch zwischen den Zeilen entfaltet sich ein Bild, das umso stärker wirkt. Themen wie familiäre Dynamiken, Selbstreflexion, Heilung und das Lernen, Hilfe anzunehmen, ziehen sich durch die Geschichte. Auch die Frage, wie man als Erwachsener plötzlich wieder „Kind“ wird, fand ich sehr berührend umgesetzt. ✨ Das Cover: auffällig, stimmig und mit liebevollen Details – besonders die Prägung macht das Buch auch haptisch zu etwas Besonderem. 💭 Fazit: Ein berührender, ehrlicher Roman mit viel Situationskomik und Tiefe. Eine Geschichte über das Innehalten, über alte Wunden und darüber, dass Liebe oft genau dann auftaucht, wenn man sie am wenigsten erwartet. ⭐️ Für mich ein absolutes Highlight und eine klare Leseempfehlung!
Schwierige Familienverhältnisse und der Wunsch nach einer Pause
Ich finde es super, dass die Autorin selbst liest. Ihre Stimme passt wunderbar zu ihrer Story und gibt dem ganzen nochmal einen ganz persönlichen Touch. Man hört ihr gern zu, als sie langsam immer mehr von sich und ihrer Geschichte erzählt. Nicht durch Beschreibungen, sondern durch Erlebnisse erfahren wir, wie die Familiendynamik funktioniert und wo vielleicht Ur-Ängste und Traumata ihren Ursprung haben. Wie sagt man so schön, Familie kann man sich nicht aussuchen. Nur normalerweise kann man zumindest dosieren, wie viel Zeit man mit ihr verbringt. In schwierigen Zeiten, in denen aber ander Bezugspersonen fehlen, fällt man trotz allem oft wieder zurück in alte Schemata, und sucht Unterstützung dort, wo man sie eigentlich nie bekommen hat. Ich konnte mich in vielem wiederfinden und fand es sehr authentisch geschrieben.
Distanziert. Verletzlich. Stark
Das Hardcover hat einen Schutzumschlag, ein Lesebändchen und eine Prägung auf dem Buchrücken. Es ist sehr hochwertig. Die Zeichnung auf dem Cover entspricht zwar nicht direkt meinem Geschmack, aber ist definitiv auffällig. Es geht um die Geschichte von Hanna, die nach einem Zusammenbruch wieder bei ihren Eltern einzieht und versucht, wieder klarzukommen. Wir lernen ihre Familie kennen und ihr näheres Umfeld und ich habe mich einige Male gefragt, warum sie mit den Leuten befreundet ist, warum ihre Familie so ist, wie sie ist. Den Schreibstil fand ich wirklich gut, ich konnte das Buch gar nicht aus der Hand legen und habe es in kürzester Zeit durchgelesen. Als wichtigste Message habe ich aus dem Buch mitgenommen: passt auf die Menschen, die ihr liebt besser auf, schaut hin, auch wenn es manchmal schmerzhaft ist. Danke Lena Kupke, für dieses tolle Buch!
Characteristics
5 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Der Tag als die Notärztin kam, war der Tag, an dem ich wieder zu meinen Eltern gezogen bin. Mit sechsunddreißig.
Manchmal zwingt einen das Leben zu einer Pause, ob man will oder nicht. Hanna will eigentlich nicht. Aber nach einem einschneidenden Erlebnis zieht sie Hals über Kopf von Berlin in ihre alte Heimat Lüneburg zurück – zu ihren Eltern, in ihr altes Kinderzimmer, das mittlerweile das Büro ihres Vaters ist, samt Drucker, elektrischen Rollos und 90-cm-Gästebett.
Doch wie soll das funktionieren?
Plötzlich wieder Familienalltag, von null auf hundert mit drei erwachsenen Menschen, die seit jeher Konflikte lieber unter den Teppich kehren, als sie zu klären. Hanna will so schnell wie möglich wieder zu sich nach Hause, nach Berlin, in die gemeinsame Wohnung mit ihrem Freund Paul. Doch das ist nicht so einfach möglich, denn die Gründe für Hannas Zusammenbruch liegen tief. Ein warmherziges, zart-witziges und ehrliches Buch über die Verarbeitung von Schicksalsschlägen und den langen Weg zur Selbstfindung. Zwischen alten und frischen Wunden muss Hanna lernen, Hilfe einzufordern und anzunehmen und ihre Familie mit anderen Augen zu sehen. Und sie entdeckt, dass einen die Liebe auch in den schwächsten Momenten findet … In ihrem Debütroman erzählt Lena Kupke gnadenlos ehrlich und mit viel Humor von den Momenten am Boden und von Liebe, die gerade dann kommt, wenn du am wenigsten damit rechnest. »Das Buch ist von Lena Kupke! Was wollen Sie denn noch mehr? « Till Reiners
Book Information
Author Description
Lena Kupke, geboren 1986, hat English Studies und Geschichte in Bonn studiert. Sie ist Autorin und Stand-up-Comedian. 2021 erschien ihr Stand-up Comedy Special im ZDF sowie ihr Sachbuch ›Wahrheit oder Pflicht‹. Sie ist häufig zu sehen bei Till Reiners´ ›Happy Hour‹ auf 3Sat und bei ›Falsch, aber anders lustig‹ in der ARD Mediathek. ›Pause‹ ist ihr Debütroman.
Posts
Super Buch 🧡🫶🏻
„Ein Geräusch, das ich in Berlin noch nie gehört habe. Die Nachbarschaft meiner Eltern ist das Rasenmäherland. Irgendwo wird immer gemäht, es ist quasi der Soundtrack meiner Kindheit.“ ✨Inhalt Hanna erleidet eine Panikattacke bei der Arbeit, bekommt allerlei Diagnosen und kommt erst mal mit 36 Jahren bei ihren Eltern in Lüneburg unter. In Berlin lässt sie ihren Freund zurück. Ihre Eltern haben eigene Routinen und Abläufe. Und Hanna ist gefangen zwischen Wut und Trauer… ✨Meinung Ich mochte das Buch sofort. Bereits der Klappentext war mein Geschmack und als ich angefangen habe zu lesen, war direkt klar, dass das passt. Dabei ist die Geschichte mitnichten perfekt. Aber das Leben ist es auch nicht. Hannas Eltern, ihre Schwester und deren Partnerin waren für mich sehr greifbare Charaktere. Es mag an den nicht wenigen Wiederholungen liegen und daran, dass ihnen bestimmte Rollen innerhalb des Gefüges zugewiesen worden waren. So oder so konnte ich sie mir gut vorstellen. Die Geschichte war tragisch und komisch zugleich. Eine Triggerwarnung wäre nicht schlecht, gibt es in diesen Büchern aber nicht. Muss man auf sich zukommen lassen. Hanna zeigt uns einerseits echt viel von sich, andererseits wird das Wesentliche nicht zerredet, sondern findet hauptsächlich im Kontext statt. Evtl. ein Hinweis darauf, dass man nicht alle Details über die Traumas anderer wissen muss, um dennoch für sie da zu sein. ✨Fazit Ich habe Hanna gern begleitet und wünsche ihr alles Gute 🥹🫶🏻. Macht Euch gern ein eigenes Bild! 5/5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Rezensionsexemplar

Ein sehr ehrlicher Roman über Trauma, Überforderung, Familie und das Weitermachen - und das Weinen.
Jetzt sitze ich hier, hab gestern “Pause“ von Lena Kupke abgeschlossen, den Roman, der momentan in aller Munde ist, aber zunächst der Reihe nach: Lena Kupke erzählt in „Pause“ von Hanna bzw. eigentlich erzählt Hanna aus der Perspektive von Hanna. Hanna, eine 36jährige Frau bricht bei einer Präsentation zusammen und landet in einem Berliner Krankenhaus. Da sie dort nicht bleiben will entlässt sie sich selbst ind lässt sich schließlich von ihren Eltern abholen, die sie mit auf‘s Land nach Lüneburg nehmen. Hier beginnt sich nun langsam zu entschlüsseln, was mit Hanna wirklich los ist. Wir erfahren viel über das Verhältnis zu ihren Eltern, zu ihrer Schwester, zu ihrem Freund Paul und zum Leben auf dem Land und der dort „zurückgebliebenen“ Freunde und von anderen Bewohnern. Wir erfahren was es bedeutet mit Mitte 30 wieder zurückzukehren, zu den Eltern, auf‘s Land. „Pause“ erzählt von Trauma, Verlust und dem Druck, immer weiter funktionieren zu müssen. Der Roman zeigt sehr gut, wie Mental Load nicht nur aus Arbeit besteht, sondern aus Erwartungen, Beziehungen und unausgesprochenen Konflikten. Gleichzeitig geht es um Heimkehr: um das Zurückkommen an einen Ort, der gleichzeitig vertraut und fremd geworden ist. Besonders stark fand ich, wie Lena Kupke die Spannung zwischen Großstadtleben und Provinz beschreibt – und dieses Gefühl, dass manche Menschen weggegangen sind, während andere geblieben sind. Mich hat der Roman schnell erreicht. Hanna wirkt nie perfekt oder überzeichnet, sondern wie jemand, den man wirklich kennen könnte. Ja, manchmal nervt sie auch. Gerade deshalb funktionieren viele Szenen so gut. Ich mochte, dass sich die Geschichte langsam entfaltet und nicht sofort alles erklärt. Dadurch bekommen die Beziehungen und Konflikte mehr Gewicht. Der Roman ist traurig, manchmal unangenehm ehrlich und trotzdem sehr warm erzählt. Er hat mich all diese Emotionalen mitfühlen lassen. Das Aneinandervorbeireden, die Ticks und Gewohnheiten von Silvia und Wolfgang, der ungeschickte Umgang der Eltern mit Emotionen sind prima beschrieben. ABER: Teilweise hat mich der Roman verwirrt zurückgelassen. Auf Seite 58 ist es der 17.07.2023, an dem Hannas Papa laut Radio hört. Auf Seite 222 soll Hanna am 19.07.2024 zur Untersuchung beim Amtsarzt. Auf Seite 115 sagt Hanna zur ihrer Schwester, dass es das Jahr 2026 sei. Auf Seite 37 schaut Hannas Papa Olympia. Olympia waren vom 26.07.-11.08.2024. Auf Seite 73 wird aus dem Einkaufskörbchen bei dm ein Wagen. Auf Seite 173 nehmen Alexander und Hanna noch einen Schluck Wein, den sie woher haben? Ist das so gewollt? Kapiere ich es nicht? Bin ich zu dumm? Sind es Fehler, stimmt die Continuity nicht? Habe jetzt einen Tag darauf rumgedacht und komme zu keinem für mich befriedigen Ergebnis. Daher kann ich momentan noch keine Punkte vergeben. Das werde ich nachholen. #Pause #LenaKupke #Zusammenbruch #Heimkehr #Trauma #Generationen

Vielleicht muss manchmal alles kaputt gehen, damit man etwas Neues bauen kann. 🧱
Feinfühlig, warmherzig und mit viel leisem Humor erzählt „Pause“ von Hanna, die nach einem schweren Einschnitt in ihr Leben zurück zu ihren Eltern ziehen muss und sich plötzlich mit alten Konflikten, verdrängten Gefühlen und sich selbst auseinandersetzen muss. Zwischen Familienchaos, Schmerz und Neuanfang geht es um Verlust, Heilung und darum, Hilfe anzunehmen, wenn das eigene Leben aus dem Gleichgewicht geraten ist. 💭 Die Geschichte besticht nicht durch große Spektakel oder unerwartete Wendungen, sondern durch ihre Authentizität. Sie wirkt nie überladen oder gekünstelt. Stattdessen taucht sie ein in den Alltag, die Herausforderungen, die Konflikte und die vielen kleinen Momente zwischen Humor und Traurigkeit, die uns allen vertraut sind. 🪞 Die Figuren in „Pause“ sind unglaublich realistisch und wirken nicht wie typische Romanfiguren, sondern wie echte Menschen mit all ihren Ecken und Kanten. Die Geschichte entfaltet sich eher leise und nachhaltig und hinterlässt dabei einen bleibenden Eindruck. ✨ Obwohl man weiß, dass Hanna Traumatisches erlebt hat, bleibt ihre Geschichte vorerst im Verborgenen. Stattdessen enthüllt sich nach und nach der Grund für ihre Panikattacken, Wutanfälle und die innere Leere, die sie plagt. Ihre Konflikte mit sich selbst und ihrer eher verschlossenen, aber dennoch liebevollen Familie wirken authentisch und nachvollziehbar. Ich konnte ihre Gefühle die gesamte Geschichte über nachempfinden. Am Ende wünschte ich mir, mehr Zeit mit Hanna verbringen und ihren weiteren Weg begleiten zu können. 🧡 Eine klare Empfehlung für alle, die Geschichten mit ehrlichen, berührenden Einblicken ins echte Leben suchen! ☕️

Der Elefant im Raum
Fast unerträglich, wie in dieser Familie über Offensichtliches nicht gesprochen wird - genauso kenne ich es auch von zu Hause. Deswegen fand ich die Geschichte sehr authentisch, Hanna war mir sehr symphatisch, die Mutter war mir allerdings oft etwas zuviel. 😅 Mein Fazit: eines meiner Highlights dieses Jahr, ich hätte gern noch lange weitergehört und , mitgeärgert, mitgeschmunzelt UND ich möchte auch so einen Alexander.
Eine sehr bewegende und zugleich heilsame Geschichte. Manche vorkommende Personen haben mich wütend gemacht, andere haben Potenzial zur greenflag und andere stecken scheinbar einfach in ihrer Generation fest. Ich hab mich an vielen Stellen in der Protagonistin wiederfinden können. Ein tolles Debüt, das wirklich zu empfehlen ist.
Ein ehrliches, warmes und gleichzeitig schmerzhaft reales Buch über mentale Erschöpfung und Familie.
Pause hat mich beim Hören ziemlich schnell abgeholt. Nicht, weil die Geschichte unglaublich spektakulär wäre, sondern gerade weil sie sich so echt angefühlt hat. Dieses Buch steckt voller Alltag, Stress, unausgesprochener Konflikte, Überforderung und diesen kleinen Momenten zwischen Humor und Traurigkeit, in denen man sich plötzlich selbst wiedererkennt. Hanna zieht mit Mitte dreißig zurück zu ihren Eltern und genau dieses Zurückfallen in alte Muster, obwohl man eigentlich längst erwachsen ist, fand ich super realistisch geschrieben. In dieser Familie wird vieles eher runtergeschluckt als ausgesprochen und genau das hat sich total nah angefühlt. Ich konnte mich in diesem ständigen Funktionieren, der Erschöpfung und dem Gefühl, dass irgendwann einfach alles zu viel wird, oft selbst wiederfinden. Gleichzeitig ist das Buch aber nicht nur schwer. Es hat auch Humor, absurde Alltagssituationen und kleine cozy Momente. Diese Mischung mochte ich sehr. Auch das Hörbuch hat mir richtig gut gefallen. Lena Kupke spricht ihr eigenes Buch selbst und genau dadurch wirkte alles nochmal ehrlicher und nahbarer. Ein absolutes Highlight war es für mich zwar nicht, aber trotzdem ein wirklich gutes und sehr menschliches Buch. Vor allem das Ende fand ich stark und emotional nachvollziehbar.

Nicht mein Buch.
"Vielleicht entgleitet mir einfach gerade mein gesamtes Leben. Das Kartenhaus, was ich stets bemüht aufgebaut habe, bricht zusammen, und am Ende liege ich in einem Neunzig-Zentimeter-Bett im Büro meiner Eltern zwischen Drucker und Magnettafel. Mein Leben als Sechsunddreißigjährige habe ich mir anders vorgestellt." [S. 185] Kann die allgemeine Begeisterung leider nicht teilen. Vielleicht weil ich in einer anderen Lebensphase bin, oder weil ich mit der Eltern-Kind-Beziehung/Dynamik der Story, der Handlung und dem ständigen aneinander-vorbei-Gerede und heimlichen Geheule, als Freund offener Worte, nichts anfangen konnte. Ich war davon leider nur maximal genervt und zudem passte auch der Humor nicht zusammen mit meinem.
Schweres Thema, gute Umsetzung, es grüßt das wahre Leben !
Vom Klappentext angesprochen und der Lust mal etwas Neues zu lesen, griff ich hierzu und bekam das volle Leben zu spüren, mit all seinen Facetten und Emotionen. Der Schreibstil war gut, zeitgemäß. Man war direkt im geschehen drinnund hatte direkt das Gefühl, die Prota bestens verstehen zu können, denn wie Hannah auch, wusste man nicht was passiert war. Ich kam allerdings nur sehr schwer in das Buch hinein, obwohl ich Hannah mochte und die Kommunikation gerade mit den Eltern, sehr gut fand, es waren diese typischen Eltern-Kind-Gespräche die immer gleich sind (ganz egal wie alt man ist) und musste oft schmunzeln. Die Idee und die Handlung waren gut und auch in der Umsetzung wirklich toll, nur tat ich mich mit der Schwere dieses Buches oft sehr schwer. Es war eine Achterbahnfahrt durch das Leben, es zeigte, wie es laufen kann und das man sich nicht schämen muss, wenn es nicht perfekt im eigenen Leben läuft. Es gab Mut für Neuanfänge. Ich fand Hannah super authentisch und richtig gut geschrieben! Man konnte alles an ihr Greifen und nachempfinden! Ganz große Empfehlung für alle die grad mit sich struggeln, nicht weiter wissen oder einen Neustart im eigenen Leben anstreben!
“Pause” von Lena Kupke handelt von Hanna, die während einer Kundenpräsentation zusammenbricht und in eine Klinik eingeliefert wird. Mangels Alternativen zieht sie notgedrungen vorübergehend wieder bei ihren Eltern ein, wo die Konflikte zwischen der Mittdreißigerin und ihren Eltern alte Verhaltensmuster aufzeigen. Hanna muss sich ihrer neuen Lebensrealität und ihren gesundheitlichen Problemen stellen. Das Hörbuch hat die Autorin selbst eingesprochen und sie hat dies mit so viel Witz und Gefühl getan, dass es eine wahre Freude ist. Einerseits fand ich das Thema Erschöpfungsdepression/Panikattacken/mentale Gesundheit sehr spannend und extrem gut und nah erzählt, andererseits wird auch der Clash der Generationen super-realistisch erzählt, insbesondere das Zurückfallen in Verhaltensmuster, die man als Kind schon gegenüber den Eltern gezeigt hat. Die Darbietung dieser Stellen war wirklich unfassbar gelungen. Sehr gefreut hat mich auch, dass hier nicht die Liebe bzw. Beziehung(en) der Protagonistin im Vordergrund stand. Alles in allem ein Buch, dass emotional sehr viel aufwühlen kann, aber trotzdem sommerlich-leicht erzählt wird. *Das Hörbuch wurde mir kostenfrei vom Verlag zur Verfügung gestellt.
In einem Rutsch gelesen/gehört 🧡💭
Der Klappentext hat mich direkt abgeholt und auch das Buch selbst hat mich sehr gefesselt. Und das, weil es so nahbar, realistisch und warmherzig ist. Hanna landet nach einem Zusammenbruch im Krankenhaus und wird dort nicht von ihrem Freund abgeholt, sondern von ihren Eltern. Und ehe sie sich versieht, werden aus ein paar Tagen Erholung in ihrem Elternhaus doch einige Wochen. Aber ist das wirklich eine Pause für sie? Wir begleiten Hanna durch alle Hochs und Tiefs, die sie in ihrem neuen alten Umfeld durchlebt und dabei stellt sie sich auch dem eigentlich Ausgangspunkt ihrer Zusammenbrüche. Neben Hanna gibt es in diesem Buch auch einige andere tolle Charaktere. Und so wie die Autorin diese beschreibt, konnte ich mir alle so gut vorstellen. Und so eine Nachbarin wie Helen, wünscht sich wohl jeder?!🥺 „Pause“ ist unterhaltsam, komisch, tragisch und emotional. Eine bunte Mischung, die für die Protagonistin nicht immer nur schöne Momente hervorbringt. So wie es im echten Leben halt auch ist. Die Familiendynamik, Hannas Entwicklung und die zwischenmenschlichen Beziehungen haben mich sehr berührt. Und ich bin mir sicher, Einige können sich in Hannas Gedanken wiederfinden 💭 Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und kann es euch sehr, sehr empfehlen - Lena Kupke liest es selbst und das sooo gut! Da das Buch ein Highlight für mich war, durfte das Buch auch noch in physischer Form bei mir einziehen und ich bin mir ganz sicher, dass ich es nochmal lesen werde 🧡

Eine besondere Geschichte
„Pause“ ist eines dieser Bücher, das sich leise in dein Herz schleicht und dort bleibt. Lena Kupke erzählt die Geschichte von Hanna unglaublich ehrlich, emotional und gleichzeitig mit einer Wärme, die sich wie eine Umarmung anfühlt. Besonders berührt hat mich, wie realistisch die Themen Überforderung, Zusammenbruch, Familie und Selbstfindung dargestellt werden. Hanna ist keine perfekte Figur und genau das macht sie so nahbar. Zwischen schmerzhaften Momenten, alten Konflikten und kleinen Hoffnungsschimmern zeigt das Buch, dass es okay ist, nicht immer stark zu sein. Trotz der ernsten Themen bringt die Geschichte auch humorvolle und liebevolle Momente mit, die alles wunderbar ausbalancieren. Die familiären Dynamiken wirken echt, manchmal chaotisch, manchmal traurig, aber immer voller Gefühl. Für mich ein ruhiger, tiefgehender Roman über Neuanfänge, Heilung und darüber, dass man manchmal gezwungen wird, eine Pause einzulegen, um wieder zu sich selbst zu finden.
Ich bin begeistert
Wisst Ihr was? Ich liebe es, was Bücher mit uns Lesern machen. Wie sie uns aufrütteln und durchschütteln.Ein mal komplett auf den Kopf stellen und dann wieder zurück. So erging es mir mit diesem Buch. Ja, es hat mich angesprochen, aber dass ich es am Ende so sehr lieben, mich so verstanden gefühlt habe, das hätte ich nicht gedacht. Hanna (ohne H am Ende 😉 ) bricht auf einer Präsentation zusammen, kommt ins Krankenhaus und wird dort von ihren Eltern abgeholt. Doch es geht nicht zurück in Hannas Wahlheimat Berlin, sondern ins Elternhaus nach Lüneburg. Dort muss sie feststellen, dass ihr Leben vielleicht doch nicht so in Ordnung ist, wie sie es sich immer gedacht hat und dass sie die Vergangenheit einholt. Hanna ist klar: sie braucht eine Pause. Und nun sitzen wir da. In Hannas Elternhaus, gemeinsam mit ihren schrulligen Eltern, die einen komplett anderen und total eingespielten Tagesablauf haben, als Hanna. Sie wird zurück geworfen in ihre Teenager Jahre, die sie hier mit ihrer Schwerster Sara (auch ohne H 😉). Wir werden nicht nur Zeugen, sondern ein Teil der Familiendynamik. Lena Kupke kann so tolle, normale und doch einzigartige Charaktere erschaffen. Wahnsinn. Sie sind so nahbar, gerade Hanna, dass ich wirklich, wirklich oft weinen musste, einfach weil ich genau wusste, wie Hanna sich gerade fühlt. Ich habe mich in so vielem als Frau, aber auch als Tochter wiedergefunden. Und auch wenn es manchmal nicht so anmutet, sind wir hier zu Gast bei Menschen, die einfach versuchen ihr Bestes zu geben. Auf ihre ganz eigene und persönliche Art und Weise. Ob das immer so richtig ist, sei dahin gestellt, aber hey, wir sind alles nur Menschen. Wir werden hineingeworfen in die alltäglichsten Begebenheiten und völlig ungeniert erzählt uns Hanna was ihr gerade so durch den Kopf geht. Und das habe ich so geliebt. Hier wurde nicht beschönigt, oder für den Leser zurecht geschrieben. Hier erleben wir den Alltag einer 36 jährigen Frau, mit all den kleinen Momenten im Leben, über die ich so noch nicht gelesen habe. Und das macht die Protagonisten hier extrem greifbar. Sie haben die gleichen, kleinen, oder auch größeren Probleme und das ist okay. Wir sind alle nicht perfekt. Haben unsere Ecken und Kanten und das ist auch gut so. Hanna hat natürlich ein Päckchen zu tragen. Und ich stand einfach manchmal gemeinsam mit ihr so da und wusste nicht weiter. Habe mit ihr geweint, habe mit mir geweint, wollte Hanna ganz fest in den Arm nehmen, die einfach nur halten. Habe mich dann in den Arm genommen und mich gehalten. Schonungslos wird der Gesellschaft in diesem Buch auf der einen Seite der Spiegel vorgehalten, aber hier wird nicht verurteilt, oder geurteilt. Klischees werden bedient und das auf eine ganz wunderbare Weise. Und unsere Protagonistin nimmt sich hier nicht aus und auch nicht zu ernst. Zumindest in den meisten Sequenzen. Ich habe dieses Buch wirklich sehr genossen. Dies Mal nicht gelesen, sondern gehört. Aber ich kann Euch sagen: das Buch wurde von der Autorin höchst persönlich eingesprochen und Leute, besser hätte die Entscheidung nicht sein können. Lena Kupke haucht ihren Protagonisten so wunderbar Leben ein. Ich wollte gar nicht, dass das Hörbuch endet. Eine ganz große Empfehlung. Und natürlich wird das Buch für mein Regal auch noch einziehen.
Ein unglaublich berührender Roman, der mich zum Lachen und zum Weinen gebracht hat. So viel Gefühl, so viel Echtheit.
⏸️🧡 𝘋𝘶 𝘸𝘦𝘪𝘴𝘴𝘵 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵, 𝘸𝘪𝘦 𝘴𝘵𝘢𝘳𝘬 𝘥𝘶 𝘣𝘪𝘴𝘵, 𝘣𝘪𝘴 𝘥𝘶 𝘴𝘵𝘢𝘳𝘬 𝘴𝘦𝘪𝘯 𝘮𝘶𝘴𝘴𝘵! 💭 Schon die Leseprobe hat mich total begeistert, deshalb war meine Vorfreude riesig und 𝘗𝘢𝘶𝘴𝘦 hat das alles tatsächlich noch übertroffen. Für mich ein absolutes Highlight, mit dem ich so nicht gerechnet hätte. Im Mittelpunkt steht Hanna, die nach einer Panikattacke zurück zu ihren Eltern nach Lüneburg zieht. In dieser Zeit wird deutlich, wer wirklich für sie da ist und wer eben nicht. Besonders berührend fand ich, wie sehr sie versucht, niemandem zur Last zu fallen, obwohl sie selbst dringend Halt bräuchte. Ihre Eltern habe ich sehr ins Herz geschlossen. Anfangs wirkte der Vater wie der verlässlichere Part, während die Mutter eher überfordert scheint, doch schnell zeigt sich, wie viel Wärme, Humor und Eigenheit auch in ihr steckt. Gerade ihre kleinen Marotten machen sie unglaublich liebenswert. Auch die Nebenfiguren sind nahbar und authentisch gezeichnet. Jede Figur bringt ihre eigene Dynamik mit, was das Gesamtbild besonders lebendig macht. Thematisch geht es um Trauma, Schicksalsschläge, Familie und Selbstfürsorge. Lena Kupkes Schreibstil ist einfach großartig: einfühlsam, ehrlich und gleichzeitig immer wieder durchzogen von feinem Humor. Besonders die Dialoge haben mir gefallen. Durch die Sprache erkennt man sofort, wie das Gegenüber ist: lustig, nervig, etc. Die Figurenzeichnung ist hier wirklich eine Stärke. Und dann gibt es diese Momente, in denen Hanna die Worte fehlen und genau da hat mich das Buch emotional komplett erwischt. Ich hatte mehrfach feuchte Augen. 🥺🥹 Ein unglaublich berührender Roman, der mich zum Lachen und zum Weinen gebracht hat. So viel Gefühl, so viel Echtheit. Für mich ein echtes Highlight. Absolute Leseempfehlung! 🧡 ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ (10/10)

Der Tag, als die Notärztin kam, war der Tag, an dem ich wieder zu meinen Eltern gezogen bin. Mit sechsunddreißig.
Hannas Leben kommt von jetzt auf gleich zum Stillstand. Sie wacht im Krankenhaus auf und möchte eigentlich wieder so schnell wie möglich nach Hause nach Berlin – zu ihrem Freund und ihren Freunden. Aber niemand nimmt sich die Zeit, sie aus dem Krankenhaus abzuholen. Dann also ihre Eltern, die sich auch sofort auf den Weg machen und Hanna zu sich nach Hause nach Lüneburg nehmen. Was anfangs nur für eine Nacht gedacht war, wird dann doch länger. Mit 36 wieder zurück im Kinderzimmer ist für alle Beteiligten anstrengender als gedacht. Sie müssen sich wieder als Familie annähern. Da gibt es noch viel unausgesprochenes, aber Hanna ist sehr dankbar, dass sie sich zu Hause fallen lassen kann und sich dort geliebt fühlt. Nach und nach merkt sie, dass es Dinge gibt, die sie noch nicht verarbeitet hat und für die sie Hilfe benötigt. Sie kämpft mit Panikattacken, versucht herauszufinden, auf wen sie wirklich zählen kann und beginnt langsam mit der Neuordnung ihres Lebens. Lena Kupkes Stärke liegt in der Charakterzeichnung der verschiedenen Protagonisten und in den Dialogen. Das Zurückkehren ins Elternhaus mit den dadurch entstehenden Konflikten, ist sehr gut beobachtet. Die Familiendynamiken entfalten sich nachvollziehbar und auch Themen wie psychische Gesundheit, Freundschaften und Trauer werden glaubhaft beschrieben. Die Autorin zeigt auf, dass Liebe sich in unterschiedlichen Formen zeigen kann. „Pause“ von Lena Kupke ist ein sehr authentisches Buch. Ihre Schreibweise ist warmherzig, leicht und in den Dialogen total realistisch. Ich habe „Pause“ ziemlich schnell durchgehört, weil es mich sehr gut unterhalten hat. Das Buch enthält die richtige Mischung aus Humor, Tragik und Emotionalität.
So menschlich, nahbar und ehrlich, dass es stellenweise weh getan hat. Habe mich oft selbst darin gefunden.
Dieses Buch war für mich vor allem eins: unglaublich nahbar. Hanna wird nach einem Zusammenbruch plötzlich aus ihrem eigenen Leben gerissen und landet wieder dort, wo man als erwachsener Mensch vielleicht am wenigsten landen möchte: im alten Kinderzimmer. Bei den Eltern. In einer Familie, in der vieles eher unter den Teppich gekehrt als ausgesprochen wird. Und genau darin liegt die Stärke dieses Buches. Es erzählt nicht künstlich dramatisch, sondern auf eine sehr menschliche Art von Momenten, in denen das Leben einen zwingt, stehenzubleiben. Von alten Wunden, frischen Überforderungen, unausgesprochenen Konflikten und der Frage, wie man Hilfe annimmt, wenn man eigentlich lieber einfach funktionieren würde. Ich glaube, viele Menschen können sich in Hannas Gedankenwelt wiederfinden. Dieses „Uh, das kenne ich“ war beim Lesen oft da. Nicht laut, nicht übertrieben, sondern eher leise schmerzhaft. Auf eine ehrliche Art. Die Figuren fühlen sich dabei nicht wie perfekte Romanfiguren an, sondern wie Menschen. Mit Macken, Schutzmechanismen, Liebe, Unsicherheit und all dem, was Beziehungen eben ausmacht. Familie, Partnerschaft, Selbstfindung, Wachstum – alles wirkt alltäglich und trotzdem besonders. Ein warmes, kluges und fein humorvolles Buch über Pausen, die man sich nicht ausgesucht hat, aber vielleicht trotzdem gebraucht hat. Mich hat es sehr berührt.

Das Buch hat mich auf jeden Fall gut unterhalten. Aber, und das hat mich nicht mehr Sterne geben lassen, die Protagonisten kam mir eher wie eine Anfang 20-Jährige vor, auch das Verhalten der Familie habe ich zum Teil als befremdlich empfunden. Mir ist schon klar, dass jeder mit bestimmten Situationen anders umgeht oder auch generell anders tickt, aber ich konnte vieles nicht nachvollziehen. Aber nichtsdestotrotz habe ich das Hörbuch gerne gehört und konnte gut dabei abschalten.
Healing, aber messy💛
In Pause geht es um Hanna, die nach einem einschneidenden Erlebnis ziemlich plötzlich von Berlin zurück in ihre alte Heimat Lüneburg zieht. Zurück zu ihren Eltern. Zurück in ihr altes Kinderzimmer, das inzwischen allerdings das Büro ihres Vaters ist. Mit Drucker, elektrischen Rollos und einem 90-cm-Gästebett. Allein diese Ausgangssituation fand ich schon so tragikomisch und unangenehm real, dass ich direkt drin war. 🫶🏼 Hanna ist sechsunddreißig, aber plötzlich wieder mitten in diesem ganz speziellen Familiengefühl. Dieses „Ich bin erwachsen, aber bei meinen Eltern bin ich irgendwie sofort wieder mein jüngeres Ich“-Ding hat das Buch für mich richtig gut eingefangen. Dazu kommen alte Wunden, neue Verletzungen und eine Familie, die Konflikte eher wegschiebt, als sie wirklich auszusprechen. 🥺 Was ich an Pause besonders mochte: Es fühlt sich sehr echt an. Nicht künstlich dramatisch, nicht überladen, sondern eher leise, klug und emotional. Hannas Trauma wird nicht ausgeschlachtet oder für große Schockmomente benutzt. Stattdessen merkt man in kleinen Alltagssituationen, in ihren Gedanken und Reaktionen, wie sehr so ein Erlebnis den Alltag beeinflussen kann. Das fand ich sehr feinfühlig erzählt. 🤍 Die Charaktere hatten für mich alle ihre eigene kleine Vibe. Niemand war austauschbar, niemand wirkte nur wie eine Nebenfigur. Jede Person hatte Eigenheiten, Macken, unausgesprochene Themen und diese sehr echte Familienenergie. Beim Hören konnte ich mir dieses liebevolle, angespannte, chaotische Miteinander total gut vorstellen. ✨ Und ja, die Geschichte ist manchmal komisch, manchmal seltsam, manchmal viel. Aber genau das hat für mich gepasst. Leben ist eben nicht immer clean girl aesthetic, sondern manchmal emotional messy, unbequem, ein bisschen absurd und trotzdem voller kleiner Momente, in denen Hoffnung durchscheint. 🫧 Sehr schön fand ich auch Lena Kupkes Sprache. Ihre Wortwahl ist nahbar, weich und trotzdem klug. Der Kontrast zwischen Berlin und Lüneburg, zwischen altem Zuhause und neuem Selbst, zwischen Familienchaos und langsamem Heilen hat für mich gut funktioniert. 💌 Zum Hörbuch: Lena Kupke liest ihr eigenes Buch selbst — und für mich war das ein großer Pluspunkt. Ihre Stimme hatte viel Gefühl, ohne zu viel zu werden. Man hört, dass sie diese Geschichte kennt und fühlt. Die Pausen, Betonungen und kleinen Stimmungswechsel haben das Hörbuch sehr nah gemacht. Es hatte für mich ein bisschen diesen „eine Freundin erzählt dir nachts ihr Leben und du hörst einfach nur zu“-Vibe. 🎧🤍 Ich glaube, Pause passt besonders gut zu Menschen, die emotionale, ehrliche Geschichten mögen. Geschichten über Familie, Verletzlichkeit, Neuanfänge, innere Heilung und dieses bittersüße Gefühl, erwachsen zu sein und sich im alten Zuhause trotzdem kurz wieder klein zu fühlen. 📖✨
Aus dem Leben gegriffen ⛱️
„Pause“ erzählt keine spektakuläre Geschichte voller Drama oder überraschender Wendungen. Stattdessen begleitet man Hanna in einer Phase ihres Lebens, in der einfach alles zu viel geworden ist. Genau das hat das Buch für mich so nahbar gemacht, weil sich viele Gedanken, Unsicherheiten und Situationen einfach erschreckend bekannt angefühlt haben. Am meisten Spaß hatte ich tatsächlich mit der Dynamik innerhalb der Familie. Diese kleinen Kommentare, Missverständnisse und Gespräche am Küchentisch waren teilweise so treffend, dass ich mehrfach lachen musste. Man erkennt nicht nur sich selbst wieder, sondern plötzlich auch die eigenen Eltern. Das Buch schafft es dadurch, trotz ernster Themen eine richtig warme und humorvolle Stimmung zu behalten. Der Schreibstil liest sich angenehm locker weg und passt perfekt zu dieser alltäglichen, sehr menschlichen Geschichte. Mir persönlich hat am Ende trotzdem ein bisschen etwas gefehlt, das mich emotional komplett mitreißt oder noch länger im Kopf bleibt. Ich brauche beim Lesen oft einfach etwas mehr Spannung, Intensität oder dieses besondere Gefühl, wahrscheinlich weil ich eigentlich eher in Fantasy- und RomCom-Welten zuhause bin. Trotzdem mochte ich sehr, wie ehrlich und ungeschönt das Buch mit Überforderung, Erwartungen und Neuanfängen umgeht. Vor allem, weil Hanna eben keine Anfang-20-Protagonistin ist, sondern in einem Alter steckt, in dem viele das Gefühl haben, eigentlich schon längst alles im Griff haben zu müssen. 3,5 ⭐️
Ein Buch zum Thema Trauma und Umgang
Die Geschichte zieht einen in den Bann und gleichzeitig war ich ab und zu genervt von Hanna und ihrem Selbstmitleid. Anscheinend fällt es ihr sehr schwer über ihre Gefühle und Gedanken zu sprechen, sie bleibt an der Oberfläche. Wahrscheinlich wäre es gesünder für die Geschichte und auch die Figur, wenn der Fokus sich verschieben würde, weg vom „Ich“ ich fand das Buch schön, aber auch etwas langatmig und einige Stellen, wie die Postfiliale oder die Beisetzung hätte man kürzen können, vlt verdichten. Alles in allem aber ein gutes Buch zum Thema Trauma und Verarbeitung.
Es fällt mir nicht ganz so leicht eine Rezi zu schreiben. Nicht, weil ich dieses Buch nicht so überzeugend oder gar schlecht fand, sondern weil ich keine Ahnung habe wie ich meine Gefühle und Gedanken zu diesem Werk ausdrücken soll! Mich hat es berührt. Ich habe vieles nachempfinden können. Hier wird so viel einfach auf den Punkt gebracht und angesprochen. Gute und ehrliche Dialoge. Aber auch vieles was mich sehr bewegt hat. Gutes und vor allem ein aussagestarkes Buch!
Intensiv und emotional
Pause von Lena Kupke nimmt uns mit in Hannas Leben. Sie ist Mitte dreißig und scheint bei einer Präsentation eine Panikattacke zu erleiden und wird ins Krankenhaus eingeliefert. Da sie sich nicht weiter untersuchen lassen will, holen sie letztendlich ihre Eltern aus Berlin ab und sie verbringt die nächste Zeit bei ihnen in Lüneburg. Dabei bekommt man mit wie das Zurückkehren ins Elternhaus oft ablaufen kann: mit Strukturen und Abläufen, die gestört werden oder wie damals wieder ablaufen. Und nebenbei Familienmitglieder, die nicht wirklich über Gefühle und tiefgründiges reden, sondern alles oberflächlich belassen. Ich fand die Geschichte sehr berührend, man spürt mit der Protagonistin zusammen die Wut und Trauer und ich konnte mich total in sie hinein versetzen. Ich war aber auch genauso genervt von bestimmten Reaktionen, z.B. von ihrem Freund, der sie am Anfang der Handlung nicht Mal aus dem Krankenhaus holen wollte, oder auch von ihrer Mutter, die so strikt an ihren Routinen festgehalten hat und Hanna dabei wie ein Störfaktor in ihrem Alltag wirkte. Ich hatte da zwischendurch wirklich meine Schwierigkeiten Sympathie zu empfinden. Für mich war es ein wirklich intensives Buch, dass zum Nachdenken angeregt hat. Trotz der Kürze hatte man nicht das Gefühl, dass hier irgendwas ausgespart wurde, es war durchweg intensiv und emotional und auf den Punkt. Definitiv ein Buch, dass ich immer wieder lesen würde.
Hanna bricht zusammen und Landet mit 36 Jahren bei ihren Eltern in ihrem Kinder/jetzt Papas Büro.
Ich habe es als Hörbuch gehört es Autorenlesung Lena Kupke hat mir sehr gut als Sprecherin gefällt. Die Story ist ganz schön traurig 😔. Man trifft auf Hanna die nach eine emotionalen Zusammenbruch ins Krankenhaus kommt und von da holen sie ihre Eltern ins Haus. Ihre Eltern könnte ich so gut über Gefühle sprechen. Weil genau bräuchte sie jetzt...

Zwischen Beklemmung, Slapstick und Hoffnung
"Du weißt nicht, wie stark du bist, bis du stark sein musst." (Vorwort) Dieses Buch hat mich sehr berührt, ich habe es regelrecht durchgesuchtet. Mit Hanna konnte ich mich so gut identifizieren wie lange nicht mehr mit einer Protagonistin. Im Prinzip passiert vom äußeren Geschehen her nicht viel mehr als das, was im Klappentext schon angedeutet wird. Doch bei diesem Buch geht es auch nicht so sehr um eine spektakuläre Handlung, sondern vielmehr um das innere Erleben, das durch den unaufdringlichen, humorvollen und doch eindrücklichen Schreibstil der Autorin spürbar wird. Es ist ein leises Buch, das zum Fühlen und Nachdenken anregt. Ich habe gelacht, ich war wütend und es sind auch ein paar Tränen geflossen. Die Familiendynamik wurde grandios und fast Slapstick-mäßig beschrieben. Hanna wollte ich abwechselnd in den Arm nehmen und kräftig durchschütteln angesichts ihrer (mangelnden) Kommunikation. Sehr gelungen fand ich, dass ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte ganz leise und natürlich geschah und doch deutlich zu spüren war. Ihre traumatischen Erlebnisse werden nur angedeutet, den Rest können wir uns zusammenreimen. Trotzdem oder gerade deshalb fand ich es emotional sehr intensiv und hätte eine Content Note und Triggerwarnung mit einem Hinweis zu Beginn des Buches für sinnvoll gehalten. Einziger Kritikpunkt von mir: Die Dialoge mit den gleichaltrigen FreundInnen erschienen mir etwas zu aufgesetzt und gewollt cool mit den vielen englischen Begriffen. Das war sicherlich auch satirisch gemeint, aber ich fand es "too much" und es hat mich teilweise ein bisschen aus dem Lesefluss gerissen. Mein Fazit: Ich habe lange kein Buch mehr gelesen, das mich emotional so abgeholt und berührt hat. Ich kann dafür nur eine große Empfehlung aussprechen, besonders an diejenigen Personen, die selbst Schicksalsschläge erlebt haben und mit den Reaktionen ihres Umfelds zu kämpfen hatten.
Ein Roman der mit einer Leichtigkeit über die tragischen Momente eines Lebens erzählt
Lena Kupke hat so viel Witz und davon steckt auch jede Menge in ihrem Roman. Hanna ist Mitte dreißig und steckt in einer Krise. Nach einer schweren Panikattacke während eines Kundentermins zieht sie spontan von Berlin zurück zu ihren Eltern aufs Dorf. Und dort geht dann der Familienwahnsinn los. Diese typischen Momente des aneinander vorbeiredens, das Akzeptieren der schrulligsten Marotten ihrer Eltern und Schwester aber auch die Konfrontation mit allem, was Hanna in diese Situation gebracht hat. Ich hab geweint und gelacht und manchmal auch weinend gelacht und lachend geweint. Die Geschichte sprüht vor Charme und Witz und geht ans Herz. Es sind nur so 2-3 handlungsstränge irgendwie ins Leere gelaufen, die ich gern noch auserzählt bekommen hätte. Was ist da genau aus ihrem Job geworden? Paul ist jetzt Geschichte? Was wird aus Alexander?
Jahreshighlight!
"..drei erwachsene Menschen, die seit jeher Konflikte lieber unter den Teppich kehren, als sie zu klären.." Sobald ich diesen Teil der Inhaltsbeschreibung gelesen habe, war klar, dass ich "Pause" unbedingt lesen muss. Ich bin in einem ganz ähnlichen Haushalt groß geworden und weiß daher sehr genau, wie schmerzhaft und schwer es sein kann, diesen Kreislauf zu durchbrechen.. Abgesehen davon gibt es zwischen Hanna's Eltern und meinen aber noch viel mehr Parallelen und das war ebenso unterhalt-/ wie auch heilsam für mich. Ich habe gelacht, geweint und manchmal sogar beides gleichzeitig. Die Mischung aus Tragik und Humor, von der das Buch wunderbar getragen wird, hat für mich bestens funktioniert. Lena Kupke ist eine kluge, moderne, witzige, laute und ungemein mitfühlende Erzählerin, die mutig genug ist aufzuzeigen, dass man sein Leben auch mit Mitte 30 eben nicht immer "im Griff hat". Und das es völlig ok ist, auch mal nicht okay zu sein; auch wenn die Gesellschaft uns gerne etwas anderes weismachen möchte. Jeder Mensch kann aus dem Gleichgewicht geraten. Dank "Pause" habe ich meine ein Stück weit zuruckgefunden. Bücher sind einfach die beste Therapie, ich sag' es immer wieder!
Mustread für verregnete Frühlingstage ☔️📚☕️
Das Buch hat mir total gut gefallen. Vor allem das Ende fand ich total wholesome. Am Hörbuch hat mir besonders gut gefallen, dass die Autorin das Buch selbst eingelesen hat. Ihr Stimme ist super angenehm und sie verkörpert die verschiedenen Charaktere sehr stimmig 🌷🧡
Wenn ein Buch auf einmal zu nahe an der eigenen Realität ist
Ich konnte Hanna in diesem Buch so gut verstehen, irgdwie ist das Buch für alle, die gerade erwachsen werden und sich mit verschiedenen Herausforderungen auseinandersetzen müssen, obwohl man diese am liebsten einfach ignorieren möchte. Das Gefühl in die Heimat zu fahren, das Leben in der Familie in der man aufgewachsen ist und das was ich verändert hat oder auch nicht. Und mitten drinnen das Trauma, was Raum ein nehmen möchte. Es ist trotz der Themen super leicht und lässt ein sich einfsch wohlfühlen.
Realistisch, ernst und zugleich amüsant
Ich mochte sehr die Beschreibung der Dynamiken in der Familie, in die Hanna so einfach wieder gerät, und wie die scheinbar festgeschriebenen Muster und Rollen innerhalb der Familie aufgezeigt wurden. Auch gut gefallen haben mir die Szenen mit Alexander als Kontrast dazu. Schön fand ich, dass entgegen meiner Erwartung die eigentliche, weil selbstgestaltete Pause für die Protagonistin erst am Ende beginnt. Insgesamt für mich kein Highlight, aber ich habe es gerne gehört und mich trotz der Schwere gut unterhalten gefühlt - Pluspunkte für Lena Kupke als Sprecherin.
Mein erstes Jahreshighlight ✨
Ich konnte mich so unfassbar gut in Hanna wiederfinden. Wie wäre es wohl, wenn ich zurück in mein Elternhaus ziehen würde? Und wie gut und transparent die Gefühle von den jeweiligen Personen dargestellt werden hat mich auch sehr überzeugt. Ich hab’s so gern gelesen und bin ganz traurig, dass es nun zu Ende ist. Schlussendlich darf ich mich gern Hanna nähern und einfach auf Pause drücken. 🩷

Die Geschichte hatte mich schon direkt auf den ersten Seiten eingefangen. Hanna ist 36, lebt in Berlin, ist in einer Beziehung und landet nach einem Zusammenbruch während eines Meetings im Krankenhaus. Ihr Körper zwingt sie zu einer Pause, ob sie will oder nicht. Und erst da merkt sie, wer wirklich hinter ihr steht und für sie da ist. Denn auch wenn sie viele Freunde und Bekannte in Berlin hat, so denkt doch eigentlich jeder nur an sich. Also findet sie sich kurz darauf in ihrem alten Kinderzimmer bei ihren Eltern in Lüneburg wieder. Doch mit mitte Dreißig fühlt sich das total fremd an, obwohl sie hier ja auch mal zuhause war. Aber die Zeiten haben sich geändert, obwohl... manches wird sich wahrscheinlich auch nie ändern. (Ich sage nur: "Hast du gar keine Hausschuhe an? Auf den kalten Fliesen, Hanna?") Die Konversationen zwischen Mutter und Tochter, oder Vater und Tochter waren teilweise wirklich urkomisch. Und doch SO real! Ich habe sehr oft herzlich lachen müssen, weil ich mich da total drin wiedergefunden habe. Die Mischung aus Ernsthaftigkeit und Humor hat mir unglaublich gut gefallen. Wir begleiten Hanna dabei, sich selbst wieder zu finden. Vieles bleibt unausgesprochen, weil Zuhause alles totgeschwiegen wird. Denn damit lebt´s sich scheinbar besser. Aber Hanna versucht auszubrechen, aus dem Hamsterrad. Sie ist kein kleines Kind mehr, sondern eine erwachsene Frau, die sehr viel erschütternde Dinge erlebt hat, und davon immernoch heilen muss. Ich kann das Debüt der Autorin uneingeschränkt empfehlen, denn es war für mich wirklich wie eine feste Umarmung und ein Buch, dass genau meinen Nerv getroffen hat. Ich bin rundum zufrieden!! ⭐⭐⭐⭐⭐+ | 5 Sternen Fünf Sterne plus!

Ich hab’s geliebt! Ganz große Empfehlung ! 🧡
💭 M E I N U N G Schon beim Lesen des Klappentextes war ich hyped und als dann das erste Kapitel quasi genau an den Klappentext angeschlossen hat, war ich direkt im Sog und wollte einfach nur meine Ruhe um weiterzulesen. Das Buch wird aus der Ich-Perspektive erzählt, dadurch habe ich mich richtig gut in die Sorgen der Protagonistin und auch ihre Gedanken einfinden können. Aber auch die anderen Charaktere waren realistisch und greifbar dargestellt. Das Buch erzählt keine große oder abgefahrene Heldengeschichte, sondern nimmt uns mit in den Alltag der 36-jährigen Hanna, die sich ihr Leben ganz und gar nicht so vorgestellt hat, wie es jetzt ist - und genau das war für mich das besondere an dieser Geschichte: eine bodenständige und authentische Geschichte, die leise, aber zugleich humorvoll erzählt wird und sich genau so hätte ereignen können. Auch wenn vieles Unausgesprochen bleibt und Hanna viel mit sich selbst aus macht, habe ich mich total in ihr und ihrer Situation wiedergefunden und sie, aber auch ihre chaotische Familie, ins Herz geschlossen! 🫶 Ich wollte gar nicht, dass es endet 🥹 Pluspunkte gibts hier für die tolle Gestaltung des Covers - ich liebs (@gesine…) und für das Lesebändchen! Sonst bin ich ja jemand, der es gerne kritisiert, wenn es keine Triggerwarnung gibt, aber bei diesem Buch waren ein paar der potentiell triggernden Themen aus dem Klappentext zu erahnen. Außerdem war das Thema mit dem größten Trigger-Faktor in einem Maß angeschnitten, dass ich das Nichtvorhandensein der TW nicht problematisch finde! 💬 Z I T A T „Du weißt nicht, wie stark du bist, bis du stark sein musst“ 💭 ⭐️ F A Z I T Ein unglaublich berührender Familienroman, der mich einerseits zum Lachen, andererseits total nachdenklich gemacht hat. Das Buch hat mich wirklich von Anfang bis zum Ende überzeugt und darf sich bei meinen Highlights einreihen 🫶 Ich bin mir sicher, dass die Geschichte Hanna gerade bei Menschen in meinem Alter, ebenfalls Anklang finden wird!

Nahbar, ehrlich, berührend
Nach einem einschneidenden Erlebnis zieht die 36-jährige Hanna zurück zu ihren Eltern und muss sich nicht nur dem ungewohnten Familienalltag stellen, sondern auch den tief sitzenden Ursachen ihres Zusammenbruchs. Zwischen alten Konflikten und neuen Einsichten beginnt sie, Hilfe anzunehmen und ihre Beziehungen neu zu betrachten. Der Roman erzählt einfühlsam und mit feinem Humor von Selbstfindung, familiären Dynamiken und davon, wie Liebe oft gerade in den schwierigsten Momenten entsteht. Ich kenne Lena Kupke mittlerweile, seit über einem Jahr als Comedian und liebe ihren Humor, daher war ich sehr gespannt auf diesen Roman. Aber wer hier ein leichtes, lustiges Buch erwartet sollte definitiv nochmal den Klappentext lesen und seine Erwartungen anpassen. Mich hat dieses Buch wirklich überrascht. Und zwar nicht durch große Dramatik, sondern durch seine leise, ehrliche Art. Der Schreibstil ist auffallend nüchtern und gleichzeitig unglaublich nahbar, fast so, als würde einem eine gute Freundin ganz ruhig ihre Geschichte erzählen. Genau das macht „Pause“ so besonders: Es fühlt sich nie künstlich oder überladen an, sondern durchgehend authentisch. Besonders stark fand ich, wie realistisch und fein die Figuren gezeichnet sind. Die Charaktere wirken nicht wie typische Romanfiguren, sondern wie echte Menschen mit Ecken, Zweifeln und Entwicklung. Dadurch konnte ich mich sehr leicht in sie hineinversetzen und habe mich an vielen Stellen selbst wiedererkannt. Die Geschichte entfaltet ihre Wirkung eher leise, aber dafür nachhaltig. Es ist kein Buch, das man einfach „durchliest und vergisst“. Vielmehr bleibt ein Gefühl zurück, das einen noch eine Weile begleitet Eine klare Empfehlung für alle, die keine übertrieben dramatischen Geschichten suchen, sondern ehrliche, berührende Einblicke ins echte Leben.

Niemand spielt das Wechselspiel von Tragik und Komik so feinfühlig wie Lena Kupke
Ich denk mal das Buch hat uns gut gefallen, oder? Wer dieses Buch lesen möchte, sollte sich auf Tränen gefasst machen - Tränen des Mitgefühls und Lachtränen in ständigem Wechsel. Ich glaube, jede Frau zwischen 20 und 60 kann ich in diesem Buch irgendwo wiederfinden, und das fand ich einfach grandios. Das Hörbuch wird sehr schön von der Autorin selbst gelesen und ist sehr zu empfehlen!
Eine Pause ist kein Stillstand
Hanna zieht mit 36 wieder zu ihren Eltern nach Lüneburg, nachdem sie mehr oder weniger eine Panikattacke hatte und im Krankenhaus gelandet ist. Von ihrem Freund (der in der gemeinsamen Wohnung in Berlin lebt) kommt so gut wie gar nichts in dieser Situation. Nach und nach freundet sich Hanna damit an, vorübergehend wieder zu Hause zu wohnen – auch wenn ihre Eltern natürlich auf ihre Art anstrengend sind und sie sich permanent überfordert fühlt. Mit der Zeit merkt sie allerdings, dass ihr das familiäre Umfeld ziemlich gut tut und sieht mit etwas Abstand auch, was in ihrem eigenen Leben gerade schief läuft. Deswegen entscheidet sie sich letztlich dafür, auf den Pauseknopf zu drücken. Ich konnte Hannas Geschichte sooo gut nachvollziehen, nachdem ich Ende 2025 selbst in der Situation war, für ein paar Wochen wieder bei meinen Eltern zu wohnen. Mit über 40 auch keine Leichtigkeit, denn jeder hat seinen Alltag und seine Routinen. Hannas Mutter hat mich so oft an meine eigene erinnert, dass ich stellenweise laut lachen musste. Und trotzdem: wie dankbar kann man sein, dass es einen Ort namens “Zuhause” gibt, an den man immer wieder zurückkehren kann? Berührende, realitätsnahe Geschichte auf jeden Fall. Als Hörbuch von der Autorin selbst gelesen und das hat super gepasst.

Lebenskrise. Zurück zu den Eltern mit Mitte 30.
Lena Kupke kannte ich als Comedienne und sie war es auch, die ich die ganze Zeit als Protagonistin vor Augen hatte (auch wenn das hier ein fiktionales Werk ist). Trotzdem erkannte ich ihren Humor und ihre Art zu sprechen hier an vielen Stellen wieder. (Was gut ist!) (Inhaltsangabe lest ihr bitte in der Buchbeschreibung) Ein durch und durch gelungener Debütroman, der sicherlich bei vielen Leserinnen ein Wiedererkennen auslösen wird. Wie ist es, mit Mitte 30 wieder aus der Großstadt in einere kleinere Stadt zurückzukehren, bei den Eltern einzuziehen, gegen Wände zu sprechen, nicht zu wissen, wie es weitergeht, was man wirklich will im Leben, ist in "Pause" so authentisch beschrieben, dass ich mich ständig beim Nicken erwischt habe. Und beim Lachen! Und auch beim Tränchen verdrücken. Hanna hat Traumatisches erlebt, doch wir erfahren nie die ganze Geschichte. Nur stückchenweise und zwischen den Zeilen vermögen wir zu erahnen, warum sie unter Panikattaken, Wutanfällen und Antriebslosigkeit leidet. Das ist super schlau gemacht. Ihre Konflikte mit sich selbst und mit ihrer sehr verschlossenen, aber liebevollen Familie sind so gut beschrieben und man kann absolut mitfühlen. Ich hätte ihr gern noch beim Heilen zugesehen und erfahren, wie die ganzen Charaktere in ihrem Leben weiterhin eine Rolle spielen. Vielleicht denkst du ja an eine Fortsetzung, liebe Lena? 😉😄 Ich bin sehr gespannt, wie andere Lesende dieses Buch bewerten und bin mir sicher, es wird offene Türen einrennen! Richtig stark! Btw: ist Hannas Mutter meine Mutter? 😃 Diese ellenlangen Monologe- einfach unglaublich witzig! 4,5 von 5!
Mit „Pause“ hat Lena Kupke einen Roman geschrieben, der sich sehr nach echtem Leben anfühlt. Im Mittelpunkt steht die 36-jährige Hanna, die merkt, dass ihr Körper nicht mehr mitmacht und sie deshalb zurück in ihr altes Kinderzimmer bei ihren Eltern zieht. Gerade diese Ausgangssituation fand ich unglaublich authentisch, weil nicht nur Hanna überfordert ist, sondern auch ihre Eltern, die inzwischen längst ihren eigenen Alltag gefunden haben. Alle müssen sich erst wieder neu aufeinander einstellen. Genau daraus entstehen viele Reibereien, unausgesprochene Konflikte und dieses ständige Gefühl, dass es unter der Oberfläche brodelt. Besonders gelungen fand ich die Familiendynamik. Die Kommunikation ist oft schwierig, vieles wird verschwiegen oder nur angedeutet. Auch in Hannas Beziehung zu Paul merkt man schnell, wie wenig offen eigentlich gesprochen wird. Gleichzeitig haben alle Figuren ihre Ecken und Kanten, zum Beispiel die Eltern mit ihren Eigenheiten, Schwester Sara mit ihren schrulligen Macken und Hanna selbst, die sich oft nicht gesehen oder gehört fühlt. Dadurch wirken die Figuren nie glatt oder konstruiert, sondern sehr echt. Trotz der ernsten Themen gibt es viele humorvolle Szenen, bei denen ich lachen musste. Mein Highlight war definitiv die Szene, in der Hanna halbnackt versucht, eine Straßenlaterne auszutreten und ihr Date ein paar Tage später von einer „verrückten Frau“ erzählt, die genau das getan habe, ohne zu merken, dass es Hanna war. Solche Momente lockern die Geschichte wunderbar auf. Besonders ins Herz geschlossen habe ich die Nachbarin Helen. Sie ist eigentlich die erste Person, die sich wirklich Zeit für Hannas Gedanken und Gefühle nimmt und ihr zuhört, ohne sie kleinzureden. Sehr berührt in diesem Zusammenhang hat mich auch dieses Zitat: „Ich habe doch sowieso schon immer das Gefühl, dass meine Gefühle und Gedanken eine Zumutung sind, dass ich andere schonen muss, und jetzt mit meiner Geschichte erst recht.“ (S. 254) An manchen Stellen bleibt die Autorin recht vage. Vor allem bei Themen wie Hannas Fehlgeburt oder der Frage, was letztendlich dazu geführt hat, dass sie im Krankenhaus landet, hätte ich mir etwas mehr Hintergrundinformationen gewünscht. Vieles wird nur angedeutet. Andererseits kann ich mir vorstellen, dass genau das eine bewusste Entscheidung war, weil es eben auch im echten Leben oft keine klaren Antworten gibt. Insgesamt ist „Pause“ ein authentischer, emotionaler und gleichzeitig humorvoller Roman über Überforderung, Familie und das Gefühl, endlich gesehen werden zu wollen.
Leise, ehrlich, berührend: Eine Geschichte über Heilung
„Der Tag, als die Notärztin kam, war der Tag, an dem ich wieder zu meinen Eltern gezogen bin. Mit sechsunddreißig.“ – schon dieser Einstieg hat mich sofort gepackt. Der Roman Pause erzählt einfühlsam und gleichzeitig schonungslos ehrlich von Hanna, die nach einem Zusammenbruch zurück in ihr Elternhaus nach Lüneburg zieht. Zurück ins alte Kinderzimmer, zurück in alte Muster – und mitten hinein in eine Familie, die Probleme lieber verschweigt, als sie auszusprechen. Der Schreibstil ist leise, warmherzig und mit feinem Humor durchzogen. Besonders beeindruckt hat mich, wie authentisch und nahbar die Figuren gezeichnet sind. Ich konnte mich unglaublich gut in Hannas Gedankenwelt hineinfühlen – ihre Verzweiflung, ihr Gefühl des Alleingelassen-Seins und dieses ständige Sich-selbst-Zurücknehmen sind sehr greifbar. Der genaue Grund für Hannas Zusammenbruch wird nie vollständig ausgesprochen. Doch zwischen den Zeilen entfaltet sich ein Bild, das umso stärker wirkt. Themen wie familiäre Dynamiken, Selbstreflexion, Heilung und das Lernen, Hilfe anzunehmen, ziehen sich durch die Geschichte. Auch die Frage, wie man als Erwachsener plötzlich wieder „Kind“ wird, fand ich sehr berührend umgesetzt. ✨ Das Cover: auffällig, stimmig und mit liebevollen Details – besonders die Prägung macht das Buch auch haptisch zu etwas Besonderem. 💭 Fazit: Ein berührender, ehrlicher Roman mit viel Situationskomik und Tiefe. Eine Geschichte über das Innehalten, über alte Wunden und darüber, dass Liebe oft genau dann auftaucht, wenn man sie am wenigsten erwartet. ⭐️ Für mich ein absolutes Highlight und eine klare Leseempfehlung!
Schwierige Familienverhältnisse und der Wunsch nach einer Pause
Ich finde es super, dass die Autorin selbst liest. Ihre Stimme passt wunderbar zu ihrer Story und gibt dem ganzen nochmal einen ganz persönlichen Touch. Man hört ihr gern zu, als sie langsam immer mehr von sich und ihrer Geschichte erzählt. Nicht durch Beschreibungen, sondern durch Erlebnisse erfahren wir, wie die Familiendynamik funktioniert und wo vielleicht Ur-Ängste und Traumata ihren Ursprung haben. Wie sagt man so schön, Familie kann man sich nicht aussuchen. Nur normalerweise kann man zumindest dosieren, wie viel Zeit man mit ihr verbringt. In schwierigen Zeiten, in denen aber ander Bezugspersonen fehlen, fällt man trotz allem oft wieder zurück in alte Schemata, und sucht Unterstützung dort, wo man sie eigentlich nie bekommen hat. Ich konnte mich in vielem wiederfinden und fand es sehr authentisch geschrieben.
Distanziert. Verletzlich. Stark
Das Hardcover hat einen Schutzumschlag, ein Lesebändchen und eine Prägung auf dem Buchrücken. Es ist sehr hochwertig. Die Zeichnung auf dem Cover entspricht zwar nicht direkt meinem Geschmack, aber ist definitiv auffällig. Es geht um die Geschichte von Hanna, die nach einem Zusammenbruch wieder bei ihren Eltern einzieht und versucht, wieder klarzukommen. Wir lernen ihre Familie kennen und ihr näheres Umfeld und ich habe mich einige Male gefragt, warum sie mit den Leuten befreundet ist, warum ihre Familie so ist, wie sie ist. Den Schreibstil fand ich wirklich gut, ich konnte das Buch gar nicht aus der Hand legen und habe es in kürzester Zeit durchgelesen. Als wichtigste Message habe ich aus dem Buch mitgenommen: passt auf die Menschen, die ihr liebt besser auf, schaut hin, auch wenn es manchmal schmerzhaft ist. Danke Lena Kupke, für dieses tolle Buch!























































