Eine Liebe ohne Sommer

Eine Liebe ohne Sommer

Hardback
4.346

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Description

Was passiert, wenn die große Liebe endet, bevor sie richtig beginnen kann?

«Die vielleicht ungewöhnlichste Liebesgeschichte des Jahres – und was für ein Pageturner!» Meike Werkmeister

Ein verregneter Tag, eine zufällige Begegnung: Als Rosa vor Nikolas steht, macht ihr Herz den ersten von vielen Sprüngen. Zwischen dem humorvollen Mann mit den perfekten Haaren und ihr funkt es gewaltig; sollte es da stören, dass er sie trotz großer Innigkeit nie seinen Freunden vorstellt? Doch dann stirbt Nikolas bei einem Unfall – und lässt Rosa mit zwei Fragen zurück: Was war das zwischen ihnen, und hat sie ihn überhaupt richtig gekannt? Auf der Suche nach Antworten trifft sie seine Exfreundin, seinen besten Freund, der überraschend feindselig ist, und ein Kind mit dem Charme einer Naturgewalt. So lernt Rosa eine neue Seite von Nikolas kennen: eine, die sie hätte lieben können?

Book Information

Main Genre
Romance
Sub Genre
Modern
Format
Hardback
Pages
464
Price
22.70 €

Author Description

Timothy Paul sind die Vornamen von Timothy Paul Sonderhüsken: Geboren 1970 in Westfalen, aufgewachsen in der Nähe von Düsseldorf und heute Münchner aus Überzeugung. Nach 30 Jahren als Lektor, Programmleiter und Verlagsleiter hat er die Seite gewechselt und seinen ersten Roman geschrieben. Er ist außerdem Kolumnist des Börsenblatts, Moderator und Host des Buch-Podcasts Rababumm sowie des gleichnamigen Blogs. Noch mehr Konfetti für Bücher und Autor:innen wirft er auf Instagram unter dem Namen timothypaulmuc. Was sonst noch spannend ist? Findet sich im Internet: sonderhuesken-text.de

Posts

17
All
4.5

Lachen und Weinen

Timothy Paul schreibt sein Buch genau wie seine Rezensionen. Wer das mag, ist hier allerbestes aufgehoben! Ich habe geschmunzelt, laut gelacht, mich gut unterhalten gefühlt, mitgefiebert, getrauert und tatsächlich auch geweint. Das hat mich überrascht, und zwar positiv! Das Ende war mir einen Ticken zu dick aufgetragen aber mei, das „verzeihe“ ich und das ist kein Anlass zum Punktabzug in der B-Note. Besonders gut haben mir die besonderen Charaktere gefallen. Sie alle sind sehr liebevoll ausgearbeitet und alle haben ihre Specials… wirklich cool! Ein wirklich schöner Liebesroman, oder so was in der Art 😎, und ich lese an sich keine Liebesromane! Falls es euch auch so geht: greift zu und durchlebt alle Gefühle.

5

Rosa verliebt sich Hals über Kopf in Nikolas. Recht schnell entsteht eine intensive Beziehung. Beide genießen die gemeinsame Zeit sehr, machen Zukunftspläne, haben Hoffnung auf eine langanhaltende, intensive Liebe. Leider ist ihr Glück nicht von Dauer. Nikolas hat einen Hang zu Kamikaze-Aktionen und stirbt bei einem Unfall. Rosa trauert. Aber wie trauern, wenn man nur so ein kurzes gemeinsames Leben hatte? So richtig gut kannte sie ihn doch gar nicht. Rosa forscht nach und wird fündig. Sie spricht mit Menschen aus seiner Vergangenheit und kommt ihm so immer näher. Und eine Frage bleibt. Hat sie sich in ein Bild von Nikolas verliebt oder war ihre Liebe wirklich so tief und echt, wie sie anfangs gedacht hat. Eine berührende Liebesgeschichte über Trauer und Verlust. Aber auch über die Frage, wie gut wir wirklich einen Menschen kennen. Der Roman beginnt locker und leicht. Hat mich fast an ein Romance Buch erinnert. Der charmante Nikolas trifft auf Rosa und erobert schnell ihr Herz. Recht schnell schlägt die Story allerdings um. Nikolas stirbt und Rosa bleibt zurück, mit vielen Fragen. Wer war Nikolas eigentlich? Wie sind seine Freunde? Der Schreibstil ist leicht und humorvoll, hat trotzdem Tiefe. Und genau dieses Zusammenspiel macht das Buch auch aus. Hier wird nichts idealisiert. Die vielen Fragen und die Unsicherheiten ganz am Anfang einer Beziehung wurden hier auch beschrieben. Gerade Rosa wirkte auf mich unheimlich lebendig und nahbar. Ihre Unsicherheiten und die vielen Fragen, die anstrengende Schwiegermutter. Passte alles richtig gut. Nachvollziehen konnte ich sie nicht immer, aber da ist einfach auch jeder Mensch anders. Und in so einer Situation ist einfach auch nichts richtig oder falsch. Mich lässt der Roman zufrieden, aber auch melancholisch zurück. Das Leben steckt voller Überraschungen. Leider liegen Freude und Leid manchmal recht nah beieinander. Aber wer weiß schon was das Leben noch so bringt. Schon morgen könnte alles anders sein. Und vielleicht gerade deshalb, eine Hommage ans Leben, mit all seinen Tücken und Schönheiten. Eine Liebesgeschichte ohne Happy End, dafür mit viel Tiefgang. Empfehle ich euch sehr gern weiter.

4

Vielen Dank an den @argon.verlag und @netgalleyde für die Zurverfügungstellung des hörbuchs Inhalt Ein verregneter Tag, eine zufällige Begegnung: Als Rosa vor Nikolas steht, macht ihr Herz den ersten von vielen Sprüngen. Zwischen dem humorvollen Mann mit den perfekten Haaren und ihr funkt es gewaltig; sollte es da stören, dass er sie trotz großer Innigkeit nie seinen Freunden vorstellt? Doch dann stirbt Nikolas bei einem Unfall – und lässt Rosa mit zwei Fragen zurück: Was war das zwischen ihnen, und hat sie ihn überhaupt richtig gekannt? Auf der Suche nach Antworten trifft sie seine Exfreundin, seinen besten Freund, der überraschend feindselig ist, und ein Kind mit dem Charme einer Naturgewalt. So lernt Rosa eine neue Seite von Nikolas kennen: eine, die sie hätte lieben können?  Meinung Das Buch unterhält von der ersten Seite an grandios. Ich mochte die Protagonisten, sie waren gut gezeichnet und authentisch. Die Vertonung fand ich sehr gelungen. Das Buch regt zum Nachdenken an, wieviel weiß man wirklich von einen Menschen, den man glaubt zu kennen. Manchmal musste ich auch schmunzeln, vor allem immer wenn von "dickes Kind" die rede war. Sehr eingehend und unterhaltsam. Große Lese Empfehlun

4

An einem Tag inhaliert. Eine Geschichte, die in mir nachhallen wird.

5

Ich kann und will diesem Roman nur 5 Sterne geben. Die Geschichte hat einen unbeschreiblich schönen Tiefgang.

3.5

War das schon Liebe? „Wir haben beide so viel verloren. Ich meinen Sohn – und du deine Zukunft.“ (S. 6) Meint Ellen nach dem Unfalltod ihres Sohnes Niklas zu dessen Freundin Rosa, dabei waren sie erst 3 Monate zusammen. Ellen, die in der Wohnung unter Rosa wohnt, vermittelt ihr das Gefühl, dass sie nun noch enger zusammenrücken und gemeinsam trauern müssten. Doch Rosa weiß selbst kaum, was sie empfindet. Denn je länger Niklas tot ist, desto deutlicher wird ihr, wie wenig sie über ihn weiß. Sie kannte ja noch nicht mal seine Freunde. Begonnen hatte ihre Beziehung als amüsante Begegnung auf der Treppe: „Er war freundlich, er war charmant… und irgendetwas, dass mehr war als die Summe aus beidem.“ (S. 35) Schnell stellte er sie seiner Mutter vor, die in Rosa sofort die perfekte Schwiegertochter sah. Doch Rosa bliebt voller Selbstzweifel, denn Niklas war eine Augenweide – mit perfekten Haaren, strahlendem Lächeln und athletischem Körper. Dabei versicherte er ihr immer wieder, wie sehr er sie mochte. Gleichzeitig verschwand er jedoch oft tagelang, log sie an oder versetzte sie, um stattdessen Zeit mit Freunden zu verbringen. Was hatte er ihr noch alles verschwiegen? „Er hat mich nicht in sein Leben gelassen…“ (S. 103) Rosa beschließt, ihn rückblickend endlich wirklich kennenzulernen. Weil Ellen abblockt, sucht sie nach und nach Niklas’ Freunde und Bekannte auf und setzt das Puzzle seines Lebens Stück für Stück zusammen. Timothy Paul schreibt in seinem Debütroman unterhaltsam und zugleich überraschend tiefgründig über Liebe, Verlust, Trauer und Erwartungen. Rosa ist zufällig in die Beziehung hineingestolpert und hatte in den drei Monaten kaum Zeit, ihre Gefühle wirklich zu hinterfragen. Und wann immer sie Zweifel anmeldete, wurden diese Niklas oder ihre Freundinnen zerstreute. Sie solle einfach genießen und alles auf sich zukommen lassen. Natürlich wunderte sie sich darüber, dass er sie seinen Freunden nicht vorstellte und immer wieder riskante Aktionen unternahm, bei denen ihr das Herz stehen blieb. Hatte er eine Art Todessehnsucht? Gleichzeitig holte er sie aus ihrem Schneckenhaus, gab ihr Selbstvertrauen und malte eine gemeinsame Zukunft aus. „Niklas ist perfekt, so wie er ist – wenn wir nicht von diesem seltsamen Hang sprechen, sein Leben riskieren zu wollen…“ (S. 109) Nach seinem Tod schwankt Rosa zwischen Trauer, Wut und Unsicherheit. Hat sie ihn überhaupt schon geliebt? Darf sie um jemanden trauern, den sie vielleicht nie wirklich kannte? Ellen, die Schwiegermutter in spe, macht es ihr dabei nicht leichter. Schon vor Niklas’ Tod hatte sie sich an Rosa geklammert und erwartet nun selbstverständlich, dass sie weiterhin für sie da ist. Niklas’ Geschwister wiederum sind erleichtert, diese Rolle nicht übernehmen zu müssen. Doch was ist eigentlich mit Rosa? Was will sie selbst – und wie soll sie mit den Geheimnissen umgehen, die sie nach und nach entdeckt? Wer war Niklas wirklich, und hat er sie tatsächlich geliebt? Gerade diese Fragen machen den Roman so spannend und emotional zugleich. Timothy Paul erzählt nicht nur von Trauer, sondern auch davon, wie wenig man einen Menschen manchmal kennt, obwohl man ihm sehr nah zu sein glaubt. Dabei gelingt ihm eine sensible Geschichte über die Unsicherheit moderner Beziehungen, über Idealisierung und darüber, dass Liebe nicht immer eindeutig oder vollkommen sein muss, um echte Spuren zu hinterlassen. „Es sind nicht unsere Geheimnisse, die uns ausmachen, es ist die Art, mit ihnen umzugehen.“ (S. 328)

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4

“Eine Liebe ohne Sommer” von Timothy Paul handelt von Rosa, die erst drei Monate mit Nikolas zusammen ist, bevor er durch einen Unfall ums Leben kommt. Von allen Seiten als “trauernde Witwe” bedrängt, hat Rosa nicht das Gefühl, dieser Rolle nach so kurzer Beziehungszeit gerecht werden zu können. Als sie feststellt, wie wenig sie wirklich über Nikoals weiß, geht sie auf Spurensuche und lernt sein Leben im Nachhinein kennen, ebenso die Menschen, die für ihn von Bedeutung waren. Ich hatte am Anfang recht große Schwierigkeiten, mich in die Handlung zu finden, da ich nicht auf Anhieb das Verhältnis zwischen Rosa und Nikolas’ Mutter greifen konnte und mir die näheren Umstände, unter dennen die Handlung einsetzt, noch nicht ganz klar waren. Auch die Rückblenden in die Beziehung haben mich immer wieder aus dem Flow gebracht und ich hatte Probleme, mich in der fortschreitenden rückblickenden Handlung und dem Teil der Gegenwart, der ebenfalls immer weiter voran schritt, zu orientieren. Gefesselt hat mich das Buch erst, als Rosa begann, in Nikolas’ Vergangenheit zu forschen und diese im zweiten Teil immer weiter aufgedröselt wurden. Hier hat das Buch definitiv seine Stärken entwickelt. Super gefallen hat mir jedoch wie immer die Lesung durch Nina Reithmeier, die es schafft, Humor, Wärme und Verletzlichkeit perfekt zu tragen. Insgesamt mochte ich das Werk, aber ein Highlight ist es durch den eher schwachen ersten Teil für mich leider nicht geworden (und können wir hier bitte noch mal über die angemessene Verwendung des Begriffs Aufmerksamkeitsdefizit(syndrom) sprechen? Das hat NICHTS mit “ich brauche Aufmerksamkeit, weil ich da ein Defizit habe” zu tun und es (mehrfach) als Gag zu verwenden, ist auch nicht so cool). *Das Hörbuch wurde mir kostenfrei vom Verlag zur Verfügung gestellt.

3.5

„Manchmal frage ich mich, ob ich mich in dich verliebt hätte, wenn schon absehbar gewesen wäre, was noch passieren würde. Oder gerade deswegen.“ Eine zufällig entstandene Liebe und ein tragischer Augenblick verändern Rosas Leben von Grund auf. Auf der Suche nach Antworten lernt sie Nikolas ein zweites Mal kennen. Der Schreibstil ist berührend, flüssig zu lesen und macht die Geschichte sehr zugänglich. Erzählt wird eine Liebesgeschichte aus zwei Perspektiven, die sich quasi rückwärts entfaltet. Nach dem Klappentext hatte ich ehrlich gesagt damit gerechnet, komplett emotional zerstört zu werden und wahrscheinlich nur noch zu weinen. Tatsächlich kommt die Geschichte aber eher ruhig daher und verzichtet größtenteils auf übertriebenes Drama. Man lernt Rosa und Nikolas kennen, ihre Beziehung und die gemeinsame Vergangenheit mit allem, was zwischen zwei Menschen stehen kann. Einige Szenen fand ich für die Geschichte nicht unbedingt notwendig, im Großen und Ganzen war es aber mal eine ganz andere Liebesgeschichte mit schweren Themen. Vor allem wollte ich die ganze Zeit wissen, wie viel Vergangenheit noch aufgedeckt wird. Wer Lust auf eine Liebesgeschichte hat, die mit dem schlimmsten Teil beginnt und sich tief in persönliche Geheimnisse stürzt, für den könnte das genau die richtige Geschichte sein. 3,5 Sterne

4.5

Berührend

Meine Meinung: ​Dies war das erste Buch, das ich von dem Autor gelesen habe, und es wird definitiv nicht das letzte sein auch wenn die Kapitel manchmal echt etwas lang waren. Das hat den Lesefluss eigentlich aber nicht gestört. An manchen Stellen war das Buch zwar etwas langatmig, aber je weiter ich kam, desto mehr habe ich verstanden, dass es so sein musste. Nur so konnte der Autor auch alles einbringen: Gefühl, Drama, Verzweiflung, Trauer und vieles mehr. ​Rosa lernt an einem verregneten Tag durch eine zufällige Begegnung im Treppenhaus Nikolas kennen. Sie bekommen schon direkt Schmetterlinge im Bauch quasi Liebe auf den ersten Blick. Sie lernen sich kennen , er hat einen humorvollen Charakter sowie die perfekten Haare und bei den beiden funkt es sowas von gewaltig. Sie hätte bis dato auch nie gedacht, dass sie seine Freunde nie kennengelernt hat oder er sein Privatleben komplett vor ihr versteckt hat, obwohl sie innig miteinander verbunden waren. Dann stirbt auf einmal Nikolas bei einem Unfall nur drei Monate, nachdem sie zusammengekommen waren. Anstatt richtig trauern zu können, fragt sich Rosa die ganze Zeit: Was war das eigentlich zwischen ihnen? Hat sie ihn überhaupt richtig gekannt? Hat er sie geliebt? Gibt es denn die eine große Liebe oder ist jede Liebe anders? Diese Fragen stellt sie sich immer mehr. Auch seine Mutter Ellen, die sich sehr an sie klammerte und bei ihr im Haus wohnt, hilft ihr nicht bei ihren Fragen, sondern bleibt immer sehr reserviert. Rosa begibt sich auf den Weg, um bei seinen Freunden zu recherchieren, warum sie so wenig von ihm wusste. Als sie mit immer mehr Freunden oder Bekannten von ihm spricht beziehungsweise auch mit seinen Ex-Freundinnen, lernt sie eine ganz andere Seite von ihm kennen. Rosa fragt sich immer mehr: Hätte sie ihn denn auch so lieben können? ...... ​Ich möchte hier gar nicht so viel davon erzählen, weil ich euch wirklich die Spannung und Dramatik wegnehmen würde gerade das, was uns der Autor, glaube ich, mit dieser Geschichte auch sagen wollte. ​Ich fand dieses Buch sowas von schön und auch sehr realistisch. Ich konnte mich mit Rosa total identifizieren, denn ich habe auch mal einen Freund verloren , bei dem viele Fragen offenblieben. ​Ich fand es auch total interessant, dass Rosa sich die ganze Zeit gefragt hat, ob sie überhaupt das Recht hat zu trauern, weil sie ja gerade erst ein paar Monate mit ihm zusammen war. Ab wann hat man denn das Recht zu trauern? Das fand ich so toll in diesem Buch, dass der Autor gewisse Themen angesprochen hat. Die Dynamik und die Traurigkeit hat er so gut rübergebracht . Ich fand , es war wirklich ein sehr schöner Roman mit tiefgründigen Gesprächen, und ich kann jedem dieses Buch weiterempfehlen, der mal etwas Tiefgründiges lesen möchte. Eine absolute Empfehlung meinerseits ! ​

Berührend
4

Ein Wohlfühlroman - erstes Thema leicht erzählt

Liebesromane (und rosa Cover) sind üblicherweise nichts wonach ich greife. Deshalb war es im ersten Teil tatsächlich gut für mich zu wissen, dass die in Rückblicken erzählte Liebesgeschichte nicht das zentrale Motiv der Geschichte ist. Liebesgeschichten gehen mir oft schnell auf die Nerven, und das wäre hier wohl nicht anders gewesen. Aber zum Glück war dieser herzerwärmende Debütroman eben mehr als nur die Liebesgeschichte zwischen Rosa und Nikolas. Denn die beiden sind erst wenige Monate ein Paar, als Nikolas auf tragische Weise stirbt. Doch wer war dieser Mann wirklich, mit dem Rosa nicht über eine erste wacklige Verliebtheit hinausgewachsen ist? Hinzu kommt der Druck, den Nikolas' Mutter auf Rosa ausübt, indem sie sie zu einer um ihre große Liebe trauernden Frau hochstilisiert. Schnell merkt Rosa, wie unwohl sie sich in dieser Rolle fühlt. Deshalb begibt Rosa sich nach der Trauerfeier auf Spurensuche. Mit jeder neuen Facette, die Rosa über Nikolas herausfindet und mit jedem neuen Charakter, der die Szene betritt, wurde die Geschichte bunter und interessanter für mich. Das ganze mündet in einen wunderbarer Epilog. Nur das Ende vom Epilog hat dann doch noch ein bisschen rosa Zuckerguss abbekommen. Aber nachdem ich kurz zuvor noch Tränchen verdrückt hatte, war ich milde gestimmt. Obwohl Hauptthema des Romans der Umgang mit Trauer ist, besticht er durch eine leichte und bisweilen auch humorvolle Erzählweise, was ihn zu einer stimmigen Feelgood-Lektüre macht. Wer eine Wohlfühllektüre sucht, die angenehm zu lesen, aber weder seicht noch oberflächlich ist, dem kann ich „Eine Liebe ohne Sommer“ empfehlen.

4

Die ideale Urlaubslektüre 

Einen geliebten Menschen zu verlieren, ist immer ein erschütterndes Ereignis. Wenn man sich aber gerade erst kennen gelernt hatte, gerät man von „Himmelhochjauchzend“, rasant zu „zu Tode betrübt“! Ein Wechselbad der Gefühle, dass man erst mal auf die Reihe kriegen muss. Rosa ist in genauso einer Situation. Nikolas, den sie noch gar nicht so lange kennt, lässt ihre Funken sprühen. Doch kaum hängt der Himmel voller Geigen, die gerade ein fröhliches „Allegro“ spielen, so wechseln diese abrupt zu einem traurigen „Adagio“ - Nikolas ist tot. Seine Mutter Ellen bezieht sie in das ganze Zeremoniell rund um die Beerdigung und die Wohnungsauflösung ihres Sohnes mit ein. Sie möchte ihr Sachen schenken. tut so, als wären die beiden schon ewig zusammen und merkt gar nicht, welche Grenzen Rosa ihr setzt. Rosa fallen zunehmend Ungereimtheiten auf. Warum kannte sie niemanden von seinen Freunden? Wer ist das Kind, das plötzlich in der Wohnung auftaucht und nach Nikolas sucht? Und warum möchte Ellen nicht, dass der Freundeskreis ihres Sohnes auf der Beerdigung anwesend ist? Fragen über Fragen für die Rosa nach und nach versucht Antworten zu finden. Es breitet sich ein bunter Bilderbogen an Personal in diesem Roman aus. Mir fiel es manchmal schwer mitzuhalten und mir zu merken wer in welcher Beziehung zum verstorbenen stand. Glücklicherweise ist das Buch umfangreich genug mir Zeit zu geben, und am Ende war ich dann auch relativ sicher im Organigramm. Mega Interessant fand ich die Details aus Rosas Berufsleben , denn sie arbeitet in der Verlagsbranche und ein Schelm ist, wer sich denkt, dass Timothy aus seinem reichhaltigen Erfahrungsschatz geschöpft hat. Dass das so nebenbei und nicht mit dem Holzhammer vermittelt wird, hat mir gut gefallen. Es hat nicht meine Träume zerstört, im nächsten Leben dort beruflich auch Fuß zu fassen, mir aber das ein oder andere AHA Erlebnis verschafft Die Trauerbewältigung, das Klarkommen mit der doch sehr kurzen Liebe und die vielen individuellen Beziehungen machen den Roman sehr vielschichtig. Rosa ist eine reflektierte Protagonistin, die es in ihrer Überforderung schafft, Kraft zu schöpfen, und Nikolas Leben einen würdigen Abschied zu geben. Am Ende bleibt es trotz der vielen Tränen hoffnungsvoll. Handwerklich gut gemacht ist dieses Buch die ideale Lektüre für viele Lebenslagen. Seid ihr traurig? Gute Wahl! Springt ihr gerade eher fröhlich durchs Leben? Dann passt es sowieso! Und seid ihr auf der Suche nach der idealen Urlaubslektüre - greift unbedingt zu diesem Buch. Ich empfehle es euch!

4

Eine andere Liebesgeschichte

Diese Liebesgeschichte ist anders. Rosa und Nikolas lernen sich im Treppenhaus kennen und sofort funkt es gewaltig zwischen den beiden. Sie integriert ihn sofort in ihr Leben, er jedoch stellt sie nicht mal seinem besten Freund vor. Doch noch bevor Rosa dahinterkommen kann, woran das liegen könnte, stirbt Nikolas tragischerweise bei einem Unfall. Nun will Rosa herausfinden, wer Nikolas wirklich war… Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Es war wirklich eine ganz andere Art Liebesgeschichte. Tragisch und doch so positiv und voller Hoffnung… Der Schreibstil war flüssig und ich konnte der Geschichte gut folgen. Die Plots waren sehr gut und spannend. Ich wollte wirklich auch unbedingt erfahren, wer Nikolas denn nun war. Die Charaktere waren gut ausgearbeitet und allesamt sehr liebenswert. Ich war total in der Geschichte drin. Und das Ende…. Damit habe ich nicht so ganz gerechnet.

„Was bleibt von einer Liebe, wenn sie endet, bevor sie wirklich beginnen konnte?“ – Diese Frage trägt den Debütroman von Timothy Paul von der ersten bis zur letzten Seite und verleiht ihm eine stille, nachwirkende Intensität. „Eine Liebe ohne Sommer“ ist eine dieser Geschichten, die leise beginnen und dann umso nachhaltiger wirken. Was zunächst wie eine klassische Liebesgeschichte anmutet, entwickelt sich schnell zu einem berührenden Roman über Verlust, Erinnerung und die Frage, wie gut wir einen Menschen wirklich kennen können. Alles dreht sich um Rosa, eine feinfühlig gezeichnete Protagonistin, die sich nach einem zufälligen Treffen Hals über Kopf in den charismatischen, aber rätselhaften Nikolas verliebt. Die Beziehung ist kurz, leidenschaftlich – und von Anfang an von kleinen Irritationen durchzogen: seine Unerreichbarkeit, seine Verschlossenheit, das Fehlen eines Einblicks in sein anderes Leben. Als Nikolas plötzlich stirbt, kippt die Geschichte von einer Liebes- in eine Sucherzählung. Rosa bleibt nicht nur mit Trauer zurück, sondern auch mit einem bohrenden Zweifel: Hat sie den Mann, den sie liebte, überhaupt gekannt? Nikolas’ Tod beendet nicht nur die Beziehung, sondern wirft Rosa in ein Gefühlschaos aus Trauer, Zweifel und offenen Fragen. Der zweite Teil, in dem Rosa beginnt, Nikolas’ Vergangenheit zu rekonstruieren, öffnet die Geschichte und bringt neue Figuren ins Spiel – eine distanzierte Exfreundin, einen abweisenden besten Freund und ein geheimnisvolles Kind. Durch Begegnungen mit Menschen aus seiner Vergangenheit entsteht Stück für Stück ein neues Bild von Nikolas, das überrascht, irritiert und zugleich berührt. Eine Entwicklung, die nicht nur Rosa, sondern auch die Leserinnen und Leser herausfordert, ihre eigene Wahrnehmung zu hinterfragen. Stilistisch setzt Timothy Paul auf kurze Kapitel, lebendige Dialoge und einen angenehmen, oft humorvollen Ton. Das macht das Buch sehr zugänglich und sorgt dafür, dass man es kaum aus der Hand legen möchte. Besonders gelungen ist die Balance zwischen Leichtigkeit und Schwere: Trotz des tragischen Ausgangs wirkt die Geschichte nie erdrückend, sondern bleibt von einer leisen Hoffnung durchzogen. Ein großer Pluspunkt sind die Figuren: Rosa ist eine sympathische, greifbare Protagonistin, mit der man sofort mitfühlt. Auch die Nebencharaktere wirken lebendig und bringen unterschiedliche Perspektiven in die Geschichte ein. Dadurch entsteht ein stimmiges Gesamtbild, das emotional trägt. Timothy Paul ist mit „Eine Liebe ohne Sommer“ weit mehr als eine klassische Liebesgeschichte gelungen. Es ist ein Roman über Erinnerung, über die Bruchstücke, aus denen wir andere Menschen zusammensetzen – und darüber, wie wenig wir manchmal selbst von denen wissen, die uns am nächsten sind. Eine berührende, gut lesbare und emotional kluge Geschichte, die vor allem durch ihre ungewöhnliche Ausgangsidee und ihre sympathische Hauptfigur überzeugt. Auch das Hörbuch, eingelesen von der wunderbaren Nina Reithmeier, ist eine große Empfehlung!

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4

Berührend

Der schreibtstil, lässt ist flüssig zu lesen, hat einen humorvollen Touch mit viel Tiefe das das Buch ausmacht. Wir begleiten Rosa und Nikolas wie sie sich kennenlernen und durch einen Unfall Nikolas Stirbt. Eine Gescheite über Freude und Verlust. Fragen werden aufgeworfen ob sie Ihn überhaupt gekannt hat, es treten Personen in ihr Leben die ihr eine andere Seite von Nikolas zeigen. Das Buch ist in zwei Teile unterteilt, und der erste Teil ist, wo Nikolas am Leben ist und der zweite, wo er verstorben ist Allerdings muss ich sagen, dass es den Lesefluss stört, weil ich mich frage, warum das Buch überhaupt in zwei Teile unterteilt wurde, denn man hat Kapitel von damaliger Sicht und in der heutigen Sicht. Denn wenn Teil eins davon handelt, dass der Nicolas noch am Leben ist und sie sich kennen lernen, dann frag ich mich, warum es Kapitel aus der Sicht gibt wo er schon tot ist. Ein gutes Buch das näher an der Realität ist, hat mir gut gefallen.

3.5

Für mich kein Highlight, in der Mitte etwas zu langatmig, dennoch ein schöner Roman.

5

"Ich habe Dich zweimal kennengelernt. Beim ersten Mal warst Du dabei, beim zweiten Mal nicht. Hört das überhaupt irgendwann auf, das Kennenlernen, ganz egal, ob der andere noch da ist oder nicht?" (S. 450) Unerwartet wird Rosa von einer Horde Schmetterlingen überfallen. Sie fliegen in ihren Bauch, in ihr Herz und in ihre Füße. Rosa schwebt. Der Grund dafür: Nikolas. Nur gefühlte Stunden nach ihrer Begegnung ist da eine Nähe, die normalerweise Monate braucht. Doch trotz aller Romantik legt Nikolas eine Unverbindlichkeit an den Tag, die Rosa immer wieder verunsichert. Wer ist dieser schöne Mann wirklich, warum lässt er sie nicht mitten rein in sein Leben, und sind sie beide dennoch auf dem Weg in das, was sich verdächtig nach der großen Liebe anfühlt? Als Nikolas tödlich verunglückt, sind die beiden gerade mal drei Monate zusammen, und Rosa bleibt ohne Antworten und mit noch mehr Fragen zurück. Mühsam nimmt sie Fäden in Nikolas' Vergangenheit auf, sucht nach Menschen, die ihm wichtig waren. Eine kleine Box liefert die Puzzleteile zu einem Bild, das weit über Rosas Vorstellungskraft hinausgeht. Es ist ein Meer aus Gefühlen, in das uns @Timothypaulmuc hier wirft. Eines, das mal wild tobt, mal wohlig schaukelt, dich ruhig trägt und immer wieder verschluckt. Die Kapitel springen geschickt zwischen Nähe und Verlust, zwischen Gegenwart und Rekonstruktion. Mit "Eine Liebe ohne Sommer" ist Tim ein Debüt gelungen wie eine Serie, die gebingewatcht werden muss. Es hätte kaum einen besseren Einstieg in die sommerlichen Tage des Mai geben können, als ich ihn mit diesem Pageturner hatte. Wie sehr ich Rosas Freundin Steffi geliebt habe - für ihre bedingungslose Bereitschaft, bei jedem Sturm an Rosas Seite zu stehen. Ich konnte Rosas verkrampftes Herz spüren, wann immer Nikolas im Off verschwand und ihre Verzweiflung fühlen beim Graben nach Emotionen in verschlossenen Männer-Seelen. Überhaupt sind es diese zwischenmenschlichen Dynamiken, die den Roman tragen: Freundschaft, Loyalität, aber auch die Unsicherheiten, die entstehen, wenn man jemanden liebt, den man nicht ganz greifen kann. Der Roman verhandelt nicht nur die Fragen nach der großen Liebe und wie viele Geheimnisse ein Mensch erträgt. Es ist ein Roman voller Energie, der zeigt, wie wir auch den Tod mit Leben füllen können, wenn wir nur alle miteinander in Verbindung bleiben. Wie kann ein so brachiales Buch bloß so zart sein?! Ich möchte einziehen in diesen Roman und dafür sorgen, dass er niemals endet! Ich möchte mir Sätze tätowieren wie "Alles wird gut. Außer manchmal." und frage mich, wo man die hernimmt. In Tims Sprache steckt soviel Witz, Intelligenz und Tiefe, dass seine Botschaft keine Platitüde bleibt: "[D]as Leben [ist] zu kurz, um alles immer auf morgen zu verschieben." Wie perfekt sich der Autor in seine Protagonistin hineinversetzen kann, jede Figur mit Liebe und Sorgfalt modelliert. Und ganz sicher täusche ich mich nicht, wenn ich vermute, dass auch seine eigene Verlags-, Lektorats- und jetzt eben auch Autoren-Biografie in die Figur der Rosa eingeflossen sind. Ich, nachdem ich "Eine Liebe ohne Sommer" beendet habe: 🫠 🥰 😭 ❤️‍🩹

4

Ganz klare Empfehlung!

💭 M E I N U N G „Ich habe Dich zweimal kennengelernt. Beim ersten Mal warst Du dabei, beim zweiten Mal nicht.“ Die Geschichte von Rosa und Nikolas beginnt genau so plötzlich und unerwartet, wie sie wenig später auch zu Ende geht. Doch was bleibt danach? Genau damit setzt sich die Geschichte in „Eine Liebe ohne Sommer“ auseinander und erzählt auf tiefgründige, zugleich aber auch humorvolle Art & Weise von Trauer und Verlust und wirft die Frage in den Raum, wie gut wir einen Menschen wirklich kennen. Der Schreibstil ist leicht und die Story ist nicht dramatisiert, trotzdem besteht eine gewisse Spannung, welche durch unerwartete Wendungen vertieft wird. Die Charaktere, insbesondere die Protagonistin Rosa, wurden total lebendig und nahbar gezeichnet, aber auch die authentischen Nebencharaktere haben alle ihren Platz in der Geschichte verdient. Und auch wenn die Geschichte manche Längen enthält, habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt. ⭐️ F A Z I T Ein Buch das zum Nachdenken anregt, mich hat schmunzeln und mitfiebern lassen. Kein klassischer Liebesroman, sondern eine Geschichte über Trauer, Verlust und ganz besondere Begegnungen im Leben 🫶

Ganz klare Empfehlung!
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