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Fiesta

3.6(97)
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About the book

In neuer Übersetzung: Das Buch, das Hemingways Weltruhm begründete - über amerikanische Außenseiter nach dem Ersten Weltkrieg, über unglückliche Liebe und über den Stierkampf in Pamplona.

Lady Brett Ashley macht Männer in Serie unglücklich: ihren Vertrauten, den Ich-Erzähler Jack Barnes, einen typischen Hemingway-Helden, beherrscht und resigniert; den aus einer wohlhabenden Familie stammenden Amateurboxer Robert Cohn; und schließlich Pedro Romero, den Stierkämpfer, stolz und voller Würde, aber der Lady gegenüber machtlos. Sie alle leben mit fatalistischer Sorglosigkeit unter der heißen Sonne Frankreichs und Spaniens, zwischen Arena und durchzechten Nächten.

Editions (8)

ISBN9783499269127
PublisherROWOHLT Taschenbuch
Publication Date02/27/15
Pages320

Reviews & Ratings

97 ratings

7 reviews

3.6

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  • peter_f
    peter_f

    82 Followers

    5.0

    „Fiesta“ von Ernest Hemingway ist für mich ein eindrucksvoller, aber auch etwas ernüchternder Roman über die Verlorenheit einer Generation nach dem Ersten Weltkrieg – sprachlich klar, atmosphärisch dicht und in seiner stillen Melancholie sehr stark. …

    Im Mittelpunkt steht Jake Barnes, ein amerikanischer Journalist, der mit Freunden in Paris lebt und dort in einem Kreis aus Bars, Gesprächen, Alkohol und zielloser Unruhe festhängt. Der erste Teil des Romans zeichnet dieses Leben der „Lost Generation“ in der französischen Hauptstadt nach: viel Nachtleben, viel Leere, viel Sehnsucht nach etwas, das sich nicht greifen lässt. Richtig in Bewegung kommt die Geschichte dann erst mit der Reise nach Spanien, zur Fiesta und zu den Stierkämpfen in Pamplona, wo die Figuren für ein paar Tage glauben, aus ihrem stillstehenden Leben auszubrechen. Besonders stark finde ich Hemingways Sprache: knapp, direkt und ohne jedes Pathos. Gerade diese Nüchternheit macht die innere Leere der Figuren so spürbar. Unter der scheinbaren Leichtigkeit liegt viel Bitterkeit, vor allem in Jakes Beziehung zu Brett Ashley, die von Anziehung, Unmöglichkeit und Verzicht geprägt ist. Ihre Nähe ist intensiv, aber nie erfüllbar, und genau daraus zieht der Roman einen großen Teil seiner Tragik. Auch die Beschreibungen der spanischen Landschaft und der Stierkämpfe bleiben im Kopf, weil Hemingway hier eine fast archaische Spannung erzeugt. Gleichzeitig hat mich „Fiesta“ nicht durchgehend begeistert. Der Roman wirkt stellenweise bewusst kühl und distanziert, sodass man emotional nicht immer ganz nah an die Figuren herankommt. Manche Passagen im Pariser Teil ziehen sich für meinen Geschmack etwas, weil das ziellose Umherirren zwar thematisch passt, erzählerisch aber auch ermüdend sein kann. Trotzdem entfaltet das Buch gerade in seiner Sprödigkeit eine große Wirkung: Es zeigt Menschen, die nach dem Krieg zwar weiterleben, aber innerlich verletzt und orientierungslos bleiben. Insgesamt ist „Fiesta“ ein wichtiger und sehr lesenswerter Roman, der mit wenigen Mitteln viel sagt. Wer auf klare Sprache, existentielle Stimmung und ein genaues Bild der Nachkriegsverlorenheit Wert legt, wird hier viel finden. Für mich ist es ein Buch, das weniger durch Handlung als durch Haltung und Atmosphäre überzeugt – und genau dadurch lange nachhallt.

    „Fiesta“ von Ernest Hemingway ist für mich ein eindrucksvoller, aber auch etwas ernüchternder Roman über die Verlorenheit einer Generation nach dem Ersten Weltkrieg – sprachlich klar, atmosphärisch dicht und in seiner stillen Melancholie sehr stark.

…

    May 6, 2026

  • toffer
    toffer

    2 Followers

    5.0

    Als wäre man selbst dabei gewesen.

    „Fiesta“ von Ernest Hemingway ist genau das, was man von ihm erwartet: kurze, präzise Sätze und ein schnörkelloser Stil. Keine überflüssigen Worte, kein unnötiges Drama und gerade deshalb wirkt die Geschichte so stark. Die Handlung zieht schnell in ihren Bann. Die Schauplätze sind lebendig beschrieben, ohne sich in Details zu verlieren. Man ist einfach mittendrin. Trotz der inneren Zerrissenheit des Erzählers liegt über dem Buch eine gewisse Leichtigkeit. Eine Haltung zum Leben, die man selbst gern hätte – besonders in einer Zeit, die oft hektisch und belastend wirkt. Ein Roman, der ruhig erzählt ist und trotzdem lange nachhallt.

    Feb 27, 2026

  • evergreen
    evergreen

    40 Followers

    4.0

    Auch hier mag ich seinen puren, verknappten Schreibstil, der die nüchternsten Alltagsbeobachtungen wahr und fühlbar erscheinen lässt.

    Apr 7, 2023

3 of 7 reviews

Author

About Ernest Hemingway

Ernest Hemingway, geboren 1899 in Oak Park, Illinois, gilt als einer der einflussreichsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. In den zwanziger Jahren lebte er als Reporter in Paris, später in Florida und auf Kuba; er nahm auf Seiten der Republikaner am Spanischen Bürgerkrieg teil, war Kriegsberichterstatter im Zweiten Weltkrieg. 1953 erhielt er den Pulitzer-Preis, 1954 den Nobelpreis für Literatur. Hemingway schied nach schwerer Krankheit 1961 freiwillig aus dem Leben.

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