Die Ladenhüterin
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Description
Die literarische Sensation aus Japan: Eine Außenseiterin findet als Angestellte eines 24-Stunden-Supermarktes ihre wahre Bestimmung. Beeindruckend leicht und elegant entfaltet Sayaka Murata das Panorama einer Gesellschaft, deren Werte und Normen unverrückbar scheinen. Ein Roman, der weit über die Grenzen Japans hinausweist. Keiko Furukura ist anders. Gefühle sind ihr fremd, das Verhalten ihrer Mitmenschen irritiert sie meist. Um nirgendwo anzuecken, bleibt sie für sich. Als sie jedoch auf dem Rückweg von der Uni auf einen neu eröffneten Supermarkt stößt, einen sogenannten Konbini, beschließt sie, dort als Aushilfe anzufangen. Man bringt ihr den richtigen Gesichtsausdruck, das richtige Lächeln, die richtige Art zu sprechen bei. Keikos Welt schrumpft endlich auf ein für sie erträgliches Maß zusammen, sie verschmilzt geradezu mit den Gepflogenheiten des Konbini. Doch dann fängt Shiraha dort an, ein zynischer junger Mann, der sich sämtlichen Regeln widersetzt. Keikos mühsam aufgebautes Lebenssystem gerät ins Wanken. Und ehe sie sichs versieht, hat sie ebendiesen Mann in ihrer Badewanne sitzen. Tag und Nacht.
Book Information
Author Description
Sayaka Murata wurde 1979 in der Präfektur Chiba, Japan, geboren. Für ihre literarische Arbeit erhielt sie bereits mehrere Auszeichnungen, zuletzt den Noma-Literaturpreis. Ihr Roman »Die Ladenhüterin« gewann 2016 mit dem Akutagawa-Preis den renommiertesten Literaturpreis Japans und war international ein großer Erfolg. Bei Aufbau liegen außerdem von ihr vor: »Das Seidenraupenzimmer«, »Zeremonie des Lebens« sowie »Schwindende Welt«.
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25 Frauen 2025 - Buch 5: Dieses Buch hat mich wirklich gelangweilt, was eigentlich selten vorkommt. Der Algorithmus von Reado hat mich zum ersten Mal enttäuscht. Das Setting stimmt eigentlich: die von anderen Personen als merkwürdig eingestufte Keiko verstummt, weil sie nicht weiß, wie man sich im sozialen Umfeld benehmen soll. Aus Angst, es nicht zu schaffen, geht sie zu keinem Vorstellungsgespräch, sondern arbeitet im Supermarkt. Leider wird hier weder eine greifbare Stimmung erzeugt noch bekommen die Lesenden eine Chance, Keiko näher kennenzulernen und mit ihr mitzufühlen. Weshalb dieser Roman eine "literarische Sensation aus Japan" genannt wird, kann ich nicht nachvollziehen. Ich habe es nur beendet, weil ich dachte, es käme noch etwas Interessantes.
Typisch japanisch!
Ich liebe japanische Literatur, diese Außenstehenden, diese Sonderlinge, über die oft geschrieben wird. Hier geht es um Keiko, die als Jugendliche in einem Konbini, einem japanischen Supermarkt/Poststelle/Treffpunkt zu arbeiten anfängt und auch nach fast 20 Jahren noch dort ist. Dabei erwartet die Gesellschaft einiges von ihr: Karriere, Familie, Kinder, überall muss sie sich rechtfertigen dafür, in dieser "Zwischenstation" hängen geblieben zu sein. Doch die Konbini-Liebe ist so groß, dass sie einem abscheulichen Arbeitskollegen ein unglaubliches Angebot macht.... Ich habe die knapp 140 Seiten in wenigen Stunden durchgesuchtet, sehr schöner Schreibstil, flüssig erzählt, einfach toll. Leseempfehlung!!!
Stark überzeichnet Die japanische Autorin Sayaka Murata erzählt in ihrem Buch „Die Ladenhüterin“ von einer nicht mehr ganz jungen Frau, die damit zu kämpfen hat, den Erwartungen der Allgemeinheit nicht zu entsprechen und Strategien entwickelt sich trotzdem als nützliches Teilchen der Gesellschaft zu fühlen. Die 36jährige Keiko, die so vermute ich, denn gesagt wird es nie, eine Art von Autismus hat, arbeitet seit 18 Jahren als Aushilfe in einem 24Stunden Minisupermarkt. Als Studentin hat sie nebenher damit angefangen und wurde von ihrer Familie zu ihrer Entscheidung beglückwünscht. Doch nachdem sie das Studium aufgegeben hat und immer noch in diesem „Konbini“ arbeitet, nicht für Freundschaften oder fürs Heiraten zu begeistern ist, verzweifelt ihre Familie und im Shop wird sie allmählich schräg angesehen. Dabei waren die sich stetig wiederholenden Abläufe, auch die Begrüßungsformeln für die Kunden, die im Morgenappell regelmäßig geübt wurden für Keiko eine gute Möglichkeit die Schwierigkeiten eines „normalen“ Lebens zu umschiffen. Als sie dann den nichtsnutzigen, schmarotzenden Mann Shirara in ihr Leben lässt um die Gesellschaft endlich zufriedenzustellen , bricht ihr bis dahin eigentlich ganz glückliches Lebensmodell zusammen. Die Figuren sind sehr stark überzeichnet. Einzelne Szenen wirkten dadurch witzig, bzw. satirisch und haben mich zum Schmunzeln gebracht. Trotzdem konnte mich der kurze Roman nicht wirklich erreichen. Die Moral der Geschichte , die Gesellschaftskritik insbesondere auch das Frauenbild der männlichen Japaner, die die Autorin anprangert, waren sehr sehr plump dargestellt. Ich habe es da gerne etwas subtiler. Die Geschichte selbst ist recht einfach gestrickt und die Charaktere wirkten wie Karikaturen, so dass ich mich überhaupt nicht mit ihnen identifizieren konnte. Sie blieben mir fremd.
Für Japan-Fans und Freunde von kurzen Erzählungen
Dass Keiko Furukawa eine besondere Person ist, wird dem Leser wohl sehr schnell klar. Auch wenn es nicht ausgesprochen wird, vermute ich stark, dass sie eine Autistin ist, die versucht in der ambivalenten Welt klarzukommen. Zu Beginn ihres Lebens eckt sie an und lernt schnell, sich anzupassen und Strategien zu entwickeln um den Alltag zu überstehen. So kommt es, dass sie 18 Jahre lang in einem Konbini arbeitet und keine besonders ambitionierte Karriere anstrebt. Das Buch ist unterhaltsam geschrieben und auf psychologischer und gesellschaftskritischer Ebene auch interessant. Leider fehlt mir doch etwas Substanz. Die Autorin schafft es gut, dass man Charaktere wie Shiraha einfach nur schrecklich findet. Innerlich habe ich viel über ihn geschimpft. Am Ende hätte ich mir mehr Konsequenzen für ihn gewünscht. Habe das Buch spontan als reduziertes eBook gekauft, dafür war es angemessen unterhaltsam.
Total verrückt, aber irgendwie gut 😅
Keiko ist nicht normal. Entspricht mit ihrem Verhalten nicht der gesellschaftlichen Norm. Ich denke es geht hier in Richtung Autismus. Man liest über den Alltag von Keiko und wie sie sich versucht anzupassen. Es war sehr interessant zu lesen und ich habe mich über das Ende gefreut 😅

Blick auf die Gesellschaft aus der Sicht einer Außenseiterin
In die „Die Ladenhüterin“ beschreibt Sayaka Murata sehr eindrücklich, wie es ist, nicht den gesellschaftlichen Erwartungen zu entsprechen und wie sich dieses „Nichtheineinpassen“ auf das Umfeld auswirkt. Wieso sollte es nicht in Ordnung sein, mit einem Aushilfsjob, ohne Mann und Kinder glücklich und zufrieden zu sein? Sayaka Murata hält einem die gesellschaftlichen Normen, die oft als Zwänge auftreten, wie einen Spiegel vor die Augen. Sehr lesenswert!
Ein schmales Buch, das lange nachhallt. In ruhigem, fast schlichtem Ton erzählt Sayaka Murata die Geschichte von Keiko, die seit ihrer Kindheit weiß, dass sie irgendwie „anders“ ist. Um nicht aufzufallen, beginnt sie, das Verhalten anderer zu imitieren – besonders im Konbini wird sie zur perfekten Angestellten. Dort findet sie eine Art Ordnung, Sicherheit – vielleicht sogar Sinn. Doch die Gesellschaft erwartet anderes: Karriere, Heirat, Kinder. Als der misanthropische Shiraha in ihr Leben tritt, gerät Keikos Welt ins Wanken. Für einen Moment scheint sie das Spiel der gesellschaftlichen Erwartungen mitzuspielen – bis sie erkennt, dass wahres Glück nicht darin liegt, sich passend zu machen, sondern dem zu folgen, was einen wirklich erfüllt. Ein stilles, kluges Buch über Anpassung, Normalität und die stille Rebellion einer Frau, die sich entscheidet, sie selbst zu sein – auch wenn das bedeutet, aus dem Rahmen zu fallen.
Obwohl ich ähnlich wie Hauptprotagonistin ein großes Herz für Konbinis habe, konnte ich in ihrer Welt für mich nur Langweile finden.
Ich kann es leider nicht ganz nachvollziehen, was mir hier entgangen ist. Für mich las sich die Geschichte wirklich schnöde, die Innenwelt der Hauptprotagonistin wurde mir zu plump dargestellt und gefühlt gab es kein richtiges Highlight. Ihre Art mit sich selbst und ihrem Leben umzugehen hat mich frustriert und beim beenden des Buches war ich erleichtert dass es vorbei war 🥲
Eine wunderbare kleine Geschichte um eine seltsame junge Frau, die eigentlich nur ihrer Erfüllung nachgehen möchte — und sich dann das Chaos ins Haus holt. Sayaka Muratas „Die Ladenhüterin“ lockte mich bereits mit dem ansprechenden Cover und wer mich kennt, wird auch wissen, dass der Klappentext nach einem Buch klingt, das quasi für mich geschrieben wurde. 😀 Es geht um Keiko, ein junges Mädchen, das schon immer irgendwie anders ist. Empathie und Freundschaften sind ihr fremd und sie bleibt lieber für sich. Nach einer seltsamen Kindheit stößt sie in ihren Tagen als Studentin auf die Stellenanzeige eines Konbinis, eines japanisches Gemischtwarenladens, und ihr Leben beginnt für sie endlich besser zu werden. Im Konbini gelten klare Regeln und feste Willkommens- und Abschiedsformeln — kurz: Alles hat seine Ordnung. Keiko fühlt sich ab Tag 1 ihres neuen Jobs pudelwohl, nur mit den Kolleginnen scheint es nicht so zu klappen. Als sie jedoch beginnt, sich wie diese anzuziehen und sprachliche Eigenarten der anderen zu übernehmen, gehört sie plötzlich dazu — ein Gefühl, das ihr bisher völlig fremd war. Ihr ganzes Leben widmet sie fortan dem Konbini und alles könnte so friedlich sein, wenn nicht ihre Mutter, ihre Schwester und deren Freundinnen ständig nachhaken würden, wann sie sich denn einen Ehemann zulegt und endlich ein normales Leben führt. "Zum ersten Mal war es mir gelungen, am normalen Leben teilzunehmen. Als wäre ich gerade erst geboren worden. Mein erster Tag im Konbini war mein Geburtstag als normales Mitglied der Gesellschaft." Durch dieses permantente Nachfragen gerät Keikos eigentlich erfülltes Leben, in dem sie nun einen Sinn gefunden zu haben scheint, gehörig aus dem Gleichgewicht und fortan beschäftigen sie Gedanken wie das „normale“ Leben einer japanischen Frau und woher sie einen Ehemann herbekommen soll. Doch dann gibt es einen neuen Kollegen, den maßlosen und undisziplinierten Shiraha, der in allem so gegensätzlich zu Keiko ist, und als dieser sich durch eine Reihe seltsamer Gegebenheiten in ihrer Wohnung einnistet, hat Keiko auf einmal eine Idee, wie sie die nervigen Fragen ein für alle Male loswird. Sayaka Murata hat mit der „Ladenhüterin“ ein wunderbares kleines, aber auch gefühlskaltes Buch geschrieben. Letzteres ist allerdings keinesfalls negativ gemeint, sondern der Protagonistin geschuldet, die mir beim Lesen teilweise schon wie ein Roboter vorkam. Ihre Art, vielleicht auch Krankheit, wird im Detail beschrieben, wir erfahren, wie Keiko aufwächst, wie sie sich in eigentlich normalen Situationen seltsam und stellenweise auch makaber verhält: beispielsweise empfiehlt sie ihrer Mutter, ihre kleine Schwester, damals noch ein Baby, mit dem Messer ruhig zu stellen. Niemand versteht Keiko und Keiko versteht die Welt nicht. Nach ihrer „Geburt als normales Mitglied der Gesellschaft“ tut sie nur noch, was die anderen tun, folgt allen Anweisungen strikt und stellt außerhalb der Arbeitszeiten so gut wie jede Lebensäußerung ein. Und obwohl Keiko eigentlich mit der japanischen Lebensart nichts am Hut hat, wird sie immer wieder damit konfrontiert, dass eine Frau ohne einen Mann oder einen richtigen Job nichts wert ist. Deshalb entscheidet sie sich auch dazu, den schmarotzenden Shiraha in ihrer Wohnung zu belassen, damit sie ihrer Familie erzählen kann, sie hätte einen Mann. Denn ein Mann ohne Job (Shiraha bleibt, wie zu erwarten war, nicht lange Angestellter im Konbini) ist immer noch besser als kein Job, und Keiko möchte doch einfach nur in Ruhe gelassen werden und ihrer Erfüllung nachgehen. Die vollständige Rezension findet ihr auf meinem Blog: https://killmonotony.de/rezension/sayaka-murata-die-ladenhueterin
"Die Ladenhüterin" von Sayaka Murata ist ein faszinierendes Buch, das mit einer einzigartigen Protagonistin und tiefgreifenden Themen überzeugt. Es regt dazu an, über die Bedeutung von Normalität und individueller Freiheit in der Gesellschaft nachzudenken.
"Die Ladenhüterin" von Sayaka Murata ist ein Buch, das mich von Anfang an gefesselt hat. Mich hat diese unkonventionelle Geschichte überrascht und in ihren Bann gezogen. Die Hauptfigur, Keiko, ist eine wirklich einzigartige Protagonistin. Als Ladenhüterin in einem kleinen Convenience Store in Tokio unterscheidet sie sich auf faszinierende Weise von den üblichen Figuren, die man in Romanen trifft. Ihr Bestreben, sich der Gesellschaft anzupassen und als "normal" angesehen zu werden, hat mich auf eine Weise berührt, die ich nicht erwartet hatte. Sayaka Muratas Schreibstil ist präzise und fesselnd, was es mir leicht gemacht hat, mich in die Geschichte hineinzuversetzen. Ihre Darstellung von Keikos Gedanken und Gefühlen ist so lebendig, dass ich mich fast schon wie ein stiller Beobachter in ihrer Welt gefühlt habe. Die Themen, die in diesem Buch behandelt werden, sind von großer Bedeutung. Es regt zum Nachdenken über die Konformität, die Erwartungen der Gesellschaft und den individuellen Drang nach Freiheit an. Als Mann habe ich die Möglichkeit gehabt, die Welt aus Keikos einzigartiger Perspektive zu sehen, was mein Verständnis für die Herausforderungen und Hindernisse erweitert hat, denen Menschen in unserer Gesellschaft gegenüberstehen. "Die Ladenhüterin" mag zwar auf den ersten Blick ruhig und unauffällig erscheinen, aber seine Botschaft ist umso lauter und nachhallender. Es erinnert daran, dass es wichtig ist, unsere eigenen Wege zu finden, um Glück und Erfüllung zu erreichen, unabhängig von den gesellschaftlichen Normen. Dieses Buch hat mich tief berührt und zum Nachdenken angeregt. Als Mann, der normalerweise andere Genres bevorzugt, kann ich "Die Ladenhüterin" dennoch jedem empfehlen, der auf der Suche nach einer einzigartigen und tiefgründigen Lektüre ist, die die Grenzen der Normalität in Frage stellt.
Der Einzelhandel ließ grüßen 🌸🤗😄
"Die Ladenhüterin" von Sayaka Murata ist ein Buch, was mich von der Ersten bis zur Letzten Seite an meine Arbeit im Einzelhandel erinnerte😄😊. Jede noch so detaillierte Arbeitsaufgabe kannte ich auch und ich fühlte mit Keiko mit.😊 In dem Buch geht es darum dass die Hauptprotagonistin (Keiko)"sonderbar" ist. Quasi, nicht der Norm der Gesellschaft entspricht, weil sie Mitte dreißig ist... nicht verheiratet, kinderlos und als Aushilfe in einem Convenience-Shop arbeitet. Hinzukommt, dass sie auch charakterlich gewisse Einschränkungen hat und sich daher eher anpasste, um nicht zu auffällig zu sein und um weniger Leid in der Familie zu verursachen. Ihre alltäglichen Strukturen geben ihr Sicherheit und Ordnung im Leben... Bis sie auf den Mann Shiraha trifft, arbeitslos, große Klappe... Und der ihr Leben ganz gewaltig durcheinander bringt. Die Geschichte ließ sich in fast einem Rutsch durchlesen und manches Mal erinnerte auch ich mich an die Zeit im Einzelhandel zurück und musste irgendwie etwas schmunzeln😄. Auch mit der Hauptprotagonistin konnte ich gut mitfühlen. Wir Menschen brauchen unsere Strukturen, oder Ordnungen im Alltag, diese geben ein Sicherheitsgefühl. Auch was den Herrn Shiraha betraf fand ich ihr Reaktion zum Schluss richtig gut🤗🤗. Ihn selber... Tja, also mögen tue ich ihn nicht. Für mich war der Typ ein sogenannter "Träumer". Er hatte eine große Klappe, fing Dinge an und brachte sie nicht zu Ende, ließ andere arbeiten und dachte ohne ihn wäre eine Frau wie Keiko Nichts usw usw usw.🙄 Teils machte es mich schlecht gelaunt und teils musste ich auch innerlich etwas lachen über so einen Typen.😂 Anders kann ich es nicht beschreiben😂. Die Autorin hat aber auch klar aufgezeigt, wie die Gesellschaftsnorm in Japan tickt. Dass man ausgestoßen wird, wenn du diese Norm nicht erfüllst (Ehe, Kinder, erfolgreiche Arbeit etc.), egal ob Frau, oder Mann. Ich fragte mich, beim Lesen:„ Haben wir das Teils nicht auch noch in der westlichen Sphäre?"🤔 Auch wenn es sich schon etwas verändert hatte und diese auch spürbar war. Japan ist da immernoch einen Zacken krasser drauf, finde ich. Es ist ein sehr lesenswertes Buch, was auch Dinge aufzeigt in einer Gesellschaft, für die Tradition wichtig ist. 1/2 Stern Abzug für den Typen der mir etwas die Laune verdorben hatte😂.
Selten habe ich das Ende eines Buches so sehr herbeigesehnt, bis zum Schluss habe ich noch darauf gehofft, das die Geschichte irgendeinen Sinn ergibt. Es liest sich wie ein Manga ohne Zeichnungen. Stupide, einfallslos, monoton. Ich kenne niemanden, dem ein solches Buch gefallen würde. Daher empfehle ich es auch nicht.
Skurrile Kurzgeschichte, die viel Spaß macht
Ich brauchte mal was ganz anderes zum Lesen und dafür war dieses Buch perfekt. Ein großer Teil des Buches ist (nicht so subtil verpackte) Gesellschaftskritik, besonders bezogen auf Japan aber auch gut übertragbar auf die westliche Welt. Man verfolgt das alltägliche Leben einer Supermarkt Verkäuferin, die wahrscheinlich eine Form von Autismus hat und versucht die Regeln der Gesellschaft zu erfassen und sich diesen anzupassen. Dabei entstehen häufig komische und lustige Situationen, die ich sehr gerne gelesen habe. Für manche kann die Geschichte zu übertrieben und die Protagonistin vielleicht zu überspitzt sein, doch ich hab das nicht so empfunden. Das überspitzte und übertriebene hat für mich einfach gepasst. Wer also auf der Suche nach was neuem und ganz anderem zu lesen ist, dem würde ich das Buch empfehlen. Oder generell japanische Literatur, die ist nämlich super.
Eine skurile Geschichte
Eine Außenseiterin die keine Empathie besitzt und anscheinend Gefühlsblind ist, arbeitet ihr ganzes Leben als Aushilfe in einem Lebensmittelladen für Fertigprodukte. Das belastet ihr Umfeld, weil sie diesem als einfache Verkäuferin nicht gut genug ist und wird oft für ihren einfachen Job kritisiert. Sie beobachtet im Laden aber genau die Welt der "Normalen" und versucht diese in ihrem Verhalten nachzuahmen, um wenigstens "Normal" zu wirken. Dabei fällt es ihr doch schwer, die "Normalen" zu verstehen. Das Buch soll eine Satire sein, in welcher sich über eine funktionale und von sich selbst abgetrennte Gesellschaft lustig gemacht wird. Mit 145 Seiten eher ein kleines Buch für zwischendurch.

Schnelles Buch für zwischendurch
Das war mein erste Buch von der Autorin, der Schreibstil was sehr angenehm. Die Story war zwar nicht wirklich spannend aber es hat trotzdem Spaß gemacht zu lesen. Und die Denkmuster der Protagonist waren sehr interessant. Teilweise konnte ich ihr Verhalten nachvollziehen. Herr Sahara (hieß er so? Den Namen konnte ich mir nicht gut merken 😂) hat mich extreeems genervt. Ich weiß nicht wie sie das so lange aushalten konnte.
»Irasshaimase konnichi wa!« Keiko ist Mitte dreißig, Single, und arbeitet schon ihr halbes Leben als Aushilfe in einem 24-Stunden-Supermarkt, einem 'Konbini'. Wie es von dessen Verhaltensregeln verlangt wird, perfektioniert sie mit Hingabe das inhaltlich korrekte Kundengespräch, den korrekten Gesichtsausdruck, den korrekten Tonfall in der Stimme. Sie ist stolz, wenn es ihr gelingt, das Tagesangebote mehr als 200 Mal zu verkaufen. Sie isst, um dem Laden dienen zu können. Sie pflegt sich, um dem Laden dienen zu können. Sie schläft ausreichend, um dem Laden dienen zu können. Routine ist für sie fast so wichtig, wie die Luft zum Atmen. Sie versteht andere Menschen nicht, ahmt ihr Verhalten lediglich nach; gesellschaftliche Anforderungen sind eine Fremdsprache, die sie nicht spricht. Der Konbini ist ein Mikrokosmos, der Keiko Sicherheit und Erfüllung bietet. Sie verlangt nicht viel vom Leben, tut auch niemandem weh damit, doch ihre Zufriedenheit wird als Affront wahrgenommen. Sie erfüllt nicht die gesellschaftlichen Erwartungen: Mitte dreißig, aber noch Single? Mitte dreißig, aber noch keine Kinder? Mitte dreißig, aber auf der Karriereleiter noch ganz unten? 出る釘は打たれる Altes japanisches Sprichwort: »Der herausstehende Nagel wird eingeschlagen« In ihrem Bestreben, sich als anerkanntes Mitglied der Gesellschaft zu etablieren, gerät Keiko auf Abwege, die sie letztlich nur noch weiter von der Norm entfernen. Sie wagt etwas Neues, doch Sayaka Murata schildert dies nicht als Befreiung. In nüchternen, unaufgeregten Worten zeichnet sie ein beklemmendes, wenn auch überzeichnetes Bild von den Zwängen, die Frauen von der Gesellschaft auferlegt werden. Umfeld und Seelenleben der Protagonistin werden ebenfalls mit nur wenigen, indes prägnanten Strichen umrissen. Die Sparsamkeit des Schreibstils ist in meinen Augen jedoch kein Manko, sondern eine Kunst: Die Geschichte ist oft geradezu skurril, doch im Kern durch und durch vorstellbar; sie ist lediglich auf die knappsten Grundzüge der Problematik konzentriert. Dies ist ein Roman, den man auch zwischen den Zeilen lesen muss – und ein Roman, den ich sehr gerne gelesen habe.
Das Buch hat auf jeden Fall einen gewissen Unterhaltungswert.
Keiko ist 36 und arbeitet in einem Konbini. Kein richtiger Beruf und keine Familie. Für die anderen ist sie ein Sonderling. Sie dagegen ist mit dem Ist-Zustand vollkommen zufrieden. Um vielleicht doch als normal angesehen zu werden, lässt sie einen Schmarotzer bei sich einziehen. Die Geschichte ist schon speziell und obwohl ich exzentrische Charaktere mag, war Keiko nicht ganz greifbar für mich. Der Unterhaltungswert war aber auf jeden Fall gegeben und bei nur 145 Seiten ist man auch schnell durch.
Ein Buch das man in einem Rutsch lesen kann.
Ein Buch das Speziell ist. Der Schreibstiel war für mich aber wirklich gut konnte es in einem Rutsch lesen. Ich glaube auch das nich jeder mit der Protagonistin klar kommt ich allerdings hatte viel Sympathie für sie. Ich hätte halt gerne mehr Tiefgang und Hintergrundwissen zur Protagonistin gehabt. Der Männliche Protagonist hat mich mit seinen Tiraden und seinem Selbstmitleid streckenweise sehr genervt was aber denke ich beabsichtigt war. Das Buch gibt glaube ich einen guten Einblick in die Wertvorstellung die in der Japanischen Kultur gelebt wird und was es heißt in diese Wertvorstellung nicht rein zu passen auch wenn man mit dem was man hat zufrieden ist. Familie und Freunde reden ihr Dinge ein die sie eigentlich garnicht vermisst aber auf Grund der Sonderstellung die sie dadurch bei ihren Freunden und Familie zugeteilt bekommt fühlt es sich für sie auf einmal auch falsch an. Ich habe die Protagonistin so empfunden das sie Strukturen und Regeln braucht aber nicht die die ihr die Gesellschaft vorgibt sondern selbstgewählte die Regeln des Konbini geben ihr den Halt in einem Leben dessen Regel sie ansonsten nur schwer versteht.
Kurzer Roman über gesellschaftliche Normen
Der Roman erzählt ruhig und präzise vom Leben einer Frau, die bewusst außerhalb gesellschaftlicher Erwartungen lebt. Murata schildert mit nüchterner Sprache, wie Normen, Anpassungsdruck und „Normalität“ hinterfragt werden. Die Ladenhüterin ist kurz, irritierend und zugleich tiefgründig – eine leise, japanisch geprägte Kritik an Konformität und sozialem Zwang.
Dieses Buch zeigt, dass Andersartigkeit völlig in Ordnung ist.
Inhaltlich lässt es sich kurz zusammenfassen: Die Außenseiterin Keiko findet als Angestellte eines 24-Stunden-Supermarktes ihre wahre Bestimmung. Im Zwang gesellschaftlicher Konventionen, versucht die Protagonistin einfach ihr Leben zu leben. Es nervt sie, dass sie als nicht normal oder unnötig betitelt wird. Ihre Familie möchte, dass sie ‚geheilt‘ wird. Mitte 30, keinen Mann, keine Kinder - Grund genug, dass sie in den Augen anderer eine Last für die Menschheit ist und keinen Mehrwert besitzt. Keiko richtet ihr Leben nach der Arbeit. Ohne diese wüsste sie nicht, wann sie schlafen soll, was angemessen ist im Umgang mit anderen Menschen oder wie man sich ‚normal‘ verhält. Sie imitiert bestimmte Sachen von ihren Kollegen, sodass es zusammengesetzt ein perfektes Bild abgibt und sie in ihrer Andersartigkeit nicht auffällt. Keiko hat Probleme Emotionen und Sarkasmus zu verstehen. Das Buch zeigt ganz offensichtlich, wie stark sich Personen von anderen Menschen beeinflussen lassen. Alles muss einem bestimmten Bild entsprechen und wenn dies nicht der Fall ist, wird man verurteilt. Das Schubladendenken ist omnipräsent und viele zerbrechen an den Vorstellungen anderer. Keiko will einfach nur ihrer Arbeit nachgehen, wobei sie auch sehr perfektionistisch veranlagt ist, ansonsten spielen andere soziale Gepflogenheiten keine Rolle für sie. Der Autor hat mit Witz und Zynismus ein Problem geschildert, was auch außerhalb von Japan eine große Rolle spielt. Selbst 2024 sind viele nicht vom Konservatismus befreit.
" Normalität setzt sich gewaltsam durch, Fremdkörper werden einfach beseitigt. Menschen, die nicht richtig funktionieren, werden entsorgt."
• Jeder behauptet von sich er wäre individuell und er würde Individualität innerhalb der Gesellschaft akzeptieren. Aber was passiert mit Menschen die tatsächlich außerhalb der bestehenden, geforderten, erwarteten Regeln & Normen leben? • Was passiert wenn man anders ist als die Mehrheitsgesellschaft einen haben will? • Und wie viel Kraft & Mut hat man/ ist man bereit zu geben, um sich selbst an erste Stelle seines Lebens zu setzten, unabhängig davon was alle anderen dazu sagen (könnten)? • Das Buch kritisiert den Umgang mit dem "Anderssein", die Scheinheiligkeit in der Gesellschaft ● Es wirft einen Blick auf die Bemühungen des Einzelnen trotz aller Individualität dazugehören zu wollen. Um nicht alleine zu sein, nicht negativ aufzufallen, einfach in Ruhe gelassen oder nicht ständig kritisiert zu werden. • Dünnes Buch mit klarem roten Faden, daher kommt man schnell durch • Kurze Kapitel • Ich-Perspektive • knackiger, unverblümter, anregender Schreibstil • Die Geschichte musste sich bei mir erst setzten, damit ich die vielen Facetten erkennen und nachspüren konnte
Skurril und auf seltsame Weise mitreißend
Zunächst mag einem die Geschichte der Protagonistin vielleicht langweilig vorkommen, letztlich erzählt sie von ihrem Alltag einer Ladenaushilfe. Jedoch ist das Buch auf eine so subtile Art skurril, dass ich es nicht weglegen konnte. Ich habe mit der Protagonist sehr mitgefühlt, ihre Art zu funktionieren hat in mir zugleich Bewunderung als auch Bedauern ausgelöst. Es regt einen schon in gewisser Weise zum nachdenken an und liest sich sehr schnell und gut. Mir persönlich hat es gut gefallen!
Stoisch und trocken komische Gesellschaftskritik
Wer sind wir hier eigentlich als Erwachsene, was soll man sein, wie definieren wir uns und andere? Dieses Buch setzt der ganzen Sinnsuche eine Frau entgegen, die noch nie wirklich vollständig „normal“ war. So wird einem beim Lesen mit einfachen Mitteln der Spiegel vorgehalten, womit man seinen Alltag eigentlich ausfüllt und wer man versucht zu sein. Für mich sehr interessant geschrieben.
Der Funke ist irgendwie nicht ganz übergesprungen
Es hat mich stellenweise schon nachdenklich gemacht, berührt und aufgewühlt. Keiko's Geschichte ist die von vielen, die von der Gesellschaft nicht als "normal" betrachtet werden. Ich fand es toll, wie sie schlussendlich ihren Weg findet und sich davon nicht mehr abbringen lässt. Trotzdem muss ich leider sagen, dass der Funke nicht ganz übergesprungen ist. Vielleicht kenne ich die japanische Gesellschaft zu wenig um das ganze Gewicht dieser kurzen Geschichte zu verstehen. Es hat jedenfalls 1.5 Jahre gedauert, diese 145 Seiten zu lesen, das sagt wohl alles :\
Süß, kurzweilig und etwas besonderes
Ich mochte die Hauptfigur Keiko sehr gerne, weil sie wirklich mal anders ist und, trotz der Anforderungen von außen, ganz bei sich bleibt. Sie versucht sich zwar anzupassen aber eigentlich nur, um Ihre Ruhe zu haben. Ich wäre gerne etwas länger in Keikos Welt geblieben, in der sie sich wohl und sinnvoll fühlt.
Moderner Klassiker für Zwischendurch
Wer jemals in einem japanischen Konbini eingekauft hat, hat sich bestimmt gefragt, was sich hinter der Fassade von korrekter Kleidung, fein abgestimmten Handbewegungen und formeller Höflichkeit verbirgt. Man kann sich kaum vorstellen, dass ein solcher Beruf mehr sein kann als ein Gelegenheitsjob. Wahrscheinlich ist das auch oft der Fall, aber wohl nicht immer, sagt dieses Buch. Manche Menschen mögen darin tatsächlich Erfüllung finden. Die gleiche Frage kann man natürlich über die japanische Gesellschaft insgesamt stellen. Was verbirgt sich hinter all der formellen Höflichkeit, hinter Koformismus und Kommerzialismus? Kann man durch Anpassung an die Norm, ja durch Übererfüllung der Norm glücklich werden? Es ist ein lustiges, kurzes und leicht zu lesendes Buch. Ich habe es schon vor einer Woche gelesen, aber der Schock über das Ende sitzt noch immer tief. Und das im Positiven Sinn...
Keiko passt scheinbar nicht in die Gesellschaft. Sie braucht Ordnung und Struktur Oft versteht sie die Menschen nicht, viele Verhaltensweisen sind ihr fremd. Auch die Erwartungen die an sie gestellt werden kann sie nicht nachvollziehen. Um sich anzupassen übernimmt sie Gesten, Mimik und die Sprache ihrer Mitmenschen. Das geht so lange gut bis sie versucht so zu sein wie die anderen sie gerne hätten. Sie scheint sich selbst zu verlieren. "Wie lästig, warum brauchten die anderen zu ihrer eigenen Beruhigung ständig Erklärungen. " Eine Geschichte die Aufgrund der kulturellen Hintergründe so unglaublich typisch für Japan erscheint, und deswegen kaum woanders spielen könnte. Ein Buch das auf wenigen Seiten so viel Inhalt bietet. Es ist skurril, unfreiwillig komisch aber auch traurig und irgendwie tragisch. Es ist unglaublich was die Gesellschaft uns unbewusst oder bewusst für Regeln und Normen aufzwingt. Jeder mischt sich ein, weiß alles besser. Die Ladenhüterin zeigt das man seine Bestimmung finden kann, wie auch immer diese aussieht, und damit glücklich sein kann.
Ganz nett aber nichts Besonderes
Es geht hier um eine Frau die in einem Konbini arbeitet. Sie ist vermutlich Autistin, dies wird aber nicht explizit benannt. Sie hat jedenfalls täglich mit den alltäglichen Aufgaben zu kämpfen und kann sich mit den Konventionen der Gesellschaft nicht immer identifizieren. Nur die immer gleichen Abläufe des Konbini geben ihr Halt. Als sie ihren ebenfalls sehr verhaltensauffälligen Kollegen bei sich aufnimmt und dieser sie dazu bringt ihren Job zu kündigen ist das Chaos perfekt. Eine Geschichte über Strukturen, die Verschiedenheit der Menschen und dem Mut für sich selbst einzustehen, egal was alle anderen sagen.
Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und fand art und weise wie das Buch gesprochen wurde schon ein bisschen komisch aber daran konnte ich mich recht schnell gewöhnen. Ich mochte die Themen die thematisiert wurden und auch wie sie thematisiert wurden. Ich habe mich nicht mit allen Charakteren anfreunden können aber ich glaube auch nicht das das der Sinn des Buches gewesen war. Ich mochte das das Buch so kurz war, denn das hat vollkommen gereicht.
Durch meine Begeisterung zu der japanischen Autorin Banana Yoshimoto hatte mir eine sehr gute Freundin auch Sayaka Murata‘s Die Ladenhüterin ans Herz gelegt. Ein wenig skurril dieses kleine Büchlein aber mit starker Aussage und starkem Thema, welche mir lange im Gedächtnis bleiben werden.
Die nüchterne und dennoch recht skurrile Erzählweise der Protagonistin war eine nette Abwechslung! Sie war so ganz anders als die japanische Literatur die ich von Banana Yoshimoto und Haruki Murakami. Keiko erzählt nüchtern und emotionslos über ihren Alltag und ihre Gefühle. An ihrer Art wie sie erzählt, kam es mir vor als hätte sie eine Art des Autismus oder eine andere tiefgreifende emotionale Entwicklungsstörung. Genau wurde das glaub ich nicht gesagt ob es so war, oder ob es dem Leser selbst überlassen wurde diese Vermutung zu bestätigen oder nicht. Trotzdem bin ich nur so durch das Buch und die Geschichte geflogen. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, weil ich wissen wollte ob und wie Keiko sich vllt an ihre Umwelt und den Alltag anpasst oder nicht. Gewünscht hatte ich mir von Anfang an das Keiko ihren eigenen Weg geht und sich nicht an Freunden und Familie orientiert! Am Ende saß ich mit einem Gesellschaftskritischen kurzen Roman in der Hand da und wusste nicht so recht wie ich mich fühlen sollte. Der Blick auf die japanische Gesellschaft war wirklich gut und ergreifend und auch mal ein etwas anderer als man ihn vielleicht normal hat. Aber die Kritik die in diesem Roman geäußert wurde, lässt sich nicht nur auf die Japanische übertragen! Persönlich empfand ich es auch als Spiegel unserer Gesellschaft, die jeden der nur etwas von der Norm abweicht als „Anders“ und „Fremdartig“ abstempelt und auf irgendeine Art und Weise ausgrenzt die uns oft im Alltag gar nicht auffällt - und über die wir normalerweise als „integrierte Menschen“ nie wirklich nachdenken müssen.

Eine gewisse Form der Gesellschaftskritik im Bezug auf die japanischen Normen wird in diesem kleinen, umwerfenden Buch vermittelt. Es zeigt, wie schwer es ist in einer so strikten Gesellschaft "anders" zu sein und vor allem auch den Mut hervorzubringen dieses "Anderssein" zu akzeptieren. Unglaublich gut durchdachte Charaktere mit starken Dialogen machen dieses Werk wirklich außergewöhnlich und absolut lesenswert!
5 ⭐️; ich liebe dieses Buch und finde es liefert einen sehr wichtigen Inhalt. Die Protagonistin und ihr ganzes Leben, mit allen psychischen Themen die sie hat, wird eindrücklich auf eine ruhige Art und Weise geschildert. Ich habe beim Lesen so oft die Thematik in mein „echtes Leben“ reflektiert. Wo gibt es bei mir solche Situationen? Wo werden in meinem Leven Grenzen überschritten, wo überschreite ich. Muss Abwehr laut sein oder geht sie auch leise? Warum darf nicht jeder Mensch urteilsfrei von anderen sich für sein Glück entscheiden. Das Buch halt nach und ich freu mich auf den sicheren Re- Read.
Kollektivismus, Entfremdung der eigenen Personen in einer von Konventionen geprägten Gesellschaft, Huldigung des Dienstleistungsgewerbes und Wirtschaft, kritischer Umgang mit den eigenen Gefühlen, unterdrückter Drang nach Freiheit und Individualismus. Ich habe das Gefühl, dass es sich in der zeitgenössischen, japanischen Literatur wirklich immer nur um diese Themen dreht. Und das finde ich schon etwas ermüdend. Für die japanische Gesellschaft mögen diese Themen soziotherapeutischen Charakter haben, aber für mich bleiben die Romane immer ein Stück fremd. Die Ladenhüterin Keiko, eine 38jährige Autistin, die ihren Lebensunterhalt als Aushilfskraft im Supermarkt verdient, mag auf den ersten Blick originell wirken. Aber hier geht es gar nicht darum, die Entwicklungsstörung der Protagonistin zu thematisieren. Vielmehr soll sie nur verdeutlichen, wie unmenschlich der Erwartungsdruck der Gesellschaft gegenüber denjenigen Mitgliedern ist, die nicht mit dem Strom schwimmen können oder wollen. Und so endet ihr Ausbruch im letzten Drittel mit der Rückkehr in den Schoß der von Erwartungen bestimmten Gesellschaft. Das Ganze ist inhaltlich und sprachlich so simpel gestrickt, dass es auch als Propagandaliteratur verstanden werden könnte. Oder ist das beißender Sarkasmus? Die Figuren sind so überzeichnet, dass ich überhaupt keine Möglichkeiten fand, etwas zwischen den Zeilen lesen zu können. Wie gesagt, es ist mir fremd. Und so bleibt am Ende bei mir einfach nur Bedauern für ein Volk übrig, dass zwar immer fröhlich lächelt, aber in dem die schwächsten Mitglieder verzweifelt in den Romanen um Hilfe und Beachtung schreien.
Hmm. Ich bin nicht sicher, wie ich dieses Buch finde. Es ist kurz. Es hat Längen. Es geht um Keiko, die als vermutlich autistische Person, wie ein Alien in der japanischen Gesellschaft lebt und versucht, sich anzupassen, was ihr als Kind nicht gelingt, als junge Erwachsene schon, dann jedoch, weil nicht verheiratet und immer noch in einem Aushilfsjob, wieder nicht. Das Buch war ja sehr erfolgreich in Japan und unter dieser kulturellen Perspektive gelesen, ist es auch sehr interessant. Insgesamt ist es mir inhaltlich jedoch etwas zu dünn.
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Die literarische Sensation aus Japan: Eine Außenseiterin findet als Angestellte eines 24-Stunden-Supermarktes ihre wahre Bestimmung. Beeindruckend leicht und elegant entfaltet Sayaka Murata das Panorama einer Gesellschaft, deren Werte und Normen unverrückbar scheinen. Ein Roman, der weit über die Grenzen Japans hinausweist. Keiko Furukura ist anders. Gefühle sind ihr fremd, das Verhalten ihrer Mitmenschen irritiert sie meist. Um nirgendwo anzuecken, bleibt sie für sich. Als sie jedoch auf dem Rückweg von der Uni auf einen neu eröffneten Supermarkt stößt, einen sogenannten Konbini, beschließt sie, dort als Aushilfe anzufangen. Man bringt ihr den richtigen Gesichtsausdruck, das richtige Lächeln, die richtige Art zu sprechen bei. Keikos Welt schrumpft endlich auf ein für sie erträgliches Maß zusammen, sie verschmilzt geradezu mit den Gepflogenheiten des Konbini. Doch dann fängt Shiraha dort an, ein zynischer junger Mann, der sich sämtlichen Regeln widersetzt. Keikos mühsam aufgebautes Lebenssystem gerät ins Wanken. Und ehe sie sichs versieht, hat sie ebendiesen Mann in ihrer Badewanne sitzen. Tag und Nacht.
Book Information
Author Description
Sayaka Murata wurde 1979 in der Präfektur Chiba, Japan, geboren. Für ihre literarische Arbeit erhielt sie bereits mehrere Auszeichnungen, zuletzt den Noma-Literaturpreis. Ihr Roman »Die Ladenhüterin« gewann 2016 mit dem Akutagawa-Preis den renommiertesten Literaturpreis Japans und war international ein großer Erfolg. Bei Aufbau liegen außerdem von ihr vor: »Das Seidenraupenzimmer«, »Zeremonie des Lebens« sowie »Schwindende Welt«.
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25 Frauen 2025 - Buch 5: Dieses Buch hat mich wirklich gelangweilt, was eigentlich selten vorkommt. Der Algorithmus von Reado hat mich zum ersten Mal enttäuscht. Das Setting stimmt eigentlich: die von anderen Personen als merkwürdig eingestufte Keiko verstummt, weil sie nicht weiß, wie man sich im sozialen Umfeld benehmen soll. Aus Angst, es nicht zu schaffen, geht sie zu keinem Vorstellungsgespräch, sondern arbeitet im Supermarkt. Leider wird hier weder eine greifbare Stimmung erzeugt noch bekommen die Lesenden eine Chance, Keiko näher kennenzulernen und mit ihr mitzufühlen. Weshalb dieser Roman eine "literarische Sensation aus Japan" genannt wird, kann ich nicht nachvollziehen. Ich habe es nur beendet, weil ich dachte, es käme noch etwas Interessantes.
Typisch japanisch!
Ich liebe japanische Literatur, diese Außenstehenden, diese Sonderlinge, über die oft geschrieben wird. Hier geht es um Keiko, die als Jugendliche in einem Konbini, einem japanischen Supermarkt/Poststelle/Treffpunkt zu arbeiten anfängt und auch nach fast 20 Jahren noch dort ist. Dabei erwartet die Gesellschaft einiges von ihr: Karriere, Familie, Kinder, überall muss sie sich rechtfertigen dafür, in dieser "Zwischenstation" hängen geblieben zu sein. Doch die Konbini-Liebe ist so groß, dass sie einem abscheulichen Arbeitskollegen ein unglaubliches Angebot macht.... Ich habe die knapp 140 Seiten in wenigen Stunden durchgesuchtet, sehr schöner Schreibstil, flüssig erzählt, einfach toll. Leseempfehlung!!!
Stark überzeichnet Die japanische Autorin Sayaka Murata erzählt in ihrem Buch „Die Ladenhüterin“ von einer nicht mehr ganz jungen Frau, die damit zu kämpfen hat, den Erwartungen der Allgemeinheit nicht zu entsprechen und Strategien entwickelt sich trotzdem als nützliches Teilchen der Gesellschaft zu fühlen. Die 36jährige Keiko, die so vermute ich, denn gesagt wird es nie, eine Art von Autismus hat, arbeitet seit 18 Jahren als Aushilfe in einem 24Stunden Minisupermarkt. Als Studentin hat sie nebenher damit angefangen und wurde von ihrer Familie zu ihrer Entscheidung beglückwünscht. Doch nachdem sie das Studium aufgegeben hat und immer noch in diesem „Konbini“ arbeitet, nicht für Freundschaften oder fürs Heiraten zu begeistern ist, verzweifelt ihre Familie und im Shop wird sie allmählich schräg angesehen. Dabei waren die sich stetig wiederholenden Abläufe, auch die Begrüßungsformeln für die Kunden, die im Morgenappell regelmäßig geübt wurden für Keiko eine gute Möglichkeit die Schwierigkeiten eines „normalen“ Lebens zu umschiffen. Als sie dann den nichtsnutzigen, schmarotzenden Mann Shirara in ihr Leben lässt um die Gesellschaft endlich zufriedenzustellen , bricht ihr bis dahin eigentlich ganz glückliches Lebensmodell zusammen. Die Figuren sind sehr stark überzeichnet. Einzelne Szenen wirkten dadurch witzig, bzw. satirisch und haben mich zum Schmunzeln gebracht. Trotzdem konnte mich der kurze Roman nicht wirklich erreichen. Die Moral der Geschichte , die Gesellschaftskritik insbesondere auch das Frauenbild der männlichen Japaner, die die Autorin anprangert, waren sehr sehr plump dargestellt. Ich habe es da gerne etwas subtiler. Die Geschichte selbst ist recht einfach gestrickt und die Charaktere wirkten wie Karikaturen, so dass ich mich überhaupt nicht mit ihnen identifizieren konnte. Sie blieben mir fremd.
Für Japan-Fans und Freunde von kurzen Erzählungen
Dass Keiko Furukawa eine besondere Person ist, wird dem Leser wohl sehr schnell klar. Auch wenn es nicht ausgesprochen wird, vermute ich stark, dass sie eine Autistin ist, die versucht in der ambivalenten Welt klarzukommen. Zu Beginn ihres Lebens eckt sie an und lernt schnell, sich anzupassen und Strategien zu entwickeln um den Alltag zu überstehen. So kommt es, dass sie 18 Jahre lang in einem Konbini arbeitet und keine besonders ambitionierte Karriere anstrebt. Das Buch ist unterhaltsam geschrieben und auf psychologischer und gesellschaftskritischer Ebene auch interessant. Leider fehlt mir doch etwas Substanz. Die Autorin schafft es gut, dass man Charaktere wie Shiraha einfach nur schrecklich findet. Innerlich habe ich viel über ihn geschimpft. Am Ende hätte ich mir mehr Konsequenzen für ihn gewünscht. Habe das Buch spontan als reduziertes eBook gekauft, dafür war es angemessen unterhaltsam.
Total verrückt, aber irgendwie gut 😅
Keiko ist nicht normal. Entspricht mit ihrem Verhalten nicht der gesellschaftlichen Norm. Ich denke es geht hier in Richtung Autismus. Man liest über den Alltag von Keiko und wie sie sich versucht anzupassen. Es war sehr interessant zu lesen und ich habe mich über das Ende gefreut 😅

Blick auf die Gesellschaft aus der Sicht einer Außenseiterin
In die „Die Ladenhüterin“ beschreibt Sayaka Murata sehr eindrücklich, wie es ist, nicht den gesellschaftlichen Erwartungen zu entsprechen und wie sich dieses „Nichtheineinpassen“ auf das Umfeld auswirkt. Wieso sollte es nicht in Ordnung sein, mit einem Aushilfsjob, ohne Mann und Kinder glücklich und zufrieden zu sein? Sayaka Murata hält einem die gesellschaftlichen Normen, die oft als Zwänge auftreten, wie einen Spiegel vor die Augen. Sehr lesenswert!
Ein schmales Buch, das lange nachhallt. In ruhigem, fast schlichtem Ton erzählt Sayaka Murata die Geschichte von Keiko, die seit ihrer Kindheit weiß, dass sie irgendwie „anders“ ist. Um nicht aufzufallen, beginnt sie, das Verhalten anderer zu imitieren – besonders im Konbini wird sie zur perfekten Angestellten. Dort findet sie eine Art Ordnung, Sicherheit – vielleicht sogar Sinn. Doch die Gesellschaft erwartet anderes: Karriere, Heirat, Kinder. Als der misanthropische Shiraha in ihr Leben tritt, gerät Keikos Welt ins Wanken. Für einen Moment scheint sie das Spiel der gesellschaftlichen Erwartungen mitzuspielen – bis sie erkennt, dass wahres Glück nicht darin liegt, sich passend zu machen, sondern dem zu folgen, was einen wirklich erfüllt. Ein stilles, kluges Buch über Anpassung, Normalität und die stille Rebellion einer Frau, die sich entscheidet, sie selbst zu sein – auch wenn das bedeutet, aus dem Rahmen zu fallen.
Obwohl ich ähnlich wie Hauptprotagonistin ein großes Herz für Konbinis habe, konnte ich in ihrer Welt für mich nur Langweile finden.
Ich kann es leider nicht ganz nachvollziehen, was mir hier entgangen ist. Für mich las sich die Geschichte wirklich schnöde, die Innenwelt der Hauptprotagonistin wurde mir zu plump dargestellt und gefühlt gab es kein richtiges Highlight. Ihre Art mit sich selbst und ihrem Leben umzugehen hat mich frustriert und beim beenden des Buches war ich erleichtert dass es vorbei war 🥲
Eine wunderbare kleine Geschichte um eine seltsame junge Frau, die eigentlich nur ihrer Erfüllung nachgehen möchte — und sich dann das Chaos ins Haus holt. Sayaka Muratas „Die Ladenhüterin“ lockte mich bereits mit dem ansprechenden Cover und wer mich kennt, wird auch wissen, dass der Klappentext nach einem Buch klingt, das quasi für mich geschrieben wurde. 😀 Es geht um Keiko, ein junges Mädchen, das schon immer irgendwie anders ist. Empathie und Freundschaften sind ihr fremd und sie bleibt lieber für sich. Nach einer seltsamen Kindheit stößt sie in ihren Tagen als Studentin auf die Stellenanzeige eines Konbinis, eines japanisches Gemischtwarenladens, und ihr Leben beginnt für sie endlich besser zu werden. Im Konbini gelten klare Regeln und feste Willkommens- und Abschiedsformeln — kurz: Alles hat seine Ordnung. Keiko fühlt sich ab Tag 1 ihres neuen Jobs pudelwohl, nur mit den Kolleginnen scheint es nicht so zu klappen. Als sie jedoch beginnt, sich wie diese anzuziehen und sprachliche Eigenarten der anderen zu übernehmen, gehört sie plötzlich dazu — ein Gefühl, das ihr bisher völlig fremd war. Ihr ganzes Leben widmet sie fortan dem Konbini und alles könnte so friedlich sein, wenn nicht ihre Mutter, ihre Schwester und deren Freundinnen ständig nachhaken würden, wann sie sich denn einen Ehemann zulegt und endlich ein normales Leben führt. "Zum ersten Mal war es mir gelungen, am normalen Leben teilzunehmen. Als wäre ich gerade erst geboren worden. Mein erster Tag im Konbini war mein Geburtstag als normales Mitglied der Gesellschaft." Durch dieses permantente Nachfragen gerät Keikos eigentlich erfülltes Leben, in dem sie nun einen Sinn gefunden zu haben scheint, gehörig aus dem Gleichgewicht und fortan beschäftigen sie Gedanken wie das „normale“ Leben einer japanischen Frau und woher sie einen Ehemann herbekommen soll. Doch dann gibt es einen neuen Kollegen, den maßlosen und undisziplinierten Shiraha, der in allem so gegensätzlich zu Keiko ist, und als dieser sich durch eine Reihe seltsamer Gegebenheiten in ihrer Wohnung einnistet, hat Keiko auf einmal eine Idee, wie sie die nervigen Fragen ein für alle Male loswird. Sayaka Murata hat mit der „Ladenhüterin“ ein wunderbares kleines, aber auch gefühlskaltes Buch geschrieben. Letzteres ist allerdings keinesfalls negativ gemeint, sondern der Protagonistin geschuldet, die mir beim Lesen teilweise schon wie ein Roboter vorkam. Ihre Art, vielleicht auch Krankheit, wird im Detail beschrieben, wir erfahren, wie Keiko aufwächst, wie sie sich in eigentlich normalen Situationen seltsam und stellenweise auch makaber verhält: beispielsweise empfiehlt sie ihrer Mutter, ihre kleine Schwester, damals noch ein Baby, mit dem Messer ruhig zu stellen. Niemand versteht Keiko und Keiko versteht die Welt nicht. Nach ihrer „Geburt als normales Mitglied der Gesellschaft“ tut sie nur noch, was die anderen tun, folgt allen Anweisungen strikt und stellt außerhalb der Arbeitszeiten so gut wie jede Lebensäußerung ein. Und obwohl Keiko eigentlich mit der japanischen Lebensart nichts am Hut hat, wird sie immer wieder damit konfrontiert, dass eine Frau ohne einen Mann oder einen richtigen Job nichts wert ist. Deshalb entscheidet sie sich auch dazu, den schmarotzenden Shiraha in ihrer Wohnung zu belassen, damit sie ihrer Familie erzählen kann, sie hätte einen Mann. Denn ein Mann ohne Job (Shiraha bleibt, wie zu erwarten war, nicht lange Angestellter im Konbini) ist immer noch besser als kein Job, und Keiko möchte doch einfach nur in Ruhe gelassen werden und ihrer Erfüllung nachgehen. Die vollständige Rezension findet ihr auf meinem Blog: https://killmonotony.de/rezension/sayaka-murata-die-ladenhueterin
"Die Ladenhüterin" von Sayaka Murata ist ein faszinierendes Buch, das mit einer einzigartigen Protagonistin und tiefgreifenden Themen überzeugt. Es regt dazu an, über die Bedeutung von Normalität und individueller Freiheit in der Gesellschaft nachzudenken.
"Die Ladenhüterin" von Sayaka Murata ist ein Buch, das mich von Anfang an gefesselt hat. Mich hat diese unkonventionelle Geschichte überrascht und in ihren Bann gezogen. Die Hauptfigur, Keiko, ist eine wirklich einzigartige Protagonistin. Als Ladenhüterin in einem kleinen Convenience Store in Tokio unterscheidet sie sich auf faszinierende Weise von den üblichen Figuren, die man in Romanen trifft. Ihr Bestreben, sich der Gesellschaft anzupassen und als "normal" angesehen zu werden, hat mich auf eine Weise berührt, die ich nicht erwartet hatte. Sayaka Muratas Schreibstil ist präzise und fesselnd, was es mir leicht gemacht hat, mich in die Geschichte hineinzuversetzen. Ihre Darstellung von Keikos Gedanken und Gefühlen ist so lebendig, dass ich mich fast schon wie ein stiller Beobachter in ihrer Welt gefühlt habe. Die Themen, die in diesem Buch behandelt werden, sind von großer Bedeutung. Es regt zum Nachdenken über die Konformität, die Erwartungen der Gesellschaft und den individuellen Drang nach Freiheit an. Als Mann habe ich die Möglichkeit gehabt, die Welt aus Keikos einzigartiger Perspektive zu sehen, was mein Verständnis für die Herausforderungen und Hindernisse erweitert hat, denen Menschen in unserer Gesellschaft gegenüberstehen. "Die Ladenhüterin" mag zwar auf den ersten Blick ruhig und unauffällig erscheinen, aber seine Botschaft ist umso lauter und nachhallender. Es erinnert daran, dass es wichtig ist, unsere eigenen Wege zu finden, um Glück und Erfüllung zu erreichen, unabhängig von den gesellschaftlichen Normen. Dieses Buch hat mich tief berührt und zum Nachdenken angeregt. Als Mann, der normalerweise andere Genres bevorzugt, kann ich "Die Ladenhüterin" dennoch jedem empfehlen, der auf der Suche nach einer einzigartigen und tiefgründigen Lektüre ist, die die Grenzen der Normalität in Frage stellt.
Der Einzelhandel ließ grüßen 🌸🤗😄
"Die Ladenhüterin" von Sayaka Murata ist ein Buch, was mich von der Ersten bis zur Letzten Seite an meine Arbeit im Einzelhandel erinnerte😄😊. Jede noch so detaillierte Arbeitsaufgabe kannte ich auch und ich fühlte mit Keiko mit.😊 In dem Buch geht es darum dass die Hauptprotagonistin (Keiko)"sonderbar" ist. Quasi, nicht der Norm der Gesellschaft entspricht, weil sie Mitte dreißig ist... nicht verheiratet, kinderlos und als Aushilfe in einem Convenience-Shop arbeitet. Hinzukommt, dass sie auch charakterlich gewisse Einschränkungen hat und sich daher eher anpasste, um nicht zu auffällig zu sein und um weniger Leid in der Familie zu verursachen. Ihre alltäglichen Strukturen geben ihr Sicherheit und Ordnung im Leben... Bis sie auf den Mann Shiraha trifft, arbeitslos, große Klappe... Und der ihr Leben ganz gewaltig durcheinander bringt. Die Geschichte ließ sich in fast einem Rutsch durchlesen und manches Mal erinnerte auch ich mich an die Zeit im Einzelhandel zurück und musste irgendwie etwas schmunzeln😄. Auch mit der Hauptprotagonistin konnte ich gut mitfühlen. Wir Menschen brauchen unsere Strukturen, oder Ordnungen im Alltag, diese geben ein Sicherheitsgefühl. Auch was den Herrn Shiraha betraf fand ich ihr Reaktion zum Schluss richtig gut🤗🤗. Ihn selber... Tja, also mögen tue ich ihn nicht. Für mich war der Typ ein sogenannter "Träumer". Er hatte eine große Klappe, fing Dinge an und brachte sie nicht zu Ende, ließ andere arbeiten und dachte ohne ihn wäre eine Frau wie Keiko Nichts usw usw usw.🙄 Teils machte es mich schlecht gelaunt und teils musste ich auch innerlich etwas lachen über so einen Typen.😂 Anders kann ich es nicht beschreiben😂. Die Autorin hat aber auch klar aufgezeigt, wie die Gesellschaftsnorm in Japan tickt. Dass man ausgestoßen wird, wenn du diese Norm nicht erfüllst (Ehe, Kinder, erfolgreiche Arbeit etc.), egal ob Frau, oder Mann. Ich fragte mich, beim Lesen:„ Haben wir das Teils nicht auch noch in der westlichen Sphäre?"🤔 Auch wenn es sich schon etwas verändert hatte und diese auch spürbar war. Japan ist da immernoch einen Zacken krasser drauf, finde ich. Es ist ein sehr lesenswertes Buch, was auch Dinge aufzeigt in einer Gesellschaft, für die Tradition wichtig ist. 1/2 Stern Abzug für den Typen der mir etwas die Laune verdorben hatte😂.
Selten habe ich das Ende eines Buches so sehr herbeigesehnt, bis zum Schluss habe ich noch darauf gehofft, das die Geschichte irgendeinen Sinn ergibt. Es liest sich wie ein Manga ohne Zeichnungen. Stupide, einfallslos, monoton. Ich kenne niemanden, dem ein solches Buch gefallen würde. Daher empfehle ich es auch nicht.
Skurrile Kurzgeschichte, die viel Spaß macht
Ich brauchte mal was ganz anderes zum Lesen und dafür war dieses Buch perfekt. Ein großer Teil des Buches ist (nicht so subtil verpackte) Gesellschaftskritik, besonders bezogen auf Japan aber auch gut übertragbar auf die westliche Welt. Man verfolgt das alltägliche Leben einer Supermarkt Verkäuferin, die wahrscheinlich eine Form von Autismus hat und versucht die Regeln der Gesellschaft zu erfassen und sich diesen anzupassen. Dabei entstehen häufig komische und lustige Situationen, die ich sehr gerne gelesen habe. Für manche kann die Geschichte zu übertrieben und die Protagonistin vielleicht zu überspitzt sein, doch ich hab das nicht so empfunden. Das überspitzte und übertriebene hat für mich einfach gepasst. Wer also auf der Suche nach was neuem und ganz anderem zu lesen ist, dem würde ich das Buch empfehlen. Oder generell japanische Literatur, die ist nämlich super.
Eine skurile Geschichte
Eine Außenseiterin die keine Empathie besitzt und anscheinend Gefühlsblind ist, arbeitet ihr ganzes Leben als Aushilfe in einem Lebensmittelladen für Fertigprodukte. Das belastet ihr Umfeld, weil sie diesem als einfache Verkäuferin nicht gut genug ist und wird oft für ihren einfachen Job kritisiert. Sie beobachtet im Laden aber genau die Welt der "Normalen" und versucht diese in ihrem Verhalten nachzuahmen, um wenigstens "Normal" zu wirken. Dabei fällt es ihr doch schwer, die "Normalen" zu verstehen. Das Buch soll eine Satire sein, in welcher sich über eine funktionale und von sich selbst abgetrennte Gesellschaft lustig gemacht wird. Mit 145 Seiten eher ein kleines Buch für zwischendurch.

Schnelles Buch für zwischendurch
Das war mein erste Buch von der Autorin, der Schreibstil was sehr angenehm. Die Story war zwar nicht wirklich spannend aber es hat trotzdem Spaß gemacht zu lesen. Und die Denkmuster der Protagonist waren sehr interessant. Teilweise konnte ich ihr Verhalten nachvollziehen. Herr Sahara (hieß er so? Den Namen konnte ich mir nicht gut merken 😂) hat mich extreeems genervt. Ich weiß nicht wie sie das so lange aushalten konnte.
»Irasshaimase konnichi wa!« Keiko ist Mitte dreißig, Single, und arbeitet schon ihr halbes Leben als Aushilfe in einem 24-Stunden-Supermarkt, einem 'Konbini'. Wie es von dessen Verhaltensregeln verlangt wird, perfektioniert sie mit Hingabe das inhaltlich korrekte Kundengespräch, den korrekten Gesichtsausdruck, den korrekten Tonfall in der Stimme. Sie ist stolz, wenn es ihr gelingt, das Tagesangebote mehr als 200 Mal zu verkaufen. Sie isst, um dem Laden dienen zu können. Sie pflegt sich, um dem Laden dienen zu können. Sie schläft ausreichend, um dem Laden dienen zu können. Routine ist für sie fast so wichtig, wie die Luft zum Atmen. Sie versteht andere Menschen nicht, ahmt ihr Verhalten lediglich nach; gesellschaftliche Anforderungen sind eine Fremdsprache, die sie nicht spricht. Der Konbini ist ein Mikrokosmos, der Keiko Sicherheit und Erfüllung bietet. Sie verlangt nicht viel vom Leben, tut auch niemandem weh damit, doch ihre Zufriedenheit wird als Affront wahrgenommen. Sie erfüllt nicht die gesellschaftlichen Erwartungen: Mitte dreißig, aber noch Single? Mitte dreißig, aber noch keine Kinder? Mitte dreißig, aber auf der Karriereleiter noch ganz unten? 出る釘は打たれる Altes japanisches Sprichwort: »Der herausstehende Nagel wird eingeschlagen« In ihrem Bestreben, sich als anerkanntes Mitglied der Gesellschaft zu etablieren, gerät Keiko auf Abwege, die sie letztlich nur noch weiter von der Norm entfernen. Sie wagt etwas Neues, doch Sayaka Murata schildert dies nicht als Befreiung. In nüchternen, unaufgeregten Worten zeichnet sie ein beklemmendes, wenn auch überzeichnetes Bild von den Zwängen, die Frauen von der Gesellschaft auferlegt werden. Umfeld und Seelenleben der Protagonistin werden ebenfalls mit nur wenigen, indes prägnanten Strichen umrissen. Die Sparsamkeit des Schreibstils ist in meinen Augen jedoch kein Manko, sondern eine Kunst: Die Geschichte ist oft geradezu skurril, doch im Kern durch und durch vorstellbar; sie ist lediglich auf die knappsten Grundzüge der Problematik konzentriert. Dies ist ein Roman, den man auch zwischen den Zeilen lesen muss – und ein Roman, den ich sehr gerne gelesen habe.
Das Buch hat auf jeden Fall einen gewissen Unterhaltungswert.
Keiko ist 36 und arbeitet in einem Konbini. Kein richtiger Beruf und keine Familie. Für die anderen ist sie ein Sonderling. Sie dagegen ist mit dem Ist-Zustand vollkommen zufrieden. Um vielleicht doch als normal angesehen zu werden, lässt sie einen Schmarotzer bei sich einziehen. Die Geschichte ist schon speziell und obwohl ich exzentrische Charaktere mag, war Keiko nicht ganz greifbar für mich. Der Unterhaltungswert war aber auf jeden Fall gegeben und bei nur 145 Seiten ist man auch schnell durch.
Ein Buch das man in einem Rutsch lesen kann.
Ein Buch das Speziell ist. Der Schreibstiel war für mich aber wirklich gut konnte es in einem Rutsch lesen. Ich glaube auch das nich jeder mit der Protagonistin klar kommt ich allerdings hatte viel Sympathie für sie. Ich hätte halt gerne mehr Tiefgang und Hintergrundwissen zur Protagonistin gehabt. Der Männliche Protagonist hat mich mit seinen Tiraden und seinem Selbstmitleid streckenweise sehr genervt was aber denke ich beabsichtigt war. Das Buch gibt glaube ich einen guten Einblick in die Wertvorstellung die in der Japanischen Kultur gelebt wird und was es heißt in diese Wertvorstellung nicht rein zu passen auch wenn man mit dem was man hat zufrieden ist. Familie und Freunde reden ihr Dinge ein die sie eigentlich garnicht vermisst aber auf Grund der Sonderstellung die sie dadurch bei ihren Freunden und Familie zugeteilt bekommt fühlt es sich für sie auf einmal auch falsch an. Ich habe die Protagonistin so empfunden das sie Strukturen und Regeln braucht aber nicht die die ihr die Gesellschaft vorgibt sondern selbstgewählte die Regeln des Konbini geben ihr den Halt in einem Leben dessen Regel sie ansonsten nur schwer versteht.
Kurzer Roman über gesellschaftliche Normen
Der Roman erzählt ruhig und präzise vom Leben einer Frau, die bewusst außerhalb gesellschaftlicher Erwartungen lebt. Murata schildert mit nüchterner Sprache, wie Normen, Anpassungsdruck und „Normalität“ hinterfragt werden. Die Ladenhüterin ist kurz, irritierend und zugleich tiefgründig – eine leise, japanisch geprägte Kritik an Konformität und sozialem Zwang.
Dieses Buch zeigt, dass Andersartigkeit völlig in Ordnung ist.
Inhaltlich lässt es sich kurz zusammenfassen: Die Außenseiterin Keiko findet als Angestellte eines 24-Stunden-Supermarktes ihre wahre Bestimmung. Im Zwang gesellschaftlicher Konventionen, versucht die Protagonistin einfach ihr Leben zu leben. Es nervt sie, dass sie als nicht normal oder unnötig betitelt wird. Ihre Familie möchte, dass sie ‚geheilt‘ wird. Mitte 30, keinen Mann, keine Kinder - Grund genug, dass sie in den Augen anderer eine Last für die Menschheit ist und keinen Mehrwert besitzt. Keiko richtet ihr Leben nach der Arbeit. Ohne diese wüsste sie nicht, wann sie schlafen soll, was angemessen ist im Umgang mit anderen Menschen oder wie man sich ‚normal‘ verhält. Sie imitiert bestimmte Sachen von ihren Kollegen, sodass es zusammengesetzt ein perfektes Bild abgibt und sie in ihrer Andersartigkeit nicht auffällt. Keiko hat Probleme Emotionen und Sarkasmus zu verstehen. Das Buch zeigt ganz offensichtlich, wie stark sich Personen von anderen Menschen beeinflussen lassen. Alles muss einem bestimmten Bild entsprechen und wenn dies nicht der Fall ist, wird man verurteilt. Das Schubladendenken ist omnipräsent und viele zerbrechen an den Vorstellungen anderer. Keiko will einfach nur ihrer Arbeit nachgehen, wobei sie auch sehr perfektionistisch veranlagt ist, ansonsten spielen andere soziale Gepflogenheiten keine Rolle für sie. Der Autor hat mit Witz und Zynismus ein Problem geschildert, was auch außerhalb von Japan eine große Rolle spielt. Selbst 2024 sind viele nicht vom Konservatismus befreit.
" Normalität setzt sich gewaltsam durch, Fremdkörper werden einfach beseitigt. Menschen, die nicht richtig funktionieren, werden entsorgt."
• Jeder behauptet von sich er wäre individuell und er würde Individualität innerhalb der Gesellschaft akzeptieren. Aber was passiert mit Menschen die tatsächlich außerhalb der bestehenden, geforderten, erwarteten Regeln & Normen leben? • Was passiert wenn man anders ist als die Mehrheitsgesellschaft einen haben will? • Und wie viel Kraft & Mut hat man/ ist man bereit zu geben, um sich selbst an erste Stelle seines Lebens zu setzten, unabhängig davon was alle anderen dazu sagen (könnten)? • Das Buch kritisiert den Umgang mit dem "Anderssein", die Scheinheiligkeit in der Gesellschaft ● Es wirft einen Blick auf die Bemühungen des Einzelnen trotz aller Individualität dazugehören zu wollen. Um nicht alleine zu sein, nicht negativ aufzufallen, einfach in Ruhe gelassen oder nicht ständig kritisiert zu werden. • Dünnes Buch mit klarem roten Faden, daher kommt man schnell durch • Kurze Kapitel • Ich-Perspektive • knackiger, unverblümter, anregender Schreibstil • Die Geschichte musste sich bei mir erst setzten, damit ich die vielen Facetten erkennen und nachspüren konnte
Skurril und auf seltsame Weise mitreißend
Zunächst mag einem die Geschichte der Protagonistin vielleicht langweilig vorkommen, letztlich erzählt sie von ihrem Alltag einer Ladenaushilfe. Jedoch ist das Buch auf eine so subtile Art skurril, dass ich es nicht weglegen konnte. Ich habe mit der Protagonist sehr mitgefühlt, ihre Art zu funktionieren hat in mir zugleich Bewunderung als auch Bedauern ausgelöst. Es regt einen schon in gewisser Weise zum nachdenken an und liest sich sehr schnell und gut. Mir persönlich hat es gut gefallen!
Stoisch und trocken komische Gesellschaftskritik
Wer sind wir hier eigentlich als Erwachsene, was soll man sein, wie definieren wir uns und andere? Dieses Buch setzt der ganzen Sinnsuche eine Frau entgegen, die noch nie wirklich vollständig „normal“ war. So wird einem beim Lesen mit einfachen Mitteln der Spiegel vorgehalten, womit man seinen Alltag eigentlich ausfüllt und wer man versucht zu sein. Für mich sehr interessant geschrieben.
Der Funke ist irgendwie nicht ganz übergesprungen
Es hat mich stellenweise schon nachdenklich gemacht, berührt und aufgewühlt. Keiko's Geschichte ist die von vielen, die von der Gesellschaft nicht als "normal" betrachtet werden. Ich fand es toll, wie sie schlussendlich ihren Weg findet und sich davon nicht mehr abbringen lässt. Trotzdem muss ich leider sagen, dass der Funke nicht ganz übergesprungen ist. Vielleicht kenne ich die japanische Gesellschaft zu wenig um das ganze Gewicht dieser kurzen Geschichte zu verstehen. Es hat jedenfalls 1.5 Jahre gedauert, diese 145 Seiten zu lesen, das sagt wohl alles :\
Süß, kurzweilig und etwas besonderes
Ich mochte die Hauptfigur Keiko sehr gerne, weil sie wirklich mal anders ist und, trotz der Anforderungen von außen, ganz bei sich bleibt. Sie versucht sich zwar anzupassen aber eigentlich nur, um Ihre Ruhe zu haben. Ich wäre gerne etwas länger in Keikos Welt geblieben, in der sie sich wohl und sinnvoll fühlt.
Moderner Klassiker für Zwischendurch
Wer jemals in einem japanischen Konbini eingekauft hat, hat sich bestimmt gefragt, was sich hinter der Fassade von korrekter Kleidung, fein abgestimmten Handbewegungen und formeller Höflichkeit verbirgt. Man kann sich kaum vorstellen, dass ein solcher Beruf mehr sein kann als ein Gelegenheitsjob. Wahrscheinlich ist das auch oft der Fall, aber wohl nicht immer, sagt dieses Buch. Manche Menschen mögen darin tatsächlich Erfüllung finden. Die gleiche Frage kann man natürlich über die japanische Gesellschaft insgesamt stellen. Was verbirgt sich hinter all der formellen Höflichkeit, hinter Koformismus und Kommerzialismus? Kann man durch Anpassung an die Norm, ja durch Übererfüllung der Norm glücklich werden? Es ist ein lustiges, kurzes und leicht zu lesendes Buch. Ich habe es schon vor einer Woche gelesen, aber der Schock über das Ende sitzt noch immer tief. Und das im Positiven Sinn...
Keiko passt scheinbar nicht in die Gesellschaft. Sie braucht Ordnung und Struktur Oft versteht sie die Menschen nicht, viele Verhaltensweisen sind ihr fremd. Auch die Erwartungen die an sie gestellt werden kann sie nicht nachvollziehen. Um sich anzupassen übernimmt sie Gesten, Mimik und die Sprache ihrer Mitmenschen. Das geht so lange gut bis sie versucht so zu sein wie die anderen sie gerne hätten. Sie scheint sich selbst zu verlieren. "Wie lästig, warum brauchten die anderen zu ihrer eigenen Beruhigung ständig Erklärungen. " Eine Geschichte die Aufgrund der kulturellen Hintergründe so unglaublich typisch für Japan erscheint, und deswegen kaum woanders spielen könnte. Ein Buch das auf wenigen Seiten so viel Inhalt bietet. Es ist skurril, unfreiwillig komisch aber auch traurig und irgendwie tragisch. Es ist unglaublich was die Gesellschaft uns unbewusst oder bewusst für Regeln und Normen aufzwingt. Jeder mischt sich ein, weiß alles besser. Die Ladenhüterin zeigt das man seine Bestimmung finden kann, wie auch immer diese aussieht, und damit glücklich sein kann.
Ganz nett aber nichts Besonderes
Es geht hier um eine Frau die in einem Konbini arbeitet. Sie ist vermutlich Autistin, dies wird aber nicht explizit benannt. Sie hat jedenfalls täglich mit den alltäglichen Aufgaben zu kämpfen und kann sich mit den Konventionen der Gesellschaft nicht immer identifizieren. Nur die immer gleichen Abläufe des Konbini geben ihr Halt. Als sie ihren ebenfalls sehr verhaltensauffälligen Kollegen bei sich aufnimmt und dieser sie dazu bringt ihren Job zu kündigen ist das Chaos perfekt. Eine Geschichte über Strukturen, die Verschiedenheit der Menschen und dem Mut für sich selbst einzustehen, egal was alle anderen sagen.
Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und fand art und weise wie das Buch gesprochen wurde schon ein bisschen komisch aber daran konnte ich mich recht schnell gewöhnen. Ich mochte die Themen die thematisiert wurden und auch wie sie thematisiert wurden. Ich habe mich nicht mit allen Charakteren anfreunden können aber ich glaube auch nicht das das der Sinn des Buches gewesen war. Ich mochte das das Buch so kurz war, denn das hat vollkommen gereicht.
Durch meine Begeisterung zu der japanischen Autorin Banana Yoshimoto hatte mir eine sehr gute Freundin auch Sayaka Murata‘s Die Ladenhüterin ans Herz gelegt. Ein wenig skurril dieses kleine Büchlein aber mit starker Aussage und starkem Thema, welche mir lange im Gedächtnis bleiben werden.
Die nüchterne und dennoch recht skurrile Erzählweise der Protagonistin war eine nette Abwechslung! Sie war so ganz anders als die japanische Literatur die ich von Banana Yoshimoto und Haruki Murakami. Keiko erzählt nüchtern und emotionslos über ihren Alltag und ihre Gefühle. An ihrer Art wie sie erzählt, kam es mir vor als hätte sie eine Art des Autismus oder eine andere tiefgreifende emotionale Entwicklungsstörung. Genau wurde das glaub ich nicht gesagt ob es so war, oder ob es dem Leser selbst überlassen wurde diese Vermutung zu bestätigen oder nicht. Trotzdem bin ich nur so durch das Buch und die Geschichte geflogen. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, weil ich wissen wollte ob und wie Keiko sich vllt an ihre Umwelt und den Alltag anpasst oder nicht. Gewünscht hatte ich mir von Anfang an das Keiko ihren eigenen Weg geht und sich nicht an Freunden und Familie orientiert! Am Ende saß ich mit einem Gesellschaftskritischen kurzen Roman in der Hand da und wusste nicht so recht wie ich mich fühlen sollte. Der Blick auf die japanische Gesellschaft war wirklich gut und ergreifend und auch mal ein etwas anderer als man ihn vielleicht normal hat. Aber die Kritik die in diesem Roman geäußert wurde, lässt sich nicht nur auf die Japanische übertragen! Persönlich empfand ich es auch als Spiegel unserer Gesellschaft, die jeden der nur etwas von der Norm abweicht als „Anders“ und „Fremdartig“ abstempelt und auf irgendeine Art und Weise ausgrenzt die uns oft im Alltag gar nicht auffällt - und über die wir normalerweise als „integrierte Menschen“ nie wirklich nachdenken müssen.

Eine gewisse Form der Gesellschaftskritik im Bezug auf die japanischen Normen wird in diesem kleinen, umwerfenden Buch vermittelt. Es zeigt, wie schwer es ist in einer so strikten Gesellschaft "anders" zu sein und vor allem auch den Mut hervorzubringen dieses "Anderssein" zu akzeptieren. Unglaublich gut durchdachte Charaktere mit starken Dialogen machen dieses Werk wirklich außergewöhnlich und absolut lesenswert!
5 ⭐️; ich liebe dieses Buch und finde es liefert einen sehr wichtigen Inhalt. Die Protagonistin und ihr ganzes Leben, mit allen psychischen Themen die sie hat, wird eindrücklich auf eine ruhige Art und Weise geschildert. Ich habe beim Lesen so oft die Thematik in mein „echtes Leben“ reflektiert. Wo gibt es bei mir solche Situationen? Wo werden in meinem Leven Grenzen überschritten, wo überschreite ich. Muss Abwehr laut sein oder geht sie auch leise? Warum darf nicht jeder Mensch urteilsfrei von anderen sich für sein Glück entscheiden. Das Buch halt nach und ich freu mich auf den sicheren Re- Read.
Kollektivismus, Entfremdung der eigenen Personen in einer von Konventionen geprägten Gesellschaft, Huldigung des Dienstleistungsgewerbes und Wirtschaft, kritischer Umgang mit den eigenen Gefühlen, unterdrückter Drang nach Freiheit und Individualismus. Ich habe das Gefühl, dass es sich in der zeitgenössischen, japanischen Literatur wirklich immer nur um diese Themen dreht. Und das finde ich schon etwas ermüdend. Für die japanische Gesellschaft mögen diese Themen soziotherapeutischen Charakter haben, aber für mich bleiben die Romane immer ein Stück fremd. Die Ladenhüterin Keiko, eine 38jährige Autistin, die ihren Lebensunterhalt als Aushilfskraft im Supermarkt verdient, mag auf den ersten Blick originell wirken. Aber hier geht es gar nicht darum, die Entwicklungsstörung der Protagonistin zu thematisieren. Vielmehr soll sie nur verdeutlichen, wie unmenschlich der Erwartungsdruck der Gesellschaft gegenüber denjenigen Mitgliedern ist, die nicht mit dem Strom schwimmen können oder wollen. Und so endet ihr Ausbruch im letzten Drittel mit der Rückkehr in den Schoß der von Erwartungen bestimmten Gesellschaft. Das Ganze ist inhaltlich und sprachlich so simpel gestrickt, dass es auch als Propagandaliteratur verstanden werden könnte. Oder ist das beißender Sarkasmus? Die Figuren sind so überzeichnet, dass ich überhaupt keine Möglichkeiten fand, etwas zwischen den Zeilen lesen zu können. Wie gesagt, es ist mir fremd. Und so bleibt am Ende bei mir einfach nur Bedauern für ein Volk übrig, dass zwar immer fröhlich lächelt, aber in dem die schwächsten Mitglieder verzweifelt in den Romanen um Hilfe und Beachtung schreien.
Hmm. Ich bin nicht sicher, wie ich dieses Buch finde. Es ist kurz. Es hat Längen. Es geht um Keiko, die als vermutlich autistische Person, wie ein Alien in der japanischen Gesellschaft lebt und versucht, sich anzupassen, was ihr als Kind nicht gelingt, als junge Erwachsene schon, dann jedoch, weil nicht verheiratet und immer noch in einem Aushilfsjob, wieder nicht. Das Buch war ja sehr erfolgreich in Japan und unter dieser kulturellen Perspektive gelesen, ist es auch sehr interessant. Insgesamt ist es mir inhaltlich jedoch etwas zu dünn.
























































