25. Apr.
Rating:2

Unverstandene Neurodivergenz in a nutshell

Das Buch ist kurzweilig. Ein sehr direkter, klarer Schreibstil, der die Innenwelt unserer Protagonistin gut widerspiegelt. Eine neurodivergente Protagonistin, die in einer Welt voller neurotypischer Menschen versucht zu maskieren und dazuzugehören. Allerdings lernt sie, dass mit zunehmenden Alter sich bestimmte Regeln verändern und sie versteht nicht wieso. Leider taucht auch während des gesamten Buches kein Charakter auf, der dem Leser dieses unangenehme Gefühl nimmt, das sich aufbaut. Ein Gefühl aus Verständnis für ihre Situation, aber genauso Verständnis für den Blick aller anderen Charaktere gepaart mit einem fast Ekel für die starren Muster unserer Gesellschaft. Was ich gar nicht mochte waren die zuhauf mysogynen Aussagen, die durch Charaktere getroffen wurden und der nicht kritischen Auseinandersetzung mit eben diesen. So wirkt es, dass diese starren, mysogynen Muster richtig seien und unsere Protagonistin wirklich die mit den Problemen ist. Am Ende bleibt mir ein bleierndes, nüchternes Gefühl, eine Unzufriedenheit über das Ende der Geschichte. So wie die Geschichte mitten in ihrem Leben beginnt, hört sie auf, ohne dass sie sich ein Stück verändert. Da das Buch durchaus Gefühle in mir wach rief und ich den klaren Erzählstil sehr passend gewählt finde, gibt es 2 Sterne von mir.

Die Ladenhüterin
Die Ladenhüterinby Sayaka MurataAufbau
5. Apr.
Rating:4

Eine entspannte Wohlfühlgeschichte

Für mich war es das erste Mal in solchem Genre zu lesen, und es hat mir gefallen. Der eine oder andere wird sich selber vielleicht wiedererkennen in gewissen Situationen. Es zeigt sich wie man eine Sache richtig lebt bis zu einem gewissen Punkt. Veränderungen sind nicht immer und für jeden schön sag ich nur. Wünsche euch viel Spaß mit dem Cozy Buch

Die Ladenhüterin
Die Ladenhüterinby Sayaka MurataAufbau
26. März
Rating:4

Seltsam anmutende Geschichte aus Japan, wo Keiko, autistische Angestellte eines Konbini (24h geöffneter Minisupermarkt) ihr Dasein fristet. Ganz mit dem Konbini verschmolzen lebt sie nur für die Arbeit und passt sich an, wo es nur geht. Eingerichtet auf dem schmalen Grat zwischen der Welt der Normalen und denen, die den enormen sozialen Druck der japanischen Gesellschaft nicht standhalten wollen oder können, balanciert sie erstaunlich sicher bis sie den Versuch unternimmt doch dem Ideal zu entsprechen und einen Mann in ihr Leben lässt. Kurzweiliges, trauriges Lesevergnügen, an dessen Ende man erkennt, dass das Glück eben für jeden etwas anderes ist.

Die Ladenhüterin
Die Ladenhüterinby Sayaka MurataAufbau
22. Feb.
Rating:2.5

Kurzweiliges Buch… für zwischendurch hatte ich mir gedacht… ich mochte den Hauptcharakter sehr.. „japanische Literatur der Sonderlinge“ finde ich immer wieder erfrischend… aber hier fehlte Tiefe, Charakter und die japanischen Konventionen wurden massivst klischeehaft dargestellt… ein Glück das man am Ende ein wenig noch die Kurve bekommen hat 🍙

Die Ladenhüterin
Die Ladenhüterinby Sayaka MurataAufbau
8. Feb.
Rating:1.5

Sehr ereignislos

Für mich war es ein sehr nichtssagendes Buch, in dem kaum was passiert. Klar, die Message soll sein, dass man sich für niemanden verändern, dass man für sich einstehen und man selbst sein soll. Aber die Geschichte ging leider gar nicht in die Tiefe.

Die Ladenhüterin
Die Ladenhüterinby Sayaka MurataAufbau
29. Jan.
Rating:3.5

Kurzweilig und sehr Unterhaltsam wird hier die Geburt einer Kombini-Angestellten beschrieben welche den Sinn ihres Lebens in der Routine eines Teilzeitjobs findet. Es beschreibt sehr gut den Ablauf in einem japanischen Kombini und hat sogar Zeit für eine kleine Dosis Gesellschaftskritik. Am Ende soll jeder machen, was einen glücklichen macht und was uns einen Grund zum essen,duschen und aufstehen gibt.

Die Ladenhüterin
Die Ladenhüterinby Sayaka MurataAufbau
20. Jan.
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Rating:3.5

Passenderweise habe ich das Buch in Japan gelesen und dadurch so manches im Konbini anders betrachtet: Wie wurde hier eingeräumt? Welche Dinge werden in den Vordergrund gerückt? Wie sind die Onigiri angeordnet? Das hat mir einen kurzweiligen Spaß bereitet. Ebenso kurzweilig ist die Geschichte rund um Keiko, die seit nun doch schon sehr langer Zeit als Aushilfe in einem Konbini arbeitet. Das fällt den Menschen in ihrem Umfeld auf und bleibt nicht unkommentiert. Hinzu kommt ihr eher ungewöhnliches Verhalten, das auf eine Form von Autismus schließen lässt. Auch dies führt dazu, dass ihr Umfeld sie wiederholt bewertet, infrage stellt oder sogar versucht, ihr Verhalten zu verändern. Ergänzt wird dieses teils sehr skurrile und überspitzte Bild durch Nebenfiguren, die ebenfalls aus dem Rahmen fallen. Dadurch entsteht eine große Unterhaltsamkeit, die mich mehr als einmal ungläubig den Kopf schütteln ließ. Denn es ergeben sich derart abstruse Momente, dass man einfach staunend zurückbleibt. Der Roman liest sich schnell, leicht und flüssig, sodass ich ihn innerhalb kürzester Zeit bereits beendet hatte. Das Ende war unerwartet, brachte jedoch einen runden und stimmigen Abschluss, der gut zu Keiko passte. Das Skurrile muss man mögen – andernfalls wird einem das Buch vermutlich nicht gefallen. Ich fand es sehr unterhaltsam, weshalb dies sicher nicht mein letztes Buch der Autorin gewesen sein wird.

Die Ladenhüterin
Die Ladenhüterinby Sayaka MurataAufbau
17. Jan.
Skurrile Außenseitern findet zu sich selbst 🐡🐡
Rating:3

Skurrile Außenseitern findet zu sich selbst 🐡🐡

Das war mal was ganz anderes und auch wenn ich den Typ, der im Mittelteil auftauchte am liebsten vom Planet gejagt hätte, hat mir das Buch echt gefallen. Ich mag aber auch diese etwas anderen Geschichten abseits der Norm. 😏 Hätte gegen Ende noch etwas mehr Story vertragen aber alles in allem ein durchaus solides & unterhaltsames Werk 🤓

Die Ladenhüterin
Die Ladenhüterinby Sayaka MurataAufbau
11. Jan.
Rating:4.5

ENTHÄLT SPOILER! - "Cozy" Gesellschaftskritik, die nur durch einen Incel gestört wird

Die Ladenhüterin hat mich überraschend schnell abgeholt, vor allem durch die ruhige, eigenwillige Perspektive der Hauptfigur. Besonders mochte ich die Rückblenden in ihre Kindheit – allen voran die Schaufel-Szene – und diese scheinbar banalen, aber sehr wirkungsvollen Gedanken an Hähnchenspieße. Zwischendurch hatte ich ernsthaft Hunger und gleichzeitig das romantisierte Gefühl, selbst in einem kleinen Tante-Emma-Laden arbeiten zu wollen. Diese Gleichgültigkeit gegenüber gesellschaftlichen Normen wirkt dabei nicht rebellisch, sondern einfach konsequent – und genau das macht sie so sympathisch. Nach der Schaufel-Szene hatte ich später ehrlich gesagt kurz Angst, als im Laden plötzlich die Golfschläger zur „Konfliktlösung“ bereitstanden. Ein Teil von mir hat fast gehofft, dass sie in dem Moment ihre Maske fallen lässt und zu ihrer ganz eigenen Normalität zurückfindet – inklusive einmal ordentlich mit dem Schläger zuschlagen. Und dieser selbsternannte „gesellschaftskritische“ Typ hat mich wahnsinnig gemacht. Nach dem Ende hatte ich vor allem das Gefühl, dass die Hauptfigur eigentlich alles richtig gemacht hat, um sich sinnvoll in die Gesellschaft einzufügen – nur eben nicht auf die richtige, allgemein akzeptierte Art. Sie funktioniert, sie arbeitet, sie passt sich an, und trotzdem wird sie nicht akzeptiert, weil sie nicht dem erwarteten Lebensentwurf folgt. Das krampfhafte Bemühen, allen Vorstellungen gerecht zu werden, macht sie zunehmend unglücklich, und genau das fand ich sehr treffend und schmerzhaft beschrieben. Umso schöner war für mich das Ende: die Erkenntnis, dass ein gesellschaftlich als „normal“ angesehenes Leben nicht für jeden passt – und dass das kein Scheitern ist. Dass sie ihre eigene Bestimmung erkennt und annimmt, fühlte sich ruhig, konsequent und befreiend an. Ein leises, seltsames, manchmal unangenehmes Buch über Anpassung, Außenseitertum und die Frage, wer eigentlich festlegt, was ein erfülltes Leben ist.

Die Ladenhüterin
Die Ladenhüterinby Sayaka MurataAufbau
4. Jan.
Rating:3

Gesellschaftskritik aus der Sicht einer Außenseiterin

Das Buch handelt von Keiko, die seit ihrer Kindheit aus dem Raster fällt und nur als Aushilfe im Konbini das Gefühl hat, als nützliches Mitglied der Gesellschaft zu gelten. Es lässt sich vom Schreibstil her leicht lesen, ist aber inhaltlich ein sehr unangenehmes Buch, das zum Nachdenken anregt, was es bedeutet als Individuum in einer Gesellschaft "normal" oder "nützlich" zu sein und wieviel man bereit ist, dafür von sich selbst zu opfern.

Die Ladenhüterin
Die Ladenhüterinby Sayaka MurataAufbau
19. Dez.
Rating:3.5

Kurzer Roman über gesellschaftliche Normen

Der Roman erzählt ruhig und präzise vom Leben einer Frau, die bewusst außerhalb gesellschaftlicher Erwartungen lebt. Murata schildert mit nüchterner Sprache, wie Normen, Anpassungsdruck und „Normalität“ hinterfragt werden. Die Ladenhüterin ist kurz, irritierend und zugleich tiefgründig – eine leise, japanisch geprägte Kritik an Konformität und sozialem Zwang.

Die Ladenhüterin
Die Ladenhüterinby Sayaka MurataAufbau
7. Dez.
Rating:5

5 ⭐️; ich liebe dieses Buch und finde es liefert einen sehr wichtigen Inhalt. Die Protagonistin und ihr ganzes Leben, mit allen psychischen Themen die sie hat, wird eindrücklich auf eine ruhige Art und Weise geschildert. Ich habe beim Lesen so oft die Thematik in mein „echtes Leben“ reflektiert. Wo gibt es bei mir solche Situationen? Wo werden in meinem Leven Grenzen überschritten, wo überschreite ich. Muss Abwehr laut sein oder geht sie auch leise? Warum darf nicht jeder Mensch urteilsfrei von anderen sich für sein Glück entscheiden. Das Buch halt nach und ich freu mich auf den sicheren Re- Read.

Die Ladenhüterin
Die Ladenhüterinby Sayaka MurataAufbau
21. Nov.
Rating:3.5

Die Ladenhüterin“ hat mich sofort abgeholt! Ich mochte besonders, wie viel Herz in Keiko steckt und wie man spürt, dass jeder Mensch – egal wie unscheinbar – eine besondere Geschichte mitbringt.

Die Ladenhüterin
Die Ladenhüterinby Sayaka MurataAufbau
11. Sept.
Rating:4

Sehr eigenwillig aber dennoch faszinierend. Die Beschreibungen waren einfach schön und man konnte gut in die japanische Kultur abtauchen. Dabei war unsere Ladenhüterin das zentrale Thema und zugleich tragisch. Sie entspricht nicht der Norm und versucht stets sich als richtiger Mensch zu verhalten wobei der Laden, der Dreh und Angelpunkt ist. Nicht aufregend und dennoch lesenswert.

Die Ladenhüterin
Die Ladenhüterinby Sayaka MurataAufbau
11. Sept.
Rating:2

Obwohl ich ähnlich wie Hauptprotagonistin ein großes Herz für Konbinis habe, konnte ich in ihrer Welt für mich nur Langweile finden.

Ich kann es leider nicht ganz nachvollziehen, was mir hier entgangen ist. Für mich las sich die Geschichte wirklich schnöde, die Innenwelt der Hauptprotagonistin wurde mir zu plump dargestellt und gefühlt gab es kein richtiges Highlight. Ihre Art mit sich selbst und ihrem Leben umzugehen hat mich frustriert und beim beenden des Buches war ich erleichtert dass es vorbei war 🥲

Die Ladenhüterin
Die Ladenhüterinby Sayaka MurataAufbau
24. Aug.
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Rating:4

. Wenn alle um dich herum… ihr Leben vollkommen im Griff haben, heiraten, eine Familie gründen, Kinder kriegen oder Karriere machen und du nicht… dann lies dieses Buch! Ansonsten eigentlich auch… 😂 4/5⭐️ . Aber worum geht es genau… Keiko war schon ihr ganzes Leben lang anders als alle anderen. Irgendwann lernte sie einfach still zu sein, keine Fragen zu stellen und mit dem Strom zu schwimmen. Dieser Weg führte sich mit Anfang 20 in einen kleinen Supermarkt als Aushilfe in dem sie sich mit Mitte 30 immer noch als Angestellte befindet. Sehr zur Sorge aller ihrer Mitmenschen! . In „Die Ladenhüterin“ erfolgen wir Keiko durch ihr Leben. Wir lernen sie und ihre Eigenschaften unter anderem durch Kindheitserinnerungen kennen. Da diese immer wieder zu Problemen führen, ändert sich Keiko radikal und passt sich der „normalen“ Welt an. Eine ihrer Überlebensstrategie ist es beispielsweise Mädchen und Frauen in ihrem Alter zu imitieren, um nicht aufzufallen und dazuzugehören. Immer wieder werden Keikos Lebensentscheidungen angezweifelt. Ihr Lebensweg passt einfach nicht zum Leben der Anderen, obwohl sie es versucht. Jedoch findet sie am Ende der Erzählung ihr Glück. „Die Ladenhüterin“ ist ein hypnotisierender, interessanter, witziger und intelligenter Roman, der eine auf den ersten Blick nicht erkennbare Kritik an unserer heutigen Gesellschaft aufzeigt. Muratas Protagonistin stellt die Frage, wieso gibt es in der heutigen Gesellschaft eigentlich keinen Platz mehr für Individualität? Wieso ist unser Lebensweg so vorbestimmt, vor allem für uns Frauen? Ein kurzes Buch mit knapp 140 Seiten, dass mich für eine Nacht in seinen Bann zog, um mich danach erstmal sprachlos zurückzulassen.

Die Ladenhüterin
Die Ladenhüterinby Sayaka MurataAufbau
14. Aug.
Rating:5

Eine stille Liebeserklärung an die Andersartigkeit

Pragmatisch gesehen ist „Die Ladenhüterin“ eine Lektüre, die man schnell durchliest. Blickt man jedoch näher hin, entpuppt sich Sayaka Muratas Roman als liebevolles Bekenntnis zur Andersartigkeit - ruhig, beständig und leise berührend. Die Hauptfigur Keiko arbeitet als Angestellte in einem Convenience Store, ist ledig und hat kaum soziale Kontakte. Für viele wirkt ihr Leben deshalb unglücklich und erfolglos. Doch im Laufe des Buches wird klar: Für Keiko ist genau das ihr persönliches Glück. Mit feinem Gespür beschreibt die Autorin, was Glück für Keiko bedeutet, und lädt dazu ein, über die eigenen Vorstellungen von Erfolg nachzudenken. Auch wenn die Erzählweise anfangs fast unspektakulär wirkt, bricht die Geschichte mit gängigen gesellschaftlichen Erwartungen und bleibt dabei tiefgründig. Ein schönes, stilles Buch, das ich jedem ans Herz legen würde.

Die Ladenhüterin
Die Ladenhüterinby Sayaka MurataAufbau
10. Aug.
Rating:4

Ein schmales Buch, das lange nachhallt. In ruhigem, fast schlichtem Ton erzählt Sayaka Murata die Geschichte von Keiko, die seit ihrer Kindheit weiß, dass sie irgendwie „anders“ ist. Um nicht aufzufallen, beginnt sie, das Verhalten anderer zu imitieren – besonders im Konbini wird sie zur perfekten Angestellten. Dort findet sie eine Art Ordnung, Sicherheit – vielleicht sogar Sinn. Doch die Gesellschaft erwartet anderes: Karriere, Heirat, Kinder. Als der misanthropische Shiraha in ihr Leben tritt, gerät Keikos Welt ins Wanken. Für einen Moment scheint sie das Spiel der gesellschaftlichen Erwartungen mitzuspielen – bis sie erkennt, dass wahres Glück nicht darin liegt, sich passend zu machen, sondern dem zu folgen, was einen wirklich erfüllt. Ein stilles, kluges Buch über Anpassung, Normalität und die stille Rebellion einer Frau, die sich entscheidet, sie selbst zu sein – auch wenn das bedeutet, aus dem Rahmen zu fallen.

Die Ladenhüterin
Die Ladenhüterinby Sayaka MurataAufbau
10. Aug.
Rating:4

Ich habe eine Kopie von Netgalley und dem Aufbau Verlag erhalten. Die Rezension ist meine persönliche Meinung. Das Buch ist am 8. März 2018 in deutscher Übersetzung erschienen. Für so ein dünnes Buch gelingt es der Autorin mit beeindruckender Leichtigkeit gesellschaftliche Normen darzustellen, die trotz allem Fortschritt doch immer noch im Denken und Handeln verankert sind. Manchmal wird dem Leser dies fast mit einer Keule über den Kopf gehauen, an anderen Stellen ist es jedoch viel subtiler. Insbesondere hat es mich gefreut eine weibliche Protagonistin kennen zu lernen, die für die „normale“ Gesellschaft nicht begreifbar ist. Ihrer Geschichte zu folgen war für mich manchmal befremdlich, trotzdem fand ich die Geschichte ergreifend.

Die Ladenhüterin
Die Ladenhüterinby Sayaka MurataAufbau
29. Juli
Rating:3.5

Hmm. Ich bin nicht sicher, wie ich dieses Buch finde. Es ist kurz. Es hat Längen. Es geht um Keiko, die als vermutlich autistische Person, wie ein Alien in der japanischen Gesellschaft lebt und versucht, sich anzupassen, was ihr als Kind nicht gelingt, als junge Erwachsene schon, dann jedoch, weil nicht verheiratet und immer noch in einem Aushilfsjob, wieder nicht. Das Buch war ja sehr erfolgreich in Japan und unter dieser kulturellen Perspektive gelesen, ist es auch sehr interessant. Insgesamt ist es mir inhaltlich jedoch etwas zu dünn.

Die Ladenhüterin
Die Ladenhüterinby Sayaka MurataAufbau
26. Juli
Rating:3.5

Ich weiss nicht, was normal ist, aber ich habe gelernt, es möglichst unauffällig zu tun.

Das kleine Buch hat mich wirklich positiv überrascht 🥰 Mit ihrem wunderbar trockenen und ehrlichen Stil nimmt die Autorin die gesellschaftlichen Erwartungen in Japan aufs Korn und zeigt, wie hart es sein kann, aus der Reihe zu tanzen. Wenn man nicht so funktioniert, wie es von einem verlangt wird, steht man schnell am Rand. Besonders gefallen haben mir die eigenen Denkmuster der Hauptfigur. Oft musste ich beim Lesen schmunzeln. Keiko denkt so anders, dass ihre weltfremden, aber ehrlichen Überlegungen mich immer wieder zum Nachdenken gebracht haben 🫶🏻 Trotz der ernsten Gesellschaftskritik bleibt das Buch leichtfüssig und stellenweise sogar richtig komisch. Für mich war das Buch eine erfrischend andere Lektüre, die sehr spass gemacht hat zu lesen 😊 🌸

Die Ladenhüterin
Die Ladenhüterinby Sayaka MurataAufbau
17. Juni
Rating:2.5

Für Japan-Fans und Freunde von kurzen Erzählungen

Dass Keiko Furukawa eine besondere Person ist, wird dem Leser wohl sehr schnell klar. Auch wenn es nicht ausgesprochen wird, vermute ich stark, dass sie eine Autistin ist, die versucht in der ambivalenten Welt klarzukommen. Zu Beginn ihres Lebens eckt sie an und lernt schnell, sich anzupassen und Strategien zu entwickeln um den Alltag zu überstehen. So kommt es, dass sie 18 Jahre lang in einem Konbini arbeitet und keine besonders ambitionierte Karriere anstrebt. Das Buch ist unterhaltsam geschrieben und auf psychologischer und gesellschaftskritischer Ebene auch interessant. Leider fehlt mir doch etwas Substanz. Die Autorin schafft es gut, dass man Charaktere wie Shiraha einfach nur schrecklich findet. Innerlich habe ich viel über ihn geschimpft. Am Ende hätte ich mir mehr Konsequenzen für ihn gewünscht. Habe das Buch spontan als reduziertes eBook gekauft, dafür war es angemessen unterhaltsam.

Die Ladenhüterin
Die Ladenhüterinby Sayaka MurataAufbau
15. Juni
Rating:3.5

Was ist Normalität und wieso darf man nicht davon abweichen? Das Buch erzählt die Geschichte einer Frau, welche aus Sicht der japanischen Gesellschaft nichts zu derer dazuträgt, weil sie nicht das "normale" Leben führt. Die Protagonistin erfährt krasse Grenzüberschreitungen, nur weil die Gesellschaft denkt, sie kann mit ihrem "abnormalen" Leben nicht glücklich sein. Trotzdem findet sie schliesslich zu sich selbst und weiss, was sie will. Die Geschichte ist einfach und stellenweise witzig geschrieben. Ein tolles und kurzes Buch!

Die Ladenhüterin
Die Ladenhüterinby Sayaka MurataAufbau
1. Juni
Rating:3.5

Hab mehr erwartet aber trotzdem gut.

Wenn das Seidenraupenzimmer ein Tsunami ist ist das hier ne seichte Surfwelle. Die Gesellschaftskritik ist schön trocken und unverschönt aufgebreitet aber die WTF Momente habe ich trotzdem vermisst.

Die Ladenhüterin
Die Ladenhüterinby Sayaka MurataAufbau
23. Mai
Rating:5

Das Leben einer autistischen Frau in Japan

Obwohl im Buch das Wort Autismus nie erwähnt wird, merkt man schnell – besonders, wenn man mit dem Thema vertraut ist – dass die Hauptfigur vermutlich autistisch ist. Ihre Denkweise, ihre sozialen Herausforderungen und ihr Bedürfnis nach Struktur deuten darauf hin. Die Geschichte spielt zwar in Japan, aber das zentrale Thema ist universell: Wie geht unsere Gesellschaft mit Menschen um, die anders sind? Das Buch fordert dazu auf, Vorurteile abzubauen und Vielfalt zu akzeptieren. Es zeigt eindrucksvoll, wie wichtig es ist, Menschen so sein zu lassen, wie sie sind – ohne sie verändern zu wollen. Ein sensibles, stilles und zugleich starkes Plädoyer für mehr Verständnis, Empathie und Freiheit.

Die Ladenhüterin
Die Ladenhüterinby Sayaka MurataAufbau
15. Apr.
Rating:3

Gesellschaftskritischer Roman ohne Höhen und Tiefen

Keiko passt nicht in die japanische Gesellschaft. Schon als Kind hat sie Verhaltensweisen gezeigt, die als unnormal gelten. Lange hat ihre Familie versucht, sie zu „heilen“. Ihren Platz findet sie schließlich im Konbini-Markt, wo sie sich das Verhalten der anderen Mitarbeitenden abschaut und der klare Ablauf ihr einen Lebenssinn bietet. Der Roman ist mit seinen 145 Seiten eher kurz und dank des schlichten Schreibstils einfach zu lesen. Richtig warm bin ich mit der Protagonistin nicht geworden, die eben auch nicht in der Lage ist, Empathie oder Mitleid zu empfinden. Sie versucht zunächst, auf Druck ihres Umfeldes, sich anzupassen und nicht negativ aufzufallen. Klar, die Gesellschaftskritik wird deutlich, aber das macht für mich eben noch kein literarisches Meisterwerk aus. Das Werk plätschert halt so vor sich hin.

Die Ladenhüterin
Die Ladenhüterinby Sayaka MurataAufbau
13. Apr.
Rating:4

Sayaka Murata ist mit ihrem Roman “Die Ladenhüterin” ein interessanter, gesellschaftskritischer Roman über die Rolle der Frauen in Japan gelungen. Der Schreibstil ist typisch für die japanische Literatur: ruhig und unaufgeregt.

Die Ladenhüterin
Die Ladenhüterinby Sayaka MurataAufbau
30. März
Rating:2

Ein schwieriger Pick und vermutlich war ich einfach nicht darauf gefasst.

Ein durchaus gesellschaftskritisches Buch. Dennoch hat mir der Progress bzw. die Aussicht auf potentielle Besserungen gefehlt, irgendwie. Die Protagonistin war noch in ihrer Verhaltensweise nachvollziehbar - ihr Autismus (?) wird zwar nicht erwähnt (weil gesellschaftlich nicht toleriert?), macht sie aber ziemlich glaubhaft. Der Protagonist hingegen hat mich einfach nur angewidert. Das Ende ist mir zu plötzlich und hat mich ziemlich unzufrieden zurückgelassen. All das ließ mich mit dem Roman keine gute Leseerfahrung verbinden.

Die Ladenhüterin
Die Ladenhüterinby Sayaka MurataAufbau
21. März
Rating:3.5

Die japanische Literatur und ich - wir machen es uns nicht leicht! Ich bin ein sehr emotionaler, hoffentlich auch empathischer Mensch. Und bei aller Schönheit und Poesie der Texte, spüre ich immer auch eine Distanziertheit. So auch hier. Hier passt ein Mensch, der doch offensichtlich autistische Züge zeigt und seine eigenen Strukturen braucht, nicht in die Strukturen der Gesellschaft. Mich hat es teils wütend, teils fassungslos gemacht, aber auch berührt, wie Keiko versucht sich selbst, aber auch der Gesellschaft gerecht zu werden. Ich mag das Buch, aber es war - für mich! - auch okay, dass es doch recht kurz war. (Und das nächste japanische Buch wartet bereits auf dem SuB 😉)

Die Ladenhüterin
Die Ladenhüterinby Sayaka MurataAufbau
21. März
Rating:2

Das Buch war nichts für mich. Ich verstehe, was die Autorin zeigen wollte, aber für mich war alles etwas zu überzeichnet und blieb mir vollkommen fern. Es hat mich überhaupt nicht berührt. Dieser Gesellschaftskonformismus, in dem erwartet wird, dass jeder nach den Maßstäben der Gesellschaft funktionieren muss, ist wahrscheinlich in Japan stärker als im Westen.

Die Ladenhüterin
Die Ladenhüterinby Sayaka MurataAufbau
15. März
Rating:5

Typisch japanisch!

Ich liebe japanische Literatur, diese Außenstehenden, diese Sonderlinge, über die oft geschrieben wird. Hier geht es um Keiko, die als Jugendliche in einem Konbini, einem japanischen Supermarkt/Poststelle/Treffpunkt zu arbeiten anfängt und auch nach fast 20 Jahren noch dort ist. Dabei erwartet die Gesellschaft einiges von ihr: Karriere, Familie, Kinder, überall muss sie sich rechtfertigen dafür, in dieser "Zwischenstation" hängen geblieben zu sein. Doch die Konbini-Liebe ist so groß, dass sie einem abscheulichen Arbeitskollegen ein unglaubliches Angebot macht.... Ich habe die knapp 140 Seiten in wenigen Stunden durchgesuchtet, sehr schöner Schreibstil, flüssig erzählt, einfach toll. Leseempfehlung!!!

Die Ladenhüterin
Die Ladenhüterinby Sayaka MurataAufbau
21. Feb.
Rating:4

Kurzweilige aber doch nachhallende Geschichte ;)

Ich mag den Schreibstil der leicht und schnell zu lesen ist. Die Geschichte ist für manche evtl. Unspannend und Thematik total banal. Dafür aber sehr authentisch, welches leben ist schon wie ein Hollywood Film? Ich könnte ihr sehr gut nachfühlen und verstehen. Der zwang der Gesellschaft in gewisse Schubladen zu passen ist so ermüdend.

Die Ladenhüterin
Die Ladenhüterinby Sayaka MurataAufbau
16. Feb.
Rating:4.5

Sollte kein Ladenhüter sein...

Eine Frau Mitte 30, die in der Vergangenheit nicht mit den Werten der Gesellschaft klar kam. Wieso darf man keinem einfach so die Schaufel auf den Kopf schlagen, wenn es ihn doch aufhält? So kommt es zu diversen Situationen, die einen zum Schmunzeln bringen. Bestimmt sehen sich auch viele wieder. Besonders jene, die auch a la Till Eulenspiegel oder das Sams vieles wörtlich nehmen. Oder sagen wir es so: Menschen autistischen Spektrums. Denn so scheint sie in vielen Dingen, blüht gerade zu bei festen Regeln (zB. als Ladenhüterin...) auf, mag keine Veränderungen. Doch die sind unvermeidbar. Tiefsinnig, gesellschaftkritisch, herzerwärmend!

Die Ladenhüterin
Die Ladenhüterinby Sayaka MurataAufbau
15. Feb.
Rating:4

Eine sehr interessante Geschichte über eine Frau, die nicht in das gängige Gesellschaftsschema passt. Die Autorin beschreibt in sehr klaren und deutlichen Worten das Dilemma der Protagonisten, die sich bis zur Selbstaufgabe verbiegt, um nicht aufzufallen und anzuecken.

Die Ladenhüterin
Die Ladenhüterinby Sayaka MurataAufbau
2. Feb.
Rating:3

I don’t know how to rate this book. It was strangely entertaining on some level but also so very average. I guess that’s to point of the book, finding comfort in everyday life, without ever wanting to change one bit. I just expected more or something else.

Die Ladenhüterin
Die Ladenhüterinby Sayaka MurataAufbau
1. Feb.
Rating:1.5

25 Frauen 2025 - Buch 5: Dieses Buch hat mich wirklich gelangweilt, was eigentlich selten vorkommt. Der Algorithmus von Reado hat mich zum ersten Mal enttäuscht. Das Setting stimmt eigentlich: die von anderen Personen als merkwürdig eingestufte Keiko verstummt, weil sie nicht weiß, wie man sich im sozialen Umfeld benehmen soll. Aus Angst, es nicht zu schaffen, geht sie zu keinem Vorstellungsgespräch, sondern arbeitet im Supermarkt. Leider wird hier weder eine greifbare Stimmung erzeugt noch bekommen die Lesenden eine Chance, Keiko näher kennenzulernen und mit ihr mitzufühlen. Weshalb dieser Roman eine "literarische Sensation aus Japan" genannt wird, kann ich nicht nachvollziehen. Ich habe es nur beendet, weil ich dachte, es käme noch etwas Interessantes.

Die Ladenhüterin
Die Ladenhüterinby Sayaka MurataAufbau
28. Jan.
Rating:4

Blick auf die Gesellschaft aus der Sicht einer Außenseiterin

In die „Die Ladenhüterin“ beschreibt Sayaka Murata sehr eindrücklich, wie es ist, nicht den gesellschaftlichen Erwartungen zu entsprechen und wie sich dieses „Nichtheineinpassen“ auf das Umfeld auswirkt. Wieso sollte es nicht in Ordnung sein, mit einem Aushilfsjob, ohne Mann und Kinder glücklich und zufrieden zu sein? Sayaka Murata hält einem die gesellschaftlichen Normen, die oft als Zwänge auftreten, wie einen Spiegel vor die Augen. Sehr lesenswert!

Die Ladenhüterin
Die Ladenhüterinby Sayaka MurataAufbau
21. Jan.
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Rating:4

Keiko Furukura ist schon seit Kindstagen eine Außenseiterin umso erfreuter ist ihre Familie als Keiko einen Aushilfsjob in einem 24 Stunden Supermarkt annimmt. 18 Jahre später arbeitet die mittlerweile 36 Jährige Keiko immernoch mit Herz und Seele in dem Supermarkt. Keiko selbst sieht darin kein Problem nur ihr Umfeld und die Gesellschaft scheint ein Problem damit zu haben das Keiko ein anderes Leben abseits der Norm führt. Als ein neuer Mitarbeiter eingestellt wird fängt auch Keiko an zu zweifeln ob ihre Art zu Leben nicht vielleicht doch falsch ist. Den Schreibstil des Buches fand ich sehr flüssig und detailliert. Ich hatte keine Probleme damit ins Buch und in die Geschichte zu finden. Auch zu Keiko konnte ich Gefühle aufbauen, ich hatte Mitgefühl und empfand sie nicht als unsympathisch. Der Mitarbeiter der nach einiger Zeit zur Geschichte dazukam war mir allerdings unsympathisch. Ich schätze das war so gewollt allerdings fiel es mir manchmal schwer weiter zu lesen weil er mir auch immer unsympathischer wurde. Das Buch selbst macht nochmal deutlich wie sehr die Gesellschaft von gewissen Normen und Werten geprägt ist und wie schwer es Menschen haben die nicht der Norm entsprechen vorallem weil sie von anderen Menschen verurteilt werden.

Die Ladenhüterin
Die Ladenhüterinby Sayaka MurataAufbau