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Die Interessanten

3.8(64)
Language
German
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About the book

Nach dem Tod ihres Vaters will Julie Jacobsen nur noch eins: raus aus der Tristesse ihres provinziellen Zuhauses. Das Sommercamp an der Ostküste bedeutet für sie den Eintritt in eine neue Welt, die Welt der Kunst, Kreativität und Freiheit, verkörpert durch die interessantesten Menschen, denen sie je begegnet ist: Ethan, Jonah, Cathy, Ash und Goodman, fünf junge New Yorker, die sie wegen ihrer Schlagfertigkeit und ihres schwarzen Humors in ihre privilegierte Clique aufnehmen. Die Jahre und Jahrzehnte vergehen, aber nicht jeder der »Interessanten«, wie sie sich selbst nennen, kann aus seiner Begabung das machen, was er sich als Jugendlicher erträumte … Meg Wolitzer zeigt an ihren Protagonisten die ganze Tragik und die ganze Komik der Existenz. Ein großer Roman über das Wesen der Kunst und der Freundschaft vor dem Panorama des Amerika der letzten vierzig Jahre.

Editions (3)

ISBN9783832163396
PublisherDuMont Buchverlag
Publication Date10/13/15
Pages608

Reviews & Ratings

64 ratings

5 reviews

3.8

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  • 2.5

    Leider gar nicht mal so interessant

    Sie treffen sich in einem künstlerisch-kreativen Sommercamp und diese magische Zeit wird ihr ganzes Leben prägen - die Gruppe junger Leute, die sich den Namen ‚Die Interessanten‘ gibt … Manchmal ist Nomen nicht Omen - so wie im Fall der ‚Interessanten‘ die leider knapp 600 Seiten gähnende Langeweile sind. Eigentlich kann man die Handlung in einem Satz zusammenfassen: Menschen mit Kulturbetriebshintergrund kreisen um sich selbst. Dabei finden sich alle vier Freunde, um die es schließlich hauptsächlich geht, unglaublich außergewöhnlich und besonders, sind aber eigentlich nur privilegiert und selbstbezogen. Zwar hinterfragt die Autorin ihr Konzept des ‚Interessantseins‘ durchaus theoretisch - also Talent, Privileg, Selbstbild usw. - allerdings ohne jegliche Schärfe und ohne dabei in die Tiefe zu gehen und mit zu großer emotionaler Distanz. Dadurch kommen einem die Protagonisten kaum nahe; mir fiel es schwer, für irgendeinen von ihnen Empathie oder gar Sympathie aufzubringen. Da überrascht es dann auch nicht, dass mich selten der Tod eines Protagonisten so kalt gelassen hat wie in diesem Roman. Besonders Jules ist mit ihrer kleingeistigen, neidvollen und durch und durch mittelmäßigen Existenz eine echte Geduldsprobe. Bezeichnend für sie, wie sie sich absolut opportunistisch in der Sache der (vermeintlichen) Vergewaltigung verhält oder wie sie auf ihre Herkunftsfamilie herabsieht, nachdem sie zum ersten Mal im Sommercamp war. Beides symptomatisch für ihr Verhalten, das sich wie ein Hauptthema durch ihr Leben zieht: das Anbiedern an das reiche Milieu ihrer Freundin. Hin und wieder gibt es schon den ein oder anderen guten Gedanken, einen Dialog voll Esprit oder ein kurzes Anziehen des Erzähltempos; aber im Grunde unterstreichen diese seltenen Sequenzen nur die gähnende Inhaltsleere der Seiten dazwischen. Ich bin ehrlich - wenn ich diesen Monat nicht schon ein Buch abgebrochen gehabt hätte, hätten die ‚Interessanten‘ bei mir das Ende nicht erlebt …

    Leider gar nicht mal so interessant

    May 21, 2026

  • tinkabeere
    tinkabeere

    19 Followers

    4.0

    Spirit of the Woods ist ein Camp für Künstler. In jedem Sommer stürmen Jugendliche an diesen wunderbaren Ort; eine davon ist Jules. Sie hat ihren Vater verloren und ist so ganz anders als die anderen – aber die anderen mögen ihren Humor. So findet sich eine kleine Gruppe zusammen, sie halten sich selbst für etwas Besonderes und nennen sich also Die Interessanten. Wie einige von euch vielleicht wissen, hat mich dieses Buch über Monate begleitet. Mal habe ich mehr darin gelesen, mal weniger. Es gab Zeiten, da war ich fasziniert von dem Buch und zu anderen Zeiten habe ich es ungern in die Hand genommen und darin gelesen. Doch es lag nicht am Buch – versprochen ;) Die Geschichte ist schon spannend auf der einen Seite, aber auch sehr deprimierend (zumindest für mich) auf der Anderen. Der Schreibstil gefällt mir ganz gut, aber er ist auch nicht so einfach zu lesen, da die Sätze teilweise sehr lang sind. Außerdem wird man immer wieder in die Vergangenheit geworfen und mit Erinnerungen der Charaktere konfrontiert. Und ich verrate nicht zu viel, wenn ich schreibe: Das Buch ist wirklich schwere Kost. Denn daran lag es, dass ich oftmals lieber zu einem anderen Buch gegriffen habe. Doch das tut ihm nun wirklich keinen Abbruch. Ich habe das Buch gekauft, weil ich selbst mal wieder eine Phase hatte: Ich hatte das Gefühl extrem uninteressant zu sein und da sprang mich dieses Buch an. Einfach so, aus dem Hinterhalt :D Und dann musste es mich über die Monate begleiten. Ich glaube, wenn man die sechshundert Seiten in einer Woche liest, dann wäre es nicht fair dem Buch gegenüber, denn es beschreibt das Leben verschiedenster Menschen über mehr als dreißig Jahre hinweg. Im Mittelpunkt steht für mich wieder die Frage nach dem Sinn des Lebens oder vielmehr nach dem Inhalt des Lebens der Einzelnen. Was passiert mit den Leuten, die man selbst aus der Schulzeit kennt? Viele haben vielversprechende Talente. Nutzen sie sie? Was machen sie aus dem, was ihnen gegeben wird? Und am Ende steht die Frage, ob es nur die Illusion der Jugend ist: Ich bin so unglaublich interessant und mein Leben wird so spannend werden. Ich kann richtig was wuppen. Fazit: ♥♥♥♥/♥♥♥♥♥ Ein Buch, das an dem man lange liest, muss nicht schlecht sein. Es ist wie ein guter Freund, denn es begleitet dich länger, als andere, lässt dir Zeit über seine Weisheiten nachzudenken.

    Nov 6, 2023

  • lisaliest_
    lisaliest_

    4 Followers

    Dnf after 114 pages.

    Jan 18, 2024

3 of 5 reviews

Author

About Meg Wolitzer

Meg Wolitzer, geboren 1959, veröffentlichte 1982 den ersten von zahlreichen preisgekrönten und erfolgreichen Romanen. Viele ihrer Bücher standen auf der New-York-Times-Bestsellerliste. Bei DuMont erschienen die SPIEGEL-Bestseller ›Die Interessanten‹ (2014) und ›Das weibliche Prinzip‹ (2018) sowie ›Die Stellung‹ (2015), ihr Roman ›Die Ehefrau‹ (2016), der mit Glenn Close in der Hauptrolle verfilmt wurde, und zuletzt ›Die Zehnjahrespause‹ (2019).

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