
13 Followers
„Die Zehn-Jahres-Pause“ von Meg Wolitzer – ein Roman, an dem ich lange herumgeknabbert habe. Es geht um vier Freundinnen, die in New York leben und dort trotz ihrer guten Ausbildung ein Leben als Hausfrauen führen. Sie kümmern sich hauptsächlich um ihre Kinder, ihre Ehemänner und ihre Haushalte. Alle vier sind unterschiedlich, alle vier gehören eher zur etwas höheren Gesellschaftsschicht, und alle vier verstehen irgendwann nicht mehr so richtig, warum sie eigentlich nie wieder angefangen haben zu arbeiten. Denn ihre Kinder sind inzwischen größer. Das Buch heißt ja „Die Zehn-Jahres-Pause“, und genau darum geht es auch: Was passiert, wenn man zehn Jahre aus dem Beruf und aus dem alten Leben heraus ist? Geht man zurück in den Job? Möchte man das überhaupt? Bildet man sich weiter? Bleibt man da, wo man ist? Wird man kreativ? Oder muss man erst einmal herausfinden, wer man nach all diesen Jahren eigentlich geworden ist? Der Roman erzählt in episodenhaften Kapiteln von diesen vier Freundinnen. Ihre Geschichten greifen ineinander, und manche davon haben mich wirklich getragen und erwischt. Andere haben mich eher angestrengt und mir das Lesen nicht gerade leicht gemacht. Das Buch hat ziemlich genau 415 Seiten, und ich habe lange daran gelesen. Das muss ich ehrlich zugeben. Trotzdem mag ich es. Es ist für mich nicht so ein Knaller wie andere Bücher, die aus dem Leben erzählen, gerade auch aus dem amerikanischen Leben, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Aber es hat seinen eigenen Charme. Und viele Fragen kann man sich als Frau dabei auch selbst stellen. Gerade wenn man, so wie ich damals, nach der Geburt der Kinder erst einmal zu Hause geblieben ist. Das gibt einem einen ganz anderen Blick aufs Leben. Das ist einfach so. Heute wäre das wahrscheinlich gar nicht mehr so leicht möglich. Ich glaube, ich könnte heutzutage nicht mehr einfach zu Hause bleiben, sondern müsste mich mit ganz anderen Problemen herumschlagen: Wie bekomme ich mein Kind untergebracht, während ich arbeiten gehen muss? Selbst wenn man verheiratet ist und der Mann verdient – es ist heute einfach anders. Dieses Buch greift noch einmal etwas auf, was einmal möglich war. Und Meg Wolitzer hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Wenn man sich darauf einlässt, ist es ein ruhiges, angenehmes Lesen, das einem trotzdem ständig Fragen eröffnet, die man sich selbst beantworten möchte. Ich würde sagen: 4 Sterne für „Die Zehn-Jahres-Pause“ von Meg Wolitzer, erschienen im DuMont Verlag und übersetzt von Michaela Grabinger. Ob ich es nun als klare Leseempfehlung geben würde? Wer neugierig ist und Lust auf so ein Buch hat, sollte es ausprobieren. Ich kenne von Meg Wolitzer sonst noch nichts, aber sie ist eine interessante Autorin, deren Bücher ich im Auge behalten werde.

Jul 1, 2026
„Die Zehn-Jahres-Pause“ von Meg Wolitzer – ein Roman, an dem ich lange herumgeknabbert habe. Es geht um vier Freundinnen, die in New York leben und dort trotz ihrer guten Ausbildung ein Leben als Hausfrauen führen. Sie kümmern sich hauptsächlich um ihre Kinder, ihre Ehemänner und ihre Haushalte. Alle vier sind unterschiedlich, alle vier gehören eher zur etwas höheren Gesellschaftsschicht, und alle vier verstehen irgendwann nicht mehr so richtig, warum sie eigentlich nie wieder angefangen haben zu arbeiten. Denn ihre Kinder sind inzwischen größer. Das Buch heißt ja „Die Zehn-Jahres-Pause“, und genau darum geht es auch: Was passiert, wenn man zehn Jahre aus dem Beruf und aus dem alten Leben heraus ist? Geht man zurück in den Job? Möchte man das überhaupt? Bildet man sich weiter? Bleibt man da, wo man ist? Wird man kreativ? Oder muss man erst einmal herausfinden, wer man nach all diesen Jahren eigentlich geworden ist? Der Roman erzählt in episodenhaften Kapiteln von diesen vier Freundinnen. Ihre Geschichten greifen ineinander, und manche davon haben mich wirklich getragen und erwischt. Andere haben mich eher angestrengt und mir das Lesen nicht gerade leicht gemacht. Das Buch hat ziemlich genau 415 Seiten, und ich habe lange daran gelesen. Das muss ich ehrlich zugeben. Trotzdem mag ich es. Es ist für mich nicht so ein Knaller wie andere Bücher, die aus dem Leben erzählen, gerade auch aus dem amerikanischen Leben, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Aber es hat seinen eigenen Charme. Und viele Fragen kann man sich als Frau dabei auch selbst stellen. Gerade wenn man, so wie ich damals, nach der Geburt der Kinder erst einmal zu Hause geblieben ist. Das gibt einem einen ganz anderen Blick aufs Leben. Das ist einfach so. Heute wäre das wahrscheinlich gar nicht mehr so leicht möglich. Ich glaube, ich könnte heutzutage nicht mehr einfach zu Hause bleiben, sondern müsste mich mit ganz anderen Problemen herumschlagen: Wie bekomme ich mein Kind untergebracht, während ich arbeiten gehen muss? Selbst wenn man verheiratet ist und der Mann verdient – es ist heute einfach anders. Dieses Buch greift noch einmal etwas auf, was einmal möglich war. Und Meg Wolitzer hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Wenn man sich darauf einlässt, ist es ein ruhiges, angenehmes Lesen, das einem trotzdem ständig Fragen eröffnet, die man sich selbst beantworten möchte. Ich würde sagen: 4 Sterne für „Die Zehn-Jahres-Pause“ von Meg Wolitzer, erschienen im DuMont Verlag und übersetzt von Michaela Grabinger. Ob ich es nun als klare Leseempfehlung geben würde? Wer neugierig ist und Lust auf so ein Buch hat, sollte es ausprobieren. Ich kenne von Meg Wolitzer sonst noch nichts, aber sie ist eine interessante Autorin, deren Bücher ich im Auge behalten werde.
Jul 1, 2026





