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Noch besser als erhofft!
„Die Einladung“ von Emma Cline erzählt nichts weltbewegend Neues. Statt großer Ideen geht es um die Reise einer Antiheldin, die mit ihren eigenen Problemen, fragwürdigen Einstellungen und inneren Widersprüchen durch eine fast traumartige Welt treibt. Zwischen Verzweiflung und Gleichgültigkeit richtet sie dabei einiges an Chaos an, oft ohne es wirklich zu reflektieren. Trotzdem entsteht ein extrem starker Sog, der mich von der ersten bis zur letzten Seite nicht losgelassen hat. Beim Lesen war ich ständig hin- und hergerissen: zwischen Fassungslosigkeit und Faszination, zwischen Lachen und einem ziemlich unangenehmen Kloß im Hals. Ich habe mich immer wieder gefragt, wie sie nur so sein kann – und war trotzdem völlig gefesselt, wie bei einem Unfall, bei dem man nicht wegsehen kann. Besonders spannend fand ich, dass ich trotz allem manchmal sogar so etwas wie Sympathie für sie empfunden habe. Auch das offene Ende passt gut zu den letzten, schmerzhaft stimmigen Wendungen dieser Abwärtsspirale. Ein intensiver Roman, der wirkt, ohne laut sein zu müssen.
Jan 21, 2026
Noch besser als erhofft!
„Die Einladung“ von Emma Cline erzählt nichts weltbewegend Neues. Statt großer Ideen geht es um die Reise einer Antiheldin, die mit ihren eigenen Problemen, fragwürdigen Einstellungen und inneren Widersprüchen durch eine fast traumartige Welt treibt. Zwischen Verzweiflung und Gleichgültigkeit richtet sie dabei einiges an Chaos an, oft ohne es wirklich zu reflektieren. Trotzdem entsteht ein extrem starker Sog, der mich von der ersten bis zur letzten Seite nicht losgelassen hat. Beim Lesen war ich ständig hin- und hergerissen: zwischen Fassungslosigkeit und Faszination, zwischen Lachen und einem ziemlich unangenehmen Kloß im Hals. Ich habe mich immer wieder gefragt, wie sie nur so sein kann – und war trotzdem völlig gefesselt, wie bei einem Unfall, bei dem man nicht wegsehen kann. Besonders spannend fand ich, dass ich trotz allem manchmal sogar so etwas wie Sympathie für sie empfunden habe. Auch das offene Ende passt gut zu den letzten, schmerzhaft stimmigen Wendungen dieser Abwärtsspirale. Ein intensiver Roman, der wirkt, ohne laut sein zu müssen.
Jan 21, 2026






