Wir, wir, wir

Wir, wir, wir

Hardback
3.382

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Description

»Ein bewundernswertes Debüt, das unter die Haut geht.« – The Sunday Times

Für Fans von Meg Wolitzer und der Serie Yellowjackets

Falls Landing, Florida: ein kleiner Ort umgeben von Freizeitparks, sumpfigen Seen und von der brennenden Sommersonne ausgetrockneten Pflanzen. Eine Clique 13jähriger Mädchen kreist obsessiv um Sammy, die Tochter des ansässigen Priesters. Sie ist einige Jahre älter – und alles, was die Mädchen selbst sein wollen: beliebt, schön, mysteriös und mit einem der coolen Jungs zusammen. Auf die Clique übt Sammy eine geradezu hypnotisierende Faszination aus, sie projizieren alle ihre Träume auf das ältere Mädchen und gehen auf in ihrer geteilten Identität, ihrem Zusammengehörigkeitsgefühl, ihrer gemeinsamen Stimme. Bis Sammy plötzlich spurlos verschwindet – und auch im Inneren ihrer Clique Risse auftauchen. Eine brutale, eindrückliche Geschichte über die Bande, die wir in unserer Jugend knüpfen, und den Moment, an dem sie unwiderruflich reißen.


»Das spannendste Debüt der Saison.« Vogue

»Eine fesselnde Geschichte, die sowohl durch nuancierte Einblicke als auch durch einen energetischen Plot besticht.« – Elle

»[Dieser Roman] besitzt eine Vielzahl hochkarätiger Zutaten, nicht zuletzt Tates sprachliches Talent und beeindruckende Beobachtungsgabe.« – The Guardian

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
256
Price
24.70 €

Author Description

Dizz Tate wuchs in Florida auf und lebt derzeit in London. Ihre Kurzgeschichten wurden in diversen Medien veröffentlicht, 2018 gewann sie den Bristol Short Story Prize. Wir, wir, wir ist ihr erster Roman.

Posts

20
All
4.5

Dieses Buch fühlt sich an wie Girlhood als Fiebertraum

Selten hat sich ein Buch für mich gleichzeitig so surreal, verstörend und trotzdem unglaublich nah angefühlt. Es ist definitiv kein „leichtes“ Buch und vermutlich auch keines, das jedem gefallen wird, aber genau das macht es für mich so besonders. Die Atmosphäre des Romans ist schwer zu beschreiben, weil sich beim Lesen permanent alles leicht entrückt anfühlt, fast wie ein Fiebertraum oder eine Erinnerung, die nicht ganz greifbar ist. Ich habe die Schreibweise wirklich geliebt. Sie ist stellenweise beinahe hypnotisch und erzeugt dieses eigenartige Gefühl zwischen Schönheit, Verfall und emotionaler Rohheit. Während des Lesens musste ich die ganze Zeit an diese melancholische Americana-Ästhetik denken, Lana Del Rey a.k.a. Lizzy Grant, Ethel Cain, Southern Gothic, schmutzige Lollipops, Kaugummis, lange Haare, Jeans Shorts, the virgin suicides,... dieses fragile, verwilderte Bild von Girlhood. Und ich glaube tatsächlich: Die Frauen/Mädchen, die dieses Gefühl verstehen, werden auch dieses Buch verstehen. Denn für mich geht es in diesem Roman unglaublich stark um Weiblichkeit und darum, wie schmerzhaft es sein kann, ein Mädchen oder eine Frau zu werden. Nicht auf eine romantisierte Weise, sondern eher körperlich, unangenehm, manchmal sogar abstoßend. Das Buch zeigt Girlhood nicht als etwas Zartes oder Schönes, sondern als etwas Ambivalentes, etwas, das gleichzeitig Sehnsucht, Gewalt, Scham, Begehren und Verlust in sich trägt. Besonders einige Stellen sind mir extrem im Kopf geblieben. Zum Beispiel der Satz: „Männer können eine Frau nur lieben, indem sie sie erniedrigen.“ Oder diese Passage über die „Schale Wasser“ in der Brust, die durch etwas Fremdes und Widerliches verunreinigt wird. Ich glaube, genau deshalb hat mich diese Stelle so getroffen, weil sie dieses Gefühl von verlorener Unschuld so präzise beschreibt. Dieses Empfinden, dass etwas in einem beschädigt oder beschmutzt wurde und dass man sein ganzes Leben versucht, mit diesem Verlust umzugehen. Ich denke, viele junge Frauen, leider oft schon Mädchen, können dieses Gefühl auf irgendeine Weise nachvollziehen. Auch die Passage über die Liebe beziehungsweise über den Körper eines Menschen fand ich unglaublich stark: „Ich liebte seinen Körper, diesen weichen, vertrauten Sack …“ Diese Art, Liebe nicht unbedingt als romantisches Ganzes wahrzunehmen, sondern eher fragmentiert, körperlich, beinahe destruktiv, das war für mich emotional sehr nachvollziehbar und erschreckend ehrlich beschrieben. Insgesamt ist Wir, wir, wir ein sehr komplexes, vielschichtiges und stellenweise wirklich unangenehmes Buch. Aber genau deshalb bleibt es so lange im Kopf. Es beantwortet nicht alles, es hinterlässt Fragen und ein seltsames Gefühl von Leere, Melancholie und Nachhall. „Schön“ ist wahrscheinlich das falsche Wort dafür, aber intensiv trifft es vielleicht besser. Ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen, allerdings eher an Menschen, die atmosphärische, psychologisch dichte und literarisch etwas experimentellere Bücher mögen.

4

Im sengend heißen Florida, zwischen Freizeitparks, mysteriösen Seen und Trostlosigkeit trifft sich eine Clique 13-Jähriger Mädchen (und Christian). In diesem Setting spielt die Geschichte des „Wir-Kollektivs“ aus Leila, Britney, Christian, Isabel, Jody und ihrer Schwester Hazel. Eine besondere Geschichte, die einen vor allem durch eine sich steigernde Spannung, mysteriöse Umstände, eine morbide Stimmung sowie diverse Momente der Irritation in eine Art Sog hineinzieht. Zum Setting gehört außerdem, dass die Mütter dem „Wir“ (wie die Cliquen-Mitglieder in der Erzählung kollektiv genannt werden) wenig Aufmerksamkeit schenken, da sie hauptsächlich mit sich und diversen Schönheitsthemen, wie u.a. der Talentshow im lokalen Einkaufszentrum, beschäftigt sind. Die Väter sind ohnehin abwesend, was in Summe zu einem immer größer werdenden Gieren nach Aufmerksamkeit führt. Besondere Aufmerksamkeit schenken sie selbst Sammy, der Tochter des örtlichen Predigers. Sie umkreisen und beobachten sie und wollen ihre Aufmerksamkeit um jeden Preis. Doch dann verschwindet Sammy plötzlich, die Mütter bilden Suchtrupps und ständig taucht überall die Frage „Wo ist sie?“ auf. Und bei den Lesenden taucht unweigerlich die Frage danach auf, wieviel die Clique weiß… In die Geschichte eingebettet sind Erzählungen der mittlerweile erwachsenen Cliquenmitglieder; hier zeigt sich, dass sie Schuld und schlechtes Gewissen darüber, oft nur beobachtet statt gehandelt zu haben, noch immer nicht ablegen können. Und auch vom Gefühl, immer in der unterlegenen Position zu sein, können sie sich auch im Erwachsenenalter nicht lösen und blicken weiterhin neidisch auf die anderen, glamouröseren Leben um sie herum… Dizz Tate schafft es, eine absolute Sogwirkung zu erzeugen, die einerseits durch eine sich unterschwellig aufbauende Bedrohungslage und mysteriöse Dynamik, sowie andererseits durch die Hoffnung auf Aufklärung der vielen angedeuteten Irritationen und nicht wirklich nachvollziehbaren Handlungsstränge bedingt ist. Leider erfüllt sich diese Hoffnung allerdings bis zum Ende nicht. Und auch wenn ich eigentlich durchaus offene Enden mag, war es mir hier letztlich etwas viel der Irritation, Metaphorik und Nebulösität. Ingesamt aber ein spannendes, besonderes und mysteriöses Coming-of-Age-Drama!

2

Puh nichts für mich.

War ein ausgewähltes Buch meines Buchclubs. Hat mir Nichts gegeben und habe mich durchgequält 😂 aber die Meinungen zu diesem Buch waren sehr unterschiedlich.

5

wow wow wow

Der Roman hat mich durch den besonderen Sprachstil und Aufbau echt umgehauen! Es wird ein Tag im Sommer beschrieben, an dem nach einem vermieten Mädchen gesucht wird und eine Clique die Ereignisse beobachtet bzw. selbst Teil ebendieser ist. Hierbei treten die Protagonist:innen als undifferenzierte Einheit auf, was echt Spaß zu lesen macht. In einzelnen Kapiteln wird das Leben einzelner Figuren zu späteren Zeitpunkt beschrieben und inwiefern sie sie Ereignisse von damals beeinflusst haben. Zudem gibt es noch sehr coole Elemente magischen Realismus und die Handlung ist sehr stringent und spannend. Am besten hat mir gefallen wie "dreckig" die beschriebene Umgebung ist. Da liegen schon mal tote Kakerlaken herum und eine Protagonistin greift in eine benutzte Damenbinde. Mir hat dieses Unpolierte diebische Freude bereitet, ebenso wie der gesamte Roman!

"Wir, wir, wir" von Dizz Tates ist für mich das Sommerbuch schlechthin. Das Setting Horida, brütende Hitze, welke Planzen. Mittendrin ein Haufen jünger Mädchen, welcher sich obsessiv um eine in ihrer Mitte bewegt. Sammy, die Tochter des ansässigen Priesters, wird von allen bewundert. Diese Bewunderung wird jedoch zu einer Obsession, die angespannte Dynamiken innerhalb der Gruppe entfacht. Plötzlich verschwindet Sammy und es kommt die Frage auf, wie viel die Mädchen der Clique wirklich wissen. Dabei bekommen wir auch einen Einblick in die Welt der mittlerweile erwachsenen Mitglieder der Gruppe. Im Fokus immer dieser neidische Blick auf andere Leute, den sie damals auch auf Sammy hatten. Es entwickelt sich eine mysteriöse Dynamik welche eine enorme Sogwirkung auf mich hatte. Einzig das Ende war mir doch zu konfus. Fazit: Coming of age in etwas morbidem Gewand. Mochte ich sehr.

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3.5

Weird Girl Summer

Ja, das war auf jeden Fall mal verrückt. Verrückte Erzählperspektive, verrückte Geschichte, verrückte Protagonisten. Dazwischen ein fast schon schonungsloser Blick auf das Aufwachsen in einer Gegend, in der alles mehr Schein als sein ist. Interessantes Buch, auf das man sich auf jeden Fall einlassen muss, um all die Nuancen und das ungesagte zwischen den Zeilen zu lesen. Für mich bleiben leider doch einige Fragen offen.

2.5

I have many questions, but none I want eagerly answered.

4

Falls Landing ist ein kleiner Ort in Florida. Es ist heiß und langweilig… Die „Dorfjugend“ trifft sich in nicht fertiggestellten, mittlerweile verfallenen Häusern. Ein paar Mädchen entwickeln eine regelrechte Obsession für die ältere Sammy. Sie ist cool, sie wollen so sein wie sie, wollen, dass sie wahrgenommen werden und stellen ihr nach. Als Sammy eines Tages spurlos verschwindet, herrscht nicht nur in der Gemeinschaft helle Aufregung, es kommt auch Dynamik in die Gruppe, die letztendlich daran zu zerbrechen droht. - Dizz Tates Debüt ist surreal. Anders kann ich es nicht beschreiben… Ich hab es lange wirken lassen, trotzdem sind noch viele Fragen offen. Fragen die es verhindern, dass ich die Geschichte für mich einordnen kann. Anfangs kommt das Erzählte wie eine typische Coming-of-Age-Geschichte daher, entwickelt sich aber im Verlauf mehr und mehr zu etwas Mysteriösen. Was hat es mit der Gestalt im Wasser auf sich? Sicher eine Metapher, wo mir aber nicht klar ist, wofür sie steht. Was ist letztendlich mit Sammy passiert? Es werden Vorkommnisse angedeutet, aber eine Aufklärung erfolgt nicht. Und die für mich spannendste Frage: Handelt es sich wirklich um eine Gruppe von Mädchen, oder lediglich um verschiedene Persönlichkeiten einer Person? Die Idee kam mir beim Lesen des Öfteren, einige Andeutungen, bspw. sexueller Missbrauch, lassen durchaus auf ein erlebtes Trauma schließen. Das Geschriebene bleibt schwammig und entfaltet dennoch (oder gerade auf Grund dessen?) eine Faszination, die einen am Ball bleiben lässt. Das Ende kommt abrupt und ich dachte mir: „Wie jetzt? Das war’s? Was soll ich bitte damit anfangen?“ Tate gelingt es das Innenleben ihrer Protagonist*innen einzufangen. Sie stehen irgendwo zwischen Kind sein und Erwachsenen, fühlen sich auf der einen Seite befähigt alles zu tun und suchen auf der anderen Seite Zuflucht bei der Mutter, wenn es schwierig wird… der typische Zwiespalt Heranwachsender. Eine Gruppendynamik ist mehr als spürbar. Sie denken als Gruppe handeln als Gruppe, sprechen als Gruppe - auch dies bringt mich letztendlich zu den Frage zurück über wie viele Personen wir am Ende lesen. Die deutsche Übersetzung des Titels finde ich etwas suboptimal. Im englischen Original lautet der Titel „Brutes“, also soviel wie Rohlinge, Unmenschen o.ä. Hier stellt sich natürlich die Frage, ob es sich auf die Gruppe oder die im Hintergrund agierenden Personen bezieht, aber das sei mal dahin gestellt. Durch die deutsche Übersetzung wird meines Erachtens zu viel Fokus auf den Gruppengedanken gelegt, was ich ein bisschen schwierig finde. Ich glaub mit anderem Titel, wäre ich beim Lesen anders ran gegangen. - Nichtsdestotrotz ist es ein starkes Debüt. Es ist toll geschrieben und beschäftigt mich noch immer, was ganz klar für das Buch spricht. Ist also eine Empfehlung und wer es gelesen hat, ist gern dazu eingeladen sich mit mir auszutauschen.

1

Das war es einfach nicht. Kein Bisschen.

4

nich wirklich gecheckt was am ende jetzt genau passiert is aber sonst echt gut

3

Strange, komplex aber auch besonders.

Der Schreibstil ist sehr ungewöhnlich und vor allem sehr gewöhnungsbedürftig. Ich hab einige Seiten gebraucht, bis ich einigermaßen drin war. Der Titel wir, wir, wir ist sehr gut gewählt, denn es wird aus der Wir-Perspektive erzählt. Hatte ich so noch nie, entsprechend verwirrt war ich also. Zu Beginn musste ich manche Zeilen mehrmals lesen, einfach weil ich confused war. Dadurch wirkt auch die Geschichte etwas strange. Sehr abgehakt und wirr. Wenn ich ohne Unterbrechung gelesen habe ging es wesentlich besser. Erleichternd waren die Zwischenkapitel aus Sicht der einzelnen Personen aus der "Wir-Gruppe". Wobei diese teilweise sehr verwirrende Infos beisteuerten, die ich nicht passend einordnen konnte. Genrell ist sehr viel Spielraum für Interpretationen und Spekulationen vorhanden, und das bis zum Ende. So richtig aufgelöst wird vieles nicht, dafür tun sich aber Abgründe auf, die ich echt heftig fand. Denn die Protagonisten sind gerade mal 14 Jahre alt und handeln fast schon schonungslos. Generell sind die Protagonisten ein Knäuel an Menschen, das schwierig, fast schon unmöglich, ist zu entwirren. Dementsprechend kann man sie auch nicht einordnen oder charakterisieren.  Crazy Buch, mal etwas ganz anderes und man muss sich drauf einlassen. Nichts für Zwischendurch sondern eines, dass Aufmerksamkeit braucht und einen freien Kopf um diesen dann schütteln zu können.

Strange, komplex aber auch besonders.
3

Keine Ahnung was da passiert ist, was hab ich überhaupt gelesen? I guess issa vibe

4

Mag zur zeit sehr Bücher über Mädchenkult, hier ist das wir gefühl sehr stark ausgearbeitet gewesen hat mich sehr gut unterhalten

2.5

weird, off-putting and real

While I was reading this, I had to go back in the book to always look up the names of the protagonists again and again because they all blurred into a big huddle of unrecognizable individuals. But I think that was part of the book's purpose. It showed realistic, weird girls in a hell of suburbia and lies and boredom. I liked it but it wasn't really captivating or exciting to read. »And then we will finish our glasses, the bottles, and run back to our dusty lives and the dumb men we have chosen to decorate them. We'll spend our days pretending to be happy and sometimes succeeding. We'll lock the doors at night and make coffee in the morning. We'll take comfort in dogs and children and our own secret brilliance at telling lies.« — p. 145

1.5

wtf

Würde ich niemals empfehlen es ist wierd, psycho und eif nur ganz komisch. so nen Buch was ich mir vorstellen kann, dass in ein Paar jahren in der schule analysiert wird. Katastrophe... (kriegt die 1½Sterne wegen Cover und Kreativität der Autorin die iwi 220 Seiten Fülle konnte)

4.5

Dizz Tate captures girlhood in such a disturbing and weird way. I loved the book and am definitely going to read it a second time

3.5

what the fuck, but in a good way.

3

Listen, I am usually totally for up for no plot, just vibes, but this was ... really not enough plot. Even though this book has only about 200 pages, I was bored inbetween, not knowing where this book is supposed to lead or whether it leads anywhere at all. However, I DID like the overall concept. Using a "we" perspective to highlight how the girls act as a group to the break this up to show how it clashes with their individuality? Awesome. Addressing topics such as abuse, beauty norms, and mother-daughter-relations? Great. Showing the girls to have a sometimes hilarious and sometimes quite cruel dynamic? Entertaining. All these vibes of girlhood and melancholy and repressed desires were beautiful, but all these metaphors also failed to have substance for me. The story never really explains anything, and while this is fine for some aspects, I would have wished to get more depth for others. I can't even say what is happening at the end because this book made me feel like I have to conduct a literary analysis first, and by this time I was too bored to do so.

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