Der Idiot

Der Idiot

Hardback
4.1108
RogoschinLiteraturklassikerFünf ElefantenIdeale

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Description

Nach einem Sanatoriumsaufenthalt kehrt der kindlich-naive und an Epilepsie leidende Fürst Myschkin nach Rußland zurück. Sein demütiges und mitleidendes Wesen wirkt anziehend auf seine von Schmerz, Schuld und Bosheit geprägte Umgebung. Immer weiter verstrickt er sich in die Ränkespiele um die schöne Nastasja und seinen Rivalen Rogoschin. Neben Cervantes’ Don Quijote und Dickens’ Mr Pickwick gehört der tragikomische Held aus Dostojewskis drittem Roman als Verkörperung des Sittlich-Schönen zu den großen idealistischen Figuren der Weltliteratur.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Classics
Format
Hardback
Pages
944
Price
9.95 €

Author Description

Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821–1881) war das zweite von acht Kindern einer verarmten Adelsfamilie aus Moskau. Vier Jahre Zwangsarbeit wegen revolutionärer Umtriebe prägten sein Leben ebenso wie seine Spielleidenschaft und daraus resultierende Geldsorgen. Neben neun Romanen verfasste Dostojewski ab 1846 zahlreiche Erzählungen, Novellen und Essays.

Characteristics

2 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
81%
21%
12%
5%
51%
35%
90%
79%
76%
53%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
90%
82%
55%
56%

Pace

Fast0%
Slow100%
Moderate0%
Variable0%

Writing Style

Simple0%
Complex50%
Moderate50%
Bildhaft (50%)Außergewöhnlich (50%)

Posts

22
All
5

Zwischen Reinheit und Abgrund 😮‍💨

Mit "Der Idiot" hat Fjodor Dostojewski einen Roman geschaffen, der weniger erzählt als seziert. Dieses Buch liest man nicht – man durchlebt es. Im Zentrum steht Fürst Myschkin, dessen beinahe schmerzhafte Güte in einer Welt voller Eitelkeit, Stolz und Machtspiele wie ein Fremdkörper wirkt. Genau darin liegt die Tragik: Was geschieht mit einem wirklich guten Menschen in einer Gesellschaft, die Härte mit Stärke verwechselt? Dostojewski legt jede Emotion frei – Liebe wird zur Besessenheit, Mitgefühl zur Schwäche, Hoffnung zur Zerreißprobe. Jede Begegnung trägt Spannung in sich, jede Beziehung ist aufgeladen, als würde sie unweigerlich auf einen Abgrund zusteuern. Beim Lesen schwankt man zwischen Mitgefühl, Frustration und tiefer Beklemmung. Und am Ende bleibt dieses schwere Gefühl von Tragik – als hätte man dabei zugesehen, wie Unschuld langsam zerbricht. Eine klare Empfehlung. Dieser Klassiker ist fordernd, intensiv und emotional erschütternd – aber genau deshalb so bedeutend. Man sollte ihn lesen. Und sich auf die seelische Achterbahnfahrt einlassen, die er auslöst.

Zwischen Reinheit und Abgrund 😮‍💨
4.5

Liebesdreieck wie im Fiebertraum

Als der angebliche “Idiot“ First Myschkin aus der Schweiz nach Russland fährt, hat er sicherlich nicht gedacht, was für ein Skandal er in gleich zwei Familien verursachen wird. Wieder mal treffen starke Charaktere auf eine Wahnwitzige Geschichte voller Tragödie und Witz. Psychologisch spielt Dostojewski mit den Figuren und lässt auch die sozialen Umstände Russlands nicht außer Acht. Tatsächlich ist es mein bisher liebstes Buch von Dostojewski. Es könnte an der Übersetzung meiner alten Ausgabe liegen, irgendwie ging die Geschichte flotter und direkter von statten als sonst. Das Ende war großartig inszeniert Tipp von mir: Besser eine neuere Ausgabe mit Namensregister kaufen. Ich war häufig verwirrt und musste mit viel Mühe ein eigenes erstellen und klar zu kommen 😅

Liebesdreieck wie im Fiebertraum
4.5

Ein fesselndes Meisterwerk der klassischen Literatur

Ein kraftvolles Werk voller lebendiger Charaktere, einer fesselnden Handlung und einer berührenden Liebesgeschichte. Der Roman fängt tiefgründige Gedanken ein: Güte, die an Naivität grenzt; eine Krankheit, die Momente der Harmonie und Erleuchtung ermöglicht; die Offenbarung der oft anzutreffenden „Unverfrorenheit der Naivität“. Alle Charaktere sind wie wir selbst, mit all unseren Eigenschaften. Wie treffend erfasst der Autor die Laster und Tugenden eines Menschen aller Zeiten, eines unveränderlichen Wesens. Fürst Myschkin verkörpert das gütige Selbst in uns allen, allvergebend, allverständnisvoll. Aglaja ist der Funke, der unseren Charakter offenbart – mal ein strahlendes Lachen, mal ein flüchtiger Zorn, mal ein lodernder Groll. Lebedew enthüllt einen Hauch von Intrige in unseren Seelen; er will uns nicht direkt schaden, sondern beteiligt sich am Gerede. Rogoschin ist unser dunkelster Teil, geheimnisvoll, aggressiv, das genaue Gegenteil des Fürsten. Doch alles verschmilzt miteinander. Wir sind eins. Myschkin und Rogoschin gehen Hand in Hand, und nur sie können einander verstehen und brauchen einander in ihren dunkelsten Stunden.

4

Eine Mischung aus Mitleid und Mitgefühl

Was ich an den Romanen von Dostojewski am meisten schätze, ist, dass sie kein happy end im herkömmlichen Sinne haben. So auch im Buch der Idiot, wo man eigentlich gar nicht davon reden kann, dass ein happy end zu Stande gekommen ist. Die Hauptfigur ist mitfühlend und wie man so schön sagt, treu doof und zu gut für diese Welt. Trotzdem ist dieses Buch schön zu lesen, denn es ist ein auf und ab der Gefühle und spiegelt sehr schön wieder, was Liebe, Zorn, Mitgefühl, Ehrlichkeit und noch weitere andere Attribute für eine Wirkung haben kann.

4

Das Ende ist sehr unerwartet.

Wie alle Dostoevsky Bücher, super Erzählstil. Zum einsteigen würde ich dieses Buch jedoch nicht empfehlen, wenn man nicht auf 800 Seiten Dialog steht. Das Ende hat mich sehr schockiert und wie immer, schafft es dostojewski ein Schreiben wie im Film zu erreichen. Welcher Autor schafft den Leser so sehr in das Geschehen zu saugen, wie dostojewskij???

3

Wilde Charaktere, die moralisch höchst fragwürdige Taten begehen, bevölkern eine Welt mit beklemmend unangenehmer Grundstimmung. Kein Wunder, dass der Fürst durchdreht.

5

Mein erstes Buch eines russischen Autors

Ich habe das Buch ohne Erwartungen gelesen und bin sehr begeistert davon. Es war eine einfache Lektüre, in der mir sehr die Schreibweise und Wortwahl gefallen haben. Ich habe es als eBook gelesen und das Einzige, was mich gestört hat, dass alle Gespräche auf Französisch nicht übersetzt worden sind. Somit konnte ich manche Gespräche, vor allem die mir Madmoisell Blanche nicht nachvollziehen konnte. Ich bin sehr für die weiteren Bücher von Fjodor Dostojewski gespannt. Als Nächstes werde ich „Der Idiot“ lesen.

3.5

Nach den ersten Kapiteln war mir klar, das wird endlich mal ein fünf Sterne Dostojewski. Und dann passiert das, was mir immer mit Dostojewski passiert. Ich laufe bei Vollgas gegen die Wand. Dostojewski tritt urplötzlich auf die Bremse und verliert sich in Schwafelleien. Nichtsdestotrotz das beste Werk das ich bisher von ihn gelesen habe. Zu vielschichtig um es auf die Schnelle runterzubrechen. Muss mir noch Zeit nehmen für eine ausführliche Rezension.

4.5

Oh diese ganzen Namen

Ach Lew du wunderbarer Mensch, ich heirate dich zu gern. Ein sehr „schweres“ Buch, welches man mit viel Aufmerksamkeit lesen muss. Ich hab es dennoch sehr genossen

5

Nur noch kurz weiterlesen…

…und schon sind zwei Stunden vergangen. Hier hat Fjodor Dostoyewski wahrlich einen Roman geschaffen, welcher gleichzeitig die Kehrseite der Gutmütigkeit in der Gesellschaft entblößt, und dennoch in der Lage ist, in schmeichelhafter Weise, die Geschichte des Fürsten Myschkin zu schildern. Man verliert sich schnell in dieser bitterschönen Geschichte.

Nur noch kurz weiterlesen…
4

Die Verworrenheit von Gefühlen

Ja, Einfalt ist manchmal gut, da man Menschen doch nicht immer verstehen kann. Für dieses Buch braucht man Zeit, um sich in die Leute reinzuversetzen, die Motive sind dann doch nicht immer so kompliziert wie wir meinen. Ich fühle schon mit dem Fürsten, Menschen wie Aglaja sind einfach unsicher und merken nicht, was sie anderen antun. Wie sagt es Aglaja so treffend? Aber was meinte sie wirklich? Fürst, wenn sie nach dem, was vorgefallen ist, die Absicht haben sollten, mich durch einen Besuch in unserem Landhaus in Erstaunen zu setzen, so können Sie überzeugt sein, daß Sie mich nicht unter den Erfreuten finden werden

2

Als ich letztes Jahr (oder schon vorletztes?) "Schuld und Sühne" gelesen habe, war ich von Anfang an fasziniert. Dieses Eindringen in die Gedankenwelt Raskolnikovs ist mir noch immer schauderhaft bewusst. Umso gespannter war ich also auf den Idioten. Wie würde es wohl werden? Wer war der Idiot? Und wieso sollte er ein solcher sein? Tja, leider lag das Buch scheinbar nicht ohne Grund jahrelang auf dem SUB. Denn ich war von Anfang an gelangweilt. Weder interessierte mich der Idiot, noch, weshalb er einer ist. Schon auf den ersten Seiten war mir bewusst - das ist nichts. Wir werden nicht miteinander warm, der Idiot und ich. Noch immer frage ich mich, woran das wohl liegen mag. Weil er ein guter Mensch ist? Ist er somit automatisch langweiliger als Raskolnikov? Habe ich zu viele Vergleiche angestellt? Zu viel erwartet? Ich weiss es wirklich nicht. Auch wenn ich versuche, es zu ergründen. Vielleicht sind wir uns zu ähnlich? Vertragen wir uns deswegen nicht? Langweile ich mich selber? Fragen über Fragen, die ich allesamt nicht beantworten kann. Zumindest jetzt noch nicht...

3

Ein Stück Weltliteratur, schon etwas angestaubt, mit intriganten Frauen und liebestollen Männern, Ehrenhändel und ausgiebig und hitzig diskutierten politischen Thesen. Die Figuren wirken ebenso getrieben und gequält wie der Leser nach einiger Zeit.

Tipp: Hilfreich ist es sich die verschiedenen Namen der handelnden Personen zu notieren, sonst kommt man völlig durcheinander wenn sie mit Namen, Vatersnamen oder Kosenamen erwähnt werden.

3

Aber wie soll ich denn ein idiot sein, da ich jetzt selbst weiß, dass man mich für einen hält ?

3.5

Wirklich toll geschrieben!

Ich liebe die Ausdrucksweise Dostojewskij! Ich bin immer schon vom Streibstil alleine mitgerissen. Die Story fand ich auch toll, allerdings hat es mir lange nicht so gut gefallen wie Schuld und Sühne. Es bleibt trotzdem lesenswert.

4

Ein Buch über die menschliche Psyche, Leiden, geisteskranke und Frauen 🚬

4

Nach all den Jahren habe ich wieder eines der umfangreicheren Werke von Dostojewski kennengelernt und sehr gemocht. Ein herrliches Gesellschaftsporträt Russlands höherer Gesellschaft, ein Protagonist mit dem man viel zu leiden hat (Dank stetiger Epilepsie und vielen Gesprächen über Psyche und Tod), ein Liebesviereck, das absolut verhängnisvoll ist und zwei russische Orte (Petersburg & Pawlowsk), die eine wunderschöne Kulisse für alles tragische und komische dieses Romans bieten. Der Erzähler bindet den Leser/Zuhörer immer wieder ins Geschehen ein und versucht so zuverlässig wie möglich zu erzählen und uns jede Figur schmackhaft und verständlich zu machen. Viele großartige Nebenhandlungen, die zur Haupthandlung des kranken, kindlich-naiven Fürsten Myshkin treten.

3

Sehr langwierig und äußerst verwirrend. Ende war spannend.

4

Eine faszinierende Geschichte. Dostojewskij schafft es hervorragend Menschen zu beobachten und zu beschreiben. Die Geschichte wird mich auch über das Ende hinaus noch weiter begleiten und ich werde es in einigen Jahren sicherlich noch mal lesen. Und bis dahin hoffentlich noch einiges mehr von D.

4

I've finished it right on time for my book club meeting today. And what situation could be better to read Dostoyevsky at than for a book club in Russia, being the only foreigner? ;) It's difficult to sum it up as it's such a big work discussing so many topics. For me the main issue/purpose of the story was criticizing the Russian society and its values/absence of morality. And then I went to the book club meeting and discovered that everybody took something different with herself from reading the same book. And I guess that's what makes it to an influential and important piece of art. It makes you think about your point of view on the world and on other people and makes you put your own moral standards into question. Loved that about the book. It surely takes you a while to read it and sometimes you'll probably think "oh, come on now!" but it's definitely worth the time as it will be one of those books that stay with you.

3

Anfangs war ich sehr angetan von der Gestaltung der Charaktere und der Handlung. Nach und nach wurde Myschkin für mich aber immer weniger nachvollziehbar und bis zum Ende macht eigentlich kein Charakter eine Entwicklung durch, sodass ich den Eindruck hatte, eigentlich nichts erfahren zu haben. Dass selbst der Erzähler teilweise angibt nicht genau zu wissen was geschehen ist (an besonders spannenden Stellen wohlgemerkt), hat es für mich persönlich nicht besser gemacht. Sehr enttäuschend. Da es aber immer wieder einzelne literarisch starke Passagen gab, gibt es von mir 3 Sterne. Ich werde mit den russischen Klassikern einfach nicht warm. Schade.

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