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Mein erstes beendetes Buch im Februar ist das Buch „Der Fall von Gondolin“ von Tolkien. Ich bin mir immer noch nicht ganz sicher, wie ich die Bücher für mich einordnen soll. Was ich jedoch sagen kann, ist, dass durch diese Bücher für mich die Elben sehr entzaubert werden. Während sie in dem wohl bekanntesten Werk Tolkiens mythisch, abgeklärt, fast ätherisch auf mich wirken, muss ich nach diesem Buch (und nach „Die Kinder Húriens“) feststellen, dass die Elben dann doch genauso wie Menschen von Neid, Missgunst, Ehrgefühl und falschem Stolz erfasst werden. Und dabei so weit gehen, ein ganzes Volk zu verraten. Letztendlich ist auch das Buch „Der Fall von Gondolin“ ein Buch über (in diesem Fall) elbische Verfehlungen, Krieg und noch mehr Krieg sowie gelegentlich gut gepflegtem Rassismus. Manch Elb hält nichts vom Mensch und umgekehrt. Und am Ende fällt die Elben-Stadt Gondolin mit all ihren Reichtümern und Helden. Und wie auch beim letzten Buch fiel mir wieder auf, dass weniger Helden und weniger Ehre vielleicht gesünder für die langfristige Existenz eines Volkes sind. Oder wie eine der Figuren feststellte: „[…] doch es war ein Irrtum voller Heldenmut.“ Auffällig war auch die Verknüpfung des Guten mit dem optisch Schönen: „Nun war der Säugling von größter Schönheit; seine Haut war leuchtend weiß und seine Augen noch blauer als der Himmel über südlichen Landen […]“. Jetzt davon einmal abgesehen, dass optisch hellen Wesen das Gute zugeschrieben wird und der Gegenspieler explizit als „dunkel“ beschrieben wird, tue ich mich allgemein damit schwer, wenn der Wert der Figur anhand ihrer Schönheit gemessen wird. Ja, wir sind in einer anderen Zeit unterwegs, selbst heute sehen wir noch das Muster regelmäßig, doch in diesem Buch fand ich es sehr auffällig und teilweise fast schon irritierend. Der König Gondolins gibt seine Stadt nicht her aus Liebe „zu den Reichtümern und Schönheiten“ und Tuor, einer der menschlichen Helden, „mochte nicht an den Tod so vieler schöner Frauen und Kinder denken“. Ich hoffe, dass er zumindest einen kleinen Gedanken auch an die weniger schönen Frauen verschwendete… Und einer der Schlusssätze lautet: „Dort wurden die Frauen und Mädchen wieder schön und die Kranken wieder gesund.“ Ja, was sonst auch. In dem Buch treffen wir auf einen alten Bekannten, wenn auch nur als Randfigur, nämlich Legolas. Und auch so manch einen Dämon werden wir später wiedersehen. Insgesamt ist das Buch eine Sammlung aus Texten und ich habe nicht alle Fragmente gelesen, sondern lediglich den ersten Text. Es interessierte mich dann doch nicht so sehr, wie viele Abwandlungen es ansonsten noch von einem Text gab. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob ich noch weitere Geschichten um Mittelerde lesen möchte. Vielleicht bin ich nicht Fan genug, vielleicht ist es mir auch ein „zu viel“ an kämpfenden Männern, Helden und zweifelhaften Kriterien für das Gutsein. Tatsächlich werde ich „Herr der Ringe“ wahrscheinlich das nächste Mal mit anderen Augen lesen.
Feb 1, 2026
Mein erstes beendetes Buch im Februar ist das Buch „Der Fall von Gondolin“ von Tolkien. Ich bin mir immer noch nicht ganz sicher, wie ich die Bücher für mich einordnen soll. Was ich jedoch sagen kann, ist, dass durch diese Bücher für mich die Elben sehr entzaubert werden. Während sie in dem wohl bekanntesten Werk Tolkiens mythisch, abgeklärt, fast ätherisch auf mich wirken, muss ich nach diesem Buch (und nach „Die Kinder Húriens“) feststellen, dass die Elben dann doch genauso wie Menschen von Neid, Missgunst, Ehrgefühl und falschem Stolz erfasst werden. Und dabei so weit gehen, ein ganzes Volk zu verraten. Letztendlich ist auch das Buch „Der Fall von Gondolin“ ein Buch über (in diesem Fall) elbische Verfehlungen, Krieg und noch mehr Krieg sowie gelegentlich gut gepflegtem Rassismus. Manch Elb hält nichts vom Mensch und umgekehrt. Und am Ende fällt die Elben-Stadt Gondolin mit all ihren Reichtümern und Helden. Und wie auch beim letzten Buch fiel mir wieder auf, dass weniger Helden und weniger Ehre vielleicht gesünder für die langfristige Existenz eines Volkes sind. Oder wie eine der Figuren feststellte: „[…] doch es war ein Irrtum voller Heldenmut.“ Auffällig war auch die Verknüpfung des Guten mit dem optisch Schönen: „Nun war der Säugling von größter Schönheit; seine Haut war leuchtend weiß und seine Augen noch blauer als der Himmel über südlichen Landen […]“. Jetzt davon einmal abgesehen, dass optisch hellen Wesen das Gute zugeschrieben wird und der Gegenspieler explizit als „dunkel“ beschrieben wird, tue ich mich allgemein damit schwer, wenn der Wert der Figur anhand ihrer Schönheit gemessen wird. Ja, wir sind in einer anderen Zeit unterwegs, selbst heute sehen wir noch das Muster regelmäßig, doch in diesem Buch fand ich es sehr auffällig und teilweise fast schon irritierend. Der König Gondolins gibt seine Stadt nicht her aus Liebe „zu den Reichtümern und Schönheiten“ und Tuor, einer der menschlichen Helden, „mochte nicht an den Tod so vieler schöner Frauen und Kinder denken“. Ich hoffe, dass er zumindest einen kleinen Gedanken auch an die weniger schönen Frauen verschwendete… Und einer der Schlusssätze lautet: „Dort wurden die Frauen und Mädchen wieder schön und die Kranken wieder gesund.“ Ja, was sonst auch. In dem Buch treffen wir auf einen alten Bekannten, wenn auch nur als Randfigur, nämlich Legolas. Und auch so manch einen Dämon werden wir später wiedersehen. Insgesamt ist das Buch eine Sammlung aus Texten und ich habe nicht alle Fragmente gelesen, sondern lediglich den ersten Text. Es interessierte mich dann doch nicht so sehr, wie viele Abwandlungen es ansonsten noch von einem Text gab. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob ich noch weitere Geschichten um Mittelerde lesen möchte. Vielleicht bin ich nicht Fan genug, vielleicht ist es mir auch ein „zu viel“ an kämpfenden Männern, Helden und zweifelhaften Kriterien für das Gutsein. Tatsächlich werde ich „Herr der Ringe“ wahrscheinlich das nächste Mal mit anderen Augen lesen.
Feb 1, 2026






