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Der betrunkene Berg

3.5(43)
Hardcover€22.00Paperback€12.00E-Book
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About the book

Eine kluge Buchhändlerin und ihr rätselhafter Gast
Ohne sie wäre er gestorben, dünn bekleidet, im Eis der Alpen. Das war wohl auch sein Plan, aber Katharina rettet ihn, bietet ihm Unterschlupf. Auf 1700 Metern Höhe betreibt sie eine Buchhandlung, die nun, im November, geschlossen bleibt. Sie behält den Fremden ohne Namen und Gedächtnis bei sich, vorübergehend. Die beiden lesen zusammen, er kocht für sie, und Stück für Stück beginnt er sich zu erinnern.

Heinrich Steinfest ergründet die Wege, die Zufall und Schicksal uns einschlagen lassen. Und stellt die Frage, was mit uns geschieht, wenn eine böse Tat das Leben in eine andere Richtung lenkt.

»Steinfests so bizarrer wie köstlicher Humor tropft aus jeder Felsritze« Oberösterreich. Nachrichten

Editions (2)

ISBN9783492319843
PublisherPiper
Publication Date01/11/24
Pages224

Reviews & Ratings

43 ratings

13 reviews

3.5

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  • annejnr
    annejnr

    64 Followers

    4.0

    Humorvoll eingeschneit in einer Buchhandlung auf einem Berg in Österreich

    Auch wenn das Setting erstmal etwas skurril anmutet, so macht sich doch schnell eine heimelige Stimmung zwischen den Büchern in Katharinas Buchhandlung „Bücherberg“ breit. „Zudem war Katharina das Gegenteil einer erfrorenen Frau. Sie war eine Blusen-Frau, die hart im Nehmen war.“ Als dann trotz Winterpause nach und nach unerwartete Gäste eintreffen, wird das Vorlesebuch und der Cognac rausgeholt, um sich nach und nach Kennenzulernen. Amüsant und unterhaltsam geschriebene Geschichte mit Vergangenheitsbewältigung.

    Apr 12, 2026

  • thegreatescape
    thegreatescape

    83 Followers

    3.5

    Etwas Magie, etwas Trauer, etwas Leben

    Ein tolles Buch mit einem ungewöhnlichen Plot und noch ungewöhnlicheren Protagonisten. Katharina lebt im Winter auf über 1700 m Höhe allein in ihrer Buchhandlung, bis der Frühling kommt und mit ihm die Kunden. Doch jetzt ist es Winter und während sie zum Gipfel wandern will, entdeckt sie einen halb erfrorenen Mann im Schnee. Sie rettet ihn und nimmt ihn mit nach Hause. Da er sich angeblich an nicht s erinnern kann, gibt sie ihm den Namen Robert. Kurz danach wird an der Stelle, an der Robert gefunden wurde, eine halb erfrorenene Dohle gefunden. Als dann noch eine Lawinenforscherin dazukommt und alle zusammen eine nicht vorhergesagte Wolke durchwandern, wird klar: alle drei haben Schlimmes im Leben erlebt, ob verschuldet oder unverschuldet. Und bevor sie entscheiden können, wie es weitergehen soll, passiert ein undenkbares Unglück. Alles in allem gut geschrieben, mit viel trockenem Humor, allerdings auch mit auffallend vielen Zufällen und glücklichen Fügungen. Ein gutes Buch, für das man aber etwas Zeit und Geduld mitbringen sollte.

    Mar 24, 2025

  • jeyssoullines
    jeyssoullines

    60 Followers

    3.0

    schräge Geschichte über das menschliche Dasein, über Schuld und Vergebung

    "Der betrunkene Berg" von Heinrich Steinfest ist nicht nur ein ziemlich originell geschriebener Roman, man könnte ihn fast schon als eine Art Komposition bezeichnen, eine sprachliche Melodie aus Worten und Sätzen. Die Geschichte erzählt hier nämlich nicht nur von Katharina und ihrem abgelegenen Bücherladen, dem "Bücherberg", auf 1765 Metern Höhe, sondern schlägt Brücken zwischen Gegenwart und Vergangenheit, Realität und Erinnerung. Kommen wir aber erst einmal zum Inhalt: Ohne sie wäre er gestorben, dünn bekleidet, im Eis der Alpen. Das war wohl auch sein Plan, aber Katharina rettet ihn, bietet ihm Unterschlupf. Auf 1765 Metern Höhe betreibt sie eine Buchhandlung, die nun, im November, geschlossen bleibt. Sie behält den Fremden ohne Namen und Gedächtnis bei sich, vorübergehend. Die beiden lesen zusammen, er kocht für sie, und Stück für Stück beginnt er sich zu erinnern. Heinrich Steinfest ergründet hier die Wege, die uns Zufall und Schicksal einschlagen lassen. Und stellt die Frage, was mit uns geschieht, wenn eine böse Tat das Leben in eine andere Richtung lenkt. Was auf den ersten Blick wie eine etwas ungewöhnliche Erzählung über einen äußerst entlegenen Ort wirkt, entpuppt sich bald als eine Geschichte über das menschliche Dasein, über Schuld und Vergebung. Die historische Erzählung des Priesters Simon Schindler, der die Erstbesteigung des titelgebenden Berges wagt, wird kreativ in die Haupthandlung miteingeflochten, sodass man sich immer wieder fragt, ob es wirklich nur um diesen einen Berg geht – oder doch eher um die Gipfel, die jeder von uns in seinem Inneren erklimmen muss. Besonders der Bücherladen, den Katharina in der Abgeschiedenheit führt, hat mir gut gefallen. Der "Bücherberg" ist ein Ort, an dem man sich zwischen den Regalen und Büchern beinahe schon heimelig fühlt. Ich fand es zudem recht interessant zu erleben, wie die Erinnerungen der jeweiligen Charaktere nach und nach zurückkehren, fast so, als würden sie neu erweckt. Doch trotz dieser ziemlich andersartigen Erzählweise war mir die Story stellenweise doch etwas zu "erleuchtet" – zu sehr von symbolischen Zufällen und Fügungen durchzogen, die am Ende letztlich fast schon konstruiert gewirkt haben. Den Schluss kann man demnach so oder so sehen, in jedem Fall lässt er Platz für eigene Gedanken. Das sichtbar zentralste Thema des Buches – die Auseinandersetzung mit Schuld und Sühne, mit Hoffnung und Vergebung – zieht sich durchweg durch die Zeilen. Es ist ein zeitloser Kreislauf, der in der Vergangenheit beginnt, in der Gegenwart seinen Ausdruck findet und in die Zukunft hineinwirkt. Erst mit der letzten Seite erschließt sich dem Leser die volle Bedeutung des Titels, und man erkennt, wie gut gewählt dieser metaphorische "betrunkene Berg" tatsächlich ist. Eine schräge Geschichte, ja, unaufgeregt erzählt und dennoch bildreich, sodass man sich die verschneiten Gipfel, die stillen Abende und die Gedankenwelten der Charaktere recht gut vorstellen kann. Die passende Lektüre für den Herbst oder Winter – für jene kühlen, verschneiten Abende, an denen man sich mit einem Buch und einer Tasse Tee ans Kaminfeuer zurückzieht.

    Oct 6, 2024

3 of 13 reviews

Author

About Heinrich Steinfest

Heinrich Steinfest wurde 1961 geboren. Albury, Wien, Stuttgart – das sind die Lebensstationen des erklärten Nesthockers und preisgekrönten Autors, welcher den einarmigen Detektiv Cheng erfand. Er wurde mehrfach mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet, erhielt 2009 den Stuttgarter Krimipreis und den Heimito-von-Doderer-Literaturpreis. Bereits zweimal wurde Heinrich Steinfest für den Deutschen Buchpreis nominiert: 2006 mit »Ein dickes Fell«; 2014 stand er mit »Der Allesforscher« auf der Shortlist. 2016 erhielt er den Bayerischen Buchpreis für »Das Leben und Sterben der Flugzeuge«, 2018 wurde »Die Büglerin« für den Österreichischen Buchpreis nominiert und 2024 wurde er für »Gemälde eines Mordes« mit dem Leo-Perutz-Preis ausgezeichnet. Heinrich Steinfest lebt in der Nähe von Heidelberg.

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