Gebrauchsanweisung für Österreich
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Description
Wiener Schnitzel und Schwedenbombe, dramatische Bergkulissen und pompöse Architekturen, Zwölftonmusik und Alpenjodler, Burgtheater und Kasperltheater – Österreich hat viele Seiten, und Heinrich Steinfest kennt sie alle. Der preisgekrönte Autor und leidenschaftliche Österreicher geht auf Tauchfahrt in die kakanische Seele, ergründet die Riten der Einheimischen, führt uns zum Heurigen und weiht uns ein in das dunkle Geheimnis des österreichischen Fußballs. In einem Feldversuch entwirft er ein eigenwilliges Landschafts- und Sittenbild seiner Heimat; er fragt sich, wieso die Kunstform der Operette endgültig das gesamte Staatswesen erobert hat und wie viele Kilos man in sieben Tagen Österreich zunehmen kann. Oder abnehmen. Ein Vademekum für jede Reise auf die abgründige »Insel der Seligen«.
Book Information
Author Description
Heinrich Steinfest wurde 1961 geboren. Albury, Wien, Stuttgart – das sind die Lebensstationen des erklärten Nesthockers und preisgekrönten Autors, welcher den einarmigen Detektiv Cheng erfand. Er wurde mehrfach mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet, erhielt 2009 den Stuttgarter Krimipreis und den Heimito-von-Doderer-Literaturpreis. Bereits zweimal wurde Heinrich Steinfest für den Deutschen Buchpreis nominiert: 2006 mit »Ein dickes Fell«; 2014 stand er mit »Der Allesforscher« auf der Shortlist. 2016 erhielt er den Bayerischen Buchpreis für »Das Leben und Sterben der Flugzeuge«, 2018 wurde »Die Büglerin« für den Österreichischen Buchpreis nominiert und 2024 wurde er für »Gemälde eines Mordes« mit dem Leo-Perutz-Preis ausgezeichnet. Heinrich Steinfest lebt in der Nähe von Heidelberg.
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chepedaja 08:15 “ Die rechtspopulistische, die üblichen Ressentiments bestätigende und fördernde Strategie der [Kronen] Zeitung nährt natürlich den Verdacht und das Vorurteil, beim üblichen Österreicher handle es sich um einen faschistoiden Kleinbürger oder wie Professor Robert in Bernhards Heldenplatz urteil: "...sechseinhalb Millionen Debile und Tobsüchtige." Doch ich glaube, daß der eigentliche Antrieb eine ganz prinzipielle Antihaltung ist, kein spezielles Ressentiment, sondern eine fundamentales Ressentiment, ein im Grunde gegen sich selbst gerichtetes Vorurteil. Ausländerhaß und Antisemitismus sind in Österreich bloß die Vorderseite einer Münze, auf deren Rückseite der Selbsthaß steht, der wiederum der Zwilling der Eigenliebe ist. Der Österreicher ist viel weniger mit den anderen beschäftigt als mit sich selbst. Der Studel reißt die Dinge mich sich, nicht umgekehrt. Das geht so weit, daß alles in der Welt durch eine Österreichische Brille, durch eine österreichisches Gitter betrachtet und bewertet wird. Die vielen kurzen, sehr persönlich, leidenschaftliche und antiintellektuell gehaltenen Krone-Kolumnen dokumentieren weniger ein konservatives Weltbild denn eine kleinbürgerliche selbstrefentielle Haltung. Ein Wir-sind-wir Gefühl als fast schon verzweifelt vorgetragener Schutzschild gegen eine verrückt gewordene Welt. Gegen eine Moderne, die man ausschließlich in ihren negativen Auswirkungen kennt. Die Kronen Zeitung bestätigt die beiden stärksten Gefühle der Menschen: Angst & Stolz (andere sagen dazu Paranoia & Größenwahn).
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Wiener Schnitzel und Schwedenbombe, dramatische Bergkulissen und pompöse Architekturen, Zwölftonmusik und Alpenjodler, Burgtheater und Kasperltheater – Österreich hat viele Seiten, und Heinrich Steinfest kennt sie alle. Der preisgekrönte Autor und leidenschaftliche Österreicher geht auf Tauchfahrt in die kakanische Seele, ergründet die Riten der Einheimischen, führt uns zum Heurigen und weiht uns ein in das dunkle Geheimnis des österreichischen Fußballs. In einem Feldversuch entwirft er ein eigenwilliges Landschafts- und Sittenbild seiner Heimat; er fragt sich, wieso die Kunstform der Operette endgültig das gesamte Staatswesen erobert hat und wie viele Kilos man in sieben Tagen Österreich zunehmen kann. Oder abnehmen. Ein Vademekum für jede Reise auf die abgründige »Insel der Seligen«.
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Heinrich Steinfest wurde 1961 geboren. Albury, Wien, Stuttgart – das sind die Lebensstationen des erklärten Nesthockers und preisgekrönten Autors, welcher den einarmigen Detektiv Cheng erfand. Er wurde mehrfach mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet, erhielt 2009 den Stuttgarter Krimipreis und den Heimito-von-Doderer-Literaturpreis. Bereits zweimal wurde Heinrich Steinfest für den Deutschen Buchpreis nominiert: 2006 mit »Ein dickes Fell«; 2014 stand er mit »Der Allesforscher« auf der Shortlist. 2016 erhielt er den Bayerischen Buchpreis für »Das Leben und Sterben der Flugzeuge«, 2018 wurde »Die Büglerin« für den Österreichischen Buchpreis nominiert und 2024 wurde er für »Gemälde eines Mordes« mit dem Leo-Perutz-Preis ausgezeichnet. Heinrich Steinfest lebt in der Nähe von Heidelberg.
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chepedaja 08:15 “ Die rechtspopulistische, die üblichen Ressentiments bestätigende und fördernde Strategie der [Kronen] Zeitung nährt natürlich den Verdacht und das Vorurteil, beim üblichen Österreicher handle es sich um einen faschistoiden Kleinbürger oder wie Professor Robert in Bernhards Heldenplatz urteil: "...sechseinhalb Millionen Debile und Tobsüchtige." Doch ich glaube, daß der eigentliche Antrieb eine ganz prinzipielle Antihaltung ist, kein spezielles Ressentiment, sondern eine fundamentales Ressentiment, ein im Grunde gegen sich selbst gerichtetes Vorurteil. Ausländerhaß und Antisemitismus sind in Österreich bloß die Vorderseite einer Münze, auf deren Rückseite der Selbsthaß steht, der wiederum der Zwilling der Eigenliebe ist. Der Österreicher ist viel weniger mit den anderen beschäftigt als mit sich selbst. Der Studel reißt die Dinge mich sich, nicht umgekehrt. Das geht so weit, daß alles in der Welt durch eine Österreichische Brille, durch eine österreichisches Gitter betrachtet und bewertet wird. Die vielen kurzen, sehr persönlich, leidenschaftliche und antiintellektuell gehaltenen Krone-Kolumnen dokumentieren weniger ein konservatives Weltbild denn eine kleinbürgerliche selbstrefentielle Haltung. Ein Wir-sind-wir Gefühl als fast schon verzweifelt vorgetragener Schutzschild gegen eine verrückt gewordene Welt. Gegen eine Moderne, die man ausschließlich in ihren negativen Auswirkungen kennt. Die Kronen Zeitung bestätigt die beiden stärksten Gefühle der Menschen: Angst & Stolz (andere sagen dazu Paranoia & Größenwahn).




