Der Bär und die Nachtigall
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Description
In einem Dorf am Rande der Wildnis, weit im Norden Russlands, wo der Wind kalt bläst und der Schnee viele Monate des Jahres fällt, erzählt die alte Dienerin Dunja den Kindern des Grundbesitzers Pjotr Wladimirowitsch Geschichten über Zauberei, Folklore und den Winterkönig mit den frostblauen Augen. Verbotene Geschichten über eine uralte Magie. Doch für die junge, wilde Wasja sind dies weit mehr als Märchen. Sie allein kann die Geister sehen, die ihr Zuhause beschützen. Und sie allein spürt, dass sich in den Wäldern eine dunkle Magie erhebt ...
Book Information
Author Description
Katherine Arden, geboren in Austin, Texas, studierte Französische und Russische Literatur am Middlebury College in Vermont und verbrachte ein Auslandssemester in Moskau. Nach ihrem Abschluss lebte sie in Maui auf Hawaii und in Briançon in Frankreich. Während dieser Zeit nahm sie alle möglichen Jobs an, arbeitete auf einer Farm, unterrichtete , und begann ihren ersten Roman »Der Bär und die Nachtigall« zu schreiben. Zurzeit lebt sie in Vermont.
Characteristics
2 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Ein fantastisches Märchen im kalten Russland.
Der Bär und die Nachtigall ist im Grunde ein klassisches Märchen. Ist ein Kampf Gut gegen Böse und zwischen die Fronten gerät ein Mädchen, dass den Glauben an sich selbst und ihre eigene Kraft finden muss, um sich so ihrem Schicksal entgegen zu stellen. Es geht aber auch um die Christianisierung von Heiden und die Verdrängung ihrer Rituale und Mythen und somit den Verlust der Identität. Katherine Arden hat einen schönen und märchenhaften Schreibstil. Ich hatte das gleiche heimelige Gefühl, wie beim Schauen von Märchenfilmen wie "Die 12 Monate" oder "Die sieben Schwäne". Obwohl ich zunächst Schwierigkeiten hatte mit den russischen Namen und Kosenamen und somit dem Auseinanderhalten der einzelnen Personen. Es kommen in der Geschichte typische mythische Wesen aus der z. B. russischen, slawischen oder türkischen Volklore vor. Die Autorin erschafft damit einen ganz eigenen Mythos um die Geschichte von Väterchen Frost. Sie beschreibt einzelne Hausgeister, die für verschiedene Aufgaben im Haushalt, verantwortlich sind. Ehrt man sie, dann flicken sie Hemden, Feuer den Ofen an, kümmern sich um das Wohlergehen der Pferde und schützen Heim und Hof. Es gibt sogar einen vampirischen Gruselanteil (Upyr) in der Geschichte, der mich echt überrascht hat. Doch das ist auch ein Punkt, weshalb ich nur 4 Sterne gegeben habe. Nicht, weil ich Gruselgeschichten nicht mag, aber ich fand die Vampirthematik too much. Das passte für mich nicht zur Märchenthematik mit den Hausgeistern. Ein weiterer Punkt ist das fanatisch christliche Verhalten einiger Charaktere, dass teilweise nur schwer zu ertragen war. Das hat mich fast noch mehr gegruselt, als die Vampire. Alles in Allem ist "Der Bär und die Nachtigall" ein nettes Märchen für Zwischendurch, dass Liebhaber von Märchenadaptionen bestimmt gut abholt.
Weniger wäre mehr gewesen
Wer nach russischer Folklore, einem düsteren Setting, Märchen, Gut gegen Böse und einem starken weiblichen Hauptcharakter sucht, wird hier fündig. Aber … there‘s a lot to unpack. Die Geschichte spielt im mittelalterlichen Russland, weit draußen auf dem Dorf, weg von den Städten. Die Menschen erzählen sich Geschichten und glauben teils noch an heidnische Gottheiten. Die Winter sind hart und die Familien eng miteinander. Frauen - Mädchen - erfüllen ihren Zweck,  jung heiraten und Kinder gebären; alternativ gehen sie ins Kloster. Das Los der Frauen, wie stets betont wird. Die Protagonistin Wasja passt nicht in dieses Bild. Sie kann die Kreaturen und Gestalten sehen, ist wild und will nicht heiraten. Das zentrale Element ist die Religion - durch die Ankunft des Predigers Konstantin verändern sich Dinge im Dorf. Die Menschen sollen bekehrt werden. Sie glauben nicht mehr an die Geschichten und Wasja, die die Gabe des Sehens hat, wird als Hexe deklariert. Die Religion und ihr Vertreter werden hier als böse geframed, denn nur, wer Angst hat und Buße tut und nur an einen Gott glaubt, entgeht dem Feuer. Je mehr Angst die Dörfler haben, je verzweifelter sie sind, desto härter werden die Winter und desto schneller erwacht der Bösewicht des Buches - der Bär. Obwohl sicherlich im Mittelalter angemessen, fand ich es schwierig, wie gezwungen männliche und deutlich zu alte Protagonisten auf die minderjährige Wasja fixiert waren. Sicher, die Darstellung als Hexe und Verführerin passt in das Setting, aber drei Mal innerhalb einer Geschichte ist zu viel. Wenngleich einer dieser Männer zumindest nicht aus tückischer Absicht handelte, aber ich werde hier nicht genauer ins Detail gehen, um nicht noch mehr zu spoilern. Der Autorin ist es gut gelungen, die Märchen und die Sagen in die Geschichte einzuweben, die Kreaturen treffend zu beschreiben und auch die Geschichte von Morosko aufzunehmen. Die vielen russischen Begriffe und Namen, die der Authentizität dienen sollen, wirkten auf mich sehr gezwungen, als müsste um jeden Preis jedes russische Wort in die Geschichte eingebaut werden.  Dies könnte allerdings auch subjektiv gefärbt sein, da russisch meine Erstsprache ist. Innerhalb des Buches wechselt die Perspektive, besonders am Anfang, sehr häufig. Die Hälfte der Perspektiven wäre nicht nötig gewesen, denn sie bringen die Geschichte nicht voran und werden im Verlauf nicht mehr wichtig sein. Im ersten Drittel passiert wenig trotz vieler Seiten, wodurch die Geschichte unnötige Längen bekommt. Wenn man diese Durststrecke geschafft hat, ohne das Buch abzubrechen, wird es im zweiten Teil spannender, weil die Handlung Fahrt aufnimmt und endlich etwas passiert. Hier lernen wir die Protagonistin richtig kennen und kommen in den Genuss, die düsteren Seiten der Folklore zu sehen, mit Gewalt und Mordlust. Gerade an diesen Stellen wäre eine detailliertere Beschreibung und eine längere Erzählung interessant gewesen.  Mein persönliches Problem mit dem Buch ist die Schreibweise der Autorin. Diese fand ich in erster Linie anstrengend. Es wirkt so, als würde sie nur beschreiben. Die Erzählung aus der dritten Person mit vielen Hauptsätzen wirkt kühl und distanziert. Es erzeugt den Eindruck, dass nichts passiert, bis man plötzlich feststellt, dass etwas Wichtiges vor sich geht - dann ist die Szene direkt wieder vorbei. Habe mich oft dabei ertappt, die kurzen Passagen noch einmal zu lesen, weil etwas fehlte. Insgesamt eine tolle Idee für ein Buch und ein netter Auftakt für eine Trilogie. Ich hoffe, dass sich der Plot in den anderen beiden Teilen schneller entwickelt und die Autorin nicht so viel vom Potential liegen lässt wie im ersten Buch.
Wild im Herzen! Russische Folkore verwoben mit der Geschichte einer Heldin.
" Der Bär und die Nachtigall " basiert auf alten russischen Märchen, die von Dunya, der alten Amme und Grossmutterfigur erzählt werden. Sie zog Marina gross, welche die Tochter des Schwanenmädchen war. Sie verzauberte Iwan l., damit er Sie heiratet. Obwohl es ein harter Winter war und Marina von zarter Gestalt wünschte Sie sich eine Tochter, wie Ihre Mutter eine war. Diese konnte Tiere zähmen und verstehen, sowie in die Zukunft sehen. Ihr Wunsch wurde erfüllt doch leider starb Marina bei der Geburt Ihrer Tochter Vasya ( Vailisa ) . Vasya hat Augen so grün wie der Wald und verfügt über das zweite Gesicht. ( Sie kann die magische Welt und Ihre Wesen sehen ) Das wilde und unbezähmbare Mädchen, mit Ihrem starken Freigeist, liebt die Natur, Tiere und das Leben. Sie freundet sich mit den Wächtern des Waldes an. Als Ihr Vater eine streng gläubige Christin Namens Anna heiratet und kurz darauf ein neuer Priester Namens Konstantin ins Dorf kommt, werden die Wächter der alten Bräuche beiseite geschoben. Die Angst, Gott verärgert zu haben, führt zu einem Ungleichgewicht in der Welt. Der Meister der Albträume, bekannt als der Bär, ist erwacht und ernährt sich von der Angst der Menschen und erweckt die Toten. Der Bruder und Meister des Dämons, Frost & Tod, kämpft darum ihn zu kontrollieren. Vasya und Dunya werden in Ihren Träumen vor den Geschehnissen gewarnt. Währenddessen verbreiten Anna und Konstantin Angst im Dorf und bezichtigen Vasya, Sie sei eine Hexe und Ihre Sünden bringen Leid übers Dorf. Als die reale Welt mit der magischen kollidiert, muss Vasya all ihren Mut zusammen nehmen und ihre magischen Fähigkeiten einsetzen um Ihr Dorf zu retten. Da erkennt Sie Ihr Schicksal! Irgendwann habe ich aufgehört zu zählen wie viele Märchen in diesem Buch vorkommen. Sie sind so schön in diese Geschichte verwoben worden, dass ich mich einfach fallen lassen musste. Es ist wunderschön geschrieben. Ich konnte die Kälte, die Angst und die Hoffnungslosigkeit spüren. Aber auch die friedlichen Momente von Vasya während Sie durch die Wälder streifte. Katharina Arden schrieb mit Ihrem Debütroman " Der Bär und die Nachtigall " eine fesselnde, eindringliche, stimmungsvolle und bezaubernde Geschichte. Sie vermischte meisterhaft russische Folklore und Märchen mit einen historischen Hintergrund. Es ist eine Reflexion über die Ausbreitung des Christentums, in der uralte Glaubensvorstellungen durch Angst verdrängt werden. Ich liebte die Geschichte von dem jungen wilden Mädchen, dass den Geist Ihrer Heimat erhält, noch bevor sie eine Heimat war. Der 2. Teil wartet darauf gelesen zu werden!
Ja und Nein 🤷♀️ Cover, Location und Figuren haben mir gut gefallen. Wasja mochte ich sehr und auch ihre Entwicklung. Ich würde sie als eine sehr starke Frauenfigur sehen, die sich selbst treu bleibt. Die Stiefmutter und den Pfarrer fand ich aber seltsam und mochte ich beide nicht so. Ansonsten ist die Handlung voll mit allerhand magischen Geschöpfen die im Haus und der Umgebung zusammen mit den Menschen dort leben. Mit dem Bären vom Cover hat es auch etwas auf sich, aber das verrate ich hier jetzt nicht 🙃 Recheriert inwieweit diese Figuren tatsächlich Teil der slavischen Kultur sind, oder nur für das Buch entwickelt wurden, habe ich aber nicht. Wäre vielleicht auch spannend, wenn man sich dafür interessiert parallel zu googeln. Es gab aber Stellen, die waren für mich sehr zäh zu lesen, daher die gemischten Gefühle. Andere Kapitel fand ich sehr spannend. Einzelne Passagen waren auch sehr düster und wenn ich mir die Handlung als Film vorstelle (ja, wenn ich ein Buch lese, läuft da auch ein Film im Kopf mit 😅) dann hätte die Handlung durchaus Potential für einen Horrorfilm. Ich könnte es mir tatsächlich als Verfilmung vorstellen. Vorerst werde ich die Reihe aber nicht weiterlesen. Vielleicht zu einem anderen Zeitpunkt, im nächsten Winter oder so. Das Buch passt gut in die dunkle Jahreszeit.
Schon jetzt ein JAHRESHIGHLIGHT❄️
Dieses Buch hat mich so bewegt. Wasja, unsere Protagonistin, ist eine starke und freie Frau in einer Zeit, in der Frauen wie Gegenstände benutzt wurden. Es liest sich wie ein Märchen und hat mich am Ende sehr zum weinen gebracht. Der Schreibstil ist sehr schön und malerisch. Die Charaktere sind alle sehr interessant und ausgereift. Von daher kann ich es kaum erwarten hoffentlich bald den zweiten Teil zu lesen. Definitiv ein Must-Read!!!😭😭
Wasja lebt im 12 Jahrhundert in Nordrussland es ist hart, bedrohlich und eiskalt. Sie hat dass "zweite Gesicht" und versucht ihre Familie vor dem Bösen zu retten. Die Charaktere sind sehr vielschichtig und komplex. Am besten hat mir gefallen hat mir die slawische Mythologie und wie düster , atmosphärisch und märchenhaft es geschrieben ist , es liest sich perfekt im Winter. Ich freue mich schon sehr auf Teil zwei und drei.
Katherine Ardens Debütroman "Der Bär und die Nachtigall" ist ein atmosphärisch dichtes und märchenhaftes Meisterwerk, das den Leser von der ersten Seite an in seinen Bann zieht. Die Geschichte entführt uns in das mittelalterliche Russland, wo alte Mythen und der Glaube an Hausgeister noch tief in der Bevölkerung verwurzelt sind. Im Zentrum steht Wassilissa, ein Mädchen mit einer besonderen Gabe: Sie kann die Geister der Natur sehen und mit ihnen kommunizieren. Ardens Schreibstil ist schlichtweg magisch. Sie webt eine lebendige Welt voller knisternder Kälte, dunkler Wälder und dem warmen Schein von Kaminfeuern. Die Beschreibungen sind so bildhaft, dass man die eisige Luft förmlich spüren und das Knarren des Holzes im alten Bauernhaus hören kann. Die Autorin versteht es meisterhaft, die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen zu lassen und so eine einzigartige und fesselnde Atmosphäre zu schaffen. Besonders hervorzuheben ist die Protagonistin Wassilissa. Sie ist eine starke, unabhängige und faszinierende Figur, die sich den Konventionen ihrer Zeit widersetzt und ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten annimmt. Ihre Verbindung zur Natur und ihre Fähigkeit, die Geister zu sehen, machen sie zu einer einzigartigen Heldin. Die anderen Charaktere sind ebenfalls vielschichtig und lebendig gezeichnet. Allerdings gibt es zwei Figuren, die beim Lesen ein gewisses Unbehagen hervorrufen: Wassilissas Stiefmutter und der Priester. Die Stiefmutter wird als kaltherzig und streng dargestellt, ihre Ablehnung gegenüber Wassilissa und deren Gabe ist spürbar und wirkt oft ungerecht. Der Priester hingegen verkörpert eine dogmatische und intolerante Haltung gegenüber den alten Glaubensvorstellungen der Menschen. Seine starre Frömmigkeit und sein Misstrauen gegenüber allem, was er nicht versteht, machen ihn zu einer eher unsympathischen Figur. Obwohl diese Charaktere negative Aspekte verkörpern, tragen sie zur Komplexität der Geschichte bei und verdeutlichen den Konflikt zwischen alten Traditionen und dem aufkommenden Christentum. Trotz dieser kleinen Kritikpunkte ist "Der Bär und die Nachtigall" ein außergewöhnliches Buch, das ich jedem Fantasy-Liebhaber wärmstens empfehlen kann. Die Geschichte ist spannend, die Charaktere sind faszinierend und die Atmosphäre ist schlichtweg magisch. Katherine Arden hat mit diesem Roman ein beeindruckendes Debüt hingelegt, das Lust auf mehr macht. Die mystische und winterliche Welt, die sie erschaffen hat, wird den Leser noch lange nach dem Zuklappen des Buches begleiten. Ein absolutes Lesehighlight!
Mein bisheriges Jahreshighlight - spannend, märchenhaft, gruselig
Dieses Buch habe ich viel zu lange auf meiner Liste stehen gehabt und ich könnte mich prügeln, dass ich dieses nicht anderen vorgezogen habe. Die Geschichte hat genau den Gruselfaktor den ich bevorzuge und dabei hatte ich beim Lesen das Gefühl gehabt, dass ich etwas dabei lerne - etwas über den damaligen russischen Adel, die Gesellschaft und selbstverständlich über die Märchen/Legenden aus beinahe vergessenen Zeiten. Es war ein toller Ritt, aufwühlend und nie langweilig. Die Story war nicht zu gefühlsduselig umschrieben, sondern klar formuliert. Keine Liebesgeschichte, die im Vordergrund steht und die die Story kaputt machen könnte. Die Charaktere (besonders Wasja und die Wesen/Geister) waren toll umschrieben, ich hätte zugegeben den zweitältesten Sohn noch gerne etwas länger in der Geschichte gehabt, er strahlte eine wohlige Vertrautheit aus, aber das tat dem Buch kein Bruch. Es war alles in allem bezaubernd schön und ich freue mich bereits auf die anderen beiden Teile. Tipp: Ich habe das Buch jetzt im September gelesen... Das war vielleicht draußen doch noch zu warm. Die Geschichte sollte mit einem heißen Kakao und einer Kuscheldecke gelesen werden, wenn es draußen kalt ist und friert.

„Es ist traurig, eine Ausnahme zu sein. Aber noch viel trauriger ist es, keine zu sein.“
Poetisch - Atmosphärisch - Magisch. Unglaublich liebevoll skizzierte Charaktere und Schauplätze, die uns in die Welt der russischen Märchen und des naturverbunden Lebens in vergangenen Zeiten entführt. Der perfekte Winterread mit einer beeindruckenden Protagonistin, die mutig, fürsorglich und selbstlos für die ihr anvertrauten Kreaturen aller Art einsteht. Sie ist anders als alle um sie herum und das bedeutet Gefahr und Begabung gleichermaßen. Unsere Heldin Wasja ist im hohen Norden des alten Russlands damit konfrontiert, für ihre Überzeugungen einzustehen, während die Grenzen zwischen Folkore/Märchen/Sagen und Realität verschwimmen. Endlich wieder ein Reihenauftakt, nach dessen Lektüre ich mit großer Vorfreude zu Band 2 greife. Endlich wieder einmal Handlung und Charakterentwicklung in einem umgarnenden Setting. Ich bin sehr froh über diese Entdeckung. ❄️
Ich frage mich, warum ich dieses Buch nicht schon früher gelesen habe – es lag seit Jahren auf meiner Wunschliste! Das Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Die Atmosphäre der slawischen Folklore ist lebendig und magisch, und die Charaktere, vor allem Vasilisa, sind tiefgründig und vielschichtig. Sie ist eine starke Protagonistin, die mutig und unabhängig für ihre Überzeugungen einsteht und sich den Herausforderungen stellt. Besonders gefällt mir, dass der Schwerpunkt der Geschichte auf der magischen Welt und Vasilisas persönlicher Reise liegt und nicht auf einer Liebesgeschichte. Die Darstellung der Kirche als unterdrückende Kraft, die die alten Götter und Traditionen verdrängt, ist eine deutliche Kritik an der religiösen Autorität. Die Autorin zeigt eindrucksvoll, wie die Kirche versucht, das spirituelle und magische Erbe des Landes zu zerstören und die Menschen in ihre starren Glaubensvorstellungen zu zwingen. Der Konflikt zwischen alten und neuen Glaubenssystemen ist nicht nur spannend, sondern regt auch zum Nachdenken an. Besonders gelungen ist auch, wie gut die Legenden und mythologischen Wesen in die Geschichte integriert sind, was der Welt eine besondere Tiefe verleiht. Für Leser, die mit diesen Wesen und Mythen nicht vertraut sind, wäre jedoch eine genauere Beschreibung der Kreaturen hilfreich, um ihre Bedeutung und Symbolik besser zu verstehen. Trotzdem ist es ein wunderbarer Auftakt zu einer Trilogie! 4,5/5 ⭐

Ich möchte euch heute von einem Buch erzählen welches mich ganz besonderd berührt hat - ein Buch welches noch lange nachklingt. Ich liebe folklore in Büchern & deshalb kam ich auch an „der Bär und die Nachtigall“ nicht vorbei - tief in meinem Herzen wusste ich, dieses Buch wird mein Buch & genau so war es auch. Es war eine mystische & magische Reise vom Anfang bis zum Ende. Der Einstieg in die Geschichte war besonders schön - denn sie beginnt mit Dunya, der Amme der Kinder die ihnen einen Geschichte erzählt. Eine Geschichte über alte Wesen & die Magie in ihnen - doch eines haben alle gemeinsam, die Kälte. Denn im Norden Russlands herrscht 8 Monate lang der Winter über den Dörfern & selbst die Sommer sind so leicht, dass die Nacht von der Kälte regiert wird. Die Kälte ist also ein allgegenwärtiges & unheimliches Motiv - noch unheimlicher sind aber die Kreaturen die im eingeschneiten Wald lauern. Vasya war meine allerliebste Protagonistin - ich habe Sie & ihr wildes Wesen unfassbar geliebt. Sie ist stets ihrem eigenen Willen gefolgt & war dabei so unglaublich stark. Ich habe sie sehr bewundert. Sie will nichts anderes als frei sein & hört niemals auf dafür zu kämpfen. „I would rather die tomorrow in the forest than live a hundred years of the life appointed me.” Ich mochte Morozko auch unheimlich gern - er ist der Frostkönig, der Tod selbst. Aber er war auch einer der wenigen die Vasya auf Augenhöhe begegnet sind - die ihr gezeigt haben dass sie ihr Leben frei von jeder Erwartung gestalten kann. Ich freue mich sehr darauf im zweiten Buch mehr von ihm zu lesen. Der Schreibstil von Katherine Arden war unglaublich bildgewaltig - er hat einen ins Buch hinein gezogen - mitten in die Geschichte und so schnell nicht wieder losgelassen. Kurz gesagt habe ich wirklich alles an dieser Geschichte geliebt. Die Menschen in ihr, die Kreaturen die unter ihnen Leben & die Kälte. All das hat es für mich zu einer ganz besonderen Geschichte gemacht, die ich noch lange im Herzen tragen werde.

Highlight - großartige Geschichte mit slawischer Mythologie und starker Protagonistin!
Auch dieses Buch hütete unberechtigterweise einige Jahre mein Regal und schaute mich regelmäßig im Winter vorwurfsvoll an. Insgesamt hat es mich komplett umgehauen und wirkt zum aktuellen Zeitpunkt auch noch nach. Dass mich ein düsteres Märchen mit Wurzeln in der slawischen Mythologie und Folklore erwartet, wusste ich. Und spätestens seit den The Witcher Spielen bin ich diesem Setting schutzlos ausgeliefert und atme alles davon ein 😍🤭 Dass mich aber eine derart düstere Geschichte mit einer so starken, authentischen, sich selbst treu bleibenden Protagonistin erwartet, das habe ich nicht gedacht. Besonders interessant fand ich die gesamte und sehr geschickt eingebaute Thematik rund um den alten Glauben (inklusive aller darin enthaltenen Mythen, Geister, Dämonen und der Wurzeln in der Natur), welcher mit der zunehmenden Christianisierung immer verpönter wird und verboten werden soll. Es gibt hier mehrere Charaktere, denen ich am liebsten den Hals umgedreht hätte 😄 Die Protagonistin Wasja lässt sich hiervon allerdings nicht unterkriegen und steht für ihren Drang nach Freiheit ein. Die Hauptstory an sich beginnt zunächst recht ruhig und dadurch, dass wir viele der Hauptcharaktere schon im Kindesalter kennenlernen, wachsen sie einem schnell ans Herz. Die Fantasy-Aspekte sind wunderbar stimmig in die alten Mythen und Wesen der slawischen Mythologie eingebaut worden und punkten mit unheimlich tollen mythologischen Wesen wie Rusalka, Domowoi, Leshy (😍💚) und Co - hier kam ich voll auf meine Kosten! Ich freue mich sehr auf die weiteren Bände dieser Reihe. Der Auftakt war bereits ein absolutes Highlight für mich!

Viel, viel mehr erwartet, als ich bekommen habe. Irgendwann wird es eine ausführliche Rezi geben, auch wenn ich nicht weiß, wann.
„Der Bär und die Nachtigall“ ist der ersten Teil der Winternacht-Trilogie von Katherine Arden und wurde mir von einer lieben Lesefreundin empfohlen, mit der ich meine Begeisterung für so einige Fantasy-Geschichten teile. Allerdings mehren sich bei mir inzwischen die Anzeichen dafür, dass sich meine Fantasy-Zeit und -Begeisterung langsam aber sicher dem Ende zuneigt, zumal auch der ein oder andere Re-Read meiner liebsten Fantasy-Geschichten mich in den letzten Jahren nicht mehr so richtig überzeugen und mitreißen konnten. Ich werde zwar sicherlich auch weiterhin Fantasy lesen, zumindest die Reihen, die hoffentlich irgendwann weitergeschrieben werden, aber wie viele neue Reihen ich ausprobieren werde, weiß ich noch nicht. Denn neue „Schätze“ finde ich in diesem Genre für mich so gut wie gar nicht mehr. Und auch dieser erste Teil um die junge Wasja war eine Enttäuschung für mich – und zwar auf voller Linie! Ich glaube, wenn ich Fantasy lese, dann will ich sie anspruchsvoller und „erwachsener“ geschrieben haben. Die Sprache hier mag für eine Jugendbuch zielgruppengerecht sein und lies sich auch schnell lesen, war aber leider nicht mein Fall. Für mich war sie nur selten märchenhaft und atmosphärisch. Ich habe mir mehr Magie und mehr Tiefe in den hier (russisch angehauchte) Mythen erhofft. Auch inhaltlich konnte mich die Geschichte nicht abholen. In meinen Augen hat die Autorin es nicht geschafft, das viele Potenzial der Geschichte auch zu entfalten. Alles in allem leider echt eine Enttäuschung für mich, weshalb es jetzt auch in den nächsten Tagen in einen öffentlichen Bücherschrank wandern wird, in der Hoffnung, dass ich jemanden damit glücklich machen kann.
"Der Bär und die Nachtigall" von Katherine Arden zog mich schnell in seinen Bann und liess mich in die Welt russischer Folklore und slawischer Traditionen eintauchen. Ich dachte an endlose Birkenwälder, glänzende Samoware und die schöne Wasilisa aus meinen Kindheitserinnerungen.
Die Autorin führt uns mit ihrem historischen Fantasy-Roman in ein abgelegenes mittelalterliches Dorf weit nördlich der russischen Hauptstadt. Hier bestimmt die Natur das Leben der Menschen, und, auch wenn sie Christen geworden sind, haben sie ihre alten Traditionen nicht vergessen. Sie kümmern sich um ihre Hausgeister und haben Ehrfurcht vor den Dämonen des Waldes. Sie erzählen sich die alten Geschichten von Väterchen Frost, dem Winterdämon und anderen mythischen Gestalten. Im Mittelpunkt das Buches stehen starke Frauen, vor allem die lebhafte Wasilisa, ihr Kindermädchen Dunja und Wasilisas Schwestern. Aber auch die Männer der Familie spielen eine bedeutende Rolle als Verbündete der Frauen. Wichtige andere Begleiter auf Wasilisas Entwicklungsweg sind kraftvolle und magische Pferde. Wasilisa hat ihre Mutter bei ihrer Geburt verloren und wächst in der Obhut ihres geliebten, rührigen, aber auch alternden Kindermädchens auf. Wasilisa ist hellsichtig und kann die Geisterwesen sehen. Auch ihre Stiefmutter Anna kann das. Anders als Wasja leidet sie darunter und tut alles dafür, es zu unterdrücken. Als ein Geistlicher ins Dorf kommt, der gegen die alten Traditionen anpredigt, unterstützt sie ihn mit ganzer Kraft. Als Wasilisa sieht, dass damit die dörfliche Welt aus dem Gleichgewicht gerät und das Böse Raum gewinnt, kämpft sie mit aller Kraft dagegen an.

Ein weiteres neues Lieblingsbuch in meiner Liste ist "Der Bär und die Nachtigall". Ich habe es als Hörbuch gehört (die Sprecherin ist großartig!) und da es die zwei weiteren Bände leider nicht vertont gibt, muss ich jetzt eben weiter lesen. Wir befinden uns in den tiefen Wäldern Sibiriens und begleiten eine Familie über mehrere Jahrzehnte hinweg. Erst hören wir nur von den alten Geschichten über allerhand Waldgeister, Väterchen Frost & Co., dann erleben wir wie das jüngste Kind der Familie aufwächst mit diesen Gestalten und eine Freundschaft mit ihnen aufbaut. Es dauert etwas bis sie bemerkt, dass nur sie die Wesen sehen kann. Als ihre Stiefmutter und ein Pfarrer mit ins Dorf ziehen, wendet sich allerdings das Blatt. Die Stiefmutter denkt, sie könne Dämonen sehen (denn sie hat die gleiche Gabe) und der Pfarrer verdreht dem Dorf den Kopf, so dass allmählich die Kräfte der guten Wesen schwinden (denn ohne den Glauben der Menschen, werden diese schwächer) und somit dem Bösen nicht mehr genug Wiederstand leisten können. Es ist ein märchenhaftes Buch, ein bisschen gruselig, ein bisschen traumhaft. Aber ganz vor allem großartig. 10 von 5 Sternen würde ich am Liebsten vergeben.

Abtauchen in eine Welt voller Mythen, Legenden und Märchen. Jedes Kind und ebenso Erwachsene lieben Märchen. Katherine Arden entführt uns in die Welt der alten russischen Sagen/Märchen. Von einem Mädchen mit einer besonderen Gabe, oder eher Fluch. Von Wesen, die es eigentlich nicht geben darf. Wasja ist anders aber ihr Herz ist groß und ihre Liebe zu ihrer Familie ist grenzenlos. Auch zu den magischen Wesen und Geschöpfen aus der Zauberwelt. Doch als ein Priester in diese abgelege Gegend kommt und verlangt nur mehr dem 1 Gott zu dienen wird es ungemütlich für die Kleine Gemeinde. Aber Wasja lässt sich nicht in die Schranken weisen. Sie kämpft. Für sich und ihre Lieben.
Abgebrochen. Habe mir etwas anderes darunter vorgestellt. Ich dachte, etwas mehr über russische Mythen und Märchen zu erfahren, stattdessen begleiten wir das eintönige Leben einer russischen Familie auf dem Dorf, deren größte Sorge die nächste Ernte ist und die Töchter möglichst gut zu verheiraten. Außerdem zu viel Gläubigkeit und christliches Geschwafel. Muss ich nicht lesen
Russische Märchen im Romankleid
Dies war eine Reise in die Vergangenheit, Kindheit mit alten russischen Volksmärchen. In kalten Winternächten erzählt Dunja den Kindern Geschichten von Dämonen, Väterchen Frost, sprechenden Tieren, Magie und von Gut und Böse. Die Geschichten sind aber wahr und die kleine Wasja kann die Geister sehen, zum Beispiel den Domowoj, ein Hausgeist, der in der Glut des Ofens lebt und sich von zurück gelassenem Essen der Menschen ernährt, dafür erledigt er gerne kleine Hausarbeiten, in jedem Bereich des Hofes gibt es Geister, manche nennen sie auch Dämonen, die sich um ihre jeweiligen Bereiche kümmern. Leider kann niemand außer Wasja sie sehen. Als das Böse stärker wird und ihr Land bedroht, hält man Wasja für eine Hexe. Nur wenige glauben ihr. Schließlich wird sie von ihrer Stiefmutter in den Wald geschickt, es ist eiskalt und die Aufgabe unlösbar, Ihre Stiefmutter erhofft sich damit Wasja loszuwerden. Doch sie bekommt unerwartet Hilfe vom Winterkönig, Moroski. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, die Geschichte war wundervoll magisch und irgendwie anders als andere Fantasy Geschichten, weil die Wesen aus einer anderen Kultur kommen. Der Schreibstil selbst war auch genauso magisch, als würde mir eine Großmutter feierlich ein Märchen erzählen. Ich freue mich auf Band 2.

All die Märchen sind wahr ❄️
Ich habe das Buch auf Englisch gelesen & obwohl ich da immer etwas länger zum lesen brauche, habe ich es innerhalb von 4 Tagen beendet. Es war alles sehr verständlich, obwohl die Geschichte weit in der Vergangenheit spielt & auch dementsprechende Ausdrücke verwendet wurden. Ich mochte den Vibe des Buches sehr gerne, es spielt in Russland, überwiegend im Winter & ich konnte die Probleme der Menschen damals sehr gut nachempfinden, da sie sehr authentisch dargestellt wurden. Man begleitet die Protagonistin Vasya wortwörtlich von Geburt an & ist dabei wie sie zu einer jungen Frau heranwächst, die es nicht immer leicht hat, obwohl ihr Vater relativ wohlhabend ist, weil sie einfach anders ist als "normale" Mädchen in ihrem Alter. Generell waren ihre Familienverhältnisse super interessant, mir hat es gut gefallen wie ihre Geschwister in die Geschichte eingebunden werden & die meisten Figuren fand ich auch liebenswert bzw. sympathisch. Naja bis auf Vasyas Stiefmutter (typisch Märchen), die war ihr gegenüber wirklich grausam & lieblos. Leider muss ich sagen, dass die Geschichte in der ersten Hälfte eher so vor sich hin plätschert, als das wirklich etwas aufregendes passiert. Dann wird es allerdings relativ schnell spannend & mitreißend. Man lernt die Geister kennen, die Vasya sehen kann & die ihr Zuhause umgeben. Ich fand das für den Fantasyteil des Buches nicht schlecht, hatte mir aber ein bisschen was anderes erhofft, da die russische Literatur wirklich viel Stoff für Neuinterpretationen bietet. Vielleicht greift die Autorin davon noch mehr in den Folgebänden auf, da das ja nur Teil 1 einer Trilogie ist, aber ich weiß noch nicht 100%ig ob ich die Reihe weiterlesen werde. Obwohl die letzten 50 Seiten mich wirklich nochmal richtig gepackt & mitgenommen haben, es war auch ziemlich emotional. Ich bin noch unschlüssig, habe mir Teil 2 aber wenigstens schon mal auf die Wunschliste gesetzt 🤭
Fantastischer Auftakt der Reihe - ein Must Read für den Winter
Ich habe dieses Buch verschlungen! Der Streibstil der Autorin und der Übersetzerin ist einfach nur großartig und erfrischend. Er lies sich leicht und schnell lesen und machte neugierig auf das was noch kommt. Die Charaktere waren toll gezeichnet und haben eine tolle Entwicklung vollzogen, besonders Wasja hat einen starken Charakter. Auch die Verordnung in der Zeit und und den (mir) bekannten russischen Märchen hat einen interessanten Twist in die Geschichte gebracht. War ein Begriff oder Wesen nicht bekannt, konnte ich im Glossar nachlesen. Auch wenn das Buch bereits älter ist, hat es für mich einen frischen Twist in dem Bereich des Fantasy Genres gebracht. Die Vermischung aus Folklore und Realität habe ich bisher kaum gelesen und hat mich völlig in den Bahn gezogen. Die Handlung spielt die meiste Zeit im Winter. Durch geschickt Sprünge in der Handlung und kurzen Sequenzen in den jeweiligen anderen Jahreszeiten, wurden diese realistisch ausgestaltet und ermöglichten einen guten Übergang zum Winter. Die Grundstimmung der Geschichte ist sehr düster und kann auch an mancher Stelle etwas gruselig sein. Trotzdem ist auch viel Wärme in ihr. Des Weiteren hat mich auch beeindruckt, wie kritisch mit vielen Themen umgegangen ist und trotzdem noch die Grundstimmung der damaligen Zeit als historischen Hintergrund beibehalten wurde. Meiner Meinung nach ein Must Read im Winter!
"Dinge verändern sich nicht. Sie sind, oder sie sind nicht. Magie bedeutet, zu vergessen, dass etwas je etwas anderes war als das, was du dir wünschst." Wasja wächst in einem kleinen Dorf auf. Sie hat das zweite Gesicht, sieht Wesen und Geister und ist auf Tiefste mit ihrem Land verbunden. Intuitiv versucht sie, ihre Familie zu retten, als das Böse erwacht. Das Buch ist inspiriert von russischen Märchen. Die Wesen, die vorkommen, waren mir bislang unbekannt und so brauchte ich eine Zeit, um mich in die Geschichte einzufinden. Auch die Namen, die manchmal in unterschiedlichen Formen vorkommen, sind für mich eher ungewöhnlich und auch sperrig. Aber sobald ich in der Geschichte an sich drin war, habe ich mich in ihr verloren. Märchenhaft, mystisch, düster. Wasja als starker Charakter, mit der ich mich sehr verbunden gefühlt habe das ganze Buch über. Der Kampf "Gut gegen Böse" ist hier gar nicht so eindeutig zuordnenbar, was mir wirklich gut gefällt, denn pures schwarz/weiß Denken in Büchern kann wirklich langweilig sein. Die Autorin schafft hier viele zwiegespaltene Charaktere die mich fasziniert haben. Die Geschichte ist manchmal recht ruhig erzählt, hat aber auch einige rasante Höhepunkte. Und gerade der märchenhafte Schreibstil der Autorin hat mir sehr gefallen. Ein Buch für lange düstere Winternächte, denn die Kälte tropft quasi aus den Zeilen heraus. Zum Ende hin war mir das Tempo, das zwischenzeitlich durchaus hätte anziehen können, dann doch zu schnell, die Ereignisse überschlugen sich. Und nicht alle Rätsel sind gelöst, ohne dass es einen bösen Cliffhanger gibt. Wie gut, dass es noch zwei weitere Teile gibt, in denen ich hoffentlich viele geliebte Personen wiedertreffen werden und denen hoffentlich noch die ein oder andere Frage beantwortet wird. Empfehlung für Fans von Märchen und Mystik, für düstere Geschichte und starke Charaktere
Eigentlich ist es vollkommen absurd, dass ich das Buch tatsächlich erst jetzt gelesen habe. Ich habe schon in der Vergangenheit immer nur Gutes von dem Buch gehört und war mir absolut sicher, dass ich das Buch lieben würde. Und tatsächlich hatte ich Recht. Das Buch war 2024 das zweite Buch, das ich beendet habe und es wird vermutlich jetzt schon das Highlight des Jahres sein. Es hat einfach alles, was ich mir von einem Buch wünsche. Eine Hauptfigur, mit der ich mitfühle, mitleide, mitliebe, Nebenfiguren, die spannend und abwechslungsreich gestaltet sind. Settings, die mich gefangen nehmen, die ich bildlich vor Augen habe, die eine ganz besondere Atmosphäre erschaffen. Und eine Geschichte, die ganz ruhig, ganz achtsam, mit ganz vielen Details erzählt wird und die einen richtigen Sog auf mich entwickelt hat, so dass ich das Buch nicht aus den Händen legen wollte. Ich liebe diese bitterkalte, winterliche, grausame, lebensfeindliche Welt, die da erschaffen wird, die Ängste und Nöte, die damit einhergehen, all die Wesen, die auf slawischen Märchen und Sagen beruhen und all die Geheimnisse, die nach und nach aufgedeckt werden. Es fühlt sich ganz wunderbar an, dass die Hauptfigur weder schön, noch begabt noch besonders klug ist und trotzdem ganz besonders und man sie direkt ins Herz schließen kann und es einfach nur spannend ist ihrem Weg zu folgen. Und vor allem gegen Ende habe ich einfach nur noch mit ihr mitgelitten, für sie mitgehofft und mitgebangt. Ich bin super gespannt auf die Folgebände. Eine perfekte Mischung aus winterlichem Setting, slawischen Sagengestalten und einer guten Prise ruhig erzählter Fantasy. Das perfekte Buch für den Winter.

Absolutes Lieblingsbuch!
Perfektes Leseerlebnis für die Winterzeit. Man stelle sich vor: Warm eingekuschelt in eine Decke, fühlt man sich in das kalte und magische Winterland Rus mit seinen Fabelwesen und einer mutigen Heldin versetzt. Ich lese es jedes Jahr wieder und es lässt nie in seiner Zauberhaftigkeit nach ☺️
Wow!! Das Buch lag lange auf meinem Sub und ich bereue es, nicht früher danach gegriffen zu haben. Das Buch ist etwas ganz besonderes. Beim Lesen habe ich alles um mich herum vergessen und bin vollkommen eingetaucht in die Welt. Es ist eine Mischung aus dem Gefühl, was alte Märchen einem geben und guter Fantasy Literatur mit sogar ein wenig Geschichte. Wasja ist eine tolle Frau, und sie so auf ihrem Weg begleiten zu können war wundervoll. Die einzelnen Sagengestalten haben mir am besten gefallen, der Domowoi ist mein liebling. Aber auch Wasjas Familie wächst einem von Anfang an ans Herz und die Welt nimmt einen komplett in den Bann. Trotz "nur" 420 Seiten ist es ein absolutes Highlight und ganz und gar nicht oberflächlich. Der nächste Teil liegt jetzt schon für mich bereit und ich will gar nicht mehr, dass es endet ❄️🥰🌲

Düstere, spannende und fantasievolle Märchenerzählung perfekt für die Winterzeit. ❄️
Das Buch beschreibt die Geschichte von Wasja, eine der stärksten Protagonistinnen über die ich in letzter Zeit lesen durfte. Ich habe ehrlichgesagt anfangs ein bisschen gebraucht in die Geschichte und das Setting reinzufinden. Das liegt aber wahrscheinlich eher daran, dass ich generell nicht viel Fantasy lese. Danach fand ich es super spannend mich in die düsteren, fantasievollen russische Märchenerzählung hineinversetzen zu lassen und Wasja und ihre bemerkenswerte Entwicklung zu verfolgen. Durch das Setting im Winter Russlands ist das Buch natürlich perfekt zum Lesen in der kalte Winterzeit geeignet. Ich bin jetzt gespannt und freue mich auch schon auf die nächsten Teile der Reihe!

Jahreshighlight
Ich kann es eigentlich noch gar nicht in Worte fassen, ich habe auf den Winter gewartet um dieses Buch zu lesen und ich bin wahrlich verzaubert. Ja es ist schwer am Anfang mit den vielen fremden Namen und verniedlichungen und russischen Titel und Begriffen, aber es gibt ein Glossar. Dieses Buch ist ein Märchen. Es spielt im 13. Jahrhundert im hohen kalten Norden. Ja, Frauen waren damals Eigentum, aber man kann diese Geschichte mit ihren Fantastischen Elementen nicht authentisch erzählen, wenn die Frau jetzt plötzlich vor fast 1000 Jahren dem Mann gleichgestellt dargestellt werden würde. Wer ein Buch zum wegsnacken sucht ist hier fehl am Platz, es ist große Literatur und man sollte sich darauf einlassen, der Schreibstil selbst ist sehr gut lesbar, aber die Verstrickungen im Buch und die vielen Charaktere machen es sehr vielschichtig und interessant. Ich habe dieses Jahr viele tolle Bücher gelesen, aber das hier, das werde ich noch meinen Enkeln vorlesen. Trotz aller Rollenbilder haben wir eine wahnsinnig interessante und starke weibliche Protagonisten die Ehe und Kirche entflieht. Da wir ihre Familie schon vor Ihrer Geburt bis zu ihrem für die damalige Zeit heiratsfähigen Alter begleiten und alle Geschwister und die Eltern gut kennenlernen, baut man unweigerlich schnell eine Beziehung auf.
Einfach toll!
Ein Buch, indem sich Geschichten und Legenden vereinen. Anfangs viele Namen, ab der Mitte jedoch dran gewöhnt und angefangen, die Charaktere sehr zu lieben. Oft benutzen die Figuren untereinander russische Spitznamen, und so kann ein Charakter auch gerne mal 5 Namen haben. Die Geschichte ist jedoch einfach toll und düster geschrieben !
Erinnert an ein russisches Märchen an kühlen Wintertagen ❄️🐦⬛
Die Geschichte handelt von Wasja Petrowna und ihrer Familie. Wasja wird als freiheitsliebendes Mädchen geboren, doch schlummert in ihrem Blut Magie, als abstammende einer Hexe, so dass Wasja das zweite Gesicht hat. Wir werden hier auf die Geschichte der Familie mitgenommen, aus der Wasja auf Grund ihrer Gabe stark herausfällt. Nach und nach wenden sich die Menschen von dem kleinen Volk ab und vertrauen auf Gott, dann kommt auch noch ein neues Priester ins Dorf und durch den fehlenden Glauben verkümmern die Hausgeister, der Domowoi und der Wasila aber auch die Rusalka und der Leshy. Wasja tut, was sie kann, wehrt sich gegen die familiären Zwänge und vertraut immer auf ihr Herz. Doch wirkt es, als wäre sie Teil einer Prophezeiung und wurde dem Tod versprochen, damit der Bär, sein Bruder, weiter gebannt bleiben kann und nicht über die Menschen herfällt. Ich liebe, dass dieser Roman wie ein russisches Märchen wirkt und wie überraschend viele kleine und große Fabelwesen ihren Unfug treiben. Und ich bin tief beeindruckt von Wasja, die trotz der Schläge, den Drohungen und Anfeindungen immer sie selbst bleibt. Dieses Buch erzählt von Angst, aber auch von Mut und Authentizität. Ich kann es euch wirklich nur empfehlen, ein perfekter Cozyread im verschneiten Winter. Der Schreibstil ist so ruhig und gleichzeitig spannend, geradezu aufregend. Ich bin immer noch überrascht, wie ungern ich den Roman aus der Hand legen wollte. 🐻❄️🐦⬛

Stimmungsvolle und düstere Fantasy, nach dem Vorbild russischer Folklore
"Der Bär und die Nachtigall" ist eine sehr stimmungsvolle, düstere und märchenhafte Fantasy-Geschichte, in der die russische Folklore geschickt aufgegriffen wird. Der Konflikt von Aberglaube und Religion, welcher in diesem Buch thematisiert wird, hat mich sehr fasziniert und war spannend erzählt. Die Charaktere, allen voran Wasja, sind gut ausgearbeitet und entwickeln sich im Laufe der Geschichte nachvollziehbar weiter. Anfangs hatte ich ein bisschen Schwierigkeiten, mir die Namen der Protagonisten zu merken, da diese alle aus dem slawischen stammen und einige Charaktere immer wieder mit verschiedenen Kosenamen angesprochen werden. Nach und nach, konnte ich mir die Namen dann aber zum Glück doch merken. Die Geschichte ist sehr spannend und mysteriös, so dass man das Buch am liebsten gar nicht aus der Hand legen möchte. ❄️📚 Fazit: Stimmungsvolle, düstere Fantasy im kalten Russland! Ich gebe dem Buch 5 von 5 ⭐

Eine der schönsten Fantasyreihen, die ich je gelesen habe
Ich habe bereits alle 3 Bücher gelesen und möchte hiermit jeden anhalten, die Winternacht-Trilogie zu lesen. Besonders empfehlenswert in den kalten Wintermonaten. 🤭 In dieser Reihe ist jedes Buch ein eigenes Highlight und man verschlingt es geradezu. Die Charaktere sind vielschichtig und interessant und die Autorin geht unglaublich schön mit Worten um und zaubert eine sehr einmalige Geschichte und Landschaft. Ich bin immer noch verzaubert.
Ein grandioser Auftakt der Winternight-Trilogy von Katherine Arden. Der Schreibstil ist fast schon poetisch und ausführlich und passt perfekt zu der traumhaften Atmosphäre im Buch. Die Stimmung ist düster, geheimnisvoll und magisch und man kann die Kälte quasi spüren, das Buch ist also perfekt für die Winterzeit. Man merkt, dass die Autorin sich sehr viel Mühe dabei gegeben hat den Leser in die damalige Zeit eintauchen zu lassen. Man gelangt in eine Welt in der Frauen entweder früh verheiratet oder ins Kloster geschickt werden, in eine Welt in der man die Haus- und Waldgeister wie z. B. den Domowoi und den Wasila kennenlernt und den Konflikt zwischen der orthodoxen Kirche und dem heidnischen Glauben. . Die Geschichte beginnt langsam und man sieht der wilden liebenswerten Wasja mit ihrem ganz eigenen Kopf beim aufwachsen zu. Sie hat eine beeindruckende Art und lässt sich von niemandem ändern oder einschüchtern, auch nicht von ihrer verängstigten Stiefmutter Anna, welche als einzige außer Wasja die Geister ebenfalls sehen kann. Anders als ihre Stiefmutter lernt Wasja ihre Gabe nach und nach und mit Unterstützung der Hausgeister zu entdecken und zu verstehen. Im Lauf der Geschichte baut sich immer mehr Spannung auf und durch die stetig wachsende Gefahr aus dem Wald, welche Wasja als einzige erkennt, kann man richtig mitfiebern. Die Spannung bleibt bis zum Ende erhalten, vor allem auch durch den immer wieder auftauchenden geheimnisvollen Charakter Morowsko, der während der Handlung nie wirklich greifbar wird. Das Ende des Buchs war absolut passend und lässt Raum für eigene Ideen wie es jetzt weitergehen könnte. . Ein wunderschöner winterlicher geheimnisvoller Roman der einer meiner Highlights 2019 geworden ist, 5/5 ⭐.
>>In einem Dorf am Rande der Wildnis, weit im Norden Russlands, wo der Wind kalt bläst und der Schnee viele Monate des Jahres fällt, erzählt die alte Dienerin Dunja den Kindern des Grundbesitzers Pjotr Wladimirowitsch Geschichten über Zauberei, Folklore und den Winterkönig mit den frostblauen Augen. Verbotene Geschichten über eine uralte Magie. Doch für die junge, wilde Wasja sind dies weit mehr als Märchen.<< „Der Bär und die Nachtigall“ von Katherine Arden hat mich zu Beginn richtig gepackt. Man wird entführt in ein kaltes, von Schnee bedecktes Russland und uralte mystische Geschichten. Das Buch hatte mich in eine richtige Winterstimmung gebracht und man begleitet Wasja und ihre Familie. Man taucht ein in eine alte raue Zeit und das war einerseits sehr interessant, andererseits hatte ich zwischenzeitlich das Gefühl, zwischen vielen Nebenhandlungen festzusitzen... Das löste sich dann zum Glück aber wieder und der mystische Aspekt kam sehr sehr schön immer mehr mit hinzu. Man lernt auch Wasja immer besser kennen und erkennt schnell, dass sie ein kleiner Freigeist ist und sich in der typischen Frauenrolle nicht wohlfühlt. Sie macht da auch keinen großen Hehl draus und folgt ihrem Sinn, der sie mitunter in den Wald und somit zu all dem führt, was viele nicht sehen. Fazit: Ein sehr atmosphärisches Buch, das den russischen Winter mitbringt und das ganze mit zauberhafter aber auch dämonischer Mystik vereint. Wer ein besonderes Buch für die Winterzeit sucht und sich auch etwas vom Mainstream entfernen möchte, dem kann ich dieses Buch sehr empfehlen!
Characteristics
2 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
In einem Dorf am Rande der Wildnis, weit im Norden Russlands, wo der Wind kalt bläst und der Schnee viele Monate des Jahres fällt, erzählt die alte Dienerin Dunja den Kindern des Grundbesitzers Pjotr Wladimirowitsch Geschichten über Zauberei, Folklore und den Winterkönig mit den frostblauen Augen. Verbotene Geschichten über eine uralte Magie. Doch für die junge, wilde Wasja sind dies weit mehr als Märchen. Sie allein kann die Geister sehen, die ihr Zuhause beschützen. Und sie allein spürt, dass sich in den Wäldern eine dunkle Magie erhebt ...
Book Information
Author Description
Katherine Arden, geboren in Austin, Texas, studierte Französische und Russische Literatur am Middlebury College in Vermont und verbrachte ein Auslandssemester in Moskau. Nach ihrem Abschluss lebte sie in Maui auf Hawaii und in Briançon in Frankreich. Während dieser Zeit nahm sie alle möglichen Jobs an, arbeitete auf einer Farm, unterrichtete , und begann ihren ersten Roman »Der Bär und die Nachtigall« zu schreiben. Zurzeit lebt sie in Vermont.
Posts
Ein fantastisches Märchen im kalten Russland.
Der Bär und die Nachtigall ist im Grunde ein klassisches Märchen. Ist ein Kampf Gut gegen Böse und zwischen die Fronten gerät ein Mädchen, dass den Glauben an sich selbst und ihre eigene Kraft finden muss, um sich so ihrem Schicksal entgegen zu stellen. Es geht aber auch um die Christianisierung von Heiden und die Verdrängung ihrer Rituale und Mythen und somit den Verlust der Identität. Katherine Arden hat einen schönen und märchenhaften Schreibstil. Ich hatte das gleiche heimelige Gefühl, wie beim Schauen von Märchenfilmen wie "Die 12 Monate" oder "Die sieben Schwäne". Obwohl ich zunächst Schwierigkeiten hatte mit den russischen Namen und Kosenamen und somit dem Auseinanderhalten der einzelnen Personen. Es kommen in der Geschichte typische mythische Wesen aus der z. B. russischen, slawischen oder türkischen Volklore vor. Die Autorin erschafft damit einen ganz eigenen Mythos um die Geschichte von Väterchen Frost. Sie beschreibt einzelne Hausgeister, die für verschiedene Aufgaben im Haushalt, verantwortlich sind. Ehrt man sie, dann flicken sie Hemden, Feuer den Ofen an, kümmern sich um das Wohlergehen der Pferde und schützen Heim und Hof. Es gibt sogar einen vampirischen Gruselanteil (Upyr) in der Geschichte, der mich echt überrascht hat. Doch das ist auch ein Punkt, weshalb ich nur 4 Sterne gegeben habe. Nicht, weil ich Gruselgeschichten nicht mag, aber ich fand die Vampirthematik too much. Das passte für mich nicht zur Märchenthematik mit den Hausgeistern. Ein weiterer Punkt ist das fanatisch christliche Verhalten einiger Charaktere, dass teilweise nur schwer zu ertragen war. Das hat mich fast noch mehr gegruselt, als die Vampire. Alles in Allem ist "Der Bär und die Nachtigall" ein nettes Märchen für Zwischendurch, dass Liebhaber von Märchenadaptionen bestimmt gut abholt.
Weniger wäre mehr gewesen
Wer nach russischer Folklore, einem düsteren Setting, Märchen, Gut gegen Böse und einem starken weiblichen Hauptcharakter sucht, wird hier fündig. Aber … there‘s a lot to unpack. Die Geschichte spielt im mittelalterlichen Russland, weit draußen auf dem Dorf, weg von den Städten. Die Menschen erzählen sich Geschichten und glauben teils noch an heidnische Gottheiten. Die Winter sind hart und die Familien eng miteinander. Frauen - Mädchen - erfüllen ihren Zweck,  jung heiraten und Kinder gebären; alternativ gehen sie ins Kloster. Das Los der Frauen, wie stets betont wird. Die Protagonistin Wasja passt nicht in dieses Bild. Sie kann die Kreaturen und Gestalten sehen, ist wild und will nicht heiraten. Das zentrale Element ist die Religion - durch die Ankunft des Predigers Konstantin verändern sich Dinge im Dorf. Die Menschen sollen bekehrt werden. Sie glauben nicht mehr an die Geschichten und Wasja, die die Gabe des Sehens hat, wird als Hexe deklariert. Die Religion und ihr Vertreter werden hier als böse geframed, denn nur, wer Angst hat und Buße tut und nur an einen Gott glaubt, entgeht dem Feuer. Je mehr Angst die Dörfler haben, je verzweifelter sie sind, desto härter werden die Winter und desto schneller erwacht der Bösewicht des Buches - der Bär. Obwohl sicherlich im Mittelalter angemessen, fand ich es schwierig, wie gezwungen männliche und deutlich zu alte Protagonisten auf die minderjährige Wasja fixiert waren. Sicher, die Darstellung als Hexe und Verführerin passt in das Setting, aber drei Mal innerhalb einer Geschichte ist zu viel. Wenngleich einer dieser Männer zumindest nicht aus tückischer Absicht handelte, aber ich werde hier nicht genauer ins Detail gehen, um nicht noch mehr zu spoilern. Der Autorin ist es gut gelungen, die Märchen und die Sagen in die Geschichte einzuweben, die Kreaturen treffend zu beschreiben und auch die Geschichte von Morosko aufzunehmen. Die vielen russischen Begriffe und Namen, die der Authentizität dienen sollen, wirkten auf mich sehr gezwungen, als müsste um jeden Preis jedes russische Wort in die Geschichte eingebaut werden.  Dies könnte allerdings auch subjektiv gefärbt sein, da russisch meine Erstsprache ist. Innerhalb des Buches wechselt die Perspektive, besonders am Anfang, sehr häufig. Die Hälfte der Perspektiven wäre nicht nötig gewesen, denn sie bringen die Geschichte nicht voran und werden im Verlauf nicht mehr wichtig sein. Im ersten Drittel passiert wenig trotz vieler Seiten, wodurch die Geschichte unnötige Längen bekommt. Wenn man diese Durststrecke geschafft hat, ohne das Buch abzubrechen, wird es im zweiten Teil spannender, weil die Handlung Fahrt aufnimmt und endlich etwas passiert. Hier lernen wir die Protagonistin richtig kennen und kommen in den Genuss, die düsteren Seiten der Folklore zu sehen, mit Gewalt und Mordlust. Gerade an diesen Stellen wäre eine detailliertere Beschreibung und eine längere Erzählung interessant gewesen.  Mein persönliches Problem mit dem Buch ist die Schreibweise der Autorin. Diese fand ich in erster Linie anstrengend. Es wirkt so, als würde sie nur beschreiben. Die Erzählung aus der dritten Person mit vielen Hauptsätzen wirkt kühl und distanziert. Es erzeugt den Eindruck, dass nichts passiert, bis man plötzlich feststellt, dass etwas Wichtiges vor sich geht - dann ist die Szene direkt wieder vorbei. Habe mich oft dabei ertappt, die kurzen Passagen noch einmal zu lesen, weil etwas fehlte. Insgesamt eine tolle Idee für ein Buch und ein netter Auftakt für eine Trilogie. Ich hoffe, dass sich der Plot in den anderen beiden Teilen schneller entwickelt und die Autorin nicht so viel vom Potential liegen lässt wie im ersten Buch.
Wild im Herzen! Russische Folkore verwoben mit der Geschichte einer Heldin.
" Der Bär und die Nachtigall " basiert auf alten russischen Märchen, die von Dunya, der alten Amme und Grossmutterfigur erzählt werden. Sie zog Marina gross, welche die Tochter des Schwanenmädchen war. Sie verzauberte Iwan l., damit er Sie heiratet. Obwohl es ein harter Winter war und Marina von zarter Gestalt wünschte Sie sich eine Tochter, wie Ihre Mutter eine war. Diese konnte Tiere zähmen und verstehen, sowie in die Zukunft sehen. Ihr Wunsch wurde erfüllt doch leider starb Marina bei der Geburt Ihrer Tochter Vasya ( Vailisa ) . Vasya hat Augen so grün wie der Wald und verfügt über das zweite Gesicht. ( Sie kann die magische Welt und Ihre Wesen sehen ) Das wilde und unbezähmbare Mädchen, mit Ihrem starken Freigeist, liebt die Natur, Tiere und das Leben. Sie freundet sich mit den Wächtern des Waldes an. Als Ihr Vater eine streng gläubige Christin Namens Anna heiratet und kurz darauf ein neuer Priester Namens Konstantin ins Dorf kommt, werden die Wächter der alten Bräuche beiseite geschoben. Die Angst, Gott verärgert zu haben, führt zu einem Ungleichgewicht in der Welt. Der Meister der Albträume, bekannt als der Bär, ist erwacht und ernährt sich von der Angst der Menschen und erweckt die Toten. Der Bruder und Meister des Dämons, Frost & Tod, kämpft darum ihn zu kontrollieren. Vasya und Dunya werden in Ihren Träumen vor den Geschehnissen gewarnt. Währenddessen verbreiten Anna und Konstantin Angst im Dorf und bezichtigen Vasya, Sie sei eine Hexe und Ihre Sünden bringen Leid übers Dorf. Als die reale Welt mit der magischen kollidiert, muss Vasya all ihren Mut zusammen nehmen und ihre magischen Fähigkeiten einsetzen um Ihr Dorf zu retten. Da erkennt Sie Ihr Schicksal! Irgendwann habe ich aufgehört zu zählen wie viele Märchen in diesem Buch vorkommen. Sie sind so schön in diese Geschichte verwoben worden, dass ich mich einfach fallen lassen musste. Es ist wunderschön geschrieben. Ich konnte die Kälte, die Angst und die Hoffnungslosigkeit spüren. Aber auch die friedlichen Momente von Vasya während Sie durch die Wälder streifte. Katharina Arden schrieb mit Ihrem Debütroman " Der Bär und die Nachtigall " eine fesselnde, eindringliche, stimmungsvolle und bezaubernde Geschichte. Sie vermischte meisterhaft russische Folklore und Märchen mit einen historischen Hintergrund. Es ist eine Reflexion über die Ausbreitung des Christentums, in der uralte Glaubensvorstellungen durch Angst verdrängt werden. Ich liebte die Geschichte von dem jungen wilden Mädchen, dass den Geist Ihrer Heimat erhält, noch bevor sie eine Heimat war. Der 2. Teil wartet darauf gelesen zu werden!
Ja und Nein 🤷♀️ Cover, Location und Figuren haben mir gut gefallen. Wasja mochte ich sehr und auch ihre Entwicklung. Ich würde sie als eine sehr starke Frauenfigur sehen, die sich selbst treu bleibt. Die Stiefmutter und den Pfarrer fand ich aber seltsam und mochte ich beide nicht so. Ansonsten ist die Handlung voll mit allerhand magischen Geschöpfen die im Haus und der Umgebung zusammen mit den Menschen dort leben. Mit dem Bären vom Cover hat es auch etwas auf sich, aber das verrate ich hier jetzt nicht 🙃 Recheriert inwieweit diese Figuren tatsächlich Teil der slavischen Kultur sind, oder nur für das Buch entwickelt wurden, habe ich aber nicht. Wäre vielleicht auch spannend, wenn man sich dafür interessiert parallel zu googeln. Es gab aber Stellen, die waren für mich sehr zäh zu lesen, daher die gemischten Gefühle. Andere Kapitel fand ich sehr spannend. Einzelne Passagen waren auch sehr düster und wenn ich mir die Handlung als Film vorstelle (ja, wenn ich ein Buch lese, läuft da auch ein Film im Kopf mit 😅) dann hätte die Handlung durchaus Potential für einen Horrorfilm. Ich könnte es mir tatsächlich als Verfilmung vorstellen. Vorerst werde ich die Reihe aber nicht weiterlesen. Vielleicht zu einem anderen Zeitpunkt, im nächsten Winter oder so. Das Buch passt gut in die dunkle Jahreszeit.
Schon jetzt ein JAHRESHIGHLIGHT❄️
Dieses Buch hat mich so bewegt. Wasja, unsere Protagonistin, ist eine starke und freie Frau in einer Zeit, in der Frauen wie Gegenstände benutzt wurden. Es liest sich wie ein Märchen und hat mich am Ende sehr zum weinen gebracht. Der Schreibstil ist sehr schön und malerisch. Die Charaktere sind alle sehr interessant und ausgereift. Von daher kann ich es kaum erwarten hoffentlich bald den zweiten Teil zu lesen. Definitiv ein Must-Read!!!😭😭
Wasja lebt im 12 Jahrhundert in Nordrussland es ist hart, bedrohlich und eiskalt. Sie hat dass "zweite Gesicht" und versucht ihre Familie vor dem Bösen zu retten. Die Charaktere sind sehr vielschichtig und komplex. Am besten hat mir gefallen hat mir die slawische Mythologie und wie düster , atmosphärisch und märchenhaft es geschrieben ist , es liest sich perfekt im Winter. Ich freue mich schon sehr auf Teil zwei und drei.
Katherine Ardens Debütroman "Der Bär und die Nachtigall" ist ein atmosphärisch dichtes und märchenhaftes Meisterwerk, das den Leser von der ersten Seite an in seinen Bann zieht. Die Geschichte entführt uns in das mittelalterliche Russland, wo alte Mythen und der Glaube an Hausgeister noch tief in der Bevölkerung verwurzelt sind. Im Zentrum steht Wassilissa, ein Mädchen mit einer besonderen Gabe: Sie kann die Geister der Natur sehen und mit ihnen kommunizieren. Ardens Schreibstil ist schlichtweg magisch. Sie webt eine lebendige Welt voller knisternder Kälte, dunkler Wälder und dem warmen Schein von Kaminfeuern. Die Beschreibungen sind so bildhaft, dass man die eisige Luft förmlich spüren und das Knarren des Holzes im alten Bauernhaus hören kann. Die Autorin versteht es meisterhaft, die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen zu lassen und so eine einzigartige und fesselnde Atmosphäre zu schaffen. Besonders hervorzuheben ist die Protagonistin Wassilissa. Sie ist eine starke, unabhängige und faszinierende Figur, die sich den Konventionen ihrer Zeit widersetzt und ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten annimmt. Ihre Verbindung zur Natur und ihre Fähigkeit, die Geister zu sehen, machen sie zu einer einzigartigen Heldin. Die anderen Charaktere sind ebenfalls vielschichtig und lebendig gezeichnet. Allerdings gibt es zwei Figuren, die beim Lesen ein gewisses Unbehagen hervorrufen: Wassilissas Stiefmutter und der Priester. Die Stiefmutter wird als kaltherzig und streng dargestellt, ihre Ablehnung gegenüber Wassilissa und deren Gabe ist spürbar und wirkt oft ungerecht. Der Priester hingegen verkörpert eine dogmatische und intolerante Haltung gegenüber den alten Glaubensvorstellungen der Menschen. Seine starre Frömmigkeit und sein Misstrauen gegenüber allem, was er nicht versteht, machen ihn zu einer eher unsympathischen Figur. Obwohl diese Charaktere negative Aspekte verkörpern, tragen sie zur Komplexität der Geschichte bei und verdeutlichen den Konflikt zwischen alten Traditionen und dem aufkommenden Christentum. Trotz dieser kleinen Kritikpunkte ist "Der Bär und die Nachtigall" ein außergewöhnliches Buch, das ich jedem Fantasy-Liebhaber wärmstens empfehlen kann. Die Geschichte ist spannend, die Charaktere sind faszinierend und die Atmosphäre ist schlichtweg magisch. Katherine Arden hat mit diesem Roman ein beeindruckendes Debüt hingelegt, das Lust auf mehr macht. Die mystische und winterliche Welt, die sie erschaffen hat, wird den Leser noch lange nach dem Zuklappen des Buches begleiten. Ein absolutes Lesehighlight!
Mein bisheriges Jahreshighlight - spannend, märchenhaft, gruselig
Dieses Buch habe ich viel zu lange auf meiner Liste stehen gehabt und ich könnte mich prügeln, dass ich dieses nicht anderen vorgezogen habe. Die Geschichte hat genau den Gruselfaktor den ich bevorzuge und dabei hatte ich beim Lesen das Gefühl gehabt, dass ich etwas dabei lerne - etwas über den damaligen russischen Adel, die Gesellschaft und selbstverständlich über die Märchen/Legenden aus beinahe vergessenen Zeiten. Es war ein toller Ritt, aufwühlend und nie langweilig. Die Story war nicht zu gefühlsduselig umschrieben, sondern klar formuliert. Keine Liebesgeschichte, die im Vordergrund steht und die die Story kaputt machen könnte. Die Charaktere (besonders Wasja und die Wesen/Geister) waren toll umschrieben, ich hätte zugegeben den zweitältesten Sohn noch gerne etwas länger in der Geschichte gehabt, er strahlte eine wohlige Vertrautheit aus, aber das tat dem Buch kein Bruch. Es war alles in allem bezaubernd schön und ich freue mich bereits auf die anderen beiden Teile. Tipp: Ich habe das Buch jetzt im September gelesen... Das war vielleicht draußen doch noch zu warm. Die Geschichte sollte mit einem heißen Kakao und einer Kuscheldecke gelesen werden, wenn es draußen kalt ist und friert.

„Es ist traurig, eine Ausnahme zu sein. Aber noch viel trauriger ist es, keine zu sein.“
Poetisch - Atmosphärisch - Magisch. Unglaublich liebevoll skizzierte Charaktere und Schauplätze, die uns in die Welt der russischen Märchen und des naturverbunden Lebens in vergangenen Zeiten entführt. Der perfekte Winterread mit einer beeindruckenden Protagonistin, die mutig, fürsorglich und selbstlos für die ihr anvertrauten Kreaturen aller Art einsteht. Sie ist anders als alle um sie herum und das bedeutet Gefahr und Begabung gleichermaßen. Unsere Heldin Wasja ist im hohen Norden des alten Russlands damit konfrontiert, für ihre Überzeugungen einzustehen, während die Grenzen zwischen Folkore/Märchen/Sagen und Realität verschwimmen. Endlich wieder ein Reihenauftakt, nach dessen Lektüre ich mit großer Vorfreude zu Band 2 greife. Endlich wieder einmal Handlung und Charakterentwicklung in einem umgarnenden Setting. Ich bin sehr froh über diese Entdeckung. ❄️
Ich frage mich, warum ich dieses Buch nicht schon früher gelesen habe – es lag seit Jahren auf meiner Wunschliste! Das Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Die Atmosphäre der slawischen Folklore ist lebendig und magisch, und die Charaktere, vor allem Vasilisa, sind tiefgründig und vielschichtig. Sie ist eine starke Protagonistin, die mutig und unabhängig für ihre Überzeugungen einsteht und sich den Herausforderungen stellt. Besonders gefällt mir, dass der Schwerpunkt der Geschichte auf der magischen Welt und Vasilisas persönlicher Reise liegt und nicht auf einer Liebesgeschichte. Die Darstellung der Kirche als unterdrückende Kraft, die die alten Götter und Traditionen verdrängt, ist eine deutliche Kritik an der religiösen Autorität. Die Autorin zeigt eindrucksvoll, wie die Kirche versucht, das spirituelle und magische Erbe des Landes zu zerstören und die Menschen in ihre starren Glaubensvorstellungen zu zwingen. Der Konflikt zwischen alten und neuen Glaubenssystemen ist nicht nur spannend, sondern regt auch zum Nachdenken an. Besonders gelungen ist auch, wie gut die Legenden und mythologischen Wesen in die Geschichte integriert sind, was der Welt eine besondere Tiefe verleiht. Für Leser, die mit diesen Wesen und Mythen nicht vertraut sind, wäre jedoch eine genauere Beschreibung der Kreaturen hilfreich, um ihre Bedeutung und Symbolik besser zu verstehen. Trotzdem ist es ein wunderbarer Auftakt zu einer Trilogie! 4,5/5 ⭐

Ich möchte euch heute von einem Buch erzählen welches mich ganz besonderd berührt hat - ein Buch welches noch lange nachklingt. Ich liebe folklore in Büchern & deshalb kam ich auch an „der Bär und die Nachtigall“ nicht vorbei - tief in meinem Herzen wusste ich, dieses Buch wird mein Buch & genau so war es auch. Es war eine mystische & magische Reise vom Anfang bis zum Ende. Der Einstieg in die Geschichte war besonders schön - denn sie beginnt mit Dunya, der Amme der Kinder die ihnen einen Geschichte erzählt. Eine Geschichte über alte Wesen & die Magie in ihnen - doch eines haben alle gemeinsam, die Kälte. Denn im Norden Russlands herrscht 8 Monate lang der Winter über den Dörfern & selbst die Sommer sind so leicht, dass die Nacht von der Kälte regiert wird. Die Kälte ist also ein allgegenwärtiges & unheimliches Motiv - noch unheimlicher sind aber die Kreaturen die im eingeschneiten Wald lauern. Vasya war meine allerliebste Protagonistin - ich habe Sie & ihr wildes Wesen unfassbar geliebt. Sie ist stets ihrem eigenen Willen gefolgt & war dabei so unglaublich stark. Ich habe sie sehr bewundert. Sie will nichts anderes als frei sein & hört niemals auf dafür zu kämpfen. „I would rather die tomorrow in the forest than live a hundred years of the life appointed me.” Ich mochte Morozko auch unheimlich gern - er ist der Frostkönig, der Tod selbst. Aber er war auch einer der wenigen die Vasya auf Augenhöhe begegnet sind - die ihr gezeigt haben dass sie ihr Leben frei von jeder Erwartung gestalten kann. Ich freue mich sehr darauf im zweiten Buch mehr von ihm zu lesen. Der Schreibstil von Katherine Arden war unglaublich bildgewaltig - er hat einen ins Buch hinein gezogen - mitten in die Geschichte und so schnell nicht wieder losgelassen. Kurz gesagt habe ich wirklich alles an dieser Geschichte geliebt. Die Menschen in ihr, die Kreaturen die unter ihnen Leben & die Kälte. All das hat es für mich zu einer ganz besonderen Geschichte gemacht, die ich noch lange im Herzen tragen werde.

Highlight - großartige Geschichte mit slawischer Mythologie und starker Protagonistin!
Auch dieses Buch hütete unberechtigterweise einige Jahre mein Regal und schaute mich regelmäßig im Winter vorwurfsvoll an. Insgesamt hat es mich komplett umgehauen und wirkt zum aktuellen Zeitpunkt auch noch nach. Dass mich ein düsteres Märchen mit Wurzeln in der slawischen Mythologie und Folklore erwartet, wusste ich. Und spätestens seit den The Witcher Spielen bin ich diesem Setting schutzlos ausgeliefert und atme alles davon ein 😍🤭 Dass mich aber eine derart düstere Geschichte mit einer so starken, authentischen, sich selbst treu bleibenden Protagonistin erwartet, das habe ich nicht gedacht. Besonders interessant fand ich die gesamte und sehr geschickt eingebaute Thematik rund um den alten Glauben (inklusive aller darin enthaltenen Mythen, Geister, Dämonen und der Wurzeln in der Natur), welcher mit der zunehmenden Christianisierung immer verpönter wird und verboten werden soll. Es gibt hier mehrere Charaktere, denen ich am liebsten den Hals umgedreht hätte 😄 Die Protagonistin Wasja lässt sich hiervon allerdings nicht unterkriegen und steht für ihren Drang nach Freiheit ein. Die Hauptstory an sich beginnt zunächst recht ruhig und dadurch, dass wir viele der Hauptcharaktere schon im Kindesalter kennenlernen, wachsen sie einem schnell ans Herz. Die Fantasy-Aspekte sind wunderbar stimmig in die alten Mythen und Wesen der slawischen Mythologie eingebaut worden und punkten mit unheimlich tollen mythologischen Wesen wie Rusalka, Domowoi, Leshy (😍💚) und Co - hier kam ich voll auf meine Kosten! Ich freue mich sehr auf die weiteren Bände dieser Reihe. Der Auftakt war bereits ein absolutes Highlight für mich!

Viel, viel mehr erwartet, als ich bekommen habe. Irgendwann wird es eine ausführliche Rezi geben, auch wenn ich nicht weiß, wann.
„Der Bär und die Nachtigall“ ist der ersten Teil der Winternacht-Trilogie von Katherine Arden und wurde mir von einer lieben Lesefreundin empfohlen, mit der ich meine Begeisterung für so einige Fantasy-Geschichten teile. Allerdings mehren sich bei mir inzwischen die Anzeichen dafür, dass sich meine Fantasy-Zeit und -Begeisterung langsam aber sicher dem Ende zuneigt, zumal auch der ein oder andere Re-Read meiner liebsten Fantasy-Geschichten mich in den letzten Jahren nicht mehr so richtig überzeugen und mitreißen konnten. Ich werde zwar sicherlich auch weiterhin Fantasy lesen, zumindest die Reihen, die hoffentlich irgendwann weitergeschrieben werden, aber wie viele neue Reihen ich ausprobieren werde, weiß ich noch nicht. Denn neue „Schätze“ finde ich in diesem Genre für mich so gut wie gar nicht mehr. Und auch dieser erste Teil um die junge Wasja war eine Enttäuschung für mich – und zwar auf voller Linie! Ich glaube, wenn ich Fantasy lese, dann will ich sie anspruchsvoller und „erwachsener“ geschrieben haben. Die Sprache hier mag für eine Jugendbuch zielgruppengerecht sein und lies sich auch schnell lesen, war aber leider nicht mein Fall. Für mich war sie nur selten märchenhaft und atmosphärisch. Ich habe mir mehr Magie und mehr Tiefe in den hier (russisch angehauchte) Mythen erhofft. Auch inhaltlich konnte mich die Geschichte nicht abholen. In meinen Augen hat die Autorin es nicht geschafft, das viele Potenzial der Geschichte auch zu entfalten. Alles in allem leider echt eine Enttäuschung für mich, weshalb es jetzt auch in den nächsten Tagen in einen öffentlichen Bücherschrank wandern wird, in der Hoffnung, dass ich jemanden damit glücklich machen kann.
"Der Bär und die Nachtigall" von Katherine Arden zog mich schnell in seinen Bann und liess mich in die Welt russischer Folklore und slawischer Traditionen eintauchen. Ich dachte an endlose Birkenwälder, glänzende Samoware und die schöne Wasilisa aus meinen Kindheitserinnerungen.
Die Autorin führt uns mit ihrem historischen Fantasy-Roman in ein abgelegenes mittelalterliches Dorf weit nördlich der russischen Hauptstadt. Hier bestimmt die Natur das Leben der Menschen, und, auch wenn sie Christen geworden sind, haben sie ihre alten Traditionen nicht vergessen. Sie kümmern sich um ihre Hausgeister und haben Ehrfurcht vor den Dämonen des Waldes. Sie erzählen sich die alten Geschichten von Väterchen Frost, dem Winterdämon und anderen mythischen Gestalten. Im Mittelpunkt das Buches stehen starke Frauen, vor allem die lebhafte Wasilisa, ihr Kindermädchen Dunja und Wasilisas Schwestern. Aber auch die Männer der Familie spielen eine bedeutende Rolle als Verbündete der Frauen. Wichtige andere Begleiter auf Wasilisas Entwicklungsweg sind kraftvolle und magische Pferde. Wasilisa hat ihre Mutter bei ihrer Geburt verloren und wächst in der Obhut ihres geliebten, rührigen, aber auch alternden Kindermädchens auf. Wasilisa ist hellsichtig und kann die Geisterwesen sehen. Auch ihre Stiefmutter Anna kann das. Anders als Wasja leidet sie darunter und tut alles dafür, es zu unterdrücken. Als ein Geistlicher ins Dorf kommt, der gegen die alten Traditionen anpredigt, unterstützt sie ihn mit ganzer Kraft. Als Wasilisa sieht, dass damit die dörfliche Welt aus dem Gleichgewicht gerät und das Böse Raum gewinnt, kämpft sie mit aller Kraft dagegen an.

Ein weiteres neues Lieblingsbuch in meiner Liste ist "Der Bär und die Nachtigall". Ich habe es als Hörbuch gehört (die Sprecherin ist großartig!) und da es die zwei weiteren Bände leider nicht vertont gibt, muss ich jetzt eben weiter lesen. Wir befinden uns in den tiefen Wäldern Sibiriens und begleiten eine Familie über mehrere Jahrzehnte hinweg. Erst hören wir nur von den alten Geschichten über allerhand Waldgeister, Väterchen Frost & Co., dann erleben wir wie das jüngste Kind der Familie aufwächst mit diesen Gestalten und eine Freundschaft mit ihnen aufbaut. Es dauert etwas bis sie bemerkt, dass nur sie die Wesen sehen kann. Als ihre Stiefmutter und ein Pfarrer mit ins Dorf ziehen, wendet sich allerdings das Blatt. Die Stiefmutter denkt, sie könne Dämonen sehen (denn sie hat die gleiche Gabe) und der Pfarrer verdreht dem Dorf den Kopf, so dass allmählich die Kräfte der guten Wesen schwinden (denn ohne den Glauben der Menschen, werden diese schwächer) und somit dem Bösen nicht mehr genug Wiederstand leisten können. Es ist ein märchenhaftes Buch, ein bisschen gruselig, ein bisschen traumhaft. Aber ganz vor allem großartig. 10 von 5 Sternen würde ich am Liebsten vergeben.

Abtauchen in eine Welt voller Mythen, Legenden und Märchen. Jedes Kind und ebenso Erwachsene lieben Märchen. Katherine Arden entführt uns in die Welt der alten russischen Sagen/Märchen. Von einem Mädchen mit einer besonderen Gabe, oder eher Fluch. Von Wesen, die es eigentlich nicht geben darf. Wasja ist anders aber ihr Herz ist groß und ihre Liebe zu ihrer Familie ist grenzenlos. Auch zu den magischen Wesen und Geschöpfen aus der Zauberwelt. Doch als ein Priester in diese abgelege Gegend kommt und verlangt nur mehr dem 1 Gott zu dienen wird es ungemütlich für die Kleine Gemeinde. Aber Wasja lässt sich nicht in die Schranken weisen. Sie kämpft. Für sich und ihre Lieben.
Abgebrochen. Habe mir etwas anderes darunter vorgestellt. Ich dachte, etwas mehr über russische Mythen und Märchen zu erfahren, stattdessen begleiten wir das eintönige Leben einer russischen Familie auf dem Dorf, deren größte Sorge die nächste Ernte ist und die Töchter möglichst gut zu verheiraten. Außerdem zu viel Gläubigkeit und christliches Geschwafel. Muss ich nicht lesen
Russische Märchen im Romankleid
Dies war eine Reise in die Vergangenheit, Kindheit mit alten russischen Volksmärchen. In kalten Winternächten erzählt Dunja den Kindern Geschichten von Dämonen, Väterchen Frost, sprechenden Tieren, Magie und von Gut und Böse. Die Geschichten sind aber wahr und die kleine Wasja kann die Geister sehen, zum Beispiel den Domowoj, ein Hausgeist, der in der Glut des Ofens lebt und sich von zurück gelassenem Essen der Menschen ernährt, dafür erledigt er gerne kleine Hausarbeiten, in jedem Bereich des Hofes gibt es Geister, manche nennen sie auch Dämonen, die sich um ihre jeweiligen Bereiche kümmern. Leider kann niemand außer Wasja sie sehen. Als das Böse stärker wird und ihr Land bedroht, hält man Wasja für eine Hexe. Nur wenige glauben ihr. Schließlich wird sie von ihrer Stiefmutter in den Wald geschickt, es ist eiskalt und die Aufgabe unlösbar, Ihre Stiefmutter erhofft sich damit Wasja loszuwerden. Doch sie bekommt unerwartet Hilfe vom Winterkönig, Moroski. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, die Geschichte war wundervoll magisch und irgendwie anders als andere Fantasy Geschichten, weil die Wesen aus einer anderen Kultur kommen. Der Schreibstil selbst war auch genauso magisch, als würde mir eine Großmutter feierlich ein Märchen erzählen. Ich freue mich auf Band 2.

All die Märchen sind wahr ❄️
Ich habe das Buch auf Englisch gelesen & obwohl ich da immer etwas länger zum lesen brauche, habe ich es innerhalb von 4 Tagen beendet. Es war alles sehr verständlich, obwohl die Geschichte weit in der Vergangenheit spielt & auch dementsprechende Ausdrücke verwendet wurden. Ich mochte den Vibe des Buches sehr gerne, es spielt in Russland, überwiegend im Winter & ich konnte die Probleme der Menschen damals sehr gut nachempfinden, da sie sehr authentisch dargestellt wurden. Man begleitet die Protagonistin Vasya wortwörtlich von Geburt an & ist dabei wie sie zu einer jungen Frau heranwächst, die es nicht immer leicht hat, obwohl ihr Vater relativ wohlhabend ist, weil sie einfach anders ist als "normale" Mädchen in ihrem Alter. Generell waren ihre Familienverhältnisse super interessant, mir hat es gut gefallen wie ihre Geschwister in die Geschichte eingebunden werden & die meisten Figuren fand ich auch liebenswert bzw. sympathisch. Naja bis auf Vasyas Stiefmutter (typisch Märchen), die war ihr gegenüber wirklich grausam & lieblos. Leider muss ich sagen, dass die Geschichte in der ersten Hälfte eher so vor sich hin plätschert, als das wirklich etwas aufregendes passiert. Dann wird es allerdings relativ schnell spannend & mitreißend. Man lernt die Geister kennen, die Vasya sehen kann & die ihr Zuhause umgeben. Ich fand das für den Fantasyteil des Buches nicht schlecht, hatte mir aber ein bisschen was anderes erhofft, da die russische Literatur wirklich viel Stoff für Neuinterpretationen bietet. Vielleicht greift die Autorin davon noch mehr in den Folgebänden auf, da das ja nur Teil 1 einer Trilogie ist, aber ich weiß noch nicht 100%ig ob ich die Reihe weiterlesen werde. Obwohl die letzten 50 Seiten mich wirklich nochmal richtig gepackt & mitgenommen haben, es war auch ziemlich emotional. Ich bin noch unschlüssig, habe mir Teil 2 aber wenigstens schon mal auf die Wunschliste gesetzt 🤭
Fantastischer Auftakt der Reihe - ein Must Read für den Winter
Ich habe dieses Buch verschlungen! Der Streibstil der Autorin und der Übersetzerin ist einfach nur großartig und erfrischend. Er lies sich leicht und schnell lesen und machte neugierig auf das was noch kommt. Die Charaktere waren toll gezeichnet und haben eine tolle Entwicklung vollzogen, besonders Wasja hat einen starken Charakter. Auch die Verordnung in der Zeit und und den (mir) bekannten russischen Märchen hat einen interessanten Twist in die Geschichte gebracht. War ein Begriff oder Wesen nicht bekannt, konnte ich im Glossar nachlesen. Auch wenn das Buch bereits älter ist, hat es für mich einen frischen Twist in dem Bereich des Fantasy Genres gebracht. Die Vermischung aus Folklore und Realität habe ich bisher kaum gelesen und hat mich völlig in den Bahn gezogen. Die Handlung spielt die meiste Zeit im Winter. Durch geschickt Sprünge in der Handlung und kurzen Sequenzen in den jeweiligen anderen Jahreszeiten, wurden diese realistisch ausgestaltet und ermöglichten einen guten Übergang zum Winter. Die Grundstimmung der Geschichte ist sehr düster und kann auch an mancher Stelle etwas gruselig sein. Trotzdem ist auch viel Wärme in ihr. Des Weiteren hat mich auch beeindruckt, wie kritisch mit vielen Themen umgegangen ist und trotzdem noch die Grundstimmung der damaligen Zeit als historischen Hintergrund beibehalten wurde. Meiner Meinung nach ein Must Read im Winter!
"Dinge verändern sich nicht. Sie sind, oder sie sind nicht. Magie bedeutet, zu vergessen, dass etwas je etwas anderes war als das, was du dir wünschst." Wasja wächst in einem kleinen Dorf auf. Sie hat das zweite Gesicht, sieht Wesen und Geister und ist auf Tiefste mit ihrem Land verbunden. Intuitiv versucht sie, ihre Familie zu retten, als das Böse erwacht. Das Buch ist inspiriert von russischen Märchen. Die Wesen, die vorkommen, waren mir bislang unbekannt und so brauchte ich eine Zeit, um mich in die Geschichte einzufinden. Auch die Namen, die manchmal in unterschiedlichen Formen vorkommen, sind für mich eher ungewöhnlich und auch sperrig. Aber sobald ich in der Geschichte an sich drin war, habe ich mich in ihr verloren. Märchenhaft, mystisch, düster. Wasja als starker Charakter, mit der ich mich sehr verbunden gefühlt habe das ganze Buch über. Der Kampf "Gut gegen Böse" ist hier gar nicht so eindeutig zuordnenbar, was mir wirklich gut gefällt, denn pures schwarz/weiß Denken in Büchern kann wirklich langweilig sein. Die Autorin schafft hier viele zwiegespaltene Charaktere die mich fasziniert haben. Die Geschichte ist manchmal recht ruhig erzählt, hat aber auch einige rasante Höhepunkte. Und gerade der märchenhafte Schreibstil der Autorin hat mir sehr gefallen. Ein Buch für lange düstere Winternächte, denn die Kälte tropft quasi aus den Zeilen heraus. Zum Ende hin war mir das Tempo, das zwischenzeitlich durchaus hätte anziehen können, dann doch zu schnell, die Ereignisse überschlugen sich. Und nicht alle Rätsel sind gelöst, ohne dass es einen bösen Cliffhanger gibt. Wie gut, dass es noch zwei weitere Teile gibt, in denen ich hoffentlich viele geliebte Personen wiedertreffen werden und denen hoffentlich noch die ein oder andere Frage beantwortet wird. Empfehlung für Fans von Märchen und Mystik, für düstere Geschichte und starke Charaktere
Eigentlich ist es vollkommen absurd, dass ich das Buch tatsächlich erst jetzt gelesen habe. Ich habe schon in der Vergangenheit immer nur Gutes von dem Buch gehört und war mir absolut sicher, dass ich das Buch lieben würde. Und tatsächlich hatte ich Recht. Das Buch war 2024 das zweite Buch, das ich beendet habe und es wird vermutlich jetzt schon das Highlight des Jahres sein. Es hat einfach alles, was ich mir von einem Buch wünsche. Eine Hauptfigur, mit der ich mitfühle, mitleide, mitliebe, Nebenfiguren, die spannend und abwechslungsreich gestaltet sind. Settings, die mich gefangen nehmen, die ich bildlich vor Augen habe, die eine ganz besondere Atmosphäre erschaffen. Und eine Geschichte, die ganz ruhig, ganz achtsam, mit ganz vielen Details erzählt wird und die einen richtigen Sog auf mich entwickelt hat, so dass ich das Buch nicht aus den Händen legen wollte. Ich liebe diese bitterkalte, winterliche, grausame, lebensfeindliche Welt, die da erschaffen wird, die Ängste und Nöte, die damit einhergehen, all die Wesen, die auf slawischen Märchen und Sagen beruhen und all die Geheimnisse, die nach und nach aufgedeckt werden. Es fühlt sich ganz wunderbar an, dass die Hauptfigur weder schön, noch begabt noch besonders klug ist und trotzdem ganz besonders und man sie direkt ins Herz schließen kann und es einfach nur spannend ist ihrem Weg zu folgen. Und vor allem gegen Ende habe ich einfach nur noch mit ihr mitgelitten, für sie mitgehofft und mitgebangt. Ich bin super gespannt auf die Folgebände. Eine perfekte Mischung aus winterlichem Setting, slawischen Sagengestalten und einer guten Prise ruhig erzählter Fantasy. Das perfekte Buch für den Winter.

Absolutes Lieblingsbuch!
Perfektes Leseerlebnis für die Winterzeit. Man stelle sich vor: Warm eingekuschelt in eine Decke, fühlt man sich in das kalte und magische Winterland Rus mit seinen Fabelwesen und einer mutigen Heldin versetzt. Ich lese es jedes Jahr wieder und es lässt nie in seiner Zauberhaftigkeit nach ☺️
Wow!! Das Buch lag lange auf meinem Sub und ich bereue es, nicht früher danach gegriffen zu haben. Das Buch ist etwas ganz besonderes. Beim Lesen habe ich alles um mich herum vergessen und bin vollkommen eingetaucht in die Welt. Es ist eine Mischung aus dem Gefühl, was alte Märchen einem geben und guter Fantasy Literatur mit sogar ein wenig Geschichte. Wasja ist eine tolle Frau, und sie so auf ihrem Weg begleiten zu können war wundervoll. Die einzelnen Sagengestalten haben mir am besten gefallen, der Domowoi ist mein liebling. Aber auch Wasjas Familie wächst einem von Anfang an ans Herz und die Welt nimmt einen komplett in den Bann. Trotz "nur" 420 Seiten ist es ein absolutes Highlight und ganz und gar nicht oberflächlich. Der nächste Teil liegt jetzt schon für mich bereit und ich will gar nicht mehr, dass es endet ❄️🥰🌲

Düstere, spannende und fantasievolle Märchenerzählung perfekt für die Winterzeit. ❄️
Das Buch beschreibt die Geschichte von Wasja, eine der stärksten Protagonistinnen über die ich in letzter Zeit lesen durfte. Ich habe ehrlichgesagt anfangs ein bisschen gebraucht in die Geschichte und das Setting reinzufinden. Das liegt aber wahrscheinlich eher daran, dass ich generell nicht viel Fantasy lese. Danach fand ich es super spannend mich in die düsteren, fantasievollen russische Märchenerzählung hineinversetzen zu lassen und Wasja und ihre bemerkenswerte Entwicklung zu verfolgen. Durch das Setting im Winter Russlands ist das Buch natürlich perfekt zum Lesen in der kalte Winterzeit geeignet. Ich bin jetzt gespannt und freue mich auch schon auf die nächsten Teile der Reihe!

Jahreshighlight
Ich kann es eigentlich noch gar nicht in Worte fassen, ich habe auf den Winter gewartet um dieses Buch zu lesen und ich bin wahrlich verzaubert. Ja es ist schwer am Anfang mit den vielen fremden Namen und verniedlichungen und russischen Titel und Begriffen, aber es gibt ein Glossar. Dieses Buch ist ein Märchen. Es spielt im 13. Jahrhundert im hohen kalten Norden. Ja, Frauen waren damals Eigentum, aber man kann diese Geschichte mit ihren Fantastischen Elementen nicht authentisch erzählen, wenn die Frau jetzt plötzlich vor fast 1000 Jahren dem Mann gleichgestellt dargestellt werden würde. Wer ein Buch zum wegsnacken sucht ist hier fehl am Platz, es ist große Literatur und man sollte sich darauf einlassen, der Schreibstil selbst ist sehr gut lesbar, aber die Verstrickungen im Buch und die vielen Charaktere machen es sehr vielschichtig und interessant. Ich habe dieses Jahr viele tolle Bücher gelesen, aber das hier, das werde ich noch meinen Enkeln vorlesen. Trotz aller Rollenbilder haben wir eine wahnsinnig interessante und starke weibliche Protagonisten die Ehe und Kirche entflieht. Da wir ihre Familie schon vor Ihrer Geburt bis zu ihrem für die damalige Zeit heiratsfähigen Alter begleiten und alle Geschwister und die Eltern gut kennenlernen, baut man unweigerlich schnell eine Beziehung auf.
Einfach toll!
Ein Buch, indem sich Geschichten und Legenden vereinen. Anfangs viele Namen, ab der Mitte jedoch dran gewöhnt und angefangen, die Charaktere sehr zu lieben. Oft benutzen die Figuren untereinander russische Spitznamen, und so kann ein Charakter auch gerne mal 5 Namen haben. Die Geschichte ist jedoch einfach toll und düster geschrieben !
Erinnert an ein russisches Märchen an kühlen Wintertagen ❄️🐦⬛
Die Geschichte handelt von Wasja Petrowna und ihrer Familie. Wasja wird als freiheitsliebendes Mädchen geboren, doch schlummert in ihrem Blut Magie, als abstammende einer Hexe, so dass Wasja das zweite Gesicht hat. Wir werden hier auf die Geschichte der Familie mitgenommen, aus der Wasja auf Grund ihrer Gabe stark herausfällt. Nach und nach wenden sich die Menschen von dem kleinen Volk ab und vertrauen auf Gott, dann kommt auch noch ein neues Priester ins Dorf und durch den fehlenden Glauben verkümmern die Hausgeister, der Domowoi und der Wasila aber auch die Rusalka und der Leshy. Wasja tut, was sie kann, wehrt sich gegen die familiären Zwänge und vertraut immer auf ihr Herz. Doch wirkt es, als wäre sie Teil einer Prophezeiung und wurde dem Tod versprochen, damit der Bär, sein Bruder, weiter gebannt bleiben kann und nicht über die Menschen herfällt. Ich liebe, dass dieser Roman wie ein russisches Märchen wirkt und wie überraschend viele kleine und große Fabelwesen ihren Unfug treiben. Und ich bin tief beeindruckt von Wasja, die trotz der Schläge, den Drohungen und Anfeindungen immer sie selbst bleibt. Dieses Buch erzählt von Angst, aber auch von Mut und Authentizität. Ich kann es euch wirklich nur empfehlen, ein perfekter Cozyread im verschneiten Winter. Der Schreibstil ist so ruhig und gleichzeitig spannend, geradezu aufregend. Ich bin immer noch überrascht, wie ungern ich den Roman aus der Hand legen wollte. 🐻❄️🐦⬛

Stimmungsvolle und düstere Fantasy, nach dem Vorbild russischer Folklore
"Der Bär und die Nachtigall" ist eine sehr stimmungsvolle, düstere und märchenhafte Fantasy-Geschichte, in der die russische Folklore geschickt aufgegriffen wird. Der Konflikt von Aberglaube und Religion, welcher in diesem Buch thematisiert wird, hat mich sehr fasziniert und war spannend erzählt. Die Charaktere, allen voran Wasja, sind gut ausgearbeitet und entwickeln sich im Laufe der Geschichte nachvollziehbar weiter. Anfangs hatte ich ein bisschen Schwierigkeiten, mir die Namen der Protagonisten zu merken, da diese alle aus dem slawischen stammen und einige Charaktere immer wieder mit verschiedenen Kosenamen angesprochen werden. Nach und nach, konnte ich mir die Namen dann aber zum Glück doch merken. Die Geschichte ist sehr spannend und mysteriös, so dass man das Buch am liebsten gar nicht aus der Hand legen möchte. ❄️📚 Fazit: Stimmungsvolle, düstere Fantasy im kalten Russland! Ich gebe dem Buch 5 von 5 ⭐

Eine der schönsten Fantasyreihen, die ich je gelesen habe
Ich habe bereits alle 3 Bücher gelesen und möchte hiermit jeden anhalten, die Winternacht-Trilogie zu lesen. Besonders empfehlenswert in den kalten Wintermonaten. 🤭 In dieser Reihe ist jedes Buch ein eigenes Highlight und man verschlingt es geradezu. Die Charaktere sind vielschichtig und interessant und die Autorin geht unglaublich schön mit Worten um und zaubert eine sehr einmalige Geschichte und Landschaft. Ich bin immer noch verzaubert.
Ein grandioser Auftakt der Winternight-Trilogy von Katherine Arden. Der Schreibstil ist fast schon poetisch und ausführlich und passt perfekt zu der traumhaften Atmosphäre im Buch. Die Stimmung ist düster, geheimnisvoll und magisch und man kann die Kälte quasi spüren, das Buch ist also perfekt für die Winterzeit. Man merkt, dass die Autorin sich sehr viel Mühe dabei gegeben hat den Leser in die damalige Zeit eintauchen zu lassen. Man gelangt in eine Welt in der Frauen entweder früh verheiratet oder ins Kloster geschickt werden, in eine Welt in der man die Haus- und Waldgeister wie z. B. den Domowoi und den Wasila kennenlernt und den Konflikt zwischen der orthodoxen Kirche und dem heidnischen Glauben. . Die Geschichte beginnt langsam und man sieht der wilden liebenswerten Wasja mit ihrem ganz eigenen Kopf beim aufwachsen zu. Sie hat eine beeindruckende Art und lässt sich von niemandem ändern oder einschüchtern, auch nicht von ihrer verängstigten Stiefmutter Anna, welche als einzige außer Wasja die Geister ebenfalls sehen kann. Anders als ihre Stiefmutter lernt Wasja ihre Gabe nach und nach und mit Unterstützung der Hausgeister zu entdecken und zu verstehen. Im Lauf der Geschichte baut sich immer mehr Spannung auf und durch die stetig wachsende Gefahr aus dem Wald, welche Wasja als einzige erkennt, kann man richtig mitfiebern. Die Spannung bleibt bis zum Ende erhalten, vor allem auch durch den immer wieder auftauchenden geheimnisvollen Charakter Morowsko, der während der Handlung nie wirklich greifbar wird. Das Ende des Buchs war absolut passend und lässt Raum für eigene Ideen wie es jetzt weitergehen könnte. . Ein wunderschöner winterlicher geheimnisvoller Roman der einer meiner Highlights 2019 geworden ist, 5/5 ⭐.
>>In einem Dorf am Rande der Wildnis, weit im Norden Russlands, wo der Wind kalt bläst und der Schnee viele Monate des Jahres fällt, erzählt die alte Dienerin Dunja den Kindern des Grundbesitzers Pjotr Wladimirowitsch Geschichten über Zauberei, Folklore und den Winterkönig mit den frostblauen Augen. Verbotene Geschichten über eine uralte Magie. Doch für die junge, wilde Wasja sind dies weit mehr als Märchen.<< „Der Bär und die Nachtigall“ von Katherine Arden hat mich zu Beginn richtig gepackt. Man wird entführt in ein kaltes, von Schnee bedecktes Russland und uralte mystische Geschichten. Das Buch hatte mich in eine richtige Winterstimmung gebracht und man begleitet Wasja und ihre Familie. Man taucht ein in eine alte raue Zeit und das war einerseits sehr interessant, andererseits hatte ich zwischenzeitlich das Gefühl, zwischen vielen Nebenhandlungen festzusitzen... Das löste sich dann zum Glück aber wieder und der mystische Aspekt kam sehr sehr schön immer mehr mit hinzu. Man lernt auch Wasja immer besser kennen und erkennt schnell, dass sie ein kleiner Freigeist ist und sich in der typischen Frauenrolle nicht wohlfühlt. Sie macht da auch keinen großen Hehl draus und folgt ihrem Sinn, der sie mitunter in den Wald und somit zu all dem führt, was viele nicht sehen. Fazit: Ein sehr atmosphärisches Buch, das den russischen Winter mitbringt und das ganze mit zauberhafter aber auch dämonischer Mystik vereint. Wer ein besonderes Buch für die Winterzeit sucht und sich auch etwas vom Mainstream entfernen möchte, dem kann ich dieses Buch sehr empfehlen!























































