Das Wochenende

Das Wochenende

Softcover
3.459
TerroristenRote Armee FraktionRafBilanz

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Description

Nach 20-jähriger Haft hat ihn der Bundespräsident begnadigt. Zum ersten Wochenende in Freiheit lädt seine Schwester die alten Freunde ein. Für sie ist das Leben weitergegangen. Und für ihn? Was bleibt von der Zeit der Gewalt? Legenden? Bewältigung? Sprachlosigkeit?

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
240
Price
14.40 €

Author Description

Bernhard Schlink, 1944, Jurist, lebt in Berlin und New York. Sein erster Roman ›Selbs Justiz‹ erschien 1987; sein 1995 veröffentlichter Roman ›Der Vorleser‹, in über 50 Sprachen übersetzt, mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet und 2009 von Stephen Daldry mit Kate Winslet unter dem Titel ›The Reader‹ verfilmt, machte ihn weltweit bekannt. Zuletzt erschien von ihm der Roman ›Das späte Leben‹ (2023).

Characteristics

1 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
N/A
N/A
N/A
N/A
69%
N/A
46%
81%
74%
N/A

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
25%
54%
29%
80%

Pace

Fast0%
Slow0%
Moderate100%
Variable0%

Writing Style

Simple0%
Complex0%
Moderate100%
Minimalistisch (100%)

Posts

14
All
4

Keine leichte Kost

Jörg wird begnadigt und kommt aus dem Gefängnis frei. Als ehemaliger RAF-Terrorist hat der Bundespräsident ihn begnadigt, was aber erst wenige Tage später der Öffentlichkeit mitgeteilt werden soll. Jörgs Schwester holt ihren Bruder ab und arrangiert in ihrem Haus, einer Schlossruine mitten im Nirgendwo, ein Wiedersehens-Wochenende. Mit dabei u.a. Jörgs Anwalt und ein linker Aktivist, der Jörg wieder einspannen möchte und alte Freunde. Als dann ein junger Mann, ein vermeintlicher Kunstgeschichte-Student, dazukommt, platzt die große Blase und alte Fragen stehen wieder im Raum: Hat Jörg Mitleid mit seinen Opfern? Wie fühlt sich ein Mord an? Sehr schwere Kost, doch wunderbar erzählt, mit einigen nicht vorhersehbaren Wendungen. Toll!

2.5

Viele gute Ideen, etwas konfus in der Umsetzung

Der Ausgangspunkt der Handlung ist rasch erklärt: ein ehemaliger RAF-Terrorist wird nach einer Begnadigung durch den Bundespräsidenten aus der Haft entlassen. Sein nahes Umfeld, das direkt oder indirekt vor Jahren mit demselben Milieu in Verbindung stand, findet an einem Wochenende in einer Villa zusammen. Ursprünglich soll das Ziel, dem Entlassenen einen besonders stimmungsvollen Auftakt seiner Rückkehr in die Freiheit zu bereiten, die Personengruppe verbünden. Das Wochenende ist aber nur insofern denkwürdig, dass sich zahlreiche Konflikte zwischen den Wochenendgästen entfachen, die der Autor nutzt, um grundlegende philosophische Fragen im Zusammenhang mit dem Thema Terrorismus und anderen gesellschaftlichen Themen durch zu deklinieren. So weit so gut. Leider bleibt die Dynamik durch die schiere Anzahl der Personen und deren teils konfus geschilderter, ähnlicher Vorgeschichte verwirrend und unübersichtlich. Es fallen viele für sich genommen sehr kluge Sätze und auch einige enthüllte Geheimnisse bargen das Potential für eine spannende Geschichte. Für mich ist es Schlinks in der formalen Umsetzung am wenigsten ausgegorenes Werk, nachdem ich in diesem Jahr alle seine Romane im Rahmen meiner Autoren-Challenge 2025 gelesen habe.

4

Nicht das erste und sicher nicht das letzte Buch, das ich von Bernhard Schlink gelesen habe! Ein interessantes Thema ausgesprochen raffiniert und einfühlsam behandelt. Sehr lesenswert!

3.5

In "Das Wochenende " bringt Bernhard Schlink eine Gruppe alter Freunde zusammen, die mit der Entlassung eines RAF-Terroristen/ Freundes konfrontiert werden. Die Gespräche, die sich entspinnen, wirken oft unausgesprochen, verkrampft und von einer spürbaren Unehrlichkeit durchzogen. Kaum eine Figur wirkte dabei auf mich sympathisch, mit Ausnahme von Ferdinand,der als Einziger klar und offen seine Meinung äußert. Trotz des ernsten Themas bleibt der Ton leise. Das macht den Roman eindrucksvoll und verstörend aktuell.

3.5

Jörg wird nach 24 Jahren vom Bundespräsidenten begnadigt und seine Schwester, Christiane ein Wochenende mit alten Freunden geplant hat. Bernhard Schlink schreibt über ein äußert schwieriges Thema den RAF-Terrorismus. Man merkt, dass das Wochenende ihm etwas zu viel ist und er sich etwas zurück hält. Da ist das Auftauchen von einem jungen Radikalen Marko oder der Auseinandersetzung mit seinem Sohn Ferdinand, der seine Taten als eine Wiederholung der Nazi-Verbrechen sieht, einer der Höhepunkte. Aber auch Ilses Schriften über Jan regt zum Nachdenken an was genau geschehen war. Die Frage die ich mir zum Ende hin gestellt habe war wieso Jörg nun begnadigt wurde. Diese Antwort erhält man hier ebenfalls. Was ich hier eher unangenehm fand zu lesen waren die Hookups von der ein oder anderen Person (Dolore) . 😅 Aber Henner und Margarete waren ein süßes Paar.

4

Ein Terrorist mit vier Morden auf dem Gewissen wird nach 24 Jahren nach Begnadigung durch den Bundespräsidenten aus der Haft entlassen. In einem von seiner Schwester organisierten Treffen mit Restfamilie und Gesinnungsgenossen kommt es zur Generalabrechnung. Das Buch beginnt recht zäh, nimmt zum Ende aber immer mehr Fahrt auf. Beeindruckend insbesondere das Plädoyer von Sohn Ferdinand.

3

Nicht die beste Geschichte des Autors

Ein Wochenende unter Freunden, getrübt durch ernste Themen, Geheimnisse und Missverständnisse. Wir begleiten eine Gruppe von 13 größtenteils ehemaligen Schul- und Studienfreunden, die sich in einem abgelegenen Haus auf dem Land für ein Wochenende zusammenfinden. Der Anlass ist jedoch keine ausgelassene Party, sondern die Entlassung Jörgs, eines ehemaligen Terroristen, aus dem Gefängnis. Geprägt ist das ganze Wochenende von unangenehmen Fragen, Geheimnissen, Enttäuschungen und dem ungewissen Blick in Jörgs Zukunft. Leider konnte mich das Buch nicht so begeistern, wie andere Werke Schlinks. Die Sprache ist, wie beim Autor üblich, treffend, nüchtern, dennoch bildhaft und angenehm zu lesen. Nichtsdestotrotz brauchte ich gut ein Drittel des Buchs bis ich wirklich in der Geschichte angekommen war. Dies lag wahrscheinlich an den vielen Perspektiven (etwa die Hälfte der Gruppe), die relativ häufig gewechselt wurden. Außerdem schaffte der Autor es leider nicht, dass ich Symphatie oder Antipathie gegenüber der Charaktere entwickelte oder mich mit den Figuren identifizierte. Da ich Bernhard Schlink und seinen Schreibstil sehr schätze, sich die Geschichte schnell lesen ließ und wichtige Themen angesprochen wurden, habe ich dem Buch schlussendlich 3/5 🌟 gegeben.

4

Rückblick auf die RAF-Geschichte

Ein ehemaliger RAF-Terrorist kommt aus dem Gefängnis frei und seine Schwester organisiert ein Wochenende mit alten Freunden. Kann das gut gehen? "Mit der Intensität eines Kammerspiels wird Bilanz gezogen", heißt es auf dem Klappentext.

Rückblick auf die RAF-Geschichte
4

Ein gutes Buch, dass zum nachdenken anregt. Immer noch am Zahn der Zeit, mit verrückten Verstrickungen und gutem Erzähltempo.

2

Schlinks schwächstes Buch.

1

Ich weiß nicht ob ich intellektuell zu unaufgeschlossen für das Buch war, aber ich habe nie einen Anschluss an die Geschichte bekommen. Ich fand den Erzählstrang unnahbar und die Figuren für ihre Komplexität zu wenig ausgeführt um den Inhalt wirklich greifen zu können. Ich habe irgendwie keine richtige Moral aus der Geschichte ziehen können.

5

Auseinandersetzung mit dem Terror

Jörg wurde nach 20 Jahren aus dem Gefängnis entlassen. Seine Schwester, die eine eher ungesunde Beziehung zu ihm hat, hat alte Freunde und Weggefährten übers Wochenende eingeladen, um ihrem Bruder zu helfen, den Weg zurück in die Gesellschaft zu finden. Aber will Jörg das überhaupt? Denn aus der Gesellschaft ausgestiegen ist er schon lange vor seiner Verhaftung, als er der RAF beitrat und als Terrorist sich auch für den Tod mehrerer Menschen verantwortlich machte. Dieses Buch ist eine spannende Diskussion über Motive, Schuld und Schuldgefühle, Verantwortung und Vergebung, Selbst- und Fremdbilder. Mich beschäftigt diese Frage: Wie kann man den Tod, oft unbeteiligter , Menschen für seine politischen Ziele in Kauf nehmen? Wie kann man erwarten, dass die Bevölkerung die eigenen politischen Ziele unterstützt, wenn man sie gleichzeitig mit Angst und Schmerz, Traumatisierung und Ohnmacht terrorisiert? Das hab ich nie verstanden und verstehe ich auch nach der Lektüre dieses Buches nur wenig besser. Aber die Gedanken und Diskussionen und vielfältigen Perspektiven in diesem Buch sind spannend. Und ich liebe Bernhard Schlinks Schreibstil und bin nach meinem dritten Buch dieses Autors jetzt auch ganz offiziell Fan.

4

There is a lot going on in this short book, but the author was able to connect the storylines well and in a way that made sense. And I just love Schlink's writing style. The main character in the book is a former member of a domestic terror organization in Germany who was in prison for the last 20 something years and now spends his first weekend in freedom with friends from back in the day that didn't radicalize themselves like he has done. But it also is a family drama and it also talks how people's opinions change as they age and how life in general turns out differently than planned.

3

Ich habe das Buch als Hörbuch gehört, das von Hans Korte gelesen wurde. Mir hat das Buch gut gefallen. Die Handlung beschränkt sich auf ein Wochenende, das erste Wochenende nach der Entlassung aus der Haft von einem ehemalige RAF Terrorist. Es geht viel, um Erwartung, was man vom Leben erwartet und was daraus schlussendlich wird und wie man damit umgeht.

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