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Das Wochenende

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Über das Buch

Ein Deutscher Sommer, die Vergangenheit wird lebendig. Nach zwanzig Jahren im Gefängnis ist er überraschend begnadigt worden. Christiane, seine Schwester, will sein erstes Wochenende in Freiheit mit einem Dutzend alter Freunde feiern, in einer verfallenen Villa auf dem Land, ohne Reporter und Kameras. Sie alle haben damals in irgendeiner Form mit der Revolution sympathisiert. Heute haben sie ihren festen Platz im bürgerlichen Leben. Die Freunde kommen aus Loyalität, aus Nostalgie, aus Neugier. Aber sie können sich der Konfrontation mit ihrer eigenen Biographie, ihren Lebensträumen und Lebenslügen nicht entziehen. Mit der atmosphärischen Intensität eines Kammerspiels wird Bilanz gezogen.

Editionen (4)

ISBN9783257801996
VerlagDiogenes
Erscheinungsdatum26.02.08

Rezensionen & Bewertungen

64 Bewertungen

14 Rezensionen

3,4

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  • thegreatescape
    thegreatescape

    83 Follower

    4,0

    Keine leichte Kost

    Jörg wird begnadigt und kommt aus dem Gefängnis frei. Als ehemaliger RAF-Terrorist hat der Bundespräsident ihn begnadigt, was aber erst wenige Tage später der Öffentlichkeit mitgeteilt werden soll. Jörgs Schwester holt ihren Bruder ab und arrangiert in ihrem Haus, einer Schlossruine mitten im Nirgendwo, ein Wiedersehens-Wochenende. Mit dabei u.a. Jörgs Anwalt und ein linker Aktivist, der Jörg wieder einspannen möchte und alte Freunde. Als dann ein junger Mann, ein vermeintlicher Kunstgeschichte-Student, dazukommt, platzt die große Blase und alte Fragen stehen wieder im Raum: Hat Jörg Mitleid mit seinen Opfern? Wie fühlt sich ein Mord an? Sehr schwere Kost, doch wunderbar erzählt, mit einigen nicht vorhersehbaren Wendungen. Toll!

    23. Dez. 2025

  • backtothebooks
    backtothebooks

    100 Follower

    2,5

    Viele gute Ideen, etwas konfus in der Umsetzung

    Der Ausgangspunkt der Handlung ist rasch erklärt: ein ehemaliger RAF-Terrorist wird nach einer Begnadigung durch den Bundespräsidenten aus der Haft entlassen. Sein nahes Umfeld, das direkt oder indirekt vor Jahren mit demselben Milieu in Verbindung stand, findet an einem Wochenende in einer Villa zusammen. Ursprünglich soll das Ziel, dem Entlassenen einen besonders stimmungsvollen Auftakt seiner Rückkehr in die Freiheit zu bereiten, die Personengruppe verbünden. Das Wochenende ist aber nur insofern denkwürdig, dass sich zahlreiche Konflikte zwischen den Wochenendgästen entfachen, die der Autor nutzt, um grundlegende philosophische Fragen im Zusammenhang mit dem Thema Terrorismus und anderen gesellschaftlichen Themen durch zu deklinieren. So weit so gut. Leider bleibt die Dynamik durch die schiere Anzahl der Personen und deren teils konfus geschilderter, ähnlicher Vorgeschichte verwirrend und unübersichtlich. Es fallen viele für sich genommen sehr kluge Sätze und auch einige enthüllte Geheimnisse bargen das Potential für eine spannende Geschichte. Für mich ist es Schlinks in der formalen Umsetzung am wenigsten ausgegorenes Werk, nachdem ich in diesem Jahr alle seine Romane im Rahmen meiner Autoren-Challenge 2025 gelesen habe.

    12. Dez. 2025

  • jumbo
    jumbo

    15 Follower

    4,0

    Nicht das erste und sicher nicht das letzte Buch, das ich von Bernhard Schlink gelesen habe! Ein interessantes Thema ausgesprochen raffiniert und einfühlsam behandelt. Sehr lesenswert!

    17. Dez. 2025

3 von 14 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Bernhard Schlink

Bernhard Schlink, 1944, Jurist, lebt in Berlin und New York. Sein erster Roman ›Selbs Justiz‹ erschien 1987; sein 1995 veröffentlichter Roman ›Der Vorleser‹, in über 50 Sprachen übersetzt, mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet und 2009 von Stephen Daldry mit Kate Winslet unter dem Titel ›The Reader‹ verfilmt, machte ihn weltweit bekannt. Zuletzt erschien von ihm der Roman ›Das späte Leben‹ (2023).

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