Das Fundbüro der verlorenen Träume
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Description
Wer nichts sucht, kann auch nichts finden
Seit dem bitteren Verlust, der ihr Leben erschütterte, hat sich Dot von der Welt zurückgezogen. Sie vergräbt sich in ihrer Arbeit im Londoner Fundbüro und geht ganz in ihrem Job als Hüterin verlorener Dinge auf. Ihre größte Freude ist es, wenn sie jemandem einen vermissten Gegenstand wiedergeben kann. Denn hinter ihrer stachligen Fassade schlägt ein sehr großes Herz. Als ein bekümmerter älterer Herr in ihr Fundbüro kommt, der eine Tasche mit einem Andenken an seine verstorbene Frau darin verloren hat, setzt Dot alles daran, Mr. Applebys Tasche wiederzufinden. Dabei findet sie schließlich auch etwas, womit sie gar nicht gerechnet hätte: Sich selbst und ihr wirkliches Leben.
Book Information
Author Description
Helen Frances Paris ist künstlerische Leiterin des Londoner Theaters Curious. Ihre international ausgezeichneten und geförderten Theaterinszenierungen und Performances werden auf der ganzen Welt gezeigt, von Edinburgh über New York bis Sydney und Taiwan. Sie hatte fast zehn Jahre lang eine Professur für Theaterwissenschaft an der Stanford University in Kalifornien inne und lebt jetzt wieder in Großbritannien. Für ihre Lyrik erhielt sie den renommierten englischen Bridport Prize.
Posts
Ein Fundbüro in London. Hier hat Dot ihren Lebensinhalt im katalogisieren und inventarisieren der verlorenen Gegenstände gefunden. Ihr größtes Glück ist es, Fundstück und Besitzer wieder zusammenzubringen. Als ihre geordnete Welt durcheinander gerät, muss sie sich mit ihren eigenen Verlusten auseinandersetzen … Was für ein unglaubliches Juwel ist bitte dieser anrührende und bewegende Roman? Dot hat mich vom ersten Moment an bezaubert, ich habe gelacht und auch viel geweint mit ihr auf ihrem Weg, auf dem sie sich erst komplett verlieren muss, um sich selbst am Schluss wiederzufinden. Helen Francis Paris schont den Leser nicht, schwierige Themen wie Demenz und Depressionen gehen einem sehr nah und man leidet mit der verlorenen, einsamen Dot. Aber während des ganzen Buches merkt man auch immer schon die sanften Lichtblicke und ahnt, dass die Protagonistin am Schluss mehr gefunden als verloren haben wird. „Man kann auch bleiben, wo man ist, alles mit Sicherheitsnadeln feststecken und dabei riskieren, viel mehr zu verlieren.“ - Trotz der traurigen, schmerzhaften Stellen bleibt ‚Das Fundbüro der verlorenen Träume‘ immer lebensbejahend und so wie Mr. Appleby lieber hoffend als erwartend ins Fundbüro kommt, so liest sich auch dieses wunderschöne Buch, das jetzt schon ein Highlight in meinem Lesejahr ist.
Mir fiel es schwer in das Buch rein zu finden. Die ersten 2/3 Buch waren wirklich sehr mühselig gewesen und teilweise irritierend. Dennoch bekommt das Buch 3 Sterne, weil die letzten Seiten so viel geben. Den Blick auf die eigene Familiengeschichte. Wie man einander probiert zu geben, ohne das man es recht sieht. Wie man lernt weiterzumachen. Wie man zu sich zurück findet. Ich wünschte das ganze Buch wäre so wie das letzte Drittel der Geschichte.
Alleine schon das Cover ist ein kleiner Traum. Ich mag die Farben, aber es sieht eher nach Frühling und Liebe aus, als nach einem Fundbüro-Buch. Bei dem eher teils traurigen Inhalt, hätte ich persönlich ein dunkleres Cover bevorzugt. Leider überzeugt mich dieses so gehypte Buch nicht. Dot ist eine Figur, die eigentlich sympathisch ist. Sie ist zurückgezogen und mag Kontinuität und regeln, um sich nicht mit einem Verlust auseinanderzusetzen. Wie sie früher war, zeigt sich in den Rückblenden. Somit hätte es Buch wirklich eine schöne Geschichte werden können. Unterteilt ist was Buch zudem nicht in Kapiteln, sondern in Fundstücken. Ich dachte, dass am Ende in jedem Kapitel ein Fundstück vermittelt wird und Dot nebenbei die Tasche sucht. Leider bekommen die Fundstücke wenig Aufmerksamkeit. Vielmehr geht es um den Verlust ihres Vaters, ihre nervige Schwester und ihre an Demenz erkrankte Mutter. Im Grunde ist es eine ruhige Geschichte, die leider weder spannend, noch lustig ist, noch so dramatisch oder bewegend, dass es fesselt. Ich spüre und verstehe zwar alle Beweggründe von Dot, aber für ein Fundbüro oder eben zu wenig. Es wie Träger Fluss an einem heissen Sommertag. Erst zum Schluss nimmt er etwas an Tempo zu, ehe er im Meer endet. Dazu kommt der Stil, der so nach Poesie klingen sollte, aber auf mich zu sprunghaft und anderenorts zu detailliert wirkt. Ich war immer außen und nie im Fluss.
Großes Kino, mit kleinen Abstrichen. Ein Buch mit einem Cover, dass weniger erwarten lässt als drinsteckt. Ein Buch, dass man liest und sofort weiß, dass es einem ans Herz wächst. Ein Buch bei dem man das Gefühl hat die Geschichte als Film vor seinem inneren Auge zu sehen. Ein Buch, dass mit tollen Charakteren, tiefgründigem Inhalt und lustigen Momenten überzeugt. Ein Buch, dessen Plot etwas langatmig wird und sich zum Teil im Kreis dreht. Ein Buch, dass man in Erinnerung behält.

Absolut emotional und voller Witz zwischen den Zeilen
Das Fundbüro der verlorenen Träume Helen Frances Paris Dot… ach, Dot 🥰 „Mon coeur s‘ouvre à ta voix“ (Maria Callas) Ein Buch, so herzergreifend und emotional wie ernst und traurig. Selten ist mir diese Kombination so kalt und deutlich in jeder Zeile, jedem Wort bewusst gewesen. In Dot haben wir eine Protagonistin vor uns, die vielschichtiger kaum sein kann - eine Träumerin mit angelegten Träumen, eine Person voller Charme und Esprit versteckt hinter Sarkasmus, Abgestumpftheit und Traurigkeit, so so viel Traurigkeit. Wer Dot nach diesem Buch nicht ins Herz geschlossen hat, hat vielleicht keins 😉 Die Geschichte, tja, die Geschichte - sehr komplex. Es geht um Verlust, um Loslassen, um Opfer, um die Liebe und den oft mit ihr verbundenen Schmerz aber auch um Wiederfinden, um Festhalten, um Gewinn und die Liebe mit all ihren schönen und warmen Seiten. In einer so schönen, wortgewandten, fast poetischen Sprache bringt Helen Frances Paris diese Geschichte zu Papier. Bravo 👏🏻 Fazit: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ und absolute Leseempfehlung
Ein Buch über das Leben, seine Schattenseiten und Kostbarkeiten.
»Nichts hat mehr Bedeutung, oder? Alles ist austauschbar, nichts hat noch einen Wert. Was verloren, das dir wichtig war? Kauf dir was Neues! Oder besser zwei! Besorg dir das neuere Modell und vergiss das alte Ding!« -Kapitel 16 Den Schreibstil würde ich als erfrischend familiäre beschreiben. Dot erzählt von ihrem Alltag im Fundbüro und verliert sich ab und an in ihren Gedanken. Als Leser konnte ich sie sehr gut verstehen und verlor mich selbst das eine oder andere mal in ihren Gedankengängen. Nach einigen Kapiteln war sie nicht mehr eine Figur im Buch, sondern eine Bekannte, die mich an ihrem Leben teilhaben lässt. Man kann sich anhand der Inhaltsangabe schon denken, dass die Handlung nicht die actionreichste ist und das stimmt auch. Allerdings kam bei mir keine Langweilige auf. Mich konnte die Geschichte unterhalten, hat mich ruhig werden lassen und brachte mich in den richtigen Momenten zum Lachen. Für mich ist das ein wundervolles Buch, wenn man etwas entspannteres lesen möchte, ganz ohne großes Drama oder viel Denken zu müssen. Das Buch ist sehr dafür geeignet sich in seinen Gedanken zu verlieren. Allerdings ist die Handlung gleichzeitig keine leichte Kost. Trotz der Ruhe, die ausgestrahlt wird, kämpft Dot auf emotionaler Ebene mit sich selbst. Sie hat den Verlust ihres Vaters nie akzeptieren können, kämpft gegen das Wissen an, dass ihre Mutter an Demenz erkrankt ist und muss zusätzlich mit einem Tyrann als Schwester kämpfen. Es ist eine Geschichte, die wie aus dem Leben gegriffen ist und sich liest, wie eine Autobiographie.
„Das Fundbüro der verlorenen Träume“ von Helen Frances Paris erzählt nimmt uns mit auf eine Reise mit Dot, die in einem etwas ungewöhnlichen Fundbüro arbeitet. Hier werden nicht nur verlorene Gegenstände gesammelt, sondern auch verlorene Träume und Hoffnungen. Die Protagonistin Dot, ihre Familiengeschichte und ihr Alltag ist von der Autorin liebevoll gestaltet und ihre Reise zur Selbstfindung und Akzeptanz ihrer eigenen verlorenen Träume ist bewegend dargestellt. Themen wie Verlust, Hoffnung und die Suche nach Sinn werden geschickt miteinander verwebt. Es ist wunderschön zu lesen, wie die Sammlungen der verlorenen Träume beschrieben werden, und wie diese die Menschen, die zu ihnen zurückfinden, verändern können. Der Roman bietet sowohl humorvolle als auch tieftraurige Momente, eine Achterbahn der Emotionen, dabei manchmal ein wenig langatmig, aber nicht kitschig. Ich fand den Schreibstil angenehm und habe das Buch fast in einem Zug durchgelesen. Eine schöne Geschichte, die ich sehr gerne gelesen habe.
Eine einzigartige tiefsinnige Geschichte
In dem Buch Das Fundbüro der verlorenen Träume begleiten wir Dot bei ihrem Alltag im Fundbüro der Londoner U-Bahn. Sie ist sehr gut organisiert und mag ihre Routinen, beruflich wie privat. Als ein älterer Herr im Fundbüro ein wichtiges Andenken an seine Frau sucht, schließt Dot ihn ins Herz und versucht, ihm zu helfen. Dabei begibt sie sich auch auf eine Reise zu sich selbst, zu einigen traurigen Wahrheiten in ihrem Leben und findet einen Weg, ihr Leben neu zu ordnen. Diese Geschichte war sehr unerwartet. Die erste Hälfte des Buches ist etwas verwirrend und auch verstörend, ich musste mich an den Schreibstil der Autorin gewöhnen, der gespickt ist mit Fremdwörtern und verschiedenen Sprachen, die nicht übersetzt wurden. Dot ist ein sehr eigensinniger Charakter und ich habe mich gefragt, wie man mit Anfang 30 schon so spießig und zurückgezogen sein kann, doch im Verlauf des Buches erhält man darauf Antworten. Der zweite Teil der Geschichte hat mir dann besser gefallen, man erhält einen Blick auf die echte lebendige Dot, auf die Zerrissenheit aber auch Liebe in ihrer Familie und das Ende der Geschichte spendet Hoffnung. Was mir in dem Buch gefehlt hat sind Triggerwarnungen, da einige überraschend harte Themen in dem Buch vorkommen, die keine leichte Kost sind. Insgesamt enthält das Buch eine interessante, einzigartige Geschichte für alle, die etwas gehobenere und tiefsinnige Romane mögen.
Hoffnung unter Verlorenem
Dot hat sich nach dem Tod ihres Vaters aus Schuldgefühlen aus ihrem eigenen Leben zurückgezogen. Ihre Träume hat sich unter den Fundsachen des Londoner Fundbüros vergraben und sich selbst zur Hüterin und Bewahrerin der großen und kleinen Dinge ernannt. Als ein älterer Herr im Büro nach der Tasche seiner verstorbenen Frau fragt, setzt sie alles daran, ihm zu helfen. Dies und ihr neuer Vorgesetzter sind letztlich der Anstoß, den es braucht, um Dot aus ihrer tiefen Verzweiflung zu holen und sie in ihr wahres Leben zu katapultieren. Ein sehr schönes, ruhiges Buch, das mich berührt hat. Auch wenn ich an mancher Stelle der lieben Dot gerne einen kräftigen Schubs gegeben hätte, finde ich die Handlung sehr schön voller Wärme und Emotionalität geschrieben. Eine Leseempfehlung für alle, die gerne ruhige Romane voller liebenswerten Charaktere lesen mit der Hoffnung auf ein Happy End nach großer Dunkelheit.
Beschreibung Bei ihrer Arbeit im Londoner Fundbüro hat Dot zwischen all den verlorenen Dingen einen Rückzugsort gefunden, denn auch sie hat etwas verloren, dass ihr teuer ist, jedoch nicht mehr zurückgeben werden kann. Sie geht in ihrem Job auf und liebt nichts mehr als einen verlorenen Gegenstand mit ihrem Besitzer zusammenzubringen. Eines Tages kommt Mr. Appleby, ein älterer Herr, auf der Suche nach einer Ledertasche ins Fundbüro, denn in der Tasche war ein Andenken an seine verstorbene Frau enthalten und da Dot seinen Schmerz allzu gut nachvollziehen kann, setzt sie alles daran, ihn mit seiner Tasche und den darin enthaltenen Erinnerungen wieder zu vereinen. Doch währenddessen verschlechtert sich der Gesundheitszustand ihrer dementen Mutter und Dot muss herausfinden, was sie wirklich will im Leben… Meine Meinung Mit dem verheißungsvollen Titel »Das Fundbüro der verlorenen Träume« wurde mein Interesse für Helen Frances Paris Debütroman sofort geweckt und das hübsche Cover tat sein Übriges. In einer wundervoll bildlichen, fast schon poetischen, Sprache erzählt die Autorin eine berührende Geschichte voller Herz. Im Mittelpunkt der Handlung steht die pedantische sowie kratzbürstige Dot, deren Wesen im Innern der harten Schale butterweich ist. Ich mochte es sehr, wie Helen Frances Paris die Schichten um Dots Kern freilegt, denn unter ihrem Kostüm und der sicheren Fassade ihres Jobs beim Londoner Fundbüro steckt eine fabelhafte Persönlichkeit. Bevor es jedoch so weit ist, und man die Hintergründe von Dots Vergangenheit scheibchenweise präsentiert bekommt, erhält man einen lebhaften Einblick in das Tagesgeschäft eines Fundbüros, welches durch die liebevollen Beschreibungen der Erzählerin regelrecht zu leuchten beginnt – seien die Ereignisse noch so profan. Nicht nur das Fundbüro bekommt Struktur verliehen, sondern auch die Kolleginnen und Kollegen von Dot erhalten ihren Raum. Leider bleibt es um diese jedoch recht schablonenhaft und einige Klischees werden bedient, wie z. B. die des übergriffigen Chefs. Als dann die familiären Umstände Dots auf den Tisch kommen, wird es unheimlich emotional und auch dramatisch, denn Dots Leben kam so richtig aus dem Tritt, als ihr heißgeliebter Vater Suizid beging. Seither hat Dot ihre Träume vom Reisen und Arbeiten als Dolmetscherin auf Eis gelegt und sich lieber in den sicheren Wänden des Fundbüros zwischen all den verlorenen Dingen, die zurückgegeben werden wollen, verkrochen. Außerdem ist da noch ihre demente Mutter, die sich nach einem Sturz im Pflegeheim erholt und ihre ältere Schwester Philippa, zu der sie nicht den allerbesten Draht hat. Der mit einigen Längen gespickte Verlauf begleitet Dot in ihrer aus Selbstvorwürfen und Schuldzuweisungen gespickten Abwärtsspirale, erst als ihr Leben durch die Belästigung ihres Chefs und der fristlosen Kündigung aus den Angeln gehoben wird, erwacht Dot aus ihrer Starre und beginnt ihre familiäre Vergangenheit aufzuarbeiten, zu sich selbst zu finden und ihre Träume wieder aufleben zu lassen. Leider kommt letzteres etwas zu kurz für meinen Geschmack – denn nach all der Dramatik hätte ich eine Portion mehr Licht vertragen können. »Das Fundbüro der verlorenen Träume« ist trotz einiger kleiner Schwächen ein zauberhafter Roman über schwermütige Themen, der durch Dots besondere Art und ihr Wesen einen stimmungsvollen Anstrich bekommt. Fazit Ein Debütroman, der unbedingt gefunden werden will und in dem man sich hervorragend verlieren kann. -------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 31.05.2022
Ich hätte niemals erwartet, was ich in diesem Buch zu lesen bekam. Der Inhalt hat mich stellenweise emotional bedrückt und überwältigt. Die Sprache macht es leicht mit der Protagonistin mitzufühlen. Die Autorin hat ein sehr besonders Talent für Wortwahl. Der Schreibstil wirkte auf mich kreativ und detailverliebt. Ein unerwartet besonderes Buch.
Beschreibung Bei ihrer Arbeit im Londoner Fundbüro hat Dot zwischen all den verlorenen Dingen einen Rückzugsort gefunden, denn auch sie hat etwas verloren, dass ihr teuer ist, jedoch nicht mehr zurückgeben werden kann. Sie geht in ihrem Job auf und liebt nichts mehr als einen verlorenen Gegenstand mit ihrem Besitzer zusammenzubringen. Eines Tages kommt Mr. Appleby, ein älterer Herr, auf der Suche nach einer Ledertasche ins Fundbüro, denn in der Tasche war ein Andenken an seine verstorbene Frau enthalten und da Dot seinen Schmerz allzu gut nachvollziehen kann, setzt sie alles daran, ihn mit seiner Tasche und den darin enthaltenen Erinnerungen wieder zu vereinen. Doch währenddessen verschlechtert sich der Gesundheitszustand ihrer dementen Mutter und Dot muss herausfinden, was sie wirklich will im Leben… Meine Meinung Mit dem verheißungsvollen Titel »Das Fundbüro der verlorenen Träume« wurde mein Interesse für Helen Frances Paris Debütroman sofort geweckt und das hübsche Cover tat sein Übriges. In einer wundervoll bildlichen, fast schon poetischen, Sprache erzählt die Autorin eine berührende Geschichte voller Herz. Im Mittelpunkt der Handlung steht die pedantische sowie kratzbürstige Dot, deren Wesen im Innern der harten Schale butterweich ist. Ich mochte es sehr, wie Helen Frances Paris die Schichten um Dots Kern freilegt, denn unter ihrem Kostüm und der sicheren Fassade ihres Jobs beim Londoner Fundbüro steckt eine fabelhafte Persönlichkeit. Bevor es jedoch so weit ist, und man die Hintergründe von Dots Vergangenheit scheibchenweise präsentiert bekommt, erhält man einen lebhaften Einblick in das Tagesgeschäft eines Fundbüros, welches durch die liebevollen Beschreibungen der Erzählerin regelrecht zu leuchten beginnt – seien die Ereignisse noch so profan. Nicht nur das Fundbüro bekommt Struktur verliehen, sondern auch die Kolleginnen und Kollegen von Dot erhalten ihren Raum. Leider bleibt es um diese jedoch recht schablonenhaft und einige Klischees werden bedient, wie z. B. die des übergriffigen Chefs. Als dann die familiären Umstände Dots auf den Tisch kommen, wird es unheimlich emotional und auch dramatisch, denn Dots Leben kam so richtig aus dem Tritt, als ihr heißgeliebter Vater Suizid beging. Seither hat Dot ihre Träume vom Reisen und Arbeiten als Dolmetscherin auf Eis gelegt und sich lieber in den sicheren Wänden des Fundbüros zwischen all den verlorenen Dingen, die zurückgegeben werden wollen, verkrochen. Außerdem ist da noch ihre demente Mutter, die sich nach einem Sturz im Pflegeheim erholt und ihre ältere Schwester Philippa, zu der sie nicht den allerbesten Draht hat. Der mit einigen Längen gespickte Verlauf begleitet Dot in ihrer aus Selbstvorwürfen und Schuldzuweisungen gespickten Abwärtsspirale, erst als ihr Leben durch die Belästigung ihres Chefs und der fristlosen Kündigung aus den Angeln gehoben wird, erwacht Dot aus ihrer Starre und beginnt ihre familiäre Vergangenheit aufzuarbeiten, zu sich selbst zu finden und ihre Träume wieder aufleben zu lassen. Leider kommt letzteres etwas zu kurz für meinen Geschmack – denn nach all der Dramatik hätte ich eine Portion mehr Licht vertragen können. »Das Fundbüro der verlorenen Träume« ist trotz einiger kleiner Schwächen ein zauberhafter Roman über schwermütige Themen, der durch Dots besondere Art und ihr Wesen einen stimmungsvollen Anstrich bekommt. Fazit Ein Debütroman, der unbedingt gefunden werden will und in dem man sich hervorragend verlieren kann. -------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 31.05.2022
Anders aber literarisch unterhaltsam Worum geht’s? Nach dem Selbstmord ihres Vaters zieht sich Dot zurück von ihrer Welt und ihren Träumen und lebt nur noch für ihre Arbeit im Fundbüro. Bis eines Tages ein älterer Herr kommt und die Tasche seiner verstorbenen Frau sucht. Auf der Suche nach der Tasche findet Dot nicht nur diese, sondern auch sich selbst und ihr wirkliches Leben wieder. Meine Meinung: „Das Fundbüro der verlorenen Träume“ von Helen Frances Paris ist ihr Debütroman und ein Roman, der anders ist. Den Schreibstil finde ich schon literarisch anspruchsvoll, aber auch empathisch und liebevoll. Allein die Überschriften, bei denen auf Etiketten in wenigen Worten die Inhalte der Kapitel auf den Punkt gebracht werden. Die Dinge, Ereignisse und Personen, die die Autorin beschreibt, sie bringt es auf außergewöhnlich Weise immer genau auf den Punkt. In dem Buch begleiten wir Dot, die in einem Reisebüro arbeitet und fast wirkt, wie eine alte Dame in ihren Lodenklamotten, die aber noch recht jung zu sein scheint. Sie hatte einst einen Traum von ihrem Leben, aber durch den Selbstmord ihres Vaters hat sie diesen verloren. Bis Mr. Appleby auf der Suche nach der Tasche seiner verstorbenen Frau zu ihr kommt. Von da an dürfen wir Dot begleiten, erleben ihre Höhen und Tiefen, ihre Stimmungsschwankungen. Ihre Freude und ihre Verzweiflung und all diese Emotionen bringt die Autorin so perfekt mit Worten zum Ausdruck, wie man es selten lesen darf. Auch die Charaktere sind allesamt herzig, Dot, ihre Schwester Philippa, ihre demente Mum, aber auch die Leute aus dem Fundbüro – Anita, Big Jim und all die anderen. Einziger negative Punkt für mich sind die etwas seltsam anmutenden Szenen, wenn es doch etwas mystisch wird und die Geister der Vergangenheit auftauchen, das war so gar nicht meins. Aber ansonsten hat es mir unheimlich viel Spaß gemacht, Dot auf ihrer Reise durch das Land und auch auf ihrer Reise zurück zu sich selbst zu begleiten, mit ihr Dinge erleben zu dürfen wie den Tanzabend mit Anita, den Ausflug in das japanisierte B&B. Und zu sehen, dass verlorene Dinge nicht nur Dinge sind, sondern wie viele Erinnerungen und Emotionen oftmals mit diesen kleinen, unscheinbaren Gegenständen verbunden sind. Wie viele Geschichten darin stecken. Es hat wirklich Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Fazit: Mit „Das Fundbüro der verlorenen Träume“ schreibt Helen Frances Paris ihr Romandebüt in einer wundervollen Sprache. Unglaublich treffend wählt sie ihre Worte und Sätze und macht damit Gefühle und Augenblicke greifbar und lebendig. Ich mochte Dot und es hat mir Freude gemacht, mit ihr gemeinsam auf die Reise zu gehen und fündig zu werden. Bis auf ein paar Szenen zwischendurch, wenn es etwas mystischer wurde, was für mich nicht ganz in das Buch gepasst hat, hatte ich viel Freude beim Lesen und bin schon sehr gespannt auf die weiteren Bücher der Autorin. 4 Sterne von mir für diesen liebevollen Roman.
Bewertet mit 3,5 Sternen Zum Hörbuch: Dot arbeitet im Fundbüro in London. Dort fühlt sie sich wohl unter all den verlorenen und vergessenen Dinge des täglichen Lebens. Als eines Tages ein ältere Herr Mr. Appleby, zu ihr kommt und seine Tasche als verloren meldet, setzt Dot alles daran, Mr.Appleby seine Tasche wiederzubeschaffen. Denn in der Tasche sind nicht nur Tulpenzwiebeln und eine kleine Schaufel, nein, darin ist ein ganz besonderes Andenken an seine verstorbene Frau. Meine Meinung: Ich hörte das Buch als ungekürztes Hörbuch, gelesen von Julia Meier. Die Sprecherin hat eine sehr angenehme Stimme, man hört gerne zu. Die Geschichte fand ich zu Beginn sehr langatmig und unspektakulär. Viele Personen, zu denen ich mir erst ein Bild machen musste, was mir beim Hören schwerer fällt als beim Lesen. Aber mit der Zeit hatte ich in die Story reingefunden und wurde langsam warm mit der Erzählung. Dot ist ein liebenswerter Mensch, vielleicht ein bisschen weltfremd und vor allem sehr einsam. Eine anrührige Geschichte, gut erzählt, hat aber seine Längen.
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Wer nichts sucht, kann auch nichts finden
Seit dem bitteren Verlust, der ihr Leben erschütterte, hat sich Dot von der Welt zurückgezogen. Sie vergräbt sich in ihrer Arbeit im Londoner Fundbüro und geht ganz in ihrem Job als Hüterin verlorener Dinge auf. Ihre größte Freude ist es, wenn sie jemandem einen vermissten Gegenstand wiedergeben kann. Denn hinter ihrer stachligen Fassade schlägt ein sehr großes Herz. Als ein bekümmerter älterer Herr in ihr Fundbüro kommt, der eine Tasche mit einem Andenken an seine verstorbene Frau darin verloren hat, setzt Dot alles daran, Mr. Applebys Tasche wiederzufinden. Dabei findet sie schließlich auch etwas, womit sie gar nicht gerechnet hätte: Sich selbst und ihr wirkliches Leben.
Book Information
Author Description
Helen Frances Paris ist künstlerische Leiterin des Londoner Theaters Curious. Ihre international ausgezeichneten und geförderten Theaterinszenierungen und Performances werden auf der ganzen Welt gezeigt, von Edinburgh über New York bis Sydney und Taiwan. Sie hatte fast zehn Jahre lang eine Professur für Theaterwissenschaft an der Stanford University in Kalifornien inne und lebt jetzt wieder in Großbritannien. Für ihre Lyrik erhielt sie den renommierten englischen Bridport Prize.
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Ein Fundbüro in London. Hier hat Dot ihren Lebensinhalt im katalogisieren und inventarisieren der verlorenen Gegenstände gefunden. Ihr größtes Glück ist es, Fundstück und Besitzer wieder zusammenzubringen. Als ihre geordnete Welt durcheinander gerät, muss sie sich mit ihren eigenen Verlusten auseinandersetzen … Was für ein unglaubliches Juwel ist bitte dieser anrührende und bewegende Roman? Dot hat mich vom ersten Moment an bezaubert, ich habe gelacht und auch viel geweint mit ihr auf ihrem Weg, auf dem sie sich erst komplett verlieren muss, um sich selbst am Schluss wiederzufinden. Helen Francis Paris schont den Leser nicht, schwierige Themen wie Demenz und Depressionen gehen einem sehr nah und man leidet mit der verlorenen, einsamen Dot. Aber während des ganzen Buches merkt man auch immer schon die sanften Lichtblicke und ahnt, dass die Protagonistin am Schluss mehr gefunden als verloren haben wird. „Man kann auch bleiben, wo man ist, alles mit Sicherheitsnadeln feststecken und dabei riskieren, viel mehr zu verlieren.“ - Trotz der traurigen, schmerzhaften Stellen bleibt ‚Das Fundbüro der verlorenen Träume‘ immer lebensbejahend und so wie Mr. Appleby lieber hoffend als erwartend ins Fundbüro kommt, so liest sich auch dieses wunderschöne Buch, das jetzt schon ein Highlight in meinem Lesejahr ist.
Mir fiel es schwer in das Buch rein zu finden. Die ersten 2/3 Buch waren wirklich sehr mühselig gewesen und teilweise irritierend. Dennoch bekommt das Buch 3 Sterne, weil die letzten Seiten so viel geben. Den Blick auf die eigene Familiengeschichte. Wie man einander probiert zu geben, ohne das man es recht sieht. Wie man lernt weiterzumachen. Wie man zu sich zurück findet. Ich wünschte das ganze Buch wäre so wie das letzte Drittel der Geschichte.
Alleine schon das Cover ist ein kleiner Traum. Ich mag die Farben, aber es sieht eher nach Frühling und Liebe aus, als nach einem Fundbüro-Buch. Bei dem eher teils traurigen Inhalt, hätte ich persönlich ein dunkleres Cover bevorzugt. Leider überzeugt mich dieses so gehypte Buch nicht. Dot ist eine Figur, die eigentlich sympathisch ist. Sie ist zurückgezogen und mag Kontinuität und regeln, um sich nicht mit einem Verlust auseinanderzusetzen. Wie sie früher war, zeigt sich in den Rückblenden. Somit hätte es Buch wirklich eine schöne Geschichte werden können. Unterteilt ist was Buch zudem nicht in Kapiteln, sondern in Fundstücken. Ich dachte, dass am Ende in jedem Kapitel ein Fundstück vermittelt wird und Dot nebenbei die Tasche sucht. Leider bekommen die Fundstücke wenig Aufmerksamkeit. Vielmehr geht es um den Verlust ihres Vaters, ihre nervige Schwester und ihre an Demenz erkrankte Mutter. Im Grunde ist es eine ruhige Geschichte, die leider weder spannend, noch lustig ist, noch so dramatisch oder bewegend, dass es fesselt. Ich spüre und verstehe zwar alle Beweggründe von Dot, aber für ein Fundbüro oder eben zu wenig. Es wie Träger Fluss an einem heissen Sommertag. Erst zum Schluss nimmt er etwas an Tempo zu, ehe er im Meer endet. Dazu kommt der Stil, der so nach Poesie klingen sollte, aber auf mich zu sprunghaft und anderenorts zu detailliert wirkt. Ich war immer außen und nie im Fluss.
Großes Kino, mit kleinen Abstrichen. Ein Buch mit einem Cover, dass weniger erwarten lässt als drinsteckt. Ein Buch, dass man liest und sofort weiß, dass es einem ans Herz wächst. Ein Buch bei dem man das Gefühl hat die Geschichte als Film vor seinem inneren Auge zu sehen. Ein Buch, dass mit tollen Charakteren, tiefgründigem Inhalt und lustigen Momenten überzeugt. Ein Buch, dessen Plot etwas langatmig wird und sich zum Teil im Kreis dreht. Ein Buch, dass man in Erinnerung behält.

Absolut emotional und voller Witz zwischen den Zeilen
Das Fundbüro der verlorenen Träume Helen Frances Paris Dot… ach, Dot 🥰 „Mon coeur s‘ouvre à ta voix“ (Maria Callas) Ein Buch, so herzergreifend und emotional wie ernst und traurig. Selten ist mir diese Kombination so kalt und deutlich in jeder Zeile, jedem Wort bewusst gewesen. In Dot haben wir eine Protagonistin vor uns, die vielschichtiger kaum sein kann - eine Träumerin mit angelegten Träumen, eine Person voller Charme und Esprit versteckt hinter Sarkasmus, Abgestumpftheit und Traurigkeit, so so viel Traurigkeit. Wer Dot nach diesem Buch nicht ins Herz geschlossen hat, hat vielleicht keins 😉 Die Geschichte, tja, die Geschichte - sehr komplex. Es geht um Verlust, um Loslassen, um Opfer, um die Liebe und den oft mit ihr verbundenen Schmerz aber auch um Wiederfinden, um Festhalten, um Gewinn und die Liebe mit all ihren schönen und warmen Seiten. In einer so schönen, wortgewandten, fast poetischen Sprache bringt Helen Frances Paris diese Geschichte zu Papier. Bravo 👏🏻 Fazit: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ und absolute Leseempfehlung
Ein Buch über das Leben, seine Schattenseiten und Kostbarkeiten.
»Nichts hat mehr Bedeutung, oder? Alles ist austauschbar, nichts hat noch einen Wert. Was verloren, das dir wichtig war? Kauf dir was Neues! Oder besser zwei! Besorg dir das neuere Modell und vergiss das alte Ding!« -Kapitel 16 Den Schreibstil würde ich als erfrischend familiäre beschreiben. Dot erzählt von ihrem Alltag im Fundbüro und verliert sich ab und an in ihren Gedanken. Als Leser konnte ich sie sehr gut verstehen und verlor mich selbst das eine oder andere mal in ihren Gedankengängen. Nach einigen Kapiteln war sie nicht mehr eine Figur im Buch, sondern eine Bekannte, die mich an ihrem Leben teilhaben lässt. Man kann sich anhand der Inhaltsangabe schon denken, dass die Handlung nicht die actionreichste ist und das stimmt auch. Allerdings kam bei mir keine Langweilige auf. Mich konnte die Geschichte unterhalten, hat mich ruhig werden lassen und brachte mich in den richtigen Momenten zum Lachen. Für mich ist das ein wundervolles Buch, wenn man etwas entspannteres lesen möchte, ganz ohne großes Drama oder viel Denken zu müssen. Das Buch ist sehr dafür geeignet sich in seinen Gedanken zu verlieren. Allerdings ist die Handlung gleichzeitig keine leichte Kost. Trotz der Ruhe, die ausgestrahlt wird, kämpft Dot auf emotionaler Ebene mit sich selbst. Sie hat den Verlust ihres Vaters nie akzeptieren können, kämpft gegen das Wissen an, dass ihre Mutter an Demenz erkrankt ist und muss zusätzlich mit einem Tyrann als Schwester kämpfen. Es ist eine Geschichte, die wie aus dem Leben gegriffen ist und sich liest, wie eine Autobiographie.
„Das Fundbüro der verlorenen Träume“ von Helen Frances Paris erzählt nimmt uns mit auf eine Reise mit Dot, die in einem etwas ungewöhnlichen Fundbüro arbeitet. Hier werden nicht nur verlorene Gegenstände gesammelt, sondern auch verlorene Träume und Hoffnungen. Die Protagonistin Dot, ihre Familiengeschichte und ihr Alltag ist von der Autorin liebevoll gestaltet und ihre Reise zur Selbstfindung und Akzeptanz ihrer eigenen verlorenen Träume ist bewegend dargestellt. Themen wie Verlust, Hoffnung und die Suche nach Sinn werden geschickt miteinander verwebt. Es ist wunderschön zu lesen, wie die Sammlungen der verlorenen Träume beschrieben werden, und wie diese die Menschen, die zu ihnen zurückfinden, verändern können. Der Roman bietet sowohl humorvolle als auch tieftraurige Momente, eine Achterbahn der Emotionen, dabei manchmal ein wenig langatmig, aber nicht kitschig. Ich fand den Schreibstil angenehm und habe das Buch fast in einem Zug durchgelesen. Eine schöne Geschichte, die ich sehr gerne gelesen habe.
Eine einzigartige tiefsinnige Geschichte
In dem Buch Das Fundbüro der verlorenen Träume begleiten wir Dot bei ihrem Alltag im Fundbüro der Londoner U-Bahn. Sie ist sehr gut organisiert und mag ihre Routinen, beruflich wie privat. Als ein älterer Herr im Fundbüro ein wichtiges Andenken an seine Frau sucht, schließt Dot ihn ins Herz und versucht, ihm zu helfen. Dabei begibt sie sich auch auf eine Reise zu sich selbst, zu einigen traurigen Wahrheiten in ihrem Leben und findet einen Weg, ihr Leben neu zu ordnen. Diese Geschichte war sehr unerwartet. Die erste Hälfte des Buches ist etwas verwirrend und auch verstörend, ich musste mich an den Schreibstil der Autorin gewöhnen, der gespickt ist mit Fremdwörtern und verschiedenen Sprachen, die nicht übersetzt wurden. Dot ist ein sehr eigensinniger Charakter und ich habe mich gefragt, wie man mit Anfang 30 schon so spießig und zurückgezogen sein kann, doch im Verlauf des Buches erhält man darauf Antworten. Der zweite Teil der Geschichte hat mir dann besser gefallen, man erhält einen Blick auf die echte lebendige Dot, auf die Zerrissenheit aber auch Liebe in ihrer Familie und das Ende der Geschichte spendet Hoffnung. Was mir in dem Buch gefehlt hat sind Triggerwarnungen, da einige überraschend harte Themen in dem Buch vorkommen, die keine leichte Kost sind. Insgesamt enthält das Buch eine interessante, einzigartige Geschichte für alle, die etwas gehobenere und tiefsinnige Romane mögen.
Hoffnung unter Verlorenem
Dot hat sich nach dem Tod ihres Vaters aus Schuldgefühlen aus ihrem eigenen Leben zurückgezogen. Ihre Träume hat sich unter den Fundsachen des Londoner Fundbüros vergraben und sich selbst zur Hüterin und Bewahrerin der großen und kleinen Dinge ernannt. Als ein älterer Herr im Büro nach der Tasche seiner verstorbenen Frau fragt, setzt sie alles daran, ihm zu helfen. Dies und ihr neuer Vorgesetzter sind letztlich der Anstoß, den es braucht, um Dot aus ihrer tiefen Verzweiflung zu holen und sie in ihr wahres Leben zu katapultieren. Ein sehr schönes, ruhiges Buch, das mich berührt hat. Auch wenn ich an mancher Stelle der lieben Dot gerne einen kräftigen Schubs gegeben hätte, finde ich die Handlung sehr schön voller Wärme und Emotionalität geschrieben. Eine Leseempfehlung für alle, die gerne ruhige Romane voller liebenswerten Charaktere lesen mit der Hoffnung auf ein Happy End nach großer Dunkelheit.
Beschreibung Bei ihrer Arbeit im Londoner Fundbüro hat Dot zwischen all den verlorenen Dingen einen Rückzugsort gefunden, denn auch sie hat etwas verloren, dass ihr teuer ist, jedoch nicht mehr zurückgeben werden kann. Sie geht in ihrem Job auf und liebt nichts mehr als einen verlorenen Gegenstand mit ihrem Besitzer zusammenzubringen. Eines Tages kommt Mr. Appleby, ein älterer Herr, auf der Suche nach einer Ledertasche ins Fundbüro, denn in der Tasche war ein Andenken an seine verstorbene Frau enthalten und da Dot seinen Schmerz allzu gut nachvollziehen kann, setzt sie alles daran, ihn mit seiner Tasche und den darin enthaltenen Erinnerungen wieder zu vereinen. Doch währenddessen verschlechtert sich der Gesundheitszustand ihrer dementen Mutter und Dot muss herausfinden, was sie wirklich will im Leben… Meine Meinung Mit dem verheißungsvollen Titel »Das Fundbüro der verlorenen Träume« wurde mein Interesse für Helen Frances Paris Debütroman sofort geweckt und das hübsche Cover tat sein Übriges. In einer wundervoll bildlichen, fast schon poetischen, Sprache erzählt die Autorin eine berührende Geschichte voller Herz. Im Mittelpunkt der Handlung steht die pedantische sowie kratzbürstige Dot, deren Wesen im Innern der harten Schale butterweich ist. Ich mochte es sehr, wie Helen Frances Paris die Schichten um Dots Kern freilegt, denn unter ihrem Kostüm und der sicheren Fassade ihres Jobs beim Londoner Fundbüro steckt eine fabelhafte Persönlichkeit. Bevor es jedoch so weit ist, und man die Hintergründe von Dots Vergangenheit scheibchenweise präsentiert bekommt, erhält man einen lebhaften Einblick in das Tagesgeschäft eines Fundbüros, welches durch die liebevollen Beschreibungen der Erzählerin regelrecht zu leuchten beginnt – seien die Ereignisse noch so profan. Nicht nur das Fundbüro bekommt Struktur verliehen, sondern auch die Kolleginnen und Kollegen von Dot erhalten ihren Raum. Leider bleibt es um diese jedoch recht schablonenhaft und einige Klischees werden bedient, wie z. B. die des übergriffigen Chefs. Als dann die familiären Umstände Dots auf den Tisch kommen, wird es unheimlich emotional und auch dramatisch, denn Dots Leben kam so richtig aus dem Tritt, als ihr heißgeliebter Vater Suizid beging. Seither hat Dot ihre Träume vom Reisen und Arbeiten als Dolmetscherin auf Eis gelegt und sich lieber in den sicheren Wänden des Fundbüros zwischen all den verlorenen Dingen, die zurückgegeben werden wollen, verkrochen. Außerdem ist da noch ihre demente Mutter, die sich nach einem Sturz im Pflegeheim erholt und ihre ältere Schwester Philippa, zu der sie nicht den allerbesten Draht hat. Der mit einigen Längen gespickte Verlauf begleitet Dot in ihrer aus Selbstvorwürfen und Schuldzuweisungen gespickten Abwärtsspirale, erst als ihr Leben durch die Belästigung ihres Chefs und der fristlosen Kündigung aus den Angeln gehoben wird, erwacht Dot aus ihrer Starre und beginnt ihre familiäre Vergangenheit aufzuarbeiten, zu sich selbst zu finden und ihre Träume wieder aufleben zu lassen. Leider kommt letzteres etwas zu kurz für meinen Geschmack – denn nach all der Dramatik hätte ich eine Portion mehr Licht vertragen können. »Das Fundbüro der verlorenen Träume« ist trotz einiger kleiner Schwächen ein zauberhafter Roman über schwermütige Themen, der durch Dots besondere Art und ihr Wesen einen stimmungsvollen Anstrich bekommt. Fazit Ein Debütroman, der unbedingt gefunden werden will und in dem man sich hervorragend verlieren kann. -------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 31.05.2022
Ich hätte niemals erwartet, was ich in diesem Buch zu lesen bekam. Der Inhalt hat mich stellenweise emotional bedrückt und überwältigt. Die Sprache macht es leicht mit der Protagonistin mitzufühlen. Die Autorin hat ein sehr besonders Talent für Wortwahl. Der Schreibstil wirkte auf mich kreativ und detailverliebt. Ein unerwartet besonderes Buch.
Beschreibung Bei ihrer Arbeit im Londoner Fundbüro hat Dot zwischen all den verlorenen Dingen einen Rückzugsort gefunden, denn auch sie hat etwas verloren, dass ihr teuer ist, jedoch nicht mehr zurückgeben werden kann. Sie geht in ihrem Job auf und liebt nichts mehr als einen verlorenen Gegenstand mit ihrem Besitzer zusammenzubringen. Eines Tages kommt Mr. Appleby, ein älterer Herr, auf der Suche nach einer Ledertasche ins Fundbüro, denn in der Tasche war ein Andenken an seine verstorbene Frau enthalten und da Dot seinen Schmerz allzu gut nachvollziehen kann, setzt sie alles daran, ihn mit seiner Tasche und den darin enthaltenen Erinnerungen wieder zu vereinen. Doch währenddessen verschlechtert sich der Gesundheitszustand ihrer dementen Mutter und Dot muss herausfinden, was sie wirklich will im Leben… Meine Meinung Mit dem verheißungsvollen Titel »Das Fundbüro der verlorenen Träume« wurde mein Interesse für Helen Frances Paris Debütroman sofort geweckt und das hübsche Cover tat sein Übriges. In einer wundervoll bildlichen, fast schon poetischen, Sprache erzählt die Autorin eine berührende Geschichte voller Herz. Im Mittelpunkt der Handlung steht die pedantische sowie kratzbürstige Dot, deren Wesen im Innern der harten Schale butterweich ist. Ich mochte es sehr, wie Helen Frances Paris die Schichten um Dots Kern freilegt, denn unter ihrem Kostüm und der sicheren Fassade ihres Jobs beim Londoner Fundbüro steckt eine fabelhafte Persönlichkeit. Bevor es jedoch so weit ist, und man die Hintergründe von Dots Vergangenheit scheibchenweise präsentiert bekommt, erhält man einen lebhaften Einblick in das Tagesgeschäft eines Fundbüros, welches durch die liebevollen Beschreibungen der Erzählerin regelrecht zu leuchten beginnt – seien die Ereignisse noch so profan. Nicht nur das Fundbüro bekommt Struktur verliehen, sondern auch die Kolleginnen und Kollegen von Dot erhalten ihren Raum. Leider bleibt es um diese jedoch recht schablonenhaft und einige Klischees werden bedient, wie z. B. die des übergriffigen Chefs. Als dann die familiären Umstände Dots auf den Tisch kommen, wird es unheimlich emotional und auch dramatisch, denn Dots Leben kam so richtig aus dem Tritt, als ihr heißgeliebter Vater Suizid beging. Seither hat Dot ihre Träume vom Reisen und Arbeiten als Dolmetscherin auf Eis gelegt und sich lieber in den sicheren Wänden des Fundbüros zwischen all den verlorenen Dingen, die zurückgegeben werden wollen, verkrochen. Außerdem ist da noch ihre demente Mutter, die sich nach einem Sturz im Pflegeheim erholt und ihre ältere Schwester Philippa, zu der sie nicht den allerbesten Draht hat. Der mit einigen Längen gespickte Verlauf begleitet Dot in ihrer aus Selbstvorwürfen und Schuldzuweisungen gespickten Abwärtsspirale, erst als ihr Leben durch die Belästigung ihres Chefs und der fristlosen Kündigung aus den Angeln gehoben wird, erwacht Dot aus ihrer Starre und beginnt ihre familiäre Vergangenheit aufzuarbeiten, zu sich selbst zu finden und ihre Träume wieder aufleben zu lassen. Leider kommt letzteres etwas zu kurz für meinen Geschmack – denn nach all der Dramatik hätte ich eine Portion mehr Licht vertragen können. »Das Fundbüro der verlorenen Träume« ist trotz einiger kleiner Schwächen ein zauberhafter Roman über schwermütige Themen, der durch Dots besondere Art und ihr Wesen einen stimmungsvollen Anstrich bekommt. Fazit Ein Debütroman, der unbedingt gefunden werden will und in dem man sich hervorragend verlieren kann. -------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 31.05.2022
Anders aber literarisch unterhaltsam Worum geht’s? Nach dem Selbstmord ihres Vaters zieht sich Dot zurück von ihrer Welt und ihren Träumen und lebt nur noch für ihre Arbeit im Fundbüro. Bis eines Tages ein älterer Herr kommt und die Tasche seiner verstorbenen Frau sucht. Auf der Suche nach der Tasche findet Dot nicht nur diese, sondern auch sich selbst und ihr wirkliches Leben wieder. Meine Meinung: „Das Fundbüro der verlorenen Träume“ von Helen Frances Paris ist ihr Debütroman und ein Roman, der anders ist. Den Schreibstil finde ich schon literarisch anspruchsvoll, aber auch empathisch und liebevoll. Allein die Überschriften, bei denen auf Etiketten in wenigen Worten die Inhalte der Kapitel auf den Punkt gebracht werden. Die Dinge, Ereignisse und Personen, die die Autorin beschreibt, sie bringt es auf außergewöhnlich Weise immer genau auf den Punkt. In dem Buch begleiten wir Dot, die in einem Reisebüro arbeitet und fast wirkt, wie eine alte Dame in ihren Lodenklamotten, die aber noch recht jung zu sein scheint. Sie hatte einst einen Traum von ihrem Leben, aber durch den Selbstmord ihres Vaters hat sie diesen verloren. Bis Mr. Appleby auf der Suche nach der Tasche seiner verstorbenen Frau zu ihr kommt. Von da an dürfen wir Dot begleiten, erleben ihre Höhen und Tiefen, ihre Stimmungsschwankungen. Ihre Freude und ihre Verzweiflung und all diese Emotionen bringt die Autorin so perfekt mit Worten zum Ausdruck, wie man es selten lesen darf. Auch die Charaktere sind allesamt herzig, Dot, ihre Schwester Philippa, ihre demente Mum, aber auch die Leute aus dem Fundbüro – Anita, Big Jim und all die anderen. Einziger negative Punkt für mich sind die etwas seltsam anmutenden Szenen, wenn es doch etwas mystisch wird und die Geister der Vergangenheit auftauchen, das war so gar nicht meins. Aber ansonsten hat es mir unheimlich viel Spaß gemacht, Dot auf ihrer Reise durch das Land und auch auf ihrer Reise zurück zu sich selbst zu begleiten, mit ihr Dinge erleben zu dürfen wie den Tanzabend mit Anita, den Ausflug in das japanisierte B&B. Und zu sehen, dass verlorene Dinge nicht nur Dinge sind, sondern wie viele Erinnerungen und Emotionen oftmals mit diesen kleinen, unscheinbaren Gegenständen verbunden sind. Wie viele Geschichten darin stecken. Es hat wirklich Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Fazit: Mit „Das Fundbüro der verlorenen Träume“ schreibt Helen Frances Paris ihr Romandebüt in einer wundervollen Sprache. Unglaublich treffend wählt sie ihre Worte und Sätze und macht damit Gefühle und Augenblicke greifbar und lebendig. Ich mochte Dot und es hat mir Freude gemacht, mit ihr gemeinsam auf die Reise zu gehen und fündig zu werden. Bis auf ein paar Szenen zwischendurch, wenn es etwas mystischer wurde, was für mich nicht ganz in das Buch gepasst hat, hatte ich viel Freude beim Lesen und bin schon sehr gespannt auf die weiteren Bücher der Autorin. 4 Sterne von mir für diesen liebevollen Roman.
Bewertet mit 3,5 Sternen Zum Hörbuch: Dot arbeitet im Fundbüro in London. Dort fühlt sie sich wohl unter all den verlorenen und vergessenen Dinge des täglichen Lebens. Als eines Tages ein ältere Herr Mr. Appleby, zu ihr kommt und seine Tasche als verloren meldet, setzt Dot alles daran, Mr.Appleby seine Tasche wiederzubeschaffen. Denn in der Tasche sind nicht nur Tulpenzwiebeln und eine kleine Schaufel, nein, darin ist ein ganz besonderes Andenken an seine verstorbene Frau. Meine Meinung: Ich hörte das Buch als ungekürztes Hörbuch, gelesen von Julia Meier. Die Sprecherin hat eine sehr angenehme Stimme, man hört gerne zu. Die Geschichte fand ich zu Beginn sehr langatmig und unspektakulär. Viele Personen, zu denen ich mir erst ein Bild machen musste, was mir beim Hören schwerer fällt als beim Lesen. Aber mit der Zeit hatte ich in die Story reingefunden und wurde langsam warm mit der Erzählung. Dot ist ein liebenswerter Mensch, vielleicht ein bisschen weltfremd und vor allem sehr einsam. Eine anrührige Geschichte, gut erzählt, hat aber seine Längen.




























