Anna Karenina

Anna Karenina

Hardback
4.1523
Madame BovaryHistorischer RomanUlrich NoethenXkarenina

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Description

Anna Karenina ist eine wundervolle junge Frau. Sie scheint alles zu besitzen, was glücklich macht. Dann tritt der glanzvolle Offizier Graf Wronskij in ihr Leben, und sie opfert alles: den Mann, den Sohn, sogar die Achtung der Gesellschaft, in der sie lebt. Doch ihre bedingungslose Liebe scheitert und führt zu Eifersucht, Hass und Verzweiflung. Die Tragödie einer Frau wird bei Tolstoi zum unerbittlichen Porträt der adligen Gesellschaft im Russland des 19. Jahrhunderts. Rosemarie Tietze, die ihre Übersetzungen immer wieder "zu einem Kunstwerk eigenen Ranges" (Begründung zum Voß-Preis) macht, hat dem Meisterwerk eine moderne Gestalt gegeben und es mit Nachwort und Kommentaren versehen.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Classics
Format
Hardback
Pages
1288
Price
49.40 €

Author Description

Lew Nikolajewitsch Graf Tolstoi wurde am 28. August 1828 auf dem Gut Jasnaja Poljana geboren, wo er, mit der Unterbrechung langer Reisen, sein ganzes Leben verbrachte. Er starb am 7. November 1910 auf der Bahnstation Astapovo und wurde auf Jasnaja Poljana beigesetzt. Sein Werk umfasst Romane, Erzählungen, Theaterstücke und philosophische Schriften; die beiden großen Romane Krieg und Frieden (1868) und Anna Karenina (1877) brachten ihm Weltruhm. Seitdem zählt Tolstoi zu den bedeutendsten Autoren der Literaturgeschichte. Bei Hanser erschienen Anna Karenina (2009), Krieg und Frieden (2010) und Auferstehung (2016).

Posts

93
All
5

5 🌟 Wenn Worte zu schwer werden und warum Tolstoi mir den Atem für jedes andere Buch geraubt hat.

Ich bin offiziell ein Wrack!!! Nachdem ich die letzte Seite zugeklappt hatte, ist in meinem Kopf eine Sicherung durchgebrannt! Ungelogen saß ich drei Tage lang in einer Schockstarre aus russischer Melancholie und existenziellen Fragen fest. Ich war in einer emotionale Quarantäne, die absolut nötig war, um dieses tonnenschwere Erbe irgendwie zu verdauen. ​Ich habe danach alles versucht, um mich aus diesem Gedankenstrudel freizuschaufeln. Ich wollte mein Gehirn mit irgendwas Belanglosem resetten, bin aber kläglich gescheitert. Selbst meine geliebten Hildegard-Romanzen (mein absoluter Safe-Place) wirkten plötzlich wie blasse Skizzen. Wenn man gerade ein gewaltiges Orchester in voller Lautstärke im Kopf hatte, klingt jede andere Geschichte wie ein kaputtes Blockflöten-Solo. Ich musste erst mal mühsam wieder lernen, wie man im 21. Jahrhundert existiert ohne bei jedem Bahngleis, an dem ich zufällig vorbei fahre, in Tränen auszubrechen. ​Ich liebe diese ausufernden Handlungen in denen man nicht nur liest, sondern regelrecht ertrinkt. Tolstoi erschafft kein Buch, er erschafft ein ganzes Universum, das mich mit seiner Detailbesessenheit und den unerbittlichen Regeln der damaligen Zeit mit Haut und Haaren aufgesaugt hat. Aber das eigentlich Unheimliche ist dieser psychologische Fleischwolf, durch den man gedreht wird. Man sitzt nicht mehr auf seinem Sofa, man hockt direkt im Kopf dieser Menschen und spürt ihren Wahnsinn als wäre es der eigene. ​Man nimmt diese krankhafte Besessenheit wahr, diese alles verzehrende Leidenschaft und die quälende Zerrissenheit. Dass Anna meine Namensvetterin ist hat das Ganze für mich fast schon beängstigend persönlich gemacht. Man beobachtet ihren Zerfall nicht mit kühler Distanz. Man atmet ihre Verzweiflung mit jedem einzelnen Satz ein bis man selbst keine Luft mehr bekommt. Ob es nun Annas radikale Hingabe ist, Alexej Karenins bizarre Fixierung auf die gesellschaftliche Form oder Lewins schmerzhafte Suche nach einem Sinn. Tolstoi hält uns einen Spiegel vor, der heute noch genauso scharf und grausam ist wie damals. ​Diese Rezension ist mein Versuch, endlich mit der Geschichte abzuschließen und die Geister von St. Petersburg aus meinem Kopf zu werfen. Vielleicht finde ich ja jetzt den Weg zurück zu meinen Romanzen. Ich werde wohl noch lange an diesem fiktiven Bahnsteig stehen bleiben und darüber nachdenken, wie viel „Anna“ eigentlich in uns allen steckt.

5 🌟 Wenn Worte zu schwer werden und warum Tolstoi mir den Atem für jedes andere Buch geraubt hat.
5

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Dieses Buch hat mich emotional komplett durchgeschüttelt. Ich war wütend, traurig, schockiert und berührt, manchmal alles gleichzeitig. Genau das macht seine Stärke aus. Besonders beschäftigt hat mich die Verbindung von Religion, gesellschaftlicher Meinung und männlicher Macht. Zusammen entsteht ein Mechanismus, der ein lebendiges, menschliches Leben erstickt. Und das Erschreckende ist, dass vieles davon auch heute noch aktuell wirkt. Die Doppelmoral springt sofort ins Auge. Wenn Männer fremdgehen, wird es als „kann schon passieren“ dargestellt. Wenn eine Frau es tut, ist sie gefallen und wird ausgeschlossen. Wie wenig sich daran verändert hat, macht nachdenklich und ehrlich gesagt auch fassungslos. Anna hat mich innerlich zerrissen. Einerseits ist sie Opfer einer Gesellschaft, die ihr keinen würdevollen Ausweg lässt. Andererseits beginnt sie, sich selbst zu zerstören. Ihre Eifersucht steigert sich immer weiter. Sie glaubt, Wronski liebt sie nicht mehr, interpretiert Kleinigkeiten als Verrat und will ihn teilweise sogar leiden sehen. Das ist irgendwann keine Liebe mehr, sondern Angst und Abhängigkeit. Man merkt, wie sie ihren Halt verliert und sich immer mehr in ihren eigenen Gedanken verstrickt. Trotzdem konnte ich sie nicht nur verurteilen. Sie verliert ihren Sohn, ihren Platz in der Welt und schließlich ihr gesamtes Gleichgewicht. Überraschenderweise tat mir auch Wronski leid. Er bemüht sich, Verantwortung zu übernehmen, doch Annas emotionale Ausbrüche werden zur dauerhaften Belastung. Ihre Beziehung wird zu einem Kreislauf aus Unsicherheit und Schmerz, aus Liebe und gegenseitiger Erschöpfung. Als Parallelcharakter gibt es Lewin. Seine Gedanken über Sinn, Glauben und Zweifel haben mich richtig berührt. Er merkt, dass man nicht alles beweisen oder verstehen muss. Vielleicht geht es am Ende einfach darum, dankbar zu sein für das, was man hat, bewusst zu leben und zu versuchen, das Richtige zu tun. Das war für mich sehr persönlich, weil es genau das ist, worüber ich manchmal auch nachdenke. Warum sind wir hier? Was ist der Sinn? Und dann kommt er zu dieser einfachen Erkenntnis: das Leben zu schätzen und Gutes zu tun. Dieses Buch ist weit mehr als eine Liebestragödie. Es ist eine zeitlose Auseinandersetzung mit Moral, Macht und menschlicher Zerbrechlichkeit. Ich werde bestimmt noch wochenlang daran denken. Frage des Tages: Würdet ihr dieses Buch nach meiner Rezension lesen?

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
5

„Anna Karenina“ ist ein Meisterwerk, das einem den Atem raubt.

Nachdem ich dieses Buch beendet hatte, fühlte ich mich regelrecht überwältigt. Ehrlich gesagt wusste ich nicht, ob ich jemals wieder ein Buch lesen werde, das mein Herz auf eine so intensive Weise berührt. Anna Karenina von Leo Tolstoi ist weit mehr als nur eine Liebesgeschichte. Tolstoi behandelt darin so viele bedeutende Themen: Liebe, Ehe, Untreue, Scheidung, Religion, gesellschaftliche Erwartungen und die Suche nach dem Sinn des Lebens. Dabei schafft er es, jede dieser Fragen mit einer Tiefe zu beleuchten, die noch lange nach dem Lesen nachhallt. Sein Schreibstil ist unglaublich detailreich und lebendig. Man hat beim Lesen das Gefühl, selbst Teil dieser Welt zu sein – als würde man neben den Figuren stehen, ihre Gespräche hören und ihre Gedanken miterleben. Besonders beeindruckend fand ich, wie nachvollziehbar jede einzelne Figur geschrieben ist. Man versteht ihre Beweggründe, ihre Ängste und ihre Entscheidungen, selbst wenn man sie nicht immer gutheißt. Die Charaktere wirken nicht wie erfundene Figuren, sondern wie echte Menschen. Jeder von ihnen verkörpert einen bestimmten Blick auf das Leben, die Liebe oder die Gesellschaft. Meine Sympathien wechselten im Laufe der Geschichte ständig – genau wie im echten Leben, wenn neue Erfahrungen und Gedanken den eigenen Blick verändern. Anfangs war ich von der Vielzahl der Figuren etwas erschlagen, doch genau das macht dieses Werk letztendlich so besonders. Jede Person führt ihr eigenes Leben, trägt ihre eigenen Konflikte mit sich und dennoch sind alle Schicksale auf faszinierende Weise miteinander verbunden. Während ich diese Rezension schreibe, merke ich, wie schwer es ist, all die Gefühle und Gedanken in Worte zu fassen, die dieses Buch in mir ausgelöst hat. Tolstoi besitzt eine außergewöhnliche Fähigkeit, menschliche Emotionen und innere Konflikte so ehrlich darzustellen, dass man sich ihnen kaum entziehen kann. Dieses Buch zeigt nicht nur die schönen Seiten des Lebens, sondern auch die schmerzhaften, widersprüchlichen und dunklen Momente. Genau deshalb wirkt es so echt und menschlich. „Anna Karenina“ hat mich tief berührt und mir unzählige Gedanken mitgegeben. Es ist eines dieser Bücher, die man nicht nur einmal liest, sondern immer wieder neu entdeckt. Und ich bin mir sicher, dass ich beim nächsten Lesen noch viele weitere Facetten darin finden werde.

„Anna Karenina“ ist ein Meisterwerk, das einem den Atem raubt.
3.5

Gut geschrieben aber man muss sich mit dem Thema identifizieren können

Wenn es nur rein um die schriftstellerische Tatkraft geht, dann ist Anna Karenina wirklich einer der besten Romane aller Zeiten. Wenn es um die Story selber geht, mag ich mit meiner Meinung vielleicht eine Randgruppe bilden, aber ich hatte große Schwierigkeiten, mich mit der Protagonistin verständnisvoll zeigen zu können. Sie erschien mir sehr auf sich selbst fixiert und hat ihre Bedürfnisse auch über die ihres Sohnes gestellt. Dieses Verhalten mag Befürworter haben, genauso wie Gegensprecher und natürlich kennt jeder Mensch, den struggle und den Drang, danach ein Leben, den eigenen Vorstellungen entsprechend leben zu können aber es ist immer eine Frage des Preises, den man bezahlen will. Und den Preis, den Anna bereit ist, zu zahlen um ihr Leben, so wie sie es will, zu leben, ist eine Entscheidung ohne Rücksicht auf Verluste. Von daher kann ich vor der literarischen Schreibweise zwar mein Hut ziehen vor der Protagonistin selber allerdings nicht, weshalb ich den Buch auch nur 3,5 Sterne vergebe.

4.5

Anna Karenina: Eine emotionale Reise, die unter die Haut geht!

Manche Bücher liest man, und manche Bücher erlebt man. Leo Tolstois "Anna Karenina" ist so ein Erlebnis. Ja, es gab Momente, die sich gezogen haben, aber das Gesamtwerk ist einfach wundervoll und die Mühe absolut wert. Der Roman beginnt mit dem berühmten Satz: "Alle glücklichen Familien sind einander ähnlich, jede unglückliche Familie ist auf ihre eigene Weise unglücklich." Und genau diese unglückliche Suche nach dem wahren Glück ist das emotionale Herzstück von "Anna Karenina". Wir tauchen ein in das faszinierende Russland des 19. Jahrhunderts und begegnen Anna Karenina, einer Frau von atemberaubender Schönheit, die scheinbar ein perfektes Leben führt. Doch dann trifft sie den charmanten Graf Wronski, dessen anfängliche Avancen bei der jungen Kitty Schtscherbazkaja abrupt enden, als er Anna begegnet. Ihre leidenschaftliche Liebe wirbelt alles durcheinander. Tolstoi beschreibt Annas innere Zerrissenheit und die unerbittliche gesellschaftliche Ächtung, die ihr entgegenprallt, mit solch einer Empathie, dass man mit ihr lacht, weint und leidet. Ihre Geschichte ist ein herzzerreißendes Drama über die verheerenden Konsequenzen einer Liebe, die alle Konventionen sprengt. Parallel dazu erzählt Tolstoi die Geschichte von Konstantin "Lewin", einem Landbesitzer, der sich nach einem authentischen, sinnvollen Leben sehnt. Seine Suche nach Liebe (die zarte, wunderschöne Beziehung zu Kitty), nach Glauben und dem wahren Sinn des Daseins ist der perfekte Kontrapunkt zu Annas Tragödie. Lewins philosophische Gedanken und seine Suche nach innerem Frieden geben dem Roman eine unglaubliche Tiefe. Es ist, als würde Tolstoi uns zwei Spiegel vorhalten: einen, der die Zerstörungskraft gesellschaftlicher Heuchelei zeigt, und einen anderen, der die Schönheit eines Lebens im Einklang mit sich selbst und der Welt widerspiegelt. Tolstoi taucht so tief in die Seelen seiner Figuren ein, dass sie lebendig werden. Er deckt die Doppelmoral der Gesellschaft auf, die Frauen für ihre Vergehen gnadenlos verurteilt, während Männer oft ungestraft bleiben. Er erforscht die Komplexität von Ehe, Familie und Mutterschaft mit einer Ehrlichkeit, die bis heute relevant ist. Diese Leseerfahrung wird euch nicht kaltlassen. Es ist ein Buch, das zum Nachdenken anregt, Fragen aufwirft und euch noch lange nach der letzten Seite beschäftigen wird. Lasst euch von der Fülle der Charaktere, der Eleganz der Sprache und der schieren Emotionalität dieser Geschichte mitreißen. Es ist ein zeitloser Klassiker, der beweist, dass menschliche Leidenschaften und die Suche nach Glück universell sind. Gebt diesem Monument der Weltliteratur eine Chance. Ihr werdet es nicht bereuen 😌

Anna Karenina: Eine emotionale Reise, die unter die Haut geht!
4.5

Ein sehr lesenswerter Klassiker

Nachdem ich vorher "Die Buddenbrooks" gelesen habe, war mir dann nach einem weiteren russischen Klassiker, bei dem ich auch drei Anläufe gebraucht habe. Ich habe die neue Übersetzung von Rosemarie Tietze gelesen, weil sie wirklich sehr gut sein sollte und ich wurde nicht enttäuscht. Was soll man über diesen 1200-Seiter sagen? Er hat viele Wendungen, gegen Ende ein paar Längen, aber trotzdem echt gut. Man ist eigentlich schnell drin, die vielen Figuren schrecken nicht ab, wobei hier eigentlich nur ein paar Figuren wichtig sind. Was lernt man aus dem Buch? Man sollte in einer Beziehung dem Anderen auch seine Freiheit geben! Die Art und Weise, wie das Leben von Anna Karenina endet, ist dramatisch, am Ende dachte ich mir aber: Was geht mit ihr ab? 😂 Wie gesagt, das Buch ist lesenswert! Eine klare Empfehlung!

4

Eine Liebe gegen die Welt

Das Hörbuch "Anna Karenina" entfaltet eine stille, aber tiefgehende emotionale Kraft. Durch die einfühlsame Erzählweise werden Annas Sehnsucht, ihre Zweifel und ihr innerer Kampf unmittelbar spürbar. Tolstoi erzählt von Liebe, Schuld und gesellschaftlichen Zwängen mit einer Feinheit, die berührt, ohne zu dramatisieren. Beim Hören wächst man den Figuren unweigerlich näher – und genau daraus entsteht der Wunsch, dieser Geschichte bis zum letzten Moment zu folgen. Ein intensiver Klassiker, der bewegt und noch lange im Inneren weiterlebt.

Eine Liebe gegen die Welt
5

991 Seiten in kleinster Schrift auf dünnsten Seiten. Ob sich das lohnt? Definitiv! Warum? Deswegen: -psychologische Tiefe -sprachliche Eleganz -innere Konflikte -vielschichtige Charaktere -tiefe Gefühle: Liebe, Eifersucht, Verzweiflung -philosophische Fragen -intime Einblicke in menschliche Beziehungen Trotzdem habe ich drei Monate hierfür gebraucht und auch mal Lesepausen einbauen müssen. Ist halt ein Brocken. Dennoch: Ein grandioses Werk, das sich sofort lohnt, sobald man sich daran herantraut!

4.5

„Es ist immer dasselbe: ein Blick, ein Lächeln, und alles ist entschieden...“

Ein Meisterwerk hat Lew Tolstoi da geschaffen. Über 1200 Seiten elegante und anmutige Sprache, Beschreibungen, die den Leser ins Russland des 19. Jahrhunderts abtauchen lassen, authentische und plastische Figuren, geniale Dialoge, kluger Humor und die hervorragende Darstellung und Kritik einer adeligen Gesellschaft. All das schafft Tolstoi ohne es für den Leser zu anstrengend oder etwa zu langweilig werden zu lassen. Die Übersetzung von Gisela Drohla liest sich trotz des inhaltlichen und sprachlichen Anspruchs so flüssig wie eine elitäre Daily Soap. Lediglich der letzte Teil hat für mich nicht mehr ganz zum Rest der Geschichte gepasst. Aber das hat dem Ganzen keinen Abbruch getan. Ich hatte unglaublich Spaß dabei, diesen Schmöker über mehrere Wochen durchzuackern und das Leben von Anna, Kitty, Lewin und co zu verfolgen. Wer nicht vor dicken Wälzern und Klassikern zurückschreckt, dem sei dieses Buch wärmstens ans Herz gelegt!

5

Ein Buch das seiner Seitenanzahl absolut gerecht wird.

Drei Liebesgeschichten in Russland 19. Jahrhundert Es geht um: - Drei sehr unterschiedliche Paare (Anna, welche ihrem Mann mit Wronski fremd geht - Kitty und Levin welche versuchen ihre Rollen im Leben zu finden - Dolly welche mit ihren vielen Kindern von ihrem unerträglichen Ehemann Oblonski abhängig ist) -Gesellschaftsschichten und Moral. -Verpflichtungen und die Suche nach Sinn und Glück im Leben. -Religion und das politische System. -Kindererziehung, Verwandtschaft, Krankheiten und der Tod, die Jagt, Pferderennen, Landwirdschaft und vieles mehr. Wir lesen aus sehr vielen Perspektiven (sogar aus der eines Jagdhundes) Das Buch ist großartig. Es bietet so viel und sicher gibt es in einem solchen Buch auch Passage die sich ziehen - aber es lohnt sich.

4

Was lange währt wird endlich gut

Dies ist mein vierter Versuch "Anna Karenina" zu lesen und endlich habe ich es geschafft. Und trotz der beträchtlichen Länge und leider auch der Längen, fand ich das Buch richtig gut. Es liest sich flüssig und ich fand es interessant vom Adel und den politischen Gedanken des zaristischen Russlands zu erfahren. Tolstois Liebe zu Naturbeschreibungen lässt den Leser meinen sich tatsächlich in Russland auf dem Land zu befinden, die Irrungen und Wirrungen der Figuren sind heute immernoch so aktuell wie damals und man liest sehr deutlich Tolstois Meinung aus dem Text heraus. Muss man aber natürlich im Kontext der Zeit betrachten. Wer ein bisschen Zeit mit einem Buch verbringen will, dem sei Anna Karenina ans Herz gelegt.

4

Ein klassiker für den man Zeit und Ruhe braucht

Die Geschichte ist lang und schweift hier und da gerne mal ab. Doch dadurch lernt man die Charaktere tiefgründig kennen und lernt fast alle Facetten von ihnen und kann deren Entscheidungen meistens nachvollziehen. Die Geschichte handelt von der Liebe und wie sie im damaligen Russland verankert ist. Ich fand es interessant, wie die kulturellen Verhältnisse erzählt werden und wie sie die Liebenden beeinflussen. Für mich ist es ein schöner und tragischer Klassiker, der jedoch teilweise langatmig ist.

5

Einer meiner liebsten Klassiker

Habe den Roman zum 2. Mal beendet und bin wieder begeistert.

5

Tolstois Meisterwerk

Russland, spätes 19. Jahrhundert, zwei Beziehungen. Anna und Alexej. Kitty und Konstantin. Drumherum wird die Gesellschaft Russlands gezeichnet, mit allen Konventionen, Fehlern und Moralvorstellungen. Philosophie, Religion und Politik. Das ist Weltliteratur, die kaum noch einer schreiben könnte.

5

4,5 Was für ein phänomenales Buch. Es erscheint mir fast unverständlich, wie derselbe Autor ,Anna Karenina‘ und die ,Kreutzersonate‘ geschrieben haben kann. Das Mitgefühl, das Tolstoi hier seinen Figuren entgegenbringt, erinnert an das schriftstellerische Talent eines Haldor Laxness und Stefan Zweig — ohne hier einen qualitativen Vergleich anstreben zu wollen; ich bin Naturwissenschaftler, kein Literaturwissenschaftler und kann Bücher nie über die persönliche Ebene hinaus bewerten. Wer hier versucht in Gut/Böse oder Recht/Unrecht zu unterteilen, macht es sich meiner Meinung nach viel zu einfach. Wronski, Anna, Kitty, Dolly, Oblonski, Lewin und Karenin — sie alle sind mir auf ihre Art und Weise vertraut geworden und in all ihren Fehlern, Makeln und Idealen als nichts als menschlich präsentiert worden. So simpel und doch für so manchen Schriftsteller unmöglich zu erreichen. Zuletzt: Dies war nicht mein erstes Buch Tolstois, daher war ich mir bereits sicher, dass mir seine Sprache auch hier zusagen würde. Aber die berühmt-berüchtigte ,Heuszene‘ gehört zu dem Schönsten, dass ich jemals lesen durfte.

5

„Liebe, die alles will – und alles zerbricht“

Anna Karenina von Leo Tolstoi ist einer dieser Romane, bei denen man merkt: Es geht nicht „nur“ um eine Affäre in der russischen Gesellschaft, sondern um alles – Liebe, Ehe, Familie, Moral, Sinn, Freiheit, Schuld. Man erlebt Anna, wie sie sich aus einer lieblosen Ehe in eine große, leidenschaftliche Liebe stürzt – und dabei nach und nach den Boden unter den Füßen verliert. Gleichzeitig begleitet man Lewin, der mit ganz anderen Fragen ringt: Arbeit, Glaube, Ehe, der Sinn des Lebens. Diese beiden Lebenswege – Annas zerstörerische Leidenschaft und Lewins stille Suche – spiegeln sich ständig ineinander. Tolstoi schreibt so, dass man in die Köpfe und Herzen der Figuren hineingezogen wird: ihre Eifersucht, Scham, Sehnsucht, ihre Selbsttäuschungen. Niemand ist nur „gut“ oder „böse“. Man versteht alle irgendwie – und genau das macht es so schmerzhaft. Am Ende fühlt es sich weniger an, als hätte man „einen Klassiker gelesen“, sondern eher, als hätte man echte Menschen durch ihre schönsten und schlimmsten Momente begleitet.

4

Großes Epos mit Längen – aber emotionaler Sog mit Tiefe

Anna Karenina ist kein leichtes Buch – weder vom Umfang noch vom Stil. Die detailverliebten Beschreibungen, die langen inneren Monologe und die vielen Nebeninformationen wirken aus heutiger Perspektive oft langatmig und fordernd. Gleichzeitig ist genau darin auch Tolstois Stärke: Die Figuren, ihre Gedankenwelten, ihre moralischen Konflikte und die gesellschaftlichen Themen (Politik, Religion, Sinnfragen) sind tief und glaubwürdig in die Handlung verwoben. Die klare Kapitelstruktur und der Perspektivwechsel nur zwischen den Kapiteln machen den Roman überraschend gut lesbar, sobald man im Rhythmus angekommen ist. Ab der Mitte entsteht echte emotionale Bindung zu den Figuren – man will wissen, wie es weitergeht. Das Ende hingegen wirkt im Vergleich zum langen Aufbau fast zu ruhig und zu abrupt, besonders bei Anna selbst. Trotzdem bleibt ein beeindruckendes Werk, das Zeit braucht – aber auch Wirkung entfaltet.

Großes Epos mit Längen – aber emotionaler Sog mit Tiefe
4

Dramatische Wendung

Mit 992 Seiten ist es kein leichtes bzw. schnell gelesenes Buch. Die Spannung wird von Anfang an aufgebaut und entlädt sich auf den letzten 100 Seiten. Zwischendurch war es dennoch schwierig am Ball zu bleiben. Im Großen und Ganzen kann ich das Buch empfehlen, solange man sich für russische dieGesellschaft im 19. Jahrhundert interessiert.

3

Hätte man auch auf weniger Seiten erzählen können...

5

Ich hab das Buch geliebt! Am Anfang war es schwierig reinzukommen und einige Passagen über Landwirtschaft oder Ämter habe ich überflogen aber ich hab es nach 4,5 Tagen ausgelesen und fand es toll! Ich habe die Art geliebt wie die Gefühle beschrieben wurden und die Charaktere waren toll ausgearbeitet!

5

So chaotic & dramatic, I love it!

4

Wunderbar entschleunigend

Ich habe mich endlich an Anna Karenina gewagt, nachdem es sehr lang in meinem Regal verstaubt ist. Und es hat sich gelohnt! Dieses Buch umfasst Jahre und Leben wie kaum ein anderes. Dabei ist es in seiner Weitschweifigkeit wunderbar entschleunigend - wenn man sich darauf einlässt. Ein tolles Gesellschaftsporträt

4

Ein Klassiker, den man gelesen haben sollte

Diese Geschichte hat mich absolut überrascht, weil sie so dynamisch war, so tolle und reflektierte Gespräche und Gedanken stattfanden und so unterschiedliche Personen. Tragisch, dramatisch, charmant und liebevoll.

Ein Klassiker, den man gelesen haben sollte
4.5

"Alle glücklichen Familien sind einander ähnlich, jede unglückliche Familie ist unglücklich auf ihre Weise."

3.5

für alle klassik liebhaber*innen mit durchhaltevermögen 🚂💔🇷🇺

zu allererst muss ich betonen, dass ich absolut verstehen kann, warum „anna karenina“ eine der (!) klassischen lektüren darstellt, die man als buchliebhaber*in in seinem leben gelesen haben „muss“. das motiv der geschichte und die geschilderte dramatik des daraus resultierenden gesellschaftlichen skandals haben mich anfangs wirklich begeistert. aber ich finde, man merkt einfach, dass das buch von einem mann geschrieben wurde. anstatt den fokus auf die liebesgeschichte zwischen anna und wronski zu legen, sodass diese für uns lesende richtig spürbar wird, gab es im verlauf der geschichte einfach zu viel endloses blabla von irgendwelchen alten weißen männern mit halbwissen über landwirtschaft, politik oder ihre benachteiligung als mann in der gesellschaft, lol. mir waren dadurch auch irgendwie alle charaktere unsympathisch, mein einziger lichtblick war die liebesgeschichte zwischen kitty und lewin, die ich gerne verfolgt habe und die mein herz sehr erwärmt hat. insgesamt denke ich schon, dass ich das buch weiterempfehlen würde, aber ich denke, man kann auch getrost nur den film gucken, haha.

4

Zeitloser Klassiker, verspricht mit etwas Geduld viel Lesespaß

Der stark zum Nachdenken anregende, gleichzeitig aber auch sehr unterhaltsame, epische Roman beginnt mit den Worten: „Alle glücklichen Familien gleichen einander, jede unglückliche ist auf ihre eigene Weise unglücklich.“ Tolstoi befasst sich mit Problemen der Moral, vor allem in der oberen russischen Gesellschaftsschicht des 19. Jahrhunderts. Auch politische und rechtliche Fragen der damaligen Zeit und eben die gesellschaftlichen Konventionen und der darausfolgende Druck werden am Beispiel der Familie Karenin und deren Freunden und Bekannten überwiegend sehr mitreißend und aus heutiger Sicht faszinierend und schockierend zugleich, teils für meinen Geschmack etwas zu langatmig, dargestellt. Besonders positiv überrascht hat mich dabei der an vielen Stellen humorvolle, ironische Ton des Autors. Während wir die Figuren auf ihrem jeweiligen, ganz eigenen Weg, den Sinn des Lebens zu erforschen, begleiten, gewährt Tolstoi uns Einblicke in die tiefsten seelischen Abgründe und vermag es trotzdem, auch heute, aus solch großer zeitlicher und in meinem Fall auch räumlicher Distanz, den Leser Empathie für die vielfältigen Figuren empfinden zu lassen. Eine ganz große Empfehlung und mit Sicherheit zurecht ein Klassiker der Weltliteratur!

4

Mein Ziel, noch in diesem Jahr fertig zu werden, wurde erreicht 🥳 Das Buch ist natürlich ein kleines Projekt, ich bin aber deutlich besser durchgekommen, als vorher erwartet. Ich hab eigentlich nie das Interesse verloren, auch, wenn einige Passagen echt langatmig waren. Das Buch hatte nach meinem Gefühl kaum einen Spannungsbogen, die ganze Erzählung lief in einem ähnlich emotional distanzierten beschreibenden Ton ab. ❗️Spoiler❗️ Nur in dem Moment, als Kitty und Lewin zusammenkamen und kurz vor Annas Tod habe ich so richtig „mitgefiebert“. Trotzdem war es nicht langweilig und ich konnte gut dem Lesefluss folgen. Auf so vielen Seiten hatte Tolstoi natürlich sehr viel Platz, die Geschehnisse und Charaktere auszuarbeiten und ich finde, das ist ihm gut gelungen. Manchmal fand ich, dass die Personen widersprüchlich gehandelt/gedacht haben, aber ich schätze, das gehört auch zu der Charakterzeichnung eines realistischen Menschen dazu (insbesondere bei Lewin, der ja anscheinend viele von Tolstois eigenen Interessen und Zweifeln repräsentiert). Ich fand auch die Gedanken zu Politik, (Land)wirtschaft, Religion etc. spannend, obwohl ich manches nicht ganz verstanden habe. Trotzdem habe ich mich zwischendurch gefragt, warum gewisse Diskussionen so weit ausgeführt werden und von den – meiner Meinung nach – spannenderen Dynamiken zwischen den Figuren ablenken. Vor allem die Zeit, als Anna und Wronski den Maler in Venedig besuchen… da wurde so viel über die innere Welt dieses Malers geschrieben, und irgendwie war es interessant, aber hat es wirklich etwas für den Plot getan? Nun ja, ich bin froh, dass ich diesen Klassiker nun von meiner Liste streichen kann und lese jetzt erstmal wieder ein 300 Seiten Buch :D

2

Sehr langatmig und die vielen Seiten hätte man auf mehr als die Hälfte kürzen können. Ich habe mich sehr schwer mit diesem Klassiker getan und konnte bis zum Schluss keinen richtigen Zugang zum Buch finden. Schade aber für mich war es leider nichts.

3

Besser als gedacht.

Ich fand die Geschichte selbst gar nicht so schlecht, aber man hätte es auch deutlich kürzer machen können. Es gab viele Stellen, die für die Handlung völlig unrelevant sind. Mir hat aber Tolstojs Schreibstil gut gefallen und die Übersetzung war auch super zu lesen. Durch die kurzen Kapitel kam man doch recht gut voran. Es dauert jedoch auch ziemlich lange bis die Handlung Fahrt aufnimmt. Ich fand es besser je weiter die Geschichte war.

3

Geschafft! Leider muss ich das sagen. 1296 Seiten klassische Lektüre. Es ist eine interessante, manchmal auch spannende Liebesgeschichte, mit vielen tiefgründigen Gedankengängen. Aber leider auch mit vielen, oft zähen langatmigen Ausschweifungen, die mir einfach zu unwichtig waren für das Fortschreiten der Geschichte. An die damals vorherrschende Sprache hab ich mich tatsächlich schnell gewöhnt und die Charaktere haben mir auch gut gefallen. Doch jetzt brauche ich erstmal wieder eine kleine Pause von Klassikern 😂

5

Ich hab für diesen Klassiker eigentlich viel mehr Zeit eingeplant gehabt - und ich denke, das sagt schon einiges über diese Übersetzung aus. Ich hab diesen Wälzer in anderthalb Wochen verschlungen und sie Seiten kaum gemerkt. ♥️ Man folgt einigen Charakteren und für mich hat Tolstoi diesen wie kein anderer Leben eingehaucht und mich wirklich niemanden hassen lassen, was ich immer sehr mag. Mit Anna habe ich mich gleich angefreundet und nach einer Weile will man sie einfach nur schütteln und fragt sich wohin alles führen soll. 💔 Lewin ist wohl der Charakter, der ihm am ähnlichsten ist und gerade in seinen Abschnitten zeigte sich für mich sein einzigartiger Schreibstil. Ich hab mich nie wirklich für Ackerbau interessiert, aber ich hätte mit ihm noch viele weitere Seiten lesen können. Wronski und Annas Mann Alexej haben mich richtig überraschen können. Beide so unterschiedlich, aber auf ihre Weise jeder einzigartig. Es gibt noch einige Charaktere mehr und ich habe jeden gerne verfolgt. ♥️ dieser Wälzer hätte noch gut und gerne 500 Seiten mehr haben können. Die Botschaft während des gesamten Buches und am Ende hat mich einfach immer wieder sprachlos werden lassen. Dieser Autor war seiner Zeit auf so verschiedene Weise so sehr voraus 🫶 Für mich bleibt es ein Highlight der Klassikliteratur und ich muss jetzt alles von ihm lesen ♥️

4

Kollosal, eindrücklich und einfühlsam

Ein Klassiker schlecht hin. Witzig, traurig, dramatisch und schön. Die russische Gesellschaft zur damaligen Zeit wird eindrücklich und komplex dargestellt. Genauso wie die Gefühle jener Hauptpersonen. Nicht nur Annas sondern auch die der anderen. Es war wunderschön zu lesen. Ein Klassiker, der gelesen werden muss.

4

Ein tolles Buch, für das man jede Menge Sitzfleisch braucht. Es ist ein bisschen, als würde man eine ewig lange Serie anschauen. Mich haben aber die einzelnen Charaktere und deren Gedankengänge fasziniert.

3.5

Ein Mammutwerk für das viel Ausdauer nötig ist. Erzählt wird die Geschichte dreier Familien, die miteinander verbunden sind. Auf sprachlich hohem Niveau liefert Tolstoi viel Stoff um über große Themen wie Liebe, Ehe und den Sinn des Lebens nachzudenken, während sich seine Figuren durchs Leben winden. Großartige, tiefsinnige Kapitel wechseln sich jedoch auch mit ausschweifenden Beschreibungen über Nebenschauplätze ab (z.b. Landwirtschaft, Jagd), die den Erzählfluß eher stören.

5

Tolstois größte Stärke dürften die Charakterbeschreibungen der zahlreichen Figuren dieses Werkes sein. Die einzelnen Personen wirken so lebhaft und obwohl sie einer längst vergangenen Gesellschaft des 19. Jahrhunderts angehören, wirken sie dem heutigen Leser ungemein nah. Wenn sich der Autor einer gewissen Person widmet, dann mit voller Hingabe, bis dieser einem vor dem geistigen Auge so plastisch gegenübersteht, dass man glaubt, den jeweiligen Charakter wirklich zu verstehen und ihm trotz der augenscheinlichen Schwächen beizustehen. Die erweckte Empathie nutzt Tolstoi ganz bewusst, um den Leser ganz in den Bann seiner Geschichten zu ziehen. Sympathisch ist darüber hinaus, dass gerade die Hauptfiguren von nicht unerheblichen Selbstzweifeln geplagt werden, oder sich ihrer ganz und gar nicht sicher sind. Der idealistische Ljewin, der das besondere Interesse verdient, versucht eine beinahe utopische Welt auf seinem Landgut zu verwirklichen und erlebt verblüfft als junger Ehemann; dass sich so manche scheinbar sichere Vorstellung als pure Illusion erweist. Anna dagegen ist am Anfang das Idealbild der feinen Gesellschaft und mit ihrer Lebhaftigkeit und Anmut eine Zierde an der Seite ihres eher steifen Ehegatten, der als Waisenkind und jetziger Beamter eher ein Emporkömmling ist. Doch es ist ausgerechnet ihre Lebensfreude, die ihr einen Strich durch die Rechnung macht. Alle ihre Kämpfe gegen ihre unpassende Leidenschaft sind vergebens, genauso wie ihr langsamer aber sicherer Sturz. Da sich ihre Verzweiflung aber vor allem in eifersüchtigen Anfällen ausdrückt, erkennt ihr Geliebter nicht den gefährlichen Grad des Wahnsinns, dem sich die schöne Anna immer mehr nähert. Wo fängt Selbstsucht an und hört Liebe auf? Gibt es die selbstlose Liebe oder ist sie nur ein Märchen? Was ist an Traditionen zu bewahren und wo ist die eigene Vernunft gefragt? Viele Fragen sind trotz des Alters des Romanwerkes immer noch von Bedeutung und es macht den besonderen Reiz des Buches aus, diese im Spiegel historischer Gegebenheiten zu jonglieren. FAZIT Der hochkomplexe Roman, der in das städtische und ländliche Russland des 19. Jahrhunderts entführt und mit Kritik an der damaligen feinen Gesellschaft von Petersburg und Moskau nicht spart, ist das reine Lesevergnügen! Durch das sehr bekannte Ende der tragischen Hauptfigur mag man dem Romanwerk mit Vorurteilen begegnen, die vielleicht noch durch gewisse filmische Adaptionen verstärkt werden. Tatsächlich verleihen der höchst lebendige Schreibstil, die Detailfreude des Autors und dessen stets so köstliche Ironie dem Roman nicht nur das Prädikat besonders wertvoll, er ist darüber hinaus –trotz seines seitenstarken Inhalts- eine amüsante und anregende Lektüre.

5

Ein Weltklassiker das lesenswert ist. Allerdings sollte man sich viel Zeit einplanen, da das Buch aus 8 Teilen besteht und knappe 1000 Seiten hat.

Durch die Geschichten der verschiedenen Figuren, insbesondere die von Anna und Lewin, erläutert er Themen wie Liebe, Ehe, gesellschaftliche Normen, moralische Verantwortung und die Suche nach dem eigenen Platz im Leben. Tolstoi spricht auch tiefe philosophische und religiöse Fragen an, die einen zum Nachdenken anregen. Ich persönlich mag seine Schreibweise und das Buch ist sehr spannend aufgebaut und leicht zu lesen, aber dennoch ist das Buch sehr dick und hat knappe 1000 Seiten.

5

MEINE BIBEL 🙏

Das Exemplar das ich besitze ist ein Gaumenschmaus um anzuschauen und anzufassen. Ich habe Anna Karenina wochenlang mit mir rumgetragen und dachte mir oft: Wenn ich jetzt in diesem Zug für Tage gefangen bin, werde ich es überleben, da ich Anna bei mir hab. Leider war ich nie irgendwo gefangen ausser in der tollen Geschichte von meinem Bruder Leo.

1.5

In diesem Buch sind MINDESTENS 80%, wenn nicht sogar 85%, komplett irrelevant für die Handlung. Man darf sich jetzt natürlich darüber streiten, was denn genau die Handlung ist, denn irgendwie ging es um alles und um nichts. Ich war anfangs noch so naiv und habe überlegt, ob ich es mir vielleicht in Originalsprache anhöre. Gottseidank habe ich es nicht gemacht, das hätte mich wahrscheinlich nur noch mehr gequält. Während dieser sehr sehr sehr viele Stunden, die ich mit dem Hörbuch verbracht habe, habe ich mich mehrmals gefragt was ich denn nun höre, denn ich hatte oft das Gefühl auf einmal in einem ganz anderen Buch zu sein, als ich ursprünglich angefangen habe. Mit den Charakteren konnte ich nichts anfangen. Die waren alle gleichermaßen fragwürdig und unsympathisch. War es wirklich nötig in insgesamt 4 verschiedenen Sprachen zu sprechen? Man weiß es nicht. Warum dieses Buch zu den Klassikern zählt ist mir ein Rätsel...

4.5

Ein Meisterwerk!

"Alle glücklichen Familien gleichen einander, jede unglückliche Familie ist auf ihre eigene Weise unglücklich." Der Roman verwebt die Geschichten dreier adliger Familien. Es entsteht ein Geflecht aus unterschiedlichen Figuren und Handlungen, die einen tiefen Einblick in die russische Gesellschaft des 19. Jahrhunderts geben. Es geht unter anderem um Untreue, Schuld und Vergebung und der Suche nach dem Sinn des Lebens. Tolstoi beschreibt all dies derart detailliert, dass es zwar etwas Geduld beim Lesen benötigt, aber man mit komplexen Figuren belohnt wird, deren Handlungen man gut nachvollziehen kann. Besonders bemerkenswert ist der gut verständliche und teils ironische Schreibstil Tolstois.

4

Der Realismus den Tolstoi hier zeigt ist wirklich bemerkenswert. Man sieht durchaus sehr gut, wie er die Welt sieht, und ist von seiner Präzision verführt, was ich besonders in der zweiten Hälfte von Teil 8 merkte. Wenn er etwas als Sinnfrei darstellen möchte erreicht er das auch sehr gut, dass ist aber nicht so praktisch wenn man gerade etwas Sinnvolles lesen möchte. Das einzige was mich störte ist das ich Tolstois Moralisierung durchaus nicht immer leiden konnte, was dem Werk aber Grundsätzlich nichts abtut. Wer ein langes Buch lesen möchte, welches nur selten langweilig wird, ist mit diesem Klassiker gut beraten.

4

Ein Klassiker was man gelesen haben muss.

5

Ein Must read

Ich will nichts falsches über dieses wahrhaftige Meisterwerk sagen, um seine eigentliche Vollkommenheit nicht zu verletzen. Sich kurz zu fassen wäre Infam, weshalb ich versuche das Buch für jeden gut und objektiv zu bewerten. Es ist auf jeden Fall nicht einer meiner Lieblingsbücher, jedoch ändert das nicht den Fakt, dass Anna Karenina ein Meisterwerk ist: „Drunter und drüber geht es bei den Oblonskis.“ Damit fängt das Buch an und ich wundere mich warum über diese Oblonskis berichtet wird; „wer ist denn Anna?“. Der Hauptfokus des Buches liegt jedoch nicht nur bei Anna, sondern auch bei Konstantin Lewin, Kitty Schtscherbatzkaja und dem Bruder von Anna Karenina - Stepan Arkadjitsch Oblonski und seiner Frau. Somit schwankt die Erzählung des Buches episodisch, parallel zwischen diesen drei Familien und ihrem Familienleben. Ohne viel vorweg zu nehmen muss noch folgendes gesagt werden: Tolstoi spiegelt die Zeit und die Atmosphäre des späten 19. Jahrhundert perfekt wieder mit seinen Problemen und der Frauenfrage. Die Gesellschaft drängte einen zur frühen Heirat und die Kirche verbot in 99% der Fälle eine Scheidung. Dies führte zu großem familiären Unglücken in Russland und zu einer hohen Rate von Depression und Suizid. Anna Karenina ist genauso ein Opfer der patriarchalischen Gesellschaft und wird in Verzweiflung und Lebensmüdigkeit getrieben, ohne dass die Gesellschaft ihr bereit ist zu helfen, sondern umgekehrt aus dieser sogar exkludiert wird. Wie gesagt; das Buch beleuchtet 3 Familienleben und dessen Zukunft, wobei Tolstoi mit einer genauen, wiederholenden und lebendigen Sprache den Leser in das Geschehen einführt, womit das Buch generell leicht zu lesen ist. Das einzige was ich am Buch zu kritisieren hätte, wären die langen Ausschweifungen auf dem Land, was jedoch nicht allzu schlimm ist. In allem ist das Buch wirklich vollkommen mit den genauen psychologischen Feinheiten der einzelnen Charaktere, die die Charaktere zum Leben erwachen lassen. Viel Spaß beim lesen :)

5

Anna Karenina war nicht wie erwartet ein ausgedehntes Porträt über eine hübsche Frau und ihre unglückliche Liebe. Anna Karenina ist eigentlich ein schlecht gewählter Buchtitel, denn es geht vielmehr um ein Gesellschaftsbild Russlands in den stark von Veränderungen geprägten 70er Jahren des 19. Jahrhunderts. Tolstoi thematisiert den Adel, die Bauern, das Beamtentum, den Glauben, die Ehen und die Freundschaften, den kulturellen Wandel und die Bildungspolitik. Es ist so ein umfassend großes Werk, dass es Anna Karenina fast zu einer wichtigen Nebenrolle degradiert. Neben den makroökonomischen Problemen lässt Tolstoi auch noch viele mikroindividuelle Gedanken und Schwierigkeiten aus seinem eigenen Leben in die Geschichte einfließen und so wird Lewin (wahrscheinlich nicht umsonst die Nähe zu seinem eigenen Vornamen Lew) fast zur zentralen autobiografischen Figur des Romans. Lewin ist ein Gutsherr und genauso wie sein Autor vom bäuerlichen Leben fasziniert. Er will die Landwirtschaft revolutionieren und die gerade erst zurückgenommene Leibeigenschaft in eine moderne Agrarökonomie wandeln. Aus heutiger Sicht wirken seine volkswirtschaftlichen Ansicht wirklich naiv. Selbst den Bauern will er die Bildung vorenthalten. Aber sein größtes Problem ist sein Zweifeln am Sinn des Lebens. Selbst als er seine vergötterte Kitty endlich heiraten kann, beruhigt sich sein Leben nicht. Die langen Abschnitte um Lewin und seine romantische Vorzeigeehe, die auch von vielen Eifersuchtsszenen geprägt ist, hat mir von den vielen Handlungssträngen am besten gefallen. Im Gegensatz zu Lewin und Kitty stehen Anna und Wronski, das Paar, welches durch sein Verhalten gesellschaftlich geächtet wird. Unter heutigen moralischen Wertevorstellung ist es unglaublich, wie Tolstoi seine Anna als die verwerfliche, gefallene Frau skizziert, deren zweifelhafte Entscheidung zwischen Familie und Geliebter dazu führen, dass sie immer mehr dem Wahn verfällt und im Selbstmord endet. Da kann man schön herauslesen, was Tolstoi von so einem unstetigen Leben hält. Sein Frauenbild ist furchtbar verachtend. Wenn ich etwas an dem Roman zu kritisieren hätte, dann wäre es dieser Punkt. Allerdings ist es halt auch ehrlich und ein Zeugnis seiner Zeit. Heutzutage würden wir einer ungeliebten Ehefrau Verständnis schenken, wenn sie der Gefühlskälte der eigenen Partnerschaft entflieht und woanders Liebe und Anerkennung sucht. Der Wunsch geliebt zu werden, geht sogar soweit, dass sie sich gegen ihren vergötterten Sohn entscheidet und mit Wronski ein neues Leben startet. Der Bewusstseinsstrom Annas kurz vor ihrem Ende ist ein literarisches Meisterwerk in meinem Augen. Und so etwas schreibt Tolstoi 40 Jahre bevor die Herren Proust und Joyce den inneren Monolog zur Kunstform erheben. Tolstoi ist ein begnadeter Erzähler und die neue Übersetzung von Frau Tietze sehr eingängig und flüssig. Ich hatte zuvor zwei ältere Übersetzungen ausprobiert und bin dann nach wenigen Kapitel zu dieser Neuausgabe gewechselt. Manche übersetzte Begriffe wirken zwar recht seltsam (ich dauere, anstelle von bedauern), aber wenn man in Interviews liest, welche Lebensaufgabe so eine akribische Übersetzung bedeutet, dann muss die Übersetzerin hier auch mal gewürdigt werden. Ich hatte selten so eine große Freunde bei einem so dicken klassischen Wälzer. Ein hervorragender Roman. Ich will auf jeden Fall mehr von Tolstoi lesen, denn nachdem ich gerade in einer Biografie lese, welch ein schwieriger unsympathischer Charakter er im Alter wurde, frage ich mich, wie sich das auf sein Spätwerk auswirkt. Auch wenn er ein schlechter Ehemann und Chauvinist war, erzählen konnte er brillant.

3

Thank god that’s over …. Dieses Buch ist die Definition von “Frauen die von Männern geschrieben wurden” und als wäre das nicht genug musste natürlich ein Alter Ego eingefügt werden der ca. 50% des Buches einnimmt. Ich weiß, es ist ein Klassiker und ich liebe einige Klassiker wirklich. Aber Tolstoy’s Erzählweise ist nichts für mich. Das Buch ist viel zu lang und zu 50% eine Homage an ihn selbst. Ich war so froh als es endlich vorbei war

5

Aussergewöhnlicher, dramatischer und vielschichtiger Roman. Sehr zu empfehlen.

"...vielmehr hat es einen unzweifelbaren Sinn: das Gute, das hineinzubringen in meiner Macht steht". Das Gute bewege sich ausserhalb materieller Folgen, ohne Zwang und Konvention. Lew Tolstoi beschreibt in Anna Karenina nicht nur mehrere dramatische Liebesgeschichten gegensätzlicher Art sondern philosophiert auch über Leben und Tod, Gut und Böse, Religionen oder die Empathie. Dabei ist es beachtlich wie detailliert sich Tolstoi in seine Charaktere einfühlen kann und ihre Gedanken zu Papier bringen vermag. Die beiden unterschiedlichen Liebesbeziehungen mit ihrer Gegensätzlichkeit, Verknüpfung und Resultat ist hoch interessant. Am eindrücklichsten empfand ich die finale Beschreibungen einer Überdenkerin mit Borderline-Syndrom oder die Geburt eines Kindes aus (hilfloser) Sicht eines angehenden Vaters. Dies ist einfach einzigartig und höchst beachtlich, wenn auch maximal dramatisch.

3.5

I can't decide if I love this book or hate it. First of all it should've been named Levin instead of Anna, but as we know women always sell better. Second, it's way too long. There are too many unnecessary scenes, the story could have been much shorter. Then there's the fact that Anna had the chance to become one of my most favorite fictional characters, but destroyed it by being that bitchy and destructive, sorry. I'll have to digest this one.

📚 Kitap / Book: Анна Каренина (Anna Karenina) – Lev Tolstoy 🔍 Tür / Genre: Realist roman, psikolojik ve toplumsal drama / Realist novel, psychological and social drama 📆 Dönem / Period: 19. yüzyıl Rus aristokrasisi / 19th century Russian aristocracy 🇹🇷 Tolstoy’un başyapıtı Anna Karenina, aşk, evlilik, sadakat ve toplumun ahlaki ikiyüzlülüğü üzerine derin bir insanlık portresi çizer. Roman, tutkulu bir aşkın toplumsal baskılarla nasıl çatıştığını ve bireyin özgürlük arayışının trajik sonuçlarını anlatır. Anna’nın iç dünyasındaki gelgitler, Tolstoy’un insan ruhunu çözümlemedeki ustalığıyla birleşir ve okuru hem kalbiyle hem vicdanıyla sarsar. 🇬🇧 Tolstoy’s masterpiece Anna Karenina explores love, marriage, fidelity, and the moral hypocrisy of society. It tells the story of a passionate affair that clashes with social expectations and leads to tragedy. Through Anna’s emotional turmoil, Tolstoy delivers one of literature’s most profound examinations of the human soul and the conflict between passion and morality. #AnnaKarenina #АннаКаренина #Tolstoy #ClassicLiterature #RussianLiterature #PsychologicalNovel #Realism #LoveAndTragedy #BookRecommendation #KitapÖnerisi

I can't decide if I love this book or hate it. First of all it should've been named Levin instead of Anna, but as we know women always sell better. Second, it's way too long. There are too many unnecessary scenes, the story could have been much shorter. Then there's the fact that Anna had the chance to become one of my most favorite fictional characters, but destroyed it by being that bitchy and destructive, sorry. I'll have to digest this one.
4

Wow. Nach Jahren habe ich dieses Buch endlich beendet! Ich liebe die Art, wie die Charaktere gezeichnet sind, alle, man lernt sie so gut kennen und verstehen. Auch die eigentliche Geschichte ist toll geschrieben. Nur zwischendurch gab es ein paar Längen, Stellen, die mich nicht so wirklich interessiert haben, aber sonst war es eine wunderbare Zeit mit diesem Buch!

2.5

Zu wenig Anna, zu viel Ljewin.

Ich fand die Geschichte um Anna unglaublich spannend. Das Innenleben aller Beteiligten ist faszinierend und facettenreich. Und das Buch hätte auch fünf Sterne bekommen, wenn es nicht zur Hälfte um Ljewin ginge. Dieses innere aufstöhnen wenn ich gemerkt hatte dass das nächste Kapitel um Lejwin geht. Möchte gern Philosoph, alter Groomer und weinerlicher, armer Ljewin. Gott wie ich dich hasse. All dein Innenleben habe ich ertragen nur damit du am Ende sagst „ich richte mein Leben nach dem Guten aus.“ Geh zur Therapie! Übrigens wäre ohne ihn das Buch auch deutlich kürzer und angenehmer in der Hand, just saying.

5

Ein absolutes Meisterwerk. Tolstoy erzählt vielschichtig und mitreißend die Geschichten dreier Familien in ganz diversen Situationen.

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