Zuleika

Zuleika

Hardback
3.741

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Description

Ein bestechender Roman über ein Mädchen von Heute in der Welt von Gestern – von der Autorin des preisgekrönten Bestsellers Mädchen, Frau etc.

Zuleika lebt als Schwarzes Mädchen im pulsierenden London des Römischen Reichs. Sie ist das Kind nubischer Einwanderer, ihr gehört die Straße. Mit elf Jahren verheiratet ihr Vater sie an einen reichen Patrizier. Doch Zuleika fügt sich nicht stillschweigend in ihr Schicksal. Hartnäckig kämpft sie um Freiheit in einer Stadt, deren Gesetze von Geld, Sex und Macht bestimmt werden.

London, 211 n. Chr.: Zuleika ist widerspenstig, schlagfertig und außerordentlich schön. Und sie ist meist auf sich allein gestellt. Doch ihre Freiheit findet ein jähes Ende, als sie von ihrem Vater mit elf Jahren an einen alten fetten Römer verheiratet wird. Trotz aller Widrigkeiten macht sie das Beste aus ihrer Situation. In ihrem goldenen Käfig liest sie die großen Dichter, beginnt selbst zu schreiben und zieht heimlich mit ihren alten Freundinnen um die Häuser. Von wahrer Liebe hat sie keinen blassen Schimmer. Dann begegnet sie dem Kaiser Septimius Severus – und ihre Welt wird aus den Angeln gehoben. Sie beginnt eine leidenschaftliche Affäre mit ihm, wohl wissend, dass ihr als treuloser Ehefrau der Tod durch Vergiften droht. Aber Zuleika will um jeden Preis in glühenden Versen ihre eigene Geschichte erzählen.

»Evaristo verwandelt Politik und Geschichte in eine funkelnde Prosa. Ein Triumph.« The Times

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
264
Price
25.70 €

Author Description

Bernardine Evaristo, geboren 1959, wuchs als viertes von acht Kindern in London auf. Sie ist Professorin für Kreatives Schreiben an der Brunel University London und Präsidentin der Royal Society of Literature. Sie gewann als erste Schwarze Autorin den Booker-Preis für ihren Bestsellerroman Mädchen, Frau etc. (2021). Außerdem bei Tropen erschienen: Manifesto. Warum ich niemals aufgebe (2022), Mr. Loverman (2023) und Zuleika (2024).

Posts

8
All
5

Mutig und aufregend. Habs am Stück verschlungen.

3

Nulli Secundus

Ich war ja schon schwer begeistert von Mädchen, Frau, etc. Zudem ist Zuleika ein Schwarzes Mädchen aus der "heutigen Zeit", welches sich im London des römischen Reichs befindet, was sich auch in den Versen anhand der Wortwahl deutlich zeigt. Mit 11 Jahren wird sie an einen Patrizier verheiratet, der sie in einen goldenen Käfig sperrt. Zuleika wehrt sich und sucht sich ihren eigenen Weg. Findet Freundschaft, Leidenschaft, Trauer und noch viel mehr. Betrachtet bzw erzählt wird das Ganze (natürlich) aus der feministischen Perspektive. Wer allerdings kein Fan von poetischen Versen, Latein & Co. ist sollte es sich zweimal überlegen dieses Buch zu lesen. Bei mir ist der Funke auch nicht so ganz übergesprungen.

3

Leider hat es mich nicht gepackt.

Sehr experimenteller Schreibstil. Am Anfang war ich noch voll dabei, ab der Mitte hat mich die Story leider verloren…

4.5

"Zuleika accepta est. Zuleika delicata est. Zuleika Scheiß-Musterkind vom Dienst est." - Bernardine Evaristo, "Zuleika" London, 211 n. Chr.: Zuleika ist die Tochter nubischer Einwander*innen. Ihre Familie hat kaum Geld, doch die Schönheit ist Zuleikas Kapital: Mit gerade einmal elf Jahren wird sie an einen alten, fetten Römer verheiratet - was ein Glück, dass er sie trotz ihrer schwarzen Haut und der Armut will! Zuleikas Freiheit findet durch die Heirat ein jähes Ende, sie sitzt in einem goldenen Käfig, aus dem sie erst mit der Zeit einen Ausgang findet, gedanklich durch Bildung und durch geschicktes Strippen-Ziehen im Haushalt. Sie geht heimlich mit ihren Freundinnen aus - und verliebt sich in den Kaiser Septimius Severus, wodurch ihre ganze Welt aus den Fugen gerät. "Zuleika" ist Bernardine Evaristos zweiter Roman und erschien bereits vor mehr als 20 Jahren - was ein Glück, dass er vor Kurzem nun endlich auch auf Deutsch erschienen ist! Fantastisch übersetzt von Tanja Handels können nun auch deutsche Leser*innen in dieses Drama aus Versen eintauchen, das die Geschichte eines Mädchens von heute in einer Welt von damals erzählt. London liegt im 2. Jahrhundert n. Chr. in römischer Hand, die Gesetze der Stadt werden von Geld, S*x und Macht bestimmt - kein einfaches Pflaster für ein junges, Schwarzes Mädchen, das um jeden Preis die Deutungshoheit über ihr eigenes Leben erlangen möchte. Zuleika ist Dichterin und leidenschaftliche Liebhaberin, sie hat queere Freundinnen und ihren eigenen Kopf - das bildet sich auch immer wieder in der verwendeten Sprache ab. Denn auch wenn das Buch in Versform gehalten ist und so an Dichtungen von Vergil und Homer erinnert, mischt die Autorin immer wieder moderne Begriffe zwischen lateinische Sprichwörter und verleiht dem historischen Roman damit einen höchst aktuellen Twist. Ich finde es sehr, sehr beeindruckend, dass Bernardine Evaristos Bücher immer wieder in anderen sprachlichen Formen daher kommen, dass sie sich immer wieder neue Themengebiete aussucht und in verschiedene Zeitalter abtaucht. Bei ihrer Experimentierfreudigkeit bleibt aber immer gleich, dass sie die jeweiligen Geschichten aus einer feministischen Perspektive heraus betrachtet - eine meiner liebsten Schriftstellerinnen und ein besonderer Roman, den es zu entdecken lohnt!

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4

Experimentell & feministisch - liebs! 🫶🏻

4.5

Richtig gut

Mir hat der Stil richtig gut gefallen. Ich muss es bei Zeiten noch mal lesen. Ich hab das Gefühl ich hab so viel verpasst.

4

Mein erster Roman in Versform. Ich fand das interessant, aber auch anstrengend zu lesen und musste sehr aufpassen nicht den Faden zu verlieren. Die Geschichte war außergewöhnlich, die moderne Sprache im antiken, römischen London hat mich gleichzeitig verwirrt und fasziniert. Ich brauchte etwas um reinzukommen, dafür wird es mir jetzt noch lange im Kopf bleiben.

5

Antikes Drama in Prosaform trifft auf Feminismus des 21. Jahrhunderts: Ein wahrer Lesegenuss! Wer ist sie? Bin ich die echte nubische Prinzessin von Mama Africa? Hab ich den Nil im Blut in diesem materfutuo Großstadtdschungel namens Londinium? Fühl ich mich mangelhaft, nur weil ich dunkel bin? Oder bin ich doch die hippe Chica und lebe im Schoß des Luxus? Bin ich Sklavin oder Sklavenhalterin? Bin ich Londinia oder Nubierin? Sind meine Kinder mal Römer oder Nubinetten? Was waren meine Eltern, Vasallen, Pharaonen? Und ist das alles nicht eigentlich scheißegal? - Zuleikas Gedicht "Identitätskrise" (S. 173) In "Zuleika" entführt uns Bernardine Evaristo in das pulsierende London des Römischen Reichs, wo die junge und ungestüme Zuleika gegen die Zwänge einer patriarchalen Gesellschaft ankämpft. Die Autorin, bekannt für ihre tiefe Auseinandersetzung mit Identität, Feminismus und Rassismus, webt in diesem Roman gekonnt historische Fakten mit fesselnder Fiktion. Für mich war es das zweite Buch von ihr, nachdem mich "Mädchen, Frau etc." schon schwer begeistert hat. Und auch dieses mal wurde ich nicht enttäuscht. Das Buch erzählt die Geschichte der widerspenstigen Zuleika, die mit nur elf Jahren an einen reichen Patrizier verheiratet wird. Doch Zuleika, mit nubischen Wurzeln, lässt sich nicht so leicht in ihr Schicksal fügen. Sie kämpft für Freiheit und Leidenschaft in einer Stadt, in der Geld, Sex und Macht regieren. Als sie eine leidenschaftliche Affäre mit dem Kaiser Septimius Severus beginnt, gerät ihr Leben endgültig aus den Fugen. Die Mischung aus historischem Stoff und moderner Stimme macht "Zuleika" zu einem spannenden und außergewöhnlichen Leseerlebnis. Evaristo gelingt es, eine starke und lebendige Hauptfigur zu schaffen, die mich mit ihrer unkonventionellen Art sofort für sich eingenommen hat. Die Sprache, obwohl in Versform gehalten, ist überraschend leicht zugänglich und verleiht der Geschichte eine ganz eigene Dynamik: mein Schicksal schon besiegelt durch einen Mann, dreimal so alt und breit wie ich, und ich erst zarte elf – schon da fand Dad, ich würde langsam ranzig. Ich kam dann zu Clarissa, einer arroganten Römer-Bitch, die mir Benimmstunden erteilte, ich lernte reden, essen, furzen, mein amo amas amat runterbeten und mein Plebejer-Kreolisch in die Tonne treten. Zuleika accepta est. Zuleika delicata est. Zuleika Scheiß-Musterkind vom Dienst est. (S. 14/15) Der Roman besticht nicht nur durch seine packende Handlung, sondern auch durch seine tiefgreifenden Themen, darunter Armut, Gewalt, Patriarchat, Rassismus und Queerness. Evaristo schafft es, diese komplexen Aspekte auf eine unterhaltsame und zugleich nachdenklich stimmende Weise zu behandeln: Schon vor scheißvielen tausend Jahren glaubten die alten Ägypter an solche Sparringspartner, an die Mr.-und-Mrs.-Happy-Nummer, ich bin für dich da, amore, wenn du für mich da bist. (S. 45) "Zuleika" ist ein Buch voller Leidenschaft, Witz aber auch Tiefe und Tragik, das die Leser:innenschaft in die faszinierende Welt des antiken Londons entführt und einmal mehr aufzeigt, wie Frauen viele Jahrhunderte lang unterdrückt wurden und immer noch werden. Trotz einiger sprachlicher Herausforderungen am Anfang konnte mich die Geschichte von Zuleika von Anfang bis Ende fesseln. Daher vergebe ich volle 5 Sterne und empfehle dieses Buch allen, die auf der Suche nach einem fesselnden und außergewöhnlichen historischen Roman mit einer starken weiblichen Hauptfigur sind. Bei dem Buch handelte es sich um ein Rezensionsexemplar. Dies hat meine Meinung jedoch nicht beeinflusst.

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