Die Nachricht

Die Nachricht

Softcover
4.0182

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Description

Eine Frau – eine Nachricht – eine Verunsicherung

Als sich Ruth gerade in ihrem neuen Leben zurechtgefunden hat, das sie sich nach dem Tod ihres Mannes und dem Auszug ihrer Kinder neu aufbauen musste, erhält sie eine Nachricht – gesendet von einer anonymen Person, die allerdings weit mehr über ihre Vergangenheit zu wissen scheint als sie selbst. Doris Knecht schreibt über eine Frau, die plötzlich zur Verfolgten wird, und erweist sich einmal mehr als virtuose Skeptikerin zwischenmenschlicher Beziehungen.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
N/A
Format
Softcover
Pages
256
Price
14.40 €

Author Description

Doris Knecht, geboren in Vorarlberg, ist Kolumnistin (u.a. beim Falter und den Vorarlberger Nachrichten) und Schriftstellerin. Ihr erster Roman, ›Gruber geht‹ (2011), war für den Deutschen Buchpreis nominiert und wurde fürs Kino verfilmt. Zuletzt erschienen ›Besser‹ (2013), ›Wald‹ (2015), ›Alles über Beziehungen‹ (2017) und ›weg‹ (2019). Sie erhielt den Literaturpreis der Stiftung Ravensburger und den Buchpreis der Wiener Wirtschaft. Doris Knecht lebt mit Familie und Freunden in Wien und im Waldviertel.

Posts

36
All
5

Es geht um Digitales Mobbing und Misogynie auf Social Media.

4

"Was hat er schon getan? Waren doch nur Wörter. Wir haben doch alle mal einen schlechten Tag. "

Auf dieses Buch muss man sich einlassen. Der Stil ist nicht ganz leicht. Die Sätze sind oft lang, verschachtelt, aneinandergereiht. Nebensätze werden als Hauptsätze geschrieben. Dadurch liest sich das Buch nicht besonders flüssig, gleichzeitig wird man dadurch gezwungen, genau zu lesen. Und das lohnt sich. Das Thema ist wirklich fesselnd. Ruth hat vor wenigen Jahren ihren Mann verloren und bekommt auf einmal komische Nachrichten, in denen sie beschimpft und diffamiert wird. Sie versucht den Urheber, dieser Nachrichten zu finden und kommt dabei immer wieder in einen Zwiespalt: Wie tief soll sie in diese Nachrichten eintauchen? Kann sie sie einfach ignorieren? Wie geht sie in ihrem Freundeskreis damit um? Gleichzeitig behandelt die Autorin die Trauer von Ruth, die gleichzeitig Wut ist, da ihr Mann ihr fremdgegangen ist. Sie hadert mit der Trauer ihres jüngeren Sohnes, macht sich Gedanken um ihre Stieftochter, die schwanger ist und nicht sagen will von wem und sie hat eine On/Off Beziehung, die ihr meist mehr Kraft raubt als gibt. Gleichzeitig wird deutlich, wie tief Worte treffen und das ganze Leben einer Person oder sogar ihres ganzen Bekannten-/ Freundeskreises beeinflussen können. Ein tolles Buch, dass die Beziehungen der einzelnen Charaktere gut darstellt. Es passiert gar nicht so viel und doch wieder eine Menge!

4

Ich muss gestehen das ich anfangs noch nicht sofort verstanden habe wo die Autorin Doris Knecht mit ihrem Roman 'Die Nachricht' hin möchte und einfach mal drauf los gelesen habe. Aber auf einmal wird es einem klar und ich war voll drin und hatte es ruck zuck durch. Es geht um die Drehbuchautorin Ruth und wie sie ihr Leben nach dem herben Verlust ihres Mannes Ludwig gestaltet und lebt. Einer Ihrer zwei Söhne lebt und bei ihr und besucht die Schule, der andere ist schon aus dem Haus. Ruth hat viele gute Freunde und Bekannte in ihrem Leben und trotz ihrer geselligen Art, liebt und sucht sie auch stark die Ruhe und Abgeschiedenheit in ihrem Alltag. Der Tod ihres Mannes ist nun vier Jahre her und Ruth wagt sich ans Dating und das mit keinem Unbekannten. Simon, der Kinderpsychologe, der ihren jüngeren Sohn nach dem Tod seines Vaters betreut hat kann ihr Herz gewinnen und die zwei starten eine On/Off Beziehung. Gleichzeitig fängt der Terror mit den Nachrichten an. Ruth und nach und nach jeder den sie kennt bekommt meist sehr private, intime und vulgäre Nachrichten über Ruth und ihr Leben Diese Art des Stalking zieht sich wie ein roter Faden durchs Buch und spätestens da fällt einem der feministische Kern des Romans auf und ich muss sagen das habe ich sehr gemocht. Hoch interessant und extrem traurig wie einige aus dem Umfeld von Ruth auf diese Nachricht reagieren. Da wird das angesprochen was uns Frauen recht oft suggeriert wird...stell dich nicht so an...das musst du aushalten... Musst du definitiv nicht!!! Ein gutes Buch welches Victim blaming/ Täter-Opfer-Umkehr anspricht und einem mal wieder aufzeigt wie rasch es dazu kommen kann.

Post image
5

Spannend, leicht zu lesen, gesellschaftskritisch. Habe ich fast in einem Rutsch durchgelesen. Die Protagonistin muss sich mit anonymen Nachrichten herumschlagen, die sie angreifen. Auch ihre Freunde erhalten diese Nachrichten über sie. Die Machtverhältnisse in unserer patriarchalen Welt werden wunderbar aufgezeigt. Das Frauen oft noch keinen Ausweg sehen, als sich zu fügen und bestimmte Umstände und Umgangsweisen hinzunehmen. Dass wehrhaft zu sein mit Anstrengung und Stigmata verbunden wird. Gleichzeitig zeigt die Story ganz wunderbar auf wie Loyalität unter Freunden in unserer narzisstischsten Welt immer mehr verfällt. Erschreckend. Sehr sehr lesenswert. In vielen Teilen ein Spiegel der Gesellschaft.

3

Zu viele Themen

„Das muss man aushalten.“ Gute Idee, aber die Autorin packt viel zu viele Themen in diese kurze Geschichte. Teilweise spannend, psychologisch verzwickt, aber für mich einfach überladen und trotzdem nicht sooo mitreissend. Das Ende hat mir gut gefallen.

4

Zuerst hatte ich Schwierigkeiten in die Geschichte rein zu kommen, doch dann hat sie mich gepackt. Empfehlenswert.

4

Eine Frau, die ihren Weg sucht

Man verfolgt Ruth, die ihren Weg nach dem Tod von ihrem Mann sucht. Es hat mich schon irgendwie gepackt, aber teilweise war sie mir dann etwas unsympathisch. Insgesamt aber ein gutes Buch.

4.5

Mit einem Händchen für greifbare Figuren und die Bänder zwischen ihnen schreibt Doris Knecht von Unrecht, Angst und Resilienz.

4

Wow. Noch fehlen mir hierzu die richtigen Worte. Aber das Buvh führt sehr nah an Fiktion und Realität. Was ist in Ihrem Kopf, was ist real? Wo sieht sie eventuell Hirngespinste und wo ist genau dieses Denken eher ein Gaslighting? Sehr faszinierend. Please remember Reading is subjective.

5

"Ich war gern allein. Ich fühlte mich sicher mit mir. Die meisten Leute taten sich schwer, das zu glauben, weil sie selbst nicht gern allein waren und sich nicht sicher fühlten und deshalb die Verpaartheit als den Maßstab allen Seins glorifizierten." (S. 86) Vier Jahre nach dem tödlichen Skiunfall ihres Mannes Ludwig hat Ruth ihr Leben als Mutter und erfolgreiche Drehbuchautorin neu geordnet. Sie hat einen großen Freundeskreis und fühlt sich auch ohne Partner vollständig, denn eigentlich war es das, was Ruth wollte: unabhängig sein. Kurz vor Ludwigs Tod hatte sie sich sogar von ihm trennen wollen. Heute weiß sie: Ihr Mann hatte eine heimliche Affäre. Als sie plötzlich anonyme Nachrichten mit intimsten Details aus ihrem Privatleben erhält, ist Ruth sich sicher: Es muss diese Frau sein, die sie da bedroht, beschimpft, beleidigt und auch vor ihren Freunden, Bekannten und Geschäftspartner nicht halt macht. Ihr On-Off-Freund Simon, ein Psychotherapeut, bestärkt sie in ihrer Vermutung. Doch kann Ruth ihm wirklich vertrauen? Doris Knecht entwirft erneut eine Protagonistin, die sich in allen Bereichen emanzipieren will. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie sehr das eigene Selbstbild von den Meinungen anderer abhängig ist: "Ständig wurde man, vor allem, wenn man eine Frau war, gefragt, ob man sich nicht einen Partner wünsche, einen Zupacker, einen Erlediger, einen Versorger, ob man sich nicht isoliert fühle, so ganz allein." (S. 88) Das Selbstbewusstsein ist eine wackelige Angelegenheit, das durch Zweifler und Neider schnell zu Fall gebracht werden kann. In der Anonymität des Internets mit all seinen Kommentarfunktionen wird das Be- und Abwerten anderer zur perfiden Macht. Die digitale Bedrohung, die Ruth erfährt, verleiht der Geschichte eine beklemmende Spannung, die an einen Psychothriller grenzt, und thematisiert eindrücklich die Auswirkungen digitaler Gewalt auf das Leben von Frauen. Absolut fesselnd!

3.5

Ein kurzweiliges, aber zum Ende hin wirklich spannendes Buch.

4.5

Die Geschichte war fesselnd, auch wenn man manche Dinge beim Lesen schon leicht ahnen kann, bevor sie passieren. Das letzte, sehr kurze Kapitel war plötzlich so leise und gelassen, das hat mich irgendwie irritiert. Ich denke, es ist Teil der Lektion dieses Buches, dass das herbeigesehnte Gefühl der Genugtuung am Ende einfach ausbleibt.

3.5

Beängstigend

Die erste beleidigte Nachricht von einem Fake Facebook Konto erreicht Ruth an einem sonnigen Sonntag. Ruth ist geschockt, misst dieser jedoch nicht viel Aufmerksamkeit. Aber es geht weiter, und nicht nur sie, sondern auch Familienmitglieder und Freunde erhalten diese. Wer ist die mysteriöse sie oder ist es ein er? Der Schreibstil ist sehr ungewöhnlich. Fast hätte ich abgebrochen, doch die Neugier siegte. Spannend finde ich, dass man Stück für Stück Sachen über das Leben von ihr erfährt.

4.5

„Als Frau musst du das eben aushalten.“ Und das in so vielen Lebenssituationen… Spannend, ein bisschen gruselig und leider nicht wirklich unrealistisch.

5

So genial.. habe das Hörbuch ruckzuck verschlungen. Der Plot ist packend: Ruth, eine erfolgreiche Drehbuchautorin, bekommt plötzlich anonyme Nachrichten, die viel über ihr Leben verraten, obwohl sie nicht wissen kann, dass sie es weiß. Mir gefällt der Erzählstil von Doris Knecht sehr. „Ich hatte nichts falsch gemacht … ich hatte nur zugelassen, dass jemand anderer was falsch machte mit mir, mich beschädigte, oder es zumindest versuchte.“ „Mach dir nichts draus, nimm es nicht ernst, das sind nur Idioten … Lass es an dir abperlen … Aber weniges ist so schwierig, wie sich nicht betroffen zu fühlen, wenn einen jemand herunterziehen will.“

3

Kurzweilig aber recht substanzlos

Normalerweise nicht mein Hauptgenre aber ich erweitere gerne meinen Lesehorizont und damit kam dieses Buch in mein Bücherregal. Mich hat dieser überschaubare Roman gut unterhalten und es war auch sehr kurzweilig zu lesen, gefesselt hat mich die Story aber nicht. Schwer habe ich mit damit getan, das dieses Buch für mich keine wirkliche Kernbotschaft enthält. Irgendwie fehlte das gewisse etwas. Von daher leider nur 3 Sterne.

3.5

Ein Buch mit Sog-Wirkung

Dieses Buch hat ruhig begonnen. Der Ehemann plötzlich verstorben, die Frau arbeitet sich aus der Trauer und führt ein neues Leben. Auch wagt sie den Schritt in eine neue Beziehung. Aber alles wird anders als gedacht. Ich fand die Erzählung gelungen und ich konnte mich gut in Ruth hinein versetzen. Das Ende war nicht sehr überraschend. Es zeigt auf, welche Wirkung die sozialen Medien auf den Menschen und sein Umfeld haben kann.

5

Die Nachricht Doris Knecht Ruth war 22 Jahre mit Ludwig verheiratet. Sie fühlte sich während dieser Zeit oft eingeengt, wollte alleine sein, in Ruhe nachdenken. Sie brauchte Zeit für sich, um ihre Drehbücher zu schreiben. Ludwig war ein geselliger Typ, liebte laute Musik und ausgelassene Partys. Doch dann verunglückte er auf der Skipiste. Ruths Trauer nahm ein abruptes Ende, als sie die Mails auf Ludwigs Rechner fand. Liebes-Mails, die an eine andere Frau adressiert waren und nicht an sie. Wollte Ludwig sie damals verlassen? Jahre nach Ludwigs Tod bekommt Ruth auf einmal anonyme Nachrichten, Beschimpfungen und Beleidigungen. Als diese auch an ihre Familie, Arbeitgeber und Freunde versendet werden, nimmt die Geschichte ihren Lauf.. Woher weiß der Stalker so viele persönliche Dinge über sie? Oder ist es die Ex-Freundin von Ludwig, die nicht loslassen kann? Der neue Roman von Doris Knecht ist ein zeitgenössischer, subtiler Roman, einer, der immer intensiver wird. Ein spannendes Buch, eines was zeigt, was Cybermobbing anrichten kann. Knecht schreibt klar und kühl und ist dabei so wortgewandt. Große Leseempfehlung von mir, aber vergesst nicht beim Lesen des Buches, im erhelltem Raum, die Gardinen zu schließen, es könnte jemand im Dunklen stehen und euch beobachten!

4

Trauer & Stalking Und wem kann ich eigentlich noch trauen?

„…und ich fing langsam an, mich an den Gedanken zu gewöhnen, dass er sterben würde, wenn auch noch lange nicht daran, dass er nicht mehr da sein würde.“ Eine Frau, die unfassbar viel durchmacht. Vieles an dieser Frau scheint so real und realistisch, nachvollziehbar- wären da nicht diese Nachrichten. Das Ausmaß dessen, wird erst im Verlauf spürbar. Viele Ebenen, gut geschrieben.

4

Was anderes erwartet kurz überlegt es ab zu brechen um dann doch komplett drin ab zu tauchen.

Zu beginn konnte mich die Geschichte erst nicht richtig packen also hab ich es nach 80 Seiten erst mal pausiert. Als ich es dann wieder zur Hand genommen hatte habe ich es nicht mehr aus der Hand gelegt.

5

Dieses Buch kam so unwahrscheinlich unscheinbar daher und ist so eine Wucht!

Spannend von Anfang bis Ende! Immer wieder hatte ich Theorien und dann zweifelte ich wieder an meinen Theorien. So vielschichtig, diese Prosa! So wichtig dieses Thema: der Hass von Männern an Frauen. Ich musste oft an die Aussage Margarete Atwoods denken: " Männer haben Angst, dass Frauen sie auslachen. Frauen haben Angst, dass Männer sie umbringen." Das Buch hat mich begeistert! Es hat mich eingesaugt und in zwei Tagen war ich durch. Draufgekommen bin ich durch die Leseempfehlungen von Mareike Fallwickl. Es stand schon auf meiner Medimoosliste und dann fiel es mir gestern in einem Buchtauschregal in München in die Hände. Welch ein glücklicher und bewegender Fund 🙏🫂💕🌞

Dieses Buch kam so unwahrscheinlich unscheinbar daher und ist so eine Wucht!
5

Gefiel mir gut. Über das Leben einer Frau, die mit Nachrichten von einem Unbekannten konfrontiert wird und wie diese eine Zeit lang ihr Leben beeinflussen.

3.5

Guter Start, verliert mich hinten raus etwas.

5

Mich hat dieses Buch gefesselt. Der Schreibstil ist leicht, das Thema extrem wichtig und Doris Knecht konnte mich durch ihre wunderbaren Vergleiche und Beschreibung einzelner Situationen vollständig in die Handlung eintauchen lassen. Große Empfehlung!

2

hat mich nicht gefesselt

3

Die Geschichte an sich fand ich spannend und habe ich deswegen in kurzer Zeit gehört. Das Ende passt für mich gar nicht zu der sonst interessanten Geschichte. Die Protagonistin blieb immer ein wenig kühl und auf Distanz und ich konnte keine besonderen Emotionen zu ihr aufbauen und habe des Öfteren ihre Denk- und Handlungsweisen nicht nachvollziehen können und wenig Empathie aufbringen können. Es werden zu vielen Themen immer wieder Bröckchen hingeworfen aber für mich nicht zufriedenstellend verfolgt und nur im Raum stehen gelassen. Dafür war die Sprecherin sehr gut und hat wesentlich dazu beigetragen, dass ich an dem Hörbuch bleiben wollte.

5

"Die erste Nachricht kam an einem Sonntag im September. Ich saß auf der Bank im Schatten hinter dem Haus und ich ahnte nicht, dass das der Moment war, in dem sich meine Verhältnisse verschoben." (Zitat) Ruth Ziegler, Drehbuchautorin, lebt nach dem Tod ihres Mannes Ludwig weiter im gemeinsam erbauten Holzhaus in der Nähe eines Flusses, ihr Zufluchtsort. Den Tod ihres Mannes hat sie noch immer nicht ganz überwunden, auch hat sie nachträglich entdeckt, dass er eine Affäre mit einer Frau hatte. Als sie sich plötzlich verliebt und sowohl sie als auch ihr privates bzw. berufliches Umfeld anonyme Nachrichten erhält, die sie in Misskredit bringen, weiß sie nicht mehr wem sie vertrauen kann. In regelmäßigen Abständen erhalten Ruth und andere Personen widerliche, anonyme Nachrichten zu Ruths Leben. Massive Beleidigungen, Verleumdungen, Informationen über ihren toten Mann, ihr Aussehen, ihre Persönlichkeit. Misogyne Schei… par exellence. Sie wird aufs tiefste diffamiert. Erst denkt Ruth, dass sie, aufgrund ihrer Erfahrung als Moderatorin und den damit verbundenen Kritiken, gut damit zurechtkommen wird. Doch das ist nicht der Fall. Die Geschichte baut auf zwei Handlungssträngen auf: der Hauptstrang mit des Stalkings, den die Autorin genial durch den Roman zieht. Der zweite, in dem sich Ruth verliebt. Wo sie trotz besseren Wissens ihr Bauchgefühl ignoriert, da sie verliebt, ausgelassen, frei und heiter sein möchte. Immer tiefer verstrickt sich alles und Ruth merkt mit der Zeit, dass die Freundinnen, von denen sie glaubte, dass sie hinter ihr stehen, ihr nicht mehr glauben. Ihr raten, dies doch anzuzeigen, ihre Haltung zu „der Sache“ zu ändern und sich nicht so reinsteigern solle. Doris Knecht spricht in ihrem Buch „Die Nachricht“ von einer toughen, netten und klugen Frau, die auf eine grausame Achterbahnfahrt der Gefühle schickt, da sie eine*n anonyme*n Stalker*in hat. Einer Frau, die mit beiden Beinen mitten im Leben steht, und doch hilflos ist und dem Cybermobbing nicht entkommt. Sie zeigt welche Gefahren von sozialen Medien ausgehen (können) Der Roman ist psychologisch gut aufgebaut und spannend. Einziger Wermutstropfen ist für mich persönlich das Ende. Vermutlich ist dies aber so gewollt, und wenn, dann zeigt Knecht hier nochmals gesellschaftskritisch auf dieses RIESEN-Problem, denn das Ende lies mich leicht irritiert und etwas verärgert zurück. Der Schreibstil und die Sprache lassen das Buch angenehm lesen. Leseempfehlung!

5

So ein tolles Buch! Ein Highlight in 2021! Ausführliche Rezension folgt!

3

Ich fand es es gut geschrieben und hab mich nicht gelangweilt, aber keine Ahnung worauf die Autorin jetzt eigentlich hinaus wollte. Am Ende bleibt für mich nicht viel übrig...

3

Die Geschichte war ok, habe es mir etwas spannender vorgestellt.

3

Kurzweilige Unterhaltung. Greift ein wichtiges Thema auf: Mysogenie. Das Ende war etwas vorhersehbar, tut dem Buch aber kein Abbrung.

5

Ruth ist Witwe, hat eine lockere Affäre mit einem Kinderpsychologen und sich in ihr Dasein ganz gut eingefunden. Den Tod ihres Mannes vor ein paar Jahren hat sie noch nicht ganz verarbeitet. Eines ihrer Kinder ist bereits ausgezogen, der Sechszehnjährige lebt noch zu Hause. Auch ihre Stieftochter samt Baby wohnt teilweise bei ihr. Alles scheint sich ganz normal zu entwickeln. Doch dann erhält Ruth eines Tages eine anonyme Nachricht. Zunächst versucht sie sie zu ignorieren, die Nachrichten häufen sich jedoch. Nicht nur Ruth, sondern auch die meisten Personen aus ihrem Umfeld erhalten sie. Der oder die Absender*in scheint erstaunlich gut über Ruths Leben informiert zu sein. Ruth versucht herauszufinden, wer für diese Nachrichten verantwortlich ist. Dabei wird ihr schnell klar, dass sie nicht mehr weiß, wem sie noch trauen kann; gleichzeitig stellen ihre Freunde aber auch Ruth in Frage. Mit seinem sommerlichen gelbgrünen Cover kommt "Die Nachricht" zunächst total harmlos daher. Tatsächlich verwandelt sich die Geschichte aber bald fast schon in einen Thriller. Es geht um digitale Gewalt gegen Frauen, darum, was sich viele Frauen täglich im Internet gefallen lassen müssen und nicht nur dann, wenn sie feministische Standpunkte vertreten. Das Ganze ist ein großes Problem und es gibt leider nicht viele Möglichkeiten, etwas dagegen zu tun. Schockierend (aber leider sehr realitätsnah) fand ich auch die Reaktionen aus Ruths Umfeld. Anstatt gemeinsam mit Ruth zu versuchen den Täter ausfindig zu machen, stellen sich viele gegen Ruth. Sie haben zwar zunächst Mitleid mit ihre, wollen aber auch nicht weiter in die Sache verwickelt werden. Auch als der*die Täter*in schließlich enttarnt ist, hat dies für sie*ihn kaum Konsequenzen. Auch dies entspricht in vielen Fällen der Realität. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Ich wollte unbedingt das Ende erfahren und konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Es war mein erstes Buch von Doris Knecht, aber sicher nicht mein letztes.

5

Toll. Toll. Toll. Tut auch ein bisschen weh.

S. 250 „Sie denken, es ist meine Geschichte, nicht ihre. Es ist mein Problem, nicht unser Problem.“

3

Kurzweilige Unterhaltung. Greift ein wichtiges Thema auf: Mysogenie. Das Ende war etwas vorhersehbar, tut dem Buch aber kein Abbruch.

5

"Ich freue mich darauf, wieder allein zu sein, in meiner eigenen Ruhe abzutauchen, unter der Oberfläche zu schwimmen; unsichtbar in der Stille meiner Gedanken, die Wörter der andern unhörbar, nur ein entferntes, beruhigendes Gemurmel, ein Rauschen, das mir sagt, dass sie noch da sind." (S. 253f.) Eine Protagonistin, die ihr Alleinsein zelebriert. Herrlich. Internetmobbing, Feminismus, Selbstbestimmung, toxische Beziehungen, zwischenmenschliche Beobachtungen. Alles dabei und super geschrieben!

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