Alles über Beziehungen
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Description
Viktor ist ein Mann mit durchschnittlichen Problemen: Er wird demnächst fünfzig, er hat hohen Blutdruck, fünf Kinder, zwei Exfrauen und eine Lebensgefährtin, die nicht immer so glücklich wie er selbst damit ist, dass er gerade Festival-Intendant wurde. Und er hat eine heimliche Leidenschaft: noch mehr Frauen. Die Frauen wiederum haben ihre Gründe, warum sie sich mit einem wie Viktor einlassen – oder auch nicht mehr. Seine Lebenspartnerin ahnt davon nichts, und so schwebt über allem eine große Bedrohung: dass Viktor auffliegt und all seine schönen Rechtfertigungen und feinen Begrifflichkeiten von Treue, Komplizenschaft und Loyalität gleich mit. Denn: Was ist das, Treue? Ist jedes Fremdgehen auch ein Betrug? Und: Existiert etwas Derartiges wie eine perfekte, glückliche, ehrliche Beziehung überhaupt?
Book Information
Author Description
Doris Knecht geboren in Vorarlberg, ist Kolumnistin («Standard», «Falter») und Schriftstellerin. Ihr erster Roman, «Gruber geht» (2011), war für den Deutschen Buchpreis nominiert und wurde fürs Kino verfilmt. Zuletzt erschienen die vielgelobten Romane «Wald» (2015) und «Alles über Beziehungen» (2017); letzterer wurde für den Österreichischen Buchpreis nominiert. Doris Knecht lebt in Wien und im Waldviertel.
Posts
Wahrscheinlich eins der schwächeren Bücher von Doris Knecht, die ich sehr schätze. Hier fehlte ein bisschen eine Entwicklung der Geschichte, ein fesselnder Plot. Schnell ist klar, worum es geht. Sprache und setting in Wien sind gut, ansonsten mit Reflexionen über Monogamie, Hypersexualität und moralische Instabilität in der reichen westlichen Gesellschaft etwas langatmig. Aber Knechts Stil macht es etwas wett
Ein leicht lesbarer, aber emotional treffsicherer Roman über Beziehungen, die keine sind. Unangenehm wahr, stellenweise schmerzhaft, überraschend erhellend.
Alles über Beziehungen beginnt wie eine Sammlung egozentrischer Menschen, die mehr über Nähe reden, als sie tatsächlich leben. Doch je weiter man liest, desto klarer wird, wie präzise Knecht diese emotionalen Leerstellen zeichnet. Die Figuren zeigen eindrucksvoll, wie man „mit jemandem genauso allein sein kann wie ohne ihn – manchmal sogar noch alleiner“. Diese Sätze treffen hart, aber ehrlich. Viktor ist das Paradebeispiel für Selbsttäuschung: „Er, Viktor, war ein Opfer … ein Gefangener seiner Triebe, gekidnappt von seinen gestörten Körperfunktionen." Ein Mann voller Ausreden, dem man am Ende nur noch zurufen möchte: Magda, BITTE nicht wieder! Das Buch ist weniger eine Liebesgeschichte als eine Charakterstudie voller Selbsttäuschung und Egozentrik.
Naja, aber unterhaltsam war’s! 🤷🏻♀️
Die Thematik an sich interessiert mich, leider hat mir aber irgendwie irgendetwas gefehlt! Der Charakter war nicht liebenswert, was er sicher auch nicht sein soll und zwischendurch wollte ich einfach schreien „JA, hab’s verstanden! Der Typ hat ein Problem, und weiter??!“ Gegen Ende hin, bei etwa 60% bis 70% hat sich dann langsam etwas getan, endlich Konsequenzen, endlich andere Sichtweisen! Leider war die willkommene Abwechslung nur von kurzer Dauer.. Pluspunkt dafür, dass es in Wien spielt und die herrliche Wiener Art widerspiegelt, das hat das Ganze dann doch auch unterhaltsam gemacht 🤭

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Viktor ist ein Mann mit durchschnittlichen Problemen: Er wird demnächst fünfzig, er hat hohen Blutdruck, fünf Kinder, zwei Exfrauen und eine Lebensgefährtin, die nicht immer so glücklich wie er selbst damit ist, dass er gerade Festival-Intendant wurde. Und er hat eine heimliche Leidenschaft: noch mehr Frauen. Die Frauen wiederum haben ihre Gründe, warum sie sich mit einem wie Viktor einlassen – oder auch nicht mehr. Seine Lebenspartnerin ahnt davon nichts, und so schwebt über allem eine große Bedrohung: dass Viktor auffliegt und all seine schönen Rechtfertigungen und feinen Begrifflichkeiten von Treue, Komplizenschaft und Loyalität gleich mit. Denn: Was ist das, Treue? Ist jedes Fremdgehen auch ein Betrug? Und: Existiert etwas Derartiges wie eine perfekte, glückliche, ehrliche Beziehung überhaupt?
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Doris Knecht geboren in Vorarlberg, ist Kolumnistin («Standard», «Falter») und Schriftstellerin. Ihr erster Roman, «Gruber geht» (2011), war für den Deutschen Buchpreis nominiert und wurde fürs Kino verfilmt. Zuletzt erschienen die vielgelobten Romane «Wald» (2015) und «Alles über Beziehungen» (2017); letzterer wurde für den Österreichischen Buchpreis nominiert. Doris Knecht lebt in Wien und im Waldviertel.
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Wahrscheinlich eins der schwächeren Bücher von Doris Knecht, die ich sehr schätze. Hier fehlte ein bisschen eine Entwicklung der Geschichte, ein fesselnder Plot. Schnell ist klar, worum es geht. Sprache und setting in Wien sind gut, ansonsten mit Reflexionen über Monogamie, Hypersexualität und moralische Instabilität in der reichen westlichen Gesellschaft etwas langatmig. Aber Knechts Stil macht es etwas wett
Ein leicht lesbarer, aber emotional treffsicherer Roman über Beziehungen, die keine sind. Unangenehm wahr, stellenweise schmerzhaft, überraschend erhellend.
Alles über Beziehungen beginnt wie eine Sammlung egozentrischer Menschen, die mehr über Nähe reden, als sie tatsächlich leben. Doch je weiter man liest, desto klarer wird, wie präzise Knecht diese emotionalen Leerstellen zeichnet. Die Figuren zeigen eindrucksvoll, wie man „mit jemandem genauso allein sein kann wie ohne ihn – manchmal sogar noch alleiner“. Diese Sätze treffen hart, aber ehrlich. Viktor ist das Paradebeispiel für Selbsttäuschung: „Er, Viktor, war ein Opfer … ein Gefangener seiner Triebe, gekidnappt von seinen gestörten Körperfunktionen." Ein Mann voller Ausreden, dem man am Ende nur noch zurufen möchte: Magda, BITTE nicht wieder! Das Buch ist weniger eine Liebesgeschichte als eine Charakterstudie voller Selbsttäuschung und Egozentrik.
Naja, aber unterhaltsam war’s! 🤷🏻♀️
Die Thematik an sich interessiert mich, leider hat mir aber irgendwie irgendetwas gefehlt! Der Charakter war nicht liebenswert, was er sicher auch nicht sein soll und zwischendurch wollte ich einfach schreien „JA, hab’s verstanden! Der Typ hat ein Problem, und weiter??!“ Gegen Ende hin, bei etwa 60% bis 70% hat sich dann langsam etwas getan, endlich Konsequenzen, endlich andere Sichtweisen! Leider war die willkommene Abwechslung nur von kurzer Dauer.. Pluspunkt dafür, dass es in Wien spielt und die herrliche Wiener Art widerspiegelt, das hat das Ganze dann doch auch unterhaltsam gemacht 🤭










